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Rezensionen verfasst von
Matthias Feil
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Paulus und Luther: Ein Widerspruch?
Paulus und Luther: Ein Widerspruch?
von Hans-Christian Kammler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fundierte Einführung zur New Perspective, 17. September 2013
Rezension: Paulus und Luther. Ein Widerspruch?
Tagungsband der Luther-Akademie Sondershausen-Ratzeburg e.V., hg. von Hans-Christian Kammler und Rainer Rausch, Hannover 2013.
Das Thema des Paulinismus Luthers wurde auf der Frühjahrstagung der Luther-Akademie Sondershausen-Ratzeburg in verschiedenen Methodenschritten angegangen. Davon zeugt der hier zur Rezension Tagungsband in der Vielfalt seiner Beiträge.
Im ersten Teil findet man zwei Predigten. Die erste über Gal. 3,1-14 von Jonathan Kühn ist recht kurz gehalten und hat ihren Sitz wohl in einem der Tagzeitengebete. Ausführlicher dann die Predigt von Johannes von Lüpke (Prof. Wuppertal) zu 1. Tim. 1,12-17, die den Text der Lutherübersetzung positiv und kritisch zum Urtext in Beziehung setzt.
Kompetent und in der gebotenen Ausführlichkeit führt dann Hans-Christian Kammler (Priv.-Doz. Tübingen) in die Thematik der neuen Paulusperspektive ein. Besonders die Auseinandersetzung mit den Positionen von Ed Parish Sanders und James D. G. Dunn nehmen hier verständlicherweise breiten Raum ein. Ein Zitat des Ersteren: „Martin Luther, dessen Einfluss auf spätere Interpreten enorm war, stellte Paulus‘ Aussagen in den Mittelpunkt seiner eigenen, gänzlich anderen Theologie.“ bildet den Ausgangspunkt zur Besprechung verschiedener Paulusperspektiven. Ob eine gänzlich andere Theologie bei Luther gegeben ist, wird im Folgenden anhand der drei Grundthesen der Neuen Paulusperspektive unter Einbeziehung der Quellen und einschlägiger, auch neuer Sekundärliteratur erörtert.
Die erste Grundthese: „Die Forderung einer Fundamentalkritik an der für die abendländische bzw. westlich-reformatorische Theologie und Kirche bestimmenden Paulusinterpretation Augustins und Luthers auf Grund und verbunden mit einer Neubestimmung von Bedeutung und Stellung der Rechtfertigungslehre im Gesamtgefüge der paulinischen Theologie“.
Beacht- und -dauerlich ist, dass von Augustin und seiner Gnaden- und Rechtfertigungslehre wenig oder überhaupt nicht mehr die Rede ist, bedarf sie doch laut dieser ersten These einer Neubestimmung im Gesamthorizont paulinisch-reformatorischer Theologie. Stattdessen wird aber exegetisch erhellend dem sog. Problem von Kontinuität und Diskontinuität bei Paulus nachgegangen. Dies geschieht anhand von Phil. 3 (Schlagwörter: (πάντα σκύβαλα; ζημία) und dem Galaterbrief (ἰουδαίζειν). Die Deutung von Röm. 7 auf den Gläubigen als simul iustus et peccator wird hier, auch wenn die Position (aus Vorsicht?) der Sekundärliteratur überlassen wird, zum ersten Mal, und „zu Recht“ (37) abgelehnt. Schärfer wird dann sogar von einer „Fehlinterpretation von Röm. 7“ (38) gesprochen, diesmal leistet der wissenschaftliche Apparat leider keinen Beitrag zur näheren Auseinandersetzung, auch Kammler fasst sich in zwei Sätzen sehr kurz. Hier würde ich ein erstes Fragezeichen an den Aufsatz setzen.
Die zweite Grundthese: „Kritik am latenten Antijudaismus der „alten“ Paulusinterpretation (das Judentum als Religion der „Werkgerechtigkeit“) durch eine korrigierte, positive Sicht des Judentums (das Judentum als Religion des „Bundesnomismus“ und der Gnade)“ (38).
