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Beiträge von Jan-niklas Ber...
Top-Rezensenten Rang: 7.338
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Rezensionen verfasst von
Jan-niklas Bersenkowitsch

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
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Cut
Cut
von Mike Richardson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,94

4.0 von 5 Sternen Ein kleiner Schnitt mit grausigen Folgen, 7. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cut (Taschenbuch)
Es ist einfach nicht Meagan Walters Nacht. Erst betrügt sie ihr Freund, dann verletzt sie sich während eines Kampfes mit ihrer Nebenbuhlerin und am Ende erwacht sie in einem dunklen Haus, ohne Strom und ohne Möglichkeit zu entkommen. Was auch immer geschehen sein mag, Meagan versucht zu entkommen, auch wenn die Chancen äußerst schlecht stehen ...

"Cut", geschrieben von Mike Richardson mit Zeichnungen von Todd Hermann, ist ein kurzer, gut geschriebener und gezeichneter Horrorcomic, der nichts neu, aber so gut wie alles richtig macht. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend, die Zeichnungen sind lebendig und vor allem weckt die Geschichte wirklich Mitgefühl mit der Hauptfigur, die nichts getan hat um ihr Schicksal zu "verdienen", sondern einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Damit weckt "Cut" echten Horror, denn er hält dem Leser die Herzlosigkeit des Universums vor Augen, das niemanden vor dem Bösen schützt, welches in seinen unendlichen Weiten auf alle Menschen lauert. Und manchmal haben Leute wie Meagan einfach Pech und können nichts weiter tun als ums überleben zu kämpfen. Und vielleicht ist das auch nicht genug.

Das ist alles was sich zu "Cut" am Ende sagen lässt, ohne zu viel zu verraten. Es kostet nicht viel, wird in einem handlichen Format ausgeliefert und man kann den Band mindestens zweimal lesen, ohne dass die Geschichte ihren Grusel verliert. Guter Horror, der seinen Namen verdient.

Vier blutende Wunden, von fünf, die am Ende nichts Gutes bedeuten werden.


47 Ronin
47 Ronin
von Mike Richardson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treue und Ehre bis in den Tod, 6. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin (Gebundene Ausgabe)
Japan 1701. Der edle, aber naive Lord Asano wird von dem korrupten Beamten Kira dazu provoziert seine Waffe am Hof des japanischen Shoguns zu ziehen. Die Folgen sind fatal: nicht nur, dass der junge Lord zum Selbstmord gezwungen ist, durch Hofintrigen wird auch seine gesamte Familie enteignet und gesellschaftlich entehrt. Die Samurai des entehrten Lords wollen sich gegen die Autorität des Shoguns auflehnen, doch ihr Anführer, Oishi, ruft sie zur Ruhe auf. Er ermahnt sie zur Geduld auf und spinnt derweil einen gewagten Plan, der zumindest die Ehre des Hauses wieder herstellen wird. Denn diese ist schließlich das Wichtigste im Leben eines wahren Samurais.

"47" Ronin von Mike Richardson basiert auf der japanischen Volkssage gleichen Namens und kann als werkgetreue Adaption gelten, da Richardson auch den japanischen Autor "Kazuo Koike" zur Seite zog, um der Geschichte ein möglichst japanisches Gefühl zu geben. Mit werkgetreu ist auf jeden Fall auch gemeint, dass die Macher sich an eine einfache Version der Geschichte hielten: Oishi und die anderen sechsundvierzig Samurai/Ronin sind ihrem Herrn treu ergeben, edel und ganz der Sache verschrieben, während Kira die gesamte Geschichte über ein unsympathischer Gierschlund ist, der das bekommt was er verdient. Und doch meint man als Leser auch gewisse kritische Untertöne in dieser sehr grimmigen Geschichte zu entdecken. Denn auch wenn Asano enteignet wurde, so intrigierte im Hintergrund die Familie Kiras, um die "Ehre" des eigenen Hauses zu wahren und die 47 Ronin gehen auch am Ende über Leichen, nur um einen Toten wieder zu "rehabilitieren". Es sterben also Leute für ein vages, gesellschaftliches Konstrukt, welches sich durch den ganzen Band zieht und von allen "idealisiert" wird. Unmenschlich nach heutigen Maßstäben? Ja, aber nach damaligen Ideen gab es nichts was für einen Samurai erstrebenswerter war und genau das macht die Lektüre von "47 Ronin" auch so interessant, selbst wenn die Figuren nie über Stereotypen hinauswachsen und die Geschichte am Ende nicht so komplex ist, wie sie es sein könnte. In ihrer Schlichtheit liegt ihre Stärke.

