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Seelenläufer: Urban Fantasy
Seelenläufer: Urban Fantasy
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Ein tolles Debüt!, 13. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Seelenläufer: Urban Fantasy (Kindle Edition)
Auf den ersten Blick erwartete mich hier ein Jugendbuch aus dem Bereich der paranormal Romance. Es geht um Seelenmagie, Auren und ihre Kraft, doch auf den zweiten Blick, entpuppte sich diese Geschichte als sehr viel mehr.

Die Autorin konnte mich sehr schnell einfangen, denn mit Zoya hat sie eine Hauptfigur geschaffen, die mir sehr sympathisch war. Das gelang nicht zuletzt, weil ich ihre Reaktionen im Verlauf der Geschichte sehr nachvollziehbar fand. Egal ob Trauer, Wut, Loyalität oder Liebe – alles wirkte sehr glaubhaft. Einzig ihre Leichtsinnigkeit machte mir zu schaffen, wobei diese aber auch für Nervenkitzel sorgte.
Bei Rob ist von Anfang an relativ klar, dass er ihren Gegenpart einnehmen wird, doch in ihm steckt viel mehr als man zunächst vermutet. Ich fand ihn sehr natürlich und echt, und er sorgte für einige Überraschungen.
Auch die anderen Figuren fand ich sehr gut. Manchmal entpuppten sie sich erst mit der Zeit oder offenbarten neue Seiten, was die Geschichte spannend hielt.
Die Spielorte mögen erstmal nicht besonders erscheinen, aber bei näherer Betrachtung haben auch sie einiges zu bieten, was durchaus auch als Metapher herhalten kann. Sie wurden sehr klug und überlegt ausgewählt und passend eingebaut.

Diese Geschichte hat mich sehr begeistert, ließ mich mit einem Lächeln zurück und auf einen zweiten Teil hoffen. Hier bekommt man keine seichte Happy-End-Jugendromanze, sondern eine gut durchdachte, spannende Geschichte. Ein tolles Autorendebüt!


Glück ist, wenn man trotzdem liebt: Roman
Glück ist, wenn man trotzdem liebt: Roman
von Petra Hülsmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Roman mit kulinarischem Anstrich, 12. Juli 2016
Da mir die ersten Bücher von Petra Hülsmann schon so gut gefallen haben, war dieses quasi ein Muss.
Ich fand die Geschichte von Anfang an ganz zauberhaft. Mit Isabelle (Isa) hat die Autorin eine Hauptfigur geschaffen, die man einfach gerne haben muss. Sie ist auf der einen Seite so wunderbar natürlich, dass man sie einfach nur umarmen mag. Auf der anderen Seite ist sie jedoch so zwanghaft, unflexibel und stur, dass man sie manchmal schütteln möchte. Doch genau diese Gegensätze sind es, die sie so authentisch erscheinen lassen.
Ihr Gegenpart ist Jens. Er ist Koch und wirbelt Isa ganz schön durcheinander, denn mit ihm ist sie immer wieder gezwungen ihre hart erarbeiteten und geliebten Gewohnheiten aufzugeben. Er hat etwas verschmitztes und durchaus seinen eigenen Kopf, was mir gut gefallen hat.
Besonders auf Grund der unterschiedlichen Charaktere entspinnen sich Dialoge zwischen Isa und Jens, die urkomisch sind. Außerdem erfährt man viel über die beiden, darunter auch einiges aus der Vergangenheit, was ich sehr interessant und bewegend fand. Ich fand es toll, was sich die Autorin hier hat einfallen lassen, denn da warteten einige echte Überraschungen.
Neben den beiden gibt es diverse Nebenfiguren, die mir auch alle gut bis sehr gut gefallen haben. Einige davon fallen unter Isas Bekannt- und Liebschaften, und auch hier wartete die eine oder andere Überraschung. Taxi-Knut ist ein echtes Unikat, und man muss ihn einfach gern haben. Wer die anderen Bücher der Autorin kennt, der wird sich vielleicht freuen zu hören, dass er in diesem Roman mehr Raum bekommt. Ich zumindest fand es toll! Letztlich hat die Autorin mit der pubertierenden Merle noch eine „Teenie-Rolle“ besetzt, in ganz wunderbarer, authentischer Art und Weise. Auch hier darf man sich auf einiges gefasst machen.
Die vielen anderen Nebencharaktere lasse ich jetzt mal unerwähnt. Nicht weil sie unbedeutend oder zu blass wären, aber jeden zu erwähnen würde zu sehr ausufern. Sie alle waren toll, hatten ihre Ecken und Kanten, sowie die eine oder andere Last zu tragen und komplettierten die Geschichte wunderbar.

