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Rezensionen verfasst von
Woodstock

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Jungfrau (40), männlich, sucht ... (XXL-Version)
Jungfrau (40), männlich, sucht ... (XXL-Version)
DVD ~ Catherine Keener
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 6,39

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nix gegen Spätentwickler, 24. Februar 2009
Andy (Steve Carell) ist ein großer Junge, der glücklich in seiner mit Actionfiguren und Playstation perfekt ausgestatteten Wohnung lebt. Sein einziges Handicap: Er ist 40 und hatte noch nie Sex. Seine wohlmeinenden und sehr erfahrenen Kollegen wollen ihm auf sie Sprünge helfen was ihn natürlich von einem Desaster zum nächsten und direkt in die Arme einer Oma führt ;-).

Selbstzweifel sind angesagt, nachdem ich manche Kritiken zu diesem Film gelesen habe: Wie vulgär er doch sei und nur für pubertierende 13Jährige geeignet, die als einzige den dort gesprochenen Jargon verstehen könnten, und wie geschmacklos und unwitzig das Machwerk sei und außerdem auch noch gemein gegen Frauen - um nicht zu sagen frauenfeindlich! - und überhaupt, die Welt ist schlecht und Hollywood macht nur noch populären Mist, weit unter der Gürtellinie, und wir lassen uns alle von denen bloß verdummen, und wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir noch heute.

Es gibt mir schon zu denken, ich gestehe es, dass ich ausgerechnet in diesem angeblich untragbaren, weil hollywoodmäßigen Pubertätstrash eine tiefere Aussage zu entdecken glaubte, nämlich zum Beispiel die, dass man Liebesbeziehungen nicht bloß auf Sex reduzieren kann, dass der jungfräuliche Junggeselle und Sonderling seinen sexstrotzenden Kollegen ziemlich klar zeigt, wo's eigentlich im Leben lang geht, und dass ihr großmäuliges Frauenheldentum in Wahrheit nur Schall und Rauch ist und innere Leere ja sogar Wertlosigkeit kaschiert.
Die Botschaft dürfte nicht nur bei 13jährigen Teenies klar ankommen, wenn sogar ich sie auf Anhieb kapiert habe ;-).
Dass das Ganze in jede Menge zusätzliche filmische Staffage, Handlungen, Nebenhandlungen, Gags und Effekte eingepackt wurde (wie sonst sollte eine XXL Version von 127 Minuten zustande kommen?) und dazu noch mit nicht ganz jugendfreien Szenen und Dialogen versehen wurde, trägt sicherlich zur Popularität und den Verkaufszahlen des Filmes bei -die Leute sind ja schließlich verdorben bis dorthinaus und sex sells - und es führt ganz sicher dazu, dass die 13jährige Zuschauerschaft hart an die Grenzen ihres eigenen Erfahrungsschatzes gelangen dürfte. Anders gesagt: Ich, als alte Spießerin würde einem 13Jährigen das Ansehen dieses Filmes aus Jugendschutzgründen ganz klar verbieten, was mich allerdings nicht daran hindert ihn selbst anzuschauen und ihn mit all seinen Exzessen sehr zu mögen und mich darüber königlich zu amüsieren - die bunten Gummidildos, Badewannenmasturbation, Morgenlatte und spätpubertäre Ejakulationsstörungen mit einbezogen.
Wenn Sie solche Zoten üblicherweise für geschmacklos halten (was Ihr gutes Recht ist ;-)) und die nicht wirklich neue Botschaft des Filmes lieber in wohlgesetzten Worten und warmen Wohlfühlbildern hören und sehen möchten, dann empfehle ich andere Genres, zum Beispiel Perioddramas oder das französische Kino.

Für mich...
...ist die männliche Jungfrau ein Film, bei dem ich zwischen schallendem Lachen, tränen triefendem Mitleid und höchstem, äh trivialstem Vergnügen hin und her gerissen war.
Produzent Judd Apatow, der mich schon Beim ersten Mal von seinen geistreichen Einsichten in die Psyche junger Menschen überzeugen konnte, hat es auch mit der 40jährigen Jungfrau wieder geschafft mit respektlosem Unernst ein ernstes Allerweltsthema auf ganz und gar lässige Weise ernst zu nehmen. Deshalb wird mein nächstes Apatow-Projekt Leg dich nicht mit Zohan an (Kinoversion) sein, und ich freue mich schon ganz widerlich da drauf.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2009 5:02 PM CET


Gormenghast [2 DVDs] [UK Import]
Gormenghast [2 DVDs] [UK Import]
DVD ~ Celia Imrie
Wird angeboten von gameshop_fuerth - Alle Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 9,99

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hold Fast!, 23. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gormenghast [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
Dieser Film ist die BBC Adaption einer leider unvollendeten Romanreihe von Mervyn Peake, und wer jemals Zweifel hatte, dass die BBC auch im Fantasy-Genre tonangebend und maßstäbesetzend ist, der sollte sich dieses düsterschöne Gothic-Märchen unbedingt ansehen und sich 274 Minuten lang vom Gegenteil überzeugen lassen.

