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Rezensionen verfasst von
Dominik Schuster "dominik_schuster"
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Weisheit: Über das, was uns fehlt
Weisheit: Über das, was uns fehlt
von Gert Scobel
  Gebundene Ausgabe

27 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Munter drauflos, 30. November 2008
"Munter drauflos" schreibt Gert Scobel ein dickes Buch über Weisheit, das mich überhaupt nicht überzeugt. Erwartet habe ich ein fundiertes und vielschichtiges Sachbuch, das mich mit den Ausprägungen von Weisheit in verschiedenen Gesellschaften vertraut macht, mit mir über die Hintergründe philosophiert und mir exemplarisch weise Menschen vorstellt. Stattdessen: Viel Politik, Polemik und Persönliches vom Autor - dafür keine Struktur und wenig Philosophie. Besonders abgeschreckt hat mich u.a. ein sehr langes Kapitel, in dem der Autor stark für einen "Rat der Weisen" in Deutschland eintritt und wenig Gutes am amtierenden Bundespräsidenten lässt, der einen solchen Rat eben nicht eingerichtet hat. Eine zeitlose Einführung in das zeitlose Thema wäre aus meiner Sicht sinnvoller gewesen. Es bleibt zu hoffen, dass sich noch ein anderer Autor an das Thema wagt - bis dahin sollte man sich eher den Schriften der Stoiker zuwenden oder - noch besser - sich selbst auf die Spur der Weisheit machen. In diesem Buch findet man sie jedenfalls nicht.


Kensington Universal FM-Transmitter
Kensington Universal FM-Transmitter

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut und teuer, 18. März 2007
Ich habe mir den Transmitter gekauft, um meinen Ipod im Auto anschließen zu können. Ich habe das Gerät im Zigarettenanzünder eingesteckt, angeschaltet, Frequenz gesucht - und alles klappt wunderbar. Die Handhabung ist wirklich sehr einfach. Der Klang ist auch erstaunlich gut, wenn man eine passende wirklich "leere" Frequenz im Radio gefunden hat und ein bisschen am Ipod herumprobiert hat, bis man die ideale Line-Out-Lautstärke gefunden hat.

Insgesamt bin ich zufrieden - allerdings finde ich den Preis für den Transmitter insgesamt zu hoch, 40 Euro sind schon ein deftiger Preis für so ein kleines Elektro-Teil. Nicht ganz klar bin ich mir auch, wie es mit den Strahlen aussieht: Habe ich da jetzt einen kleinen Radiosender im Auto, der ständig hochfrequent strahlt? Informationen dazu habe ich nicht gefunden.


Secretum
Secretum
von Francesco Sorti
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Übung macht den Meister, 28. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Secretum (Taschenbuch)
"Secretum" ist der zweite Band einer auf sieben Bände angelegten Buchserie rund um die schillernde Figur des Kastraten und Agenten des "Allerchristlichsten" Königs Atto Melani. Im zweiten Band ist er nun schon um Einiges gealtert. Doch auch wenn der Hauptfigur die Jugendlichkeit nun etwas abhanden gekommen ist: Der Roman hat darunter nicht gelitten. Im Gegenteil: Mir erscheint er sogar weit lebendiger, frischer und farbiger als Band I ("Imprimatur").

Es kommt mir fast so vor, als hätte das Autorenduo im ersten Roman erst Vieles ausprobiert, um es jetzt zu wahrer Meisterschaft zu bringen. Besonders beeindruckend ist die Rafinesse, mit denen "Secretum" erzählt wird: Die Autoren schöpfen aus einem unermesslichen Arsenal an erzählerischen Tricks, die gekonnt eingesetzt werden und den Roman insgesamt auch meistens spannend weil abwechslungsreich bleiben lassen. Trotz der 1000 Seiten.

Inhaltlich ist auch "Secretum" wie schon "Imprimatur" kein ganz leichtes Erzählabenteuer. Die erzählte Geschichte ist sehr detailreich, manchmal gar mit ablenkenden Details rund um das Leben im Barock etwas überladen. Es gibt einige Stellen, an denen man bemerkt, dass die Autoren unbedingt noch etwas Wissen mit reinpacken wollten - der Leser liest es bewundernd, wenn er sich auch oft frägt, was das eigentlich mit der Geschichte zu tun hat. Nicht selten musste ich nochmal auf früheren Seiten nachschlagen, um Zusammenhänge zu verstehen oder mich an Personen wieder erinnern zu lassen.

