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Rezensionen verfasst von
Traumfeder

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Glück in den Fingerspitzen
Glück in den Fingerspitzen
von Elena Loren
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Wenn das Glück seine Umwege nimmt, 21. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Glück in den Fingerspitzen (Taschenbuch)
Inhalt
Naemi ist glücklich. Ben ist der Mann ihrer Träume, ihre Bäckerei läuft ausgezeichnet und sie überlegt sogar ihr Geschäft auszuweiten. Doch dann betritt ein Mann die Bäckerei, der alles durcheinander bringen könnte. Michael hat ein Vorstellungsgespräch in der Anwaltskanzlei gegenüber und wollte eigentlich nur etwas zum Essen holen. Als er Naemi sieht, kommen alte Erinnerungen hoch. Während des Studiums waren Naemi und Michael ein Paar, doch dann lief etwas schief.

Meine Meinung
Tja, kurz zusammengefasst: Alte Liebe rostet nicht. Nun ja, so einfach ist es dann doch nicht. Es ist ja eigentlich klar, wenn es um Gefühle geht, ist es nie einfach.

Naemi hat sich ein schönes Leben aufgebaut. Sie lebt mit ihrem Freund, Ben, zusammen und hat dank ihm eine eigene Bäckerei, in der sie die verschiedensten Cupcakes zaubert. Sie liebt das Backen und ihre Kunden sind begeistert von ihren Werken. Es geht sogar so weit, dass sie Auftragsarbeiten übernimmt und darüber nachdenkt noch eine Filiale zu eröffnen. Doch dann betritt Michael wieder ihr Leben und alte Erinnerungen kommen hoch. Zum Teil sehr schöne, zum Teil einfach nur schmerzliche. Von der Vergangenheit eingeholt, muss sie entscheiden, wie ihre Zukunft werden soll.

Michael hat ein abgeschlossenes Jurastudium, verbrachte aber die letzten Jahre in Australien. Zurück in der Schweiz will er sich ein neues Leben aufbauen. Er bewirbt sich in einer Anwaltskanzlei und bekommt tatsächlich den Job. Am selben Tag bemerkt er auch, dass seine ehemalige Freundin Naemi die Bäckerei gegenüber der Kanzlei führt. Auch bei ihm werden alte Gefühle geweckt. Er möchte sich gerne mit ihr aussprechen, doch leider ist es nicht so leicht wie gehofft.

Elena Lorens Buch war wirklich ein schöner Roman. Sie verbindet hier die Vergangenheit und Gegenwart, wobei sie rätseln lässt, was die Zukunft bringen wird. Ihre Protagonisten verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, starke Gefühle, die selbst nach langer Zeit noch im Funken vorhanden sind. Dazu besteht noch so manches Geheimnis, das erst nach und nach ans Licht kommt.

Doch so interessant die Geschichte, die Liebe und die Handlung auch war, so gab es auch Dinge, die nicht so schön waren. Mir war Naemis Verlobter leider von Anfang an unsympathisch. Es hatte nichts damit zu tun, dass ich Michael mehr mochte, es war eher ein schlechtes Gefühl. Er war einfach zu perfekt und so etwas gibt es nun mal nicht.

Was mich wahrlich erschreckt hat, was das Geheimnis, was Tina mit sich herumträgt. Es hat mich wütend gemacht, dass sie nie etwas gesagt hat. Wie konnte sie Naemi mit diesem Wissen noch in die Augen sehen? Wie konnte sie schweigen und zusehen? Sorry, allein der Gedanke daran macht mich wütend.

So, genug der Negativität. Was hingegen sehr schön war, war der Versuch von Naemi und Michael sich einander anzunähern. Auch wenn es ihm weh tat sie an der Seite eines anderen Mannes zu sehen, so wollte er trotzdem eine Freundschaft versuchen. Nach all den Jahren, wollte er eine Aussprache. Es mag zwar sein, dass noch alte Gefühle da sind, doch sie versuchen darüber hinaus zu sehen.

Elena Loren ist eine Geschichte voller Gefühle gelungen. Sie zeigt Hochs und Tiefs und Leben voller Wendungen. Ihre Art zu schreiben ist wirklich realistisch. Sie hat Charaktere geschaffen, die nicht übertrieben sind, viel mehr wirken sie real. Wirklich schön, hoffentlich wird die Autorin noch mehr solcher Bücher schreiben.

Fazit
Ein schöner Roman über das Leben, die Liebe und die Entscheidungen, die unseren Weg bestimmen. Aber auch über zweite Chancen, die manchmal einfach sein müssen.


Der Duft von Eisblumen: Roman
Der Duft von Eisblumen: Roman
von Veronika May
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kaum greifbarer Duft, 19. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Eisblumen: Roman (Taschenbuch)
Inhalt
Rebekka Winter lebt für die Arbeit. Daran zerbrach ihre Liebe, daran gingen alle Freundschaften zugrunde, bis ihr nur noch ihr Vogel und ihre nörgelnde Mutter blieben. Doch dann erfährt sie etwas sehr verletzendes, was sie im Verkehr die Nerven verlieren lässt. Das Gericht verordnet ihr Sozialstunden, was sie umso mehr verabscheut. Nun soll sie einen Monat lang der 88-jährigen Dorothea von Katten zur Hand gehen. In der Abgeschiedenheit der Villa beginnt Rebekka über ihr bisheriges Leben nachzudenken, stößt dabei aber auch auf ein Geheimnis, das Dorothea schon sehr lange hütet. Schon bald werden die Frauen, die zuvor einander fremd waren, zu guten Freundinnen. Doch erst ein Mann, bringt sie einander wirklich näher.

