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Beiträge von D. Lang
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Rezensionen verfasst von
D. Lang "Dave Metal-Webzine "myrevelations.de""
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Top 100 Raw Moments [Blu-ray]
Top 100 Raw Moments [Blu-ray]
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 25,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für die volle Punktzahl einige Schönheitsfehler zu viel, aber durchaus gut!, 30. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Top 100 Raw Moments [Blu-ray] (Blu-ray)
Monday Night Raw - Das ist eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch. Im Januar 1993 gestartet zählt die Flagschiff-Show der WWE heute zu den erfolgreichsten Shows im amerikanischen Kabelfernsehen und hält einen Rekord: RAW ist mit über 1000 Folgen die am längsten bestehende, wöchentlich ausgestrahlte Sendung weltweit. Nachdem im Sommer 2012 die 1000. Folge gebührend zelebriert worden ist und auch das 15-jährige Jubiläum damals eine exzellente DVD-Box spendiert bekam, hat man sich zum 20-jährigen etwas anderes überlegt.
Countdowns, oder Rankings sind in den letzten Jahren auch in den Reihen der WWE-Fans wohl zu einer beliebten Form der Unterhaltung geworden und in 20 Jahren Live-Fernsehen kommt es selbstverständlich zu dem ein oder anderen legendären Moment.
"RAW 100 - The Top 100 Moments In RAW History" ist eine überaus kurzweilige Clipsammlung, die in bester "Chart Show"-Manier von den Aktiven kommentiert wird.
Da fehlen die berühmt berüchtigten Comedy-Segmente ebenso wenig, wie Anzügliches, Schockierendes oder schlichtweg Unglaubliches. Von der Ausstrahlung der ersten Folge und einige Klassiker der Austin/ McMahon-Fehde, über den Versuch der WCW-Übernahme durch die DX und die spätere Invasion eben jener bei der WWE, bis hin zu einer Demaskierung, einem Draft, der die Weichen für die Zukunft stellen sollte und CM Punks Wutrede sollte für jeden etwas dabei sein. Neben den durchweg bekannten Szenen bekommt man nämlich auch einige vergessene Perlen serviert, doch will ich nicht der Spoiler-Prinz sein.
Über die Reihenfolge kann man sicherlich wieder heftig streiten und auch das ein oder andere Segment hätte nicht zwingend in den Top 100 landen müssen, dennoch fühlte ich mich wieder einmal gut unterhalten.
Als Extra gibt es die komplette 1000. RAW Episode (sehr unterhaltsam!) und für die Käufer der Blaustrahl-Scheibe eine grandiose, 90-minütige "Round Table"-Diskussion mit Gene Okerlund, Jim Ross, Pat Patterson, Michael Hayes und Jesse James.


The Attitude Era [Blu-ray]
The Attitude Era [Blu-ray]
Preis: EUR 32,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht ganz so kultig wie die Zeit, aber allemal Unterhaltung auf Top-Niveau, 28. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Attitude Era [Blu-ray] (Blu-ray)
"Attitude Era"... allein der Begriff bringt Nerd-Augen zum Leuchten. Mitte der Neunziger, genauer gesagt Ende 1997, also mitten im Quotenkrieg der WWE (damals WWF) mit World Championship Wrestling, gingen Vince McMahon und seine Stamford-Liga geradezu revolutionäre Wege. Sie sollten das "Sports Entertainment" für immer verändern. Mit einer Ausrichtung die so gar nichts mit der aktuellen, familienfreundlichen zu tun hat, sprengte man Quotenrekorde und schaffte es, als Sieger aus den "Monday Night Wars" hervor zu gehen.
Muppet Show-Gimmicks wurden eingemottet, die klare Linie zwischen Gut und Böse zugunsten einer weitaus realistischeren, derberen Darstellung mit Graustufen eingetauscht. Bestes Beispiel hierfür: "Stone Cold" Steve Austin, der im Grunde ein asozialer, Bier saufender, herum pöbelnder Redneck war, wurde zum neuen (Anti-) Helden. Seine Rivalität mit Firmenboss McMahon zählt auch heute noch zu den legendärsten.
Die WCW hatte die n.W.o., die WWF reagierte mit der DX; der größte Konkurrent hatte also dafür gesorgt, dass der vermeintliche Primus sich etwas einfallen lassen musste, wollte man weiterhin bestehen, oder im Idealfall natürlich wieder die Nummer 1 werden.