Kammler macht einen „fundamentalen Unterschied“ (40) geltend „zwischen Paulus auf der einen Seite und lutherisch geprägten Paulusinterpreten wie etwa Rudolf Bultmann und Ernst Käsemann auf der anderen Seite“. Bei jenem sei das Problem an der Gesetzesgerechtigkeit das Nicht-Können, bei diesen das Nicht-Wollen und somit ein subjektives Problem. Zumindest Bultmann kommt in einer Fußnote zu Wort, in der er sich dahingehend äußert, dass „schon die Absicht, durch Gesetzeserfüllung vor Gott gerecht zu werden, Sünde [ist], die an den Übertretungen nur zu Tage kommt“. Die Kritik Kammlers und der Neuen Paulusperspektive ermangelt aber theologische und philosophische Gründlichkeit. Besonders in dieser Frage wäre eine Einbeziehung der Systematischen Theologie sehr wünschenswert gewesen, neuere Arbeiten liegen vor von Eberhard Jüngel, (das Evangelium von der Rechtfertigung des Gottlosen als Zentrum des christlichen Glaubens) und Friedrich Beißer (Der Christliche Glaube Bd. 5, Neuendettelsau 2008), einschlägig aber Paul Althaus, Paulus und Luther über den Menschen, Gütersloh 4. Aufl. 1963.
Da Kammler für die gängige lutherische Position kaum Zitate beibringt, was ihm aber für die Gegenposition sehr wohl gelingt, möchte ich diese nun in die Diskussion eintragen: „Der Mensch ist ganz auf das Glauben gestellt, nicht nur, nicht erst, weil er mit seinen sündigen Werken nicht vor Gott bestehen kann, sondern schon, weil der Mensch nichts, und wäre es eine vollendete Heiligkeit, vor Gott bringen darf und kann, um damit seine Existenz vor Gott zu schaffen und zu sichern. Denn Gott will Gott bleiben, der einzige Schöpfer und Herr. Von seiner Gnade muß nicht nur der Sünder, sondern müßte auch der vollendet Gerechte leben.“ (Althaus, aaO 29). So gesehen ist die Rechtfertigung theozentrisch, also, um mit Kammler zu reden, objektiv, nämlich um der „Gottheit Gottes willen“ (ebd.), und nicht hamartiozentrisch, nämlich nach dem Rechtfertigungsbedürfnis des Menschen. M.E. ist hier Kammler mit seiner eigenen Terminologie kritisch zu hinterfragen. Kammler bringt darüber hinaus Günter Kleins Paulusverständnis in die Diskussion, wonach „toragemäße Intaktheit mitnichten die Überwindung der Krise vor Gott, sondern deren äußerste Zuspitzung [signalisiere]“. Dass man über Sätze von solcher Steilheit reden muss, ist ohne Frage. Sie müssen Spitzensätze sein und bleiben, um sie muss kritisch gerungen werden. Ob sie in der gegebenen Kürze der bloßen Zitation etwas zur bedachten Positionierung beitragen, bleibt dahingestellt. Ich möchte diesen Themenkomplex lieber mit einem Lutherzitat zusammenfassen, … quod homo, qui per omnia legem virtute Spiritus Sancti impleret, tamen debeat implorare misericordiam Dei, qui constituit non per legem, sed per Christum salvare (TR I, 85, zitiert nach Althaus aaO, ebd.).
Kammlers Darstellung beschäftigt sich sodann mit dem Wort καυχᾶσθαι, dem er in der lutherischen und Bultmann’schen Theologie (s. Ders., Art. καυχᾶσθαι, in: ThWNT III, 646-654) zu viel Raum eingeräumt sieht. M.M.n. fehlt es hier erneut der gesamtbiblischen Reflexion, geht es doch bei dem Begriff καυχᾶσθαι um das Stehen vor Gott, um die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Schließlich kann seitens Kammlers „positiv […] gewürdigt werden, dass Sander’s Sicht zu einer geschärften Wahrnehmung der partizipatorischen Motive innerhalb der paulinischen Soteriologie nötig und vor einer juridischen Engführung der Rechtfertigungslehre bewahren kann, wie sie in der Tat bei Bultmann, nicht aber bei Luther vorliegt.“ (44).
Die dritte These setzt sich mit den Gesetzeswerken auseinander. Kammler führt hier mit guter Literaturauswahl in die Terminologie der Neuen Paulusinterpretation ein (boundary markers, identity markers) und äußert sich kritisch zu Dunn. „Hier gerät Dunn freilich in einen fundamentalen Widerspruch zu Paulus und seiner Rechtfertigungslehre. Denn das gesetzeskonforme Verhalten des Christen bekommt bei Dunn faktisch eine soteriologische Funktion – und zwar insofern, als es (wie schon bei Sanders) das „Staying in“, das Bleiben in der Heils- und Christusgemeinschaft, garantiert. Das aber bedeutet eine Konditionierung der Rechtfertigung durch die Heiligung bzw. eine doppelte Rechtfertigung. Damit bekommen bei Dunn Fragen der Ethik eine soteriologische Relevanz; das Handeln des an Christus Glaubenden wird für das Heil konstitutiv und ist nicht länger „Frucht des Geistes“ (Gal. 5,22f.) und damit Implikat und Konsequenz der Rechtfertigung. Das aber steht nicht nur in einem vollendeten Widerspruch zu Luthers Verhältnisbestimmung von Glaube und Liebe, sondern acuh zu der des Paulus, auf die sich Luther an dieser für seine Theologie zentralen Stelle zu Recht beruft.“(49f.).