"Schlicht" sind auch zunächst die Zeichnungen von Stan Sakai, dem Zeichner des Bandes. Doch je mehr man die leicht strichartigen Figuren vor den prächtig gezeichneten Hintergründen betrachtet, desto mehr kann man das System hinter ihnen erkennen. Die Figuren mögen zwar anatomisch nicht korrekt gezeichnet sein, sind aber sehr ausdrucksstark und voller Persönlichkeit. Man kauft Kira den Schurken ab, genau wie man gerne glaubt, dass Oishi der Held der Geschichte ist. Dazu noch die Farben von Lovern Kindzierski, die strahlend und schön sind und am Ende kommt einer der wunderschönsten Comics aller Zeiten heraus, ein wahres Kunstwerk, dass sich nicht hinter den großen werken verstecken brauch (außer wenn man Wert auf Fotorealismus legt).

Abgerundet wird der stabile Hardcoverband durch einen schön gemachten redaktionellen Teil, der die Entstehung des Bandes beschreibt und auch ein sympathisches Interview mit Stan Sakai enthält. Insgesamt also ein schöner Sammelband, der seine fünf Sterne voll und ganz verdient.


The Folding Knife
The Folding Knife
von K. J. Parker
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,99

4.0 von 5 Sternen Das Glück des großen Mannes, 4. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Folding Knife (Taschenbuch)
Bassianus Severus, kurz Basso, ist kein angenehmer Zeitgenosse. Er hat die Tendenz dazu Leute auszunutzen, ist ein skrupelloser Geschäftsmann und neigt zu gewagten Geschäften, die ihn und seine Bank oft nahe an den Rande des Bankrotts stürzen. Und doch hat er die meiste Zeit über Erfolg,sodass er sich in die Politik traut um als Erster Bürger der vesanischen Republik seine Heimat zu wahrer Größe zu führen. Ist es das Glück oder sein brillanter Verstand, der ihn immer zum Erfolg führt? Und ist es am Ende genug?

Der Stil von "The folding Knife" ist flüssig und immer mit einem leichten Hauch von Sarkasmus geschrieben. Die Autorin K.J. Parker schreibt recht sachlich über die gewagten Dinge die Basso tut und die teilweise schreckliche Folgen für viele haben. Der Trick dabei ist, dass sich die Hauptfigur, ein aufgeblasenes und arrogantes Genie auf seine Art, stets der Amoralität ihrer Taten bewusst ist, nur dass Basso dem vollkommen desinteressiert gegenübersteht. Das macht die Lektüre allerdings auch wieder faszinierend, selbst wenn sich das meiste um Ökonomie und politische Winkelzüge dreht, und lässt einen fassungsloser zurück als so manch detailgetreue und blutrünstige Beschreibung einer Schlacht es je tun konnte.

Interessanterweise sehen wir Basso als jemanden der trotz aller Brillanz nicht nur einen Fehler macht, aber trotzdem immer wieder auf den Füßen zu landen scheint. Der Zufall scheint trotz aller umfangreicher Planung immer wieder eine große Rolle zu spielen, wodurch der Mythos des brillanten Supermenschen wohl dekonstruiert wird. Das macht "The Folding Knife" am Ende zu einem guten Buch, vor allem da Basso am Ende ein wesentlich komplexerer Charakter ist als man meinen könnte, allerdings hat es auch einige Probleme die die Wertung massiv nach unten drücken.

