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Rezensionen verfasst von
Kater Schnurz

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amzdeal LED Farbwechsel Lampe Atmosphäre Tischlampe mit Touch-Funktion Stimmungslicht RGB Dimmbar Warmweiß
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Wird angeboten von SuperStore2014
Preis: EUR 39,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Echt schön, aber Standby-Licht zu hell für Nachttischlampe (How to fix it?), 11. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir die LED Tischlampe bestellt, um sie als Nachttischlampe zu benutzen. Die dreifache Helligkeitseinstellung kommt mir zum Lesen gerade recht und die Farbwechselfunktion kann ich mal her nehmen, wenn ich Lust habe, etwas buntes zu sehen, bevor es in die Koje geht.
Die bequeme Touch-Funktion scheint dafür auch wie gemacht, um beim morgendlichen Aufstehen zielgenau ohne großes Herumsuchen des Schnurschalters Licht anzuknipsen. Anfangs schien das auch genauso zu funktionieren.
Wenn man allerdings das Licht ausknipst, leuchtet die ganze Zeit ein blaues LED-Standby-Licht (und es leuchtet rot auf, wenn die Touch-Funktion benutzt wird)
Dieses Standby-Licht sieht bei Tag nach nicht viel aus, aber LEDs sind verflixt helle Gesellen und wenn man erst mal so eine Weile in der Finsternis liegt und sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, fällt sie sehr auf. Am schlimmsten: Der Plastik-Körper wird durch das Standby-Licht von innen indirekt angestrahlt und so leuchtet die ganze Lampe in einem gespenstischen blass-bläulichen Schein. Nicht grell, aber so hell,dass ich mit dem Ding neben mir nicht einschlafen kann.

Die Standby-LED lässt sich aber killen.
Dazu braucht man einen sehr feinen Kreuzschlitz-Schraubendreher und einen Lötkolben oder eine Kombizange (oder irgendetwas hartes, womit man sensible Elektronik kaputt machen kann).
Dazu an der Unterseite der Lampe den gummierten Ring vom Gehäuse abziehen, der als Rutschstopper aufgebracht ist. Dann kommen vier Löcher zum Vorschein, in denen kleine Kreuzschlitz-Schrauben versenkt sind. Einmal aufdrehen und die Fußplatte kann entfernt werden. Ziemlich mittig im Gehäuse sieht man dann die Platine, mit aller Schaltlogik. Einmal das Stromkabel anstöpseln genügt und ihr werdent am Rande der Platine zwei minikleine Schaltteile aufleuchten sehen - eine für den Standby-Modus bzw. daneben die rote LED für die Touchfunktion.
Es gilt nun, diese kleinen Bauelemente schlichtweg zu zerstören. Mit einem Lötkolben sollte dies zuverlässig funktionieren. Einfach drauf halten, bis sie kaputt sind. Ich hatte keinen Lötkolben zur Hand und habe stattdessen mit einer Kombizange den Rand der Platine und den Rand der LED-Bauteile einfach eingespannt und einmal feste zugedrückt. Dann kamen ein paar kleine Plastikspäne heraus. Es ist nicht notwendig, die ganzen LED-Bauteile mit Strunk und Stiel aus der Platine zu reißen. Es genügt, wenn sie einfach nicht mehr funktionieren. Danach nochmals Einstöpseln des Netzkabels, um zu checken, ob die Operation schon erfolgreich verlief.
Die paar Plastikspäne, die nach meiner Kombizangen-Operation heraus kamen, haben bei mir schon genügt, um die LEDs aus dem Leben zu nehmen. Danach die Bodenplatte festschrauben, Gummiring aufkleben, fertig.

Nun kann ich mich einer schlichten smarten Nachttischlampe erfreuen, die mich im Dunkeln in Ruhe lässt und nur dann leuchtet, wenn ich den (Touch)-Befehl dazu gebe. :-) Sehr fein.

Grüße
Schnurz


kuschelige Herren Herbst- und Winterjacke Übergangsjacke Mantel Trenchcoat Freizeitjacke 52-2-SF50
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Wird angeboten von superprinz
Preis: EUR 69,99

5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlicher asymmetrischer Mantel mit guter Qualität, 12. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Artikel:
Größe 50 in der Farbe Grau

Material:
Das Material ist ein tiefgraues, recht schweres Material in Lodenoptik, der am Kragen und an den Säumen zweilagig vernäht, am restlichen Körper mit einem dünnen Innenfutter ausgekleidet ist. Diese Sorte Mäntel eignet sich am besten für die Übergangszeit Herbst bzw. Frühling. Er muss NICHT in die chemische Reinigung gegeben, sondern kann bei 30°C Maschinenwäsche daheim gewaschen werden (wofür ich persönlich sehr dankbar bin).