Da diese äußerst kreative Phase des Pro-Wrestling auch heute noch immer wieder für feuchte Höschen und Endlos-Diskussionen sorgt, macht es nur Sinn ein DVD / Blu-ray Set mit eben jenem Namen zu veröffentlichen, um jüngeren Generationen einen Einblick in diese Zeit zu geben, aber auch, um Anhängern der Periode ein kleines Geschenk zu machen.
Wer nämlich denkt, dass das Thema in den letzten Jahren auf x Erscheinungen zur Genüge durchgekaut worden ist, sieht sich schnell eines Besseren belehrt. Selbstverständlich wird Bezug genommen auf die klassischen Geschichten, wie eben die Rivalität zwischen Austin und McMahon, die Gründung der DX, Y2Js Debüt oder die Ministry des Undertakers, doch ebenso gibt es, besonders im Bonusteil, genügend Material aus dieser Zeit, welches eben noch nicht zigfach zu sehen war.
Obskuritäten und Freaks wie die Oddities, Val Venis oder Al Snow wird ebenso Platz eingerichtet wie dem Thema Sexualität, welches zu jener Zeit im Überfluss in den Shows zu finden war. Ärgerlich und irgendwie inkonsequent an dieser Stelle, dass das Teil ab 16 ist.
Die WWF war irgendwann cool, ja sogar ein landes- wenn nicht sogar weltweites Popkultur-Phänomen. Superstars wie Mike Tyson hatten daran natürlich nicht ganz Unrecht; auch das kommt zur Sprache.
16 Matches, auf der Blu-ray sogar 23 Matches und unzählige, denkwürdige Momente runden die, mit nicht mal einer Stunde leider viel zu kurze Doku über DIE Hochzeit des Wrestling wunderbar ab. In so kurzer Zeit soviel Information unterzubringen bringt sicherlich einige Opfer mit sich, bleibt also zu hoffen, dass uns in Zukunft noch ein weiterer Teil (ab 18?!) erwartet.


Kingdom of Conspiracy
Kingdom of Conspiracy
Preis: EUR 13,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Album Nummer 10 und kein bisschen leiser, 12. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Conspiracy (Audio CD)
Mein erster Kontakt mit Immolation war ein Stück auf einem Metal Blade Sampler. Ausgeschrieben als "Father, You're Not A Father" war es tatsächlich "Furthest From The Truth" (na, wer kennt den Sampler?!) und es hat mich komplett überfahren. Seitdem gibt es in meinem engeren Freundeskreis den Begriff des "Eichhörnchen mit nem nietengespickten Nudelholz plattwalzen"-Metal, oder kurz "Hömma! Eichhörnchen!". Warum ich mich nach dieser Entdeckung niemals weiter mit den New Yorkern beschäftigt habe, kann ich beim besten Willen nicht sagen.

Seitdem sind über 10 Jahre vergangen, das Quartett lärmt sich immer noch durch die todesmetallische Parallelwelt, und ich komme in den Genuss, vorab dem zehnten Studioalbum "Kingdom Of Conspiracy" zu lauschen. Was gibt es darauf zu hören? In erster Linie einmal ganz klar klassischen US-Death, und das ist nicht weiter verwunderlich, haben Immolation diesen Stil doch mit geprägt. Seit 1991 ihr erstes Album erschien, sind Ross Dolan und seine Mitstreiter eine verlässliche Konstante in ihrem Genre, zumindest ist mir kein einziger stilistischer Ausrutscher bekannt... hab da mal recherchiert.
Warum die Band nie an die Popularität von Kollegen wie beispielsweise Cannibal Corpse heranreichte, ist schnell erklärt: weder setzt man auf blutig-provokante Coverartworks, noch hat man richtig knackig-griffige Songs im Gepäck. Dafür punktet man jedoch ganz klar mit einer kompromisslosen Old School-Attitüde und einer durchgehend bösartigen Atmosphäre, die von dem tollen Cover nochmal unterstrichen wird.