Dem ist mE völlig zuzustimmen. Von daher erfährt auch „die paulinische Paraklese“ eine neue Verhältnisbestimmung, sie ist „dementsprechend nicht im Sinne eines „tertius usus legis“ zu verstehen, sondern als „usus evangelii““ (51).
Am Schluss seines Aufsatzes fasst Kammler noch einmal die Ergebnisse des Vergleichs zwischen dem Anliegen der Neuen Paulusperspektive und Luthers zusammen. Alles in Allem legt er einen abgerundeten Überblick vor, der hervorragend in die Voraussetzungen der Neuen Paulusperspektive einführt, der aber immer wieder kritisches Nachfragen notwendig macht und daher eine eigene Stellungnahme fordert.
Oswald Bayer erweist sich in seinem Beitrag „Das paulinische Erbe bei Luther“ einmal mehr als herausragender Lutherkenner. Durch ausführliche Zitate lässt Bayer Luther selbst zum Thema sprechen. Breiten Raum nimmt die Bestimmung des Wortes Gottes als Lex et Evangelium ein. Man merkt: hier soll erst einmal der Grundstein gelegt werden, was im Luther’schen Sinne „Schriftprinzip“ ist. Mit den Worten „sola fide“ und Christus als „Mitte der Schrift“, sind Proprien lutherischen Glaubensverständnisses benannt. In wünschenswerter Deutlichkeit tritt dabei hervor, was Glaube ist und was nicht. „Die Liebe kommt nicht zum Glauben hinzu, um ihn zu ergänzen. Vielmehr wird – so lässt sich der griechische Wortlaut von Gal. 5,6 in der Tat übersetzen – der Glaube in der Liebe seine ihm selbst eigene Energie los; als Glaube ist er in der Liebe tätig.“ (69).
Es folgen Bibelarbeiten über Gal 2; Gal 3; Röm 3 und Röm 7. Als ertragreich empfinde ich die Erkenntnisse rund um den Glaubensbegriff und den Nomosbegriff. Weniger gelungen finde ich die Bestimmungen des Selbstverständnisses des Sünders, Sarx und Pneuma, und völlig verfehlt die Auslegung zu Röm 7 und dem thema „simul iustus ac peccator“. Hier grenzt die Methode der Verifizierung von Randlossen an höchstwichtigen Stellen (Röm. 7,25b) in Verbindung mit dem Dringen auf einen „transsubjektiven, nicht innersubjektiven Konflikt“ (117) an Banalisierung. Warum Solches? Die Literaturangaben führen Schmithals und Kümmel, ad fontes und in den Konflikt der Gegenposition wurde hier offensichtlich nicht gegangen. Die Exegese am Text selber ist aber mE relativ sauber.
Johannes von Lüpke schließt den Tagungsband mit „Luthers Rechtfertigungslehre im Grundriss seiner Thesen über Röm 3,28“ sehr würdig ab. Auch er kritisiert in einer Fußnote Kammlers Position betreffs des Grundes der Unmöglichkeit der Heilserlangung auf dem Gesetzeswege: „Wenn Kammler den „fundamentalen Unterschied zwischen Paulus auf der einen Seite und lutherisch geprägten Paulusinterpreten […] [sic!] auf der anderen Seite“ darin erkennt, dass diese die Verfehlung in einem gerecht werden Wollen sehen, während Paulus selbst behauptet, „dass der Mensch durch ‚Gesetzeswerke‘ nicht gerecht werden kann“, so dürfte Luther selbst in dieser Hinsicht sehr wohl mit Paulus übereinstimmen.“ (127 Anm. 6).
Der Tagungsband ist ausdrücklich zu empfehlen, schon die Einführung in die New Perspective on Paul ist die Anschaffung wert. Vermisst habe ich eine „post New Perspective perspective“, bzw eine eigene Stellungnahme, die nicht nur in der Kritik von Positionen besteht.
Die Exegesen der Bibelarbeiten sind wissenschaftlich meist gut intersubjektiv nachvollziehbar und daher zur kritischen Auseinandersetzung wärmstens empfohlen. Die Autoren schreiben verständlicher als diese Rezension es vermuten lässt, das Buch wäre aber doch nur den des Griechischen mächtigen Lesern ein voller Gewinn.
Zur handwerklichen Machart des Buches: Erfreulich großer Druck, hohe Qualität was Papier und Einband anbelangt, dahingehend ein wirkliches Schmuckstück. Gesetzt aus der Palatino Linotyp bei 12 Punkt.
Matthias Feil, stud. theol.


