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Rezensionen verfasst von
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien)
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   

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Stanley Kubrick: Sämtliche Filme
Stanley Kubrick: Sämtliche Filme
von Paul Duncan
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oppulenter Bildband über Kubrick, 12. Juni 2004
Zunächst sei korrekterweise vermerkt, daß dieser Band weniger ein filmwissenschaftliches Buch ist, als vielmehr eine visuelle Thematisierung der Person Kubrick, sein Motiv des Filme(n)s, des Regie-führens. Es geht somit nicht um eine inhaltliche Reflexion seiner Filme (hierfür sei etwa auf den Band von G. Seßlen / F. Jung verwiesen) sondern um eine Dekumentation des Entstehungsprozeßes in Bildern: Das von Artwork und Druck hochwertig gestaltete Buch beinhaltet zahlreiche großformatige, ofmals sogar weniger bekannte, Fotos aus "2001 - Odyssee im Weltraum" oder "Clockwork Orange" und weiteren Filmen Kubricks - Bilder vom Set, von der Arbeit des Meisters mit seiner Crew, den Darstellern, etc. Legendäre Werke wie "Barry Lyndon", "Full Metal Jacket" oder Eyes Wide Shut" - zu seiner Cinemascope-Monumental-Hollywood-Produktion "Spartacus" distanzierte sich Kubrick in späteren Jahren, was dem Status dieses Films als Referenzwerk für Breitwand-Kinoästhetik keinen Abbruch zollt. Grenzgängerisch wagte sich der obsessive Regisseur, der seit den späten 60ern bis zu seinem Tode in Großbritannien lebte in Sphären, die nie zuvor ein Mensch betreten hatte. Kubricks Filme sind nicht nur als fertiges "Werk" eine emotionelle Wucht, auch die Emotionalisierung des filmischen Raumes - des Ortes, wo, wie gefilmt wird - sind integraler Bestandteil des Kubrick-Konzeps.
Dieser Bildband ist den Versuch eingegangen, all dies zu dekumentieren - und kann voll punkten. Wie auch das ebenfalls vom Taschen-Verlag veröffentlichte und ähnlich konzipierte Buch über Billy Wilder ist dieser Band von Paul Duncanein absolutes Muß für jeden Cineasten und Kubrick-Fan, eine derart gute Qualität der Präsentation und Umsetzung des Schaffens eines Künstlers zu einem wirklich moderaten Preis ist fast schon konkurrenzlos.


Zwei glorreiche Halunken (Gold Edition) [2 DVDs]
Zwei glorreiche Halunken (Gold Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Lee Van Cleef
Wird angeboten von ronnypb
Preis: EUR 16,90

