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Rezensionen verfasst von
Omar Faruk "Tom" (Köln)

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Islamische Bildungslehre
Islamische Bildungslehre
von Tilmann Schaible
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwurf zu einer islamischen Bildungslehre, 27. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Islamische Bildungslehre (Gebundene Ausgabe)
Der Islam ist in Deutschland zu einer eigenständige Größe geworden. Der Inhalt des islamischen Bekenntnisses und seine Auslegung durch die Muslime müssen in Zukunft die Maßstäbe für Gespräch und Auseinsandersetzung bestimmen.

Harun Behrs Entwurf zu einer islamischen Bildungslehre durchbricht die eingeübten Formen der Rede über den Islam, weil er in keine Schublade passt: weder in die Dialog noch in die Fundamentalismus-Schublade, weder in die der autoritären noch der anti-, nicht- oder unautoritären Erziehung. Es ist das Buch eines deutschen Muslims, der geprägt ist von der hiesigen Kultur und sich zugleich intensiv mit den Grundlagen seiner Religion auseinandergesetzt hat; eines Pädagogen an einer staatlichen bayerischen Grundschule, der sein Fach sorgfältig studiert hat und das gelernte in die Praxis umsetzt, aber gleichwohl als Muslim in Theorie und Anwendung ganz eigene Akzente setzt. Es ist ein traditionsverbundenes und zugleich eigenständiges Buch, geprägt vom Bemühen um Offenheit - ob gefällig oder nicht - und um Verzicht auf oberflächliche Polemik.

Ihnen wie auch Religionsfremden gibt es einen Einblick in die Motive und Gründe einer islamische Lebensführung - für Kindererziehung und auch für die Selbsterziehung der Erwachsenen.
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Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam
Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam
von Muhammad Iqbal
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muhammad Iqbal - ein konservative Reformer, 9. Juli 2008
Die Wiederbelebung des religiösen Denkens

Muhammad Iqbal - ein konservative Reformer

Der Dichter und Denker Muhammad Iqbal, ein Indomuslim aus Sialkot im heutigen Pakistan, gilt als Vordenker des islamischen Erwachens. Sein philosophisches Hauptwerk, "Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam", stellt Ludwig Ammann vor.

"Ich habe die meiste Zeit meines Lebens damit verbracht, westliche Philosophie zu studieren. Diese Sichtweise ist mir jetzt fast zur Gewohnheit geworden. Bewusst wie auch unbewusst untersuche ich die Fakten des Islam aus diesem Blickwinkel. Als Folge davon habe ich mehrmals erfahren, dass ich mich zu dieser Problematik auf Urdu nicht adäquat ausdrücken kann."

Das spricht Bände. Kein Wunder also, wenn sich das Werk für uns so gut liest: Es ist unsere, die westliche Sicht auf den Islam, von der es sprachlich, begrifflich und denkerisch zutiefst geprägt ist.

Nach Studienjahren in Lahore, wo Muhammad Iqbal seinen Magister in Philosophie machte, kam er 1905 nach Europa und studierte in Cambridge, München und Heidelberg Rechtswissenschaften und Philosophie. In München promovierte im Fach Philosophie

1928 hielt Iqbal an den Universitäten von Madras, Hyderabad und Mysore sieben Vorträge über Gott und die Welt, die in dem Band "Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam" versammelt sind.

Ein geistiges Abenteuer

Dies ist kein verstaubtes Zeugnis einer längst vergangenen Epoche, es ist noch immer ein geistiges Abenteuer ersten Ranges und als solches allein das Verdienst eines Mannes, der die Erkenntnisse vieler Wissenstraditionen von Ibn Arabi und Fakhr ad-Din Rasi bis Einstein, Bergson und Freud souverän überschaute.

Dass der Westen den Osten überholt hatte, begriff er wie so viele Denker seiner Generation als Folge einer vielhundertjährigen "intellektuellen Erstarrung" des Islam. Darum gelte es, das religiöse Denken wieder zu beleben:

"Die Aufgabe, der der moderne Muslim gegenübersteht, ist unermesslich. Er muss das gesamte System des Islam neu denken, ohne völlig mit der Vergangenheit zu brechen". Eine wichtige Voraussetzung der Erneuerung sei dabei eine kritische Rezeption des modernen Wissens:

"Der einzige Weg, der uns offen steht, besteht darin, sich dem modernen Wissen mit Respekt, jedoch auch mit einer unabhängigen Haltung zu nähern und die Lehren des Islam im Lichte dieses Wissens zu würdigen."

Iqbal war über dem Studium westlicher Denker nicht zum religionsfernen Europäer geworden, so weit ging die Verwestlichung nicht. Wenn Iqbal die Rekonstruktion des religiösen Denkens fordert, dann meint er das auch so.

