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Rezensionen verfasst von
Sam Golden

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Samsung YP-U7 4GB silber
Samsung YP-U7 4GB silber

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Player spielt entgegen Werksangabe keine FLAC-Dateien, schlechte Software, schwacher Website-Support - zurück damit!, 14. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Samsung YP-U7 4GB silber (Elektronik)
Ich würde mich nicht wirklich als Samsung-Fan bezeichnen, hatte aber bisher mit den Produkten dieses Herstellers (unter anderem mit meinem alten MP3-Player YP-U3) ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht.
Doch offenbar gibt es auch bei diesem Hersteller "Zitronen" (oder Montagsware, wie man hierzulande sagt).
Den YP-U7 hatte ich mir vor allem wegen der nativen FLAC-Abspielfunktion bestellt, aber gerade diese Produkteigenschaft ließ sich bei dem mir zugeschickten Gerät überhaupt nicht nutzen. Egal, ob die Dateien per mitgelieferter KIES-Software (hierzu später mehr) oder einfach über den Windows Explorer auf das Gerät übertragen wurden, die Songs wurden auf dem YP-U7 noch nicht einmal angezeigt (laut KIES und Windows Explorer befanden sich die Dateien jedoch auf dem Gerät). Dabei war es völlig egal, welche Parameter bei der Konvertierung von Audiodateien auf FLAC zugrunde gelegt wurden - der Player streikte. Zur Kontrolle der Dateien schickte ich dieselben Songs per USB-Kabel auf den Samsung YP-Q3 meiner besseren Hälfte, und dieses Gerät gab die FLAC-Files problemlos wieder.
Also habe ich erst mal die Website des Herstellers aufgerufen und dort nach einer Problemlösung gesucht. Pustekuchen, die Suchanfrage brachte kein akzeptables Ergebnis, stattdessen immer wieder Verweise auf Samsung-Handys, worauf ich per E-Mail Samsungs Support-Abteilung kontaktierte. Die Antwort ließ zwar nicht lange auf sich warten, erinnerte dafür aber stark an "Methode 08/15":
"Gern informieren wir Sie. Ihr MP3-Player spielt folgende Dateien ab:

- MPEG1/2/2.5 Layer3 (20 kbps ~ 320 kbps, 8 kHz ~ 48 kHz)
- WMA (48 kbps ~ 320 kbps, 8 kHz ~ 48 kHz)
- Ogg (Q0 ~ Q10)
- FLAC (Free Lossless Audio Codec)

Bitte prüfen Sie daher Ihre FLAC-Dateien und konvertieren diese notfalls um.

Ein Tipp von uns: Damit ein Softwarekonflikt ausgeschlossen werden kann, setzen Sie auch die Werkseinstellungen Ihres Player zurück. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

'Menü - Einstellungen - Systemeinstellungen - Reset auf Standard'."

Ohne eine Vorgabe für die Einstellungen beim Konvertieren der von mir verwendeten FLAC-Dateien wurde ich aus dem Hinweis, meine FLAC-Dateien zu überprüfen, nicht wirklich schlau. Und wie befürchtet brachte auch der Standard-Reset des Players (den ich bereits vor der Antwort von Samsung durchgeführt hatte) keine Lösung. Mir scheint, dass bei diesem Gerät ganz einfach das FLAC-Codec fehlt. Daher habe ich den YP-U7, dessen Bedienelemente (gegenüber dem wesentlich älteren YP-U3 keineswegs weiterentwickelt) mich ebenso nicht überzeugt haben, wieder zurückgeschickt (zumindest die Rückerstattung des Verkaufspreises funktionierte problemlos).