Größe:
Der Mantel passt wie beschrieben. Wer die Maße A und B von der vorgegebenen Abbildung abmisst und danach die Größe auswählt, kann nicht viel falsch machen. Die Ärmellänge beträgt bei mir von der Schulternaht bis zum Saum 65cm. Die Maße C und D der Abbildung passen nicht recht zu dem Artikel, denn der Mantel reicht mir bis knapp über das Knie (Größe 1,83m). Um den Bauch herum ist er etwas komfortabler geschnitten, die Arme hingegen könnten bei mehreren Stoffschichten etwas eng werden.

Schnitt:
Tatsächlich ist der gesamte Mantel etwas asymmetrisch gestaltet. Die Knopfleiste sitzt extrem weit rechts und verläuft ab etwa Taillenhöhe weiter zur Mitte (was auch bedeutet, dass die Knopfleiste am Saum schräg ankommt, anstatt senkrecht nach unten zu verlaufen). Dabei ist die Knopfleiste nicht einmal in sich gerade, sondern hat an einer Stelle eine kleine Zacke zur Zierde mit unregelmäßig angeordneten Knöpfen (sieht man auch auf den Fotos). Der Saum endet auch nicht völlig gerade. Der Obertritt ist deutlich länger als der Untertritt (vordere bzw. hintere Stofflage beim Zusammenknöpfen). Der Unterschied beträgt knapp 20cm.
Auch an der Hinterseite setzt sich die schräge Optik fort. Es gibt einen Schlitz, der jedoch nicht mittig sitzt, sondern an der linken Pobacke.

Einen versteckten Reißverschluss, mit dem sich die Jacke zusätzlich zur Knopfleiste windgeschützt schließen lässt, gibt es nicht. Aber der Untertritt ist so lang, dass er die komplette Brust überspannt und sich nochmals mit einem innen liegenden Knopf fixieren lässt, sodass man ganz gut geschützt sein sollte. Auch der Gürtel hilft nochmal mit, dass der Wind kaum Schlupflöcher hat, um herein zu wehen.
Der Kragen ist sehr hoch - also wirklich sehr hoch. Im herunter geschlagenen Zustand reicht er mir bis zur Schulter. Wenn ich ihn hoch schlage, überdeckt er meinen halben Kopf.

Gesamteindruck:
Grauer Walkloden-Trenchcoat klingt immer so nach Erster Weltkrieg. Aber so sieht dieser Mantel absolut nicht aus. Durch die vielen kleinen Asymmetrien und Spielereien sieht er ungewöhnlich und elegant zugleich aus. Klar, diesen ganzen Zierrat muss man mögen. Aber wer es mag, wird bestimmt nicht enttäuscht sein.


SimCity - Limited Edition
SimCity - Limited Edition

36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leichte bis mittelschwere Katastrophe, 27. März 2013
Rezension bezieht sich auf: SimCity - Limited Edition (Computerspiel)
Bei diesem Spiel krankt es an elementaren Spielbestandteilen. Nicht einmal eine Beta sollte über solche gravierenden Mängel noch klagen müssen.

Etwas Grundlegendes, was mir auf den Geist geht, ist der wechselnde Realitäts-vs-Abstraktionsgrad. Mal wird die Realität geradezu minuziös nachgebaut. Mal wird großzügig approximiert.

Der Wind, der bei mir ankommt, weht durch die komplette Stadt meiner Nachbarin durch. Diese hat am Rand ihr Industriegebiet gebaut, um ihre eigenen Bewohner nicht zu vergiften. Völlig richtig. Aber meine Stadt wird durch die Abgase komplett verschmutzt. Dauernd beklagen sich meine Sims über zu viele Keime. In der Verschmutzungskarte kann man richtig gut sehen, wie sich die giftige Luft an den Hängen meiner Stadt sammelt und dunklere Verschmutzungszonen ergeben, in denen folgerichtig die meisten Sims krank werden. Auch wenn ich nicht weiß, wie meine Nachbarin ihr Industriegebiet stattdessen bauen soll, denn die Luft kommt über kurz oder lang trotzdem bei mir an, ist das sehr sehr realistisch.