Die Muslime als Gründer der modernen Wissenschaft

Auf der einen Seite gelte es, die Rezeption der modernen Wissenschaft, sprich Naturwissenschaften, zu rechtfertigen. Das gelinge durch den Nachweis ihres islamischen Ursprungs:

Die empirische Haltung des Koran habe die Muslime zu Gründern der modernen Wissenschaft werden lassen, die Geburt des Islam sei die Geburt des induktiven Verstandes, eine intellektuelle Revolte gegen die spekulative Philosophie der Griechen.
Die experimentelle Methode der Araber sei dann in Europa rezipiert und weiterentwickelt worden.

Auf der anderen Seite ist für Iqbal die mystische Erfahrung Gottes so wirklich wie jede andere menschliche Erfahrung; und da die Sicht der Naturwissenschaften segmentär sei, nehme die Religion bei der Synthese aller menschlichen Erfahrungen einen zentralen Platz ein. Sie allein stelle einen intimen Kontakt her zur Realität, und zwar in einer als "Gebet" beschriebenen geistigen Haltung.

Die Dynamisierung des religiösen Denkens sei aber nicht nur eine Frage der Rezeption des modernen Wissens. Dreh- und Angelpunkt sei vielmehr ein dynamisches Welt- und Selbstverständnis des Islam, nach Iqbal das wieder zu entdeckende wahre Wesen des Islam im Widerstreit mit einem irrigen fatalistischen Begriff der göttlichen Vorbestimmung.

Das große Missverständnis des Schicksalbegriffs

Dazu entwirft er eine Theologie des schöpferischen Wandels: "Es ist die als organisches Ganzes betrachtete Zeit, die der Koran als taqdir oder als Schicksal beschreibt, ein Wort, das sowohl in als auch außerhalb der Welt des Islam so sehr missverstanden wurde.

Schicksal ist die Zeit, vor der Enthüllung ihrer Möglichkeiten gesehen [...]. Das Schicksal eines Dinges ist nicht eine unbeugsame Vorherbestimmung, die von außen her einwirkt wie ein Zuchtmeister; es ist die innere Reichweite eines Dinges, seine verwirklichbaren Möglichkeiten [...].Wenn die Zeit wirklich ist [...], dann ist jeder Moment im Leben der Realität original und gebiert das, was absolut neu und unvorhersehbar ist."

Die Rechtsfindung zwischen Beständigkeit und Wandel

Auf dem tückischen Feld der Jurisprudenz identifiziert er wie Generationen von Reformmuslimen und Orientalisten den Idschtihad, das unabhängige Urteil oder die freie Rechtsfindung, als "Prinzip der Bewegung in der Struktur des Islam".

Um die Kategorien von Beständigkeit und Wandel zu versöhnen, brauche die islamische Gesellschaft einerseits ewige Prinzipien, "um ihr kollektives Leben zu regeln, denn das Ewige gibt uns Halt in der Welt des steten Wandels".

Da andererseits ewige Prinzipien lähmen könnten, wenn sie als Ausschluss jeglichen Wandels verstanden würden, brauche es den dynamisierenden Idschtihad.

Doch ausgerechnet die erzkonservativen Wahhabiten erklärt er zur modernen Bewegung, geprägt vom Geist der Freiheit des Idschtihad. Iqbal ist also kein liberaler Reformer, auch wenn er hierzulande gerne so verstanden wird, er ist ein konservativer Reformer, der sich um die "angemessenen Grenzen der Reformen" sorgt!

Gottesrecht als Quelle der Gesetzgebung

Genau das kennzeichnet auch seinen fein austarierten Entwurf einer "spirituellen Demokratie" als Alternative zu den nichtspirituellen Demokratien Europas, jenes "höchste Ziel des Islam" und sein Beitrag zum Fortschritt der Menschheit.

Denn wenn Iqbal die Autorität des Idschtihad auf eine gesetzgebende muslimische Versammlung überträgt, möchte er damit nicht nur die Beiträge einsichtiger Laien zu rechtlichen Diskussionen sichern.

Vielmehr gelte es auch, schwere Fehler bei der Auslegung der Gesetze zu vermeiden, und darum sollten die Rechtsgelehrten "einen wichtigen Bestandteil der gesetzgebenden muslimischen Versammlung bilden und zur freien Diskussion über Rechtsfragen beitragen und sie leiten".

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Beitrag an
brief@qantara.de
Das ist, unterm Strich, das, was konservative islamische Reformbewegungen fordern, wenn sie gegen den völligen Ausschluss von Gottesrecht von gesetzgebenden Verfahren Sturm laufen. Sie gelten als radikale Islamisten und Feinde der Demokratie, weil sie Gottesrecht, die hierzulande verteufelte Scharia, nicht einfach dem Mülleimer der Geschichte überantworten wollen und stattdessen auf Modernisierung durch Rechtsfortbildung setzen.