Nun noch etwas zur mitgelieferten KIES-Playersoftware: Besonders unangenehm finde ich, dass die Hersteller eines Programms, das primär zur Übertragung und Verwaltung von Daten auf einem MP3-Player (also einem Gerät, das meistens nicht an den PC angeschlossen sein dürfte) verwendet wird, darauf bestehen, dass ihre Software unbedingt bei jedem Systemstart meines PCs automatisch mitgestartet werden soll. Obendrein versucht KIES, diese Eigenschaft bei der Software-Installation durch die Hintertür, also ohne Information an den User, zu etablieren (hier muss ich mich bei Bill Pytlovany und seinem wirklich tollen Programm WinPatrol, was mich über diesen Eingriff in meinen PC unterrichtet und mir mögliche Gegenmaßnahmen angeboten hat, bedanken).
WOZU DIESER UNSINN? Ich kann mir das nur mit möglichen heimlichen Datenübermittlungen an den Hersteller erklären, und da hört für mich die "Freundschaft" auf, denn ich will selbst darüber entscheiden, was Samsung über meine Hörgewohnheiten etc. erfährt. Daher ein ganz klares "Ungenügend" für diese Spyware.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 25, 2013 7:19 PM CET


Jau/Remastered
Jau/Remastered
Preis: EUR 8,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer noch nur ein halbes gutes Album..., 4. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Jau/Remastered (Audio CD)
FITS gibt's nicht mehr, sie haben sich 2008 aufgelöst; eigentlich, wie sich das für eine Band mit einem hohen Anspruch (dazu später mehr) wie bei den Niedersachsen gehört, mit Abschiedstour, -konzert und -CD, und trotzdem, obwohl ich nicht gerade hinter dem Mond lebe, habe ich es erst vor ein paar Tagen, Anfang November 2010, registriert. Soviel zu den seltsamen Vergleichen, die in manchen Biographien der Band verbreitet werden, nach denen FITS in Deutschland einen ähnlichen Bekanntheitsgrad erreicht hätten wie U2 in Irland - wenn Bono & Co. ihren Abschied genommen hätten, hätte das auch der letzte Bürger auf der irischen Insel unweigerlich mitbekommen. An diesem - IMHO etwas zu vermessenen - Anspruch krankt auch ein wenig dieses Album: Mit "Won't Forget These Days" beginnt die Scheibe sehr stark, Track 2 wirkt dagegen zu bemüht und verliert zudem durch das holperige Englisch (dabei lobt selbst der englische Wikipedia-Eintrag die Hannoveraner, Zitat: "Unusually, Kai Wingenfelder sings not in German, but excellent idiomatic English" - wer das wohl verfasst haben mag?). Nichtsdestotrotz kommen FITS danach so richtig ins Rollen und halten bis zum achten Song "Missing Me" ein hohes Niveau, das leider danach völlig flöten geht - von Track 9 bis 13 folgen nichtssagende Coverversionen sowie ein paar alberne Spielereien, die die Band besser nicht veröffentlicht hätte. Mit Ausnahme von "Don't Dig In My Potatoes", das auch im vorderen Teil der CD nicht unangenehm aufgefallen wäre, sind das allesamt nur Lückenfüller. Es entsteht der Eindruck, dass die Herren damals ganz einfach nur acht wirklich gute Titel zur Verfügung hatten und ihnen ein wenig die Luft/Lust ausgegangen war; sehr wahrscheinlich stand man bei der LP unter Zeitdruck, und dann hat man sich zu sehr darauf verlassen, dass man selbst aus dem schwächsten Song noch etwas Brauchbares machen kann, die echten Fans werden es schon schlucken. Keine gute Einstellung, dabei kann ich FITS weder Bemühen noch Talent absprechen, aber "Jau!" hätte soviel mehr sein können. "As high as you might climb there still" singt Kai Wingenfelder im selbstkritischen "Seconds To Fall" (auf der Vinyl-Version der Schlusstrack der ersten Seite) - vielleicht wäre es noch höher gegangen für FITS, und vielleicht hätte man sie wirklich mit U2 vergleichen müssen.