Ein wunderbarer Roman mit kulinarischem Anstrich und eindrucksvollen Charakteren. Wer hier keinen Herzschmerz mit Heißhunger bekommt ist selber schuld.


Fast perfekt ist gut genug
Fast perfekt ist gut genug
von Kristan Higgins
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Nicht typisch, aber wunderbar, 17. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Fast perfekt ist gut genug (Broschiert)
Jenny ist Single und auf der Suche nach der großen Liebe. Doch frei nach dem Motto „Pech in der Liebe, Glück im Beruf“, ist sie sehr erfolgreich als Designerin für Brautmoden. Sie ist allerdings fest entschlossen etwas an ihrem Beziehungsstatus zu ändern, denn sie blickt neidisch auf ihre Schwester Rachel, die ein Leben voller Liebe und Kinder hat.

In diesem Buch legen die zwei Schwestern abwechselnd jeweils ihre Geschichte und ihre Sicht auf das Leben und die Zukunft offen. Je mehr ich erfuhr, desto mehr drängten sich die Fragen auf, welches Leben näher an der Perfektion ist, welche Kompromisse man eingehen sollte und welche eher nicht, und ob es überhaupt ein perfektes Leben gibt.

Jenny ist nicht immer glücklich, u.a. weil sie in Leo ihren Traummann sieht, der diese Rolle aber nicht ausfüllen möchte. Doch auch Rachels Geschichte zeigt deutlich, dass auch Ehe- und Familienleben Schattenseiten haben. Zumal sie, durch die berufliche Stellung ihres Mannes, auch noch eine gewisse gesellschaftliche Verpflichtung hat.
Der Charakter der Geschichte ist ernsterer Natur und nicht überwiegend beschwingt, wie man es vielleicht erwartet. Viele Stellen ließen mich nachdenklich zurück, aber es gab auch einige Abschnitte, die sehr humorvoll waren. Besonders zwischen Jenny und Leo entspinnen sich Dialoge, die mich sehr zum lachen brachten.

Neben der Haupthandlung, die ich sehr gelungen fand, waren es aber auch die Nebenschauplätze, die zu begeistern wussten. Da war z.B. Jenny Jugendfreund Jared, dessen Freundin Kimber ich zum niederknien frisch und authentisch fand, und die Erzählungen von Leos Arbeit fand ich auch ganz bezaubernd.

Zu den Figuren hatte ich ein zwiegespaltenes Verhältnis. Jenny und Leo mochte ich sehr, wobei ich bei Leo etwas länger brauchte, um ihn einschätzen zu können.
Mit Rachel hatte ich Probleme warm zu werden und selbst als das besser wurde, fand ich sie immer noch etwas altbacken und blauäugig.
Ansonsten gab es noch die Guten, Bösen und Bitterbösen, die manchmal etwas klischeehaft daher kamen, aber ihre Rolle trotzdem (oder gerade deswegen) hervorragend spielten und ihre Persönlichkeit in die Geschichte einbrachten.

Eine Geschichte mit ernsterem Hintergrund, die durch Humor aufgelockert wird und sich wunderbar lesen lässt.


Der Stein der Schildkröte: Ein Australien-Roman
Der Stein der Schildkröte: Ein Australien-Roman
von Susan de Winter
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,66

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Art Reiebericht in Romanform, 10. Juni 2016
In diese Geschichte kam ich schnell hinein, denn der Schreibstil gefiel mir von Anfang an sehr.
Claudia, die Hauptfigur der Geschichte, führte mich auf ihrer Reise zu den Sehenswürdigkeiten Australiens, und trotz der Kürze des Romans fand ich alle Orte sehr gut beschrieben. Ich hatte irgendwann richtig Lust, selber nach Australien zu fliegen, um mir alles live anzusehen. Hier merkte man deutlich, dass die Autorin solche Reisebeschreibungen nicht zum ersten mal verfasst. Es war immer knackig auf den Punkt und trotzdem sehr anschaulich. Als zusätzliche Information hatte die Autorin im Anhang sogar noch mehr Informationen parat, was mich sehr freute.
Doch dieser Roman ist kein reiner Reisebericht, sondern hat noch mehr zu bieten.
Claudia lernt einen Mann kennen und findet zudem etwas, was die Geschichte zusätzlich unterhaltsam macht. Das Kennenlernen von David verläuft recht hopplahopp, was ich auf Grund der Kürze des Romans aber o.k. fand. Nicht ganz so gut fand ich sein verklärtes Traumprinzendasein, das war mir dann doch etwas klischeehaft. Auch Claudias Gehabe konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Sie kam mir derart unselbstständig, wankelmütig und klettenhaft vor, dass ich sie manchmal am liebsten geschüttelt hätte. Daher kommen diese beiden Figuren leider nicht ganz so gut weg.
Dafür passte sich die geheimnisumwitterte Seite der Geschichte gut in das sonstige Geschehen ein. Hier wechselte die Autorin nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch der Sprach- und Schreibstil änderte sich immer wieder, was ich gut gelungen fand. Auch dieser Teil der Geschichte war interessant zu lesen, und selbst wenn er nicht so viel Neues bot, so fühlte ich mich gut unterhalten.