Allein der vielseitige Opener "Echoes Of Despair" ist musikalische Boshaftigkeit und endet mit einem der geilsten Riffs, die ich in letzter Zeit auf einem Death Metal Album gehört habe. Das Fehlen von sofort zündenden Hits machen die Vier also schon mal locker durch abwechslungsreiches Songwriting wett. Auffällig ist der häufige Gebrauch von Obertönen, wie man ihn sonst fast nur von Machine Head kennt. Wer auf so was steht, muss ebenfalls mindestens Probe hören.
"Kingdom Of Conspiracy" stellt das Genre nicht auf den Kopf, ist aber ein ausnahmslos unterhaltsames Stück Death Metal, das es versteht den Hörer bei der Stange zu halten, und das hat man nicht alle Tage.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2013 4:51 PM MEST


Deathkvlt-Grand Ancient Arts (Ltd.Digi CD)
Deathkvlt-Grand Ancient Arts (Ltd.Digi CD)
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Old School, kein New School, nur voll auf die Schnauze!, 11. Mai 2013
Es gibt Bands, die haben, unabhängig vom Erfolg, einen Durchhalteorden verdient. Die Nossener von Purgatory sind solch ein Fall, knüppeln sich die Sachsen doch seit nunmehr 20 Jahren durch den deftig bratenden Death Metal Underground. Dabei hat das Quartett bereits 6 Studioalben und diverse Singles und Splits veröffentlicht, man tourte u.a. mit Vader, Amon Amarth und Centinex und teilte sich anderweitig auch schon mit Cannibal Corpse, Nile oder auch Napalm Death die Bretter.

Dass wir es bei "Deathkvlt - Great Ancient Arts" mit brutalem Death Metal zu tun haben, sei also nur am Rande erwähnt. Viel erwähnenswerter finde ich da schon die Tatsache, dass die Band kein eng gestecktes Publikum bedient (im Rahmen des Genres natürlich schon irgendwie), also sich weder altbacken und stumpf durch die Botanik hackt, noch sich mit modernen Stilmitteln anbiedert. Das hier ist zeitlose Musik mit ihren Wurzeln im brutalen Ami-Death, der einfach nur herrlich kompromisslos und schön fies produziert nach vorne schreddert. Ein wenig Melodie, böse Riffs, Blasts und Hackeparts; alles drin, was ein Album des Genres haben sollte.

Innovationen oder irgendwelche Spielereien sucht man hier vergebens, dafür bekommt man aber ein kurzweiliges Album, bei dem Fans von Immolation oder Vader genauso auf ihre Kosten kommen wie Anhänger von Vomitory oder auch Skinless.


Predators Among Us
Predators Among Us
Preis: EUR 5,94

3.0 von 5 Sternen Melodic Death Fans sollten mal Probehören, 11. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Predators Among Us (MP3-Download)
Ein geschulter Blick auf's Cover sagt mir, dass ich es bei Distress Of Ruin mit Grindcore, mindestens aber mal Death Metal zu tun haben muss. Letzteres ist nicht ganz falsch, doch so radikal wie man ob des Artworks vielleicht denken könnte, stellt sich "Predators Among Us" dann doch nicht dar.

Die Finnen lassen auf dieser EP 6 Songs vom Stapel, die im Fahrwasser des Melodic Death zu Hause sind, aber grundsätzlich gerne auch mal mit modernerem Kram liebäugeln. Dies manifestiert sich am deutlichsten in den einschmeichelnden Refrains. Todesbanger die ihre Musik gerne brachial-deftig mögen dürfen im Grunde aufhören zu lesen, bewegen sich Distress Of Ruin doch hauptsächlich im gediegenen Midtempo und hauen nie so richtig auf die Kacke, sondern ziehen ihren hochmelodischen Stil voll durch.
Erst im vierten Song "Bystander Effect" gibt man sich etwas düsterer, indem man das Tempo noch weiter runter zieht, relativiert das Ganze aber im Hauptteil wieder durch die, bis dahin bekannten Arrangements.