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sergio Leone. Godfather des 'Spaghetti Western', 10. Juni 2004
Sergio Leone hatte keine Chance. Nach dem Ende der Ära der Monumentalfilme war das Publikum Filme mit einer Laufzeit von über zwei Stunden nicht mehr gewohnt, und "Il buono, il cattivo, il brutto" (so im Originaltitel) stand dem mit drei Stunden gegenüber. Obwohl Leone ohnehin einen Kompromuiß eingegangen war - belief sich sein Rohschnitt noch auf vier Stunden - zeigte man keine Gnade vor den künstlerischen Ansprüchen des Regisseurs. Der Film wurde für die Kinos maßlos gekürzt, seiner epischen Länge beraubt. Leone hatte wohl auch Recht wenn er meinte, es würde in erster Linie darum gehen, dadurch mehr Popcorn verkaufen zu können. Der Wuchtigkeit, die von der Langfassung ausgeht, sollte man sich erst wieder nach der Restauration im Jahre 2003 besinnen, als u.a. die LA Weekly von einem "Meilenstein des Genres" sprach. Manchmal braucht es einfach Zeit, um Dinge zu begreifen. Leone, der 1989 starb, durfte diesen Triumph der Kunst über den Kommerz bedauerlicherweise nicht mehr persönlich erleben.
Von seiner ersten Minute an, hat man sich erst am berauschenden Vorspann im Pop-Art-Design sattgesehen liefert "Il buono, il cattivo, il brutto" die Neuinterpretation und Wiederbelebung des Western-Genres, dessen Ausdrucksstärke von seiner visuellen Oppulenz und Tiefgründigkeit der Charaktere lebt. Ohrenbetäubende Explosionen, große Schlachten, kultige Schießereien - gepaart stets mit einem Schuß Sarkasmus in den Dialogen, stellenweise fast schon absurdem Humor. Leone hatte den 'Spaghetti-Western' geschaffen, und den Mythos des amerikanischen Weste(r)ns entzaubert. Doch "Il buono, il cattivo, il brutto" tut auch das, was Film in seiner urspründlichsten und reinsten Form soll: Eine Geschichte erzählen. Und Geschichten im Film werden mittels Bilder erzählt. Bewegter Bilder. Bilder, die bewegen. Die ausgetrockneten, verdörrten Landschaft stehen hier spiegelbildlich für die rauhen Protagonisten, Clint Eastwood, Lee van Cleef, Aldo Giuffre, Mario Brega, Eli Wallach. Mit Ennio Morricones Komposition erhielt das in Techniscope und Technicolor gedrehte Westernepos sein musikalisches Gesicht, und so bleibt "Il buono, il cattivo, il brutto" in seiner Gesamtheit unvergeßlich. Ein Kunstwerk, zum Träumen und zum Heulen schön.
MGM hat mit dieser "Gold Edition" hervorragende Arbeit geleistet. Nicht nur, daß der Film endlich in seiner ursprünglichen Schnittfassung von Sergio Leone zu sehen ist. Für einen fast 40 Jahre alten Film - Klassiker, darf man schon sagen - sind Bildschärfe und Kontrast schlichtweg atemberaubend. Alle Gesichtsporen der Protagonisten werden in den für Leone typischen extremen Close-Ups sichtbar, wie auch die Strukturen der weiten Landschaften bei den Panoramaaufnahmen. Die Film-DVD bietet einen Audiokommentar des Filmexperten Richard Schickel, Bonus-DVD liefert in zahlreichen Kapiteln Interessantes und Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte des Films, ein Portait von Leones Stil, eine Dokumentation über Ennio Morricone sowie einen Beitrag über die Rekonstruktion dieses Klassikers. Ein Film von zeitloser Schönheit.


Filme der 80er
Filme der 80er
von Jürgen Müller
  Taschenbuch

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Filme der 80er Jahre: Kult und Fun., 6. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Filme der 80er (Taschenbuch)
Die 80er standen filmmäßig nicht mehr für jene Erneuerungen, die die 70er gebracht hatten. Hatten in diesem Jahrzehnt neue Regisseure wie Spielberg, Lucas und Coppola die Revolutionen des 68er-Jahrs mit ihren Filmen reflektiert, war in den achtziger Jahren Konsolidierung der Themen, Rückbesinnung auf das klassische Erzählkino angesagt.
Kult ("Blade Runner") wurde ebenso produziert wie vereinzelte Skandale ("9 1/2 Wochen"), Spielberg lieferte mit modernen Märchen ("E.T.") und klassischen Abenteuern ("Indiana Jones") die Wiederbelebung von Mythen und Legenden, während Disney mit "Tron" zwar an der Kinokasse absoff, aber den Grundstein für das Matrix-Universum des neuen Jahrhunderts legte: Die Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion. "Poltergeist" wurde als harmlose Gruselkomödie gehandelt und verbarg in sich dabei das personifizierte Böse (freilich, weit weniger spektakulär als Friedkins "Exorzist" aus den 70ern), Heerscharen von verstörten Omas und Opas verließen mit ihren Enkeln den Saal. Man besann sich auch noch einmal dem Genre des Mafia-Films und mit Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" bzw. Brian de Palmas mit "The Untouchables" wurde keine Verherrlichung, sondern ein Abgesang auf den 'american dream' gezeigt. Und schließlich Robert Zemeckis, ein Schüler Spielbergs: Unter allen Filmen der 80er ist "Zurück in die Zukunft" wohl einer der unterhaltsamsten und cleversten, der mit hintergründigem Humor die amerikanische Kleinstadtidylle und die 50er-Jahre auf die Schaufel nahm.
Darüber, und über einiges mehr, erzählt dieses Buch. Viele dieser Filme werden heute schon als 'Kult' gehandelt. Vor allem aber waren es engagiert gemachte Filme, originell erzählte Geschichten sind eben zeitlos. Ein nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch toll gestaltetes Werk über die Filme der 80er Jahre und ihre Schöpfer, ihre Schauspieler, ihre Helden.