Auf der anderen Seite muss man wohlhabendere Sims anlocken, indem man Parks baut (okay, sehe ich ein) und die Straßen verbreitert. Häh? An vielbefahrenen Hauptstraßen lebt der Reiche gern, weil... es da so schön laut und schmutzig ist, während der arme Knopf eher das ruhige, ländliche Idyll bevorzugt? Und wie war das nochmal, man absolviert zuerst die Grundschule, dann das Gymnasium und geht dann in die Uni, richtig? Bei SimCity hat man sich gedacht "Ach, Gymnasium wird ja auch überbewertet... braucht keiner.". Da stellt das Gymnasium nur eine alternative Grundschule dar. Kein Wunder, dass ich immer mehr Gymnasiasten habe als Grundschüler (was auf Dauer eigentlich nicht sein kann).

Kommen wir zu meiner Mängel-Liste:

1. STÄNDIGE ROLLBACKS + SPEICHERFEHLER

Ein Freund von mir hat mittlerweile seine vierte Stadt verloren, weil diese nicht mehr geladen werden können. Alle Städte hatten Einwohner von 150k und mehr und waren erfolgreiche Chip-, Fernseherhersteller oder Zockercities. Auch nach dem Verlassen und Neubeanspruchen kann keiner von uns die Städte wieder "zum Leben erwecken".
//Edit: Die Stadt meiner Freundin stürzt mittlerweile immer ab, sobald sie die 150k-Einwohnermarke überschreitet (danach gibts einen Rollback und das Ganze Spiel beginnt von vorn) So kann man auch seine Zeit totschlagen...

In meiner Region können ich und einer meiner Mitspieler keine weiteren Städte beanspruchen. Sobald wir das tun, sehen wir die gewünschte Stadt lediglich im Besuchermodus, können weder Straßen bauen noch sonstwas tun. Es geht einfach nicht.

Nach jedem Einloggen sind im Regelfall die letzten Aktionen der letzten Sitzung verschwunden (also Gebäude, die man abgerissen hat, stehen wieder und andere Bauten, die man erstellt hat, fehlen).
//Edit: Letztens habe ich auch mal mitten im Spiel eine Fehlermeldung erhalten, der Spielstand könne "nicht richtig verarbeitet werden". Nach Neuladen eines älteren Spielstandes ist dann wieder eine Stunde Spielzeit futsch.

Meine Stadt, die ich während des vergangenen Wochenendes ausgebaut und mit schlauen Sims versorgt habe, war gestern Abend plötzlich keine Universitätsstadt mehr sondern ein Kuhkaff mit vier Straßen und einem Wasserturm. Daraufhin brach die Wasserversorgung meines Kumpels und die Müllentsorgung bei meiner Freundin in den Nachbarstädten zusammen, da ICH es war, die sich um diese Dinge bei ihnen gekümmert hat. Ihre Städte und der daran geknüpfte Bedarf blieb natürlich unverändert erhalten.

2. RESSOURCEN VERSCHWINDEN/ VERMEHREN SICH

Zwei meiner Freunde versuchen seit zwei Tagen, ein Großprojekt fertig zu stellen, dem sie beide kontinuierlich Rohstoffe hinschicken. Metall hatten sie bereits genug zusammen getragen, die Leiste war gefüllt. Während sie sich daran machten, die Fernsehgeräte nachzuliefern, nullte sich die Leiste für das Metall (nicht die für Fernsehgeräte!) und jetzt müssen sie nochmal von vorn mit Sammeln anfangen. Legierungen werden währenddessen überhaupt nicht hochgezählt, obwohl beide sämtliche produzierten Legierungen zum Großprojekt schicken.

Geldgeschenke anderer Städte verschwinden (auch nachdem die Schenkerstadt wartet, bis die Meldung kommt "Geschenk versendet"). Manchmal kommt es einfach nicht an. An anderer Stelle vermehrt sich Geld plötzlich. Der Freund mit den verlorenen vier Städten tätigte eine einmalige Schenkung an unsere Mitspielerin, die daraufhin plötzlich jeden Tag denselben Betrag geschenkt bekam, obwohl er nur einmal Geld verschickt hat. Komisch, oder?

3. FEHLER/ UNLOGIK IM SPIEL

Aufgrund einer breiten Küste wollte ich in meiner Stadt einen Fährhafen bauen. Eine gute Stelle ließ sich schnell finden, nur bei der Straßenanbindung musste ich feststellen, dass das Niveau zwischen Fährstraße und meiner Hauptstraße angeblich zu groß sei und deswegen keine Verbindung hergestellt werden kann. Ich versuchte es nochmal an anderer Stelle mit demselben Resultat.
Ein Patch, der dieses Problem beseitigen sollte, zeigt keine Wirkung (auch nicht, nachdem ich dank Rollback meine Stadt und den Fährhafen nochmal aufbauen durfte). Den steilen Berghang, der sich durch meine Stadt zieht, kann ich völlig problemlos mit einer steilen Brückenkonstruktion überwinden.

