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Beiträge von Andreas
Top-Rezensenten Rang: 815.313
Hilfreiche Bewertungen: 73

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Rezensionen verfasst von
Andreas

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Fallen Angels
Fallen Angels
Preis: EUR 6,66

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen durchwachsen: ein song klasse, gefälliges und fades, 23. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fallen Angels (Audio CD)
'fallen angels' ist doch klar besser, unverkrampfter, sympathischer als sein vorgänger 'shadows in the night'. für mich machen allein drei songs den wesentlichen unterschied aus. 'all or nothing at all' und 'melancholy mood' sind überaus gefällig, haben einen angenehmen verhaltenen bluesigen drive, hier trifft dylan den nerv dieser alten songs. aber wartet auf den vorletzen track: was für ein song: 'that old black magic', der hebt richtig ab, fetzend, jazzig, voller swing. diesen song prägt dylan, macht ihn zu seinem eigenen. wer konzerte oder mitschnitte der japan-tournee im april 2016 kennt, wird das in die setlist aufgenommenen 'old black magic' wie ich vielleicht für einen der höhepunkte halten.
dennoch, die andere seite: etliche der songs der neuen cd schleppen sich in der gleichen fadesse der vorgänger-cd dahin, darum kommt bei mir nur begrenzte freude auf. hoffnung und trost finde ich in etwas dylanologie: oft war es so, dass dylan immer genau zwei thematisch, musikalisch oder atmosphärisch ähnliche veröffentlichungen in folge herausgebracht hat. das gilt im schlechten sinn ('nashville skyline' - 'self-portrait') wie im guten ('highway 61 revisited' - 'blonde on blone' oder 'blood on the tracks' - 'desire'). so könnte dylans phase des geschmalzten schunkel-swing nach dieser zweiten teilweise durchaus erfreulichen ausgabe auch schon wieder vorbei sein und für immer in den schluchzenden hawaii-gitarrenhimmel fahren. womit die hoffnung auf ein authentisches spätwerk, etwa auf dem level von tempest, bleibt.


Shadows in the Night
Shadows in the Night
Preis: EUR 6,99

21 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fadesse, 1. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadows in the Night (Audio CD)
Man hätte wissen können, wo die Reise hingeht. Wer In der zweiten Jahreshälfte 2014 auf einem Dylan-Konzert war, oder wie ich an Publikumsmitschnitte kam, wusste, dass eine furchtbar geschnulztes "Stay with Me" ausgerechnet "All Along The Watchtower" auf der Setlist ersetzt hatte. Und nun mutet uns Bob Dylan, wenige Monate nach der sorgfältigen und längst fälligen Edition der "Basement Tapes", ein ganzes Album im Stil von "Stay With Me" zu: alles langsamer, schummriger, fader, eintöniger, altmodischer - ja was eigentlich: Bar-Jazz?
Nun hat Dylan sein Publikum durch seine Unberechenbarkeit schon oft überrascht oder gar vor den Kopf gestoßen. Oft waren im Nachhinein vorschnelle Urteile zu korrigieren - so wie man Dylans gegospelter Version der Reagan-Politik um 1980 aus der Distanz zumindest musikalische Brillianz zubilligen musste. Nichts Ähnliches wird man von "Shadows In The Night" sagen können, fürchte ich. Neben der Fadesse ist vor allem zu bemerken: Dylan ist kein Sinatra, um es als Sänger zu bringen, braucht er ein anderes musikalisches Umfeld. So sind seine Versuche, seine Stimme in Bereiche zu schrauben, die er nach tausenden Konzerten nicht mehr zur Verfügung hat, zum Scheitern verurteilt. Einzig "That Lucky Old Sun", die letzte Nummer, hat etwas Charme. Aber auch das kann ich nicht als Kompliment meinen, da ich die tollen Versionen dieses Songs kenne, die er 1986 mit Tom Petty und den Heartbreakers auf die Bühne brachte.
Fazit - nach dem Album mit Weihnachtsliedern das überflüssigste, was Dylan je gemacht hat.


Inside Llewyn Davis
Inside Llewyn Davis
Preis: EUR 9,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soundtrack für großes Kino, 16. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (Audio CD)
Bei mir ist es anders als bei einem Vorrezensenten - ich hab zuerst den Film gesehen und ich musste mir einfach den Soundtrack kaufen. Es war einer der schönsten, lustigsten aber auch traurigsten Filme, die ich seit langem gesehen habe, und der Soundtrack ist genau das richtige, um dieses großes-Kino-Feeling" zurückzuholen.
Eines vorweg - wer keinen musikalischen Zugang zur Folk-Szene der frühen Sixties hat oder finden kann, wird damit nicht viel anfangen können. Wer diese Musik aber mag, der kann sich auf eine sehr kurzweilige Zeitreise begeben zu jenem Punkt, als sie sich alle in Greenwich Village tummelten. Tommy Makem und die Clancy Brothers, Peter, Paul and Mary und - natürlich - Bob Dylan. Sie und andere mehr kommen direkt oder verfremdet in Film und Soundtrack vor. Beeindruckend ist Oscar Isaac, der nicht nur den - gar nicht so sympathischen - Versager im Film darstellt, sondern auch ein hervorragender Sänger ist, der es genau rüberbringt, worum es beim Folk ankommt. Bei Songs, die - wie es im Film heißt - nie alt werden und nie neu waren.


