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Rezensionen verfasst von
SophiesLittleBookCorner

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Taste of Love - Geheimzutat Liebe: Roman (Die Köche von Boston, Band 1)
Taste of Love - Geheimzutat Liebe: Roman (Die Köche von Boston, Band 1)
von Poppy J. Anderson
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen Poppy J. Anderson - Taste of Love. Geheimzutat Liebe, 18. Juni 2017
Eigene Meinung:
Die "Taste of Love" Reihe reiht sich ganz wunderbar in die Liebesromanwelt der "abgeschlossenen" Bände ein. Das heißt: in jedem Buch wird ein anderes Liebespärchen in den Vordergrund gestellt und jeder Leser kann theoretisch in die Reihe einsteigen, wann er will. Das Schöne an dieser Art von romantischen Büchern ist das Fehlen von Cliffhangern und meistens kommen die Charaktere immer mal wieder in anderen Teilen vor und sind daher ein Schmankerl für alteingesessene Leser, die sich über ein Wiedersehen freuen.

Das beste am Buch sind natürlich die Rezepte und das Beschreiben der Kochvorgänge. Mehr als einmal hat mich "Taste of Love" ganz hungrig zurückgelassen. Die Kombination aus Meer, Feelgood Essen wie Sheperd's Pie, Seafood und einer prickelnden Romanze, haben mich einfach begeistert.

Poppys Schreibstil hat mich von der ersten Zeile überzeugt. Sie schreibt frech und frisch, immer mit Humor und niemals kitschig. Auch die erotischeren Szenen reihen sich gekonnt in die romantisch-witzige Handlung ein und nie fand ich sie aufgezwungen. Ich finde es richtig und wichtig, dass gezeigt wird, dass sie da sind, aber sie dabei nie billig wirken. Ein guter Liebesroman kann auch kleine Dosen Sex enthalten!

Fast wichtiger als die Geschichte sind mir immer die Charaktere. Und hier ist Poppy ein echter „Fang“ gelungen. Sie selbst sagt, dass sie nichts gegen hübsche Charaktere hat, so lange sie echt sind und das sehe ich auch so.
Natürlich stehe ich auf attraktive Männer in Romanzen, aber hohl dürfen sie nicht sein.
Zum Glück ist Andrew alles andere als flach. Er scheint auf den ersten Blick ziemlich perfekt zu sein, aber das ist er nicht. Er ist ausgebrannt und hat seine Liebe zum Kochen verloren. Gemeinsam mit Brooke entdeckt er diese auf kokette und charmante Art wieder.

Da wären wir auch gleich bei der Dame des Buches. Brooke hat eine spitze Zunge, ist nicht auf den Mund gefallen und wenn man ihre finanziellen Probleme und die Sorge um ihre Eltern nicht sehen würde, könnte man sie für arrogant halten.

Und natürlich geraten Andrew und Brooke erst mal fett aneinander und versuchen sich gegenseitig auszustechen. Aus der Sicht eines Lesers sind ihre Machtspielchen, das Zoffen und Keifen nämlich ganz amüsant zu beobachten. Vor allem dann, wenn sie sich mal wieder triezen und man einfach weiß, dass sie sich halt doch schon total verfallen sind. Es gibt nichts Schöneres als Hassliebe.

Ich fand das Ende als kleinen Ausblick auf ihre Zukunft sehr schön. Dieser Zusatz wäre zwar nicht wirklich nötig gewesen, hat mich aber seelig zurückgelassen und ich freue mich darauf die Beiden einmal wiederzusehen.

Fazit:
Mein erstes Poppy J. Anderson Buch und mit Sicherheit nicht mein letztes! Die Reihe stehe ab jetzt rot im Kalender und ich freue mich auf die folgenden Foppereien mit einer großen Prise Romantik.


Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
von Abbi Waxman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen - Abbi Waxman, 4. Juni 2017
Eigene Meinung:
Ich und Gartenarbeit. Haha. Einen größeren Scherz hat das Universum wohl schon lange nicht mehr gehört. Das Buch wurde mir auf der LBM jedoch so schmackhaft vom Verlag gemacht, dass ich dieses anscheinend humorvolle Buch einfach mitnehmen musste. Und wer mag den kein frisches Obst und Gemüse und schöne Blumen? Gartenarbeit hin oder her...
Im Buch finde ich das Wühlen im Dreck irgendwie schon wieder ganz ansprechend.