Piano Works
Piano Works
Preis: EUR 17,98

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metamorphoses: Klavier, minimalistisch, 5. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Piano Works (Audio CD)
Philip Glass, wohl einer der bedeutendsten Künstler der klassischen, modernen Musik, hatte nach einigen Orchester- und Opern-Werken mit "Solo Piano" sich ausschließlich auf das klangliche Repetoire des Klaviers konzentriert - und mit den ineinander verschachtelten "Metamorphoses" Stücken sich einmal mehr als ausdrucksstarker und vielseitiger Komponist profiliert. Mag es als Widerspruch erscheinen, Minimalismus mit Vielfals zu assoziieren? Nun, Glass transportiert seine Vielseitigkeit in der Kombination der Klänge - die Werke zeichnen sich gerade wegen ihres ihres "minimal music"-Konzepts durch eine Harmonie der Interaktion aus, Glass variiert die musikalischen Themen und Modelle, modifiziert, addiert, strukturiert. Die Dreidimensionalität des Klangraumes kommt nicht von ungefähr: Betreibt man Klangforschung, kann man mit fünf simplen Noten einhundertzwanzig Variationen erzielen - kombiniert man Akkorde, dementsprechend mehr. Die Überlappungen der Harmonie ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album, die jeweiligen "Metamorphoses" Teile kommunizieren miteinander. Hier wird Musik zum Körper. Glass' künstlerisches Schaffen ist als Gesamtkonzept zu definieren, dessen Kreis sich erst nach der letzten Note schließt - so eröffnen sich auf faszinierende Weise sphärische Welten, wie es andere Künstler der Gegenwart nur selten vollbringen.
Lobenswert, daß die Aufnahme exzellent gemastered wurde und die CD in einem hübsch designten Pappschuber steckt: So sollte man Unvergänglichkeit präsentieren.


The Untouchables - Die Unbestechlichen
The Untouchables - Die Unbestechlichen
DVD ~ Kevin Costner
Preis: EUR 7,29