Dass Sims und Müllwagen, Polizei und Feuerwehr sich nicht sinnvoll verhalten, ist mittlerweile ja bekannt. Trotz zweier Schulen, die beide nicht bis zum letzten Platz ausgelastet sind, beklagen sich manche Sims darüber, dass sie nicht zur Schule gehen könnten. Schulbus und ÖPNV sind beide über die gesamte Stadt gleichmäßig verteilt. Was ist da los?

Fabriken beklagen sich über fehlende Fachkräfte... und dann mal wieder nicht... und dann mal wieder doch... oder auch wieder nicht. Dabei sind fast alle Industriegebäude auf höchster Technikstufe und suchen nach Arbeitern der höchsten Einkommensklasse. Da ich alle meine Wohngebiete Stück für Stück aufwerte, können meine hochpreisigen Sims gar nicht weniger werden, nur immer mehr. Wieso diese Schwankungen?

Die Beschwerden, die ich von meinen Sims bekomme, scheinen mir völlig zufällig zu sein. In eine Haus heißt es "Es geht uns hervorragend!", zwei Häuser weiter schreit man "Uns geht es schlecht!". Da beklagt man sich in Wohnhäusern gegenüber vom Gewerbegebiet über das mangelnde Shoppingangebot. Der Laden unweit davon klagt indes über zu wenig Kundschaft. Also was denn nun?

Dass 14 Recyclingwagen und 16 Müllwagen nicht auszureichen scheinen, um eine 50.000-Seelen-Gemeinde zu entrümpeln, hat sich sicher auch schon rumgesprochen. Tausend Tonnen von beiden wird täglich nicht abgeholt, während diese Müllwagen wie die Kuhherden durch meine Stadt trödeln und... was machen? Die Recyclinganlage schaltet sich vor Langeweile regelmäßig ab, obwohl meine Sammelwagen auch in der Nachbarschaft fleißig sind (zumindest hoffe ich das).

Die Hinweise, die das Spiel mir als gut gemeinte Hilfestellung geben will, sind meistens irrsinnig. Schon dreimal hat man mir in der Mülldeponie erzählt, die Halde sei voll und ich solle anbauen. Kapazität der Müllhalde: 0/70 Tonnen. Die Müllverbrennungsanlage daneben rülpst zufrieden. Dass bei mir allerdings 1.200 Leute in die Hochschule gehen, die nur Platz für 1.000 Sims hat, davon erzählt mir niemand was.

Alle Städte trocknen irgendwann aus. Das Pumpwerk zuzelt das Wasser aus dem Boden, ohne dass es irgendwie aufgefüllt wird. Was soll der Blödsinn?

//Edit: Und ganz ehrlich, Maxis: Wenn man es nicht hinkriegt, einen Chat ins Spiel zu integrieren, der die Nachrichten zeitnah(!) und verlustfrei(!!) übermittelt, dann sollte man ihn eben nicht einbauen. Nichts wirkt so unprofessionell wie ein dahingefrickeltes Kommunikationssystem, was die Hälfte aller Nachrichten verschwinden lässt und die übrigen mit Latenzzeiten von 10sec - 2min postet. Damit kann man nicht kommunizieren. Darüber kann man höchstens lachen.

4. KOOP-KARTEN SIND NUR QUASI-KOOP

Strom, Wasser, Abwasser und Versorgungsfahrzeuge lassen sich wirklich gut mit den Nachbarn austauschen. Doch wenn man Ressourcen oder Arbeitskräfte teilen will, sträubt sich das Spiel aus irgendwelchen Gründen. Meine Sims werden lieber hier arm, anstatt in der Nachbarstadt in den Fabriken zu arbeiten. Rohstoffe lassen sich nur über den Weltmarkt handeln und da jede Stadt in der Region ihr eigenes Budget hat, muss die geldfressende Universitätsstadt neben der expandierenden Chipfabrik-Stadt eben mal zusehen, wie sie klar kommt. Man hat nie wirklich das Gefühl, mit jemandem zusammen zu spielen. Es ist eher so ein Nebeneinanderherleben und sich ab und zu mal nen Krankenwagen vorbei schicken.

Damit's nicht zu negativ wird, hier noch ein paar Pluspunkte:

1. KUNDENSUPPORT

Wenn man sich einmal bis zum Berater der Hotline durchgearbeitet hat (was bei mir 2h dauerte), wird man wirklich gutgelaunt, freundlich und kompetent bedient. Da gibts nix dran zu meckern. Wege, den Support zu kontaktieren, sind genug vorhanden. Dass all diese Wege derzeit ausgelastet sind, liegt allein an dem spontanen Ansturm wegen eines gewissen Spiels.

