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Rezensionen verfasst von
Draugur

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Platinum Collection
Platinum Collection
Preis: EUR 18,49

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine repräsentative Auswahl!, 25. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Platinum Collection (Audio CD)
Die "Platinum Collection" hat zwar beeindruckende Remixe zu bieten, ist aber nicht im geringsten repräsentativ, sondern zeichnet ein Zerrbild von Genesis als hit-orientierter Popband, was höchstenfalls ab 1983 der Fall war.

Zunächst mal zur Auswahl der Stücke - die sich so charakterisieren lässt, dass von Alben, die es verdient hätten, mit fünf Stücken in der Auswahl vertreten zu sein, nur ein Stück drauf ist - und leider auch umgekehrt. Diese "Auslese" verläuft anti-chronologisch, das heißt, die ältesten Stücke kommen zuletzt. So müsste die Auswahl eigentlich mit "Calling all stations" anfangen, aber den mit Ray Wilson als Sänger besetzten Titel hat man lieber schamhaft ans Ende der ersten CD verschoben, was eigentlich unfair ist. Das Stück steht im Vergleich zu vielen Nummern auf der ersten CD besser da - wenngleich man den Rest des gleichnamigen Albums zum größten Teil vergessen kann.
"No son of mine" ist eines der besseren Stücke auf dem weichgespülten "We can't dance"-Album und ist somit zu Recht vertreten. Das beste Stück dieses Albums, "Driving the last spike", sucht man hier vergebens. Auf diese Art wird es auch weitergehen. Mit noch mehr Titeln als "We can't dance" ist "Invisible touch", das zweitschlechteste Album der Band (nach "Calling all stations"), vertreten. Einzig das druckvolle "Land of confusion" ist meiner Ansicht nach würdig, auf so einer Auswahl zu erscheinen. Aber die Plattenfirma sieht das anders, und daher ist die erste CD größtenteils von dem sterilem Plastik-Pop geprägt, den die Band in den 80er Jahren kreierte - inklusive langweiliger seichter Popstücke wie "That's all" und dem unglaublich nervigen "Illegal alien" von dem Album "Genesis".
Die unglaublich kreative Phase in den 70er Jahren kommt viel zu kurz, wenn sie sich auch auf gut die Hälfte der Gesamtdauer verteilt. Das wäre ja zu verschmerzen, wenn denn von den Alben der 70er Jahre die besten Stücke ausgewählt worden wären. Aber stattdessen finden sich auf der "Platinum Collection" bevorzugt die vergleichsweise seichten Stücke. Von "Abacab", dem sehr durchwachsenen Album, mit dem Genesis in die 80er starteten, hat man hier mit der Titelnummer und "Keep it dark" zwei mittelmäßig-solide Stücke. Stattdessen hätte man den Kracher des Albums, "Dodo", und die schöne Ballade "Me and Sarah Jane" nehmen sollen. Weiter geht's mit Stücken aus "Duke", der letzten richtig großen Scheibe von Genesis, die berechtigterweise mit 4 Stücken repräsentiert ist. Hier war klar, dass man den langweiligen Radiohit "Turn it on again" zu erwarten haben würde. Dazu gibt es "Misunderstanding", ein locker-flockig unterhaltendes Lied mit typischer Phil-Collins-Note. Mit vollem Recht enthält die Sammlung zudem "Behind the lines" und "Duchess", zwei ausgezeichnete Stücke mit brillantem Arrangement und mitreißenden Melodien. Schade, dass die wundervollen Tony-Banks-Sahnestücke "Heathaze" und "Cul de sac" fehlen.
