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Beiträge von D. Lang
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Rezensionen verfasst von
D. Lang "Dave Metal-Webzine "myrevelations.de""
(REAL NAME)   

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Beast
Beast
Preis: EUR 17,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Comeback nach Maß!, 8. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Beast (Audio CD)
Badaboom! Darauf hat die Welt gewartet... also streng genommen ich, aber auch mindestens Heerscharen von Despised Icon Fans. Reunions im Allgemeinen skeptisch gegenüber stehend, veranlasste mich diese hier jedoch kurz zur Schnappatmung. Zum einen kam sie für mich komplett überraschend und zum anderen: Despised Icon, verdammte Scheiße!!!
Ja, ich finde die Band extrem geil, ja, dieses Review ist nicht die Definition von objektiv, aber jeder Freund derber Klänge MUSS mir zustimmen, wenn ich sage, dass die Kanadier im Bereich Deathcore zur absoluten Speerspitze zählen. Wer sich unter diesem Genre zudem nur stumpfes Hangeln von Breakdown zu Slampart vorstellt, muss ohnehin umdenken.
Despised Icon mörteln nämlich auch auf "Beast", ihrem ersten Album seit 7 Jahren eine schlichtweg grandiose Mischung aus Deathmetal, Hardcore und ein wenig Grindcore zusammen, dass einem streckenweise die Spucke wegbleibt. Mit einer schier irrsinnigen Energie wird das Material dargeboten, das die genannten Musikstile völlig geschmeidig miteinander verbindet. Breakdowns werden nicht um ihrer selbst willen dahin gerotzt, sondern mit Verstand und wohl dosiert eingesetzt. Natürlich wird auch hier gekotzt, gequiekt, geschrieen und gebreet. Selbstverständlich knüppelt, groovt und ja, breakdownt es an allen Ecken und Enden, aber, und hier stehen Despised Icon seit jeher fast allein auf weiter Flur, alles in absolut mitreißenden, völlig nachvollziehbaren Songs und eben nicht in Ansammlungen härtester Kopfnickerparts, unterbrochen von strunzlangweiligen Riffs.

Allein das Eröffnungsquartett zerschmettert die Konkurrenz mit einem diabolischen Grinsen. Man kann das Blut im Pit bei Songs wie dem zerstörerischen "The Aftermath", dem hardcoreaffinen "Inner Demons", dem mit Black Metal kokettierenden "Drapeau Noir" oder dem Biohazard-im-Berserker-Modus-Song "Bad Vibes" förmlich schmecken.
"Dedicated To Extinction" ist ein grandioses, instrumentales Zwischenspiel, das problemlos aus einem epischen Schlachtenfilm stammen könnte, welches in das ultrabrutale "Grind Forever" mündet. "Time Bomb" und "One Last Martini" knüppeln nicht ganz so überzeugend durch den Wald, überrennen 90% der Mitbewerber aber immer noch mit Leichtigkeit.
Nach dem schleifenden Quasizwischenspiel "Doomed" gibt es dann mit dem Titelsong noch mal mächtig vor die Fresse. Sieht man davon ab, dass "Beast" mal gerade eine halbe Stunde dauert und 2 der 8 (richtigen) Songs "nur" gut sind, gibt es an diesem Biest (harhar) von einem Album nichts auszusetzen. Willkommen zurück, Jungs! Die Extrem-Metalwelt hat euch gebraucht.


Oneiros
Oneiros
Preis: EUR 17,80

4.0 von 5 Sternen Ein echter "Grower", 22. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Oneiros (Audio CD)
Melodisch, verspielt und progressiv bearbeiten die Gitarristen ihre Instrumente, wenn sie nicht derbe, modern und wild schreddern. Der Sänger brüllt aggressiv, sofern er nicht in glasklaren Sphären begeistert. Der Rhythmus ist abgehackt, mitunter in Djent-Regionen beheimatet, oder aber klassisch groovender Headbanger-Stoff.
Was sich zunächst liest, als würde ich mindestens zwei Platten gleichzeitig hören, ist tatsächlich alles auf einem Album und dort sogar geballt in jedem einzelnen Song zu hören. "Oneiros" heißt das, zugegebenermaßen nicht ganz einfache Werk der Mailänder von Diffracture und deren Stil mit wenigen Worten zu umschreiben ist gelinde gesagt schwierig.
Sänger Alessandro klingt, besonders in den klaren Passagen, ein wenig wie eine Mischung aus Rody Walker (Protest The Hero), Spencer Sotelo (Periphery) und Russell Allen (Symphony X), während sein weitaus seltener vorkommendes Gebrüll stark im (modernen) Death Metal verankert scheint.