Dieser Roman gab mir genau das, was ich erwartet hatte. Eine locker, leichte Geschichte, die mit einer Art Reisebericht kombiniert, mit Liebe gewürzt und einer guten Portion Familiendrama abgeschmeckt war.


Pala - Das Spiel beginnt: (Band 1)
Pala - Das Spiel beginnt: (Band 1)
von Marcel van Driel
  Broschiert
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Fesselnd, 10. Juni 2016
Kaum hatte ich die erste Seite aufgeschlagen, war ich schon mitten drin im Spiel. Es ging zunächst um ein Adventure-Computerspiel, wie es viele Jugendliche in den Bann ziehen dürfte.
Iris spielt viel und gerne, und sie ist gut. Doch noch ahnt sie nicht, was ihre Erfolge nach sich ziehen werden, denn sie wirken sich auf erschreckende Weise auf die Realität aus. So begab ich mich mit Iris auf eine interessante Mission, und sie und ihre Erlebnisse luden einfach zum mitfiebern ein.

Besonders gut fand ich, dass hier das Klischee durchbrochen wurde, dass es hauptsächlich Jungs sind, die dem „Spielevirus“ verfallen. Außerdem ist Iris sehr clever, und es hat daher einfach Spaß gemacht mit ihr auf diese ungewöhnliche, spannende und teils nervenaufreibende Reise zu gehen.
Doch sie sollte nicht die einzige Figur bleiben, die zu überzeugen wusste.
Auch die beiden Nebenfiguren Alex und Marthe hatten Begeisterungspotential. Ich bin mir noch nicht mal ganz sicher, ob man hier wirklich von Nebenfiguren sprechen kann, weil sie sehr viel Anteil am Fortgang und Gelingen der Geschichte hatten. Ich konnte mir nie ganz sicher sein, welches (reale) Spiel hier gespielt wird. Vor allem konnte ich nicht wirklich absehen, wer gut und wer böse ist. Dies blieb bis zum Schluss so, denn die Geschichte wartete immer wieder mit erstaunlichen Wendungen bzw. Neuinformationen auf. Die letztliche Gewissheit, wer hier welches Spiel spielt, werde ich vermutlich erst im nächsten Buch bekommen.
Nicht nur daher blieb das Buch durchweg spannend.

Die Geschichte ist durch das Alter der Figuren gut auf die Zielgruppe zugeschnitten. Auch die Sprache und der Satzbau sind altersgerecht und etwas einfacher gehalten, was dem Lesespaß junger Erwachsener/(erwachsener) Jugendbuchliebhaber allerdings nicht abträglich sein dürfte. Als Eltern sollte beachten, dass manche Szenen das Potential haben an den Nerven zu zerren. Gerade bei zart besaiteten Kindern ist das vielleicht nicht unkritisch.

Die Geschichte fesselt durch eine überaus spannende Handlung und tolle Figuren, die immer wieder für eine Überraschung gut waren. Ich warte gespannt auf Teil 2.
Wertung 4,5*