Intenso Double Layer DVD+R (8,5GB, 8 x Speed, 10er Spindel)
Intenso Double Layer DVD+R (8,5GB, 8 x Speed, 10er Spindel)
Wird angeboten von technikbilliger
Preis: EUR 9,17

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen M - I - E - S, ganz einfach mies, 10. Januar 2010
Wahrscheinlich habe ich wegen des niedrigen Preises mir mal ein 10er-Pack Intenso DVD+R DL gekauft, aber nachdem von den ersten drei Rohlingen nur einer ein akzeptables Ergebnis brachte, werde ich den Rest meinem Nachbarn schenken (wir sind uns spinnefeind). Es handelt sich bei dieser 10er-Pack-Charge um den Typ RICOHJPN D01. Wie ich nicht nur hier lesen konnte, vertreibt Intenso Rohlinge von verschiedenen Herstellern mit offenbar deutlichen Qualitätsunterschieden; für den Endverbraucher absolut unzumutbar, und ich werde mir wieder eine Spindel Verbatim-Rohlinge zulegen.


Aus der Mitte entspringt ein Fluss
Aus der Mitte entspringt ein Fluss
DVD ~ Craig Sheffer

12 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ohne englische Original-Tonspur- offenbar von Guido Westerwelle produziert!, 24. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Aus der Mitte entspringt ein Fluss (DVD)
"A River Runs Through It" ist sicherlich ein schöner Film, doch diese DVD-Edition ist ganz einfach eine Zumutung! Zwei Tonspuren auf der DVD, aber beide in Deutsch - was soll das? Eine Tonspur mit dem Originalton ist das absolute Minimum, was ich von einer DVD eines ausländischen Films erwarte.
Die deutsche Synchronisation kann niemals, auch wenn sie noch so gut gelungen ist, Aufschluss über die tatsächliche Qualität des Films geben. Zudem haben ausländische Schauspieler häufig deutsche Synchronsprecher, die total anders klingen als die tatsächlichen Stimmen (Paradebeispiel Tom Hanks), was meiner Meinung nach einen Film verfälscht. Daher habe ich diese Mogelpackung ganz schnell wieder veräußert.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2017 6:46 PM CET


Mystic River
Mystic River
DVD ~ Sean Penn
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 12,53

32 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überbewertet, 10. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Eigentlich hatte ich mich auf einen schönen Heimkino-Abend gefreut, schließlich stand ein Werk von Clint Eastwood auf dem Programm, dazu besetzt mit Kevin Bacon, Sean Penn (wobei der seine Darstellung mal wieder schamlos übertrieben hat) und Tim Robbins, dem Hauptakteur in >The Shawshank Redemption< (Die Verurteilten), einem meiner absoluten Lieblingsfilme. Aber >Mystic River< wirkte auf mich so unglaublich unfertig, prätentiös und dazu durch seine schwache Story extrem überlang, das ich mich fragen muss, was die vielen Lobredner in diesem Streifen gesehen haben. Mal von den seltsamen Kameraeinstellungen und der tristen Kulisse abgesehen (die für ein Drama sogar einigermaßen passte): Die Handlung ist gespickt mit Lücken und unsinnigen Wendungen, die Auflösung des Mordes kommt völlig aus dem Nichts (eine Tat fast ohne Motiv) und die Charaktere werden trotz der gehörigen Länge des Films so wenig entwickelt, dass ich nur während der entscheidenden Sequenz zwischen Dave (Robbins) und Jimmy (Penn) ein wenig Sympathie oder überhaupt ein Gefühl für eine der Personen aufbrachte. Der Rest ist, ich wage es kaum zu schreiben, belanglos, Laura Linneys Schlussmonolog unpassend, unlogisch und bemüht-konstruiert, ebenso die Versöhnung von Sean (Bacon) mit seiner Frau am Telefon und Seans Quasi-Abrechnung mit seinem alten Freund aus Kindertagen.