Meine Meinung
Allein der Titel an sich macht neugierig auf den Inhalt, den unter dem Duft von Eisblumen konnte,ich zumindest, mir nichts vorstellen. Deshalb war ich wirklich froh als ich dank Lovelybooks die Gelegenheit erhielt dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Im Rebekka wird eine Protagonistin präsentiert, in der sich viele Leserinnen erkennen dürften. Sie arbeitet in einer Werbeagentur und glaubt eigentlich alles richtig zu machen. Sie opfert sich für den Job auf, macht Überstunden und vernachlässigt deshalb alles andere. So hat sie das Ende ihrer Beziehung nicht kommen sehen und hat am Ende auch keine Freunde mehr. Rebekka ist dies aber nicht so wichtig, glaubt sie dich ihren Träumen nah zu sein. Doch dann hört sie zufällig ein Gespräch mit, welches ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Plötzlich sind all ihre Errungenschaften wie Lügen zerbrochen. Verletzt macht sie ihrem Ärger ausgerechnet im Stau Luft und landet prompt vor Gericht, wo ihr Sozialstunden aufgebrummt werden. Obwohl Rebekka sich mit Händen und Füßen wehrt, bleibt ihr keine andere Wahl. Doch nach und nach wird ihr klar, dass diese Auszeit von ihrem bisherigen Leben das Beste ist, was ihr je passieren konnte.

Ich bin sicher, dass es viele Frauen wie Rebekka gibt. Frauen, die alles für den Job geben, am Ende aber völlig einsam sind. Doch in der Einsamkeit lässt sich kaum das Glück finden, was man sich erhofft. Dies muss auch unsere Protagonistin hier feststellen.

Neben Rebekka begegnet der Leser auch einer anderen, sehr interessanten, Frau. Dabei handelt es sich um Dorothea von Katten. Bei ihr soll Rebekka ja ihre Sozialstunden ableisten. Obwohl Dorothea bereits 88 ist, ist sie noch immer fit. Dieses Frau schafft es während der Handlung immer wieder zu überraschen. Sie hat so viel erlebt und kann auf eine abenteuerliche Vergangenheit zurück blicken. Manche Ereignisse hütet sie wie einen Schatz in ihrem Herzen und gewährt nur sehr langsam Einblicke hinein.

Natürlich gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die sich allerdings erst langsam entwickelt. Dabei hat sie viele Stolpersteine zu überwinden, denn Missverständnisse und verletzte Gefühle lassen sich nur behutsam überwinden. Doch neben der neuen Liebe, gibt es auch Verweise auf eine alte Liebe. Es wird überaus emotional und berührend. Das Buch hat eine ganz eigene Art die Emotionen zu vermitteln. Mal ist es intensiv und tiefgründig, mal einfach und vorhersehbar.

Heike Eva Schmidt, die dieses Buch unter einem Pseudonym veröffentlicht hat, hat hiermit einen wunderbaren Frauenroman herausgebracht, der zum Fühlen und Träumen einlädt. Die Geschichte verbindet Gegenwart und Vergangenheit. Sie lässt die Sehnsucht durch Briefe sprechen und offenbart eine geheime Bedeutung von Blumen. Um dies noch stärker herauszubringen, sind die Kapitel einzelnen Pflanzen gewidmet, deren Bedeutung durch den Text deutlich gemacht wird. Eine genaue Definition lässt sich aber auch im Anhang finden.

Was den Duft von Eisblumen angeht, der bekommt eine ganz eigene Bedeutung. Da hat die Autorin sich wahrlich etwas einfallen lassen. Nach der Lektüre wird klar, welcher Zauber sich hinter diesem Duft verbirgt und warum er für dieses Buch so wichtig ist.

Dieses Buch verbreitet eine gewisse Ruhe, die auch den Leser in Beschlag nimmt, doch erst nachdem man mit Rebekka den Stress des Alltags hinter sich lässt. Die Thematiken, die zudem angesprochen werden, sind realistisch und knallhart. Hier wird ein Balanceakt vollführt, der auf der einen Seite Chaos und auf der andere Seite Klarheit beinhaltet.

Fazit
Vom Stress und der inneren Wut angetrieben, macht Rebekka einen Fehler, der sie irgendwie zu einer Zwangspause vom Alltag verdonnert. Bei einer ungewöhnlichen Frau findet sie schließlich innere Ruhe und auch endlich die Lieben. Eine überaus berührende Geschichte, die so aus dem richtigen Leben gegriffen sein könnte.


Romantica Clock 02
Romantica Clock 02
von Yoko Maki
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,50

4.0 von 5 Sternen Süß & Mädchenhaft, 17. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Romantica Clock 02 (Taschenbuch)
Inhalt
Die Trimesterprüfungen stehen vor der Tür und Akanes Noten sind im Keller. Um sie zu retten, soll Aoi als Nachhilfelehrer fungieren, wobei er mit harter Hand zur Gange ist. Akane tut alles um dem Lernen zu entkommen, kann aber doch einiges behalten. Doch schließlich stehen die Ferien vor der Tür und die Freunde beschließen eine kleine Feier zu schmeißen. Bei den Vorbereitungen begegnen die Zwillinge Shin Kiritani, einem Jungen in ihrem Alter, der in einer Bäckerei arbeitet. Dieser scheint sofort von Akane hin und weg zu sein, was allerdings jedem außer ihr auffällt.

Meine Meinung
Der zweite Band um die Kajiya Zwillinge bietet erneut eine süße Geschichte, interessante Charaktere und so manches Chaos.

Akane rutscht in der Schule immer weiter ab, weshalb ihre Mutter sie zum Lernen zwingt und Aoi als ihren Lehrer einsetzt. Erneut zeigt sie ganz deutlich ihre Naivität und Sturheit, doch auch etwas Einsicht lässt sich blicken. Akane ist wie immer energisch und überaus stürmisch. Bei so manchen Gelegenheiten redet sie mal wieder ohne zu denken und übersieht viele wichtige Details, bei anderen greift sie ein um ihren Freunden zu helfen. Es ist süß zu sehen, wie Akane sich gerne von Essen ablenken lässt, aber auch faszinierend, wie sie die Nähe ihres Bruders spürt, da er ihr eine Gänsehaut verschafft.