Feuermuse: Fantasy (Fantasy im GMEINER-Verlag)
Feuermuse: Fantasy (Fantasy im GMEINER-Verlag)
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Spannend, 10. Juni 2016
Dieses Buch begann sehr geheimnisvoll, was mich direkt zum weiterlesen animierte.
Danach kam aber erstmal eine recht beschauliche Szenerie, was ich nicht weiter schlimm fand, denn so wurde dem Hauptcharacter genügend Zeit gegönnt, dass man ihn kennen lernen und sich in ihn hineinversetzen konnte.
David war mir sehr sympathisch und mimte vorerst den Antihelden. Er war ein Außenseiter, der sich gerne zurück zog und seine eigene Welt erschuf. Dies resultierte nicht zuletzt aus der Tatsache, dass er einige Widersacher hatte, die ihn auch gerne mobbten. Doch er hatte ein besonderes Talent, welches ihm letztlich den Zugang in eine andere Welt offenbarte.
David ähnelte in seinen Grundzügen zu diesem Zeitpunkt einer Figur, die ich aus einer anderen Geschichte kannte. Doch abgekupfert wirkte er nicht, denn letztlich spielte er eine andere und vor allem tragendere Rolle.
Gerade als ich dachte, dass es nun langsam Zeit für Neues wäre, nahm die Geschichte richtig Fahrt auf. Es wurde magisch, und eine zweite Hauptfigur bereicherte die Geschichte. Elára ergänzte Daniel auf wunderbare Art und Weise, weil sie vollkommen anders war. Sie verkörperte alles, was man auch in anderer Form in der neuen (Fantasy-)Welt vorfand: Magie, Mystik und Wandelbarkeit, hier und da mit einem Touch Selbstverliebtheit und Naivität. Doch man konnte sich nie sicher sein, ob sie das alles nur spielte.
Neben Daniel und Elára findet man noch diverse andere Figuren, die eine mal mehr, mal weniger dominante Rolle einnehmen. Einige dieser Nebencharactere haben es wirklich in sich und sorgten für die eine oder andere Überraschung. Es waren unterschiedlichste Wesen darunter, viele einzigartig und alle faszinierend.
Spätestens nachdem ich in die Fantasywelt eingetaucht war, hatte mich die Geschichte vollkommen gepackt und ließ mich nicht mehr los. Die Ideen, die dabei umgesetzt wurden fand ich sehr interessant und kreativ. Dies betraf die Handlung an sich, als auch die Hintergrundinfos zu den Figuren.

Eine faszinierende Geschichte, die durch einen guten Fantasy-Mix besticht und langanhaltend fesselt. Ich bin gespannt auf Teil 2.


My take on me: Autobiografie
My take on me: Autobiografie
von Morten Harket
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen Eindrücklich und authentisch, 10. Juni 2016
Im Nachhinein betrachtet, könnte wohl kaum ein Buchtitel passender sein als dieser.
Morten Harket, Frontman der Band AHA, beschreibt und berichtet über ein Teilstück seines Lebensweges, an dessen Ende er lernte sich selbst und sein Leben anzunehmen.

Das Buch beginnt und endet mit dem Konzert in Rio, doch im ersten Kapitel springt er zusätzlich noch etwas weiter zurück.
Diese kurze Rückbetrachtung (zwei Jahre vor Rio) machte mich sehr nachdenklich. Sie gab einen Eindruck davon wieder, welche Auswirkungen das Showbiz, und alles was damit zusammenhängt, haben kann. Unwillkürlich kamen mir andere Stars in den Sinn, denen es vermutlich ebenso ergangen sein dürfte, und ich fragte mich, ob die Sensationslust so etwas rechtfertigen darf.

Doch von diesen kurzen, wenn auch eindrücklichen Ausflügen abgesehen, beschreibt Morten Harket sein Leben. Von der glücklichen, unbeschwerten Kindheit, über Schulzeit, die nicht immer so unbeschwert war, bis hin zu seinen Erfahrungen, die er mit verschiedenen Bands machen durfte, bis er schließlich bei AHA ankam. Manchmal spielte auch der Zufall mit…
Es gab, wie wohl bei jedem Menschen, Höhen und Tiefen zu verkraften, es gab schöne und unschöne Erfahrungen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass dieses Buch eine Abrechnung darstellt. Vielmehr ist es eine Selbstreflexion mit der letztlichen Erkenntnis, dass er nun im Leben angekommen ist. Er beschreibt das sehr schön mit den Worten „An jenem Abend in Rio wurde ich erwachsen.“ (S. 256), da war er 31 Jahre alt.
Leider endet das Buch mit diesem Konzert in Rio. Ich hätte gerne aus seiner Sicht erfahren, was dann noch geschah, wie sein Leben weiter ging und heute aussieht. Er ist viel mehr als der angehimmelte Frontmann, der er nie sein wollte. Doch wie er selber schreibt, hätte das den Rahmen dieses Buches gesprengt.

Eindrücklich, authentisch, lesenswert!