Aber das sind nur ein paar der Lowlights dieses Streifens (ich will hier nicht zuviel verraten). Ich weiß wirklich nicht, was sich der von mir ansonsten sehr geschätzte Clint Eastwood hier gedacht hat (vielleicht wollte er beweisen, dass es nur genügend Hype bedarf, um einen schlechten Streifen in die Oscar-Diskussion zu pushen). Und ich will mich mit den Liebhabern dieses Films auch gar nicht auf eine Diskussion über dessen tragisches Ende einlassen; allerdings ist mir klar, dass ich wieder ein paar teilweise sehr unfreundliche Kommentare ernten werde, wobei der rüde Umgangston leider mittlerweile eine regelrechte Unsitte auf amazon.de geworden ist - dabei geht es doch nur um einen Film! Von mir aus kann der ruhig auch mal schlecht ausgehen, doch hier ist die Lösung so seltsam, dass ich mich der Meinung eines Kunden von amazon.com anschließen muss, der bezüglich der Aufklärung des Mordes die Vermutung äußerte, dass Dennis Lehane, dem Autor des Buchs >Mystic River<, einfach ein passender Schluss fehlte und er deshalb die Täter gewissermaßen aus dem Nichts in die Story eingepasst hat. Und das einzig mystische sind für mich die Unmengen an Lobeshymnen für diesen haltlos überbewerteten Film.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2016 5:07 PM CET


Heaven and Hell: My Life in the Eagles (1974-2001)
Heaven and Hell: My Life in the Eagles (1974-2001)
von Wendy Holden
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragender Abriß einer Karriere, aber mit Vorsicht zu genießen, 9. November 2009
Auf dieses Buch bin ich rein zufällig aufmerksam geworden, doch aus dem ursprünglich geplanten Reinschnuppern wurde fast eine Sucht, die Geschichte dieses außerordentlich begabten Gitarristen und der Eagles während seiner Mitgliedschaft so schnell wie möglich zu verschlingen. Don Felder bemüht sich bei aller verständlichen Wut, auch die Talente und guten Seiten an seinen früheren Bandkollegen zu finden und zu dokumentieren, wobei man ihm durchaus vorwerfen kann, als Leadgitarrist der Eagles praktisch unentwegt seiner eigenen Naivität gefrönt zu haben. Aber sind wir alle mal ehrlich: Wer von uns hätte diese Gelegenheit nicht beim Schopf ergriffen?

Durch die Eagles und deren Erfolg wurde "Fingers" Felder selbst reich und berühmt, doch er hat sehr lange die dunklen Seiten seines Erfolgs verdrängt und seinen früheren Mitstreitern Bernie Leadon und Randy Meisner auch nicht wirklich zur Seite gestanden, als diese aus der Band getrieben wurden (im Falle Leadons war Felders Einstieg in die Combo sogar eine der Hauptursachen, denn erst durch den neuen Gitarristen und dessen Spielweise ließen die Eagles die Country & Western-Wurzeln ihrer Gründerjahre hinter sich). Und das ist auch das Problem, das ich mit Felders Darstellung habe: Klar sind Don Henley und Glenn Frey über alle Maßen geldgierig (das war praktisch der einzige Grund für die unerwartete Eagles-Reunion 1994) und auch bereit, für den schnöden Mammon quasi über Leichen zu gehen. Um das zu erkennen, muss man in vielen Berichten, Interviews oder per Video dokumentierten Szenen (wie beispielsweise der Aufnahmezeremonie zur Rock And Roll Hall Of Fame 1998) nur ein wenig genauer hinsehen oder -hören und zwischen den Zeilen lesen. Aber Felder kann keinesfalls behaupten, dass ihm das nicht immer bewusst war (sonst hätte er bestimmt nicht die vielen Anekdoten zu berichten, die diesen Eindruck bezüglich >The Gods< Henley & Frey unterstützen), und die ebenfalls wohldokumentierte Tatsache, von den beiden "Frontmännern" musikalisch auf seinen Job als Leadgitarrist reduziert worden zu sein, hat er zwar innerlich widerstrebend, aber angesichts der damit verbundenen Knete wesentlich leichter verdaut als den faulen Deal, den ihm Henley, Frey und Manager Azoff nach der Reunion der Band ultimativ angeboten haben, was letzten Endes zu seinem Rausschmiss (und einer Klage plus Gegenklage mit hochdotierter außergerichtlicher Einigung) führte - und wohl auch zu diesem Buch, das ohne Felders Demission wohl nie entstanden wäre.

