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Beiträge von Katharina
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Rezensionen verfasst von
Katharina

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Totenlied: Thriller
Totenlied: Thriller
von Tess Gerritsen
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es hätten 5 Sterne werden können, 12. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Totenlied: Thriller (Broschiert)
Julia findet in einem Antiquitätenladen ein Buch mit Zigeunerliedern und entdeckt zwischen den Seiten ein handgeschriebenes Stück mit dem Namen "Incendio". Als Berufsmusikern sieht sie sofort, dass es ein "besonderes" Werk ist und kauft das Buch zu einem horrenden Preis. Wieder daheim in Boston stellt sie schockiert fest, dass ihre 3jährige Tochter eine Art Wesensveränderung durchmacht, sobald Julia anfängt, Incendio auf der Geige zu spielen. Ihr Mann und ihre Tante reagieren irritiert auf Julias Erzählungen und glauben ihr nicht.
In einem zweiten Strang wird die Geschichte von Lorenzo und Laura erzählt, die in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in Venedig lebten. Beide verbindet die Liebe zur Musik, doch die Zukunft sieht alles andere als rosig aus...

So weit so gut. Das ich es nicht mit einem typischen Gerritsen Thriller zu tun habe, war mir nach Durchsicht der Rezensionen schon klar. Mich hat die Geschichte trotzdem gefesselt, sowohl die um Julia, als auch Lorenzos und Lauras Schicksal. Es ist spannend geschrieben und die schreckliche Nazizeit wird uns wieder in Erinnerung gebracht. Aber dann kam das Ende...und das war für mein Empfinden ziemlich enttäuschend. Andeutungen, die vorher gemacht wurden und spannendes erwarten ließ, verliefen plötzlich im Sande. Ich habe das Gefühl, dass Tess Gerritsen eigentlich einen ganz anderen Fortgang/Schluss der Geschichte im Sinn hatte, dieses Vorhaben aber irgendwann wieder aufgab und uns mir eine 08/15 Erklärung präsentierte, die für mich absolut nicht nachzuvollziehen und auch mit anderen Dingen nicht schlüssig erscheint. Sehr sehr schade....2/3 des Buches wären mir 5 Sterne wert gewesen, durch den missglückten Schluss sind es dann nur 3 geworden.


Das Versprechen der australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga 3)
Das Versprechen der australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga 3)
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Highlight, 8. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
hat Urlike Renk mir dieses Jahr mit ihrer Triologie: "Die Australieren", "Die australischen Schwestern" und "Das Versprechen der australischen Schwestern" beschert.

Ich habe mit dieser Familie gelitten und auch ab und zu ein Tränchen verdrückt, habe mich mit ihnen gefreut und sie richtiggehend in mein Herz geschlossen. Das mag einerseits daran gelegen haben, dass diese Familie um Emilia und Carl Lessing für mich so besonders war, andererseits aber auch daran, dass Urlike Renk so wunderschön erzählen kann. Man fühlt sich mittendrin im Familiengeschehen, man sitzt quasi mit ihnen an einem Tisch. Die Familienmitglieder haben wirklich gelebt und so wurde auch natürlich gestorben - manchmal auch viel zu früh. Jedes Leben hatte seine Höhen und Tiefen, mal mehr, mal weniger Schicksalsschläge. Aber hier hatte Ulrike Renk keinen Spielraum und das ist auch gut so. So ist eben das reale Leben. Die eine (Lebens-)schnur ist eben länger, die andere kürzer.

Es war eine Freude Emilia und Carl Lessing mit ihren Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Urenkeln durch drei Bände hinweg zu begleiten. Das es diese Personen tatsächlich gab, hat für mich einen zusätzlichen Reiz ausgemacht. Der größte Teil der Familie lebt auch im dritten Band in Australien. Die Aboriginies gehören zu diesem Land und wir erfahren ein wenig über ihre Lebensumstände, Sitten und Gebräuche, die sie immer weniger ausleben können und dürfen. Teilweise spielt die Handlung während des ersten Weltkrieges. Die Auswirkungen treffen beide Familienzweige und sind natürlich Teil der Geschichte. Aber nur soviel wie nötig - das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich wollte in erster Linie die Personen, die Familienmitglieder begleiten, erfahren wie sie mit den Auswirkungen umgehen. Auch dieses ist der Autorin sehr gut gelungen.