Die progressiven Arrangements der Band brauchen etwas Zeit, doch es lohnt sich. Nach und nach kristallisieren sich immer mehr Hits mit Langzeitwirkung (man genieße z.B. "Janus"!) aus dem zunächst willkürlich wirkenden Wust aus Ideen, und mit jedem Durchgang fällt es mir leichter den Sound der Band eben doch kurz und knackig zu umschreiben. Symphony X - etwas Kitsch + Moderne. Macht wirklich Spaß.


Isolation
Isolation
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Kandidat auf den "Mitwipper des Jahres", 14. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Isolation (Audio CD)
The Browning sind der Albtraum eines jeden Trve Metallers. Die Texaner verarbeiten in ihrem Brutalocore nämlich - Anschnallen! - Techno- und Elektroversatzstücke. Menschen aus dieser Szene werden ergänzen, dass es sich dabei um Trance handelt. Menschen, denen das jetzt nicht weiterhilft, sei gesagt, dass es ein wenig klingt, als würden die New Kids (die holländischen Asis, nicht die Boygroup), oder vielmehr deren Held DJ Paul Elstak Metalcore machen.

Das Debüt der Band feierte ich 2011 noch gehörig ab und mit Album Nummer 3, namentlich "Isolation" geht es mir jetzt schon geraume Zeit ähnlich. Schon seit jeher eine gewisse Affinität für Kirmestrash und käsigen Techno im Gepäck bin ich allerdings auch nicht der typische Metalhead (wenn man mich denn überhaupt so nennen mag, ich bevorzuge Musikfreund) und von daher generell für so was zu haben.
Dicke Beatdowns, brutaler Mosh und derbes Gebrülle treffen auf fast schon chartkompatible Elektrospielereien und flächendeckende Synthies. Oft geht es dabei richtig erhaben zu und man wägt sich in irgendwelchen, von Cyborgs bevölkerten Endzeitstreifen. "Fallout" ist da das beste Beispiel, welches zudem mit einem melodischen, packenden Refrain glänzt. "Hex" fährt diese Schiene noch weiter, allerdings noch düsterer.

Was alle Stücke eint, ist ihre enorme Tanzflächenkompatibilität. Man höre "Disconnect", "Pure Evil" (also wenn der Anfang nicht auf nem New Kids Soundtrack sein könnte...), den Titelsong oder "Dragon" (!) und versuche nicht mitzuwippen.
"Isolation" ist eine grandiose Partyplatte und eine willkommene Art von Crossover, die mächtig zünden sollte, sofern man ordentlich für die Jungs wirbt. Geiles Cover auch.


Mark of the Blade
Mark of the Blade
Preis: EUR 21,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Definitiv eine der besseren modernen Extrem-Metalbands, 2. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Mark of the Blade (Audio CD)
Alle 2 Jahre, da kann man fast die Uhr nach stellen, prügeln uns die Amis von Whitechapel die jeweils neueste Version ihres "ich brüll dich um"-Cocktails um die Ohren, und er mundet mir seit gut 3 Alben jedes Mal aufs Neue.
Im Kern immer noch Deathcore, doch meines Erachtens weitaus mehr als stumpfes Hangeln von Breakdowns zu Slamparts über E-Saitenriffs. Das heißt, manchmal nutzt die Band schon stumpfe / einfache Mittel, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Im Falle Whitechapel heißt dieser "Bang Your F***in Head!" und zieht auch auf Album Nummer 6 die Wurst vom Teller. Das funktioniert, zumindest bei mir, nicht immer gleich beim ersten Hören, da stumpf beim Rezensenten eurer Wahl nicht gerade Trumpf ist. Spätestens beim zweiten Hören erwischt man sich allerdings mindestens beim Mitwippen. Der Titelsong ist solch ein Beispiel, groovt er doch gerade in den Strophen stur nach vorne, um seine ganze Pracht erst dazwischen zu offenbaren (ich höre ihn gerade und muss mich schwer konzentrieren, um mich nicht zu verpitppne).