Hebräische Verben: in Bildern schneller lernen
Hebräische Verben: in Bildern schneller lernen
von Andreas Käser
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für mich die einzige Methode, 11. November 2011
Liebe Hebräischlerner,
kurz bevor ich am Verzweifeln war, stieß ich durch Zufall auf dieses Heft.
Für mich ist inzwischen klar, es geht fast nur so, die Vokabeln zu behalten. Ich übertrage die Methode inzwischen auf alle Verben, auch diejenigen, die nicht selbst im Heft vorkommen.
Das Eigenartige ist, dass ich mir auch ohne das genaue Bild das zugehörige Verb merken kann. Das menschliche Gehirn tickt schon eigenartig. Inzwischen brauche ich nur noch die dreiradikaligen Verben in Gruppen zu unterteilen, der Rest geht von ganz alleine, selbst ohne die Bilder der Verbhandlung. Beispiel: schata (schin-tav-he): irgendwas mit Schatten und Tür: aha, das heißt "trinken".
Es ist unlogisch, aber es funktioniert auf eigentümlich Weise...
Gottes Segen allen, die dadurch eine wesentliche Erleichterung und Schonung ihrer Nerven erleben werden.
M Feil


J.S. Bach: The Well-Tempered Clavier, Book I, Preludes and Fugues, S. 846-869
J.S. Bach: The Well-Tempered Clavier, Book I, Preludes and Fugues, S. 846-869
Preis: EUR 39,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöpferischer Klangwille, 9. April 2010
Selten habe ich eine Aufnahme des WTC gehört, die von so viel Kunstfertigkeit hinsichtlich der Gestaltung geprägt ist. Alles ist durchdacht und in der Phrasengestaltung zeigt sich Aldwell sehr flexibel. Größtmögliche Transparenz und Logik wohnen seinem Spiel inne, nichts klingt bemüht, aber auch klingt nichts nachlässig. Bach wird hier gelebt, es findet quasi eine Konversation zwischen Spieler und Komponist statt.