Es wird die Geschichte des traditionsreichen, alten, verstaubten und in seinen Strukturen völlig verkrusteten Landes und des 70. Earls und Erben Titus Groan (Cameron Powrie/Andrew N. Robertson) erzählt. Sie beginnt mit dem ersten Schrei von Baby-Titus und endet als der junge Erbe seine Heimat verlässt, um in die Welt hinaus zu ziehen. Dazwischen werden die bleiernen Rituale und das gesamte fest betonierte, reaktionäre Leben in der gigantischen und in unaufhaltsamem Verfall befindlichen Burganlage Gormenghast von dem charmanten und ehrgeizigen aber ziemlich bösartigen Steerpike (Jonathan Rhys Meyers) unterminiert.
Im Laufe von 5 Episoden und etwa 20 Jahren, arbeitet sich Steerpike an allen traditionellen Hindernissen vorbei, über Leichen hinweg und steigt vom gepeinigten und schmutzigen Küchenjungen zur Position des einflussreichen Zeremonienmeisters auf.
Der Zuschauer macht im Verlaufe von Titus Erwachsenwerden und Steerpikes Karriere die Bekanntschaft von vielen schrillen und völlig überzeichneten Gestalten, die gleichermaßen witzig wie erschreckend sind. Sie alle aufzuzählen, hieße den Spaß an ihrem Wahnsinn und an so manchem atemberaubenden Überraschungseffekt zu verderben. Christopher Lee muss ich aber dennoch unbedingt erwähnen, denn er spielt den etwas zurück gebliebenen Kammerdiener Flay. Und er alleine, wenn er mit grollender Stimme durch die staubigen und labyrinthischen Flure der bedrohlichen Burg schleicht und Undurchsichtiges auszuhecken scheint, macht diesen Film schon sehenswert. Aber auch die anderen Darsteller sind wahre Genies. Denn jeder menschliche Abgrund, jede denkbare Schrulle und jede unwürdige Schwäche findet hier in der einen oder anderen Figur eine pittoreske Verkörperung und eine eigene kleine und schräge Geschichte.
Schlicht gesagt: Ein perfektes Casting zu einem perfekten Roman!

Leider hat Mervyn Peake nicht lange genug gelebt um den angedachten Mehrteiler "Titus Groan" zu vollenden und leider hat auch der Film, trotz redlichem Bemühen ein paar Handlungsstränge, die ins Leere laufen. Besonders bei der Person von Titus wilder Pflegeschwester merkt man, dass ihr eine wichtige Rolle in den Folgeromanen zugedacht war, die leider blitzartig verpufft. Auch die Figur des Titus Groan bekommt erst in den letzten beiden Episoden Fleisch und Blut und Charakter und man kann leider nur ahnen wie seine weitere Entwicklung wohl verlaufen wäre. So endet dieses grandiose Gänsehaut-Düstermärchen eigentlich an einer Stelle wo es gerade erst richtig in Fahrt gekommen war und man schaltet den Film mit dem vagen Gefühl von Bedauern aus. Mit dem Bedauern, dass es die obligatorische und sicher geniale Fortsetzung leider nie geben wird.

Also:
Eine detaillierte, ironisch-geistreiche, düstere und märchenhafte Fantasy-Verfilmung, deren Bilder, Szenarien und Symbolik so überbordend sind, dass ein Mal ansehen bei weitem nicht ausreicht um alles zu sehen und zu verstehen was Mervyn Peake der Welt hinterlassen hat

Titelsong des Films:
"Hold fast to the law
Of the last cold tome,
Where the earth of the truth
lies thick upon the page.
And the loam of faith in the ink
Long fled from the drone
Of the nib flows on.
Till the last of the first depart,
And the least of the past is dust,
And the dust is lost.
Hold fast!
Gormenghast!"

DVD Region 2:
Lauflänge 274 Minuten, Format 16:9, 1.85:1) anamorph widescreen, Ton Dolby Digital Stereo, Sprache: Englisch, Untertitel: Englisch, für Hörgeschädigte, Altersfreigabe 12 J,
Special Features: Scene access, Behind the Scenes, Charakter Profiles, Design Gallery
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 28, 2010 3:05 PM MEST