Auch Aoi gewährt einen intimen Einblick auf sein Inneres. Eigentlich steht er Akane nicht wirklich nahe, doch er möchte ihr näher sein. Die Versprechen, die er ihr einst gegeben hat, hat er nie vergessen und hält an ihnen fest. Obwohl Aoi immer kalt tut, zeigt er doch Gefühle Karin gegenüber, auch wenn Akane ihm dazu einen Anstupser geben muss.

Es gibt so einige romantische Anbandlungen in diesem Band, die nicht allein den Zwillingen vorbehalten waren. Zumeist zeigen sie sich in kleinen Gesten, die aber doch große Bedeutungen haben.

Die Geschichte selbst spielt um die Weihnachtszeit und Neujahr herum, was die Atmosphäre mit Romantik auflädt. Es ist aber auch die Zeit, in der die Freunde mehr Zeit miteinander verbringen. So entschließen sie sich auch dazu eine kleine gemeinsame Feier zu machen. Nach den Ferien geht der Schulstress wieder los. Die Schüler müssen zu medizinischen Untersuchungen, wobei sie hier erneut Shin begegnen und ein kleines Geheimnis über ihn erfahren.

Yoko Maki hat ihre Zeichnungen mal wieder süß und mädchenhaft gehalten. Sie zeichnet die Gesichter ihrer Charaktere überaus ausdrucksstark und vermittelt damit einen Subtext. Hier zeigen sich unausgesprochene Dinge, die jeder für sich interpretieren muss.

Das Ende dieses Bandes ist wahrlich gemein. Maki lässt ihn an einer Stelle enden, an der so vieles passieren könnte. Es ist eine Stelle, an der jemand in einer Situation erwischt wird, die am liebsten ungeschehen geblieben wäre.

Fazit
Das Leben der Zwillinge schreitet voran und bringt die Geschwister einander wieder näher. Langsam beginnen sie romantische Bande zu knüpfen, der eine eher als der andere. Yoko Maki strickt die Geschichte weiter, bringt neue Charaktere ein und schafft mit Humor so manche Peinlichkeiten zu vermitteln.


Das Blut der Unschuldigen: Thriller
Das Blut der Unschuldigen: Thriller
von Julia Navarro
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Leider blieb das Ende recht offen, 7. Oktober 2016
Inhalt
1243 findet die Belagerung von Montsegur statt. Die Inquisitoren der Kirche wollen die eingeschlossenen Menschen ihrer gerechten Strafe zuführen. Schließlich sind die Menschen dort, die sich als Vollendete bezeichnen, als Ketzer angesehen. Der Dominikanermönch Julian ist als Schreiber vor Ort um das Grauen festzuhalten. So verfasst er eine Chronik, die selbst noch im 21. Jahrhundert Menschen beeinflusst. Denn manch einer sieht sich als Rächer der Vollendeten und ist bereit einen Krieg gegen die Kirche erneut ausbrechen zu lassen.

Meine Meinung
Ein Buch, das drei Männer in drei unterschiedlichen Zeiten miteinander verbindet. Gleichzeitig aber auch Chaos stiftet und die Wahrheit aufdeckt.

1243 muss der Dominikanermönch Julian die Belagerung von Montsegur mit ansehen. Als Schreiber der Inquisition soll der den Sieg der Kirche über die ketzerischen Vollendeten, auch Katharer genannt, festhalten. In einen Glaubenskonflikt verstrickt, fertigt Julian auch eine geschichtliche Chronik an, in der er die Wahrheit für die Nachwelt festhält.

1938 bekommt der Historiker Ferdinand Arnaud die Gelegenheit die Chronik zu untersuchen und ist tief beeindruckt. Doch ihm ist klar, dass der Besitzer der Chronik, Graf d'Amis, durch sie hofft einen uralten Schatz zu finden. Während Arnaud seine Arbeit macht, kommt die Bedrohung durch die Nazis immer näher. Schon bald ist er und seine Familie in die Kriegswirren verstrickt. Die Chronik wird dabei zu seinem Begleiter und hilft ihm den Schmerz und das Leid zu überstehen.

2009 werden verschiedene Anschläge geplant und die NATO findet Hinweise, die zum derzeitigen Graf d'Amis führen. Sie finden einige Spuren, die sie nicht deuten können, weshalb sie die Hilfe des Vatikanischen Geheimdienstes in Anspruch nehmen. Erneut wird klar, dass vieles zu Chronik des Dominikanermönchs führt. Doch wie kann die Chronik für die Anschläge verantwortlich sein?

Julia Navarro hat hierbei eine recht interessante und verworrene Geschichte geschaffen. Es wird von Mal zu Mal dunkler und komplizierter. In jedem Zeitsprung gibt es Geistliche, die in die Handlung hinein gezogen werden und sich von der Chronik beeinflussen lassen. Doch so verwirrend und spannend alles auch gestaltet wurde, scheint es, dass der Chronik immer der Tod auf den Fersen ist. Leider wird dem Leser selbst aber, der Großteil des Chronikinhalts vorenthalten. Es gibt kaum etwas, was daraus enthüllt wird und wenn, dann nur sehr oberflächlich.

Auch Religion spielt in Navarros Buch eine wichtige Rolle. So gibt es immer wieder religiöse Streitigkeiten oder Anspielungen auf Andersgläubigkeit. Im ersten Teil stehen sich die Christen und die Katharer gegenüber. Im zweiten Teil, der in der Nazizeit spielt, wird viel Wert auf die damaligen Ereignisse gelegt. So wird auch die Judenverfolgung zu einem zentralen Punkt. Im dritten Teil spielen die Christen und die Muslime die zentrale Rolle. Religionen, die eh immer wieder an einander geraten. Die Autorin versucht einen gewissen Einblick in die Glaubensstreitigkeiten der Muslime zu geben. So präsentiert sie die streng und verschlossen lebenden und jene, die dem Glauben nachgehen, ohne sich von der offenen westlichen Lebensweise zu distanzieren.