2. GUTE GRUNDSÄTZLICHE IDEEN

Der Koop ist eigentlich eine gute Sache, er könnte super funktionieren, wenn man mehr miteinander zu tun hätte und vielleicht auch gemeinsam eine Karte bebauen würde. Die Städte meiner Freunde sind für mich nur Skylines in der Sonne. Um sie zu besuchen, ist ein langer und länger werdender Ladevorgang notwendig. Am Ende habe ich doch das Gefühl, eine ganz andere Karte zu betreten, deren Aktivitäten mich doch nix angehen. Mehr ineinander greifende Aktionen würden dem deutlich mehr Spielspaß bringen.

3. GRAFIK

Für den Zweck, den die Grafik erfüllen soll, ist sie schon echt schön gemacht. Viele Gebäude, vor allem in der späteren Technikstufe, sehen toll aus. Wenn man mehr Platz hätte, könnte man sich noch viel mehr schöne Modelle anschauen. Das Gewusel der Sims und das Großstadtflair bei Nacht machen schon was her.

Dass unser Zusammenspielen seit Tagen ständig durch Bugs, Rollbacks und andere zum Himmel schreiende Fehler behindert, gar zerstört wird, gibt mir nun aber den Rest. Sowas ist zutiefst ernüchternd und frustrierend! Schnelles Entwicklungstempo, das gemeinsam mit der kleinen Kartengröße zu schnell die Frage aufkommen lässt "Und nun?" tun ihr Übriges.

"DAS war KEIN Heldenstück, Octavio!"
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2013 6:39 PM CET


Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman
Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman
von Ulrike Purschke
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Groteske Mischung, 26. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hendrikje ist mehr als nur ein Pechvogel. Vielmehr besitzt sie einen total unschuldigen, unbedarften und schutzlosen Charakter, sieht an ihren Mitmenschen immer nur das Gute, stellt sich selbst hingegen in Frage. Sie ist so naiv, dass sie ihren Mitmenschen keine böse Tat zutraut - da sie in dem Punkt aber irrt, wird sie am laufenden Band Opfer vom missgünstigen Verhalten anderer. Dass ihr das Schicksal zu allem Übel auch noch zusätzliche Steine in den Weg legt, lässt sie endgültig an den Punkt des Selbstmordes kommen.
Durch eine unglückliche und von ihr selbst so nicht gewollte Verkettung der Umstände kommen zwei ihrer "Freunde" ums Leben. Sie selbst wird dafür zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Dort erzählt sie rückblickend der Psychologin ihre Geschichte.

Von außen betrachtet liest sich ihr Leben wie eine Verhöhnung, eine einzige Bestrafungsaktion: Es gibt fast niemanden in ihrem Leben, der ihr Kraft gibt, jeder nutzt sie aus oder stößt sie zu Boden. Allen voraus ihre Freunde, die sich über ihren Entschluss des Suizides sogar freuen, eine Abschiedsparty organisieren und ihr Exfreund sichert sich sofort ihre Wohnung, die er noch vor ihrem Tod beginnt, für sich und seine neue Freundin umzugestalten.
So viel Demütigung für eine Person ist schwer zu ertragen - als Außenstehender. Ich hab stellenweise echt Wut gekriegt und hätte Hendrikje am liebsten durchgeschüttelt, ihr ins Gesicht geschrieen, dass diese Behandlung unter die Menschenwürde geht und sie endlich etwas machen soll!

Das Besondere nun:
Hendrikje selbst sieht ihr eigenes Schicksal ganz anders als der Leser das tut. Sie findet das alles unglücklich, wehrt sich aber auch nicht wirklich gegen die Umstände. Schließlich sind sie alle gute Menschen, denen man schnell verzeihen kann.
So schutzlos und kindlich-zerbrechlich ihr Charakter auch scheint, in ihrer Unbedarftheit schöpft sie grenzenlose Zuversicht, die sie aus dem Sumpf wieder heraus führt. Diese Kraft hätte vielleicht jeder andere, dessen einzige Waffe der Widerstand ist, nie aufgebracht.

Das ganze Buch ist in dem Denkstil von Hendrikje geschrieben. Es wirkt unschuldig, teilweise einfältig (da stellenweise in einem Satz fünfmal nach einander "...und dann machte sie dies und dann machte sie das und dann..." vorkommt) - wie ein Kind. Mich hat dieser Erzählstil genervt, trotzdem trug er dazu bei, dass man einfach gezwungen wurde, sich in Hendrikje hinein zu versetzen. Sonst hätte man sie nie verstanden und über ihr Verhalten nur den Kopf geschüttelt... was man womöglich aber trotzdem macht.