Kurz gesagt geht es um eine junge Witwe, die hauptsächlich Schulbücher illustriert und nun jedoch ein Garten- und Pflanzenbuch gestalten soll. Dafür muss sie einen Gartenkurs absolvieren, der von der Familie organisiert wird, die das Buch in Auftrag gegeben hat. Dass der Gärtner ganz ansprechend aussieht, muss ich wohl nicht erwähnen, oder?

Der Inhalt klingt also nicht nur recht banal, er ist es auch. Es passiert nicht wirklich viel und Spannung kommt keine auf. Aber davon lebt das Buch auch nicht, denn es geht viel mehr um Emotionen und das Miteinander. "Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen" lädt mit einer Unaufgeregtheit zum Entspannen ein und zauber hin und wieder ein Lächeln auf die Lippen.

Abbi Waxman hat einen wahnsinnig tollen Schreibstil. Selbst die banalsten Dinge füllt sie mit Lachen und hilft der oftmals platten und uninspirierten Geschichte in die Gänge. Alltagsdinge, die in jedem anderen Roman nur ein Gähnen von mir bekommen würden, waren auf einmal spannend und fantasievoll.

Die Geschichte strotzt nur so vor starken und interessanten Charakteren. Jede der Haupt- und Nebencharakteren hat eine eigene Persönlichkeit und das Spielen mit Klischees gelingt Abbi Waxman auch hervorragend. Sie versucht wirklich viel um allen Personen Tiefe zu geben. Die Mutter, die in der Sozialbauwohnung lebt, ist offen und herzlich und versucht ihrem Kind eine bessere Zukunft zu geben. Der Surferboy hat doch was auf dem Kasten und die um einiges jüngere Ehefrau ist eben doch nicht nur auf das Geld aus. Aber knuffigsten sind aber wohl Lilians Kinder mit ihren kleine-Kinder-Macken und dem neunmalklugen Verhalten.

Die Liebegeschichte zwischen Lilian und Edward ist nur sehr sanft im Buch vorhanden und nicht so ausgeprägt wie anfangs gedacht. Ich bin unentschlossen, ob ich die Beiden gemeinsam wirklich mag, aber für Lilian ist diese kleine Romanze wichtig, um wieder richtig zurück ins Leben zu finden und mit ihrem Witwendasein Frieden zu schließen.

Dieses Buch wärmt das Herz und zeigt dem Leser, dass alles möglich ist, wenn man nur an sich glaubt. Abbi Waxman verbindet verschiedene Welten und macht deutlich, dass man eigentlich mit jedem befreundet sein kann und dass menschliche Unterstützung und Liebe essentiell zum Leben sind.

Fazit:
Dieses Buch passt in den Frühling und zu dem schönen Wetter wie die Faust auf's Auge. Setzt euch raus in den Sonnenschein und hört die Bienen um euch rumsummen, während sie auch im Buch rumschwirren.
Das Buch ist super zum Zurücklehnen und durch den angenehmen Schreibstil, können auch die stellenweisen langatmigen Szenen verziehen werden.
Im Endeffekt ist es kein Liebesroman, sondern ein Buch über Trauerbewältigung, das Finden zu einem Selbst und die Liebe zu Freunden und der Familie.


Green Net
Green Net
von Wilfried von Manstein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,80

3.0 von 5 Sternen Green Net - Wilfried von Manstein, 31. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Green Net (Gebundene Ausgabe)
Eigene Meinung:
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Roman ein Kinderbuch ist, ist doch der Protagonist noch sehr jung. Doch das Buch geht auch sehr in die phantastische Richtung – sprechende Bäume und anstehender Krieg und so. In Verbindung mit dem ökologischen Umweltroman, der immer mal zwischen den Zeilen lauert, könnte man meinen, dass das Versprechen „von 12 bis 112“ eingehalten wurde und der Roman ein echter All Ager ist.

Denn hier liegt meiner Meinung nach der Kern des Problems: der Autor wollte zu viel. Daraus entstand ein Roman mit großen Stilbrüchen in der Sprache und zu großen logischen Sprüngen. Für ein Kind oder jungen Jugendlichen könnte es schwer werden dem roten Faden zu folgen, denn auch eine Erwachsene wie ich, konnte nicht immer dem Erzählstil folgen. Der Roman wäre als eindeutiger Roman für Erwachsene besser angelegt gewesen. Das offenbart jedoch das zweite große Problem.