Well Tempered Clavier Book 1 P
Well Tempered Clavier Book 1 P
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 16,65

1.0 von 5 Sternen nichts Besonderes, 20. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Well Tempered Clavier Book 1 P (Audio CD)
Diese Version ist klanglich und interpretatorisch nicht wertvoll. Sie vermag nicht, Anreize zu geben, Aha-Effekte auszulösen.
Außerdem muß man beachten (was ich nicht tat) daß hier lediglich der erste Teil des ersten Bandes, sprich ein Viertel vorliegt.
Booklet ist nicht existent, nur ein Faltblatt liegt ein, auf dem aber nichts steht.
Alles in allem nicht der Rede wert.
Ich verweise auf bessere Aufnahmen, die es wie Sand am Meer gibt. Gulda, Jarrett, Roger Woodward sind meine Favoriten.


Resonance De L'originaire
Resonance De L'originaire

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausgesprochen erfreuliche Aufnahme, 15. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Resonance De L'originaire (Audio CD)
In dieser Aufnahme werden drei vierhändige Werke des späten Schuberts (alle drei Werke aus dem Todesjahr) zwei jugendlicheren Sonaten gegenübergestellt.

Die Qualität der Aufnahme ist ausgesprochen gut.
Der Yamaha-Flügel sorgt in den langsamen Stellen der f-moll Fantasie durch seinen warmen Klang für Rührung, tut aber auch in forscheren Stellen sein Übriges und wird dem Zugriff der beiden Anschlagskünstler vollauf gerecht. Dadurch wird der Kontrast zwischen deklamatorischen und sensibel schwelgerischen Passagen sichtbar.

Sowohl die sich schon vor längerem als äußerst intelligent spielende Pianistin etabliert habende Maria Pires, als auch der unbekanntere Ricardo Castro zeigen bei lyrischen sowie bei agressiveren Stellen ein enormes klangliches und anschlagstechnisches Differenzierungsvermögen.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Bach Concertos 5- CD Set
Bach Concertos 5- CD Set
Preis: EUR 17,99

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfekte Klanqualität, 16. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Bach Concertos 5- CD Set (Audio CD)
Guten Tag,
Trevor Pinnocks Aufnahme der Bachschen Konzerte ist ein wahrer Schatz.
Die Abmischung der einzelnen Instrumente und Stimmen ist tadellos, man kann jedes Instrument deutlich heraushören, nirgendwo schwimmt etwas ineinander ect.
Die Musik ist rhythmisch sehr präzise artikuliert, wodurch in den Ecksätzen ein Einheitscharakter entsteht.
Die Cembali sind sehr klangkräftige Exemplare, so wie sie in Bachs später Phase von Silbermann gebaut wurden, nach paarmaligem Hören wünscht man sich nie mehr einen modernen Konzertflügel an ihrer statt.
Ich erachte diese Aufnahme als "Pflichtlektüre" für jeden Kenner und Liebhaber Bachscher Concerti.


Johannes-Passion (Gesamtaufnahme)
Johannes-Passion (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 8,99

43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besonders die Arien sind sehr gelungen, 16. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Johannes-Passion (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Guten Tag,
wie jede Aufnahme, hat auch diese Aufnahme ihre Schwachstellen.
Jedoch sind diese Schwachstellen nicht pauschal anzugeben, sondern eine Frage des Geschmacks.
Meiner Meinung nach, sind die Chöre zu "brav". Dies liegt wohl daran, daß der Thomanerchor relativ junge Stimmen hat.
Wenn sie singen "nicht diesen, nicht diesen sondern Barrabam!", klingt es irgendwie zu "schön", zu sehr cantabile, bel canto.
Diese Stellen sind meiner Meinung nach sehr deklamatorisch zu artikulieren, jeder Ton mit portato, sforzando und marcato zu singen; schließlich sind diese Trubae-chöre Ausdruck einer wütenden Volksmasse, die etwas fordert. (Das lyrische cantabile des Thomanerchores paßt dazu ungefähr genauso gut wie eine schweigende Demonstration zu den Forderungen streikender Gewerkschaftler).
Die Tempi finde ich in einigen Fällen gerade an der Grenze zum zu langsam werden.
Die Choräle sind allerdings gut interpretiert: hier passt der Thomanerklang besser zur Grundstimmung, nur die kleinen Chöre wirken etwas verschlafen.

Wer das nicht haben möchte, dem sei die Aufnahme von J.E. Gardiner (Archiv) anzuempfehlen, die allerdings auch Schwachstellen hat.

Nun zu den positiven Seiten:
Der Evangelist: mein Vorrezensent schreibt etwas von einer wahren Wonne, und das ist wirklich nicht übertrieben.
Der Evangelist Peter Schreier singt absolut einwandfrei, wobei er besonders durch seine differenzierte Vokalfärbung überzeugt, und er trifft in jedem Fall die richtige Stimmung.