Das Sextett kann aber auch locker anders und schießt bisweilen mit regelrecht filigranen Leads und Metalsoli um sich, dass Freunde derber Klänge allgemein "Mark Of The Blade" ein Ohr leihen sollten.
"Bring Me Home" lehnt sich für bandinterne Verhältnisse etwas weiter aus dem "FFKADC" (Fenster Formerly Known As Deathcore), thematisiert Phil Bozeman hier den viel zu frühen Verlust seines Vaters (Bozeman war 10) und überrascht mit, nicht überragendem aber doch mehr als akzeptablem Klargesang. Eine Semi-Ballade aus dem Hause Whitchapel und keine schlechte. Ansonsten geht es aber in erster Linie natürlich wieder dick produziert auf die Mütze.
Der Albumname ist übrigens ein Stück weit den eigenen Anhängern gewidmet, inspiriert durch Fans, die sich das Bandlogo (ein Kreissägeblatt) tätowieren ließen.


Hollow Bones
Hollow Bones
Preis: EUR 14,74

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manche Bands gibt es nicht in schlecht. Die hier nicht mal in ok., 29. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Hollow Bones (Audio CD)
Rival Sons... mmmh, sie sind zurück, und es ist erneut eine Wohltat, sich den Kompositionen der Kalifornier hinzugeben. Das Rockquartett haut mit "Hollow Bones" bereits sein viertes (Major-) Album auf den Markt, und es machen sich absolut keine Abnutzungserscheinungen bemerkbar.
Trotz der mittlerweile kaum noch überschaubaren Welle an Bands, die klingen (wollen), als hätte man sie via Zeitmaschine aus den goldenen Jahren der Rockmusik hierher geholt, laufen die Amis nie Gefahr, in der Masse unterzugehen. Ihr Geheimnis? Unfassbar packende Ohrwürmer und ein Sound der schon jenseits des Begriffs Authentizität liegt. Ich schätze man könnte "Hollow Bones", wie auch schon seine Vorgänger, Freunden des gepflegten Bluesrock vorspielen und sie würden sich vermutlich ärgern, dass ihnen diese Band "damals" entgangen sei. Dabei schaffen sie das Kunststück nie angestaubt oder überholt zu klingen, sondern immer frisch und mit einer Menge Feuer im Arsch.
Kracher wie das relaxt rockende "Tied Up", das fast schon epische "Fade Out" oder das soulige "Black Coffee" packen einen beim ersten Hören und wirken unmittelbar wie alte Bekannte. Dabei hinterlassen die 9 Songs nie den Eindruck, dass etwas Bekanntes nur aufgewärmt wurde. Vielmehr wurde das Beste aus allen verfügbaren Zutaten der (Blues-) Rocksuppe gezaubert und so serviert, dass es den Zauber des ersten Ma(h)ls versprüht.
37 Minuten Zeitreise ohne nostalgische Wehmut, dafür mit einer gehörigen Portion "Kick Ass".


Grey Sky Over Black Town (LTD. Digipak)
Grey Sky Over Black Town (LTD. Digipak)
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hätte sooo gerne 4 Sterne gegeben, aber..., 21. Juni 2016
... ich kann nicht.
"Again", und jo, da sind sie wieder die putzigsten Dänen unter dem Death Metal Firmament. Der eröffnende Song der sage und schreibe 14. Illdisposed-Studioscheibe "Grey Sky Over Black Town" ist dann auch gleich mal ne Ansage. Dicker Groove, rasend schnelle, an Black Metal erinnernde Passagen, ein Touch Epik und Amon Amarth'scher Hymnencharakter. "Welcome back!" bis hierhin schon mal.
Im weiteren Verlauf wird das Rezept weitestgehend beibehalten, was auf die komplette Länge gesehen mitunter ein wenig ermüdend erscheinen kann. Das mag auch an dem basslastigen Soundbild liegen, das Vieles gleich klingen lässt. Dabei ist die Scheibe so abwechslungsreich wie grooviger Midtempo Death Metal (+ Ausflüge in schnelles Gebretter) nur sein kann.
Auf der Platte finden sich zudem einige gelungene Passagen die ihr Potential nicht ganz ausschöpfen, so starten manche Songs viel versprechend ("The After All", "You're An Angel Of The Night", "In Light Of The Moon"), bleiben dann aber bestenfalls auf einem "Ok"-Level.
Schöne Gegenbeispiele: "My Flesh Is Sealed" kann dank Abwechslungsreichtum und derben Strophen auf ganzer Linie überzeugen
"Grey Sky Over Black Town" flutscht soweit ganz gut ins Ohr und enttäuscht auch nicht wirklich, lässt mich aber in letzter Konsequenz auch nicht tanzen.