Der Schreibstil ist sehr ausführlich und ausschweifend. Wilfried von Manstein beschreibt besonders die Umwelt sehr gut, diese Beschreibungen scheinen jedoch eher einem seiner Sachbücher entsprungen zu sein und nicht der magischen Reise eines kleinen Jungen.
Und obwohl die Erzählweise sehr üppig ist, so ist das verwendete Vokabular jedoch eindeutig das von einem Kind: egal ob nun Mario redet oder ein Erwachsener.
So richtig harmonieren Sprache und Schreibstil daher nicht miteinander, denn es wirkt nicht einheitlich.
Auch die Personen, besonders Mario, bleiben blass und werden ihrer Wichtigkeit nicht gerecht.

Die Idee hingegen ist einmalig und hat viel Potenzial. In der Ausarbeitung hapert es jedoch noch etwas, denn „Green Net“ kann sich nicht so ganz entscheiden, in welche Altersrichtung es gehen will. Die Aussage ist jedoch sehr wichtig und sollte jeden Leser zum Nachdenken anregen.

Fazit:
Ein Roman mit einer wichtigen und spannenden Grundidee, dessen Ausarbeitung jedoch zu gesplittert und verwirrend ist als das ein runder Spannungsbogen entstehen konnte.


Zombies weinen nicht: der beste Zombie-Jugendroman aller Zeiten
Zombies weinen nicht: der beste Zombie-Jugendroman aller Zeiten
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Rusty Fischer - Zombies weinen nicht, 8. November 2016
Eigene Meinung:
Zombies sind momentan ja wirklich allgegenwärtig und auch ich komme nicht an Ihnen vorbei. Egal ob nun im klassischen Sinne wie in "The Walking Dead" oder in Komödien wie "iZombie", einer guten Zombiegeschichte kann ich einfach nicht aus dem Weg gehen.

Ich muss gestehen, dass "Zombies weinen nicht" nicht unbedingt auf meiner Leseliste stand, die Prämisse klang einfach zu abgedreht. Und Teenager und Zombies? Das endet meist in einer Katastrophe. Für mich waren Zombies einfach immer irgendwie das Material für Erwachsenengeschichten, viel zu komplex und brutal für Jugendgeschichten.
Zum Glück wurde ich recht schnell eines Besseren belehrt.
Die Protagonistin wird in Bezug auf ihr neues Zombie-Dasein ins kalte Wasser geworden und versucht diesem mit viel Humor und Sarkasmus zu trotzen.
Die Geschichte schreitet weiter fort und Maddy lernt, dass sie nicht alles mit Worten lösen kann.
An einigen Punkten ist mir Ursprungsgeschichte der Zombies jedoch zu kompliziert und stellenweise etwas löchrig.

Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch angemessen, wobei mir sehr selten solche auschoriografierten Kampfszenen untergekommen sind.

Maddys ist der einzige Charakter, der mir wirklich aufgrund der gut ausgearbeiteten Charakterzüge im Gedächtnis bleibt. Sie ist eine nerdige und sehr sarkastische Ausenseiterin, die glaubhaft zu einer mutigen Zombie"kämpferin" werden muss. Negativ finde ich jedoch die Beziehung zu ihrer besten Freundin, die sehr unausgeglichen ist. Die anderen (vielen) Nebencharaktere können auf den wenigen Seitenzahlen zwar unterhalten, aber nicht ins Langzeitgedächtnis überwandern.

Fazit:
Eine kurzweilige Zombiegeschichte, mit einer unterhaltsamen Protagonistin und einem spannenden Endkampf.


Chronik der Hagzissa
Chronik der Hagzissa
von Sandra Baumgärtner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Chronik der Hagzissa - Sandra Baumgärtner, 1. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Chronik der Hagzissa (Gebundene Ausgabe)
Eigene Meinung:
Seit meiner Kindheit faszinieren mich Hexen und auch heute noch sind sie meine liebsten "Kreaturen". Doch nicht nur die fiktiven Hexen in phantastischen Welten haben mein Herz im Sturm erobert, nein, schon immer hatte ich auch großes Interesse an den Hintergründen der Hexenjagden im Mittelalter. Denn irgendwie gehen "die realen" Hexen ja auch mit den erfundenen Hand in Hand. Ohne eiserne Jungfrauen, Teufelsanbeter und die endgültige Feuerprobe, hätten es wohl weder die Charmed-Schwestern, noch Hanna aus "Chronik der Hagzissa", noch sonstiges anderes Hexenvolk in die Medien der Neuzeit geschafft.