Insofern ist es zwar nachvollziehbar, dass sich Don Felder als Opfer zweier Geldgeier sieht und besonders von seinen Ex-Kollegen Joe Walsh und Timothy B. Schmit, die den gleichen Deal widerspruchslos geschluckt und ihm danach quasi die Freundschaft gekündigt haben, enttäuscht ist; andererseits erscheint es mir fraglich, ob Felder wirklich, wie er im Buch nebenbei einfließen lässt, Walsh und Schmit auf die gleiche pekuniäre Ebene gehoben hätte, hätten Henley und Frey ihn wieder zum finanziell gleichberechtigten Partner gemacht. Denn als Walsh 1976 Leadon und Schmit 1977 Meisner ersetzte, gab es für die beiden Neulinge keine Anteile an Eagles Ltd., der Firma, die sich um die Verteilung des von der Band erwirtschafteten Gewinns kümmern sollte, und auch keinerlei Aktivitäten von Felder, diesen Zustand zu ändern. Zudem kann man aus den vielen kleinen Geschichten über die Eigenheiten von Henley & Frey auch ableiten, dass das Verhältnis zwischen Felder und >The Gods< ohnehin nie wirklich positiv war - es war gewissermaßen eine Abhängigkeit eines talentierten Musikers von zwei anderen talentierten, aber - vorsichtig ausgedrückt - mit mehr Durchsetzungsvermögen ausgestatteten Musikern, die den aufmüpfigen Mucker schließlich auf die rüde Art aus dem Eagles-Universum verstoßen haben. Und das alles zweifellos nur des Geldes wegen.

Eine absolut interessante und spannende Lektüre, aber aufgrund der speziellen und keinesfalls objektiven Sichtweise eines ehemaligen Mitglieds einer der erfolgreichsten Bands aller Zeiten mit Vorsicht zu genießen.


Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 5,93

9 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Ermordung des Publikums durch den feigen Cutter dieses Films, 30. Oktober 2009
Eigentlich war die Grundidee nicht schlecht: Buch und Film wollten am Mythos Jesse James kratzen und die tieferen Motive des Bob Fords ausleuchten, jenes Mannes, der für die >Tötung< eines Kriminellen selbst vom Volk gehasst und schließlich ermordet wurde. Regisseur Andrew Dominik ist es tatsächlich gelungen, James vom Denkmal zu holen, doch dabei herausgekommen ist ein trister und trostloser Monumentalschinken, so zäh wie ein stundenlang gebratenes Steak und völlig zu Recht ein finanzieller Flop (bei Amazon Deutschland wird die DVD derzeit für nur knapp 5 Euro angeboten; sicherlich nicht ohne Grund).

Da helfen auch keine schönen Landschaftsbilder, Wolkenaufnahmen im Zeitraffer oder die nach Filmpremiere inflationär oft ausgegebenen Hinweise, dass der Streifen den tatsächlichen Geschehnissen in den USA kurz nach dem Bürgerkrieg von allen bisherigen Abhandlungen am nächsten käme; die schleppende Handlung stellt den Betrachter unerwartet schnell vor die Frage, die eigentlich bei keinem wirklich interessanten Film vorkommen darf: Wieso schaue ich mir das eigentlich an?

Über zweieinhalb Stunden dauert die Qual, soviel Zeit muss wirklich nicht sein, denn die am Ende übrig gebliebenen Ergebnisse der sogenannten Charakterstudie sind recht simpel: James war ein Fiesling, der besonders Leute mit Identitätsproblemen auf ganz brutale Weise in seinen Bann zog, und Ford eben ein solcher mit seinem eigenen Minderwertigkeitskomplex hadernder unsicherer Zeitgenosse, der schließlich bereut hat, sein einstiges Idol umgebracht zu haben. Und bei aller Sympathie für >Bradolf Pittler< (ja, auch ich habe >Brüno< gesehen) muss man leider resümieren, dass er als Schauspieler einfach nicht genug drauf hat, um einen solchen Film (von der überwältigenden Überlänge mal abgesehen) zu tragen. Nur ist das noch eins der kleineren Probleme dieser Schwarte.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2011 10:32 AM MEST