Für mein abschließendes Fazit lasse ich eine meiner Lieblingspersonen zu Wort kommen:

Elsa sagt gegen Ende hin zu Billy:
"Ich wußte. irgendwann werden sich unsere Wege trennen und es tut weh...Es ist ein (eher) wehmütiges Gefühl, so, als hätte man ein Buch zu Ende gelesen, das einen fasziniert und begeistert hat, ein Buch, dessen Figuren man geliebt hat und nun ist ihre Geschichte zu Ende erzählt...."

Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Genauso ging es mir beim Zuklappen der letzten Seite. Ganz klare Leseempfehlung und ich empfehle jedem, alle drei Bücher zu lesen, damit man auch so richtig in diese wundervolle Familie abtauchen kann.


Das Flüstern der Erinnerung (Charly Cates)
Das Flüstern der Erinnerung (Charly Cates)
von Hester Young
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 12. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch mich hat "Das Flüstern der Erinnerung" von Hester Young sehr positiv überrascht, hatte ich doch Anfangs gar keine allzu hohen Erwartungen an das Buch. Aber weit gefehlt...

Die Journalistin Charlotte verliert ihres Sohn und versinkt in Trauer und Selbstvorwürfen. Plötzlich hat sie "Visionen", ein fremder Junge taucht in ihren Träumen auf und bittet sie um Hilfe...Gleichzeitig erhält sie ein Jobangebot in den Südstaaten. Sie soll ein Buch über den lange vermissten Sohn einer angesehenen Familie schreiben. Charlotte, froh um den Ortswechsel, nimmt an...

Wir erleben Charlotte als "Ich-Erzählerin" auf ihren weiteren Weg. Ihre Trauer, ihr Schmerz um das verlorene Kind und auch die klassischen Selbstvorwürfe sind wunderbar beschrieben. Man nimmt sie ihr nicht nur ab, nein, man leidet regelrecht mit ihr. Charlotte war mir von Anfang an sympathisch und es gab nicht eine Szene in dem Buch, wo ich ihr Handeln nicht hätte nachvollziehen können.
Auch die Geschichte an sich ist sehr spannend und man mag gar nicht aufhören zu lesen. Obwohl mir war zwar ca. ab der Mitte des Buches fast schon klar war, wie die Sache ausgehen wird, habe ich fasziniert weitergelesen. Nach dem ganzen "Einheitsbrei" den ich in letzter Zeit gelesen habe, war das Buch eine absolute Überraschung und ich habe lang schon nicht mehr ein Buch innerhalb von 48 Stunden ausgelesen.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung....

Ich habe übrigens gesehen, dass es einen Folgeband im nächsten Jahr - auch wieder mit Charlotte - geben wird. Das freut mich sehr....


18: Zahlen des Todes
18: Zahlen des Todes
von Mia Winter
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial....., 11. April 2016
Rezension bezieht sich auf: 18: Zahlen des Todes (Broschiert)
Leana Meister kehrt nach 18 Jahren in Südafrika heim nach Düsseldorf um dort eine leitende Position beim LKA Kompetenzcenter anzutreten. Zurück lässt sie einen untreuen Ehemann und zwei Töchter, die ihr das Gefühl geben, froh zu sein, dass die immer besorgte Mutter nun weit weg ist. Entsprechend einsam und verunsichert fühlt Leana sich, als sie in Düsseldorf landet. Doch viel Zeit zum Grübeln bleibt ihr nicht. Ein Toter sitzt in einem Park. Schnell deuten die ersten Spuren darauf hin, dass es sich bei dem Täter um eine Frau handelt. Als am nächsten Tag die nächste Leiche mit exakt gleichen Merkmalen gefunden wird, ist zudem klar, dass es sich um eine Serienmörderin handelt. Obwohl das Team unter Leana äußerst kompetent und das LKA Düsseldorf mit den besten Gerätschaften ausgestattet ist, stoßen Leana und ihre Mitarbeiter schnell an Grenzen. Mehrere neue Tatansätze müssen gefunden werden um der äußerst raffinierten und offenbar kaltblütigenen Frau auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:

Ich fang mal hinten an...Warum die Zahl 18, "der Schlüssel zu beider Leben" sein soll, hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen. Das war aber schon das einzige, was ich zu bemängeln habe. Ansonsten hat Mia Winter mit Leana Meister eine Ermittlerin erschaffen, die einerseits äußerst kompetent agiert, andererseits sehr verletzbar daherkommt. Als Mutter versagt, als (Ehe-)frau ausgetauscht, fühlt sie sich verunsichert und zweifelt an sich. Für mich eine sehr sympathische und interessante Frau. Auch die anderen Teammitglieder und Nebenfiguren sind sehr glaubwürdig und authentisch dargestellt. Keiner ist nur gut, oder nur böse...Das hat mir sehr gut gefallen und so konnte ich mir diese Menschen auch im realen Leben vorstellen. Nathalia die Leana anfangs ableht, Tanni, mit ihrem schrillen Look, Maxim, der so heißt weil die Oma "Rebecca" liebte...Ein bunter Haufen Menschen. Die Handlung an sich war konstant spannend und ohne Längen, die Lösung schlüssig und stimmig. Die Einbindung der Gefahren der sozialen Netzwerke war zwar gruselig aber durchaus realistisch. Das hat mich doch sehr nachdenklich gemacht. Schön für mich war, dass die Handlung teilweise in Kaiserswerth spielt, ein Nachbarort von mir. Ich habe diesen Thriller in einem weg gelesen, was für mich bei diesem Genre in letzter Zeit selten vorkam. Der ganze "Einheitsbrei" hatte mich vergessen lassen, was ein guter Thriller ausmacht...Jetzt weiß ich es wieder. Vielen Dank Frau Winter ! Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl...


Die Nacht schreibt uns neu: Roman
Die Nacht schreibt uns neu: Roman
von Dani Atkins
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Vorhersehbar..., 3. April 2016
aber trotzdem gut..

Emma, Caroline und Amy feiern Emma's Junggesellinnenabschied. Auf dem Rückweg passiert es. Die drei Mädels haben einen Autounfall, der für eine von ihnen schrecklich endet. Und somit wird "Die Nacht neu geschrieben...". Das Leben aller Beteiligten und deren Freunde/Familie ändert sich mit dem Ereignis. Am Ende des Buches könnte man wunderbar innehalten und einen Vergleich anstellen: wie wäre das Leben der dreien weitergegangen, wenn dieser Unfall nicht passiert wäre? Besser oder einfach nur anders? So begleiten wir Caroline und Emma in ihrer Trauer und in dem Versuch, mit dem traumatischen Erlebnis fertig zu werden - in der Hauptsache aus der Sicht von Emma.

Ich hatte letztes Jahr das Erstlingswerk von Dani Atkins gelesen und war begeistert. Ich war gespannt, ob sie das ein zweites Mal schaffen würde. Die Antwort ist ganz klar: Nein, oder besser...nicht ganz. Ich habe die Geschichte gerne gelesen, habe mit Emma gelitten und gelacht. Oftmals musste ich schmunzeln über Emma's schonungslose Abrechnung mit sich selbst und ihrer Mitmenschen. Ich mochte Emma, auch wenn sie zeitweise sehr naiv und kindisch daher kommt.
Was mich allerdings sehr gestört hat und deshalb auch nur 3 Sterne war der Schluss. Wer "Die Achse meiner Welt" gelesen hat, weiß um den ungewöhnlichen und absoluten - weil nicht vorhersehbar - genialen Schluss. Hier wollte Dani Atkins noch einen drauf setzen und das war meiner Meinung nach einen Tacken zu viel. Nicht der Schluss an sich - da hatte ich schon mit gerechnet, aber das "drumrum". Das war mir dann doch einen Tacken "too much". Schade, dass meine Lesefreude zum Schluss noch dermaßen getrübt wurde....


Das böse Kind: Kriminalroman (Kristina-Mahlo-Reihe, Band 3)
Das böse Kind: Kriminalroman (Kristina-Mahlo-Reihe, Band 3)
von Sabine Kornbichler
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Für mich perfektes Lesevergnügen, 8. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kristina Mahlo ist damit beauftragt, den Nachlass einer jungen Lektorin zu regeln. Diese lebte in einer Männer WG und rennt eines Tages, völlig Kopflos, auf die Straße und stirbt. Kristina fragt sich, was passiert sein mag um so zu reagieren. Nach und nach kommt sie dem Geheimnis der jungen Frau auf die Spur und entdeckt zudem Parallelen zu einem zurückliegenden Nachlass einer alleinstehenden Frau. Kristina wäre nicht Kristina, wenn sie sich da jetzt nicht reinhängen würde...
Ich habe sie sehr gerne hierbei begleitet. Ich mag Kristina sehr auch wenn sie manchmal wirklich penetrant ihren Mitmenschen hinterherläuft und nicht locker lässt. Ihr Privatleben kommt auch nicht zu kurz und wir treffen auf alte liebgewonnene Bekannte...Mich persönlich freut ja die Entwicklung mit Martin und über Henrike und Arne musste ich so manches Mal schmunzeln. Die Entwicklung von Kristinas Eltern gibt Grund zur Hoffnung, was mich ebenfalls freut. Natürlich sind auch Rosa und Alfred wieder mit dabei...
Für mich war es mal wieder ein spannendes Lesevergnügen. Nachdem ich den zweiten Teil nicht ganz so gut fand, bin ich froh, dass Frau Kornbichler zu ihrer alten Stärke zurückgefunden hat und mich wieder begeistern konnte. Ich war traurig, wie ich das Buch zuklappen und Kristina und Co verlassen musste. So soll es sein....5 Sterne von mir und ich hoffe, ich muss nicht so lange auf eine Fortsetzung warten....