Dieser Roman beginnt in der scheinbar normalen Welt von Hanna, die sich jedoch recht bald eingestehen muss, dass ihr Leben nicht das zu sein scheint, was sie davon dachte. Schon bald lernt sie mehr über ihre familiären Hintergründen und muss feststellen, dass sie eine Hagzissa -eine Hexe- ist. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Leif entschlüsselt sie ihre Familienchronik und durch einige Einschübe aus Sicht der kleinen Joanna im Mittelalter, wird der Roman nie langweilig.
Die Geschichte ist durchweg spannend geschrieben, wobei meine persönlichen Highlights Hanna Erlebnisse in der Gegenwart waren. Mir ihr konnte ich mich einfach am besten identifizieren.
Die Geschichte der Hagzissas aus Trier hat mich den ganzen Fortlauf der Geschichte gefesselt und ich habe recht bald Vermutungen angestellt, was denn da nun genau nach Hannas Leben trachtet. Anfangs noch Vermutungen, wurden diese Überlegungen recht bald Gewissheit. Dies war jedoch so fesselnd verpackt, dass es eigentlich nie hervorsehbar und absehbar war.

Sandra Baumgärtners Erzählstil ist nie überladen, aber immer spannend. Leicht veständlich habe ich die Seiten nur so dahinfliegen sehen.

Hanna war eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Bis auf wenige Konstanten in ihren Leben eine Einzelgängerin, hat sie doch die gewissen Portion Humor und Forschungsdrang, der sie nicht langweilig und einsam machte.
Ihre besten Freundin Juls mochte ich am Anfang mit ihrer aufgedrehten Art auch wirklich gerne. Das übersprudelnde Ying zu Hannas ruhigem Yang. Doch was ist nur neuerdings mit der Freundin los?
Den neuen Nachbarn Leif mochte ich irgendwie nicht so richtig. Er war für mich einfach viel zu blass.

Zwischen Hanna und Leif entwickelt sich schon recht bald eine innige Liebesbeziehung. Auch wenn zwischen dieser Anziehung im Endeffekt mehr steckt, als Anfangs vermutet, so mochte ich die Beiden zusammen nicht wirklich. Das ist für mich auch das größte Manko am Buch. es erschien mir einfach nicht natürlich, obwohl gerade das so dem Leser so eingebläut werden sollte. Es ging mir zu schnell zwischen Hanna und Leif und die sofortige Ko-Abhängigkeit, wenn wohl auch von der Autorin gewollt, ging mir einfach immer mehr gegen den Strich. Eine unabhängige Hanna hätte, wenn von der Autorin so geplottet, auch ohne Leif agieren können.

Und dann dieses Ende. Das Ende an sich war zwar recht fulminant und nicht ohne genug Action, aber dass die Autorin nun diese "dritte Person" einbinden musste, ist wohl einfach nicht nach meinem Geschmack.

Fazit:
Eine gut recherchierte Geschichte, die sich gekonnt mit den Hexenprozessen in Trier auseinandersetzt. Diese Vergangenheit wird erfolgreich mit der Gegenwart von Hanna verknüpft. Allein die Beziehung zu Leif und einige Elemente des Endes konnten mich nicht ganz überzeugen.


The Wild Hunt: Horrorthriller
The Wild Hunt: Horrorthriller
Preis: EUR 3,49

5.0 von 5 Sternen The Wild Hunt - M. H. Steinmetz, 1. November 2016
Eigene Meinung:
Horror- und Thrillerromane lese ich nur, wenn mich die Grundidee anspricht, denn ansonsten langweiligt mich so etwas schnell. Die Kombination aus Wesen, bei denen man vor allem anfangs einfach nicht weiß, womit man es zu tun hat, und mörderischen Psychopathen in den abgeschiedenen Sümpfen in Louisiana, klang herrlich verlockend. Böse und blutig und so spannend, dass die Fingernägel drunter gelitten haben.

Von Anfang an ist die Geschichte rund um eine französische Familie, einen Reporter, eine Jägergruppe, ein Mädchen und zwei Kollegen sehr verwinkelt und verzwickt und erst später im Geschichtsverlauf wird deutlich, was all diese Personen gemeinsam haben.
Dadurch wird diese wilde Jagd durch unlebsame Gegenden spannend, denn der Leser weiß sehr lange nicht, was er zu erwarten hat und wem zu trauen ist.