So existiert zum Beispiel keine richtige Handlung, was allerdings auch am Hauptkonflikt des Buches (Planung gegen Zufall) liegen kann. Es werden mehrere weniger lange und kürzere Episoden vorgestellt, aus denen sich Basso irgendwie wieder rauszuwinden scheint und die er dann wieder zu seinem Vorteil nutzen kann. Das ist durchaus amüsant zu lesen, aber Spannung im klassischen Sinne entsteht nicht und es ist auch bei weitem nicht so dicht wie in Parkers späteren Roman "Sharps", welches viele der Themen in "The Folding Knife" noch einmal aufgreift und dabei ein wesentlich rasanteres Tempo und eine interessantere Handlung zu bieten hat. Viel schwerer wiegt dagegen das Ende, dessen Wende zum Schluss keinen richtigen Sinn ergibt und sich auch konträr zum Verhalten der Figur steht, die sie herbeigeführt hat. Außerdem ist das Verhalten von Bassos' Schwester (der Hauptantagonistin des Buches) mehr lächerlich als bedrohlich, sodass man sie nicht wirklich ernst nehmen kann. Da der Konflikt zwischen den beiden Geschwistern tragisch sein soll, ist das umso trauriger wenn er nicht funktioniert. Diese Fehler drücken "The Folding Knife" am Ende auf vier Sterne herunter und machen es zu einem "guten" Buch, das nicht ganz das Potenzial erreicht, welches es am Ende hätte erreichen können.

So ähnlich wie seine mal mehr mal weniger erfolgreiche Hauptfigur.


Hellboy in Hell Volume 1: The Descent
Hellboy in Hell Volume 1: The Descent
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hellboy kehrt heim, 23. April 2015
Nachdem Hellboy den Drachen erschlug, riss ihm die Zauberin Nimue das Herz heraus, sodass der große Rote verstarb und jetzt in der Hölle landete. Kaum dort angekommen wollen ihn auch schon wieder verschiedene Parteien für ihre Ränke einspannen.

Er hat aber auch keine Ruhe ...

"Hellboy in Hell: The Descent" ist ohne Übertreibung der bisher schönste aller von Mike Mignola gezeichneten Comicbände. Hellboys Schöpfer hatte in über zwanzig Jahren Geschichte Zeit seinen reduzierten Strich zu perfektionieren, sodass die schlicht wirkenden, aber sehr atmosphärischen Bilder sich perfekt zu seiner Vision der Hölle ergänzen. Groß und leer ist diese Hölle, nur damit monumentale Bauten wieder alle Panels einnehmen und ihren Platz in der Leere des Chaos behaupten, in der sie sich wohl befindet. Hellboy wird einige Zeit brauchen, um sich an diesem seltsamsten aller Orte zu gewöhnen, der vor allem auch wegen der Farben Dave Stewarts schön und schrecklich zu gleich ist.

Zeit ist eh ein gutes Stichwort, da Mignola zwar einige alte Handlungsfäden auch hier zu Ende bringt, ansonsten aber mit einer richtigen Handlung sparsam umgeht (sieht man mal vom dritten und fünften Kapitel des Bandes ab). Er möchte wohl zunächst das Setting vorstellen, ehe er und Hellboy sich bald richtig austoben können und es ist fast schon dekadent, wie ausführlich er manche Szenen gestaltet, die wohl auch nur der grafischen Gestaltung dienen.

Ist das schlecht? Schwierig zu beantworten, da Mignola immer noch behutsam neue Fäden knüpft und wie gesagt auch einiges zu Ende bringt, vor allem aber auch da mit dem Ende des vierten Kapitels technisch gesehen auch die Serie enden könnte (obwohl es natürlich noch einiges zu erzählen gibt), da Hellboy am Ende zumindest etwas Frieden findet, wenn auch nicht lang. Was aber auf Fall funktioniert sind die Themen des Bandes, die vor allem durch Nebencharaktere angedeutet und zu Ende gedacht werden oder auch in Form eines Puppentheaters gezeigt werden. Letztendlich muss man wohl wie seinerzeit zu Zeiten der Miniserie "Darkness Calls" einfach abwarten, um zu sehen wie sich alles entwickeln wird. Schließlich war eine der größten Stärken der Serie, dass sie sich immer Zeit für ihre sorgsam erzählten, aber teilweise auch immer abstrakter werdenden Handlungsbögen nahm. Bis Hellboy also wieder seine steinerne Hand zur Rettung der Welt schwingt, kann man die sehr schönen Bilder genießen und sich fragen, wohin die Reise nun diesmal gehen mag. Für Neueinsteiger ist der Band auch gut geeignet, da er recht knapp und prägnant (und erstaunlich gut) die Hintergrundgeschichte Hellboys zusammenfasst, ohne dass man das Gefühl hat unbedingt zuviel wissen zu müssen.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dann allerdings doch: das sechste Heft, welches bisher einzeln erschien, hätte vielleicht ebenfalls in den Sammelband reingehört, da es die Vorstellung der Hölle komplett abgerundet und den Leser vor allem eine weitere Kurzgeschichte spendiert hätte, die sich erneut zu den Themen des Bandes ergänzt. Trotzdem zieht dies den Gesamteindruck nicht weit nach unten.