Die australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga, Band 2)
Die australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga, Band 2)
von Ulrike Renk
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine geniale Fortsetzung, 24. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch der zweite Teil der Familiengeschichte um Emilia Lessing hat mich sehr gerührt und beeindruckt. Auch wenn man dieses Buch sicherlich als Einzelwerk lesen kann, empfehle ich jedem Leser erst den ersten Teil "Die Australierin" zu lesen. Mir würde etwas fehlen - hätte ich ihn nicht gelesen.
Befasst sich das erste Buch in erster Linie um das Leben von Emilia und Carl Gotthold und ihrer großen Kinderschar, geht es in dem zweiten Buch hauptsächlich um das weitere Leben ihrer drei Enkeltöchter, Carola, Mina und Elsa. Emilia, die ich im ersten Buch so lieb gewonnen habe, lerne ich nun aus der Sicht ihrer Enkeltöchter kennen. Das hat mich zeitweise irritiert - ich hätte sie mir mehr "großmütterlich" gewünscht und nicht so resolut. Aber das Leben war sicher nicht einfach und die Zeit hat diese beeindruckende Frau geprägt.
Wir erfahren auch wie das Leben der übrigen Töchter weiter geht, der Tanten, aus Sicht der Hauptprotas. Auch hier gibt es die ein oder andere Überraschung, aber so realistisch und auch manchmal traurig, wie es nur das wahre Leben schreiben kann. Die Vorstellung, dass diese Menschen tatsächlich gelebt haben und das Geschehen durchaus so passiert sein könnte, hat auf mich einen ganz besonderen Reiz ausgeübt. Für mich hat es Ulrike Renk geschafft, jede, aber wirklich jede Person so zu beschreiben und mir nahe zu bringen, dass ich mich mit ihnen freuen, leiden und auch weinen konnte. Ich hätte gerne eine der Tanten, oder am Liebsten alle, persönlich gekannt. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich war nach langer Zeit mal wieder traurig am Ende angekommen zu sein. Welcher Autor schafft das schon? Eine wunderbare Fortsetzung und ich kann es kaum erwarten den Nachfolgeband in Händen zu halten....Frau R enk hat mir mit diesem Buch wunderbare Lesestunden bereitet - besser geht nicht !


Die fremde Tochter: Roman
Die fremde Tochter: Roman
von Anja Jonuleit
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Haltet durch - es wird besser..., 9. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Die fremde Tochter: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mich mit diesem Buch von Anja Jonuleit sehr schwer getan und wollte es mehr als einmal weglegen.
Der Anfang des Buches las sich für mich sehr zäh - es passiert nicht viel. Der Teemeister Cho erfährt, dass er eine erwachsene Tochter hat. Punkt ! In kurzen Rückblenden erfahren wir nun aus Sicht von Emilie wie es dazu kommen konnte. Wir erfahren einiges über Teezeremonien, was ich ziemlich langweilig fand. Ich bin allerdings auch kein Teetrinker und auch nach der Lektüre der korrekten Teezubereitung konnte ich mich nicht für das Getränk erwärmen. Aber ich habe durchgehalten und wurde dann doch nicht enttäuscht. Nach etwa 1/3 des Buches kam dann endlich der gewohnte Schreibstil von Anja Jonuleit zum Vorschein und ich war gefangen. Die Geschichte wird dann richtig spannend und auch wenn man sich mit keiner Person so richtig anfreunden kann, ist man plötzlich angefixt. Der Schluss ist gewohnt stimmig und einleuchtend - alles rückt an den richtigen Platz. Ein kleiner Raum für Spekulationen bleibt ebenfalls - was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Wäre das Buch nicht von Anja Jonuleit gewesen, hätte ich abgebrochen. So aber bin ich ab dem 2/3 wieder einmal sehr gut unterhalten worden...Für Jonuleit Fans...Haltet durch - es wird besser.
Für den ersten langweiligen Teil ziehe ich einen Punkt ab - der Rest: Perfekt !


