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Rezensionen verfasst von
thamides2

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Die Vinland Saga
Die Vinland Saga
von Josef Nyáry
  Taschenbuch

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes Thema ungenügend umgesetzt - leider!, 15. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Vinland Saga (Taschenbuch)
Dass Kolumbus nicht der erste war, der in Amerika landete, ist inzwischen allgemein bekannt; schon rund 500 Jahre vor ihm hatten die Wikinger an der Nordostküste („Vinland") mehrere Niederlassungen gegründet, die jedoch dann für lange Zeit in Vergessenheit gerieten. Nur wenige Fakten sind hierüber bekannt, was in den alten Götter- und Heldensagen berichtet wird, bietet Raum für Spekulationen.
Und hier greift der Autor zu: Josef Nyary verfasste einen Roman über die Entdeckungsreisen der Wikinger über den Atlantik, in denen er geschichtlich Gesichertes mit spekulativen Sagen und mythologischen Aspekten des Frühmittelalters vermischt. Herausgekommen ist ein dickes Buch, das einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten behandelt und dem Leser den Lebensweg mehrerer Haupt- und Nebenfiguren unterschiedlichster Couleur beschreibt.
Dass Nyary es versteht, reale Vorkommnisse mit Phantastik zu spannenden historischen Romanen zu verweben, hat er seit „Aras" und „Nimrod" bewiesen. Auch hier hätte sich ihm ein interessantes Themengebiet geboten. „Hätte" - denn leider ist die Umsetzung nicht so gut ausgefallen, wie in den erwähnten Romanen.
Dafür verantwortlich ist zum einen die unglückliche Idee, den Roman wie ein Heldenepos zu verfassen; alle 2 - 3 Seiten beginnt ein neues Kapitel mit unsäglich langer Überschrift, was den Lesefluss sehr stört.
Zum anderen ist die Sprechweise der Personen gekünstelt und unnatürlich, einer alten Saga angepasst. Natürlich hat man vor 1000 Jahren nicht so gesprochen wie heute, aber warum müssen viele Dialoge in gekünstelt antiquierter Sprache gehalten werden?
Die Story, die im Grunde spannend und gut entwickelt wurde, kommt leider nicht so recht zur Wirkung. Schade eigentlich, das Thema hätte eine bessere Behandlung verdient...


Und sie schufen ein Reich
Und sie schufen ein Reich
von Josef Nyáry
  Gebundene Ausgabe

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger historischer Roman!, 8. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Und sie schufen ein Reich (Gebundene Ausgabe)
Josef Nyary entführt den Leser in Mittelalter. Über einen Zeitraum von rund 300 Jahren beschreibt er den Lauf zweier verfeindeter Adelsgeschlechter, der Grafen von Drachenstein und der Grafen von Rabeneck. Immer wieder kommt es zwischen ihnen zur Kraftprobe und immer wieder flammen Kämpfe auf, werden Schandtaten begangen und Leid erzeugt...
Die Handlung dehnt sich bald über das heimische Deutschland hinaus, ins barbarische Wendengebiet, nach Italien und Byzanz, schließlich auch mit den Kreuzzügen ins Heilige Land.
Wieder einmal zeigen sich die enormen historischen Kenntnisse des Autors. Mit viel Liebe zum Detail stellt er uns eine Welt vor, in der im heutigen Deutschland noch Aberglauben, Fanatismus und Urwälder mit wilden Stämmen anzutreffen waren. Obwohl die Geschichte sich über Jahrhunderte hinwegzieht und somit in jeder Generation neue Hauptdarsteller auftreten (anders als in seinen Büchern „Aras" oder „Nimrods letzte Jagd" ) wirken die Figuren weder künstlich noch blutleer. Im Gegenteil, sie sind solide und lebendig gezeichnet, wobei jeder einen eigenständigen Charakter hat. Zugegeben, die Namen verwirren manchmal, vor allem, da alle Drachensteiner mit „I" beginnen (Irmion, Iring, Irmin, Irion usw.). Aber bei so einem Familienroman ist dies kein Wunder.
Nyary ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Auch in diesem Band schlägt er seine Leser in Bann. Geschickt verbindet er Realität und die Fiktion alter Legenden.
Ein spannendes Lesevergnügen, für alle, die gern historische Abenteuergeschichten lesen.