Auch Sir Muhammad Iqbal ist so ein "Islamist". Unser Verständnis des islamischen Aktivismus in allen seinen Ausformungen könnte gewaltige Fortschritte machen, wenn wir die Scheuklappen abnehmen und an religiösen Denkern auch das Religiöse ernst nehmen würden, statt sie auf unkritische (oder aber: nicht hinreichend gelehrige) Adepten des weltlichen Denkens Europas zu reduzieren.

Ludwig Ammann

© Qantara.de 2005

Muhammad Iqbal: Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam. Aus dem Englischen von Axel Monte und Thomas Stemmer, Verlag Hans Schiler 2004


Lan Tabur. Themenregister des Al-Qur'an Al-Karim
Lan Tabur. Themenregister des Al-Qur'an Al-Karim
von Muhammad Rassoul
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Themenregister des Al-Qur'án Al-Karím in deutscher Sprache, 24. Juni 2008
Lan Tabur

Liebe Brüder und Schwestern im Islam! "Gedenkt Alláhs in häufigem Gedenken und lobpreist Ihn morgens und abends. Er ist es, Der euch segnet, und Seine Engel bitten darum für euch, daß Er euch aus den Finsternissen zum Licht führe. Und Er ist Barmherzig gegen die Gläubigen. Ihr Gruß an dem Tage, da sie Ihm begegnen, wird sein: »Frieden!« Und Er hat für sie einen ehrenvollen Lohn bereitet."

Diese frohe Botschaft habe ich zu Eurer Begrüßung dem Al-Qur'án Al-Karím, Sura 33, Vers 43, entnommen. Auf Euch seien Alláhs Friede, Barmherzigkeit und Segnungen!Wenn Ihr den Tenor eingangs dieses Werkes lest, werdet Ihr leicht feststellen, welche Voraussetzungen Alláh, hocherhaben sei Sein majestätischer Name, für die Gläubigen vorausschickt: damit Er ihnen ihren vollen Lohn und noch mehr aus Seiner Huld gibt; unter anderem werden dort diejenigen erwähnt, die Alláhs Buch verlesen. Es handelt sich dabei keinesfalls um ein bloßes "Verlesen". Darüber hinaus muß das Wissen aus dem Buch erworben und die Normen in die Tat umgesetzt werden, und gerade dies haben die Gefährten des Propheten Mu5ammad, Alláhs Wohlgefallen auf ihnen allen, getan; sie haben Abschnitte aus dem Qur'án auswendig gelernt und sich um weiteres Lernen erst gekümmert, nachdem sie das erste Wissen verstanden und es in ihrem Alltag praktiziert hatten.Denjenigen, die die arabische Sprache nicht beherrschen, bleibt nichts anderes übrig als sich einer Übertragung in ihrer Muttersprache zu bedienen. Aus diesem Grund ist oft der Versuch gemacht worden, die Bedeutung des Qur'án in verschiedene Sprachen zu übertragen, so daß seit vielen Jahren "Übersetzungen des Koran" im Umlauf sind. Die Suche nach Qur'án-Themen, insbesondere in den angefügten mageren Sachregistern bliebt nach wie vor mühsam und zeitraubend.Mit diesem Werk ist dieses Problem abgeschafft. Die Arbeitsmethode, um die vorliegende Arbeit zustandezubringen, bestand aus einer Textanalyse von 1612 Begriffen und Begriffshinweisen. Zur Erreichung dieses Zieles wurde der ganze Inhalt des Titels "Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'án Al-Karím in deutscher Sprache" in seiner 5. verbesserten Auflage übernommen und systematisch überarbeitet. Damit - besonders in der vorliegenden Systematik - ist es für jedermann zum ersten Mal in deutscher Sprache möglich, unter einem gesuchten Begriff alle Qur'án-Verse hintereinander zu finden. Der Benutzer findet immer eine vollständige Aufstellung für den gesuchten Stoff; er kann aber auch die gesuchten Stellen fotokopieren und für seinen eigenen Zweck auswerten. Dieses Verfahren hilft besonders bei der Vorbereitung eines Vortrags, dem schnellen Nachschlagen während einer Diskussion, oder auch bei der Bearbeitung einer Schulaufgabe über den Islam.In Betracht kommt ein weiterer wichtiger Faktor, nämlich, daß die Zahl der muslimischen Bevölkerung hierzulande ständig durch die Konversion zum Islam wächst. Mit diesem Wachstum tauchen mehr und mehr Fragen auf und mehrt sich die Suche nach Normen und Richtlinien des Islam. Der größte Gewinn aus diesem Werk ist also den Muslimen vorbehalten, die ihren Glauben leben wollen, oft Themen suchen, auf diese zurückgreifen und verweisen, Bestimmungen nachweisen wollen u.ä. Und somit finden die Muslime in diesem Nachschlagewerk ein praktisches Handbuch für das Familien- und Gemeindeleben.Aus den oben erwähnten Gründen und in Anlehnung an den Qur'án-Vers eingangs dieses Werks, liegt es auf der Hand, daß Lan Tabur als Titel hierfür etwa soviel bedeutet, wie daß die Bemühungen des Benutzers "nicht vergeblich", also nicht ohne Gewinn sein werden.Alláh sei mit Euch und Ihm gebührt alles Lob für Seine Güte und Gnade.