Die Frauen der Rosenvilla: Roman
Die Frauen der Rosenvilla: Roman
von Teresa Simon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Frauen schreiben Geschichte..., 15. März 2015
zumindest in der "Rosenvilla".

Düster und geheimnisvoll geht es los in Teresa Simons Roman "Die Frauen der Rosenvilla". Eine Mutter schreibt einen Abschiedsbrief an ihre Tochter...man befürchtet schlimmes und ist direkt angefixt.

Anna, Anfang 30, bindungsscheu aber geschäftstüchtig, zieht nach aufwendiger Renovierung in die Rosenvilla, die sie von ihrem Großvater Kurt geerbt hat. Ihr Traum ist es, die verschiedenen Rosenarten, die der Villa einst ihren Namen gab, zu pflanzen und dem Haus so das ursprüngliche Flair zurückzugeben. Bei den Grabungen entdeckt sie eine alte Kiste mit allerlei Einzelteilen, die erstmal keinen rechten Sinn ergeben. Daneben findet Anna einzelne Blätter, die mal zu einem Tagebuch gehörten- von Frauen geschrieben, deren Namen Anna unbekannt sind. Ihre Neugier ist geweckt und sie taucht ein in die Geschichte der Frauen, die in der Rosenvilla gelebt haben und nimmt uns mit auf eine Reise, die im endenden 19. Jahrhundert beginnt und sich bis in Annas Zeit durchzieht.

Ich habe vier sehr unterschiedliche Frauen kennengelernt, Charakterstarke und mutige Frauen. Sie waren alles Frauen ihrer jeweiligen Zeit und ich als Leser habe mit ihnen gelitten und gehofft. Teresa Simon hat es geschafft mich authentisch in jede Zeitepoche zu entführen und diese mir nahe zu bringen. Die Geschichte der vier Frauen bleibt bis zum Ende spannend und man fiebert nägelkauend der Auflösung entgegen.

Die Männer hingegen bleiben eher im Hintergrund und das ist auch gut so. Hier geht es wirklich ausschließlich um die weiblichen Bewohner mit ihren Sorgen und Nöten.

Nebenbei erfährt man interessante Dinge über Dresden und die Pralinenherstellung. ACHTUNG...das Lesen dieses Buches verführt definitiv zu erhöhtem Verzehr von Süßigkeiten - vorzugsweise Schokolade und/oder Pralinen. Ich bin wirklich kein Naschmaul und esse lieber deftig, aber hier sind mir so manches mal Gelüste nach Süßem gekommen.

Man sollte sich also entsprechend eindecken, bevor man zu diesem Buch greift und Zeit und Ruhe. Durch die 4 Zeitebenen, die immer wieder wechseln, ist erhöhte Konzentration gefragt und man muss bei den ganzen Namen aufpassen, dass man nicht durcheinander gerät oder etwas entscheidendes überliest. Und das wäre wirklich sehr schade...dieses Buch hat es definitiv verdient, dass man ihm Zeit und Konzentration widmet...

Wer düstere Familiengeheimnisse und tragische Liebesgeschichten liebt, ist hier allerbestens bedient.....Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.....


Das Erbe der Königin: Historischer Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Das Erbe der Königin: Historischer Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Preis: EUR 7,49

5.0 von 5 Sternen Doch keine "graue" Maus...., 6. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für mich war Anna von Kleve bisher eine eher farblose Person, die schnell wieder von der Bildfläche verschwand und es somit nicht viel zu erzählen gibt. Es gab keine Skandale und einen Vorteil für den weiteren Verlauf der Geschichte, gab es auch nicht. Umso mehr war ich überrascht, was es doch alles über sie zu erzählen gibt. Ich habe sie mir als "graue Maus" und langweilig vorgestellt - eine Meinung, die ich schnell revidieren muss. Was für eine interessante Persönlichkeit sie doch in Wirklichkeit war. Jane Boleyn hingegen - fand ich immer schon sehr unsympathisch...ist noch mehr gesunken. Einzig Katherina ist charakterlich genau so dargestellt, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich stimme Philippa Gregory in ihrem Schlusswort zu: "Genau so hätte es gewesen sein können..." Ich fand die Darstellung der drei Personen sehr spannend und interessant geschildert. Auch die Umsetzung, dass jeder von ihnen die Geschehnisse aus ihrer Sicht in der "ich-Form" berichtet ist toll gelöst. Wer ein wenig Grundwissen über die damalige Zeit mitbringt und dazu noch die Phantasie der möglichen Fiktion mitbringt, ist hier sehr gut beraten...


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