Jane Austen's Lost in Austen [2 DVDs]
Jane Austen's Lost in Austen [2 DVDs]
DVD ~ Hugh Bonneville
Preis: EUR 7,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Miss Price mischt die Bennets auf, 17. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Jane Austen's Lost in Austen [2 DVDs] (DVD)
Amanda Price (Jemima Rooper) ist ein totaler Darcymaniac. Sie lebt im heutigen London und versinkt doch am Liebsten mit dem entsprechenden Buch in der Hand tief in Austens Welt von Pride and Prejudice. Den Heiratsantrag ihres Freundes lehnt sie ab, weil er ihr nicht romantisch genug - oder besser gesagt nicht darcymäßig genug - ist.
Und überhaupt... die arme Amanda hat gelegentlich unter darcymanischem Realitätsverlust zu leiden. Als aber eines Tages Elizabeth Bennet (Gemma Arterton) leibhaftig in ihrem Badezimmer steht, ändert sich für Amanda alles. Durch eine Tür "zwischen den Welten" gelangt sie ins Longbourn des 18. Jahrhunderts, während es sich Elizabeth im neuzeitlichen London recht nett einrichtet.
Amanda wird zunächst mal freundlich von den Bennets aufgenommen, aber ohne die tragende Heldin Elizabeth geht in "Pride and Prejudice" so ziemlich alles schief, und Amanda sieht sich plötzlich mitten in dem literarischen Chaos, das ihr Auftauchen verursacht hat. Ihre redlichen Bemühungen die verqueren Wege der Novelle wieder gerade zu biegen ("Die ganze Welt wird mich hassen") sind, nicht gerade mit Erfolg gekrönt.
Stellen Sie sich einfach vor, wie Sie das fänden, wenn Mr. Bingley (Tim Mison) sich in jemand anderen als in Jane (Morven Christie) verliebt, und Darcy (Eliot Cowan) null Interesse für Elizabeth entwickelt, ganz zu schweigen von Collins, der die "falsche" Frau heiratet oder gar Miss Bingley moralisch aus der Reihe tanzt.

Was hab ich mich amüsiert!
Wer offen für schön verrückte Fan Fiction ist und nichts dagegen hat, in ganz neue Pride and Prejudice Dimensionen einzutauchen, der hat hier genau die richtige Serie vor sich und wird sich hochköstlichst belustigen.
Dieser 3-stündige Vierteiler enthält einfach alles, was der P&P Kenner (gemeint ist aber hauptsächlich der Kenner des Films von der Konkurrenz aus dem Jahre 1995) schätzt und liebt und das wird hier auf so vergnügliche und lässige Weise neu verwurstet, dass man einfach aus dem Lachen, Staunen, Schmachten und Grummeln (über Amanda, diese dämliche Nuss) nicht herauskommt.
Den Austen Puristen sei allerdings schon mal das Bereithalten von Riechsalz empfohlen, denn so manche Wendung dieses Films dürfte sich als zu läppisch oder zu schwer verdaulich erweisen. Von dem großen Werk englischer Literatur ist jedenfalls bei "Lost in Austen" nichts mehr zu finden, und nicht nur wenn Mr. Bennets Vornamen unziemlich enthüllt wird oder Mr. Bingley ganz und gar durchknallt, spürt man, dass diesem Film total der Respekt für die große Literatur abgeht und dass Miss Austen hier totally lost ist.

Auch ist das Colin-Firth-Fake Eliot Cowan natürlich kein adäquater Ersatz für den "echten Darcy" (Colin Firth meine ich). Er müht sich redlich um Arroganz und Dünkel bleibt aber immer knapp hinter den Ansprüchen, der nach dunklen Blicken lechzenden Zuschauerin zurück. Aber, was soll's? Viel schlimmer wäre es doch gewesen, Eliot Cowan hätte den "echten Darcy" durch zu viel Können von dem Sockel gestoßen, auf den wir Dracymaniacys ihn gestellt haben.
Aber apropos Sockel, seit "Lost in Austen" habe ich sowieso einen neuen stolz- & vorurteilsfreien Lieblingshelden, und der heißt Wickham. Ja wirklich! Da hat uns Miss Austen doch tatsächlich ein paar wichtige Details über diesen Mann verschwiegen, die nun endlich ans Licht gebracht werden. Aber mehr wird nicht verraten.

Resumée:
Wer großes, BBC-gewaltiges Kino erwartet, ist hier absolut falsch bedient.
Mit "Lost in Austen" wird aber durchweg locker flockige Unterhaltung geboten, mit vielen Trivialitäten, einem Hauch von Schmacht und Kitsch, herrlichen Kulissen, ausgezeichneten Kostümen, bestens aufgelegten Darstellern und Spaß, Spaß, Spaß.
Für mich eine absolut amüsante Parodie, die auf keinen Fall in einer gediegenen und erst recht nicht in einer nicht gediegenen Austen-DVD-Sammlung fehlen darf.

P.S.
Leider fehlt eine gar zu herrliche Szene aus der Originalserie sowohl in der UK-DVD als auch in der deutschen Synchro - Amanda singt für die Bingleys - dabei ist das nicht nur eine herrlich peinliche, sondern eigentlich auch eine wichtige Schlüsselszene in der Serie. Warum die gekürzt wurde bleibt wohl das Geheimnis von KSM.