Gefangene der Wildnis
Gefangene der Wildnis
von Gabriele Ketterl
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine glaubhafte, historische Romantasy, die mich durchweg begeistert hat, 9. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Gefangene der Wildnis (Broschiert)
Mit diesem Roman, der zum Teil in England, zum Teil in Amerika spielt, begeisterte mich die Autorin über alle Maßen.

Die Geschichte beginnt mit der höheren Gesellschaft in England, und ich fand sie der Handlungszeit (1846) entsprechend gut dargestellt.
Wer gar nicht in diese Gesellschaft passen wollte war Louisa, die weibliche Hauptfigur des Romans. Für diesen Stilbruch habe ich sie geliebt, doch es sollte zwischenzeitlich eine Hassliebe werden, denn auch wenn ich ihren Sturkopf mochte, so sollte man wissen wo die Grenzen liegen. Das wusste Louisa leider zunächst nicht, was großes Unheil heraufbeschwor.

Später, auf der Überfahrt nach Amerika und in Amerika selbst, jammerte sie auf sehr hohem Niveau und kehrte eine Arroganz heraus, die ich nicht verstehen konnte. Nun war es ihre Schwester, der meine ganze Sympathie zukam, auch wenn sie nur eine Nebenrolle bekleidete. Doch durch ein entscheidendes Ereignis sollte sich Blatt wieder wenden. Hier stockte mir fast der Atem, denn auch wenn ich Louisa zu diesem Zeitpunkt nicht besonders mochte, machte sie Erlebnisse, die ich ihr nicht gewünscht hätte.

Man bewegt sich in diesem Buch allerdings nicht nur in der Welt der englischen, hohen Gesellschaft und deren Auswanderer, die in Amerika ihr Glück versuchen wollten, sondern es geht auch um die native Americans, die Indianer.
Obgleich mich der erste Teil des Buches schon begeistert hat, wurde ich von diesem zweiten Teil komplett mitgerissen.
Wie die Autorin die Indianer beschreibt, ihre Lebensweisen und ihr Wesen kennzeichnet, ihre Ängste und Hoffnungen darstellt, das alles zeugt von einer großen Kenntnis durch gute Recherche. Alles klingt durchweg glaubhaft und nachvollziehbar.
Sehr fühlbar fand ich auch die Veränderung des Schreibstils. War er im ersten Teil noch etwas straffer, steifer, härter und wurde damit der englischen Gesellschaft in wunderbarer Weise gerecht, so war jetzt ein Wandel zur Weichheit zu erkennen. Hier kam meines Erachtens nach die Liebe zum Ausdruck, die die Autorin in diesen zweiten Teil gesteckt hat. Ein Grund mag die romantische Seite des Romans sein, die hier erst richtig hervorkommt, denn mit Jaques kommt eine weitere, wunderbare Hauptfigur hinzu, die sich nicht so leicht in eine Schublade pressen lässt. In der Hauptsache war es aber wohl eher das Schicksal der Indianer, dass mit einigen historischen Fakten unterlegt und durch Andeutungen und die Romanhandlung veranschaulicht wurde. Wenn man von Herzblut sprechen kann, dann ist es wohl hier geflossen.
Beide Teile, so unterschiedlich sie auch waren, ergänzten sich hervorragend und zeichneten ein gutes, vielschichtiges Bild der damaligen Verhältnisse.

Gabriele Ketterl hat einen wunderbaren Roman geschaffen, der in verschiedenster Art und Weise zu Herzen geht. Eine historische Romantasy, die glaubhaft ist und mich durchweg in den Bann gezogen und begeistert hat.


Mein Herz wird dich finden
Mein Herz wird dich finden
von Jessi Kirby
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Ein nicht einfaches Thema gut verpackt, 26. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Geschichte beginnt dramatisch, und geht nicht weniger dramatisch weiter, auch wenn sich die Umstände dafür ändern.
Mia hat viel durchgemacht, sie zieht sich zurück und ihr Verhalten schien mir nur allzu verständlich. Sie schafft es mit der Zeit ihren Kokon aufzubrechen, doch ab diesem Zeitpunkt machte es mir Kopfzerbrechen, wie die Geschichte wohl ausgehen mag. Ihre Familie gefiel mir sehr, da sie zumindest versuchte Mia zu unterstützen, aber nur in dem Maße wie es gewollt war.
Die zweite Hauptfigur des Romans ist Noah. Er erscheint als Sunnyboy, doch nach und nach erfährt man mehr über ihn, was dann ein komplett anderes Bild ergibt. Auch um ihn machte ich mir Sorgen, nur aus anderen Gründen als bei Mia.
Beide Hauptfiguren mochte ich sehr, und in gewisser Weise sind sie auf der Suche. Sie will verstehen und die Trauer verarbeiten, er will sein Leben zurück und es im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Ich konnte Beide gut verstehen, ob manche ihrer Handlungen unvernünftig erschienen oder nicht. Es ist nicht immer leicht auf sich selbst und andere Rücksicht zu nehmen.