Jetzt ist das Album "And then there were three" dran, das als erstes von einer dreiköpfigen Genesis-Formation aufgenommen wurde. Mit unvermindertem Grauen hört man die schleimige Schnulze "Follow you, follow me", aber es war klar, dass dieses Lied auf der "Platinum Collection" erscheinen würde. "Many too many" und "Undertow" sind zu Recht enthalten, wenn man auch jedes andere der tollen Stücke des 1978er Albums hätte nehmen können, auf dem "Follow you, ..." der einzige, aber um so gravierendere Fehltritt war.
Weiter geht's in Richtung Vergangenheit, mit dem Album "Wind and wuthering", von dem es drei Nummern auf die "Collection" geschafft haben. Das virtuose, irisierende Instrumental "In that quiet earth" und das schön pathetische "Afterglow" mit vollem Recht, aber "Your own special way" ist das seichteste und untypischste Stück des Albums. Also ein Fehlgriff. Ganz schlimm wird es aber mit den Titeln, die man vom "A trick of the tail"-Album genommen hat. Die dämonische Zugnummer "Dance on a volcano" hätte einfach mit drauf sein müssen. Stattdessen verewigen sich mit dem recht lahmen Titellied "A trick of the tail" und dem überflüssigen Instrumental "Los endos" (das aus Teilen anderer Kompositionen zusammengesetzt ist) zwei wirklich relativ schwache Stücke des eigentlich grandiosen Albums auf der sogenannten "Platinum Collection", die diesen Namen bei näherer Betrachtung weniger und weniger zu verdienen scheint. Die melancholische, lange Komposition "Ripples" ist hier aber gern gesehen.
Jetzt kommen wir zu CD 3, wo man nun endlich zu den besten Tagen der Band vorstößt. Das hat liegt nicht hauptsächlich am damaligen Sänger Peter Gabriel, sondern daran, dass die Jungs, allen voran Tony Banks, damals richtig gut drauf waren und sich Harmoniefolgen und Melodielinien von einer im Rockgenre unerhörten Originalität und Komplexität ausdachten. Für "The lamb lies down on broadway" von 1974 galt das aber schon lange nicht mehr so wie für die Vorgängeralben. Von diesem (Doppel-)Album sind auf der "Collection" zwei mittelmäßige Stücke (das Titellied und "The carpet crawlers") sowie ein richtig schlechtes (das infantile "Counting out time") vertreten. Man sollte nicht vergessen, dass das Album so gute Kompositionen wie "Fly on a windshield" und "The lamia" zu bieten hatte.
An der Auswahl, die aus "Selling England by the pound" getroffen wurde, gibt es nicht so viel zu meckern. "Firth of fifth" und "The cinema show", zwei unsterbliche Klassiker, veredeln die Sammlung beträchtlich. "I know what I like", ein seichtes, aber populäres Stück, hat man - wie zu erwarten - auch mit dabei. Die folgenden Alben, zusammen mit dem vorausgegangen die besten Veröffentlichungen der Band- (und Rock-)geschichte, sind - horribile dictu - nur noch je mit EINEM Titel vertreten, wobei man selbst dafür der Plattenfirma wohl noch dankbar sein muss. Wozu immerhin gesagt werden muss, dass von der 1972er Scheibe "Foxtrot" immerhin ein rund 23 Minuten langes Stück, nämlich "Supper''s ready", vertreten ist, mit dem sich Genesis geradezu ein Denkmal setzten und das damals alle bisherigen Konventionen des Rocks sprengte. Vom 71er Album "Nursery cryme" dürfen wir mit "The musical box" eine heute wie damals beeindruckende musikalische Achterbahnfahrt erleben. Von der 1970er Veröffentlichung "Trespass" haben wir hier nur "The knife" - dieses wundervolle Album hatte mit "Looking for someone", "White mountain", Visions of angels" viel bessere Titel zu bieten. Das erste Album der Band ist hier nicht vertreten, was sowohl an der noch nicht entwickelten Qualität der Kompositionen liegen könnte - wobei man dann sehr viel neueres Material auch hätte weglassen müssen... - aber auch daher kommen mag, dass es bei DECCA und nicht bei CHARISMA bzw. VIRGIN veröffentlicht wurde.