Das Buch ist gut geschrieben, hat Spannung zu bieten und viel Abwechslung. Dazu lässt die Autorin die verschiedenen Informationen einfließen, die wahrlich gut ausgewählt wurde. Doch betrachtet man alles genau, fällt auf, dass der dritte Teil unvollständig ist. Während die ersten beiden Teile in sich abgeschlossen sind, blieben beim Letzten sehr viele Fragen offen. Es sind viele Geschehnisse da, deren Ende nie ausgeführt werden, was sehr ärgerlich ist.

Julia Navarro hat einen guten Schreibstil. Sie schreibt fesselnd, so dass man selbst über langatmige Stellen hinweg, nie das Interesse verliert. Auch wenn der Ende des Buches recht offen ist, hat die Autorin mich doch überzeugen können. Ich werde mehr von ihr lesen.

Fazit
Eine Chronik, die über Jahrhunderte hinweg Menschen beeinflusst. Religionen und Überzeugungen, die immer wieder an einander geraten. Julia Navarro gewährt einen Einblick in die verschieden Zeiten, in denen Chaos regiert und Menschen Leid ertragen müssen. Verschiedene Motivationen, andere Antriebspunkte und doch ein Fünkchen Wahrheit.


Die Zutaten des Glücks: Roman
Die Zutaten des Glücks: Roman
von Sarah Vaughan
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Ein Wettbewerb verändert Leben, 19. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Zutaten des Glücks: Roman (Taschenbuch)
Inhalt
Die große Ladenkette "Eden's" veranstaltet einen gewaltigen Backwettbewerb um ein neues Gesicht für sich zu finden. Die Teilnehmer sollen keine Profis sein, aber mit Leidenschaft dabei sein. Ausgewählt werden fünf, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vicki, eine ehemalige Grundschullehrerin, die mit ihrer Mutterrolle zu kämpfen hat. Jennifer, eine einsame Mutter von drei Kindern, deren Mann sie als dich beschimpft und sich anderen Frauen zuwendet. Die reiche Karen, die einsam ist und ein Problem mit dem Altern hat. Die Alleinerziehende Claire, die darum kämpft ihrer Tochter etwas bieten zu können und der Alleinerziehende Mike, der seinen zwei Kindern über den Verlust ihrer Mutter hinweg helfen will. Mit der Zeit kommen sie sich näher, schließen Freundschaften und beginnen ihr Leben auch über den Wettbewerb hinaus zu verändern.

Meine Meinung
So wie beim Backen verschiedene Zutaten zu einer Köstlichkeit zusammen gerührt werden können, werden von Sarah Vaughan die verschiedenen Charaktere miteinander vermengt und zu einer tollen Geschichte vereint.

Zu Beginn werden die verschiedenen Protagonisten vorgestellt. Nacheinander wird ein Einblick in ihr Leben gegeben, die derzeitige Lebenssituation, die Probleme und die Hoffnungen. Es wird aber auch aufgezeigt, weshalb sie sich dazu entschlossen haben am Wettbewerb teilzunehmen und ihre Reaktion, als ihre Teilnahme bestätigt wurde.

Es ist überaus beeindruckend, wie die Autorin hier diese Persönlichkeiten gestaltet hat. Jeder von ihnen hat eine wahrlich interessante Charakteristik und eine Geschichte, die alltäglich erscheint. Sie sind so nah am Leben gehalten, dass man sie sicherlich so in jeder Stadt finden könnte.

Vicki ist die Hausfrau und Mutter, die sich oft allein gelassen fühlt und immer in den Glauben gestoßen wird, nicht gut genug zu sein. Ihr Mann und ihre Mutter unterstützen sie kaum, weshalb sie sich überfordert fühlt.

Jennifer ist mit 52 die liebevolle und füllige Mutter. Ihre drei Töchter haben das Nest bereits verlassen, weshalb sie nun mit ihrem Mann allein ist. Allerdings hat dieser nun beschlossen eine Marathonläufer zu werden, weshalb er ihre Kochkunst schlecht macht und sie als fett bezeichnet. Dazu verbringt er lieber Zeit mit anderen Frauen als mit ihr.

Karen ist recht wohlhabend, hat zwei Kinder und einen Ehemann, der nie da ist. Verzweifelt versucht sie schlank und jung zu bleiben, was sie kalt und abweisend erscheinen lässt.

Claire hat eine Tochter, ist 27 und alleinerzeihend, da ihr Freund sie verlassen hat. Sie arbeitet hart in einem Eaden's um Chloe wenigstens etwas bieten zu können. Zum Glück hat sie noch ihre Mutter, die ihr etwas unter die Arme greift.

Mike ist 42 und Witwer. Er ist aber auch Vater von zwei Kindern, denen er mit seinen Backwerken wenigstens Kleinigkeiten der mütterlichen Wärme zurückgeben will.

Im Wettbewerb treffen all diese Kandidaten auf einander. Die einen schließen Freundschaften, die anderen suchen die Distanz. Doch dieser Wettbewerb bringt sie nicht nur dazu untereinander neue Beziehungen zu knüpfen, er bringt sie auch dazu ihr Leben neu zu betrachten und so manches darin zu ändern. Untereinander finden sie die Unterstützung um voran zu schreiten. Sie finden den Mut etwas zu unternehmen und Dinge anzusprechen, die zuvor totgeschwiegen wurden.