DVD:
2 DVDs
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Untertitel: Deutsch
Laufzeit ca. 185 Minuten.
Kodierungsart: 2. TV-Norm: PAL.
Ausgabeformat: 16:9. Aufnahmeformat: 1, 78:1. Sprachversion: Deutsch Dolby Digital 5. 1, 3/2. 01, AC3. Sprachversion: Englisch Dolby Digital 2. 0, 2/0, AC3.
Extras: Making of, Trailer, Biografien, Bildergalerie.


Serenity
Serenity
von Christine Wunnicke
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geistreich, klug und wahr!, 12. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Serenity (Gebundene Ausgabe)
Schopenhauer-Experte, Eigenbrödler, Mittfünfziger, gut bezahlt auf dem beruflichen Abstellgleis, sein Name Dr. Varenberg, Rüdeger, seine Hauptbeschäftigung Philosophieren und sich zu seinen Mitmenschen Lebensläufe ausdenken.
Also eigentlich alles Banane bei ihm ;-).
Aber dann trifft er völlig unvorbereitet auf das wahre Leben im Cyberspace und auf die wahrhaft verlogenen Fahrnisse des Internets. Varenbergs Bekanntwerden mit dem Netz der Netze und den sich dort tummelnden Lebensformen, seine Entwicklung zum Netz-Ichigo-Teenie-Girlie Serenity und sein "Ende" sind Gegenstand dieser überaus gescheiten, geistreichen und sehr wahren Geschichte mit der Christine Wunnicke den Finger auf die klaffende Wunde einer anonymen Cybergesellschaft legt. Treffsicher und zynisch skizziert sie zwei Kulturen die aufeinanderprallen und man darf gespannt sein, wer bei diesem Crash letzten Endes die Oberhand behält. "Take care!", kann man nach der Lektüre dieser Geschichte nur sagen - mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Eine hochgradig unterhaltsame Cybergeschichte, die mich ein wenig an "Gut gegen Nordwind" erinnerte, aber nur ein wenig, denn in der Summe ist "Serenity" sehr viel geistreicher, etwas gesellschaftskritischer und deutlich besser recherchiert. Allerdings handelt es sich dabei trotz 1000 Mal "i love u" nicht um einen Liebesroman.
Yeap!


Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?
Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?
DVD ~ Kate Hudson
Preis: EUR 6,79

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die schlimmsten Beziehungssünden und wie man sie erfolgreich einsetzt, 12. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen? (DVD)
Der Humor dieses Filmes setzt auf das Prinzip der vertauschten Rollen und das erweist sich auch hier als ausgesprochen funktionell:
SIE (Kate Hudson) muss unweiblich viel Fachwissen über die Männerwelt aufbringen und es einsetzen um IHN (Matthew Mac Conaughey) nach allen Regeln der Kunst zu vergraulen.
ER muss geradezu unmännlich viel weibliches Feingefühl aufbringen, um SIE in sich verliebt zu machen. Und, bäm, als SIE und ER aufeinander treffen da fliegen die Funken und die Fetzen und man darf sich - vorausgesetzt man nimmt das Ganze nicht ernst - vortrefflich amüsieren über den armen ER, der sich bei den tussigen Einfällen seiner SIE bald nicht mehr zu helfen weiß und über die arme SIE, die sich seinem heimtückischen Charme und seiner übermännlichen Geduld letztlich nicht mehr erwehren kann.

Wer es aushalten kann, dass alle dümmlichen "Frauenfehler" (z.B. weinen beim Sex, rosatore WC-Garnitur, beim Pokerabend stören oder "Was denkst du grade?" fragen etc.) respektlos durch den Kakao gezogen werden, und wer es ertragen kann, hilflos zuzusehen wie ein abgebrühter Kerl mit billigsten und doch allzeit wirksamen Tricks selbst die härteste Frau rumkriegt, der sollte sich unbedingt auf dieses völlig belanglose aber hochunterhaltsame Film-Amüsemeng Marke Hollywood einlassen, denn dann gibt es viel zu lachen und zu nicken.
Wer das Thema allerdings ernst nimmt, wird in diesem Film allenfalls zu viel Kitsch und einen traurigen Spiegel unserer beziehungsgestörten Gesellschaft wiederfinden und bestenfalls in depressives Aufstöhnen geraten.

Fazit:
Eine herrlich witzige und romantische Komödie für und gegen Beziehungsgeschädigte beiderlei Geschlechts, mit allem was dazugehört, einschließlich Lachen, Herzschmerz und heldenhaftem Happy End.

