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Rezensionen verfasst von
Gruebeljannes (München)

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Campark Action Kamera WIFI Dual LCD Bildschirm 4K Sport Action Cam 16MP Ultra HD Helmkamera Wasserdicht 30M 170 ° Weitwinkel mit Handgelenk Fernbedienung 2 Verbesserten Batterien und 32GB Micro SD Karte
Campark Action Kamera WIFI Dual LCD Bildschirm 4K Sport Action Cam 16MP Ultra HD Helmkamera Wasserdicht 30M 170 ° Weitwinkel mit Handgelenk Fernbedienung 2 Verbesserten Batterien und 32GB Micro SD Karte
Wird angeboten von tomato tech
Preis: EUR 79,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Loblied auf die Cam, aber dafür auf den Support, 6. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Länge:: 19:05 Minuten

Ich hatte die Cam in einer Blitzaktion erstanden. Nachdem sie bei mir eintraf, war ich eigentlich recht zufrieden. Meilensteine erwartete ich bei den Videoaufnahmen nicht und erst recht auch kein 4K, sondern einfach nur recht ordentliche HD-Aufnahmen.

Das Zubehör ist recht reichlich, aber darin unterscheidet sich die Cam nicht von anderen. Und wenn man sich so die Zubehör-Angebote anschaut, dann erkennt man, dass das Zubehör so im Wert von 14 Euro beilag. Zu dieser Cam gab es noch eine 32 GB SD Karte zusätzlich, so dass der eigentliche Preis der Kamera auf ungefähr 40 Euro kam.

Diese Art ActionCams gibt es unter verschiedenen Marken. Allen gleich ist das Gehäuse. Der eigentliche Qualitätsunterschied liegt also im Chip und dem Sensor auf der Platine begründet (für Unterschiede empfehle ich im Internet nach Goprawn und deren Seiten zu suchen). Und die verbauten Teile sind bei der Campark recht ordentlich/akzeptabel.

Nicht akzeptabel dagegen war ein Fehler, der mir immer wieder unmöglich machte, die Kamera zu nutzen. Nach dem Ausschalten hatte sie sich wohl beim Runterfahren aufgehangen und erst nach dem Entfernen des Akkus für 10 bis 15 Minuten, ließ sich die Cam wieder normal starten (s.a. Videoende). Der Support reagierte sofort mit Hilfen und Tipps. Aber alles hatte den Fehler nicht behoben. Die Ankündigung des Supports, eine korrigierte Firmware mir zur Verfügung zu stellen, war der letzte Vorschlag vom Support. Kurz danach stellte ich fest, dass die Zeitraffervideofunktion der Cam auch fehlerhaft war (sie brach ab und die Aufnahme bis zum Abbruch war nicht lesbar). Als ich dann auch diesen Fehler reproduzieren konnte, war dann meine Begeisterung zu Ende. Die Cam ging zurück. Denn ich wollte eine Cam, die ohne Probleme funktionierte und nicht mit Problemen mir aufwartete.

Eigentlich war die Qualität der Videos bei 1080 und 60FPS recht akzeptabel (4K und 2K kann man getrost abhaken und vergessen), aber die entdeckten Fehler ließen mich zurück schrecken. Vielleicht hatte ich eine MontagsCam, vielleicht haben die meisten Rezensenten diesen Fehler noch nicht entdeckt gehabt.

Allein dass es so viele positive Kritiken hier zu der Campark Cam gibt, hat wenig mit der Realität und den Ergebnissen der Cam an sich zu tun. Denn es findet sich ein gelber Zettel in der Verpackung, der bei positiver *****-Kritik die freie Auswahl zwischen einem Ersatz-Unterwassergehäuse, einem Selfiestick und einer Aufladeschale ermöglicht (s.a. Anfang vom Video). Also nochmals ein Extra im Werte von 5 Euro. Man erkennt, dass der eigentliche Wert einer solchen 4K-ActionCam gar nicht so hoch liegt, wenn der Verkäufer auch noch nach Porto und Verpackung einen Ertrag von 10% bis 30 % einfahren möchte. Inzwischen habe ich mir für 15 Euro (!) direkt eine ActionCam (nur HD) direkt aus China bestellt (Zollwarengrenzwert für Bestellungen inkl. Porto und Verpackungskosten liegt bei 22 Euro). Da dort ebenfalls viel Krimskrams-Zubehör dabei war, muss der Wert des technischen Apparates noch geringer sein, damit sich ein Versand von China nach Deutschland mit Ertragsaussichten lohnt. Und entsprechend sollte bitte auch die Videoqualität erwartet werden.