Unter dem Strich sehe ich "Hendrikje, vorübergehend erschossen" nicht nur als Unterhaltung. Er erzählt ein Leben, in dem kindliche Freude und abgrundtiefe Niederträchigkeit eine groteske Mischung ergeben und am Ende doch miteinander harmonieren.

Es regt zum Nachdenken darüber an, ob wir selbst vielleicht auch Menschen ausnutzen, die sich nicht dagegen wehren - wie wir mit Außenseitern umgehen und es fordert auch dazu auf, sich ein kleines Stück Kindheit als unschlagbare Waffe gegen die Unmenschlichkeit zurück zu behalten.


Die Verschwörung
Die Verschwörung
von Eoin Colfer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Genie und Menschlichkeit, 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Verschwörung (Taschenbuch)
Schon an den ersten Seiten ließ sich sofort feststellen: Die Qualität des Buches, seine Leser schnell und unwiederbringlich mitzureißen, hat nicht nachgelassen. Mit nach wie vor flüssiger und sehr einfacher Sprache wird eine anfangs harmlos anmutende, später immer komplexere Story voran getrieben.

Diesmal geht es um eine sehr gefährliche Schmugglerverbindung zwischen Unterirdischen und Menschen, die schnell das ganze Erdreich enttarnen könnten. Um die Drahtzieher ausfindig zu machen, rufen sich die ZUP-Einheiten ausgerechnet ihren ehemaligen Erzfeind Artemis Fowl zu Hilfe. Dieser hat jedoch momentan ganz andere Probleme, denn einem Video zufolge ist sein als verschollen geltender Vater aufgetaucht und befindet sich in der Gewalt der Russenmafia.
Intrigen, Egoismus, Rache - mit diesen Motiven wird das ungleiche Quartett aus Elfen und Menschen konfrontiert.

+ Menschlichkeit für das Genie
Was mir in diesem Band besser gefallen hat als in Teil 1 war die Charakterisierung von Artemis. Er gab mehr von sich preis, zeigte Gefühle, menschliche Züge und verlor teilweise seine eiskalte und berechnende Fassade. Das hat ihn für mich als Leser nunmehr glaubwürdiger gemacht.

+ Charaktertiefe
Im Gleichzug zu Artemis wurde auch allen anderen Hauptfiguren mehr Zeit gegeben. Erfrischenderweise gab es für den Leser keine überrumpelnde Flut von neuen Figuren, sondern es wurde fast ausschließlich mit den Charakteren des ersten Buches gearbeitet. So hatte ich genug Zeit, um sie endlich genauer kennen zu lernen und hatte zum Schluss eine viel engere Bindung zu ihnen.

- Unbewiesener Genius
Nach wie vor bin ich vom Genie des jungen Artemis noch nicht überzeugt. Sein ganzes Können liegt darin, einfach schon alles vorher zu wissen und überhaupt so ziemlich alles zu wissen (was wie gesagt für einen 13-jährigen in meinen Augen relativ unglaubwürdig bleibt) Er schmiedet Pläne ohne einen Gedankenansatz preiszugeben, auf welchen Weg er dazu kommt.

Insgesamt gefällt mir dieser Teil besser als der erste. Er behält die Stärken seines Vorgängers bei und bringt zusätzlich mehr Glaubwürdigkeit, Charakter und Identifikationsmöglichkeiten mit. Bei der Altersempfehlung für Jugendliche ab 12 Jahren bleibe ich, da das Buch nicht besonders anspruchsvoll ist, aber doch auch die eine oder andere Gewalteinwirkung drin vorkommt.
Ich freue mich schon auf den dritten Teil.


... was nicht in euren Lesebüchern steht.
... was nicht in euren Lesebüchern steht.
von Wilhelm Rausch
  Broschiert

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von den Beobachtungen eines Fassungslosen, 16. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von 66 Gedichten und Kurzgeschichten, die den Angaben zufolge zwischen 1928 und 1957 entstanden sind. Thematisch widmet sich Kästner dabei unterschiedlichen Schwerpunkten, die er allesamt ungnädig entblößt und in ihrer Unmenschlichkeit zur Schau stellt.
Angesprochene Themen sind dabei (unter anderem):