DVD.
Laufzeit: 112 Minuten, Format: 16:9 (1.78:1) anamorph, Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1, Untertitel, Deutsch, Englisch, Türkisch, Extras: Kommentar vom Regisseur Donald Petrie, Lokation-/Produktionskarte, Entfernte Szenen mit Kommentar des Regisseurs, Feature: "Wie man den perfekten Film entwirft"


Twelfth Night (1996) [UK Import]
Twelfth Night (1996) [UK Import]
DVD ~ Steven Mackintosh
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 3,48

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragikomisch, romantisch und so shakespearig, 11. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Twelfth Night (1996) [UK Import] (DVD)
Schiffbrüchig landet Viola (Imogen Stubbs) an der Küste Illyriens. Da ihr Zwillingsbruder Sebastian (Steven Mackintosh) bei dem Unglück ertrunken ist, ist Viola auf sich alleine gestellt. Um in dem fremden und feindseligen Land sicher zu sein, verkleidet sich Viola als Mann, nennt sich Cesario und tritt alsbald in den Dienst des Herzogs Orsino (Toby Stephens).
Viola verliebt sich in den Herzog welcher wiederum hoffnungslos in Olivia (Helena Bonham-Carter) verliebt ist, die ihn aber nicht erhört, weil sie um ihren Bruder trauert.
Viola alias Cesario wird vom Herzog als Liebesbote zu Olivia geschickt und natürlich verliebt sich die schöne Oliva Hals über Kopf in den vermeintlichen Jüngling Cesario. Als Violas Zwillingsbruder dann (doch nicht ertrunken) noch auf die "Bühne" tritt und von Olivia für Cesario gehalten wird, ist das witzigste und schrillste und romantischste Chaos komplett.

Imogen Stubbs ist die perfekte, und in ihrer Männerrolle ausgesprochen glaubwürdige, Viola. Toby Stephens (Jane Eyre, The Tenant of Wilfell Hall) als liebeskranker Orsino ist unsäglich attraktiv und (ich trau' s mich fast nicht zu sagen) so süß. Wenn beide sich anschmachten schmilzt das Herz wie Butter in der Pfanne. Herrlich wie subtil dieses zarte und widerwillige Hingezogensein zu einem vermeintlichen Mann von Stephens dargestellt wird. Noch witziger muss dieses Geschlechterdurcheinander zu Shakespeares Zeiten gewesen sein, als auch die weiblichen Rollen von Männern besetzt wurden und Viola also von einem Mann gespielt wurde, der eine Frau ist die sich als Mann verkleidet. Steven Mackintosch (Our Mutual Friend) sieht Viola übrigens so verblüffend ähnlich, dass er den perfekten Zwillingsbruder abgibt und die Verwechslungen und Verwirrungen dadurch nur noch glaubwürdiger und witziger werden.
Doch der guten Darsteller nicht genug, denn hier sieht man eine spektakuläre Helena Bonham-Carter als verliebte Olivia, die einem die Tränen des Lachens in die Augen treibt und einmal mehr unter Beweis stellt, dass sie nicht nur eine Schönheit sondern auch eine überragende Schauspielerin ist. Und wo wir gerade von den ganz Großen reden: Ben Kingsley spielt den Narren Feste. Er und seine niederträchtige, Schabernack treibende Gefolgschaft (Imelda Staunton als Maria, Mel Smith als Sir Toby Belch und Richard E. Grant als Sir Andrew Aguecheek) sind das perfekte Gespann das Nigel Hawthrone als lächerlich-pompösen und ach so tragischen Malvolio in die Verzweiflung treibt. Dieses Casting in seinem harmonischen und gut aufgelegten Zusammenspiel lässt den Zuschauer im einen Augenblick lachen und im nächsten schon wieder weinen und verleiht der schrägen Komödie gleichzeitg einen satten Touch Tragik.

Trevor Nunns "Twelfth Night" ist die herzerfrischende, witzige und kongeniale filmische Umsetzung von Shakespeares Komödie (zu Deutsch "Was ihr wollt"). Der Film ist ungefähr am Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt und wurde in Cornwall gedreht. Die großartigen Landschaften, Kulissen und Kostüme schmeicheln dem Auge und das Können der begnadeten Darsteller dem Verstand. Die shakespearigen Dialoge und Wendungen sind ein Genuss für Herz und Ohr und der Film eine 100 Prozent sichere Geldanlage für alle, die es geistreich, unterhaltsam und anspruchsvoll mögen.