Die Geschichte der Beiden ist schön und beklemmend zugleich, zudem macht sie an vielen Stellen sehr nachdenklich. Die Autorin hat mit dieser Geschichte ein Thema aufgegriffen, welches ich für ein Jugendbuch sehr ungewöhnlich finde, und ich war mir anfangs auch nicht sicher, für wie realistisch ich das Ganze halten sollte. Nichtsdestotrotz fand ich die Umsetzung sehr gut, und die Echtheit der Geschichte hat mich letztlich überrascht.
Die Kapitelanfänge wurden durch sehr schöne Zitate und interessante, lehrreiche Fakten eingeleitet. Besonders die wissenschaftlichen Aussagen waren es, die mich manchmal erstaunt inne halten ließen. Zudem gaben die enthaltenen Metaphern der Geschichte etwas besonderes.

Mein einziger, wirklicher Kritikpunkt macht sich am Ende der Geschichte fest. Der Schluss kam relativ abrupt und wurde für meinen Geschmack in zu wenige Seiten gepresst. Dieses Melodram, welches sich dort nochmal abspielte, wirkte zu überladen, zumal ich eine Szene mehr als überflüssig fand.

Hier wurde ein interessantes, wenn auch ungewöhnliches Jugendbuchthema gut umgesetzt. Die Recherchearbeit der Autorin hat mich sehr begeistert und zum weiteren nachlesen angeregt.


Türke - Aber trotzdem intelligent: Mein vollkommen verrücktes deutsches Leben
Türke - Aber trotzdem intelligent: Mein vollkommen verrücktes deutsches Leben
von Selcuk Cara
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur großartig, 26. März 2016
Gerade in der aktuellen Zeit, mit den diversen Debatten um Migration, ist dieses Buch für mich ein Streif am Horizont, der sich hoffentlich ausbreiten wird.
Selcuk Cara beschreibt seinen Werdegang, von der Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter. Er ist stolz auf seine Wurzeln, und dazu hat er jedes Recht. Doch er hatte es nicht leicht, denn gerade seine Herkunft war es auch, die ihm so manchen Stein und den Weg gelegt hat.
Dieses Buch ist aber keine Abrechnung mit der deutschen Gesellschaft, denn auch bei seinen türkischen Verwandten/Landsleuten hatte er keinen leichten Stand.
Trotzdem versuchte er sich stets treu zu bleiben. Er besann sich auf seine Stärken und Wünsche, teilweise lautstark und aus einem Impuls heraus, und sein Erfolg gibt ihm recht. Dabei ließ er es natürlich an Fleiß nicht fehlen, aber letztlich war es sein Wille, der ihn stets voran trieb. Im Lauf seiner (Lebens-)Geschichte wird er dabei von einigen Mitmenschen als Paradebeispiel eines gut integrierten Migranten gesehen und präsentiert, doch das wollte er nie sein. Für meine Begriffe ist das auch vollkommen legitim, da sich vermutlich niemand gerne auf seine Herkunft reduzieren lassen möchte. Das wäre zu eng gefasst und zu kleinkariert gedacht. Amüsiert und schockiert zugleich, hat mich in diesem Zusammenhang die Herkunft des Buchtitels. Ich kann nur hoffen, dass die ewig Gestrigen irgendwann die Segel streichen.

Als ich das Buch beendet hatte kam ich zu dem Schluss, dass Selcuk Cara ein großartiger Mann und Künstler ist, der sich stets neu erfand und vermutlich auch immer wieder neu erfinden wird. Der Wille war und ist sein Motor. Er schwamm oft gegen den Strom und brach damit vielleicht ein kleines Stück des Eises, dass alle verkannten und verlachten Talente umgibt, egal welcher Herkunft sie sein mögen.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für ein Ende des Schubladendenkens, für mehr Offenheit und Toleranz. Aktuell ein wichtiges Thema. Vielen Dank dafür!

Ebenso vielen Dank an den Verlag, der mir dieses tolle Buch zur Verfügung gestellt hat!


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