Vier von fünf Sternen
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2015 2:34 PM MEST


Hellboy 13: Abstieg zur Hölle
Hellboy 13: Abstieg zur Hölle
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

4.0 von 5 Sternen Hellboy kehrt heim, 23. April 2015
Nachdem Hellboy den Drachen erschlug, riss ihm die Zauberin Nimue das Herz heraus, sodass der große Rote verstarb und jetzt in der Hölle landete. Kaum dort angekommen wollen ihn auch schon wieder verschiedene Parteien für ihre Ränke einspannen.

Er hat aber auch keine Ruhe ...

"Abstieg zur Hölle" ist ohne Übertreibung der bisher schönste aller von Mike Mignola gezeichneten Comicbände. Hellboys Schöpfer hatte in über zwanzig Jahren Geschichte Zeit seinen reduzierten Strich zu perfektionieren, sodass die schlicht wirkenden, aber sehr atmosphärischen Bilder sich perfekt zu seiner Vision der Hölle ergänzen. Groß und leer ist diese Hölle, nur damit monumentale Bauten wieder alle Panels einnehmen und ihren Platz in der Leere des Chaos behaupten, in der sie sich wohl befindet. Hellboy wird einige Zeit brauchen, um sich an diesem seltsamsten aller Orte zu gewöhnen, der vor allem auch wegen der Farben Dave Stewarts schön und schrecklich zu gleich ist.

Zeit ist eh ein gutes Stichwort, da Mignola zwar einige alte Handlungsfäden auch hier zu Ende bringt, ansonsten aber mit einer richtigen Handlung sparsam umgeht (sieht man mal vom dritten und fünften Kapitel des Bandes ab). Er möchte wohl zunächst das Setting vorstellen, ehe er und Hellboy sich bald richtig austoben können und es ist fast schon dekadent, wie ausführlich er manche Szenen gestaltet, die wohl auch nur der grafischen Gestaltung dienen.

Ist das schlecht? Schwierig zu beantworten, da Mignola immer noch behutsam neue Fäden knüpft und wie gesagt auch einiges zu Ende bringt, vor allem aber auch da mit dem Ende des vierten Kapitels technisch gesehen auch die Serie enden könnte (obwohl es natürlich noch einiges zu erzählen gibt), da Hellboy am Ende zumindest etwas Frieden findet, wenn auch nicht lang. Was aber auf Fall funktioniert sind die Themen des Bandes, die vor allem durch Nebencharaktere angedeutet und zu Ende gedacht werden oder auch in Form eines Puppentheaters gezeigt werden. Letztendlich muss man wohl wie seinerzeit zu Zeiten der Miniserie "Ruf der Finsternis" einfach abwarten, um zu sehen wie sich alles entwickeln wird. Schließlich war eine der größten Stärken der Serie, dass sie sich immer Zeit für ihre sorgsam erzählten, aber teilweise auch immer abstrakter werdenden Handlungsbögen nahm. Bis Hellboy also wieder seine steinerne Hand zur Rettung der Welt schwingt, kann man die sehr schönen Bilder genießen und sich fragen, wohin die Reise nun diesmal gehen mag. Für Neueinsteiger ist der Band auch gut geeignet, da er recht knapp und prägnant (und erstaunlich gut) die Hintergrundgeschichte Hellboys zusammenfasst, ohne dass man das Gefühl hat unbedingt zuviel wissen zu müssen.

Einen kleinen Kritikpunkt (die jedoch nicht schuld der schönen deutschen Ausgabe ist) gibt es dann allerdings doch: das sechste Heft, welches bisher einzeln erschien, hätte vielleicht ebenfalls in den Sammelband reingehört, da es die Vorstellung der Hölle komplett abgerundet und den Leser vor allem eine weitere Kurzgeschichte spendiert hätte, die sich erneut zu den Themen des Bandes ergänzt. Trotzdem zieht dies den Gesamteindruck nicht weit nach unten.

