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Rezensionen verfasst von
M. Bayer (Bonn)

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Das Gespenst des Kapitals (minima oeconomica)
Das Gespenst des Kapitals (minima oeconomica)
von Joseph Vogl
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Einsichten, geschraubte Sprache, 31. August 2011
"Das Gespenst des Kapitals" habe ich auf Grund zahlreicher Empfehlungen im Feuilleton der von mir sehr geschätzten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gekauft. Als VWL-Student mit einigen Zweifeln an der orthodoxen ökonomischen Theorie und der Funktionsweise des Finanzsystems interessierte ich mich sehr für einen Blick auf mein Studiengebiet aus der literaturwissenschaftlichen Perspektive.

Tatsächlich argumentiert Vogl schlüssig und benennt die zahlreichen Fiktionen, auf denen unser ökonomisches System und das Verständnis darüber zu großen Teilen beruhen. Er beleuchtet dies gründlich im Zusammenhang mit der Funktion bzw. Dysfunktion der Finanz- bzw. Kapitalmärkte im Kontext der gesellschaftlichen Allokation von Ressourcen. Besonders interessant sind auch die Ausführungen zum Ursprung des ungedeckten Papiergeldes bzw. des Kredits, das gleichzeitig einen gesellschaftlichen (Schuld-) Vertrag als auch wiederum eine ökonomische Fiktion darstellt.

Sosehr das Buch von seinen erkenntnistheoretischen Einsichten profitiert, sosehr leidet es jedoch unter Vogls gestelzter Ausdrucksweise und verschachtelten Argumentationsketten. Beiweilen erinnert die Lektüre eher an eine literaturwissenschaftliche Dissertation, für die man zudem noch ein Graecum braucht. Der ständige und unnötige Gebrauch von Vokabeln wie da wären "perhorreszieren", "arkanhaft" oder auch die viel bemühte "Oikodizee" nerven nicht nur, sondern sollen auch argumentative Schwächen (Vogl ist eben doch kein Makroökonom oder Finanzmathematiker) und zahlreiche inhaltliche Wiederholungen überdecken.

Insgesammt ist "Das Gespenst des Kapitals" eine für mich sehr aufschlussreiche Lektüre mit neuen Einsichten gewesen, andererseits ist es für Leser ohne fundierte ökonomische und/oder literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse sowie einer Vorliebe für klare Sprache leider nur schwer verdaulich.


Der Gott der kleinen Dinge: Roman
Der Gott der kleinen Dinge: Roman
von Arundhati Roy
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

17 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langatmig und handlungsarm, 31. August 2011
"Der Gott der kleinen Dinge" gehört zu den schlechtesten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich kann nicht nachvollziehen, wie es den Booker Prize gewinnen konnte, was ja sonst durchaus ein Qualitätsmerkmal darstellt.

Die Handlung ist weder besonders spannend noch interessant und wird doch über mehr als 300 Seiten quälend lang ausgebreitet. Im Grunde ist kaum Handlung vorhanden, und dennoch fällt es schwer, der Autorin zu folgen. Dies liegt zum einen an der Vielzahl der Charaktere, die jedoch oft eindimensional bleiben oder nur eine nebensächliche Rolle spielen. Zum anderen bedient sie sich ständiger Zeitsprünge, Rückblicke und Vorausahnungen, was dem geneigten Leser auf Dauer gehörig auf die Nerven geht. Dasselbe gilt für die ständig verwendete Kindersprache und die ohne Erklärung verwendeten indischen Ausdrücke.

Scheinbar mittel- bis gar nicht wichtige Episoden wie die Szene im Auto oder am Flughafen sind unerträglich lang und werden auch noch ohne ersichtlichen Grund ständig wiederholt, und mehrmals hätte ich das Buch am liebsten weg gelegt. Was als tiefgründige Reflektion traumatischer Ereignisse erscheinen soll, ist irgendwann nur noch pure Langeweile. Zu keinem Zeitpunkt stellt sich ein spannender Höhepunkt oder eine überraschende Wendung ein; das Buch plätschelt eher träge vor sich hin und endet irgendwann ohne tiefere Erkenntnisse.

Vielleicht ist das Buch eher für Frauen gedacht, aber auch generell halte ich Arundhati Roy nach der Lektüre vom "Gott der kleinen Dinge" für eine völlig untalentierte Autorin ohne Gefühl für Charaktere, Dramatik, Storylining, inhaltliche Konsistenz, und alles was einen guten Roman m.E. eben sonst so ausmacht. Daher kann ich nur dazu raten, das Geld und die Zeit für dieses Buch woanders zu investieren.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2015 8:59 AM MEST


Cloud Atlas. (Sceptre)
Cloud Atlas. (Sceptre)
von David Mitchell
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein neues Lieblingsbuch!, 13. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas. (Sceptre) (Taschenbuch)
Dieses Buch ist einfach spektakulär. Mehrere Geschichten, über Jahrhunderte verstreut und doch genial miteinander verwoben; voller Witz, Gefühl, Dramatik und Spannung. Besonders die Geschichte des jungen Komponisten Robert Frobisher hat mich zu Tränen gerührt; sie ist unglaublich komisch und tragisch zugleich. Verschiedenste Erzählstile und Charaktere fügen sich nach und nach zu einem genialen Ganzen. Fast schon ein philosophisches Werk, wie ich finde.

Nicht alle Teile sind immer einfach zu lesen (zumindest für den Englisch-Nichtmuttersprachler), dies gilt insb. für das jeweils erste, letzte und mittlere Kapitel von "Cloud Atlas". Davon sollte man sich jedoch keinesfalls irritieren lassen, mit ein bisschen Konzentration geht es.

Ich glaube, dass am Ende jeder seine persönliche "Message" aus diesem Buch mitnehmen kann, und mit dem einen oder anderen Charakter kann man sich sehr gut identifizieren. Mit Sicherheit sollte "Cloud Atlas" keinen halbwegs tiefgründig veranlagten Leser unberührt lassen. Dieses Buch würde ich meinen besten Freunden schenken - eine unbedingte Kaufempfehlung!!


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