Wer von dieser 4K ActionCam sauberes HD auch bei nicht wirklich schönem Wetter erwartet, der liegt mit solch einer 4K-ActionCam arg daneben. Und wer anschaubares 4K sucht und sie bei solch einer ActionCam glaubt gefunden zu haben, der irrt hübsch hässlich. Es ist ein Gadget, ein Spielzeug, welches recht gut für Unterwasser- und Action-Aufnahmen einsetzbar ist, wenn man nicht sein teures (und besseres) Smartphone oder eine geschützte DSLR einsetzen/riskieren möchte. Realistisch betrachtet, sollte man sich solche Cam nur bei Blitzaktionen kaufen. Ansonsten wird das Ganze doch ein wenig arg teuer.

Aufgrund des Produktes mit Mängeln gibt es von mir weder fünf, noch einen Stern. Der Campark-Service ist hilfreich (ich nutzte ihn allerdings nur in Englisch; wie dessen deutsche Sprachfähigkeiten sind, kann ich nicht beurteilen) und versucht aktiv zu unterstützen. Das macht was her. Die Cam kann bei 1080 60 fps recht gut Filmen, nur funktionierte sie nicht wie versprochen (kein echtes 4K, auch wenn HD recht gut war) und wie für 5 Sterne zu erwarten wäre. Und darum gibt es lediglich drei Sterne.

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Kritik hier potentiellen Käufern helfen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2017 7:54 PM MEST


EPCTEK LED Pflanzenlampe 5W Blau&Rot Licht Einstellbare Wachsen Lichter, Pflanzenleuchte Pflanzenlicht Wachstumslampe, Grow Licht Wachsen Lichter, Klemmleuchten mit 360 Grad einstellbar Flexible
EPCTEK LED Pflanzenlampe 5W Blau&Rot Licht Einstellbare Wachsen Lichter, Pflanzenleuchte Pflanzenlicht Wachstumslampe, Grow Licht Wachsen Lichter, Klemmleuchten mit 360 Grad einstellbar Flexible
Wird angeboten von EPCTEK-DE

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Pflanzenspot für Sämlinge, 17. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Drei rote und zwei blaue LEDs sind die Lichter dieser LED-Lampe. Klemme und Schwanenhals prädestinieren diese Lampe gerade dazu, als Spot für Sämlinge einzusetzen. Leider ist der Nachteil, dass die Lampe in der Fassung integriert ist. Dass heißt, wenn die Lampe mal schrottet, dann kann man nicht einfach auswechseln, sondern ist ein Kandidat für die Mülltonne. Zumindest sehe ich jetzt noch keine Möglichkeit, die Leuchtkörper auszutauschen und bevor sie Lampe nicht das Zeitliche segnet, werde ich ihr kein gewaltsame Öffnung antun.

Ich setze die Lampe als Spot für Sämlinge ein. Im konkreten Fall für einen mickrigen Granatapfelsämling und einen Orangenjasmin mit nur noch einem Blatt. Alle beide kamen aus der Zwischenstation "Wasserglas", wo sie Wurzeln bilden konnten. Zur Pflanzenbeleuchtung setze ich zwei dieser 5-Watt-Pflanzenspots ein. Abstand ist zehn Zentimeter. Der Erfolg hat sich bereits nach elfstündiger Bestrahlungsdauer je Tag nach einer Woche. Beide zeigen neue Blattansätze und kommen aus ihren Dämmerzustand heraus. Sonnenlicht könnte auch ne Alternative sein, aber dann wäre der Orangenjasmin garantiert schon hinüber, weil er Sonnenbrand bekommen hätte. Derer beiden Platz ist nicht wirklich sonnenbeschienen. Die zwei Spots bescheinen für elf Stunden und die beiden zuvor erwähnten Sämlinge teilen sich deren Platz unter den beiden Leuchten mit vier weiteren um diese beiden angeordneten Sämlinge, die auch positive Reaktionen auf das Licht zeigen. Eben darum ordne ich diese LED-Pflanzenlampe somit als passende Wachstumshilfe für Sämlinge ein.