Und sie schufen ein Reich
Und sie schufen ein Reich
von Josef Nyáry
  Broschiert

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Historienroman, 8. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Und sie schufen ein Reich (Broschiert)
Josef Nyary entführt den Leser in Mittelalter. Über einen Zeitraum von rund 300 Jahren beschreibt er den Lauf zweier verfeindeter Adelsgeschlechter, der Grafen von Drachenstein und der Grafen von Rabeneck. Immer wieder kommt es zwischen ihnen zur Kraftprobe und immer wieder flammen Kämpfe auf, werden Schandtaten begangen und Leid erzeugt...
Die Handlung dehnt sich bald über das heimische Deutschland hinaus, ins barbarische Wendengebiet, nach Italien und Byzanz, schließlich auch mit den Kreuzzügen ins Heilige Land.
Wieder einmal zeigen sich die enormen historischen Kenntnisse des Autors. Mit viel Liebe zum Detail stellt er uns eine Welt vor, in der im heutigen Deutschland noch Aberglauben, Fanatismus und Urwälder mit wilden Stämmen anzutreffen waren. Obwohl die Geschichte sich über Jahrhunderte hinwegzieht und somit in jeder Generation neue Hauptdarsteller auftreten (anders als in seinen Büchern „Aras" oder „Nimrods letzte Jagd" ) wirken die Figuren weder künstlich noch blutleer. Im Gegenteil, sie sind solide und lebendig gezeichnet, wobei jeder einen eigenständigen Charakter hat. Zugegeben, die Namen verwirren manchmal, vor allem, da alle Drachensteiner mit „I" beginnen (Irmion, Iring, Irmin, Irion usw.). Aber bei so einem Familienroman ist dies kein Wunder.
Nyary ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Auch in diesem Band schlägt er seine Leser in Bann. Geschickt verbindet er Realität und die Fiktion alter Legenden.
Ein spannendes Lesevergnügen, für alle, die gern historische Abenteuergeschichten lesen.


Die Tore zu Anubis Reich. Roman. Fantasy.
Die Tore zu Anubis Reich. Roman. Fantasy.
von Tim Powers
  Broschiert

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fantastisches Werk!, 8. August 2004
Kaum zu glauben, dass ein Werk, das damit beginnt, wie ein heruntergekommener Literaturwissenschaftler ins London des frühen 19. Jahrhundert reist, um dort einen Vortrag von Coolidge live zu erleben, einen Leser dermaßen packen und fesseln kann. Als Doyle - so heißt der Held - in der Vergangenheit gestrandet ist, muss er erleben, dass das London jener Jahre ganz anders ist, als er es sich auch nur vorstellen konnte. Er wird konfrontiert mit einem Jahrtausende alten ägyptischen Zauberer, der die Macht der Pharaonen wieder erstehen lassen will, mit einem skurrilen König der Diebe, der eine unheimliche Macht ausübt, mit einem Werwolf, einer rätselhaften Bruderschaft und, und, und...
Ich will nicht mehr verraten und, ehrlich gesagt, ich kann es auch nicht. Es ist einfach nicht möglich, den Inhalt dieses Buches in weniger als 3 DIN-A4-Seiten wiederzugeben, wie mir jeder bestätigen kann, der es gelesen hat. „Die Tore zu Anubis Reich" gilt in Fan-Kreisen nach wie vor als bestes Werk des Amerikaners Tim Powers.
Wer an phantastischen Geschichten interessiert ist, wer sich von unglaublichen und unvorhersehbaren Geschehnissen verzaubern lassen will, wer eintauchen will in eine vom Autor grandios beschriebene Welt von 1820, mit Figuren aus Fleisch und Blut - dem sei dieser Roman ans Herz gelegt!