- Krieg
Zerstörung, sowie das stumpfe und grausame Wesen der Regierenden kommen immer wieder zur Ansprache. Er schreibt schließlich sehr oft über sich selbst, dass er als Autor im Nazi-Regime verboten ist.
- Dummheit + Destinteresse
Sie wird erstaunlich oft angesprochen. Kästner fasst die "Dummen" jedoch nicht mit Hass an, sondern beteuert ihnen ihr Mitgefühl und ermutigt gleichzeitig die Klugen zur Tapferkeit.
- Macht + Politik
Das Nazi-Regime steht mit zahlreichen satirisch-lächerlichen Gedichten und Marschliedern unter kritischem Dauerfeuer. Gedichte wie "Das Spielzeuglied" entlarven die gesamte Politik in seiner Willkür und Unfähigkeit.
- Kindheit
Das Kind-sein ist das typische Kästner-Motiv. Er beschwört die Heranwachsenden eindringlich dazu, sich nicht manipulieren zu lassen und Vernunft anzunehmen bevor es zu spät ist.

Kästners unaggressiver, fast charmanter Stil, mit dem er zugleich die Übeltäter der verkommenen Gesellschaft punktgenau trifft, um sie der Lächerlichkeit preiszugeben, macht ihn so glaubwürdig. Er wirkt wie ein beobachtender Dritter, der fassungslos die Zustände beobachtet und nicht weiß, wo er mit seiner Kritik beginnen soll.
Trotzdem bleibt er auf einer menschlichen, greifbaren Ebene - beschreibt eine Jungenschulklasse, die reihenweise Kameraden durch den Krieg verliert und schließlich alle eingezogen werden ("Primaner in Uniform") oder auch den Besuch einer kümmernden Mutter, die ihrem Sohn frisch gewaschene Wäsche vorbei bringen möchte und dabei das völlig vom Krieg zerstörte Berlin ansehen muss ("Mama bringt die Wäsche")
Einfache Metaphern (wie das Garten-Gleichnis in "Fragen und Antworten"), die an das simple Gemüt der Bevölkerung angepasst sind, wollen dem deutschen Michel verzweifelt verständlich machen, welche zum Himmel schreiende Unvernunft in seinem Land herrscht. Er richtet den Zeigefinger auf die Unmenschlichkeit, bleibt dabei aber selber menschlich - prangert an, ohne die Angeprangerten auszupeitschen.
Damit nimmt er ähnlich wie in seinem Buch "Fabian" die Rolle des Moralisten ein, der ständig zurecht belehrt aber schlussendlich eben auch nichts gegen die Ungerechtigkeit unternimmt (unternehmen kann?).

Ich empfehle die gesammelten Werke allen Menschen, die es sich zutrauen und die Chance sehen, zu der Kategorie der vernunftbegabten Wesen zu gehören. Für alle anderen wird es schwer erträglich.


Axolotl Roadkill
Axolotl Roadkill
von Helene Hegemann
  Gebundene Ausgabe

4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychedelisch-abgedrehte Endzeitstimmung, 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Axolotl Roadkill (Gebundene Ausgabe)
"Axolotl Roadkill" ist nicht vergleichbar mit einem klassischen Roman, denn er hat keine Handlung in dem Sinne. Eher ist er ein Patchwork aus Situationen, Dialogen, Mails oder SMS-Schnipseln. Dabei wechselt auch der Stil permanent, was bei mir persönlich so eine ganz spezielle Unruhe gestiftet hat. Platt-plumpe Teeniesprache (in der es klassischerweise oft um Musik geht) wird da blitzschnell abgelöst von durchaus als philosophisch betitelbaren Abschnitten.

Das ganze Buch mit Inhalt und Sprache hat diesen destruktiven und hoffnungslosen Beigeschmack, schwirrt permanent durch sämtliche Gefühlslagen, handelt ganz nebenbei erschreckende Szenen ab (wie den Tod ihrer Mutter) und Miftis Phantasmen gehen fließend in die Realität über. Es ist schwer zu beschreiben ohne es zu rezitieren.
Zeitweise hatte ich das Gefühl, die Autoren konnte die Texte nur im Stoned-Zustand niederschreiben - so wirr, abschreckend und trotzdem irgendwie faszinierend beschreibt sie Miftis Welt.

- Punktabzug gibts für die Lesegeschwindigkeit, mit der ich mich über die Seiten gerobbt habe. Es ist manchmal echt etwas anstrengend und gerade die einsilbigen Teenie-Sätze muss man Wort für Wort lesen, damit man den Inhalt mit nimmt.

Alles in allem Geschmackssache, ich fand es eigenwillig aber gut.