Zwei glorreiche Halunken - Steelbook (2 DVDs) [Special Edition]
Zwei glorreiche Halunken - Steelbook (2 DVDs) [Special Edition]
DVD ~ Clint Eastwood
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 27,90

5 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Not good, just bad & ugly, 30. September 2009
Geht man nach den zahlreichen Lobeshymnen, die dieser episch lange Spaghetti-Western aus dem Jahr 1967 seit über vier Jahrzehnten einheimst, muss es sich hier um ein zeitloses Meisterwerk handeln. Daher griff auch ich zu und erwarb die Doppel-DVD-Edition des dritten Teils der sogenannten Dollar-Trilogie, doch beim Ansehen dieses "Schinkens" (mittels Beamer und Leinwand) fragte ich mich des Öfteren, ob man mir nicht einen falschen Film in die Box gelegt hat; von einem "Klassiker" oder "Meisterwerk" ist dieser Streifen meiner Meinung nach weit entfernt.

Das fing bereits mit dem beinahe klamaukhaften Titelvorspann an, der bei mir den Eindruck erweckte, dass die Verantwortlichen ein wenig von den Mitte der sechziger Jahre so populären Drogen (LSD?) eingeworfen hatten, sich aber kurz vor dem endgültigen Wahnsinn gerade noch bremsen konnten. Die allseits so hochgelobte Titel- und Filmmusik von Ennio Morricone tat dabei ihr übriges: schrill, mit einer häufig sehr fragwürdigen Instrumentierung und eher an Halbwüchsigen-Komödien wie "Eis am Stiel" denn an Western-Filme wie "Rio Bravo" oder "High Noon" erinnernd, in manchen Szenen komplett unpassend und letzten Endes nur noch nervend (beispielsweise in der Sequenz, in der "Tuco" <Eli Wallach> von "Angel Eyes" <Lee Van Cleef> und dessen Schergen "Wallace" gefoltert wird) dröhnen Morricones teils vokalisierte Motive durch die (spanische) Wüste. Grässlich, aber die Mehrheit der Film-Konsumenten hat es als "toll" deklariert - nur interessiert mich das herzlich wenig, wenn es um meinen eigenen Geschmack geht. Die Filmmusik allein hätte mich garantiert aus dem Kino getrieben, aber hier konnte ich zum Glück selbst die Lautstärke regulieren, wenn Morricones Gedudel fast unerträglich wurde.

Nun gut, Sergio Leone hat es zugegebenermaßen verstanden, die Landschaften und die Gesichter seiner Akteure von Kameramann Tonino Delli Colli gut ablichten zu lassen, und wenn die nervende Musikuntermalung mal Pause hat, kommt auch fast so etwas wie Western-Romantik, oder besser: -Atmosphäre auf, denn romantisch ist der Film keinesfalls, eher ziemlich blutig, brutal und größtenteils leider auch unsinnig; die von Leone bis zum geht-nicht-mehr ausgewalzten Scharaden und Scharmützel von Tuco und "Blondie" (Clint Eastwood) dienen dabei offensichtlich nur dem ganz bewusst kalkulierten Verlängern der Spieldauer (Merke: Klassiker haben meistens Überlänge!). Dabei spielt nicht nur Eastwood arg hölzern (was seiner Filmfigur schon fast gut tut), auch der Rest der Akteure wirkt wie von der sengenden Sonne gelähmt.

Einen interessanten Plot gibt es auch nicht - sehr schnell kann man erkennen, dass es um eine hohe Geldsumme geht, um die sich die drei Hauptdarsteller am Ende streiten werden. Bis es dann endlich zum vorhersehbaren Höhepunkt dieser Triade kam, musste ich - meine Ehefrau hat kurzerhand eine bessere Entscheidung getroffen und ist eingeschlafen - gefühlte zehn Stunden durchstehen (tatsächlich waren es nur etwas über 150 Minuten). Angeblich soll Regisseur Leone zur Kinopremiere 1967 "not amused" gewesen sein, weil die Verleihfirmen seinen Film unnachgiebig gekürzt hatten. Der Streifen kam auch so auf knapp drei Stunden; kaum vorstellbar, wieviel Kinobesucher nach dem "Genuss" von Leones Director's Cut zur Wiederbelebung direkt ins Sauerstoffzelt gemusst hätten, hätte der Italiener seinen Willen bekommen.