Die Tore zu Anubis Reich
Die Tore zu Anubis Reich
von Tim Powers
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wahnsinnsbuch, 5. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Tore zu Anubis Reich (Taschenbuch)
Auch ich gehöre zu den Lesern, die dieses Buch bereits vier-, fünfmal gelesen haben, und ich weiß, dass ich es bald wieder mal in Angriff nehmen werde. So viel Spannung und Lesevergnügen auch beim wiederholten Lesen - das ist nicht selbstverständlich!
Kaum zu glauben, dass ein Werk, das damit beginnt, wie ein heruntergekommener Literaturwissenschaftler ins London des frühen 19. Jahrhundert reist, um dort einen Vortrag von Coolidge live zu erleben, einen Leser dermaßen packen und fesseln kann. Als Doyle - so heißt der Held - in der Vergangenheit gestrandet ist, muss er erleben, dass das London jener Jahre ganz anders ist, als er es sich auch nur vorstellen konnte. Er wird konfrontiert mit einem Jahrtausende alten ägyptischen Zauberer, der die Macht der Pharaonen wieder erstehen lassen will, mit einem skurrilen König der Diebe, der eine unheimliche Macht ausübt, mit einem Werwolf, einer rätselhaften Bruderschaft und, und, und...
Ich will nicht mehr verraten und, ehrlich gesagt, ich kann es auch nicht. Es ist einfach nicht möglich, den Inhalt dieses Buches in weniger als 3 DIN-A4-Seiten wiederzugeben, wie mir jeder bestätigen kann, der es gelesen hat. „Die Tore zu Anubis Reich" gilt in Fan-Kreisen nach wie vor als bestes Werk des Amerikaners Tim Powers.
Wer an phantastischen Geschichten interessiert ist, wer sich von unglaublichen und unvorhersehbaren Geschehnissen verzaubern lassen will, wer eintauchen will in eine vom Autor grandios beschriebene Welt von 1820, mit Figuren aus Fleisch und Blut - dem sei die Neuauflage des Romans ans Herz gelegt.


The Advance from Mons 1914: The Experiences of a German Infantry Officer (Helion Library of the Great War)
The Advance from Mons 1914: The Experiences of a German Infantry Officer (Helion Library of the Great War)
von Walter Bloem
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Standardwerk über den 1. Weltkrieg !, 3. August 2004
1914 brach bekanntlich der 1. Weltkrieg aus, wie ja die zahlreichen Gedenktage im Jahr 2004 gezeigt haben. Man erinnert sich an viele Veröffentlichungen über diesen Krieg und verweist auf bekannte Werke wie „Im Westen nichts Neues" oder „Erziehung vor Verdun". Ein inzwischen (man muss schon sagen „leider") in Vergessenheit geratenes Buch, das bereits in den ersten Kriegsmonaten unter dem Titel „Vormarsch" erschienen war, wurde nun in englischer Sprache neu aufgelegt. Der Autor war Walter Bloem.
Der 1868 geborene Bloem, promovierter Jurist, Theaterleiter, Autor, Reserveoffizier, war zwischen 1910 und 1925 einer der bekanntesten Autoren Deutschlands. Seine Romane erreichten insgesamt Millionenauflagen, für seine Kriegstrilogie über den Krieg 1870/71 wurde er von Kaiser Wilhelm II. mit dem Roten Adlerorden ausgezeichnet. Später war Bloem sogar Vorsitzender der deutschen Sektion des PEN-Clubs, bis sein Stern seit Ende der 1920er Jahre langsam aber steig ins Sinken geriet. 1951 starb er einsam und vergessen.
Zurück zum Buch: Als der 1. Weltkrieg ausbrach, wurde auch Bloem als Hauptmann der Reserve einberufen und führte eine Kompanie des 12. Grenadierregiments an die Front. Der Umstand, dass ein erfahrener Militärschriftsteller auch noch als Hauptmann Dienst tat, führte dazu, dass Bloem seine Erlebnisse festhielt. Als er zweieinhalb Monate später verwundet wurde, nutzte der die Rekonvaleszenz, um seine Erlebnisse in Buchform herauszubringen. Das Buch „Vormarsch" wurde ein großer Erfolg und erlebte zahlreiche Auflagen.
Er berichtet von den schicksalhaften Tagen bei Kriegsausbruch, dem Abschied von Zuhause, vom Sammeln des Regiments und dem Marsch durch das überfallene Belgien, von Kämpfen mit Franctireurs, dem Zusammentreffen mit den Engländern in der Schlacht von Mons, dem Einmarsch nach Frankreich, der Marneschlacht, dem Rückzug und dem beginnenden Stellungskrieg.
Bloems brillante Beobachtungsgabe, sein militärischer Sachverstand, verbunden mit der Gabe, einen spannend geschriebenen Bericht zu erstellen, hat das Buch nach dem Krieg auch auf der Gegenseite interessant gemacht. Vor allem die Engländer, die die Schlacht von Mons als Schicksalsschlacht ansehen, waren von dem Augenzeugenbericht eines direkten Gegners begeistert. Das Buch erschien in den 1920er Jahren in englischer Übersetzung und gilt seitdem in Großbritannien als eines der Standardwerke über die ersten Monate des 1. Weltkrieges. Jeder, der eine britische Internet-Seite über diese Schlacht anklickt, wird dort auf den Namen „Bloem" stoßen. (Die englische Bezeichnung „Advance from Mons" ist natürlich auf das einheimische Publikum zugeschnitten, denn im Buch selbst ist Mons nur eine Episode unter vielen. Im Übrigen hatten bei Mons zum allerersten Mal überhaupt deutsche und britische Truppen gegeneinander gekämpft!)
Da es - trotz gelegentlicher Neuauflagen - nur schwer zu erhalten war, hat der Helion-Verlag entschieden, zum 90. Jahrestag des Kriegsausbruches eine Neuauflage herauszubringen.
Wer sich für die Geschichte des Krieges, vor allem des 1. Weltkrieges, interessiert, und wer nicht das Glück haben sollte, ein deutschen Exemplar via Ebay oder Antiquariat zu erhalten, dem sei dieses englische Buch sehr empfohlen. Von einem, der dabei war...