Nun ein erheblich kürzeres Wort zu den Remixen. Besonders positiv machen sie sich bei den Spätsiebziger-Stücken wie "Undertow" oder "Duchess" bemerkbar. Die Lieder klingen klarer, voller und differenzierter als zuvor. Ein tolles Erlebnis für einen Liebhaber dieser Musik. Bei den älteren Nummern ist der Unterschied nicht mehr so stark, aber auch hier schlägt er positiv zu Buche. Hierfür lohnt sich die Sammlung, aber man muss leider die 80er-/90er-Jahre-Popdudler mitkaufen, die großteils nicht neu abgemischt wurden.

Wegen der Remixe lohnt sich für den Liebhaber die Sammlung, aber für Genesis-Neulinge eine große Warnung: Repräsentativ ist die Zusammenstellung auf keinen Fall. Komplexere, epischere, verspieltere Stücke, wie sie lange das Markenzeichen von Genesis waren, sind hier nur in geringerer Anzahl zu finden. Wer anspruchsvolle Rockmusik schätzt, sollte sich daher auf jeden Fall die Alben von 1970(Trespass)-1980(Duke) zulegen und eine bis heute qualitativ unerreichte Band erleben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2014 12:13 PM MEST


Kantaten BWV 212 und 208
Kantaten BWV 212 und 208
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 36,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Werke - Historische Instrumente, 28. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Kantaten BWV 212 und 208 (Audio CD)
Auf dieser Einspielung kann man zwei der bekanntesten weltlichen Kantaten von Johann Sebastian Bach, die "Jagdkantate" und die "Bauernkantate", in einer ausgezeichneten Einspielung unter Nikolaus Harnoncourt, einem Vordenker der "Historically informed performance" und des Spiels auf barocken Originalinstrumenten, hören. Diese aufführungspraktische Denkrichtung ist nicht unumstritten und man kann an ihr auch einiges aussetzen, aber in dieser Aufnahme kann man ein Glanzstück sehen. Besonders die Hörner klingen recht altertümlich und verursachen möglicherweise bei dem einen oder anderen ein leichtes Befremden. Aber am Spiel selbst ist nichts auszusetzen. Auch die Sänger und der Chor sind hervorragend. Robert Holl hat einen sehr dunkel timbrierten Bass, an den man sich auch erst einmal gewöhnen muss. Aber Aussetzer gibt es hier keine. Die Bauernkantate sprüht vor interpretatorischem Einfallsreichtum. Insgesamt sehr hörenswert und auch als Einstieg in die Welt der Bachschen Kantaten nicht ungeeignet.


Der ewige Brunnen: Ein Hausbuch deutscher Dichtung
Der ewige Brunnen: Ein Hausbuch deutscher Dichtung
von Ludwig Reiners
  Gebundene Ausgabe

115 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ruin eines Meisterwerks, 28. Februar 2007
Die obige Wertung bezieht sich auf die Neuausgabe von Albert von Schirnding.

Der "Ewige Brunnen" (alte Ausgabe) WAR eine geniale kompilatorische Sonderleistung von Ludwig Reiners, einem Chefdenker der deutschen Sprache, Stilistik und Literatur. Das Konzept seiner Sammlung bestand nicht darin, den Schulkanon an deutscher Lyrik - wie in unzähligen seelenlosen Sammlungen, Conrady usw. geschehen - wiederzukäuen, sondern neben den unvermeidlichen Glanzlichtern auch jede Menge kleiner, unbekannter Geistesblitze von Autoren aufzunehmen, die heute so gut wie niemand mehr kennt.

Die Sammlung war unverkennbar aus dem Geist der 50er Jahre heraus gestaltet und versuchte daher, einen Beitrag zur Restauration einer durch NS und zweiten Weltkrieg nachdrücklich ins Wanken geratenen kulturellen Identität zu leisten. Daher war weder anklagende Bußelyrik noch das aggressive Gepränge des Nationalsozialismus, sondern eine recht stille, unaufdringliche, aber doch sehr vielfältige und faszinierende Fülle deutscher Lyrik enthalten. Und Reiners gliederte nicht etwas dumpf chronologisch, sondern thematisch und entfaltete so eine richtige anthologische Dramaturgie! So war es etwa beeindruckend, wenn der Abschnitt namens "Buch des Kampfes" mit Goethes "Prometheus" wie mit einem mächtigen Paukenschlag anfing.