Abu-r-Ridá'Aus dem Vorwort
Lan Tabur
Themenregister des Al-Qur'án Al-Karím in deutscher SpracheDIN 4, gebunden, Islamische Bibliothek Köln(s. Bücherverzeichnis)


Die Seele der Savanne: Wie wilde Tiere fühlen
Die Seele der Savanne: Wie wilde Tiere fühlen
von Gabriela Staebler
  Gebundene Ausgabe

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Seele der Savanne. Was wilde Tiere fühlen, 20. Juni 2008
NDR Kulturjournal

Wilde Tiere in der afrikanischen Savanne - ganz nah und unverstellt, spektakuläre Momentaufnahmen - die Rede ist von den Bildern der Tierfotografin Gabriela Staebler. Seit 20 Jahren fotografiert sie Tiere. Und dafür braucht sie vor allem viel Geduld.

"Wenn ich auf Safari bin, verbringe ich von drei Wochen vielleicht zehn Prozent mit Fotografieren und den Rest nur mit Beobachten", sagt Staebler. "Das ist eben das Geheimnis zu diesen besonderen Bildern. Man bekommt eine gewisse Nähe zum Tier. Man sitzt da in seinem Geländewagen, ganz ruhig, und schaut nur zu, was die Tiere machen. Man kommt dem Intimleben der Tiere näher. Sie lassen es auch zu. Ich muss ja nicht nah an die Tiere ran. Und dann bin ich danach fähig, in dem Moment abzudrücken, wenn Emotionen gezeigt werden. Und Tiere haben Emotionen - absolut."

Löwenseelen
Mehr noch: Gabriela Staebler spricht von einer Seele und tritt den Beweis an mit ihrem neuen Bildband 'Die Seele der Savanne. Was wilde Tiere fühlen'. Sie zeigt auch die Aggression beim Kampf, bei der Jagd nach Beute oder die Angst des Opfers. Gabriela Staebler: "Es ist auch das Leid von einem verlassenen Tier etwa. Löwenjungen, die Mutter kommt nicht zurück. Die sind traurig. Die schreien wie kleine Babys und hoffen, dass die Mutter wieder kommt. Und dann gibt es natürlich viele Facetten von Glück. Wenn man herumtollende Löwenbabys sieht, kann man nur von Glück sprechen. Die sind zufrieden, die freuen sich des Lebens. Oder Zufriedenheit - ein voller Bauch, gerade was gefressen, zufrieden in der Sonne liegend."

Darwin war überzeugt
Schon für den Naturforscher Charles Darwin besaßen Tiere Gefühle. Aber ob sie sich darüber auch bewusst sind, ist bis heute ein Streit-Thema innerhalb der Wissenschaft.

Die Beobachtungen von Gabriela Staebler sind für den Berliner Biologen und Philosophen Cord Riechelmann durchaus nachvollziehbar: "Tiere haben natürlich Emotionen. Sie haben ein Nervensystem. Und von dem Moment an ist es möglich, dass man in bestimmter Form auf Umweltreize reagiert, das können auch Artgenossen sein oder 'Raub-Fress-Feinde'. Es kann alles mögliche sein. Und dann gibt es Emotionen."

Wo beginnt Emotion?
Aber wovon sprechen wir, wenn wir von den Gefühlen der Tiere sprechen? Ist es beispielsweise Mutterliebe wie beim Menschen? Gabriela Staebler: "Hat die Gazelle nun die Emotion Angst, wenn sie einen Löwen sieht oder hat sie das Gefühl Angst. Die Emotion wäre einfach - wenn ich weglaufe, habe ich eine gute Chance zu überleben. Aber spürt sie die Angst, dass der Löwe sie fressen könnte? Ist sie sich bewusst, dass sie Angst hat? Man weiß es nicht. Ich glaub' es, aber beweisen kann man es nicht."