Sämtliche Solisten sind großartig.
Hören Sie sich den Anfang von "Ach mein Sinn" an.

Alles in allem ist die Aufnahme wirklich gut, besonders auch wegen des saftigen Orchesters, das zwar nicht, wie jemand gesagt hat, verschnörkelt historisch spielt, aber dennoch zwei alte Traversflöten und eine oboe da caccia, sowie einige alte Streichinstrumente hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2010 12:33 PM MEST


Klavierkonzerte/2 Rhapsodien/+
Klavierkonzerte/2 Rhapsodien/+
Preis: EUR 17,46

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr klare und brillante Aufnahme, 9. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte/2 Rhapsodien/+ (Audio CD)
Emanuel Ax, den ich vor dieser CD nur vom Hörensagen kannte und hier zum ersten Mal hörte, spielt seinen Brahms sehr brillant und klar.
Für mich ist dies besonders bei den Klavierkonzerten wichtig. Klavierkonzerte sind Solokonzerte. Man kann sich kaum vorstellen, daß bei einem Geigenkonzert die Soloviolonistin nicht von den Instrumentalisten aus der ersten Geige zu unterscheiden ist, bei Klavierkonzerten jedoch wird manchmal gedacht "den Flügel hört man eh heraus". Dies ist aber nicht immer der Fall. Man sollte bei den Klavierkonzerten das Klavier sehr deutlich hören, damit man die differenzierte Interaktion mit dem Orchester deutlich hört.
Die Aufnahme ist zwar nicht ganz neu, das erste Konzert von 83 und das zweite von 97, aber das Klavier ist wirklich als Instrument im Vordergrund zu hören, was besonders an den hochvirtuosen Stellen sehr angenehm ist. Man muß nicht ganz genau hinhören um die Klangfarben zu hören. Emanuel Ax zeigt das Klavier in einem Reichtum und einer Tiefe, die man bei den romantischen Klavierkonzerten einfach braucht. Man hat bei Emanuel Ax das Gefühl, direkt neben dem Flügel zu sehen und ihm über die Schultern zu schauen, wie sich seine Hände bewegen. Für mich ist er auch insofern interessant, alsdaß er nicht allzu stark übertreibt. Die Aufnahme zeugt von großem Verständnis für Gefühle, drückt diese aber nicht überemotional aus. Somit bleibt es dem Hörer selbst überlassen, ob der mit diesen Gefühlen mitgehen will, oder nicht. Dieser "preußische" Stil, romantische Konzerte zu interpretieren ist mir zum ersten mal bei Annerose Schmidts Chopin-Konzerten aufgefallen und ich finde ihn bei ihnen und bei diesem Brahms sehr angebracht.
Die Zusammenstellung ist mit den beiden Konzerten, den Intermezzi, den Rhapsodien, und den Klavierstücken sehr gut getroffen und rechtfertigen allemal den Preis.


Stockmeier - Das Orgelwerk 1
Stockmeier - Das Orgelwerk 1
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 15,96