Albert von Schirnding (was qualifiziert diesen Menschen eigentlich für diese Aufgabe bzw. warum war eine Neuausgabe überhaupt notwendig??) zerstört dieses Konzept nun nachhaltig, indem er die wohldurchdachte Sammlung brachial und unsensibel mit allem möglichem, was an Lyrik seit Reiners' Tagen hinzugekommen ist, vollstopft und reduziert das Werk so auf eine bloße Massenauswahl, wie sie in jedem Buchhandlungsregal in Mengen herumstehen. Dass dies überhaupt nicht ins Konzept der Sammlung passt, interessiert ihn offenbar nicht.

In Reiners' nach thematisch angelegten "Büchern" gegliederter Sammlung gab es - jeglicher Verdacht auf nachträgliche NS-Agitation wäre hier völlig unbegründet! - auch ein "Buch des Vaterlandes" und ein "Buch des Kampfes". Die neue Ausgabe hat diese 'bösen' Wörter in hyperkorrekter Beflissenheit wegzensiert und bietet jetzt vorsichtig fragend "Kennst du das Land...?" sowie - oberdämlich - das "Buch des Mutes und der Tapferkeit". Solche Verstümmelungen bedürfen keines weiteren Kommentares.

Liebe Lyrikfreunde: Versucht lieber, die alte Ausgabe zu bekommen, die bis vor kurzem überall greifbar war. Warum muss heute alles, was gut und bewährt ist, nachträglich verpfuscht werden?
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2015 9:50 PM MEST


From Genesis to Revelation
From Genesis to Revelation
Wird angeboten von XXLMusicworld
Preis: EUR 12,90

10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Genesis - der erste Streich!, 7. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: From Genesis to Revelation (Audio CD)
Hiermit begann die Karriere einer der bedeutendsten Rock-formationen. Jonathan King von Decca produzierte das Album. Diese Zusammenarbeit nahm aber wenig später schon wieder ein Ende, da Decca mit dem Stilwillen der Truppe um Peter Gabriel nicht mehr zurechtkam. Mit dem Stil, den dieselbe später bei ihrer neuen Plattenfirma Virgin/Charisma entfaltete, gibt es nicht viele Gemeinsamkeiten. Die herkömmliche, kurze Form ist vorherrschend. Recht einfach gestrickte Lieder, die dennoch nicht ohne den typischen Zauber des Gabrielschen Gesanges und der Banksschen Kompositionsarbeit sind, ertönen in einer nicht sehr erfreulichen Klangqualität. Die Aufnahme scheint oft schlichtweg nicht richtig ausgesteuert zu sein, da vieles dröhnt und verzerrt wird. Die Bläser- und Streicherchöre, die meinem etwas pathetischen Musikgeschmack ansonsten zurecht kommen, dürften vielen Musikfreunden ebenfalls nicht ganz in den Kram passen, da alles sehr stereotyp bleibt. Im Gegensatz zu späteren Werken fehlt auch die Vielfalt der Mellotron- oder Synthesizerklänge, was natürlich vor dem Hintergrund der Zeit nicht verwunderlich ist. Letztlich bleibt ein Reigen liebenswürdiger, schon recht eigenwilliger Lieder, die von warmer Intimität bis zu bedrohlicher Kälte changieren und so schon die britisch-versponnene Eigenwilligkeit des Gabrielschen Kosmos ankündigen, die sich aber erst ab TRESPASS, dem nächsten Album, entfalten durfte.
2 von 5 Punkten auf der Genesis-Skala (WICHTIG: Die Wertung gilt innerhalb des Gesamtschaffens von Genesis! Bezogen auf die Rockmusik im allgemeinen gehören fast alle Genesis-Alben zur Spitzenklasse!)


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