Sarah Vaughan schreibt überaus verständlich und realistisch, wie die Charaktere sich entwickeln. Sie macht alle Entscheidungen nachvollziehbar. Dank des tollen Schreibstils empfinde man vie Sympathie zu den Protagonisten. Ihre Gefühle greifen auf die Emotionen des Lesers über und berühren denjenigen. So kann man lachen, Enttäuschungen verspüren, Wut nachempfinden und die verletzende Art der Worte über sich ergehen lassen. Das Buch ist voller Höhen und Tiefen, eben wie das Leben selbst.

Fazit
Sarah Vaughan öffnet ein Fenster in das Leben von fünf verschiedenen Menschen, die bei einem Backwettbewerb auf einander treffen. Zwar wird der Fokus mehr auf das Leben der Personen gelegt, als auf das Backen, doch gerade das macht dieses Buch so sympathisch. Die Charaktere erscheinen so echt, als könnte man sie an der Straßenecke treffen. Dieses Buch ist ein Schmaus für die Seele, zeigt es uns doch, dass jeder von uns die Kraft hat sein Leben zu ändern.


Gryphony, Band 1: Im Bann des Greifen
Gryphony, Band 1: Im Bann des Greifen
von Michael Peinkofer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Ein toller Anfang, 16. September 2016
Inhalt
Melody Campbell ist ein ganz normales Mädchen. Sie lebt bei ihrer Granny, geht zur Schule und verbringt Zeit mit ihrem besten Freund Roddy. Leider ist Melody auch eine Außenseiterin, weshalb Ashley es immer auf sie abgesehen hat. Nach einer Flucht vor Ashley, landet Melody bei Antiquitätenhändler Mr Clue und bekommt von ihm einen geheimnisvollen Ring geschenkt. Eines Nachts führt dieser Ring sie zu einem alten Steinkreis, wo sie ein seltsames Ei findet. Schon bald schlüpft daraus ein Greif, ein mystisches Wesen. Melody freundet sich schnell mit Agravain an, doch sie ahnt nicht, dass dunkle Gestalten bereits Jagd auf ihren neuen Freund machen.

Meine Meinung
Mit Gryphony erschafft Michael Peinkofer eine schöne Kinderbuchreihe, die fantasiebegeisterte Leser in ihren Bann schlagen wird.

Im Mittelpunkt des Geschehens findet sich die Highschool Schülerin Melody Campbell. Sie ist in dem Küstenort Brodick aufgewachsen und lebt im Stone Inn, einem Gästehaus, das von ihrer Grandma betrieben wird. Da Granny finanzielle Probleme hat, kann Melody sich nicht viel leisten, was sie an der Schule zur Außenseiterin macht. Einzig Roddy hält zu ihr, was ihn auch ausgrenzt. Melody ist neugierig und ziemlich flink. Durch das ständige Hänseln, hat sie sich eine Schale zugelegt, auch wenn sie durchaus sensibel sein kann. Als sie an ihrem Geburtstag von Ashley gejagt wird, flüchtet sie in ein Antiquariat, wo ihr ein ungewöhnlicher Ring in die Hände fällt. Dank des Rings findet sie ein Ei, aus dem schließlich ein Greif schlüpft. Agravain wächst schnell heran und schon bald zeigt er Melody einige unheimliche Dinge, die aber auf eine drohende Gefahr hindeuten.

Finanzielle Schwierigkeiten, eine drohende Pfändung und auch noch Ärger in der Schule. Melody hat es wahrlich nicht leicht. Zum Einen will sie Granny helfen, zum Anderen weiß sie aber auch, dass sie eigentlich machtlos ist. Zum Glück hat sie aber Roddy, der ihr wirklich in allen Lebenslagen zur Seite steht.

Mir Agravain kommt die Magie in die Handlung. Ein mystisches Wesen, das eine Verbindung zu Melody herstellt. Durch ihren Geist können sie miteinander Kommunizieren. Doch obwohl der Greif noch sehr jung ist, trägt er bereits das Wissen der Vergangenheit in sich. Er kennt die Schlachten seiner Vorfahren und die Gefahren der Gegenwart.

Die größte Gefahr für Agravain und Melody stellt sicherlich der Drachenorden da. Die Drachenkrieger, die dem Diener des Chaos unterstehen, wollen alles magische und mystische unter ihre Kontrolle bringen. Ihnen ist es egal, ob sie bei ihrer Jagd jemanden verletzen oder schlimmeres, sie wollen nur ihre Ziele erreichen.

Die Idee, aus der Michael Peinkofer seine Geschichte spinnt, hat durchaus ihre Spannung. Ein junges Mädchen findet ein magisches Wesen und zieht mit ihm in den Kampf. Schematisch betrachtet, erinnert der Aufbau an Eragon, und doch wird am Ende eine eigene Geschichte erzählt. Allerdings schafft der Autor für Melody auch noch eine Bedrohung außerhalb des Drachenordens in Form von Ashley. Diese macht ihr gerne das Leben zur Hölle, einfach weil sie es kann, schließlich gehört ihrem Vater halb Brodick. Das Traurige ist, dass niemand es wagt ihr zu widersprechen, da sie fürchten dann selbst zum Opfer zu werden.

Da dies ein Kinderbuch ist, weißt es nicht sonderlich viel Tiefe auf, kann aber trotzdem durchaus überzeugen. Die Geschichte ist spannend und hat einige Wendungen zu bieten. Melody wächst einem ans Herz und zeigt deutlich, dass dies erst der Anfang ihres Abenteuers ist. Auf sie und Agravain wartet noch so manches, was sicherlich nicht ganz ungefährlich sein wird.

Fazit
Ein magisches Wesen, ein geheimer Orden und ein ganz normales Mädchen. Eine Mischung, die zu einem interessanten Buch zusammengeführt wird. Wirklich lesenswert und eine tolle Einleitung zu weiteren Abenteuern.