DVD:
Laufzeit: ca. 128 Minuten,
Format: 4:3 (1.85:1),
33 Kapitel,
Extras: Trailer, Gallerie, Filmographie
Sprache: Englisch OHNE Untertitel
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2013 4:23 PM CET


Inheritor (Foreigner, Band 3)
Inheritor (Foreigner, Band 3)
von C. J. Cherryh
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,37

4.0 von 5 Sternen Bren findet sein Man'chi, 11. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Inheritor (Foreigner, Band 3) (Taschenbuch)
Dolmetscher Bren hat nun endlich menschliche Gesellschaft, denn das "Schiff" hat den jungen Lehrer Jase in die Atevi Hauptstadt als Phaidi geschickt. Leider läuft es mit Jase nicht so einfach wie Bren gehofft hat und auch in seiner Heimat Mospheira geht offenbar alles schief. Denn er ist von seiner dortigen Familie fast komplett abgeschnitten worden und als Verräter in Verruf geraten. Und wieder ist es die Konkurrentin Deana Hanks, die die Fäden zieht und Unruhe auf dem Kontinent und unter den Atevi stiftet.
Vielleicht kann die taffe Atevi-Oma Ilisidi eine größere Katastrophe noch verhindern, oder plant sie etwa schon wieder ihre eine Intrige gegen ihren Enkel und seinen Phaidi?

Wer Teil eins und zwei der Foreigner-Serie geschafft hat und weiß welche Art von Science Fiction und welcher Erzählstil ihn erwartet, der wird sich ganz sicher durch nichts davon abhalten lassen mit diesem Teil drei dem weiteren Schicksal von Bren zu folgen. C.J. Cherryh fährt auch hier wieder ihren gewohnt guten Schreibstil, kluge Einblicke in menschliche und atevische Seelen und fundierte Kenntnis über politische und soziologische Abläufe auf. Ihr Held ist mit all seinen Macken und Selbstzweifeln ein durch und durch sympathisches Kerlchen und sein neuer, scheinbar schwächelnder Kollege aus dem All eine perfekte Ergänzung. Man darf sich als Leser wirklich auf spannende Wendungen und etliche große Überraschungen, nicht nur hinsichtlich der Atevi Natur, gefasst machen.
Obwohl sich bis zum Ende des Buches viele Rätsel und Intrigen auflösen, bleibt die Geschichte dennoch so spannend, dass man auch nicht um die Lektüre von Teil vier "Precursor" herumkommt, denn die Menschen auf dem Schiff haben offenbar mehr Geheimnisse, als die Menschen auf Mospheira ahnten und außerdem droht schon eine neue Gefahr für die Atevi-Welt und damit eine große Herausforderung für Bren in der Ferne.

1 Stern Abzug gibt es von mir für vermeidbare und leichte Langeweile in der ersten Hälfte des Buches. Hier wird zu viel Altbekanntes wiederholt und die Geschichte um Bren und Jase kommt nur mühsam in Gang.


Die Jahre des Schwarzen Todes
Die Jahre des Schwarzen Todes
von Connie Willis
  Broschiert

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wahnsinns-Zeitreise, 9. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Jahre des Schwarzen Todes (Broschiert)
Mitte des 21. Jahrhunderts: Das Mittelalterinstitut der Universität Oxford plant seine erste Zeitreise ins 14. Jahrhundert. Bisher war das Jahrhundert als zu gefährlich für zeitreisende Forscher eingestuft und gesperrt, aber nun ist es soweit. Die junge Historikerin Kivrin ist auf alle Eventualitäten vorbereitet - denkt sie - geimpft, ausgebildet in den alten Sprachen und allen notwendigen Fertigkeiten des Mittelalters, und eigentlich dürfte bei ihrer 14tägigen Feldforschung im Jahre 1320 nichts schiefgehen. Aber da irrt sich Kivrin ebenso wie der überhebliche stellvertretende Chef des Institutes, denn dieser Trip endet im wahrsten Sinne des Wortes in schicksalhaftem Elend.
Während in der Zukunft eine tödliche Virusepidemie grassiert und Kivrins Rückkehr fraglich macht, muss Kivrin allmählich feststellen, dass ihr Trip leider daneben ging und sie mitten in die Jahre der schwarzen Pest hineingeführt hat.

5 Jahre lang hat Connie Willis an diesem Nebula- und Hugo-Award gekrönten Science Fiction geschrieben und das merkt man an jedem einzelnen Satz. Diese Story ist nämlich absolut fundiert recherchiert und bis ins kleinste Detail durchdacht und dabei beweist Connie Willis nicht nur weitreichendes Fachwissen sondern auch erstklassige Schreibkunst, die sich in einem eingängigen und leichten Schreibstil ausdrückt. Zudem besitzt die Autorin offenbar tiefe und scharfsinnige Menschenkenntnis, denn ihre Charaktere sind so ironisch und gleichzeitig zutreffend geschildert, dass man sie mit all ihren schrägen Eigenheiten beim Lesen plastisch vor sich sehen und hören kann und sie ebenso hassen wie lieben muss.