Die schwarzen Reiter
Die schwarzen Reiter
von Manfred Böckl
  Broschiert

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Romanidee schwach umgesetzt, 2. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Die schwarzen Reiter (Broschiert)
Die Grundidee dieses historischen Romans ist originell: König Gustav Adolf, der bekanntlich 1632 in der Schlacht von Lützen den Tod fand, wurde Opfer eines Mordkomplotts. Raffiniert geplant und durchgeführt, um die Sache der Evangelischen zu schwächen, wurde das Unternehmen aus seinem engsten Vertrautenkreise. Doch Björn, ein Hauptmann im schwedischen Heer und außerdem ein unehelicher Sohn des Schwedenkönigs, geht der Sache auf den Grund und macht sich mit einer hellseherisch veranlagten Zigeunerin auf, um die Täter - einen abtrünnigen Herzog und 4 Meuchelmörder (die im Titel genannten „Schwarzen Reiter") zu jagen.
Der Autor hat sich mit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gut vertraut gemacht, zahlreiche, oftmals nur als Nebensächlichkeit aufgeführte Details, zeigen dies deutlich. Ob die Schilderung der Schlacht oder die Begleiterscheinungen des Krieges - Manfred Böckl lässt sein Wissen unaufdringlich einfließen und verleiht der Geschichte dadurch Authentizität.
Weniger gut dagegen ist ihm die Charakterisierung der Figuren gelungen. Die Guten sind einfach gut und edel, die Bösen sind schlecht, brutal und hinterhältig. Entweder man ist schwarz oder weiß, ohne jede Graustufe. Hinzu kommt, dass die Personen (auch die Hauptfigur Björn) blass und zweidimensional bleiben. Die Identifikation mit ihnen fällt schwer und auch die Sympathien des Lesers halten sich in Grenzen. Man liest das Buch, das sich von Episode zu Episode weiterhangelt, fiebert oder leidet jedoch nicht mit. Alles ist vorhersehbar und wenn nicht, dann wird jedes Geheimnis spätestens nach drei Seiten aufgelöst.
Was mich aber am meisten gestört hat, ist das Gutmenschentum der beiden Hauptpersonen. Ein schlachtengestählter Kriegshauptmann und eine seit Jahren umherziehende Zigeunerin wenden sich entsetzt ab, wenn ein Hingerichteter am Straßenrand hängt, sie legen Wert auf ein warmes Bad am Abend, man ist - was damals undenkbar war - gut zu Zigeunern und Juden (die man politisch korrekt „Hebräer" oder „Freunde mosaischen Glaubens" nennt) - kurz und gut: Die Charaktere sind unglaubwürdig. Anstelle Kinder ihrer Zeit präsentiert uns der Autor Menschen des 21. Jahrhunderts, was durch den Gebrauch zahlreicher neumodischer Wortschöpfungen (wie das aus dem Englischen fehlübersetzte „einmal mehr") unterstrichen wird.
Eigentlich schade. Die gute Romanidee und das Basiswissen Böckls werden dadurch leider herabgesetzt.