Gabriela Staebler möchte die Gefühle der Tiere mit ihren Fotos transportieren. Sie will jedoch nicht, dass der Betrachter diese vermenschlicht. Genauso sieht es Cord Riechelmann: "Also Tiere sind natürlich erst einmal etwas Anderes. Sie sind erst Mal getrennt. Das wir alle aus einem kommen - ja o.k. - aber das ist geschenkt. Jetzt auf dieser aktuellen Stufe sind es andere Lebewesen. Und nicht nur durch die Sprache getrennt. Natürlich gibt es auch Gemeinsamkeiten. Die Übertragung führt leicht dazu, dass man meint zu wissen, was die Tiere wollen."

Wechselseitiges Interesse
Vor 20 Jahren auf einer Safari entdeckte die ehemalige Stewardess ihr Talent für Fotografie. Autodidaktisch erlernte sie dann ihren Traumberuf. Mit vielen ganz spannenden Momenten, wie der Begegnung mit einer Löwin: "Sie kam mit den Jungen immer näher. Sie blieb stehen, sah mich an, die Jungen kamen noch ein paar Meter weiter. Da waren sie vielleicht noch fünf Meter von mir entfernt - zum Weglaufen war es eh schon zu spät. Ich hab' sie angeguckt und die Jungen angeguckt. Und dann zog sie weiter, als wäre ich nur Teil der Natur. Und das war mein bewegendster Moment. Das war einfach toll."

Fotos einer anderen Gefühlswelt sind es, Gabriela Staeblers emotionale Tieraufnahmen - authentisch und faszinierend!

Gabriela Staebler
Die Seele der Savanne
Ganz nah und unverstellt, spektakuläre Momentaufnahmen. Wilde Tiere in der afrikanischen Savanne. Aufnahmen von der Tierfotografin Gabriela Staebler. Seit 20 Jahren fotografiert sie Tiere. Und dafür braucht sie vor allem viel Geduld.

Stand: 05.06.2008

Bildunterschrift: Gabriela Staebler
"Wenn ich auf Safari bin", sagt Staebler, "verbringe ich von drei Wochen vielleicht zehn Prozent mit Fotografieren und den Rest nur mit Beobachten. Und das ist eben das Geheimnis zu diesen besonderen Bildern. Man bekommt eine gewisse Nähe zum Tier. Man sitzt da in seinem Geländewagen, ganz ruhig, und schaut nur zu, was die Tiere machen. Man kommt dem Intimleben der Tiere näher. Sie lassen es auch zu. Ich muss ja nicht nah an die Tiere ran. Und danach bin ich fähig, in dem Moment abzudrücken, wenn Emotionen gezeigt werden. Und Tiere haben Emotionen - absolut."

Mehr noch. Staebler spricht von einer Seele; ihr neuer Bildband heißt: "Die Seele der Savanne. Was wilde Tiere fühlen". Bereits für den Naturforscher Charles Darwin besaßen Tiere Gefühle. Aber ob sie sich darüber auch bewusst sind, ist bis heute ein Streitthema innerhalb der Wissenschaft. Staebler beobachtet:

"Löwenjungen: Die Mutter kommt nicht zurück. Die sind traurig. Die schreien wie kleine Babys und hoffen, dass die Mutter wieder kommt. Und dann gibt es natürlich viele Facetten von Glück. Wenn man herumtollende Löwenbabys sieht, kann man nur von Glück sprechen. Die sind zufrieden, die freuen sich des Lebens. Oder Zufriedenheit. Ein voller Bauch. Gerade was gefressen, zufrieden in der Sonne liegend."

Bildunterschrift: Cord Riechelmann
Diese Beobachtungen von Staebler sind für den Berliner Biologen und Philosophen Cord Riechelmann durchaus nachvollziehbar:

"Tiere haben natürlich Emotionen. Sie haben ein Nervensystem. Und von dem Moment an ist es möglich, dass man in bestimmter Form auf Umweltreize reagiert ... Und dann gibt es Emotionen."

Aber wovon genau sprechen wir, wenn wir von den Gefühlen der Tiere reden? Ist es beispielsweise Mutterliebe wie beim Menschen?

"Hat die Gazelle nun die Emotion Angst, wenn sie einen Löwen sieht, oder hat sie das Gefühl Angst", fragt Staebler. "Die Emotion wäre einfach - wenn ich weglaufe, habe ich eine gute Chance zu überleben. Aber spürt sie die Angst, dass der Löwe sie fressen könnte. Ist sie sich bewusst, dass sie Angst hat. Man weiß es nicht. Ich glaube es, aber beweisen kann man es nicht."