You Will Never Be One of Us
You Will Never Be One of Us
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioser Lärm, 17. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: You Will Never Be One of Us (Audio CD)
Anders als beispielsweise übertrieben dick aufgeblasenen Death- oder Metalcore findet man richtig asozial-räudigen UND qualitativ hochwertigen Lärm nicht gerade an jeder Ecke. Umso entzückter war ich, als ich eher zufällig erfuhr, dass mit Nails eine der großartigsten Aso-Rumpler der Jetztzeit diesen Sommer ihren neuesten Hassbatzen von der Kette lassen.
Diehard-Fans mögen die Veröffentlichung über einen Branchenriesen wie Nuclear Blast eventuell kritisch beäugen und schon die Glaubwürdigkeit der Band in Frage stellen, doch ich kann die Szenepolizei beruhigen. Das Power-Trio weicht auch auf "You Will Never Be One Of Us" keinen Deut von seiner kompromisslosen Marschroute ab. Album Nummer 3 birst wieder nur so von energischen Gewaltausbrüchen. Auf Wikipedia wird die Band dem Genre des Powerviolence (und des Grindcore) zugeordnet, und obwohl ich nach all den Jahren immer noch nicht sagen kann, was das genau ist, klingt die Bezeichnung in meinen Ohren überaus adäquat für den brachialen Sound der Amis.

Selbst in Kalifornien scheint wohl nicht pausenlos die Sonne, klingen die neuen Eruptionen doch nach Vielem aber nicht nach Sommer, Sonne, Puddingteilchen. Im Kern derber Hardcore feuern die drei Musiker aus allen Rohren und das auf einem Energielevel, dass andere nicht zu viert oder fünft hinbekommen. 10 Songs, die viele Facetten der brutalen Musik abdecken werden jedem Fan gepflegter Aggression Freudentränen in die Augen treiben. Ob nun rasend schnell und in 45 Sekunden erledigt ("Friend To All") oder die doomige, über 8 Minuten lange Hasswalze "They Come Crawling Back" (die zugegeben, teilweise ein wenig gestreckt wirkt); Nails geben Freunden des Krachs die Vollbedienung und das selbstverständlich im bestialisch-druckvollen aber stets rotzigen Soundmäntelchen.
Kritisch darf man da höchstens die arg magere Spielzeit und die bereits erwähnte künstliche Streckung des Rausschmeißers beäugen.


Foul Taste Of Freedom (Re-Release)
Foul Taste Of Freedom (Re-Release)
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifelsohne ein Klassiker!, 4. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Foul Taste Of Freedom (Re-Release) (Audio CD)
Es ist gar nicht so lange her, da habe ich via Facebook noch von den Qualitäten dieses Albums geschwärmt: "Foul Taste Of Freedom", das 1992er Debütalbum der New York City Boys von Pro-Pain knallt auch nach 24 (!) Jahren immer noch vom Feinsten.
Mit ihrer Mischung aus Metal und Hardcore war die Band Vorreiter für einen Crossover-Sound, der damals wie heute einmalig ist. Auf den folgenden Alben hat man sich sukzessive von dieser Mischung verabschiedet, um teils der Härte, teils dem Groove mehr Platz einzuräumen, doch auf dem Erstling hatte man meines Erachtens die perfekte Balance aus Aggression und Eingängigkeit gefunden, die für eine Menge Ohrwürmer sorgte.
Per Definition im Grunde Metalcore sorgten Riffs, Arrangements und Soli für Metalfeeling, während Gary Meskils derbes, aber niemals völlig melodiefreies Gebrüll, der bandeigene Groove und die eher kritischen Texte eher dem Hardcore zuzuordnen waren.
Der eröffnende Titelsong, der anschließende Tanzflächenzerstörer "Death On The Dancefloor", das treibende "Murder 101"; das war bereits ein Einstieg nach Maß. Dass danach zehn weitere gute bis sehr gute Songs folgten, DAS war damals wie heute eher die Ausnahme. "Foul Taste Of Freedom" war eine "All Killer, No Filler"-Scheibe und glänzte neben der Hitdichte durch eine furztrockene, druckvolle Produktion und Abwechslungsreichtum Galore. Die Raps in "Pound For Pound", die Trompeten bei "Every Good Boy Does Fine", auch diese Zutaten machen das Album nach fast einem Vierteljahrhundert so groß. Eine Wiederveröffentlichung ist von daher sinnvoll und als Geschichtsunterricht in Sachen Crossover / Metalcore zu verstehen. Als Bonus gibt es die Songs "Take It Back" (reiht sich fast nahtlos ein und gefällt) sowie einen Remix von "Pound For Pound", der allerdings nur auf Bass und Schlagzeug beruht und mir persönlich nicht gefällt.
Die CD wurde komplett remastered, es liegt ein Replica Booklet des Originals vor, ein doppelseitiges Poster, sowie neue Liner Notes. Wer sie noch nicht hat, möge sie bitte JETZT kaufen!