Am ehesten lässt man sich stilistisch noch zwischen Hypocrisy, Scar Symmetry und, gerade gesanglich Amon Amarth orten. Das Ganze ist ordentlich produziert, punktet mit einigen feinen Riffs und Gesangsmelodien, lässt aber noch die größeren Momente missen.
"Predators Among Us" ist eine nette, kurzweilige Scheibe für zwischendurch. Ob sie als Eindruck hinterlassende Visitenkarte ausreicht, wird sich zeigen.


Survivor Series 2012 [Blu-ray]
Survivor Series 2012 [Blu-ray]
Preis: EUR 23,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht die Creme, aber unterhaltsam allemal, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Survivor Series 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Weiter geht die lustige WWE-Veröffentlichungswelle. Der letzte PPV der "Big 4", die Survivor Series geht in die 26. Runde und auch wenn man dieses Jahr keinen Rocky am Start hat, weiß die Veranstaltung über weite Strecken zu gefallen. Seltsam nur, dass der "Hell In A Cell"_PPV, der ja zeitlich zwischen "Night Of Champions" und der Series ansteht (zunächst?!) ausgespart wurde.

Los geht es mit einem traditionellen Survivor-Tag Match. Brodus Clay, Justin Gabriel, Tyson Kidd, Sin Cara und Rey Mysterio (wer passt nicht ins Bild?) rangeln mit Tensai, Primo, Epico, Darren Young und Titus O'Neill. Ein amüsanter Opener: schnell, gute Action, ein Tanzbär verkackt, ein zukünftiger profitiert (um mal ein Highlight zu nennen).
Hatte ich im letzten Review Hoffnung für die Diven schöpfen können... Kaitly und Eve liefern jedenfalls nicht ihr Meisterwerk ab und auch U.S.-Champ Antonio Cesaro und R-Truth bieten nicht mehr als solide Leistung.
Auf das folgende Promosegment möchte ich nicht wirklich eingehen, weil ich finde, dass AJ eine miese Schauspielerin ist. Sinnlos.

Nach ihrem, will fast sagen Klassiker bei "Hell In A Cell" erreichen Sheamus und Big Show dieses Niveau leider nicht mehr. Das Match um die World Heavyweight Championship ist ganz ok, während die Nachwehen weitaus cooler daher kommen.
Im zweiten traditionellen Tag Match des Abends geht es dafür aber ordentlich zur Sache: Alberto del Rio, Damien Sandow, David Otunga, Wade Barrett und Dolph Ziggler nehmen es mit Team "Hell No", also Kane und Daniel Bryan, sowie Kofi Kingston, The Miz (verwundert?!) und Randy Orton auf. Sahne, meine Lieben!

In die Fehde um die WWE Championship zwischen Titelträger CM Punk und John Cena hat sich kurzerhand ein weiterer Mitstreiter eingeschlichen (genau genommen nicht erst jetzt, doof dass "Hell In A Cell" noch nicht raus ist): Senkrechtstarter Ryback mischt im Triple Threat um das begehrte Gold plötzlich im Main Event mit. Dieser sorgt zwar nicht gerade für hochklassiges Wrestling, bringt aber ein Stück Urgewalt mit zum Ring. Ein geiles Match, mit einem zunächst ärgerlichen Ende. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dies aber als äußerst wichtig für die kommenden Monate: Sierra, Hotel, India, Echo, Lima, Delta... nicht wahr?!
Höhepunkte aus RAW und Smackdown als Bonus? Blu-ray kaufen!