19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brian de Palma's Meisterstück..., 31. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: The Untouchables - Die Unbestechlichen (DVD)
Mit "The Untouchables" erreichte Brian de Palma 1987 den Zenith seiner Regiekunst, neben "Es war einmal in Amerika" und "Goodfellas" einer der oppulentesten Gangsterfilme der 80er-Jahre.
Robert de Niro als Al Capone, dessen Mafia-Clan während der Prohibition ganz Chicago regierte, gejagt von Kevin Costner, Andy Garcia und Sean Connery, die hier eine der jeweils überzeugendsten Leistungen ihrer schauspielerischen Karriere abliefern: So hat Kino zu schmecken, kompromißlos, anspruchsvoll, und dennoch höchst unterhaltsam. Ein Film aber auch, an dem sich so manch neuzeitliche Produktion eine dicke Scheibe abschneiden könnte: Bild und Musik kommunizieren und harmonieren, das Auftauchen von apprupter Gewalt im Film kontrastiert. 'Newsweek' nannte "The Untouchables" den '...besten Mafia-Film seit "Der Pate" ', dem ist argumentativ wenig entgegenzusetzen, und seinen Höhepunkt erreicht der Film zweifellos bei der Schießerei am Bahnhof, die nicht nur ein Musterbeispiel an Cheoreografie, Kamera- und Schnittechnik sowie Sounddesign darstellt, sondern in ganz trefflicher Weise die legendäre Treppensequenz aus Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" zitiert.
Paramount hat zum einen erstklassige Arbeit geleistet, was das digitale Mastering des Filmes anbelangt: Perfekte Schärfe, knallige und satte Farben in warmen Tönen dominieren das Cinemascope-Bild, die als visuelles Stilmittel eingesetzten 'travelling zooms' und in einigen Sequenzen abstrakten Kameraeinstellungen von Kameramann Stephan H. Burum verdichten die Atmosphäre des zwei Stunden langen Epos ebenso wie die kongeniale orchestrale Filmmusik von Ennio Morricone.
Weniger erfreulich, zum anderen: Das gänzliche Fehlen von Extras, einem "Making of...", Interviews mit den Darstellern und Regiesseur, etc. eben jene Features, die Paramount etwa bei der großartigen "Spiel mir das Lied vom Tod" DVD-Umsetzung durchaus zustande gebracht hat (dies begründet auch die Abwertung des Gesamturteils). Bleibt also noch der Wunsch nach einer ordentlichen "Special Edition", bis dahin muß man sich mit dieser Fassung begnügen.


Film Music By Ennio Morricone
Film Music By Ennio Morricone
Preis: EUR 5,29

13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Morricone - Meister der Filmmusik, 30. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Film Music By Ennio Morricone (Audio CD)
Ennio Morricone darf ohne Zweifel zu der ersten Rige an Filmkomponisten gezählt werden - sei es "Spiel mir das Lied vom Tod", "Es war einmal in Amerika" oder "The Untouchables", um nur einige zu kennen.
Die Kunst von Filmmusik liegt darin, der mittels bewegter Bilder erzählter Geschichte einen "Teppich" zu weben. Morricone ist nun seit über vierzig Jahren als Komponist tätig, hat über hundert Filmen seine musikalische Note verpaßt. Viele dieser Kompositionen haben längst Kultstatus erreicht, reihen sich unter ebenfalls zeitlose Klassiker wie etwa "Lawrence von Arabien" von Maurice Jarre oder "Vertigo" von Bernard Herrmann
Immer wieder begeistert der italienische Komponist mit eingängigen Melodien, gekonnten Arragements und gekonnter Verdichtung des Bildes durch den Ton. Beispielsweise bei dem Stück "The Good, The Bad And The Ugly", wo sich Morricone von heulenden Kojoten inspirieren ließ, und dieses Geräusch musikalisch nachstellte, um so musikalisch die Weite des amerikanischen Weste(r)ns zu erzeugen. Das faszinierende aber ist, daß seine Werke auch ohne Film "funktionieren". Auch diese Kompilation verdeutlicht diesen Umstand: Eine gelungene Zusammenstellung Morricones' bekanntester Stücke, vom Meister höchstpersönlich dirigiert eingespielt.
Schade nur, denn das schmerzt wirklich, daß Artwork des Covers und Gestaltung des Booklets absolut lieblos geworden sind und in einer billigen Aufmachung daherkommen. Auch hat man die Aufnahme keinem speziellen Mastering unterzogen (z.B. 24 Bit, HDCD, etc.), wie es bei anderen Produktionen der Fall ist...das steht in keinerlei Verhältnis zur musikalischen Qualität, lediglich der moderate Preis entschädigt da.