Another Self Portrait (1969-1971): The Bootleg Series Vol. 10
Another Self Portrait (1969-1971): The Bootleg Series Vol. 10
Preis: EUR 14,99

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen auch "das andere selbstportrait" ist nicht viel besser als das originale, 4. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Dylans mehr als 50jähriger Karriere gibt es viele beeindruckende Gipfel. Was heißt, dass es auch ein Dazwischen gibt - das können - um beim Bild zu bleiben - Hochebenen sein, manchmal geht's tiefer hinab. Allerdings gibt es einen wirklich dramatischen Absturz, den nach dem Jahr 1968, nach der Platte "John Wesley Harding". Diese Feststellung hat weniger mit "linksideologischen" Vorbehalten zu tun, wie ein Rezensent vor mir mutmaßte (Dylans kurzer Flirt mit der "Linksideologie" war damals ohnehin schon längst passe), sondern mit ästhetisch-musikalischen. In der Tat ist es schwer zu verstehen, dass ein Künstler, der eben noch "All Along The Watchtower" veröffentlicht hatte, wenige Monate später "oh me oh my love that country pie" auf Vinyl schmalzte. Dylan selbst hat es in einem der besseren Songs aus dieser Ära ausgedrückt: "Was ist los mit mir? Ich hab nicht viel zu sagen". Und noch drastischer, das "Album Self Portrait", das sozusagen den Schluchtgrund dieses Absturzes markiert wurde von Greil Marcus mit "Was soll der Sch...." kommentiert - treffend, wie ich meine.
Ausgerechtet "Another Self Portrait" bildet nun die 10. Folge der "bootleg-Serie", die Outtakes und Alternativversionen dieses Machwerkes bilden die Mehrheit auf der Doppel-CD. Unterm Strich dokumentiert "Another Self Portrait" leider nur, wie unbedeutend, orientierungslos, ja bisweilen grottenschlecht Dylan zu dieser Zeit sein konnte. Als Beispiel sei die Alternativversion von "I Threw It All Away" erwähnt, sehr ähnlich übrigens der 1969 veröffentlichten Version: Ein Lied über das Ende einer Liebe, ein Lied über Trauer. Aber vorgetragen in selbstzufriedenem Bariton, guttural, triumphalistisch, ertränkt in üblem Country&Western-Sirup. Dabei ist der Song an sich ja gut, es gibt beeindruckende Performances davon auf der zweiten "Rolling-Thunder" Tour 1976. Aber so kann er nur zeigen, wie sehr Bob Dylan auch mal von jedem kreativen Instinkt verlassen sein konnte.
Doch ja, es sind einige tolle Songs dabei. "House Carpenter", das alte Traditional, z.B. hat Charakter. "Copper-Kettle", die alte Ballade über Schwarzbrennen von Whisky, gefiel mir immer schon als eines der wenigen Lieder auf Self Portrait. Jetzt gibt's eine Version ohne overdubs. Also es gibt auch paar nette, interessante, sympathische Momente. Aber wir reden von Bob Dylan. Dem Künstler, der sich aus diesem Loch nach einiger Auszeit Mitte der Siebziger mit einer Serie immens starker Alben und auch Konzerttourneen herausarbeiten würde. DAS ist mein Hauptkritikpunkt an dieser Veröffentlichung. Warum wird ein Tiefpunkt und nicht eine wirklich gute Phase in Dylans Karriere dokumentiert? In diesem Zusammenhang erlaube ich mir einige Vorschläge zur Wiedergutmachung für die nächste Folge der "bootleg-Serie". Die 1978-Tour wird unterschätzt, vielleicht weil wir offiziell nur Live at Budokan" kennen, die wirklich guten, je ekstatischen Konzerte fanden später in Europa und im Herbst in den USA statt. Auch ein Konzert aus der christlichen "Gospel-Ära" 1979-1981 hätte wohl mehr hergegeben. Dann die beiden Tourneen mit Tom Petty - auch sie harren noch einer offiziellen Veröffentlichung. Und auf den großen Schatz der Never-Ending-Tour" seit 1988 braucht nicht gesondert hingewiesen werden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 15, 2014 6:41 AM MEST


Texas Troubadour
Texas Troubadour
Preis: EUR 18,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein wirklich grosser und unterschätzter songwriter, 20. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Texas Troubadour (Audio CD)
klar, "Textas Troubadour" ist jedem, der sich für folk, country und ( ein wenig auch ) blues und rock interessiert, zu empfehlen; nur wenige werden, denke ich mir, die investition des nicht allzu hohen kaufpreises bereuen.
songs - ich nenne nur zwei beispiele - wie "Tecumseh Valley" oder "My proud Mountains" zeigen mit welch grossem songwriter es wir hier zu tun haben. besonders der zweitgenannte song ist für mich absolute gänsehaut-musik - im besten sinn. musikalisch inspiriert von hank williams aber doch in van zandts eigener musikalischen sprache.
leider - und deshalb kann ich den überschwang vieler meiner vor-rezensenten nicht teilen - zu sehr liess sich der musiker dann oft durch den geschmacklosen country&western-fleischwolf drehen. was sich bei den guten songs sich nach authentischen emotionalität anhört wird dann auch mal zu schwer erträglichen kitsch. wer sich "Fraulein" anhört, wird vielleicht verstehen, was ich meine.
dennoch - ein haufen guter musik - diese überwiegt die tiefpunkte bei weitem.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 2:06 PM CET