Night of Champions 2012 [Blu-ray]
Night of Champions 2012 [Blu-ray]
Wird angeboten von muchmedia_wwe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Spitzen PPV!, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Night of Champions 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Zunächst einmal ein Hoch auf Freemantle Media Enterprises, die nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen World Wrestling Entertainment und Silvervision dafür gesorgt haben, dass Fans der WWE auch weiterhin problemlos an Großveranstaltungen und Co. kommen können. Ein bisschen Meckern muss allerdings erlaubt sein, denn ein wenig Mehraufwand für ein vernünftiges Wendecover dürfte schon sein. Wrestlingfans sind in der Regel Sammler und dieses bekackte FSK-Logo nervt.
Das soll's mit der Kritik aber erstmal gewesen sein, ich freue mich aktuell nur über die Flut an Veröffentlichungen, die in den nächsten Monaten über uns herein brechen wird.

Los geht der Reigen mit einem der unterbewertesten PPVs 2012: Night Of Champions; und die startet, für mich persönlich, schon derart genial, das gibt es gar nicht. Nach Jerry Lawlers (echtem!) Herzinfarkt während einer RAW-Folge muss sein Platz am Kommentatorenpult vorübergehend neu besetzt werden (wenngleich es ihm zu diesem Zeitpunkt auch wieder relativ gut ging) und wer könnte das besser als einer meiner absoluten Lieblinge am Mikro: John Bradshaw Layfield. Der Texaner wird sehr herzlich empfangen und dann geht es auch schon mit der Action los.
Rey Mysterio, Cody Rhodes und Sin Cara sind alle heiß auf The Miz' Intercontinental Championship, also wurde ein Fatal 4 Way angesetzt, bei dem alle vier zeigen können, warum gerade sie den Titel verdient haben. Sin Cara, muss ich leider zum wiederholten mal festhalten, hat ihn nicht verdient. Der maskierte Mexikaner arbeitet wieder arg unsauber, doch ansonsten gibt es wenig zu bemängeln. Es gibt einen schönen Tower Of Doom zu sehen, das Publikum schlägt sich fix auf die Seite der Heels und ein nettes Finish rundet das Eröffnungsmatch ab.
Backstage erfährt man, dass Kaitlyn verletzt ist... "verletzt".

Im Match um die Tag Team Championship treffen die amtierenden Champs Kofi Kingston und R-Truth auf eines der merkwürdigsten Teams in der jüngeren Geschichte der WWE: Daniel Bryan und Kane. Diese beiden funktionieren aber irgendwie, auf eine ganz bizarre Art und Weise, womöglich auch aufgrund ihrer dubiosen, aber doch witzigen Storyline, laut der sie sich überhaupt nicht ausstehen können. Auch hier spielen die Faces kaum eine Rolle, werden sogar ausgebuht, während dem ungleichen Paar "Hug It Out"-Chöre entgegen schallen. Kurios!
"Uns'" Antonio bietet wie gehabt gute, kurzweilige Unterhaltung im Match um seinen U.S.-Titel, selbst mit Zack Ryder.
Randy Orton und Dolph Ziggler bieten im Anschluss ebenfalls ein gutes Match (Publikum für Ziggler, noch Fragen?!), welches ebenfalls durch ein spannendes, cooles Finish zu gefallen weiß.
Da Kaitly ja "verletzt" ist, rutscht kurzerhand Eve in das Match um Laylas Divas Championship, na so was. Erstaunlicherweise haben wir es hier aber mit einem wahrhaftig guten Diven-Match zu tun: Hart, schnell und gar nicht mal so kurz. Könnte dies ein Quasi-Neustart für die kränkelnde Division werden?! Eins vorweg: Laylas dämlicher Springboard-Move geht endlich mal schön daneben.