Warum aber steht dieser Film so hoch in der Zuschauer- und Kritikergunst? Ich kann es mir nur so erklären: Als Leone einst seine Dollar-Trilogie mit diesem Streifen abschloss, wusste wohl niemand wirklich etwas damit anzufangen. Western hatte es schon ziemlich lange gegeben, bessere Soundtracks dazu auch, und die echte amerikanische Prärie hatten selbst US-Einwanderer wie Fritz Lang schon gut in Szene gesetzt. Irgendwer hat dann offenbar mit seinem Daumen nach oben gezeigt (schließlich hat der Streifen ja in jeder Version Überlänge), und alle haben sich einmütig der Führungsmeinung angeschlossen, um bloß nicht unter die Kategorie "Kulturbanause" zu fallen.

Dabei habe ich weder etwas gegen Leones Filme ("Es war einmal in Amerika" ist tatsächlich sehr gelungen, und "Mein Name ist Nobody" fand ich wesentlich kurzweiliger als "Zwei glorreiche Halunken") noch gegen Western im allgemeinen oder den mittlerweile zu den besten Regisseuren Hollywoods zählenden Eastwood, der trotz seiner doch manchmal etwas beschränkten schauspielerischen Mittel meistens das Optimale herauszuholen scheint ("Pale Rider" und "Erbarmungslos" sind meines Erachtens extrem sehenswert). Aber dieser Film hat mich so sehr enttäuscht wie schon lange nicht mehr - und daher gibt's für diese Fehlanschaffung meinerseits auch nur den Mindeststern.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2017 6:08 PM CET


Star Trek (Limitierte Sonderedition exklusiv bei Amazon.de)
Star Trek (Limitierte Sonderedition exklusiv bei Amazon.de)

25 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen STAR DRECK, 21. September 2009
Natürlich bezieht sich diese Rezension auf den Kinofilm.

Gene Roddenberry hat einst eine Idee gehabt, die viele erst mit ungeheurer Verzögerung begriffen haben. Die erste >Star Trek<-Serie wurde nach nur drei Jahren abgesetzt, bevor der Triumphzug mit den Wiederholungen und Kinofilmen losging.

Davon hat JJ Abrams keine Ahnung, oder er will damit einfach nichts zu tun haben. Mit dem 2009er Star Trek-Modell wollte er quasi das Rad neu erfinden; tatsächlich haben er und seine Drehbuch-Schmierfinken Roddenberry praktisch endgültig begraben. Auf die vielen Macken dieses Films in Bezug auf die eigentliche >Star Trek<-Idee/Franchise wurde an anderer Stelle (bei der >Standard Edition< dieser DVD) eingegangen, und ich schließe mich den Bewertungen mit einem Mindeststern an, schauspielerische Glanzleistungen der neuen Darsteller von Kirk & Co. gibt es zudem keine zu bejubeln - also bleiben für mich noch zwei Punkte: Zum einen der alte Spock, gespielt von einem scheinbar noch älteren Leonard Nimoy, der Altersweisheit suggerieren soll, dabei aber eher wie ein schlechter Nikolaus-Darsteller auf einem Weihnachtsmarkt wirkt. Putzmunter quasselt der betagte Terra-Vulkanier mit sich selbst in der Junior-Version und wirkt dabei vom fast gefühlskalten Cheflogiker der sechziger Jahre so weit entfernt wie sein im Film eliminierter Heimatplanet von der Erde. Dass Nimoy, der sich mit seinem Schicksal als Dauer-Spock zunächst gar nicht abfinden wollte (siehe sein Buch >I Am Not Spock< aus dem Jahr 1977), später allerdings voll auf Linie einschwenkte (siehe sein Buch >I Am Spock< aus dem Jahr 1995), und auch William Shatner, der vor und während der Dreharbeiten noch hörbar sauer gewesen war, weil es für ihn keine Rolle in Abrams' Film gegeben hat, den Streifen loben - geschenkt, beide Schauspieler sind praktisch untrennbar mit >Star Trek< verbunden und werden bestimmt nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Die zwei Altstars hätten selbst eine Musical-Version mit klingonischen Rappern in den Medien für gut befunden.