Tempest (Deluxe Edition)
Tempest (Deluxe Edition)

20 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charme und Klasse, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Tempest (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich bemühe mich immer, eine kritische Distanz zu neuem Material Dylans zu halten. "Tempest" erlaubt mir das nicht - zu überwältigend sind der Charme und die Klasse dieses Albums.
Tempest besticht durch musikalische Vielfältigkeit und übertrifft in dieser Hinsicht Love & Theft" von 2001.
Das beginnt mit dem ersten Song, "Duquesne Whistle": ein kleines Intro im Stil von Hank William's Country-Swing (der den jugendlichen Robert Zimmermann fasziniert hatte), ehe Dylan, der alte Mann, zeigt, was ein Musiker mit 50 Jahren souveränen Umgangs mit Folk, Blues und Rock, mit profunden Kenntnissen auch von Gospel, Country und Jazz aus dieser Quelle machen kann.
Das endet mit dem letzten Song, "Roll On John", eine hommage an John Lennon mit entsprechenden textlichen und musikalischen Zitaten bei den Herren Lennon, McCartney und Harrison.
Dazwischen liegt ein unendlicher Mikrokosmos von Musik, gespeist aus den künstlerischen Quellen von Dylans Schaffen, aber auch aus seinen eigenem Oevre, zusammengeführt auf höchstem Niveau. In "Pay In Blood" grüßt ein Rolling-Stones-typisches Riff. "Scarlet Town", das kennen wir schon aus dem alten Traditional "Barbara Allen", Ende der 80er und Anfang der 90er oft auf den Setlists seiner Konzerte. Ich könnte noch viele dieser Bezüge nennen, bei jedem Anhören entdecke ich mehr.
Ich rede von einer hochklassigen Synthese, denn es ist auch eine Gratwanderung - sowas kann auch zu Eklektizismus, zu einem unstimmigen Puzzle führen. Eine Gratwanderung ist auch, dass viele der Songs ( nicht neu bei Dylan ) auf sehr einfachen musikalischen und rhythmischen Mustern aufgebaut sind. Bestes Beispiel ist das Titelstück "Tempest", textliche eine Aneinanderreihung irrwitziger Szenen beim Untergang der Titanic - im Walzertakt erzählt, fast 15 Minuten lang. Sowas kann fad werden. Nicht bei Dylan und seiner Band - hier entwickelt das einen hypnotischen Sog, einen Bann. Dylan hat das Album mit seiner Tourband aufgenommen, verstärkt mit David Hidalgo. Vielleicht ist das das Geheimnis dieses Albums - das sind Musiker, die hunderte und ein einem Fall sogar tausende Konzerte mit Dylan gespielt haben. Das Verständnis funktioniert perfekt, die können das, was er will und er vertraut darauf. Und ein Geheimnis ist - weil hier auch schon Kritik aufgekommen ist - Dylans Stimme. Ja - sie ist kaputt, nur mehr wenig erinnert an den Gesang, der diesen Mann in der 60ern und 70ern zur Legende gemacht hat. Ich verstehe, dass das nerven und irritieren kann. Aber wer dies akzeptiert, wird immer noch eine unglaubliche Spannweite erkennen, von zärtlichem Hauchen, Flüstern hin zu erbostem Bellen und Grollen; gesang-gewordene Altersweisheit, die es wiederum früher in dieser Form nicht geben konnte.
Dylan macht Alben, so hat er gesagt, um Material für die Bühne zu haben. Und dort, auf den Bühnen, auch das sagt er, gab und gibt es die besten Versionen seiner Songs (eingefangen natürlich von den zahlreichen tapferen Bootleggern). In dieser Hinsicht dürfen wir gespannt sein, was aus den Tempest"-Songs noch wird. Die Perspektiven sind grandios.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2012 12:54 AM MEST


Sefronia
Sefronia
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 5,69

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genie und Kommerz, 10. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sefronia (Audio CD)
"Sefronia" ist ein Zwitterwesen im Oevre von Tim Buckley. Es gibt sehr kommerzielle Nummern wie etwa den routiniert heruntergespielten Rocker "Honey Man" und es gibt zarte Balladen, die den beeindruckenden Stimmumfang Buckleys zum Ausdruck bringen uns stilistisch sich an das Frühwerk anlehnen (darin muss ich dem ersten Rezensenten widersprechen). Und nicht zu vergessen ein paar Ohrwürmer, besonders "Dolphins", die so wunderschön sind, dass sich jede Erörterung ob das nun Kunst oder Kitsch wäre, erübrigt.
Nicht nur für Fans!


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