Detektiv Conan 06
Detektiv Conan 06
von Gosho Aoyama
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man sollte nicht zu viel hinterfragen ;P, 13. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Detektiv Conan 06 (Taschenbuch)
Inhalt
Ärger, Betrug und Mord. Als Detektiv muss Conan sich jeder Situation stellen können. Der Streich seiner Eltern hat Shinichi zwar aus dem Konzept gebracht, doch wenigstens kann er weiterhin als Conan an Rans Seite bleiben. Es ist auch gut so, denn es gibt so einiges zu tun. Schließlich muss er nicht nur der Pfeife Kogoro bei den Fällen helfen, er muss auch dabei helfen die Reputation der Detektiv Boys wieder herzustellen, die durch einen Trick gefährdet wurde.

Meine Meinung
Tja, wer hätte es gedacht, Shinichis Eltern haben sich einen Streich mit ihm erlaubt und ihm so richtig Angst eingejagt. Zum Glück kann er sie davon überzeugen, dass er weiterhin in Japan bleiben muss. So bringt ihm schließlich Conans Mutter zurück zu den Moris, wo Kogoro ihn, dank eines großzügigen Schecks, gerne wieder aufnimmt.

Kogoro wurde engagiert um herauszufinden ob ein Mann von seiner Frau betrogen wird. Während der Auftraggeber mit einem anderen Besucher verschwindet und die Moris warten lässt, vertreiben die sich die Zeit im Garten. Als nach einigen Stunden die Haushälterin nachsieht, findet sie den Mann ermordet vor. Doch wer von seinen vermerkten Verabredungen war es?

Conan hat von Professor Agasa die Microremitter für sich und seine Freunde bekommen. Natürlich verkünden diese in der Schule sofort die Nachricht über ihren Detektivclub. Bei ihrem ersten Fall sollen sie eine Katze aufspüren, doch dadurch finden sie eine Leiche. Natürlich verständigen sie die Polizei, doch als Kommissar Megure ankommt, ist die Leiche verschwunden. So leicht lassen sich die Detektiv Boys aber nicht verschrecken und bei der Suche nach der Wahrheit riskieren sie Kopf und Kragen.

Kogoro ist mit Ran und Conan nach Saitama zum Frühlingsfest gefahren. Hier begegnen sie dem Autor Norikazu Sasai, der kurz darauf in einen Mordfall verwickelt wird. Sein Freund und Kollege wurde tot aufgefunden. Conan weiß sofort, dass Sasai der Täter ist, doch dieser hat scheinbar ein wasserdichtes Alibi.

Conan hat seine richtigen Eltern getroffen, wurde von ihnen erschreckt und bevormundet. Er wäre aber nicht der freche Detektiv, wenn er sich dafür nicht rächen würde. Shinichis Eltern zeigen sich und zeigen mal so richtig, dass man nie zu alt für einen Späßchen ist. Gleichzeitig sprechen sie ihren Sorgen aus. Seltsam ist nur, dass sie Shinichis Veränderung so leicht hinnehmen. Keine Ahnung, aber müssten sie nicht mehr hinterfragen?

Auch beim zweiten Fall gibt es Ungereimtheiten, dich ich für mich nicht ganz nachvollziehen kann. Ran und Conan waren super nah am Tatort und haben nichts mitbekommen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich würde wahrscheinlich schreien, vor allem wenn es so wäre wie in diesem Fall.

Diesmal dürfen Conans Freunde und Klassenkameraden, Ayumi, Genta und Mitsuhiko, an einem Fall mitarbeiten. Wie immer wollen die Kinder vorpressen und zeigen, was sie können. Dabei nehmen sie sich einfach viel zu viel vor und natürlich darf Conan es ausbaden.

Aoyama gibt Conan einen genialen Überblick, denn ihm fallen immer Dinge auf, die sonst niemand zu bemerken scheint. Er entdeckt Kleinigkeiten und mischt sich ein. Da scheint es ja eh niemanden zu stören, dass ein Kleinkind am Tatort rumschleicht.

Die Ausrüstung des kleinen Detektivs wird nun auch erweitert. Erhält er schließlich, wie die Detektiv Boys, einen Microremitter. Die Kenner der Serie dürften die interessanten Anstecker kennen. Es ist eine tolle Erfindung, die eine Kommunikation ermöglicht und viel mehr. Als Kind hätte ich so ein Ding wirklich gerne gehabt.

Fazit
Zurück bei den Moris, muss Conan auch weiterhin sein Wissen einsetzen um Fälle zu lösen. Durch sein Können hat Kogoro Bekanntheit erlangt, was aber niemand weiß, da dieser den Ruhm zu sehr genießt. So macht er sich weiterhin zum Deppen und erzählt Quatsch, bis Conan ihn außer Gefecht setzt und die Beweise vorlegt.


Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst
Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst
von Wendy Mass
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Riese fürs Leben, 29. August 2016
Inhalt
Jeremy Fink ist zwölf, verbringt viel Zeit mit seiner Freundin Lizzy, und lebt mit seiner Mutter, da sein Vater verstorben ist. Einige Zeit vor seinem dreizehnten Geburtstag bekommt er von einem Anwalt ein Kästchen zugeschickt. Es ist das letzte Geschenk von seinem Vater, doch leider verschlossen und die Schlüssel fehlen. Zusammen mit Lizzy macht er sich auf die Suche um den Inhalt endlich in die Hände zu bekommen. Dabei begegnet sie Mr. Oswald, der sie auf eine abenteuerliche Reise schickt, bei der sie den verschiedensten Menschen begegnen.

Meine Meinung
"Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst", diesen Rat hat Jeremy von seinem Vater bekommen, denn diese wusste schon immer, dass er recht jung sterben würde. Er wollte seinem Sohn sagen, dass er das Leben genießen soll und nicht alles so ernst nehmen.