Technisches:
- In elf Stunden verbrauchen beide Lampen 86 Wh (was bei mir und meinen Stromlieferanten einen Preis von 2 Euro-Cent bedeutet).
- In einem Abstand von 20 cm erzeugt eine Lampe 6.000 Lux. 5 cm außerhalb des Zentrums sind es dagegen nur noch 600 Lux. Diese Lampe ist also wirklich nur ein Pflanzenspot.
- Im Abstand von 10 cm steigt die Lichtenergie auf 10.000 Lux.
- Die Wärmebildung unter der Lampe hat kein Thema aufgemacht und die Wärmeerzeugung der Lampe führt zu einer stark handwarmen Lampe (geschätzt 40° C; geschätzt, nicht gemessen).
Als Vergleich zu diesem 5-Watt-Spotlicht: Das 36-W-Pflanzenlicht von beispielsweise 36-Watt-Taotronics (die grüne LED-Lampe: Pflanzenlampe TaoTronics LED Pflanzenlampen 36W E27 vollspektrum) erzeugt in 20 cm ein Licht von 16.000 Lux. 6.000 Lux erreicht sie bereits in einem Abstand von 40 cm.

Fazit:
Die Aufzucht von Sämlingen stellt wohl den Einsatzbereich dieser Pflanzenlichtspots dar und diese Aufgabe erfüllen diese Spots definitiv. Auch zwecks Revitalisierung von Pflanzen in dunklen Ecken kann so ein oder zwei Spots hilfreich sein.
Wer mehr will, also größere Pflanzen oder eine größere Ansammlung von Sämlingen bestrahlen will, sollte allerdings auf entsprechende 24-Watt oder 36-Watt Pflanzenlicht-LED-Lampen zurückgreifen. .


Das Verzeichnis: Vier unheimliche Geschichten
Das Verzeichnis: Vier unheimliche Geschichten
Preis: EUR 1,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich lohnenswerte Geschichten, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn der Autor am Schluss der vierten Erzählung dieses Buches sich sagen lässt, "nie mehr werde ich etwas schreiben, versprochen, versprochen!", da hätte ich am liebsten Einspruch erhoben.
Das Buch ist lohnenswert zu lesen. Die Art Situationen zu beschreiben in einer bedächtigen aber klaren Sprache spielt auf vielen Klaviaturen bei mir als Leser. Die vier Geschichten sind nicht unheimlich, weil sie Horror oder Schrecken darstellen, sondern weil in den Erzählungen etwas transportiert wird, was den Leser seinen eigenen Assoziationen aussetzt. Das Unheimliche entsteht durch die Sprache, die der Autor so vorzüglich verwendet. Es sind keine Geschichten, die lärmend daher kommen, sondern mit Feinheiten, die Spaß machen zu lesen und die einem nicht die Möglichkeit des Heimlich-Fühlens lassen, sondern Unbehagen (unheimliches) mitschwingen lassen.
Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe nicht, dass der Autor sein Versprechen nie einlösen wird.

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir eindeutig fünf Sterne.


Schwarze Energie
Schwarze Energie
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen In der Schweiz herrscht brüderliche Liebe, Demokratie und Frieden ... . Oder doch nicht?, 30. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Energie (Kindle Edition)
Ein Ehepaar zieht in die Schweizer Berge und durchlebt einige einschneidende Ereignisse. Der Anfang des Buches (das erste Kapitel) ist bereits in der amazon-Buchbeschreibung angerissen, das zweite und dritte Kapitel dagegen entwickelt sich im Verhältnis dazu recht unabhängig. Der Roman geht dabei im ersten Kapitels weg von einem Drama hin zu einem Thriller (Vorbereitung, Ausführung und Beendigung eines terroristischen Anschlags). Dass im Laufe der Handlung ein Weltenretter (allerdings keiner eines Typus a la Bruce Willis) geboren wird, zeichnet sich bereits Mitte des zweiten Kapitels ab.