Nimrods letzte Jagd: Ein Roman aus der Antike
Nimrods letzte Jagd: Ein Roman aus der Antike
von Josef Nyáry
  Gebundene Ausgabe

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder ein gelungener historischer Roman..., 2. August 2003
Als das mächtige Assyrer-Reich unterging, gelang es 5 Söldnern, die letzte Schlacht heil zu überstehen und in ihre Heimatländer zurückzukehren. Einer von ihnen ist der Ich-Erzähler Dagon.
Viele Jahre später wird Dagon, der sich inzwischen dem Nichtstun hingegeben hat, jäh aus seiner Idylle aufgeschreckt: Der abgeschlagene Kopf seines einzigen Sohnes wird ihm in einer Holzkiste übersandt. Nun kennt er nur noch ein Ziel: Rache am Mörder! Da ihm diese jedoch nur - einem Orakel zufolge - gelingen kann, wenn er seine alten Gefährten aus der Zeit das Assyrerreiches um sich versammeln kann, macht er sich auf, einen nach dem anderen zu finden und in seine Pläne einzubinden. Doch düster sind die Orakel und hart ist der Weg zur Rache...
Dagon und die „letzten Assyrer" reisen durch die damals bekannte Welt der Antike, von Griechenland nach Ägypten, von Babylon bis ins entfernte Reich der Meder. Sie treffen auf Freunde, wo sie nicht damit rechnen und auf Feinde, die überraschend zuschlagen. Und dann die Erkenntnis, dass einer der 5 ein Verräter ist...
Nyary gelingt es wieder, wie schon in seinem Vorläufer „Ich, Aras, habe erlebt...", einen Bogen zu schlagen von Fakten zur Fiktion, vom Historical zur Fantasy. Reale Vorkommnisse und historische Gestalten (von Tales bis zum Propheten Jeremia) tauchen im Roman auf und verleihen im zusätzliche Authentizität. Und all das in gekonnter und routinierter Weise, wie nur wenige Roman-Autoren es vermögen. Spannung, Abenteuer, Rätsel und ein Schuss Humor machen die Lektüre zu einem Vergnügen. Da stören auch kleine Anleihen an „Prinz Eisenherz" und „Asterix" nicht. Auch hat es der historisch bewanderte Nyary geschafft, einen eigenständigen Roman mit eigenen Helden zu entwickeln, also keinen Aufguss seines „Aras".
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für alle, die gern ein spannendes und fesselndes Buch lieben. Und eines der Bücher, die man mehr als einmal liest...


Ich, Aras, habe erlebt . . .
Ich, Aras, habe erlebt . . .
von Josef Nyáry
  Taschenbuch