Jeremy Fink lebt bei seiner Mutter, isst so gut wie nur Erdnussbutter und liebt die Sicherheit seines Viertels. Er hält sich an die Regeln und versucht seiner Mutter keinen Ärger zu machen. Durch Lizzy beginnt er auch mal etwas zu riskieren und den Mut zu fassen eigene Wege zu gehen. Als er gezwungenermaßen Mr. Oswald kennen lernt, eröffnet sich ihm ein ganz neuer Blick auf die Welt. Jeremy lernt die verschiedensten Menschen kennen und bekommt kleine Einblick in deren Leben und dabei auch auf deren Entwicklung. Während er den Menschen begegnet, beginnt er auch über das eigene Leben nachzudenken und sich zu verändern.

Lizzy Muldoun ist Jeremys beste Freundin und auch ziemlich gegenteilig ihm gegenüber. Lizzy liebt die Herausforderung, schmiedet gerne verrückt Pläne und mag es Dinge unbemerkt, oder auch nicht, mitgehen zu lassen. Sie bringt Jeremy in so mach unangenehme Situation, aber auch dazu über sich selbst hinaus zu gehen und zu wachsen. Als ein etwas älteres Mädchen neu ins Haus einzieht, reagiert Lizzy leicht eifersüchtig, denn heimlich wünscht sie sich weiblicher zu sein. Erst nach und nach bekommt sie ein wahres Bild von sich und schafft es sich zu akzeptieren.

Das letzte Geschenk von Jeremys Vater, führt die zwei Freunde auf eine abenteuerliche Suche. Zwar suchen sie nur nach simplen Schlüsseln, doch sie finden sehr viel mehr. So machen sie, zwar nicht ganz freiwillig, die Bekanntschaft mit Mr. Oswald, eine seltsamen Antiquitätenhändler. Dieser schickt sie schließlich auf eine ganz andere Reise, die ihnen aber doch bei so manchen Dingen behilflich ist.

Jeremys und Lizzys Reise hat etwas magisches an sich. Sie begegnen den interessantesten Menschen, was sie selbst verändert. Ihre Geschichten wirken auf die Kinder, was denen so manches aufzeigt, woran sie nie gedacht hätten.

Wendy Mass hat hier ein schönes Buch geschaffen. Mit ihren Worten hat sie eine schöne, wenn auch etwas wehmütige, Geschichte zu Papier gebracht. Die Offenbarung dessen, was schlussendlich im Kästchen ist, war eine wahre Überraschung, mit der man so sicherlich nicht gerechnet hätte. Zum Ende hin, gibt es so einige Wendungen, die eine gewisse Spannung aufbauen, die Atmosphäre aufladen, und darauf vorbereiten, was schließlich kommt.

Die Autorin schreibt über den Verlust geliebter Menschen, den Versuch ohne sie weiter zu leben und die Akzeptanz ihres Todes. Gleichzeitig aber auch über das Erwachsen werden und die Schwierigkeiten der eigenen Entwicklung. Jeremy lernt seinen Vater neu kennen und fühlt sich ihm nun irgendwie näher. Er bekommt einen neuen Blick auf die Person, die ihm überaus wichtig war und kann dadurch einen Schritt voran machen.

Fazit
Zwei Freunde, eine abenteuerliche Suche und ein Schritt darauf zu erwachsen zu werden. Jeremy und Lizzy erleben einen interessanten Sommer, lernen neue Menschen kennen und gehen einem Geheimnis nach. Ein wirklich lesenswerter Jugendroman.


Das Reich der Finsternis - Verdammt: Band 2
Das Reich der Finsternis - Verdammt: Band 2
von Ulrike Schweikert
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Geheimnisse kommen ans Licht, 26. August 2016
Inhalt
Endlich kommt Grandma wieder aus dem Krankenhaus. Es könnte alles perfekt sein, wären da nicht die Elfen und der Vertrag, der mit den O'Connors besteht. Mona und Patrick müssen herausfinden, welche Bedingungen bestehen um die Ehre der Familie zu retten. Zum Glück können sie die Hauskobolde davon überzeugen ihnen zu helfen. Gemeinsam suchen sie nach einem Ausweg.

Meine Meinung
Das magische Abenteuer der Zwillinge Mona und Patrick geht weiter. Nachdem sie nun die Gabe der Sicht erhalten haben, wollen sie herausfinden, was der Vertrag zwischen den Elfen und den O'Connors besagt und wie sie ihre Grandma beschützen können. Diese scheint allerdings keine Ahnung von der Abmachung ihrer Vorfahren zu haben. Zum Glück können sie wenigstens die Hauskobolde, Brook und Finola, zur Zusammenarbeit überreden. Diesen haben sogar eine Idee, wie der Frieden wieder hergestellt werden könnte, doch dafür müssen sie auf Schatzsuche gehen.

Ulrike Schweikert schickt ihre jungen Protagonisten erneut in ein gefährliches Abenteuer. Diesmal müssen sie nicht nur Geheimnisse wahren, sondern solche auch aufdecken. Dazu ist auch eine nächtliche Durchsuchung eines Archivs nötig, die einige Antworten ans Tageslicht fördert.

Nun wird auch klar, weshalb die Wesen so gegen Grandma Myrna sind. Unwissentlich hat sie etwas ins Rollen gebracht, was sie nie wollte, denn eigentlich scheint ihr auch kein Ausweg geblieben zu sein. Dieser Standpunkt zeigt aber auch, dass die Wesen nie versucht haben zu verstehen, weshalb Myrna so handeln muss. Sie sehen nur ihre Seite ohne die Andere zu verstehen.

Der Gegenspieler der Kinder erweist sich als eine interessante und verwirrende Persönlichkeit. Leider bekommt man nicht wirklich Gelegenheit um dieses kennen zu lernen. Ihr Auftritt bleibt eher kurz und doch sagt er viel aus.

Das Buch selbst endet an einem Punkt, bei dem zwar einiges abgeschlossen wurde, vieles aber offen blieb. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber irgendwie hatte ich da wirklich das Gefühl, da müsste noch mehr kommen. Mir fehlt der Abschluss, der absolut alles einschließt.