Die Spannung der Geschichte ist manchmal schier unerträglich und insofern ist das ein Buch, das man erst weglegen kann, wenn man mit stockendem Atem durch die letzte Seite gehechelt ist. Diese einfallsreiche und fesselnde Story ist angereichert in knäckebrottrockenem, fast schon britischem Humor und vielen klugen und tragischen Wendungen. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man den launigsten, schrecklichsten, traurigsten, glaubwürdigsten und spannendsten Zeitreisetrip überhaupt miterlebt.
Die Awards, die dieser Roman erhielt sind mehr als verdient und ich für meinen Teil habe nun ein neues 100-Sterne-Lieblingsbuch und eine neue Lieblingsautorin entdeckt.

Allerhöchste Zeit für eine Neuauflage, lieber Heyne Verlag!
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2009 1:05 AM CET


The Doomsday Book
The Doomsday Book
von Connie Willis
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,75

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wahnsinns-Zeitreise, 8. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Doomsday Book (Taschenbuch)
Mitte des 21. Jahrhunderts: Das Mittelalterinstitut der Universität Oxford plant seine erste Zeitreise ins 14. Jahrhundert. Bisher war das Jahrhundert als zu gefährlich für zeitreisende Forscher eingestuft und gesperrt, aber nun ist es soweit. Die junge Historikerin Kivrin ist auf alle Eventualitäten vorbereitet - denkt sie - geimpft, ausgebildet in den alten Sprachen und allen notwendigen Fertigkeiten des Mittelalters, und eigentlich dürfte bei ihrer 14tägigen Feldforschung im Jahre 1320 nichts schiefgehen. Aber da irrt sich Kivrin ebenso wie der überhebliche stellvertretende Chef des Institutes, denn dieser Trip endet im wahrsten Sinne des Wortes in schicksalhaftem Elend.
Während in der Zukunft eine tödliche Virusepidemie grassiert und Kivrins Rückkehr fraglich macht, muss Kivrin allmählich feststellen, dass ihr Trip leider daneben ging und sie mitten in die Jahre der schwarzen Pest hineingeführt hat.

5 Jahre lang hat Connie Willis an diesem Nebula- und Hugo-Award gekrönten Science Fiction geschrieben und das merkt man an jedem einzelnen Satz. Diese Story ist nämlich absolut fundiert recherchiert und bis ins kleinste Detail durchdacht und dabei beweist Connie Willis nicht nur weitreichendes Fachwissen sondern auch erstklassige Schreibkunst, die sich in einem eingängigen und unkomplizierten Schreibstil ausdrückt. Zudem besitzt die Autorin offenbar tiefe und scharfsinnige Menschenkenntnis, denn ihre Charaktere sind so ironisch und gleichzeitig zutreffend geschildert, dass man sie mit all ihren schrägen Eigenheiten beim Lesen plastisch vor sich sehen und hören kann und sie ebenso hassen wie lieben muss.

Die Spannung der Geschichte ist manchmal schier unerträglich und insofern ist das ein Buch, das man erst weglegen kann, wenn man mit stockendem Atem durch die letzte Seite gehechelt ist. Diese einfallsreiche und fesselnde Story ist angereichert in knäckebrottrockenem, fast schon britischem Humor und vielen klugen und tragischen Wendungen. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man den launigsten, schrecklichsten, traurigsten, glaubwürdigsten und spannendsten Zeitreisetrip überhaupt miterlebt.
Die Awards, die dieser Roman erhielt sind mehr als verdient und ich für meinen Teil habe nun ein neues 100-Sterne-Lieblingsbuch und eine neue Lieblingsautorin entdeckt.

Die deutsche Ausgabe dieses Romans ist beim Heyne Verlag unter Die Jahre des Schwarzen Todes. Roman erschienen wird aber leider nicht mehr aufgelegt, was eine Schande ist.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2009 11:30 PM CET


Tropic Thunder
Tropic Thunder
DVD ~ Jack Black
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 7,69

29 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rambo Go Home!, 7. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Tropic Thunder (DVD)
Wer Insider-Kenntnisse hat, ist bei dieser Anti-Vietnam-Kriegsfilm-Parodie von und mit Ben Stiller klar im Vorteil. Wer Rambo, Platoon oder Apokalypse Now kennt, wird hier genügend Witze, Szenen und Anspielungen finden, um sich krumm und buckelig zu lachen. Vorraussetzung ist allerdings ein eher ursprüngliches Gemüt, denn manche der (übrigens hervorragend synchronisierten) Zoten sind schon hart an der Grenze der Geschmacklosigkeit aber zum Scheckiglachen genial in Szene gesetzt. Wenn hier Blutfontänen in den Himmel spritzen oder Gedärme wild durch die Gegend schlabbern kann selbst ich - die ansonsten bei derlei ausgiebiger Darstellung von Ekel die Augen zumacht - mir das Lachen nicht mehr verkneifen. Die Dialoge sind "herzallerliebster" Soldaten- und Schauspielerjargon, der fluchenderweise keine menschlichen oder tierischen Körperteile bei seinen Beschimpfungen auslässt und dem "Political-Correctness-Gehubere" einschlägiger Kritikerkreise herrlich fies auf die Füße tritt.
Zum Teil sind die Dialoge dem Insider aus den parodierten Filmen wörtlich bekannt, allerdings derartig schräg und hirnrissig platziert, dass sie den berüchtigten Vorbildern noch nachträglich jede Ernsthaftigkeit nehmen. Herrlich!
Aber selbst der Antikriegsfilm Laie wird in diesen 102 Minuten Filmzeit noch Vieles zum herzhaft lachen finden, weil es natürlich unglaublich viele Anspielungen auf die großen (hier männlichen) Filmdiven, überbordende Dreharbeiten, unbezahlbare Filmproduktionen und das Filmbusiness als Solches gibt.
Alleine die drei Trailer in der Einleitungssequenz sind ein absoluter Knaller und machen den Film schon sehenswert.