Der Roman nimmt im ersten Kapitel schnell Fahrt und Spannung auf und mündet in einem furios beschriebenen Naturspektakel. Dann dreht der Roman von dem Großthema "Klimakatastrophe" ab und wandert eindeutig Richtung Thriller mit dem nächsten Großthema "Terrorismus". Handlungsstränge werden neu aufgesetzt, mit weiteren verknüpft, mit den beiden Protagonisten in Verbindung gebracht und andere werden lahm gelegt oder beendet. Das im ersten Kapitel erzeugte Erzähltempo leidet darunter, die dabei aufgebaute Spannung hielt mich jedoch als Leser bei der Stange. Allerdings war es eher weniger eine emotionale denn mehr eine rationale Spannung, wie die ganze Geschichte enden würde. Das Ende (und die Lösung der Problematik einer aus der Kontrolle geratenen, die Welt bedrohenden Situation) hat mich ein wenig ernüchtert. Es war danach wieder Friede, Freude und Eierkuchen. So wie es aus amerikanischen Filmen bekannt ist. Die zuvor erwähnten Randaspekte (welche zusätzlich als Spannungsverstärker in den Handlungs-Ring geworfen wurden) blieben ausgeblendet und der Phantasie des Lesers überlassen. Auch die zuvor im Buch thematisierte Thematik, ob Wissenschaft all das dürfe, was sie könne (auch im Sinne von Dürrenmatt, dass was einmal gedacht worden sei, nicht mehr zurück genommen werden könne) wurde liegen gelassen. Im Schatten des schriftstellerisch aufgemachten Terrorismus-Fasses in Kapitel zwei und drei war das für mich nicht wirklich verwunderlich, denn die Erzählstruktur des Romans ist nicht darauf angelegt gewesen, solche Themen zu vertiefen.

Im Großen und Ganzen ist "Schwarze Energie" ein Buch, welches - verfilmt - klassisches "Popcorn"-Kino sein würde. Und im Sinne eines solchen Handlungsstranges ist es auch gar nicht mehr so wichtig, ob technische Beschreibungen und Gegebenheiten faktisch möglich wären oder nicht, sondern lediglich das etwas Spektakuläres effektiv und effizient seinen bahnbrechenden Weg findet.

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir knappe vier Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2015 10:36 AM CET


Pantanal - Unter Kaimanen, Moskitos und Piranhas (Nichts für Pauschaltouristen 5)
Pantanal - Unter Kaimanen, Moskitos und Piranhas (Nichts für Pauschaltouristen 5)
Preis: EUR 0,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Blut gerinnt und trotzdem fließt ..., 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... muss es sich nicht gleich um einen Krimi und um Mord und Totschlag handeln. Okay, Totschlag allerdings schon. In Verbindung mit Mücken. Da fließt Blut. Das Heft erzählt spritzig eine lesens-werte Geschichte aus dem Pantanal Brasiliens. Es lässt sich leicht lesen und ich hatte Spaß, der Geschichte des Autors zu folgen. Meine Empfehlung.


Piaui -  heiß und verführerisch (Nichts für Pauschaltouristen 3)
Piaui - heiß und verführerisch (Nichts für Pauschaltouristen 3)
Preis: EUR 0,99

4.0 von 5 Sternen Zwei Kurzgeschichten in einem Heft, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das dritte Heft der Reihe "Nichts für Pauschaltouristen" ist diesmal wieder kürzer. Heftartiger.
In der ersten Geschichte des Heftes schildert der Autor seine Begegnung mit der Brasilianerin im orangefarbenem Kleid im Bundesstaate Piaui. Es ist nicht nur der trockenste Bundesstaat sondern auch der heißeste, was das Thermometer angeht. Die Beschreibung von dem, was andere in Brasilien auch gerne unter "heiß" verstehen, hat mir gut gefallen. Es ist nicht plakativ (sprich: Ü18) sondern passend in die Hitze der Gegend eingebettet.
Die zweite Geschichte spielt weiterhin in der Hitze von Piaui, wird aber von einer Begegnung der deutschen Art kontrastiert. Der Autor erzählt von seiner Begegnung mit dem deutschen Paar Anne und Lutz. Nein, da wird nicht über "deutsche Touristen im Ausland" abgelästert, sondern ganz witzig der Clash der Erwartungen von verschiedenen Leuten beschrieben.
Die beiden Geschichten bewegen sich auf unterschiedlichen Erzählfokus. Nach dem Lesen der ersten Kurzgeschichte wird der Leser vielleicht in der zweiten etwas anderes erwarten. Daher wird die AMAZON-Vorschau dem heft auch nicht gerecht, eben weil die zweite Geschichte andersartig im Vergleich zur ersten ist.
Insgesamt empfinde ich das Heft lesenswert. Wie der Untertitel es bereits aussagt: "Nichts für Pauschaltouristen".