PS: Betrachten Sie "Axolotl Roadkill" bitte als Kunstwerk und nicht als Gegenstand auf dem Literaturmarkt, bei dem es um das Recht des Geldscheffelns geht. Ein Kunstwerk kann etwas Vorhandenes nehmen, verändern und zu etwas Neuem zusammen fügen. Dass rein rechtlich nicht so einfach verfahren werden kann, ist klar (darum wird sich auch gekümmert) aber die Quintessenz, das Buch nämlich, bleibt ein Kunstwerk und allein danach sollte es beurteilt werden.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2010 4:14 PM CET


Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
von Erich Kästner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend offen, 12. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schließe mich der Mehrheit an: Ein Buch, was der Gesellschaft der 30er Jahre einen Zerrspiegel vorsetzt und durch seine Aktualität beweist, dass Kästner Recht behielt:
"Wir wollen, daß es sich ändert, aber wir wollen nicht, daß wir uns ändern. >Wozu sind die anderen da?<, denkt sich jeder und wiegt sich im Schaukelstuhl."
So ist Fabian gleichzeitig auch eine überspitzte Darstellung unserer heutigen Mentalität. Überrascht hat mich die Breite des Themenspektrums, mit dem sich Kästner beschäftigt. Ohne Garantie auf Vollständigkeit hier einige Gedanken, die aufgegriffen werden:

- Dummheit und Moral in der Politik
- Propaganda und Erziehung der Bevölkerung
- Mentalität des Volkes
- (angedeutet) Parteien
- Liebe und Sexualität
Er greift erstaunlich offen und häufig die körperliche Liebe auf. Auch Betrug und Lüge kommen nicht selten auf ihre Kosten.
- Intriganz und Egoismus
- Arbeitslosigkeit, Freiheit und technischer Fortschritt
- Doppelmoral

Es sind viele denkwürdige Sätze dabei und wenn man sich vor Augen hält, dass dieses Buch 1931 geschrieben wurde, kommt man notgedrungen zu dem wenig tröstenden Schluss: Eigentlich hat sich seitdem in den Köpfen der Menschen nichts geändert. Es ist nicht schlechter geworden wie alle behaupten - aber eben auch nicht besser.


Artemis Fowl (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 1)
Artemis Fowl (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 1)
von Eoin Colfer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Antiheld der Zaubererwelt, 10. März 2010
Der erste Eindruck von "Artemis Fowl" kommt durchweg positiv daher: Das Buch lässt sich gut lesen, reißt den Leser schnell mit. Beides liegt sicher nicht zuletzt daran, dass die Geschichte mit einem recht einfachen Schreibstil ohne verschwurbelte Satzmonster verfasst wurde. Daher eignet es sich gut für junge Leser. Nicht unbedingt für Kinder aber Teenager ab 12 sicher.

+ Hauptfigur = Antiheld
Eine erfrischende Abwechslung neben strahlenden Schönheiten und moralisch vorbildlich handelnden Helden ist das hinterlistige Wesen von Artemis Fowl. Der eine mag das einfach, der andere kann's nicht leiden. Ich finde es erfrischend anders.

+ Zwei Erzählstränge
Das ganze wird aus der Sicht des Bösewichtes Artemis und auch den ermittelnden Elfen erzählt. Man erwischt sich dabei, wie man abwechselnd mit den "Guten" und den "Bösen" mitfiebert.

+ Moderne Fantasy
Das Ganze spielt sich in der Gegenwart ab und integriert auch die neuesten technischen Errungenschaften (wenn deren Fähigkeiten auch manchmal überschätzt oder ihnen mehr Intelligenz angedichtet wird als diese haben) Interessante Zusammenstellung.

- Artemis = Genie ?
Der 12-jährige Hauptcharakter ist hochintelligent und das wird auch nie hinterfragt. Ohne eine Begründung dazu zu liefern, produziert er fabelhafte Einfälle. Wie er darauf kommt, erfährt der Leser nie, also einen Blick in seinen Kopf gewährt man uns nicht. Genau das wäre aber ganz nett, wenn der geniale Artemis mich als Leser wirklich beeindrucken soll.

Das Buch lässt sich schnell weglesen und schafft es schnell, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Einzige Schwäche ist leider die Hauptfigur Artemis, zu der ich persönlich keinerlei Bindung aufbauen konnte, da man bis auf seine Handlungen kaum Emotionen von ihm erfährt. Seine Motive bleiben ebenso im Dunkeln wie die Entwicklung seiner Intelligenz und das Ziel, was er verfolgt. Und reine Raffgier als Endziel kauf ich ihm nicht ab, das ist zu plump.

PS.: Man sollte Artemis Fowl einfach nicht mit Harry Potter vergleichen. Die einzige Gemeinsamkeit, die diese zwei Geschichten haben, sind eine Zaubererwelt und der Hauptcharakter ist ein Junge. Mehr nicht.


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