Spitzenbesetzung:
Ben Stiller als Ramboverschnitt Tug Speedmann ist der Größte (Looser). Jack Black spielt einen furzenden Junkie, dem diese Rolle auf den Leib geschrieben ist ;-). Robert Downey Jr. gibt einen australischen Pseudo-Afro-Amerikaner mit politisch voll korrektem schwarzem Gewissen. Brandon J. Jackson als Alpa Chino(!) ist sein Alter Ego und dazu Jay Baruchel als (einzig normaler) junger Angsthase Kevin Sanduscy. Diese vier bilden die Kerntruppe, die sich schauspielernd durch den vietnamesischen Dschungel schlagen muss. In den Nebenrollen glänzen Nick Nolte als handloser Vietnam-Veteran, Matthew MacConaughey als gewissensgebeutelter Manager Rick Peck und Danny McBride als Sprengmeister Cody. Dass man ausgerechnet Tom Cruise eine Rolle in dieser absolut topp besetzten Parodie gegeben hat, hat mich zwar ganz schön abgeturnt, aber der Ehrlichkeit halber muss ich leider zugeben, dass er die Rolle des kahlköpfigen, Flüche schleudernden Produzenten Les Grossmann einfach super spielt. Ärgerlich zwar aber nicht zu ändern 8-). Alle Darsteller sind ihr Geld wert! (Immerhin schlappe 92 Millionen Dollar Produktionskosten)

Fazit:
Ein Non-Stop-Schlapp-Lach-Film, vorausgesetzt man lässt Meyers Konversationslexikon und den alten Knigge in der Schublade liegen. Von mir gibt es eine herzerfrischte, voll überzeugte, eisenharte, landsermäßige Unbedingt-Anseh-Empfehlung mit blutroten Schleifchen und Handgranate am Bande. ;-)

Ach so, halt! Besteht noch Interesse am Inhalt der Geschichte?
Es geht um den teuersten Kriegsfilm aller Zeiten, der aufgrund des Buches von Vietnamveteran Four Leaf Tayback (Nick Nolte) gedreht werden soll. Leider haben die vier Top-Darsteller ein paar kleinere Probleme mit der Realitätsnähe ihrer Darstellung. So dass der entnervte Regisseur Rob Slolom irgendwann beschließt, seine vier Filmdiven einem absolut realistischen Szenario auszusetzen. Sie sollen mitten im Urwald abgesetzt und einmal quer durch den Dschungel gejagt werden, und bei diesem Überlebenskampf sollen sie mit versteckten Kameras gefilmt werden. Tragischerweise wird Slolom das erste Opfer der Realitätsnähe, denn die Realität holt die unfähigen Darsteller tatsächlich schneller ein als es allen Beteiligten lieb ist. Nun beginnt ein Kampf durch und mit dem Dschungel, der ebenso haarsträubend wie witzig ist, und am Ende findet natürlich jeder der vier Durchgeknallten nicht nur zu sich selbst sondern auch zu neuem Ruhm. Und zwischendrin werden die Lachmuskeln und die Geschmacksnerven des Zuschauers arg strapaziert.

DVD:
im Amaray Case, Medien-Typ 1 x DVD-9 , Ländercode 2,
Laufzeit ca. 102 min, Format 16:9 (2.35:1) anamorph, Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1, Türkisch: Dolby Digital 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Untertitel für Hörgeschädigte,
Ausstattung: * Kapitel- / Szenenanwahl, *Animiertes DVD-Menü, *Menü mit Soundeffekten, * Audiokommentare, *Tagebücher / Outtakes / Improvisationen mit Videoeinführung durch Ben Stiller, * Make-Up Test mit Tom Cruise, *Die Besetzung von Tropic Thunder, * Das heiße LZ, *Volle Magazine, * Rain of Madness Trailer, * Zusatzinfos
Altersfreigabe 16 J
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2009 10:51 AM CET


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