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir vier Sterne.


JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
Preis: EUR 3,45

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht mit gutem Potential zur Verbesserung, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal fallen einem Kindle-Bücher bei amazon auf, die nach oben schießen. "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE" ist so ein Buch, das mir besonders wegen seinem lustigen Cover ins Auge stach. Auch die Kurzbeschreibung und die Leseprobe hatten mich das Buch kaufen lassen.

Hierzu meine Meinung (zur Buchausgabe vom 26.12.2012):

Zum Inhalt:
Auf umgerechnet mehr als 350 Seiten erzählt die Österreicherin Irene Maier eine autobiografische Geschichte über ihrer Erlebnisse auf und mit Jamaika. Sie lernt die karibische Insel das erste Mal Mitte 1996 kennen. Es ist ihr erster Transatlantikflug und so kommt sie auch direkt mit Sex-Touristinnen und Drogen-Touristen in Kontakt. Das erstere beleuchtet sie nur am Rande bis gar nicht (Janaika ist für Frauen das, was für Männer das brasilianische Rio de Janeiro oder das thailändische Pataya Beach darstellt: Pay-Sex). Das zweite Thema ("Drogen") wird dafür nachher umso bestimmender für die weitere Erzählung werden. Im Roman werden in einer Tour Drogen konsumiert.
Eigentlich will Irene Maier in Jamaika nur zwei Wochen verbringen, wird aber vom Jamaika-Virus infiziert und verlängert einfach um zwei weitere Wochen. Land und Leute haben es ihr angetan. Als sie wieder zurück in Österreich ist, gewinnt sie im Oktober einen Reisegutschein und setzt diesen sofort in eine neue Kurzreise nach Jameika um. Als sie erneut nach Österreich zurück kommt, findet sie sich nach eigenem Bekunden dort immer weniger zurecht und im Januar 1997 fliegt sie erneut für eine Woche gen Jamaika. Diesmal lernt sie einen Mann namens "Rasta Q" und seine Umgebung kennen. Als sie zum dritten Mal wieder nach Österreich zurück fliegt, trifft sie den spontanen und folgenreichen Entschluss, ihre Schulden in Österreich zurück zu lassen und direkt wieder nach Jamaika zu fliegen. Irene Maier steigt aus. Sie überzieht als erstes ihre Kreditkarte, quartiert sich zusammen mit Rasta Q bei dessen Familie ein und versucht fortan, durch Kleiderverkäufe und Gelegenheitsjobs in Jamaika zu leben und zu überleben. Hierbei stellt sich Rasta Q als unzuverlässiger Lebensgefährte heraus, der zudem Crack-Süchtiger ist. Ihr Leben wird immer mehr durch fehlendes Geld und Existenzängste bestimmt. Irgendwann lernt sie eine Frau kennen, die ihr erzählt, dass sie durch Drogendealerei gutes Geld machen könne. Irene steigt auf das Angebot ein und wird Drogenkurierin in dem menschenverachtenden Geschäften der Drogenmafia: sie fliegt zwischen Jamaika und Europa, um Kokain nach England zu schmuggeln. Diese Drogengeschäfte laufen gut und ihre Geldängste legen sich. Allerdings auch nur so lange, wie Rasta Q nichts davon in seine Hände bekommt, um es gleich für Crack auszugeben. Sie bleibt einmal sovgar eine längere Zeit in London, um sich von Jamaika und dessen Anziehungskraft zu befreien, arbeite eine Zeitlang in einem Hotel, aber dann zieht sie das schnelle Geld des Drogeenhandels sie wieder nach Jamaika. Die Geschäfte mit dem weißen Gift laufen allerdings auch nur so lange gut, bis Irene Maier verpfiffen wird und direkt ins Gefängnis Jamaikas kommt. Neun Monate sitzt sie als verurteilte Dorgendealerin in einem Jamaikanischen Frauengefängnis und erlebt die dortigen Haftbedingungen. Sie erlebt die brutale Hackordnung in den verschiedenen Zellen, erfährt Demütigungen und Erniedrigungen, muss die Gleichgültigkeit des Wachpersonals und ihre eigene Ohnmacht diesen Problemen gegenüber erkennen. Die Haftbedingungen des Gefängnisses setzen ihr zu. Neun Monate später wird sie dann nach Österreich ausgewiesen. Sie bleibt dort allerdings nicht, sondern fliegt direkt nach London weiter, wo sie versucht wieder in einem normalen Leben Tritt zu fassen.