Staebler möchte die Gefühle der Tiere mit ihren Fotos transportieren. Sie will jedoch nicht, dass der Betrachter diese vermenschlicht. Genau wie Cord Riechelmann:

"Tiere sind natürlich erst einmal was anderes ... Und nicht nur durch die Sprache getrennt. Natürlich gibt es auch Gemeinsamkeiten. Die Übertragung führt leicht dazu, dass man meint zu wissen, was die wollen."

Vor 20 Jahren auf einer Safari entdeckte die ehemalige Stewardess Staebler ihr Talent für Fotografie. Autodidaktisch erlernte sie dann ihren Traumberuf. Mit vielen ganz spannenden Momenten. Wie die Begegnung mit einer Löwin:

"Sie kam mit den Jungen immer näher. Sie blieb stehen, sah mich an, die Jungen kamen noch ein paar Meter weiter. Da waren sie vielleicht noch fünf Meter von mir entfernt - zum Weglaufen war es eh schon zu spät. Ich hab sie angeguckt und die Jungen angeguckt. Und dann zog sie weiter, als wäre ich nur Teil der Natur. Und das war mein bewegendster Moment. Das war einfach toll."

Fotos einer anderen Gefühlswelt: Staeblers emotionale Tieraufnahmen sind authentisch und faszinierend.


Der Islam im Wettstreit: -Religionen  in Indonesien und Malaysia-
Der Islam im Wettstreit: -Religionen in Indonesien und Malaysia-
von Sabine Sternecker
  Taschenbuch
Preis: EUR 49,00

5.0 von 5 Sternen Indonesien und Malaysia sind beides Nationen mit einer muslimischen Mehrheit, 10. Mai 2008
Indonesien und Malaysia sind beides Nationen mit einer muslimischen Mehrheit: Trotzdem ist ihr jeweiliges Verhalten dem Islam und den Minderheitenreligionen gegenüber verschieden. Während einige Anhänger Mohammeds nach der Unabhängigkeit der Republik Indonesien stets versuchten, ihre strenge Ansicht des Glaubens durchzusetzen, doch aufgrund der typischen Eigenschaften der Religionen sowie des Einsatzes der Vertreter der anderen fünf legalen Glaubensrichtungen mit diesem Vorhaben eher scheiterten, zeichnet sich in Malaysia ein anderes Bild ab. Hier wurde der Islam in der Kolonialzeit von den Besetzern gefördert und auch andere Gegebenheiten führten zu einer differierenden Sichtweise auf den Islam. Minderheitenreligionen müssen sich in Malaysia deshalb stärker behaupten. Auf Basis historischer Fakten und unter Einbeziehung einiger aktuellerer Phänomene wird der Wettstreit des Islam mit den anderen Religionen beschrieben und vergleichend dargestellt. Die Ergebnisse sind ein Versuch,religiöse Entwicklungen in zwei faszinierenden Nationen zu erklären.


Papa, was ist der Islam?: Hörspiel für Kinder
Papa, was ist der Islam?: Hörspiel für Kinder
von Tahar Ben Jelloun
  Audio CD

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindgerechte Begegnung mit dem Islam, 8. Mai 2008
Papa, was ist der Islam?

Geschrieben von Heike Geilen, am 05-05-2008 14:00

Kindgerechte Begegnung mit dem Islam

Der Islam - die in Verruf geratene Weltreligion.

Schon allein das ausgesprochene Wort ruft bei Vielen unterschiedliche, meist jedoch negative Reaktionen hervor: Burka, heiliger Krieg, Dschihad, Rückschrittlichkeit, fanatischer Islamismus und als "Finale Grande" der Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. Die Geschehnisse um den 11. September 2001 nahmen nicht nur auf Erwachsene, sondern auch auf Kinder großen Einfluss.