Der Schreibstil von Mario Steinmetz ist sehr bildhaft und belebt. Egal ob er nun die suppigen, dichten Flussgebiete beschreibt oder jemanden gerade das Gesicht abgebissen wird, immer war das Geschriebene gut durchdat und Kopfkino-würdig.

Ich habe diesen spannenden Ritt wahnsinnig genossen, habe für mich am Ende dennoch ein Problem herausfiltern können. Das Buch ist einfach zu kurz um allen Charakteren die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Besonders am Anfang habe ich mich etwas verloren gefühlt zwischen den unzähligen Menschen. Wo gehörte jetzt er hin? Was war nochmal ihre Geschichte?
Mit Fortlauf der Geschichte setzten sich zwar immer mehr Puzzlesteine in Bezug auf den Zeitstrahl zusammen, aber viele Personen blieben leider bis zum Ende etwas schwammig.
Andere Bücher wären bei mir deswegen wahrscheinlich durchgefallen, aber auch wenn ich mich am Ende an so gut wie keinen Namen erinnern kann, in "The Wild Hunt" war das gar nicht schlimm. Der Horror-Thriller lebt einfach nicht von Charakterentwicklung, sondern von Spannung und Nervenkitzel. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Aber nicht aus dem Grund, dass ich wollte, dass alles gut für sie ausgeht, sondern weil ich alle Hintergründe herausfinden wollte und wissen wollte, wie es denn endet. So im Allgemeinen. Das Schicksal der Einzelnen war eher Zweitrangig.

Fazit:
Blutrünstig, grausam und spannend bis zur letzten Seite. Wer einfach mal ein bisschen (viel) Gänsehaut haben möchte, ist mit diesem Roman mehr als gut bedient. Obwohl die Verknüpfungen sehr gut waren, haben die vielen Charaktere mir jedoch besonders am Anfang Probleme bereitet.
4,5/5


Deadlands - Ghostwalkers: von New York Times Bestseller Autor Jonathan Maberry
Deadlands - Ghostwalkers: von New York Times Bestseller Autor Jonathan Maberry
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen [Rezension] Deadlands - Jonathan Maberry, 26. Oktober 2016
Eigene Meinung:
Dieses Buch entspricht eigentlich so gar nicht meinem Leseverhalten, aber irgendwie hat mich der Klappentext doch gereizt, denn die Kombination aus Fantasy, Western, historischer Roman, Steampunk und Horror klang doch ziemlich verlockend.

Der Einstieg verlief sehr schleppend. Es wir viel erklärt. Der Leser erfährt viel zu den geschichtlichen Hintergründen und der amerikanischen Geschichte. Das ist zwar sehr gut, denn ich bezweifle, dass sich da viele Menschen wirklich auskennen werden, aber es zögert die eigentliche Handlung doch sehr heraus. Außerdem erfährt man einiges zu den Hintergründen der Charaktere und die Geistersteine werden näher beleuchtet. So richtig Saft kommt in die Geschichte erst nach circa 150 Seiten, doch dann wird es richtig richtig spannend. Intensiv werden diverse Kampfszenarios beschrieben und wer für solche überhaupt kein Faible hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Diese Kämpfe sind neben dem Erforschen der Geisterstein-Gegenstände, das Herzstück des Buches. Sie sind sehr präzise durchdacht und machen Sinn. Ich hatte oftmals das Gefühl, als wäre ich wirklich dabei, wenn prähistorische Wesen plötzlich zum Leben erwachten.

Der Schreibstil ist geprägt von ausufernden Beschreibungen und tiefgehenden Begründungen. Das ist einerseits sehr gut, denn sonst wäre man als Leser anhand der komplexen Geschichte wahrscheinlich aufgeschmissen. Andererseits ist es manchmal doch sehr viel. Maberrys Erläuterungen lassen sich allesamt sehr flüssig lesen, aber ich habe mich doch das ein oder andere Mal dabei erwischt, wie ich einige Zeilen mit einmal überflogen habe. Besonders wenn es um die zahlreichen Kampfszenen geht.

Die Charaktere haben das Talent sich bereits nach kurzer Zeit in das Herz des Lesers zu schleichen. Egal ob der grobe und direkte Grey Torrance, der gebildete und clevere Schaut-Weg oder die anderen Menschen, die sie im Laufe ihres Wegs aufgabeln, sie alle sind von den Charakterzügen sehr unterschiedlich und gerade das macht sie zu einem unverbesserlichem und eingeschweißtem Team.