Doch gerade der Detailreichtum macht den Reiz der Romane dieser Barock-Serie aus: Die Bände fordern den Leser heraus, fordern Aufmerksamkeit und manchmal auch Durchhaltevermögen. Doch gerade das wird dem anspruchsvollen Leser gefallen.

Ich freue mich nun auf die weiteren Fortsetzungen - und bin gespannt, was da noch so alles auf mich zukommt. Ich bin gespannt, ob die Autoren in den folgenden Bänden noch besser werden - natürlich gibt es auch noch einiges Potenzial nach oben: Z.B. in der Charakterisierung der Figuren, die mir oft etwas zu blass bleiben. Aber die Autoren haben ja noch fünf weitere Bände vor sich ...


Der Schatten des Windes. Roman
Der Schatten des Windes. Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Taschenbuch

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 24. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Windes. Roman (Taschenbuch)
Normalerweise bin ich immer sehr skeptisch mit Büchern, von denen Zeitschriften oder Persönlichkeiten (in diesem Fall: Joschka Fischer) schreiben, dass man sich auf schlaflose Nächte einstellen solle, weil das Buch ja soooo spannend sei ...
Doch bei "Schatten des Windes" muss ich dem Promi-Leser rechtgeben: Was für ein wunderbares Buch! Hier wird ein spannender, mysteriöser, unheimlicher, aber auch geistreicher und intelligenter Komplott von einem wahren Sprachkünstler zu einer vollendeten Einheit verwoben, wie ich es selten er-lesen durfte. Außerdem hatte ich schon lange keinen Roman mehr gelesen, in dem ich derart interessante, oft auch wunderbar schrullige Gestalten antraf wie hier, Gestalten, die ich wirklich über hunderte Seiten begleiten wollte, ohne dass ich jemals das Interesse an ihnen verlor. Besonders gelungen sind auch die Dialoge, die endlich mal keine bloßen Seitenfüller sind mit 08-15 Frage- und Antwortspielchen.
Ein faszinierender, ein lebender Roman von höchstem Unterhaltungswert, der auch nach der Lektüre weiter anhält.


Benedikt XVI. - Unser Papst
Benedikt XVI. - Unser Papst
DVD ~ Papst Benedikt XVI.
Wird angeboten von mivendo UG
Preis: EUR 8,09

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr enttäuschend, 1. September 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Benedikt XVI. - Unser Papst (DVD)
Ich halte diese DVD nicht für empfehlenswert. Das geht schon bei der technischen Seite los: Es hat mich viel Zeit gekostet, die DVD zum Laufen zu bekommen und auch dann ruckelt der Film stellenweise oder bricht gar ab. Auch die Bildqualität ist schlecht.
Auch inhaltlich bin ich insgesamt enttäuscht. Meiner Meinung nach gehen die Informationen zum größten Teil nicht über das hinaus, was sofort nach der Wahl über Papst Benedikt in jeder Zeitung berichtet wurde. Auch die "sensationellen Bilder", die man bisher angeblich noch nie gesehen hat, sind mir verborgen geblieben. Besonders enttäuscht bin ich von der Biographie Joseph Ratzingers, die sich auf wenige Bilder aus seinem Leben als Kardinal beschränkt (nicht einmal sein Geburtshaus wird gezeigt, stattdessen das moderne Marktl am Inn) und nur sehr wenig über seinen geistlichen Weg verrät. Auch sein Wirken als Hüter der Glaubenslehre wird nur sehr oberflächlich angeschnitten, stattdessen gibt es viel Archivmaterial aus dem 2. Vatikanum, Material, auf dem Ratzinger nicht mal zu sehen ist.
Überrascht war ich außerdem, dass es zahlreiche Videodateien gibt, die entweder auf italienisch sind oder gar nicht kommentiert sind (so kann man etwa Reporter bestaunen, die auf die Bekanntgabe des neuen Papstes warten). So hätte ich mir auch bei der Predigt von Papst Benedikt zu seiner Amtseinführung zumindest einen deutschen Untertitel gewünscht - und bitte nicht nur auf Italienisch.
Insgesamt überhaupt nicht zu empfehlen.