Hat mich Nimoys Gesichtsstarre zu alten Enterprise-Zeiten noch beeindruckt, so wirken seine Szenen in diesem Streifen teils bemitleidenswert, teils nervig und überflüssig. Im Dialog zwischen ein und derselben Person (ein Wahnsinnssatz, nicht wahr?) liegt aber für mich ein noch größeres Dilemma des Films (und der zweite Punkt, der mir ganz besonders mißfällt): Als alter >Science Fiction<-Fan mag ich es, wenn scheinbar Undenkbares (z.B. Überlichtgeschwindigkeit) durch relativ simple Tricks (>Warp-Antrieb<) erklärt wird. Die Problematik einer >Zeitreise< mit allen Haupt- und Nebenwirkungen wird hier aber völlig ignoriert; man lässt es ganz einfach geschehen, auch wenn es noch so wenig Sinn macht.

So wird aus >Science Fiction< ganz simple >Fiction<, in diesem Fall mit fataler Nähe zur derzeit so populären >Fantasy< oder, um in die gleiche Kerbe wie einige andere Rezensenten zu schlagen, zu den unsäglich seichten, langweiligen und grotesk überbewerteten >Star Wars<-Filmen von George Lucas. Erklärungen brauchen >Star Wars<-Fans ohnehin nicht, da reicht es, wenn die Filmsequenz >voll auf die Zwölf< geht - ergo wird, was in der Ursprungsserie seinen Reiz im Verborgenen und nur Angedeuteten hatte, dem Popcorn-Publikum sternenklar aufs Brot geschmiert: Spock junior hat also doch was mit Uhura (als Jugendliche haben wir in den siebziger Jahren über diese mögliche Liaison noch derb gescherzt). Und selbst vordergründig interessante Szenen wie Kirks Abenteuer mit einem veralteten Automobil wirken bei Betrachtung des gesamten Streifens nur noch wie billige Effekthascherei. Der Film hat jedoch (leider?) enorm viel Geld eingespielt, was bedeuten dürfte, dass uns noch ein paar Fortsetzungen auf dem gleichen Niveau bevorstehen. Die werde ich mir dann höchstens per Leih-DVD anschauen.
Kommentar Kommentare (27) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2010 10:34 AM CET


One for the Road
One for the Road
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 48,32

2.0 von 5 Sternen Remastered?, 6. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: One for the Road (Audio CD)
Ich kenne und mag dieses Album seit fast dreißig Jahren, die Songs sind zum größten Teil gigantisch gut, vor allem, wenn man auf Ray Davies' schrägen Humor steht, wobei ich "You Really Got Me" inzwischen wirklich nicht mehr hören kann. Doch der Sound von "One For The Road" ist extrem bescheiden, total mittig und muffig und selbst in dieser angeblichen "remastered" Version kaum besser als der Vinyl-Ableger in meinem Plattenschrank; ja, selbst die total abgenudelte Cassette, die ich früher im Autoradio rauf und runter gehört habe, klingt nur unwesentlich schlechter als diese Neuauflage. Das geht definitiv besser, siehe nur "The Who Live At Leeds", bereits 1970 aufgenommen und in jeder Version in puncto Klang um Klassen besser als die Kinks. Schade, und da wird es mit der Bewertung schwierig: die Songs sind fast ausnahmslos großartig, die Band hinter Frontmann Ray spielt ordentlich (wobei Jim Rodfords Bass manchmal ziemlich altertümlich und holperig rumpelt), aber von einer "remastered" Version erwarte ich einfach viel mehr - deshalb gibt es nur zwei Sterne.


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