Das Ende ist spannungsgeladen und voller Action und besonders das Einflechten von Prolog 1 und 2, um den Leser von seinem Adrenalinschub wieder runterzuholen, fand ich mehr als gelungen.

Fazit:
Gemeinsam mit Grey und Schaut-Weg, begibt sich der Leser auf eine spannende Reise voller merkwürdiger Kreaturen, übersinnlichen Erlebnissen und charakterstarken Figuren. Wenn man erst einmal den zähen Anfang hinter sich gebracht hat, stürzt von einem spannenden Erlebnis ins nächste.


Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung
Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

4.0 von 5 Sternen Dark Elements. Sehnsuchtsvolle Berührung - Jennifer L. Armentrout, 3. September 2016
Eigene Meinung:
Endlich (oder auch leider) beginnt der letzte Ausflug in Laylas Welt.
Mit den Dark Elements Büchern hat Jennifer L Armentrout eine meiner liebsten Buchreihen geschaffen. Kaum eine wie sie schafft es mich so gut zu unterhalten und gleichzeitig mit den Charakteren mitfiebern zu lassen.

Nachdem Band 2 mit einem fiesen Game-Changer geendet hat, wurde hier umgehend da weitergemacht, wo aufgehört wurden ist.
Einige der Wendungen fand ich doch etwas verwirrend und einige Szenen (z.B. die Tattooszene) fand ich schlichtweg überflüssig und in die Länge gezogen.

Ich bin einfach ein großer Fan von Frau Armentrouts Sarkasmus und ich musste mehr als einmal deftig grinsen. Ich finde die "Dark Elements" schafft es sehr gut zwischen Jugendbuch und Erwachsenenroman zu wandeln.

Layla wirkt gefestigter in diesem Band und ihre Reise hat sie sehr weit gebracht.
Roth hatte für mich leider etwas an Stärke eingebüßt. Hier und da kommt er doch etwas verweichlichter rüber. Ich fand ihn weniger aufregend als in den Teilen davor.
Zayne war schon immer irgendwie nur ein Nebenspieler, aber irgendwie wurde er immer mehr in den Hintergrund gedrängt.
Wenn ich mit den Hauptcharakteren nicht ganz glücklich war, dann war da doch immer Cayman, der mich belustigt und aufgeheitert hat.

Ich bin sehr froh, dass die Dreiecksgeschichte hier nicht endlos in die Länge gezogen wurden ist, sondern Layla sich recht bald entschieden hat und das ohne großes Trara. Mit ihrer Entscheidung kann ich sehr gut leben. So sehr ich mich freute, dass die Beiden nun endgültig ein Paar waren, die Szenen zwischen Ihnen sind manchmal arg kitschig gewesen. Romantik hin oder her, mir fehlt das sexy, sarkastische, schmalzlose Geplänkel der vergangenen Teile.

Das Ende war genial. Damit meine ich weniger den kleinen Ausblick auf die Zukunft, sondern viel mehr das kleine Intermezzo mit "dem Boss".

Fazit:
Ein guter Finalband, der die Reihe um Layla abschließt. Leider muss ich jedoch sagen, dass ich diesen Band am schwächsten fand. Das liegt zum einen an der doch recht kitschigen Liebesgeschichte, also auch am etwas weicheren Roth, sowie dem Ende das zwar spannend war, aber auch nicht hundertprozentig mitreisend.