Der längste Tag (2 DVDs)
Der längste Tag (2 DVDs)
DVD ~ John Wayne
Wird angeboten von Joe2000
Preis: EUR 17,95

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Verfilmung von "Geschichte", 27. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Der längste Tag (2 DVDs) (DVD)
Ein ambtioniertes Projekt: Ein großer Produzent (D.F. Zanuck), vier Regiesseure (für die "deutschen" Szenen der legendäre Bernhard Wicki) und 48 internationale Schauspielstars finden sich zusammen, um in einem Film von geradezu epischem Ausmaß die Landung der Alliierten in der Normandie filmisch nachzuerzählen. Der "D-Day" des 6. Juni 1944.
Immerhin zwei Oscars (Spezialeffekte und Kamera) erhielt diese Großproduktion - gegen den im selben Jahr angelaufenen "Lawrence von Arabien" war man in dieser Hinsicht chancenlos - was freilich die Qualität dieses großartigen Films nicht schmälert. Kann man Krieg überhaupt filmisch äquadat umsetzen, oder zumindest versuchen? Krieg ist immer ein heikles Thema zur filmischen Umsetzung, oft genug sind Regiesseure und Drehbuchautoren daran gescheitert. Das Grauen des Krieges verlangt keine kraftstrotzenden Helden, keine bombastische Musik, keine effektvollen slow motion-Ausnahmen, und am allerwenigsten wehende amerikanische Flaggen.
Allzuoft haben sich Hollywood'sche Großproduktionen, zuletzt Michel Bay's unsägliches "Pearl Harbour" einer ausschließlich amerikanischen Betrachtung des zweiten Weltkrieges bedient, hart an der Geschichtsfälschung vorbeischrammend, und sich lediglich den Gesetzen des Popcork-Kinos verpflichtend (und der Intelligenz seines Publiklums).
Bei "Der längste Tag" von "Unterhaltung" zu sprechen wäre somit verfehlt, die Soldaten sind keine Helden, die stimmige und dennoch realistische (sofern man diesen "Realismus" überhaupt transportieren kann) Inszenierung trägt dieser Erkenntnis Rechnung. Selten wurden die zerstörerische Trauer des Krieges eindrucksvoller eingefangen, ohne aufgesetzten Pathos.
Die Restauration des Films ist 20th Fox gut gelungen, das Bild ist scharf und kontraststark, die Bonus DVD bietet einen historischen Rückblick auf den "D-Day", diese Neuauflage ("Jubiläums-Edition") zusätzlich eine Dokumentation mit dem Titel "Hollywood backstories - The Longest Day".
Ein hervorragendes Produkt, in jeder Hinsicht.


Alien - Die Wiedergeburt [Special Edition] [2 DVDs]
Alien - Die Wiedergeburt [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Ron Perlman
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 9,19