Vier von fünf Sternen


Lux perpetua: Roman
Lux perpetua: Roman
von Andrzej Sapkowski
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gescheitert an den eigenen Ambitionen, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Lux perpetua: Roman (Taschenbuch)
Schlesien 1429. Reynevans Geliebte, Nicoletta wurde entführt und er versucht sie zu retten. Ob es reicht, sei hier nicht gesagt. Fest steht jedoch, dass er im Verlaufe der Handlung nicht nur den Rest seines Idealismus in dieser allzu weltlichen Welt verlieren wird ...

"Lux perpetua" hält nichts von dem was sein Vorgänger "Gottesstreiter" versprochen hat. Dies liegt einfach daran, dass Autor Andrzej Sapkowski nicht richtig zu wissen schien, wie er all die Handlungsstränge und Themen der Vorgängern zu einem runden Abschluss führen sollte. So passiert es also, dass Reynevans Irren durch Schlesien noch planloser wirkte als zuvor, seine Entwicklung als Charakter nicht wirklich nachvollziehbar ist und das Ende letztendlich nicht wirklich organisch wirkt. Um es direkt zu sagen: "Lux perpetua" ist ein einziger Fehlschlag. Ein wundervoll geschriebener Fehlschlag, an dem hier und da zu erkennen ist wie die eigentliche Vision des Autors aussah, aber nichts desto trotz ein Fehlschlag.

Und doch möchte ich den Buch immer noch vier Sternen geben, da es wie gesagt immer noch großartig geschrieben ist und die wenigen Szenen die funktionieren, wirklich funktionieren (wir erfahren vor allem viel über Reynevans Erzfeind den Mauerläufer. Und zu sehen wie sogar die einstmals idealistischsten Figuren ihren schlimmsten Seiten zu erliegen drohen, ist durchaus tragisch). Es beginnt ja auch vielversprechend, ehe nach gefühlt 300 Seiten alles langsam zerfällt und Dinge geschehen, die geschehen müssen weil es meistens historisch belegt ist, aber als Leser lässt das einen erstaunlich kalt, da man die ganze Zeit hofft dass sich endlich wieder eine gewisse Struktur im Roman einstellt. Die Vision ist immer noch da und deswegen ist das Buch gefühlt immer noch "vier Sterne" wert, selbst wenn rein objektiv nur "drei" oder "zwei" Sterne drin gewesen wären.

Die finale Bewertung lautet also:

Vier wohlwollende Goldsterne, für ein bei weitem nicht perfektes Großprojekt.


Einsamer Wolf 16 - Vashnas Vermächtnis
Einsamer Wolf 16 - Vashnas Vermächtnis
von Joe Dever
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr in die Schlucht des Schicksals, 21. Juli 2014
Eine kurze Anmerkung: Die Rezension dieses Buch bezieht sich direkt auf das Buch an sich, ich habe jedoch in meiner Rezension zum ersten Band ("Flucht aus dem Dunkeln") die jeweiligen Spielmechaniken angerissen und erklärt. Wer also noch nicht weiß worum es sich bei einem Abenteuer-Spielbuch handelt, sollte sich vielleicht zuerst die Rezension des ersten Bandes durchlesen.

Die Mechaniken zu dem vorangegangen Pfad "Magna-Kai" wurden im sechsten Band "Königreiche des Schreckens" erläutert und auf eine Erklärung des nun durchzuspielenden Pfades "Großmeisters" wurde verzichtet, da er trotz neuer Disziplinen keine spielerischen Neuerungen enthält.

Einsamer Wolf hat den Kreuzzug der Drakarim erfolgreich beendet, aber natürlich kommt er auch weiterhin nicht zur Ruhe. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man von finsteren Aktivitäten in der Maakenschlucht, die letztendlich die Wiederauferstehung des Schwarzen Lords Vashna zur Folge haben könnte. Natürlich kann Einsamer Wolf das auch diesmal nicht zulassen und stürzt sich in sein nächstes Abenteuer, vielleicht sogar sein bisher größtes.