Ghost (1.1) - Verflucht (Aurora 4)
Ghost (1.1) - Verflucht (Aurora 4)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen [Rezension] Ghost. Verflucht 1.1 - Caroline G. Brinkmann, 18. August 2016
Eigene Meinung:
Mit Ghost begibt sich der Leser wohl in die bisher düsterste Welt der Aurora Heldinnen. Und ich als Liebhaber von düsteren und gruseligen Geschichten habe sofort Gefallen daran gefunden.
"Verflucht" beginnt in der Unterwelt. Diese ist quasi der Schwarzmarkt von Elenoras Heimatstadt. Hier werden weniger illegale Dinge vertickt, als vielmehr Sachen verkauft, die in der normalen Welt keinen Platz haben: von Tieren abseits der Norm, Tattoos die im Dunklen leuchten oder Artefakten, die übernatürlich angehaucht sind. Hier findet jedes schwarze Herz was es begehrt.
Gerade diese Location fand ich grandios gewählt: Gänsehaut inklusive. Es war einfach spannend all die verschiedenen Dinge zu sehen und sich immer tiefer in die Dunkelheit zu begeben. Mit fließendem Fortlauf und ohne viel Tra-ra gerät das Mädchen aus gutem Haus in eine psychiatrische Klinik und spannend versucht Eli herauszufinden, was es mit ihrer toten (leicht verrückten) Tante auf sich hat.
Auf Geschichten die mit psychischen Krankheiten zu tun haben, freue ich mich immer sehr, bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen aber auch immer sehr kritisch. Die Autorin steigt nicht zu tief in die Materie ein, was dem kurzen Buch gut tut. Trotzdem gibt sie einen guten Überblick, schreibt nie herablassend und schafft es auch hier und da mal eine amüsante Zeile in die gruseligen Erlebnisse einzustreuen.

Caroline schreibt insgesamt sehr wunderbar realistisch. Ich konnte den Zeilen leicht folgen und mit einfachen Mitteln wurden die verschiedenen Situationen von ulkig bis gruselig angepasst.

Elenora ist genau mein Fall Protagonistin. Sarkastisch, zynisch und mit einer Liebe zum Absurden. Sie hat ein gutes Herz und versucht aus jeder Situation das Beste zu machen.

Wie habe ich das Ende verflucht, ich hätte so so gern sofort weitergelesen. Es endet an der spannendsten Stelle.

Fazit:
Ghost sieht, wie ihr Name schon andeutet, Geister.

Besonders die spannungsreiche Stimmung und die Gruselelemente haben den ersten Teil von Elenoras Geschichte zu meinem vorläufigen Highlight der Aurora Reihe gemacht.


Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)
Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen [Rezension] Lexi Littera. Macht der Tinte 1.1 - Lucia S. Wiemer, 18. August 2016
Eigene Meinung
Die Novelle beginnt recht ruhig, mal davon abgesehen, dass Clara plötzlich Bücher leer"trinkt" und dann mit Tinte um sich spritzt. Der Leser erfährt zu Clara erstmal einiges an Hintergrundwissen beziehungsweise etwas mehr zu ihrem Ort.

Der Schreibstil ist bis jetzt der einfachste der Bücher, das ist jedoch überhaupt nicht schlecht, denn an Witz und Spannung mangelt es keineswegs. Ich glaube es hätte auch gar nicht ausführlicher sein dürfen, denn sonst hätte ich wohl bei der Erklärung rund um Claras Kräfte nicht gewusst worum es eigentlich geht.

Clara ist Heldin Nummer Drei und mit ihr kann ich mich wohl am Meisten identifizieren. Sie ist ein Bücherwurm, sieht nicht wie ein Supermodel aus und fliegt eigentlich unter dem Radar, wenn da nicht die ständigen Mobbingattacken wären, unter der sie leidet.
Im Gegensatz zu den anderen Novellen, erfährt man hier fast ein bisschen mehr von den Nebencharakteren. Die Model-Truppe kommt zwar noch etwas stereotypisch daher, aber besonders ihre schlagfertige und unterstützende beste Freundin Odette und ihr schlauer Kater Sir-Maunzelot, den sie plötzlich verstehen kann, haben sich sofort in mein Herz geschlichen.

Das was mich am Meisten gestört hat war das unrunde Ende. Während die beiden Vorgängernovellen zumindest halbwegs das Gefühl vermittelten, dass Etappe 1 angeschlossen wurden ist, so finde ich hier die Auflösung über den Gegner noch etwas zu dürftig. Aber da ich ja weiß, dass alle Novellen zusammengehören und eigentlich auch nicht voneinander gelesen werden sollten (also nicht nur einige der Novellen einer jeden Heldin), kann ich damit leben und meine Erwartung wurde nur umso mehr angekurbelt.

Fazit:
Lexi Littera besitzt die Macht der Tinte.

Durch diese sehr komplexe Fähigkeit, die ihr volles Ausmaß erst noch unter Beweis stellen muss, kann ich mich (wie wohl jeder Blogger) sehr gut mit ihr identifizieren und in sie hineinversetzen.
Sie ist anders als andere Romanheldinnen und ich freue mich auf viele weitere Abenteuer mit ihr (und natürlich Unterhaltungen mit ihrem Kater).

4,5/5


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