Autopsychosis
Autopsychosis
Preis: EUR 18,32

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brutaler Death Metal in seiner ganzen Pracht, 20. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Autopsychosis (Audio CD)
Zwischen einem "gut" und einem "Waaaaaahnsinn!!!" liegt manchmal gar nicht so viel an Extras. Die russischen Katalepsy beweisen dieser Tage eindrucksvoll, dass extremer Metal immer noch teuflisch viel Spaß machen kann, wenn, ja wenn man ein paar Kleinigkeiten beherzigt. Auf "Autopsychosis" gibt es im Grunde nichts zu hören, was es nicht schon zigmal im brutalen Death Metal gegeben hätte, aaaaber selten derart energisch und derb präsentiert.

Wo Necrophagist das Skalpell ansetzen und sagen wir mal Mortician mit dem dicken Hammer immer wieder drauf kloppen, benutzen Katalepsy den mit Stacheldraht umwickelten Baseballschläger (das ist nicht meinem vermeintlichen kranken Hirn entsprungen, gab es tatsächlich schon beim... tataaa, Pro-Wrestling) und reißen dich beim kaputtkloppen zudem noch in Stücke. Schöne Vorstellung, nicht wahr?!
Dying Fetus covern Necrophagist, die Origin covern, die vorher stundenlang Pathology gehört haben... oder so. Macht mächtig Laune!!!


Dominate Eradicate [Explicit]
Dominate Eradicate [Explicit]
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Weiter so und ich sehe (5) Sterne. Großartiges Death Metal Werk!, 11. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Dominate Eradicate [Explicit] (MP3-Download)
Wen eine Undergroundband vom Metal Hammer als die "Nile vom Niederrhein" lobpreist wird, darf man ruhig hellhörig werden. Ich durfte vor einigen Jahren die formidable "Temple Of Marduk"-EP der Köln/Düsseldorfer besprechen und bekam schon vor einigen Monaten den kompletten Debüt-Langspieler von den Jungs in digitaler Form zugesteckt. Deswegen zunächst: Ich will gar nicht lang nach Ausreden suchen, es tut mir Leid, und jetzt ans Eingemachte.

Act Of Worship sind sich ihrer Linie treu geblieben und biedern sich auf "Dominate Eradicate" nach wie vor keinem Trend an. Kein "höher, schneller, weiter", kein retro, nur zeitlos guter Todesstahl, hauptsächlich im Nacken zerstörenden Midtempo. Der Nile-Vergleich ist völlig legitim, spielt doch auch das deutsche Quintett mit orientalisch, bzw. ägyptisch anmutenden Melodien und auch Henning Auers Gesang ist kellertief. Was meines Erachtens jedoch gerne mal überhört wird ist die Nähe zu den mächtigen Bolt Thrower. Auch AOW haben mitunter diesen unerbittlichen, nach vorne preschenden Groove und das epische Element der britischen Originale, während man sich in Sachen technischer Finesse (selbst mir als Nichtmusiker fallen die Gitarren auf) nicht hinter den erwähnten Nile verstecken muss. Was bei den Amis allerdings mal gerne zum Selbstzweck verkommt (Hört nur, wie gut wir sind!) ist bei Act Of Worship sinnvoll integriert und ordnet sich stets den Songs unter. Neben einem ordentlich Druck machenden Sound punktet die Band des Weiteren mit Arrangements, die auch mal im Ohr bleiben, was in diesem Genre keine Selbstverständlichkeit darstellt.
Definitiv eine Platte, die auch Nicht-Death Metal Fans anchecken sollten. Lediglich die knappe Spielzeit ist etwas schade.


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