Die Autorin hat für junge Leser hiermit eine interessante Lektüre geschrieben. Sie bietet nicht nur Freundschaft, Abenteuer und kniffelige Rätsel, auch Familienbande, Vertrauen und Zuverlässigkeit werden stark angesprochen. Ihr flüssiger Schreibstil macht es leicht die Sicht der Kinder einzunehmen und sie zu verstehen. Daher macht das Lesen der Geschichte auch so viel Spaß.

Fazit
Erneut müssen die Zwillinge Mona und Patrick für die Sicherheit des Ashford Cottage kämpfen. Dabei gilt es nicht nur die Rätsel der Vergangenheit zu lösen, sondern auch die Hürden der Gegenwart zu überwinden. Eine schöne Geschichte für junge Leser.


Genesis Secret
Genesis Secret
von Tom Knox
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Fantasie mit einem Fünkchen Wahrheit, 15. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Genesis Secret (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Im London werden Menschen auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Chief Inspector Mark Forrester wird mit der Lösung des Falls beauftragt. Schnell findet er heraus, dass es einige weitere Morde gab und alle scheinbar an alten Kultstätten stattfanden. Zur selben Zeit erhält der Journalist Rob Luttrell den Auftrag über eine archäologische Grabung in der Türkei zu schreiben. In Göbekli Tepe wird an einem uralten Tempel gegraben und der Archäologe, Franz Breitner, glaubt dort etwas unglaubliches entdeckt zu haben. Keiner von ihnen ahnt, dass ihre Fälle miteinander zu tun haben könnten.

Meine Meinung
Die Bücher von Tom Knox sind für mich immer wieder überaus faszinierende Abenteuer. Die Art wie er schreibt und die Themen, sind der Wahnsinn. Sie biten immer irgendwas zu entdecken. Allerdings ist dabei Geduld von Nöten, denn der Kern der Geschichte, zeigt sich meist erst spät. Der Einstieg ist recht langsam und verwirrend. Es ergeben sich zwei verschiedene Erzählstränge, die dann nach und nach zusammen geführt werden.

Rob Luttrell ist ein toller Journalist, der rund um die Welt reist um seine Artikel zu schrieben. Sein Job hat allerdings auch seine Ehe zerstört. Gerade als sein Chef ihn auf die Grabung in Göbekli Tepe ansetzt, befindet er sich eigentlich im Urlaub, denn kurz zuvor überlebte er knapp einen Bombenanschlag. Schnell fasziniert ihn die Ausgrabung und die vielen Theorien, die es dazu gibt. Doch nicht nur der Job fasziniert ihn, auch die schöne Osteoarchäologin Christine Meyer gefällt ihm überaus gut. Was allerdings als leichter Auftrag begann, wird schnell kompliziert, als ein Mord geschieht. Plötzlich findet er sich zusammen mit Christine auf der Suche nach der Wahrheit. Einer Wahrheit, die die Geschichte der ganzen Menschheit neu schreiben könnte.

Detektiv Chief Inspector Mark Forrester hat es unterdessen in London mit einem grausamen Mord zu tun. Ein Mann wurde auf äußerst brutale Art gefoltert und getötet. Schnell stellt sich heraus, dass dies ein Ritualmord war, der dazu auf einer uralten Kultstätte stattfand. Zu allem Übel, gab es bereits mehrere ähnliche Fälle. Doch Forrester hat auch Glück, kristallisiert sich dadurch doch ein bestimmter Verdächtiger heraus. Allerdings muss er auch schnell erkennen, dass er seinen Gegner keinesfalls unterschätzen sollte, ist dieser doch zu allem bereit.

Zwei Männer, in zwei verschiedenen Teilen der Welt, die doch irgendwie nach der selben Antwort suchen. Es ist hart zu erkennen, in wie weit sie zusammen hängen, doch wenn sie erstmal zusammen geführt werden, wird so vieles klar. Dann erkennt man auch Zusammenhänge, die zuvor nicht gesehen werden konnten, was der Autor einfach großartig herausarbeitet.

Des Weiteren macht Tom Knox seine Leser auch mit der Gemeinschaft der Jesiden bekannt. Ich kann leider nicht mit Sicherheit sagen, wie viel von dem Geschriebenen tatsächlich auf die Menschen zutrifft, doch ihre Umschreibung so wie ihr Glaube, wurden überaus interessant dargestellt.

Was auch ein durchaus fesselnder Punkt in der Handlung ist, sind die ganzen Anspielungen auf die Bibel. Hier wird die moderne Archäologie mit der Bibel bzw. einigen Bibelstellen in Verbindung gebracht. Glaube, Fantasie und Realität werden vermischt um eine außergewöhnliche und glaubhafte Geschichte zu schaffen. Das, was der Autor sich hier aber als die Wahrheit hinter Göbekli Tepe ausgedacht hat, was für mich eine wahre Überraschung. Ich wäre nicht einmal annähernd an einen solchen Gedanken gekommen.

Tom Knox ist für mich einer der Autoren, dessen Bücher mich bisher immer überzeugen konnten. Sie haben immer interessante Themen, bieten viel Spannung und vermögen zu überraschen. Es gibt Wendungen, mit denen man nie gerechnet hätte, und Orte, über die man kaum nachdenkt. Ich liebe seine Bücher und möchte gerne noch einige verschlingen, denn dabei entdecke ich immer etwas neue und unbekanntes, von dem ich nie geahnt hätte.

Fazit
Auch dieser Thriller von Tom Knox war mal wieder ein wahres Erlebnis. Morde, die Suche nach der Wahrheit und ein Geheimnis, dass die Geschichte neu schreiben könnte. Ich kann es Liebhabern von Verschwörungen und kirchlichen Geheimnissen wärmstens empfehlen.


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