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein phantastisches Abenteuerbuch, 30. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Ich, Aras, habe erlebt . . . (Taschenbuch)
Seit Jahrhunderten warten 3 Weise aus dem Morgenland darauf, das der Eine Gott seinen Sohn auf die Erde schickt, um die Menschheit zu erlösen. Die Geburt soll mit einem strahlenden Stern am Nachthimmel angezeigt werden. Nach vielen enttäuschten Hoffnungen scheinen die 3 Weisen nun den richtigen Gottessohn ausgemacht zu haben, der nun auf den rechten Weg geleitet werden soll. Sein Name ist Aras.
Ein junger Sklave kommt bei der Erstürmung Trojas fast ums Leben, als die blutrünstigen Griechen jeden töten, der ihnen vor das Schwert kommt. Er übersteht es und wird vom Helden Diomedes erst als Diener, dann als Waffengefährte mitgenommen. Sein Name ist Aras.
Er war einer der geschicktesten Kämpfer, getrieben von der Rache am Mörder seines Volkes. Er kämpfte in den Armeen von Ägypten und Assyriens und erwarb sich großen Ruhm. Sein Name ist Aras.
Wie diese Handlungsstränge ineinander greifen, wird von Josef Nyary auf geniale Weise geschildert. Er hat als geborener Erzähler einen Roman geschaffen, der einen auch beim wiederholten Lesen packt. Spannung, Abenteuer, eine Prise Humor und nebenbei Geschichtsunterricht - das vermag nicht jeder!
Geschickt schafft es der Autor, Legenden und Sagen (wie den Trojanischen Krieg) mit realen Ereignissen und historischen Gestalten zu kombinieren. Auf seiner phantastischen Reise durch die damals bekannte Welt erleben Aras und seine Gefährten zahlreiche Abenteuer, der Titelheld steigt sogar ins Reich der Toten hinab. Wie in einem antiken Drama steigert sich der Roman zu seinem dramaturgischen Höhepunkt, der Schlacht am Merwersee, die der Autor über mehrere Kapitel mit phantastischem Geschick und Einfallsreichtum beschreibt und in der sich das Schicksal Aras' erfüllt...
Wer an historischen, phantastischen, spannenden und unterhaltsamen Romanen interessiert ist, dem sei dieser Band wärmstens ans Herz gelegt!


Verdun
Verdun
von Paul C. Ettighoffer
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Bericht von einem, der dabei war ..., 9. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Verdun (Gebundene Ausgabe)
Die Schlacht von Verdun beschäftigt auch nach einem knappen Jahrhundert immer noch Franzosen und Deutsche, wenngleich immer weniger wissen, was genau da passiert ist. Tatsache ist, dass die Generation derjenigen, die dabei waren, auf immer von der "Hölle von Verdun" geprägt wurde.
Wer wissen möchte, wie es damals war, dem sei das vorliegende Buch von Paul C. Ettighoffer empfohlen. Er war einer, der die Schlacht von Anfang an mitgemacht hat. In "Verdun - das große Gericht" beschreibt er mit großem historischen Sachverstand den Ablauf einer der gewaltigsten Schlachten der Weltgeschichte und bringt dabei sehr viel Selbsterlebtes mit ein. Die Geschichte, die eine Mischung aus historischer Abhandlung, Memoiren und Roman ist, bekommt dadurch eine menschliche Tiefe, die den Leser, trotz der manchmal antiquiert und pathetisch wirkenden Sprache, sofort in ihren Bann schlägt.
Neben den Fakten über Kriegsverlauf und Schlacht und Tod erfährt der heutige Leser, unter welchen Bedingungen damals die Soldaten auf beiden Seiten leben mussten, was sie erlitten und wie sie darüber dachten.
Verdun hat den Autor nie losgelassen. Mit seinem Buch hat er sich einen Teil dieses Alpdrucks von der Seele geschrieben. Aber das war nicht alles: In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, als der Hass auf die Deutschen sehr groß war in Frankreich, hat Ettighoffer den Kontakt zwischen Verdunkämpfern auf beiden Seiten des Rheins gefördert und viele internationale Veteranen-Treffen in die Wege geleitet.
Im letzten Kapitel des Buches beschreibt er, wie sich Verdun und das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen weiterentwickelt haben. Weimarer Zeit, Drittes Reich, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit. Es ist bewegend, wie sich Jahrzehnte nach der Schlacht weißhaarige und gebeugte Verdunkämpfer von 80, 90 Jahren auf dem Schlachtfeld zu einem gemeinsamen Gedenken zusammenfinden...
Das Buch hat zu Recht mehrere Neuauflagen erlebt, denn neben seinem hohen Informationsgehalt setzt es sich vehement für den Frieden der Völker ein, gegen Hass und für das Verständnis.


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