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "schöne" Interpretation, 31. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Stockmeier - Das Orgelwerk 1 (Audio CD)
Wolfgang Stockmeier spielt das Bachwerk an Kreienbrink-Orgeln.
Mir gefällt es gut, daß hier sehr klare Register gewählt wurden. Keines der Stücke ist zu dicht registriert.
Die Qualität der Aufnahme ist einwandfrei, es kommt kein Hall durch, sondern man kann jeden Klang deutlich hören.
Ich finde das bei Orgelmusik sehr wichtig, denn es gibt einige Organisten, die Bachs großartige Werke in meinen Augen etwas zu schwer nehmen. Mir kommt es dann immer so vor, als wollten sie zeigen, wie groß die Orgel ist, auf der sie spielen. Ein Beispiel hierfür ist das Präludium e-moll (548), wo man oftmals sehr schwere ("motzige") 16 Fuß Zungen im Hauptwerk hört. Dadurch geht die ganze Struktur und Ordnung im Präludium verloren, besonders bei großen Kirchen, wo man dann nur noch ein lautes Donnerwetter, aber keine schöne Musik mehr hört.
Mit dem Wort "schön" bin ich bei Bach sowieso etwas vorsichtig, insgesamt geht es in der Barockmusik ja nicht vordergründig um die Schönheit der Musik sondern um Leidenschaft und Pathos. Dennoch strahlt die Stockmeier Interpretation "Schönheit" aus. Man kann dies besonders beim Triolen-C-Dur Präludium feststellen, welches er sehr leichtfüßig spielt.
Was man weiterhin loben kann, ist, daß die Musik nicht übertrieben wird. Einige Bachinterpreten arbeiten mit viel Agogig und jede Kulmination wird mit rubato gespielt usw. Stockmeier gibt nur an einigen Stellen kleine Impulse (kurze Verzögerungen), die einen aufhorchen lassen. Ansonsten läuft das Rhythmusmodell von vorne bis hinten durch. Ein weiterer Pluspunkt der Interpretation ist ihre Schlichtheit. Man merkt, daß Stockmeier die Musik und nicht sich selbst in den Vordergrund stellt. Mir gefällt es zum Beispiel, daß er die Schlußtöne nicht so ewig lang aushält sondern genau richtig.
Im Pedal hätte ich mir manchmal ein bißchen mehr gewünscht, aber das ist meine eigene Meinung, andere Leute denken da sicher anders.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden und kann den Kauf dieser Sammlung weiterempfehlen. Lassen Sie sich nicht vom niedrigen Preis abschrecken.


Begegnung fürs Leben: Die Studienbibel für jeden Tag - Neues Testament
Begegnung fürs Leben: Die Studienbibel für jeden Tag - Neues Testament

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Studienbibel, 22. März 2008
Beim Rezensieren dieser Studienbibel kann ich mir meinem Vorgänger nur anschließen, der eigentlich schon alles gesagt hat.
Die Kommentare in den Fußnoten dienen einerseits zum Verständnis des Bibeltextes, andererseits geben sie konkrete Hinweise, wie man den Text im Alltagsleben umsetzen kann.
Die Auslegungen sind sehr gut und bleiben bei konfessionsgebundenen Unterschiden hinsichtlich der Bedeutung stets neutral und vertreten die Interessen des eigentlichen biblischen Textes.
Die Übersetzung ist modern, aber urtextnah. Es wird auf schöne Wendungen verzichtet und einfach so übersetzt, daß es dem Verständnis dient.
Somit ist der Text gut zum Begreifen, zum Auswendiglernen würde ich dennoch eher auf eine andere Übersetzung zurückgreifen.
Die optische Ausgestaltung der "Begegnung fürs Leben" ist sehr sehr ansprechend und übersichtlich. Das Buch ist gut gegliedert, der Index der Anmerkungen am Ende des Buches ersetzt einen Konkordanzteil, da ja zu jedem wichtigen Thema Anmerkungen gemacht werden.
Somit kann man praktisch von einem "Themenkonkordanzteil" sprechen, der nicht nur die Bibelstelle angibt, in dem das entsprechende Thema/ Wort vorkommt, sondern auch in welchem Zusammenhang es vorkommt.
So steht zum Beispiel unter "Timotheus": "seine Familie", "Beschneidung", "wer er war", "Paulus respektierte ihn", "sein Bericht an Paulus", "wurde nach Thessalonich geschickt", "diente Gott trotz seiner Jugend", "wurde mit Widerstand konfrontiert", "wie er Christ wurde", "KARTE: Paulus reist nach Mazedonien", "Profil [von Timotheus]", alles jeweils mit Versangaben und Seitenzahlen.
Die Profile sind meist eine Seite lang und geben Auskunft über eine bestimmte Person. Ein Text führt in den geschichtlichen Zusammenhang der betreffenden Person ein und gibt Auskunft über ihre Bedeutung damals und auch heute. Im unteren Teil jedes Personenprofil werden nochmal stichpunktartig die besonderen Eigenschaften, Lektionen aus dem Leben der Person, der Hintergrund und der Schlüsselvers zusammengefaßt.

Wie mein Vorgänger warte ich auf das Erscheinen des alten Testaments.


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