Imprimatur
Imprimatur
von Francesco Sorti
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Atmosphärische Verwicklungen, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Imprimatur (Taschenbuch)
Trotz meines überquellenden Bücherschranks: Ich habe "Imprimatur" zweimal gelesen, im Abstand von etwa einem Jahr. Und ich muss sagen, dass ich überrascht war, dass es sich wirklich gelohnt hat alles nochmal zu lesen (immerhin sind es mehr als 700 Seiten) - ich hatte fast alles vergessen.
Sicherlich ist es nicht bei aller Wirtschaftlichkeit nicht nur ein Vorteil, wenn man ein Buch zweimal liest und jedes Mal so, als wäre es das erste Mal. Ja, es ist ein schwieriges Buch: Schwierig nicht in der Handlung, sondern in der Materie, in der diese sich bewegt. Es strömt auf den Leser eine unglaubliche Fülle an historischen Hintergründen zu, man ist abwechselnd am Hof Ludwigs XIV., bei Wilhelm von Oranien und Jakob von England und vor den Toren des von einem Türkenheer belagerten Wien, wo das Schicksal Europas entschieden werden soll. Besonders wenn mitten in die Handlung lange geschichtliche Exkurse eingeflochten werden, fühlt man sich unweigerlich im Geschichtsunterricht - auch wenn man sich manchmal wünschen würde, dass die Aufbereitung dort genauso geschickt wäre wie bei Monaldi und Sorti.
Mir kam es immer so vor, dass das Autorenpaar - das sich nach eigenem Bekunden sehr für die Zeit des Barock interessiert (und das merkt man auch in jeder Zeile) bewusst viele Hintergründe "an den Mann" bringen wollte, Hintergründe, die sicher auch für mehr als einen spannenden Roman gereicht hätten. Es ist sicher so, dass dabei die Handlung eher im Hintergrund bleibt: Meiner Ansicht nach ist der Roman nur mäßig spannend, ja, es fällt sogar schwer auszumachen, worum sich die Handlung abseits von allem Historischen überhaupt im Kern dreht. Es gibt einfach zu wenig Anknüpfungspunkte für die Haupthandlung - und hat man einen gefunden, entpuppt er sich nicht selten als völlig belanglos.
Wer also einen spannenden Roman, einen Krimi gar sucht, der sollte sich ein anderes Buch greifen. Auch nach der erzählerischen Rafinesse, die auf dem Klappentext gepriesen wird, habe ich lange vergeblich gesucht. Hier geht es um die Geschichte des Barock: Es waren zwei Autoren am Werk, die viel geforscht haben und ihr Wissen nicht in einem reinen Sachbuch darstellen wollten. Auch wenn das nur teilweise gelungen ist: Es lohnt sich, diesen Roman zu lesen und tief einzutauchen in die faszinierende Welt des Barock.