Alberto del Rio will Sheamus' World Heavyweight Titel und das mit allen Mitteln. Dafür hat man sich sogar eine selten dämliche Storyline einfallen lassen: Sheamus darf seinen Brogue Kick nicht einsetzen, da er sonst seinen Titel los wäre... äh, ja, hoffentlich darf er del Rio wenigstens eine hauen, oder sich wehren, sonst wird es eng. Unmittelbar vor dem Match kommt zum Glück aber GM Booker T und hebt den ganzen Quatsch wieder auf. Das Match selber ist in Ordnung, mehr nicht.
Meine Hoffnung, dass der Main Event aus diesem bisher schon guten PPV ein Pflichtprogramm macht, sollten nicht umsonst gewesen sein. Voran ein dickes Filmchen und ein Heyman-"Intro" und los geht's. Trotz Heimspiel für Cena und der Tatsache, dass Punk im Grunde als Heel antritt, kommt es zu den alten "Let's Go Cena" / "Cena Sucks!"-Spielchen. Dem Champ sei Dank haben wir es hier im weiteren Verlauf nicht mit einem typischen Cena-Match zu tun. Super-Konter, unfassbare (und unzählige) Nearfalls, sowie ein kontroverses Ende machen aus dem Match schon jetzt einen Klassiker.
Blu-ray Käufer sind auch hier mal wieder im Vorteil: Die Höhepunkte aus RAW und Smackdown veredeln die blaue Scheibe.


Veto (Limited Edition)
Veto (Limited Edition)

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut gerechtfertigte 5 Sterne!, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Veto (Limited Edition) (Audio CD)
Heaven Shall Burn gehören zu den besten Live-Erlebnissen, die man in Sachen extremer Musik haben kann. Weltweit! Punkt!
Auf Platte, muss ich jedoch einräumen, war es für mich nie der Hochgenuss den Thüringern zu lauschen. "Antigone" hatte ganz klar einige Höhepunkte, ließ meines Erachtens jedoch auf die gesamte Länge etwas Abwechslung missen. Ansonsten wurde mein Hörvergnügen durch den allerorten hoch gelobten Sound vermiest, den ich stets für zu undifferenziert hielt. Zusammen mit den oft gleichförmigen Rhythmen, die die Band benutzt ergab das zwar ein homogenes, aber für mich dadurch auch eintöniges, streckenweise langweiliges Ganzes.

Nun hatte ich die Band konserventechnisch schon abgeschrieben, da kommt mit "Veto" das siebte Studioalbum der smarten Saalfelder und ich staune nicht schlecht. Nicht, dass man urplötzlich etwas völlig anderes machen würde, doch als hätte man mein Bitten erhört, wird gleich über die ersten drei Songs Abwechslung groß geschrieben.
Das eröffnende "Godiva" würde jeder melodischen Death Metal Band zur Ehre gereichen, und ich meine die Klassiker. "Land Of The Upright Ones" tönt, dank den Herren Weichert und Dietz heftig nach Arch Enemy, nur um in einem HSB-typischen Ober-Mitgröler zu enden. "Die Stürme rufen dich" ist ebenfalls ein klarer Hit mit, Überraschung, deutschem Refrain. "You Will Be Godless" besticht durch ungewohnte Brachialität vom ersten Ton an, "Hunters Will Be Hunted" wird DIE Anti-Jagdhymne und dann, ja dann covern die Herren auch noch Blind Guardian. Jepp, richtig gelesen, "Valhalla" wird durch den Saalfelder Fleischwolf gedreht und das sogar ziemlich gut, selbst Ober-Wächter Hansi Kürsch jodelt mit.
Auf Albumlänge hat sich kein einziger Abkacker eingeschlichen, jeder Song wartet mit mindestens einem arschgeilen Riff auf, Drummer Matthias Voigt knüppelt so abwechslungsreich wie noch nie und Sänger Marcus Bischoff schreit sich auf gewohnt hohem Niveau die Stimmbänder zu Schrott. Da könne sich die ganzen Gore-Kasper mal ne dicke Scheibe von abschneiden, DAS ist brutaler Gesang!

Die Texte sind natürlich wie gehabt jenseits von platten Stammtischparolen oder oberflächlichem Palaver. Gerade in diesem Punkt haben sich HSB schon immer von der breiten Masse abgehoben.
"Veto" ist von vorn bis hinten richtig geiler S***** und wie ich finde erstmals richtig mächtig und asozial gut produziert. Extrem Metal, den man 2013 gehört haben muss!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 9:03 PM MEST


TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs]
TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs]
DVD ~ Diverse
Wird angeboten von DVD-polis
Preis: EUR 8,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Allein 3 Matches werten diesen PPV auf, 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs] (DVD)
"Turning Point 2012" startet mit einer ziemlich coolen Spendenaktion von Taz, Bully Ray und Radiomoderator Buckethead für die Opfer des Hurrikan Sandy.
Television Champion Samoa Joe und Magnus liefern sich danach einen soliden Opener, in dem die No DQ-Regel jedoch kaum zum Einsatz kommt. In Ordnung, aber kein Pflichtprogramm.
Auch das anschließende Mixed Tag Team Match (bei der TNA bedeutet das, dass auch Männlein gegen Weiblein ran darf) lässt mich nicht aus dem Sofa schießen, ist aber weitaus weniger lahm wie befürchtet. Allzu albern wurden ODB und Eric Young dann doch nicht dargestellt und selbst Taras "Hollywood"-Freund Jessie kackt nicht ab. Braucht man trotzdem nicht so richtig. Schade, denn gerade Young wird seit Jahren fast nur noch als Lachnummer dargestellt. Dabei ist der Mann ein echtes Talent.
Genauso wenig benötigt man das Match um die X-Division Championship zwischen Herausforderer Joey Ryan und Champion Rob Van Dam. Da hat der gute RVD schon coolere Kämpfe gehabt.
Joseph Park, Abyss' Bruder (also eigentlich natürlich Abyss selbst) lässt sich anschließend auf eine Auseinandersetzung mit Aces & Eights' Doc (ehemals Luke Gallows / Festus in der WWE) ein. Dabei macht sich der "Anwalt" gar nicht mal so schlecht. Richtiges Wrestling sieht zwar auch hier wieder anders aus, doch für die kurze Dauer weiß es als Showeinalge zu gefallen.
Richtig Fahrt kommt anschließend im Match um die World Tag Team Championship auf. Kazarian und Christopher Daniels hauen in ihrem zugesicherten Re-Match gegen die, mehr oder weniger frisch gekrönten Champs Chavo Guerrero und Hernandez mächtig auf den Putz. Sämtliche Aktionen, die man von den Vier erwartet, gibt es auch zu sehen, und es macht einfach Spaß, dem wilden Treiben zuzusehen.

Der Three-Way-Dance zwischen Bobby Roode, James Storm und AJ Styles stellt dann (vorerst) die absolute Krönung des PPVs dar. Zu der ohnehin nicht gerade harmonischen Beziehung zwischen Roode und Storm kommt noch erschwerend hinzu, dass der Sieger der Nummer 1 Titelanwärter für die TNA Heavyweight Championship ist und den beiden Verlierern anschließend ein ganzes Jahr jegliche Chance auf ein Titelmatch verwehrt bleibt. Entsprechend verbissen gehen alle drei ins Match und zeigen absolut beeindruckende Höchstleistungen.
Aces & Eights Anführer Devon legt sich danach mit Kurt Angle an. Wir erleben ein grundsolides Match, jedoch nichts, was in die Geschichte eingehen wird. Devon jedenfalls mag als Gang-Boss aktuell aufblühen, ein überzeugender Main Eventer wird er aber wohl nicht mehr werden. Greift die Rockerbande während des Matchs ein? Was für eine Frage... Wirkt sich das auf den Matchausgang aus? Abwarten!
Zum Abschluss wird es noch einmal großartig. TNA World Heavyweight Champion Jeff Hardy verteidigt sein Gold gegen den entthronten Austin Aries in einem Leitermatch. Wer diese beiden Ausnahme-Athleten kennt, kann sich vorstellen, dass sich während dieser Schlacht die "Wow"s und "Boah"s die Klinke in die Hand geben. Beide Männer setzen ernsthaft ihre Gesundheit aufs Spiel und zeigen unfassbar waghalsige Manöver, die ich so teilweise noch nie gesehen habe. Das Match ist, gerade gegen Ende an Spannung kaum noch zu überbieten. Etliche Near-Falls und spektakuläre Action machen dieses Match schon jetzt zu einem kleinen Klassiker. Ein mehr als würdiger Main Event.
Mit Bonusmaterial wird nicht gegeizt, so gibt es, bei TNA mittlerweile schon Standart, eine ganze Bonus-DVD, wenn auch nur eine gute halbe Stunde lang, inklusive des obligatorischen "Before The Bell" und einiger Interviews.
Zwar gibt es beim eigentlichen PPV ein wenig Füllmaterial, doch allein die 3 "Must Sees" (die zeitlich gesehen bald über die Hälfte der gesamten Match-Zeit ausmachen), allen voran die Hardy / Aries-Schlacht machen "Turning Point 2012" schon fast wieder zur Pflicht.