Meine Bewertung:
Das Buch hat in mich zwiegespalten zurück gelassen.
Mir ist klar, dass Irene Maier durch ihr Buch konstruktive Vergangenheitsbewältigung vollzieht. Maiers Beschreibungen zeigen auch, wie schnell romantische Vorstellungen von der Realität wieder kassiert werden können. Das Buch ist in einem reportage-/berichtartigen Stil geschrieben. Hierbei sind 50% des Buches dem Leben im jamaikanischen Ghetto gewidmet, ca. 40% der zeit im Gefängnis und der Rest beschreibt den Aufbau des neuen Lebens in London.
Einerseits ist der Aufbau dieser Erzählung nicht schlecht, andererseits bleibe ich als Leser seltsam außen vor, da die Außenumstände nüchtern bis emotionsfrei beschrieben werden, Zusammenhänge leider nicht großartig hinterfragt, aufgearbeitet oder präsentiert werden. Es passiert alles einfach. Beispielsweise weiß ich aus eigener Erfahrung (direkter und indirekter), dass Crack bei Menschen eine Sucht verursacht, die erheblich gevierende Auswirkungen auf das Leben der Nicht-Konsumierenden hat, was jenen dann wie ein materialisierter Albtraum vorkommt. Die Schilderungen der Cracksucht von Rasta Q erscheinen mir gegenüber dem, was die Sucht wirklich mit deren Umwelt anstellt, seltsam distanziert. Natürlich treffen die Auswirkungen die Protagonistin immer wieder, aber es erscheint bei ihr wie ein Unwetter zu sein: es kommt und geht, und wenn es passiert, ist es brutal, und wenn nicht, dann ist es auch egal.
So kommt mir das Buch seltsam anämisch daher. Entscheidende Fragen, warum bespielsweise die Protagonistin bei dem Cracksüchtigen immer und immer wieder den gleichen Fehler zu machen schein, finden keine Antwort. Ist es gottgegeben? Oder liegt es daran, dass sie permanent unter den Auswirkungen der Canabis-Droge steht? Zwei-, dreimal erwähnt die Autorin zumindest, dass sie ein Alkoholproblem hat (hatte). Es wird aber nicht weiter ausgeführt, welchen Anteil dieses Problem an ihrer Situation gehabt haben könnte. Es kann aber auch sein, dass das gar nichts damit im Endeffekt zu tun hat. Denn auch an anderer Stelle werden immer wieder mal Dinge erwähnt, denen die Protagonistin anfangs eine Bedeutung beimißt, die dann aber im weiteren Verlauf der Handlung keine Rolle mehr spielen (wie beispielsweise jene sechs Dosen Haarspray für England, von denen die Autorin annahm, sie enthalten liquide Drogen). Auch werden Beziehungsverhältnisse immer nur angedeutet, statt sie für den Leser zu entwickeln (beispielsweise jene Xena, die zuerst ihr bester Kumpel war, von der sie dann aber schrieb, dass sie sich später nicht ausstehen konnten, ohne dass dieses "später" überhaupt in der weiteren Handlung eine Rolle spielte).