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jean Paul Jeunnet: Die fabelhafte Welt der Ripley..., 9. Mai 2004
Der bislang letzte Teil der Alien-Quadrilogie - ein fünfter Teil soll, so hört man, in Arbeit
sein, und Sigourney Weaver wünscht sich - wieder - Ridley Scott als Regiesseur - kam 1997 in die Kinos: "Alien - die Wiedergeburt", da bleiben schon aufgrund des Titels nicht viele Fragen offen, der Name ist Programm, und das Programm heißt Ripley vs. Alien. Wieder war 20th Fox so klug, trotz des relativen Mißerfolges mit "Alien 3" dem Filmteam recht freie Hand zu lassen, inszenatorisch jedenfalls mehr als im vergangenen Teil, auch diesmal kam ein neuer Regiesseur an Bord, der neue Wege beschritt: Der Franzose Jean Paul Jeunnet, Freund der geschmackvollen Bilder ("Delicatessen"), seit 2001 darüberhinaus für seinen zuckersüßen Box-Office-Hit "Die fabelhafte Welt der Amelie" bekannt. "Alien - die Wiedergeburt" löste, mehr noch als Fincher's "Alien 3" mitunter kontroversielle Diskussionen unter der Alien-Fangemeinde aus, die in vielen Variationen eingestreuten Schleimorgien des Films waren nicht jedermanns Sache, etliche Kinobesucher sollen angeekelt den Kinosaal verlassen haben, hört man, ebensowenig wie der teils skurrile Charme des Films überall Anklang fand, der sich ganz deutlich von den drei Vorgängern abhob. Auch die Leinwandpräsenz von Winona Ryder und Dominique Pinion (der Rollstuhlfahrer!) verstörte so manchen Fan der Alien-Serie zutiefst. Dennoch, oder gerade desewegen, ist der Film so hervorragend gelungen, weil mutig und entschiden runderneuert: Unkonventionell, unverbraucht, einfach anders. Mit über 150 Mio $ Einspielergebnissen war "Alien - die Wiedergeburt" auch deutlich efolgreicher als der mäßig erfolgreiche dritte Teil, und der kommerziell einträglichste Film der Quadrilogie überhaupt. Kameramann war diesmal Darius Khondji, der schon bei dem Thriller "Sieben" und dem Musical "Evita" hinter der Kaera stand. Eine Novität in der Handlung von "Alien - die Wiedergeburt": Erstmals kann das Alien schwimmen, und zeigt sich auch sonst von extrem gelehriger Seite (z.B. jene Szene im Käfig, wo es mit Kältespray 'bestraft' wird, die Pawlov'schen Hunde lassen grüßen). Auch Jeunet wollte, wie Fincher, ursprünglich eine andere Fassung als jene, die 20th Fox fürs Kino schließlich durchsetzte (was u.a. ein Grund dafür war, daß sich Jeunet aus Hollywood wieder zurückzog): Der Director's Cut bietet nicht nur eine um sieben Minuten längere Fassung, sondern auch ein komplett anderes Ende des Films (das an dieser Stelle freilich nicht verraten sei).
Selbstverständlich ist diese Fassung auf der DVD enthalten, und die Bonus DVD enthält ein "Making of..." und informiert über Entstehung des Films, einem Blick hinter die Kulissen, und Interviews mit Regiesseur und Darstellern.


Alien³ [Special Edition] [2 DVDs]
Alien³ [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Sigourney Weaver
Wird angeboten von Filmgarten Hamburg Deutschland (Differenzbesteuerung
Preis: EUR 12,70

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Testosteron & Schweiß, oder: Alien vs. Fight Club., 9. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Alien³ [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Schon vier Jahre nach James Cameron's "Aliens" folgte "Alien 3", der große Erfolg des zweiten Teils machte hungrig nach einer weiteren Fortsetzung, und 20th Fox hatte wieder, fast schon in Tradition, auf einen jungen, kreativen Regiesseur gesetzt: David Fincher. Sein Stil war wiederum ein subtiler, reduzierter, die teils massive Action aus Teil 2 (welche bei Fans des ersten Teils sowohl Begeisterung als auch Ablehnung hervorrief) wich der atmosphärischen Tiefe, ähnlich Ridley Scott's "Alien", dazu ein visueller Code, der sich auch in späteren Werken Fincher's wiederfinden sollte. Ripley fand sich diesmal nach einem Crash ihres Raumschiffes auf einem ausschließlich von Männern - allesamt Strafgefangene - Planeten wieder, ein verschwitzter Sumpf aus Abschaum, Männerphantasien, Testosteron und Hoffnungslosigkeit (Fincher's späterer "Fight Club" läßt hier schon grüßen). Arbeitssklaven, verdonnert zum Zwangsdienst, und natürlich taucht das totgeglaubte Monster wieder auf, nachdem die Sonne im Cinemasope-Format untergegangen sind und die Dunkelheit über den Planeten hereinbricht. Nach und nach finden sich in dem Gefängniskomplex Opfer des Alien-Monsters, auf bestialisch grausame Weise getötet. Wie schon seine Vorgänger, besitzt auch "Alien 3" seine Eigenständigkeit, nicht zuletzt dank brillianter Kameraarbeit (diesmal Alex Thomson), den Music-Score schrieb erstmals Elliot Goldenthal, nicht ohne Goldsmith zu zitieren. Dennoch vermochte "Alien 3" seine Fans nicht zu wirklich überzeugen, die Kritikan waren mehr als mäßig, und auch die Einspielergebnisse von knapp 60 Mio $ blieben sowohl hinter den Erwartungen, als auch hinter jenen seiner Vorgänger zurück.
Vielleicht mag der mäßige Erfolg, den erhofften Box-Office-Hit konnte 20th Fox jedenfalls nicht für sich verbuchen, daran gelegen haben, daß sich David Fincher dem Studio 20th Fox beugen mußte, und seine urspründlich konzipierte Schnittfassung, härter, länger, kompromißloser, verwerfen: Neben der bekannten Kinoversion wird mit dieser DVD erstmals diese ursprüngliche, und Fincher's "persönliche", etwa 30 Minuten längere Schnittfassung geboten, die weitaus nicht bloß mehr Facetten und atmosphärische Tiefe in die Geschichte mit einbringt, sondern die Qualität des Films enorm steigert. Über diesen Aspekt erzählt, neben einem obligatotischen "Making of..." die Bonus-DVD des Films.