Mission To Lars [Blu-ray]
Mission To Lars [Blu-ray]
DVD ~ Kate Spicer
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 11,86

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, lustig, spannend, wunderschön, 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Mission To Lars [Blu-ray] (Blu-ray)
Tom wohnt in England, ist ein riesiger Metallicafan und möchte seinen Helden Lars Ulrich treffen, der, wie der kulturell bewanderte Mensch weiß, Drummer eben jener Band ist.
Diesen Wunsch hegen gewiss einige Menschen da draußen, nur wird er Tom gewährt. Mit Hilfe seiner Schwester Kate, einer Journalistin und seinem Bruder Will, der das Unternehmen filmt, macht er sich auf den Weg in die Staaten, um seinen Traum zu verwirklichen.
Wer sich fragt, wo denn jetzt das Problem an der Sache ist, muss eine wichtige Sache über Tom wissen, denn Tom leidet am "Fragilen X-Syndrom", einer besonderen Form des Autismus.
In seinem Fall bedeutet dass u.a. die absolute Notwendigkeit fester Rituale, wie die eines geregelten Tagesablaufs und penibelste Pünktlichkeit. Wie man sich denken kann, ist also Tom selbst das eigentliche "Problem" bei der Aktion, oder wie das DVD-Cover es tatsächlich mal treffend formuliert: "Der Road-Trip des Lebens für Tom - Mit einem Hindernis... Tom!"

Über Jahre sagte Tom seiner Schwester beispielsweise immer wieder, dass er Lars treffen wolle, doch als der Termin näher rückt, beginnt er zu begreifen, was die Reise für sein akkurat geordnetes Leben eigentlich bedeutet... und flüchtet erstmal.
"Mission To Lars" ist eine wundervolle Dokumentation, die neben einem zum Schmunzeln verleitenden Titel eine grundsympathische Hauptdarstellerriege (wenn man das Im Falle einer Doku sagen kann) und eine herzerwärmende Story zu bieten hat. Nicht viele Regisseure wagen sich an solch ein emotional besetztes und schwieriges Thema wie Behinderungen und erschaffen daraus etwas, das sowohl den Protagonisten als auch sein Anliegen ernst nimmt, ohne auf der Mitleidschiene zu fahren. Kate und William Spicer wirken natürlich deshalb so authentisch, weil sie in erster Linie Toms Geschwister sind, was aber nicht heißen soll, dass die beiden nicht öfter an ihre Grenzen geraten. Ihr Bruder macht es ihnen, seiner Krankheit geschuldet, nicht gerade leicht, doch der Wille der beiden, ihn mit Lars bekannt zu machen ist unbändig. Man wünscht sich als Zuschauer schon nach kurzer Zeit nichts sehnlicher als dass Tom seine Ängste überwindet und sein Traum wahr wird.

Obwohl wir es mit einer Dokumentation zu tun haben, verläuft die Spannungskurve einem Spielfilm ähnlich und gerade der Schluss hat wohl nicht nur mir ein bisschen Pipi in die Augen getrieben.
Neben einigen Metallica-Songs punktet der Film zudem mit einem sehr schönen, beruhigenden Score, der die Aufnahmen immer herrlich unaufgeregt begleitet. An Extras gibt es neben dem Trailer und einigen gelöschten Szenen auch ein cooles Interview mit Lars Ulrich und ein nicht weniger unterhaltsames mit Tom. Zudem kommt die Blu-ray in einem schicken Pappschuber. Bisweilen lustig, öfter rührend aber immer echt, echt toll!


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