Warum mir das Buch "anämisch" erscheint, liegt insbesondere auch darin begründet, dass das Buch fast ausschließlich in der Gegenwartsform geschrieben wurde. Futur oder Präteritum als Zeiten spielen nur am Rande eine Rolle. Es findet fast kaum eine Rückblende oder Vorblende statt. Falls doch, dann dient es lediglich als Schlaglicht auf eine zu treffende Rechtfertigung und Entscheidungsfindung der Protagonistin. Darüber hinaus fehlte mir im Laufe des Buches die Abgrenzung der anderen Protagonisten von der Erzählstimme der Autorin. So finden sich die identischen, eigentümlichen Satzaufbauweisen (gekenntzeichnet durch ein Nachziehen eines Satzobjektes an einem schon formal beendeten Satz) in den direkten Reden der beschriebenen Personen. Hatten diese am Anfang des Buches noch deren eigene Erzählstimme, so verschwindet diese im Laufe des Buches. Desweiteren habe ich die Verprechung "und viel Reggaemusik" in der Kurzbeschreibung nicht wieder gefunden. Musik und dessen Rythmus zu beschreiben, ist immer eine Herausforderung. Es wäre schön gewesen, hätte diese Beschreibung sich wieder gefunden. Es reicht hierbei nicht einfach nur zu schreiben, dass wer tanzt und dass wer tanzt; es wäre besser gewesen, lesen zu können, wie getanzt wird, welchen Ausdruck der Tanz zeigt, wie er wirkt, etc. pp. .

Auch verwirrte so manche sprachliche Besonderheit (wie z.B die wechselseitige Verwendung der Wörter "Crackhead" und "Cokehead", auch wenn diese einen leichten Unterschied in der Klassifizierung der Cracksüchtigen haben; hier fehlte die Erklärung zum Wort "Cokehead", welche Insider garantiert nicht mit "Coca-Cola-Kopf" gleichsetzen werden). Erstaunlich fand ich ebenso, dass trotz Lektorat und Korrektorat weiterhin Fehler sich im Buch vorfanden. Um einige zu nennen: die lockere Titelverwendung von "Ms. Morgan" und "Mrs. Morgan" bei ein und der gleichen Person; Anwendung der indirekten Rede in grammatikalisch unkorrekter Weise; dicker Fehler im Inhaltsverzeichnis bei der chronologischen Auflistung der Ereignisse als Kapitelüberschriften.
Auch läßt die Formatierung des Ebooks zu wünschen übrig: mal ein Seitenwechsel bei einem neuem Kapitelanfang, mal wieder kein Seitenwechsel bei neuem Kapitelanfang (nachgeprüft auf Kindle Reader und PC). Das sind Dinge, die die Autorin zwar schnell korrigieren kann, aber bei mir als Leser aufstoßen und folglich zur Abwertung führen müssen.

Fazit:
Das Buch liest sich anfangs leicht und spannend, manchmal spassig, manchmal bitter. Leider hält das Buch am Schluss nicht das, was es anfangs in mir als Erwartung geweckt hatte. Es ist nicht schlecht. Okay. Mehr aber auch nicht.

Mein Urteil:
Nicht schlecht.
Das Buch sollte aber von der Autorin hinsichtlich der formalen Mängel auf alle Fälle nochmals durchgeschaut werden. Das ist zumindest das einfachste, womit das Buch qualitativ aufgewertet werden kann.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir drei Sterne.