In seinem Kinderbuch Papa, was ist der Islam? gibt Tahar Ben Jelloun ein Gespräch mit seiner Tochter wieder, die aufgrund der Ereignisse um den 11. September befürchtete, als Muslima auf der "falschen" bzw. der Seite des Bösen zu stehen.
Bereits in seinem Bestseller "Papa, was ist ein Fremder?", zeigte er, wie man Kindern einfühlsam aktuelle Konflikte erläutern kann.
InPapa, was ist der Islam? erklärt er wiederum. Diese Mal dreht sich sein fiktionales "Frage-Antwort-Spiel" jedoch nicht um Fremdenhass, sondern um die in Verruf geratene Weltreligion des Islam. Er versucht seinen Kindern zu "erklären, was der Islam wirklich ist und sie [zu] lehren, was diese Religion bedeutet, damit sie nicht den Terrorismus, der natürlich zu verdammen ist, mit dieser Religion, die damit nichts zu tun hat, durcheinander bringen. Denn der Islam ist nichts anderes als eine Kultur, eine Zivilisation."
Geradezu prädestiniert scheint der in Frankreich lebende marokkanische Autor dafür zu sein, denn er ist in zwei Kulturen zu Hause, kennt beide Seiten des Mittelmeerraumes und versteht sich als Mittler.
Schritt für Schritt und vor allem leicht verständlich und kindgerecht nähert sich der Autor im Dialog mit seinen Kindern dem Thema Islam an, gibt Erklärungen und spricht deren fundamentale Ängste an. Und Dietmar Mues übernimmt die Sprecherrolle des Vaters ganz hervorragend. Immer wieder verlässt der Hörer das "Wohnzimmer" des Erzählers und dessen Kindern und wird in die Vergangenheit "gebeamt". Akustisch ausgezeichnet inszeniert, werden Szenen aus der Geschichte der Stadt Mekka und des kleinen Jungen Mohammed, der später zum Propheten wurde, wiedergegeben. Verschiedene Sprecher und orientalische Klänge und Hintergrundgeräusche gestalten dieses Hörspiel zu einer äußerst spannenden und vor allem anschaulichen Dokumentation.
Aber nicht nur die Religionsgeschichte des Islam wird erzählt, sondern auch ein Hinweis auf die großen Errungenschaften dieser Kultur gegeben. Jellour erzählt von den Jahrhunderten im Mittelalter, in denen sich diese Zivilisation auf ihrem Höhepunkt befand. In Medizin, Astronomie, Physik, Mathematik, Philosophie und Literatur, überall finden sich ihre Spuren.
Und er erzählt auch von der Epoche der kulturellen Symbiose zwischen Juden und Arabern in Andalusien und ihrer Vertreibung, von Kolonisierung und Niedergang bis zur heutigen konfliktbeladenen Situation.
Die vorliegende WDR-Produktion, in der Bearbeitung von Karlheinz Koinegg, hat das geschriebene Wort exzellent übertragen und fast noch verstärkt.
Ziel des Autors war es jedoch nicht, einen tiefgreifenden Einblick in den Islam, sondern einen allgemeinen Überblick zu bieten, die Dinge aus seiner Sicht zu erzählen. Trotzdem öffnet er mit sachlichen Informationen die Augen, weiht in die Geheimnisse des muslimischen Glaubens und seiner Rituale ein. Und so erfährt der Hörer ganz nebenbei, was die einzelnen Glaubensrichtungen, z.B. der Sunniten und der Schiiten unterscheidet.
Jelloun stößt damit das Tor für ein breiteres Interesse an der Geschichte dieser Religion auf. Und eines hat er auf jeden Fall erreicht: Mit dem vorliegenden Hörbuch werden einige Missverständnisse aufgeklärt.
Fazit:
Ben Jellouns Analysen sind ungeschönt und klarsichtig, sind objektiv und bieten eine Menge an Informationen. Nicht nur der kindlichen, auch der erwachsenen Hörerschaft bietet er mit diesem Hörbuch eine wertvolle Hilfestellung und einen Einblick in die Welt der Muslime.
Papa, was ist der Islam? ist ein lehrreiches und lebendiges Hörspiel für jung und alt, das zur Auseinandersetzung und Verständigung einlädt: Eine wichtige Lektüre, nicht nur für Kinder ab 8 Jahren.


Die arabischen Staaten: Geschichte, Politik, Religion, Gesellschaft, Wirtschaft
Die arabischen Staaten: Geschichte, Politik, Religion, Gesellschaft, Wirtschaft
von Walter M Weiss
  Gebundene Ausgabe

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Standardwerk sollte dieses Buch in keiner Bibliothek fehlen., 16. April 2008
"Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem zunehmenden Islamismus steht die arabische Welt im Brennpunkt der Medien und des öffentlichen Interesses. Meist beschränkt sich jedoch die Wahrnehmung auf die aktuellen Ereignisse in den Krisengebieten. Über die Länder fernab der Tagesaktualität ist wenig bekannt.

Das von Walter M. Weiss herausgegebene Nachschlagewerk soll dieser eingeschränkten Sichtweise entgegenwirken. Ausführlich werden in dem Buch Geschichte, Politik, Religion sowie die Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen aller 22 Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga dargestellt. Ebenso werden die Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik dieser Länder behandelt.

Durch seine Faktenvielfalt vermittelt das Buch ein in dieser Form auf dem deutschsprachigen Buchmarkt bislang nicht vorliegendes Gesamtbild der arabischen Staaten. Durch seine fundierte Darstellung leistet das Buch zudem einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die arabische Welt und den Islam.
Die Autorinnen und Autoren sind als Politik- undIslamwissenschaftler beziehungsweise als Korrespondenten und Fachpublizisten allesamt ausgewiesene Kenner der Region.