Der Traum von Troja: Biographie von Franz G. Brustgi
Der Traum von Troja: Biographie von Franz G. Brustgi
von Franz Georg Brustgi
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geblendet vom Mythos Schliemann, 26. Februar 2005
Es ist schwer sich der Faszinierung zu entziehen, die die Lebensgeschichte von Heinrich Schliemann unmittelbar auslöst: Ein Dorfjunge aus dem mecklemburgischen Hinterland, dessen Eltern nicht einmal seine Schulbildung finanzieren können, verschafft sich durch Geschick und viel Glück als Kaufmann ein Großvermögen und verwirklicht damit einen Traum, den er schon als Kind geträumt hat: Troja, die sagenumwobene Stadt der Helden, zu entdecken.
Über kaum ein anderes Forscherleben wissen wir soviel Bescheid wie über Schliemanns. Der Autor dieser Biographie hat die zahlreichen Aufzeichnungen und Briefe Schliemanns gesichtet und aus ihnen das Leben Schliemanns in einer zugegebenermaßen lebendigen Biographie rekonstruiert.
Doch außer dem angenehmen Lesefluss hat diese Biographie wenig zu bieten - der Autor ist völlig der Faszination Schliemanns erlegegen, an denen dieser schon zeitlebends gearbeitet hat. Der Autor dieser Biographie beschreibt das Leben so, wie es Schliemann in die Nachwelt überliefert haben wollte: Als einziges Abenteuer, in dem er immer als der strahlende Gewinner hervorging. Warum nur hat der Autor ausschließlich Schliemanns Aufzeichnungen verwendet und nicht auch auf andere Quellen zugegriffen, die oftmals verdeutlichen, wie sich Schliemann selbst ins rechte Licht rückte, in seinen Schilderungen teilweise maßlos übertrieb oder Erfahrungen als eigene verkaufte, die er gar nicht gemacht haben konnte?
Zu meiner negativen Wertung trägt auch bei, dass der Autor oftmals in romanhaftes Erzählen verfällt: Als Schliemann endlich in Troja angelangt ist, gibt es plötzlich lange Dialogszenen mit seiner Frau und seinen Mitarbeitern, die völlig belanglos wirken und noch ergänzt werden durch eigentümliche Naturbeschreibungen, die ebenso völlig fehl am Platz wirken. Und dann die Szenen, als Schliemann wieder in die Heimat zurückkehrt und sich auf plattdeutsch mit seinen alten Freunden unterhält ... furchtbar und überflüssig.
Als Schlussfazit lässt sich sagen, dass ich mir von einer Biographie über Schliemann weit mehr erwarte: Der Autor scheint sich nicht an einen Roman über Schliemann herangewagt zu haben und schreibt seine Biographie stattdessen in einem oft schwankhaften Erzählton. Um einen positiven Schluss zu finden:
Dieses Erzählwerk bleibt in ihrem Bilderreichtum sicherlich haften und macht Interesse, sich mehr mit Schliemann zu beschäftigen - aber als Biographie halte ich dieses Werk für recht untauglich. Ich empfehle daher die Biographie von Manfred Flügge ("Heinrich Schliemanns Weg nach Troia"), die weit kritischer an die Person Schliemanns herangeht und auch andere Quellen verwendet.


Ilias
Ilias
von Homerus
  Taschenbuch

38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 6. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Ilias (Taschenbuch)
Es hat lange gedauert: Fast ein halbes Jahr habe ich immer wieder einen Gesang gelesen, dann die "Ilias" wieder weggelegt, um zu einem späteren Zeitpunkt weiterzulesen. Nein, ich muss anderen Rezensenten widersprechen: Die "Ilias" kann man nicht in einem Zug durchlesen, da sie mit ihrer Vielzahl an Personen (über 700 Götter und Menschen treten namentlich auf!)und der enormen Fülle an mythischen und zeithistorischen Zusammenhängen selbst dem geübten Leser einiges an Durchhaltevermögen abfordert. Daran können auch die kurzen Inhaltsbeschreibungen über jedem Gesang wenig ändern.
Dazu erscheint die Übersetzung von Voß dem moderen Leser in seiner Ausdrucksweise verständlicherweise oftmals arg antiquitiert, und der Lesefluss wird stark gehemmt durch die Hexameter-Nachdichtung.
Doch jede Kritik tritt zurück, nachdem man sich erstmal eingelesen hat und sich einlässt auf die Welt Homers: Gerade die Vers-Übertragung von Voß lässt meiner Meinung nach die große Kraft und Ausdrucksstärke des homerischen Dichters nachempfinden, der mit seiner "Ilias" den Grundstein für die europäische Literatur geschaffen hat. Dabei ist die Geschichte vom Zorn des Achilles nicht vordergründig spannend: Nirgendwo sterben selbst die größten Helden (Hektor) schneller als bei Homer, nirgendwo sonst außer vielleicht in der Bibel gibt es so ausufernde Namensverzeichnisse (die man natürlich getrost überspringen kann) - zudem wird dem Leser schon gleich zu Anfang mitgeteilt, wie alles enden wird.
Nein, nicht die Spannung steht im Vordergrund. Den Reiz einer anstrengenden und langwierigen Lektüre der Ilias macht vielmehr das intensive Erleben von sprachlicher Schönheit völlig jenseits des modernen Literatur-Mainstreams aus, die Lust, dem größten
Erzähler der Menschheit zuzuhören und - nicht zuletzt - tief einzutauchen in eine archaiische Zeit mit all ihren im moderen Auge ersichtlichen Licht- und Schattenseiten.
Ja - die "Ilias" in ihrer Gänze zu lesen ist ein wahres Leseerlebnis, das sich einprägt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2008 9:03 AM MEST