Küstenabenteuer entlang der BR-101 (Nichts für Pauschaltouristen 2)
Küstenabenteuer entlang der BR-101 (Nichts für Pauschaltouristen 2)
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschrieben in der Art eines Roadmovies, 13. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich bereits das erste Heft der "Nichts für Pauschaltouristen" gelesen hatte, habe ich mir in Folge auch das zweite Heft geladen.
Das Heft setzt nicht dort ein, wo das erste endete, es erzählt eine eigene Geschichte. Diesmal hat der Autor seinen Reisebeginn von Rio de Janeiro aus angesetzt, um gen Salvador zu fahren. On the road fährt er mit seinem Fiat über die schlaglochdurchsetzte und unfallträchtige, brasilianische Staatsstraße "BR-101" gen Nordosten und beschreibt dabei seine Erlebnisse. Die Darstellungen der Reiseabschnitte und seiner Episoden (Übernachtung im Motel, Besuch eines Freundes, Schilderungen einer Werbeveranstaltung eines Politikers, Besuch in einem Indio-Dorf) erinnerten mich dabei an Roadmovies. Illustriert wird die Erzählung noch mittels Bilder, die jedoch auf meinem Kindle Reader nur recht kontrastarm daher kommen (ja, ich könnte mir das auch auf meinen PC anschauen, aber beim Lesen wechsel ich ungern zwischen Reader und PC). Die Erzählung liest sich recht kurzweilig und schließt im Stile an das erste Heft "Jericoacoara - Lockruf der Wüste" an: unkompliziert, kein nüchternes Herunter-/Aufzählen von Begebenheiten und definitiv nicht staubtrocken/humorresistent. Was mich an dem Heft (es ist im Vergleich zum ersten Heft eigentlich eher ein kleines Buch) gestört hat, war das Ende. Die Erzählung hörte abrupt auf und hinterließ mich mit dem Gefühl, als ob etwas fehlen würde.
Insgesamt empfinde ich das Buch/Heft trotzdem empfehlenswert. Es ist definitiv kein versteckter Reiseführer für Pauschaltouristen, sondern das was der Untertitel bereits aussagt: "Nichts für Pauschaltouristen"

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir noch vier Sterne.


Eine Gestalt am Wegesrand
Eine Gestalt am Wegesrand

3.0 von 5 Sternen Der Versuch, ein unendliches Band zu flechten, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Gestalt am Wegesrand (Kindle Edition)
Es ist wirklich eine kurze Kurzgeschichte. Eine Kurzgeschichte in einer Kurzgeschichte, die versucht, über einen Hintersinn einen Bogen zu sich selbst zu schlagen. Eine Art Versuch ein unendliches Band zu flechten. Am Ende ließ mich diese kurze Erzählung aber recht ratlos zurück, denn der Versuch von mir, den Bogen nachzuvollziehen, klappte nicht. Allerdings muss ich hier hinzufüen, dass der Autor in seiner Beschreibung dieses auch eindeutig schrieb. Und das macht das Werk für mich noch schwieriger zu fassen.
Das ganze ist recht gut geschrieben und (bemerkenswert!) so gut wie fehlerfrei.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir noch drei Sterne, da ich diese Geschichte kostenlos auf meinem Kindle laden konnte.


Jericoacoara - Lockruf der Wüste (Nichts für Pauschaltouristen 1)
Jericoacoara - Lockruf der Wüste (Nichts für Pauschaltouristen 1)
Preis: EUR 0,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker, leichte Kurzgeschichten über einen Ort am Ende der Welt, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Untertitel des Heftes "Nichts für Pauschaltouristen" beschreibt eigentlich recht gut, was den Leser bei den Reiseerlebnissen zweier Rucksackreisende erwartet. Der Autor dieses Heftes erzählt hierbei von der Reise mit seinem Cousin in einem recht entlegenen Ort Brasiliens namens "Jericoacoara" an der Küste des Nordorsten Brasiliens: von der recht unkonventionellen Anreise über das Dorf "Jericoacoara" und seinen Bewohnern hin zu der landschaftlichen Umgebung des Dorfes. Es ist keine ausschweifende, verkomplizierende Erzählung, sondern eher die eines einfach zu lesenden, vergnüglichen Heftes. Geheimtipps für touristische Besichtigungen finden sich dort nicht wieder, aber dafür werden die Erfahrungen und das dortige Leben recht munter beschrieben.
Das Lesen hat mir Spaß gemacht, das Heft mir eindeutig gefallen. Zwar ist mein "Heft" ein "Kindle Reader" (klar, ein bisschen unflexible für ein Heft), aber die Beschreibung "Heft" passt trotzdem für diese Veröffentlichung. Vielleicht sollte sprachlich noch das Wort "EHeft" in Analogie zum Begriff "EBuch" eingeführt werden.
Egal. Diese Veröffentlichung zu lesen, hat sich mir gelohnt und mich neugierig auf die Nachfolger (zum Zeitpunkt dieser Bewertung gibt es schon zwei weitere Hefte) werden lassen.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir fünf Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2013 11:33 AM MEST


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