Alien - Director's Cut (Special Edition, 2 DVDs)
Alien - Director's Cut (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Tom Skerritt
Wird angeboten von Filmgarten Hamburg Deutschland (Differenzbesteuerung
Preis: EUR 14,78

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ridley, Ripley, Giger. Kult., 9. Mai 2004
1979 fing es an: Mit dem damals noch recht unbekannten Regiesseur Ridley Scott, eine spannende Story angesiedelt im Weltraum, düstere Bildsprache, postindustrielles Design (diese Perfektion gipfelte dann 1982 in Scott's "Blade Runner") und eine mörderische Kreatur - der Grundstein war gelegt, für einen der profitabelsten SciFi-Film überhaupt, und bis dato drei Sequels. Innerhalb kürzester Zeit avancierte "Alien" zum Kultfilm, nicht zuletzt dank des Designs von H.R. Giger.
Für seine visuellen Effekte wurde "Alien" auch mit dem Oscar prämiert. Das "Zehn kleine Negerlein"-Prinzip des Films im Weltall, in der klaustrophpbischen Enge eines Frachtkreuzers, kein Ort von dem Flucht möglich wäre, funktionierte hervorragend: Ver vermeintliche 'Fund' der Eier auf dem verlassenen Raumschiff erweist sich als tödliche Brut, nach und nach werden die Besatzungsmitglieder von einem gewissenlosen, aber in seiner Art pefekten Wesen getötet, nur eine Frau (eine Novität!) kann überleben: Ripley, dargestellt von - der damals auch recht unbekannten - Sigourney Weaver. Unvergessen sind natürlich die wohlüberlegten Bildkompositionen des Films in Cinemascope (Kameramann Derek Vanlint, völlig zu Unrecht einer der wenig Bekanteren seiner Zunft) - so macht man Kino, Jerry Goldsmith komponiete darüberhinaus einen orchestralen Score, der den visuellen Code des Films eindrucksvoll verdichtet und für angenehme Gänsehaut sorgt, während der langsamen Kamerafahrten durch das mehr und mehr verlassene Raumschiff.11 Mio $ Produktionskosten stehen bis heute über 100 Mio $ Einspielergebnis gegenüber, eine solide Rechnung, künstlerisch wie ökonomisch darf "Alien" so als Referenz gelten.
Erstmals kann man auf dieser DVD zwischen der damaligem Kinoversion und Ridley Scott's Director's Cut, der Ende Oktober 2003 auch im Kino zu sehen sein wird (mit neu hinzugefügten Szenen, gleichzeitig wurden einige alten Szenen entfernt) wählen. Bild und Ton sind, dank neuer Abtastung des Originalen Kameranegativs und digitalem THX-Mastering auf höchstem Niveau angesiedelt, optional ist ein Audiokommentar anwählbar, und eine Bonus-DVD bietet zahlreiche Informationen über Produktion und Entstehung des Films.


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