Alexander (Limited Edition incl. Bonustrack)
Alexander (Limited Edition incl. Bonustrack)
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 29,80

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Suche nach Höhepunkten, 16. Dezember 2004
Und wieder ein Sandalenfilm! Und wieder meine Erwartung auf einen monumentalen Soundtrack mit eingängigen Themen, großem Gefühl - und symphonischen Ausmaßen!
Der Soundtrack zu "Alexander" kann meine zugegebenermaßen vielleicht etwas zu hohen Erwartungen nur teilweise erfüllen: Ja, Vangelis, hat einen stellenweise monumentalen Soundtrack geschaffen, ja, er hat die vielfältigen Möglichkeiten, die ein großes Orchesters bietet, zum Teil gekonnt ausgeschöpft, ja, Vangelis versteht sein Handwerkszeit und lässt in seiner Musik die Zeit aufleben, in der Alexander die halbe Welt eroberte.
Soweit das Positive. Negatives gibt es leider mehr zu berichten.
Insgesamt bin ich doch enttäuscht von dem Soundtrack, habe mir mehr versprochen. Der Soundtrack ist mir zu wenig "lebendig", kriecht etwas vor sich hin ohne sich zu besonderen Höhepunkten aufschwingen zu können - oder einfacher gesagt: Der Soundtrack ist ziemlich langweilig und wirkt auf mich einfallslos.
Gerade "Titans" ist zum Gähnen: Es beginnt schon mal mit den typischen Vangelis-Akkorden, dann setzt das Thema ein, das mit seinen 4 Tönen nicht gerade einen Aubruch von Kreativität darstellt und dann vier Minuten lang in verschiedenen Klangfarben vor sich hin dudelt. Schlimm. Vor allem, weil die anderen Stücke zumeist ähnlich aufgebaut sind.
Beim Herunterlaufen von "One morning at Pella" wurde ich nie das Gefühl los, dass ich gerade in einem Computerspiel bin und jetzt gleich ein Sprecher verkündet: "Sie haben eine neue Insel entdeckt" ... An anderer Stelle fühlte ich mich doch ach zu sehr an den von mir geschätzten Soundtrack zu "Gladiator" erinnert - ich wusste wirklich teilweise nicht mehr genau, ob ichzwischen nicht die CD gewechselt hatte.
Dies soll allerdings nicht zur Einzelkritik ausarten: Mein Gesamteindruck ist, dass dieser Soundtrack evtl. den Film ganz gut untermalen wird, aber für meine HIFI-Anlage ist er in meinen Augen ungeeignet. Langweilig und inspirationslos. Schade.
Wann kommt der nächste Monumentalfilm mit GUTER Filmmusik?


Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
von Georges Simenon
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maskenwechsel, 12. Dezember 2004
Anfangs hat mich der Titel des Buches abgeschreckt: Klingt ja nicht sehr spannend, ein Mann, der Zügen nachsieht. Doch zum Glück habe ich mich herangewagt und bin begeistert von dieser klugen Geschichte, die weit mehr ist als nur eine hervorragend konstruierte Kriminalgeschichte mit der obligatorischen Wechselbeziehung von Mörder und Kommisar.

Vielmehr handelt es sich um eine äußerst spannende, tiefgründige psychologische Studie, in deren Mittelpunkt ein Mann steht, der sich Jahre lang etwas vorgemacht hat, der ein braver Familienvater und tüchtiger Geschäftsmann war und für den die Welt die beste aller möglichen war. Dieser naive Lebemann wird mit einem einschlagenden Schicksalschlag herausgerissen aus seinen idealisierten Vorstellungen: Sein Familienglück, sein Wohlstand, seine Moralvorstellungen - alles was ihm wichtig war, alles, was sein bisheriges Leben ausgemacht hat, löst sich mit einem Mal in Wohlgefallen auf und verliert völlig seine Gültigkeit. Seine Welt ist vollkommen zerstört - und dem Mann bleibt nur die Flucht, verbunden mit einer radikalen Neuordnung seiner Weltsicht, in der jetzt kein Platz mehr ist für seine alten Vorstellungen.
Eine ergreifende psychologische Studie: Spannend, atmosphärisch und sprachlich auf höchstem Niveau. So soll es sein.


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