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Indiefan

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So Divided
So Divided
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 7,88

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I don't feel that divided, 20. November 2006
Rezension bezieht sich auf: So Divided (Audio CD)
Eines vorweg: Die fünfte Platte der Jungs aus Austin, Texas ist ein absolutes Meisterwerk. Das Problem bei der Sache: ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead haben schon mehrere Werke dieses Kalibers im Rücken. Und so wirkt das ursprünglich als EP geplante Album dann am Ende meines sechsten Hördurchlaufes dünner als ihre bisherigen Platten. Erklären kann man diesen Sachverhalt vielleicht damit, dass "So Divided" Trail Of Dead's persönlichste Platte ist. Keine hotelzimmerverschlingenden Zerstörungsorgien, keine Errettung der verlorengeglaubten Rockmusik. Dafür aber zauberhafte Melodien und mehr Eingängigkeit. Trail Of Dead entdecken die Liebe auf den ersten Blick.

Das Album als solches ist mit Sicherheit ein Anwärter auf den Titel Platte des Jahres. Nach dem Intro folgt mit "Stand In Silence" der obligatorische poppige Rockepos, meiner Meinung nach aber etwas zu glatt und unauffällig um sich im Kosmos dieser Band behaupten zu können. Mit einem unglaublich fesselnden Refrain, der von Conrad Keely's weiterhin grandiosen Lyriks lebt, ist "Wasted State Of Mind" der erste Hit der Platte. Auch der darauffolgende Song "Naked Sun", ein stampfender Bluesrock der alten Schule mit Pink Floydschem Outro, besteht den Test und frisst sich schon beim ersten Durchlauf unwiderruflich in meinen Gehörgang. Was folgt ist das Guided By Voices Cover "Gold Heart Mountaintop Queen Directory" und mich überläuft eine Gänsehaut. 2006 hat mich kein Song so tief berührt. Ich merke mir eine weitere Verneigung vor dem Dreamteam Keely-Reece vor. Weiter geht es mit den Stücken "So Divided" und "Life" - Trail Of Dead waren in ihren Texten wahrscheinlich noch nie ehrlicher als hier. Nach dem von der weiblichen Gaststimme getragenen Outro von "Life" folgt die nächste Überraschung. Keely öffnet mit "Eight Days Of Hell" einmal wieder das große Buch mit dem Titel The Beatles, bläst den nichtexistierenden Staub von den Seiten - ein schneller Seitenhieb in Richtung Oasis und dem UK - weiter gehts. Höhepunkt des Albums ist "Witch's Web", in dem Conrad Keely - unterstützt von Amanda Palmer (Dresden Dolls) und einer Pedal Steel Gitarre - sein Innerstes nach Außen kehrt: "Your witch's web is hanging over my sleep/ My one half lies awake, the other in a dream/ Somehow I know that there must be something better/ No one's going to have power over me." Die Stimmung wird dann nicht mehr dichter und "Sunken Dreams" beendet das Werk mit einem leicht düsterem Grundton.

Alles in allem handelt es sich bei "So Divided" um ein absolutes Highlight dieses Jahres mit dem ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead wohl eine größere Zuhörerschaft erreichen werden als zuvor. Im Vergleich zu älteren Platten wie "Madonna" oder "Source Tags & Codes" zieht es aber ganz klar den kürzeren, da es deren Standard nie erreichen kann, wohl aber auch nicht muss. Auch Der 2005er Vorgänger "World's Apart" zeigt sich meiner Meinung nach im direkten Vergleich noch gehaltvoller als "So Divided". Trail Of Dead können mit ihrem überraschend schnell veröffentlichen fünften Opus dennoch vollends zufrieden sein, eine der besten Platten des Jahres gehört ihnen.


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