Gut lesbar geschrieben wendet sich das Buch gleichermaßen an den Laien wie an den Experten -- ein Buch für alle, die sich für die Staaten des Nahen- und Mittleren Ostens interessieren: Politiker, Wirtschaftsleute, Journalisten, Schüler, Studenten, Reisende. Als Standardwerk sollte dieses Buch in keiner Bibliothek fehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2016 8:36 PM MEST


"Ihr wisst nichts über uns!": Meine Reisen durch einen unbekannten Islam (HERDER spektrum)
"Ihr wisst nichts über uns!": Meine Reisen durch einen unbekannten Islam (HERDER spektrum)
von Charlotte Wiedemann
  Broschiert

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Frauen unter dem traditionellen Schleier, 16. April 2008
Ist der Islam wirklich nur das, was wir aus den Medien über ihn erfahren? Die Journalistin Charlotte Wiedeman war neugierig und reiste durch einige islamische Länder. Sie schenkt uns einen Blick auf einen uns unbekannten Islam, in dem Frauen politisch engagiert sind und um Freiheit und Toleranz kämpfen.


Jenseits des Terrors: Was unsere Welt wirklich bedroht (Flugschrift)
Jenseits des Terrors: Was unsere Welt wirklich bedroht (Flugschrift)
von Christ Abbott
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Globale Sicherheit - Die wahren Gefahren - von Bettina Dyttrich, 14. April 2008
«Terrorismus ist im 21. Jahrhundert für die freien Demokratien die grösste Bedrohung», sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel vor knapp zwei Jahren. Von den USA über Russland bis nach Australien - fast alle führenden PolitikerInnen der reichen Staaten behaupteten in den letzten Jahren, dass das so sei. Auch die Diskussionen über die Klimaerwärmung haben daran nicht viel geändert.

Die Oxford Research Group, eine antimilitaristische nichtstaatliche Organisation aus England, widerspricht dieser Behauptung. In ihrem Büchlein «Jenseits des Terrors» legen die drei Autoren dar, dass vier andere globale Entwicklungen, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken, viel bedrohlicher sind für die Sicherheit der Welt: die Klimaerwärmung, der Kampf um Ressourcen, die Marginalisierung eines grossen Teils der Weltbevölkerung und die Militarisierung. Terrorismus sei nur ein Symptom grösserer Probleme und militärisch praktisch nicht zu bekämpfen: «Terrorismus ist eine Taktik, ein Mittel zum Zweck. Einer Taktik kann man nicht den Krieg erklären.»

Das ist zweifellos richtig und kann gar nicht oft genug gesagt werden. Die Autoren zeigen auf, dass von Staaten und ihren Armeen immer noch die grössere Gefahr ausgeht als von terroristischen Gruppen. Und dass knappe Ressourcen und Armut nicht nur ein Nährboden für Terrorismus, sondern auch für konventionelle Kriege sind. Die Oxford Research Group fordert deshalb eine verbindliche Abrüstungspolitik, Armutsbekämpfung durch Entwicklungshilfe und Schuldenerlass, die Einbindung gewalttätiger Gruppen in politische Prozesse, die Förderung von Alternativenergien, Energieeffizienz und Recycling.

Während die sicherheitspolitischen Vorschläge relativ konkret sind, wirken die Strategien, die Armut und Ökologie betreffen, leider ziemlich oberflächlich. Das liegt wohl daran, dass die Autoren völlig auf (staatliche) Politik fixiert sind und die Ökonomie mit ihrem Wachstumszwang überhaupt nicht analysieren. Das wirkt seltsam in einer Zeit, in der die Staaten die Kontrolle über die Ökonomie weitgehend verloren haben. Die Vorschläge zur Bekämpfung der ökologischen Krise genügen einfach nicht - auch mit Recycling und Alternativenergien gehen die Ressourcenverschwendung und die Verschmutzung weiter, solange der Zwang zum Wachstum bestehen bleibt.

WOZ vom 10.04.2008


Die Juden in der islamischen Welt: Vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
Die Juden in der islamischen Welt: Vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
von Bernard Lewis
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überwiegend positives Bild des muslimisch-jüdischen Zusammenlebens, 13. April 2008
Der international bekannte Orientalist Bernard Lewis, hat bereits in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts bahnbrechende Studien zur islamisch-jüdischen Tradition vorgelegt. Lewis hat in seinem Standardwerk "Die Juden in der islamischen Welt" ein überwiegend positives Bild des muslimisch-jüdischen Zusammenlebens in den traditionellen islamischen Gesellschaften gezeichnet.


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