"Vashnas Vermächtnis" ist rein vom spielerischen Aspekt her gut. Alle Aspekte (Kämpfe, Disziplinen, Entscheidungen und Würfelwürfe) sind gleichmäßig und fair verteilt und sorgen so dafür, dass das Abenteuer auch beim dritten Mal spielen abwechslungsreich bleibt. Was es aber wirklich auszeichnet ist seine Geschichte. Natürlich bedient sie sich der klassischen Einsamer Wolf - Formel (jemand ruft EW und er rennt los, um die Welt zu retten), aber zum ersten Mal seit Band 11 gelingt es Joe Dever das Gefühl zu vermitteln, dass Einsamer Wolfs Gegner und er einander ebenbürtig sind. Nach der Vernichtung der Schwarzen Lords sollte Einsamer Wolf sich nicht mit kleinen Handlangern wie den Drakarim abgeben, sondern mit kosmischen Wesenheiten ringen, wie er es in Teil 11 schon tat. Und genau das tut er in "Vashnas Vermächtnis" auch. Die bösen Mächte haben aufgerüstet und jetzt wird es endlich wieder schwieriger für den Erfolgs verwöhnten Kai-Lord. Kurz gesagt, der Leser bekommt wieder das Gefühl, dass es wirklich um etwas Großes geht, nachdem die letzten Abenteuer eher nach Aufträgen für die neuen Kai-Meister klangen. Es hilft allerdings auch, dass Mister Dever Erinnerungen an alte Abenteuer wachruft und Veteranen der Serie darüber reflektieren können wie weit sie und der Großmeister der Kai inzwischen gekommen sind, immerhin ist Band 16 technisch gesehen eine Wiederholung von Band 4 (der immer noch der beste Band der Serie ist). Ein schönes Gefühl, aber auch der Aufbau des Abenteuers hilft dabei, dass es sich wirklich "episch" anfühlt. Von Anfang an wird die Geschichte langsam aufgebaut, beginnt mit leichten Andeutungen und endet in einem großen Finale, wie es nur die besten Abenteuer der Serie hinbekommen haben.

Kurz gesagt, dies ist ein wirklich wunderbares Buch, welches nichts neu, aber so viel richtig macht, wie seit Band 8 der Reihe nicht mehr und schon alleine deswegen 5 Sterne erhalten würde.

Das kleine Abenteuer "Ein langer und düsterer Weg" von August Hahn, könnte die Wertung auch nicht weiter oben bringen, da es zwar nett geschrieben ist, aber spielerisch und erzählerisch nichts herausreißen kann. In ihm spielt man den Untoten aus "Tiefster Dunkelheit" dessen Weg in eine Festung der Zwerge von Bor führt. Der Spieler erfährt einige interessante Details über die Kultur der Zwerge, aber ansonsten sticht das Abenteuer wirklich nicht heraus.

Die vorherigen fünf Sterne des Hauptabenteuers bleiben jedoch unangefochten und führen Einsamer Wolf ins nächste Abenteuer, welches seine erzählerischen und spielerischen Qualitäten hoffentlich halten wird.


Gottesstreiter: Roman
Gottesstreiter: Roman
von Andrzej Sapkowski
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Streiter für eine bessere Welt, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Gottesstreiter: Roman (Gebundene Ausgabe)
1427. Ganz Böhmen ist von den Hussiten besetzt.

Ganz Böhmen?

Ja, ganz Böhmen. Denn die Anhänger Huss wissen wie man die Ritter des deutschen Kaisers und die Anhänger der katholischen Kirche draußen hält. Für Reinmar und seine Freunde Scharley und Samson läuft es auch nicht schlecht. Sie sind hochstehende Mitglieder in der Armee der Streiter Gottes und die Lebensumstände könnten nicht besser sein. Doch Reinmar verzehrt sich nach seiner geliebten Katarina (Adele ist ja seit Band 1 passé) und außerdem hat er ja noch den Tod seines Bruders zu rächen. Das Schicksal scheint es auch gut mit dem jungen Medicus zu meinen, denn schon bald ergibt sich die Gelegenheit Nachforschungen bezüglich Peterlins Tod anzustellen (Reinmar Bruder), seine Geliebte wieder zu treffen und auch für seine neu gefundenen Ideale zu streiten. Doch wie immer gibt es kein klares schwarz und weiß im Leben und eine der Lektionen die unser junger Schelm lernen muss ist, dass der Krieg einen letztendlich verändert und das nicht zum Guten, mögen die eigenen Ideale auch noch so edel erscheinen.

Der zweite Band der "Hussiten-Trilogie" ist auch dieses Mal wieder ein dickes, flott geschriebenes Buch, in dem alle Zutaten enthalten sind, die auch schon das erste Buch auszeichneten. Soll heißen, es wird weiterhin mit lateinischen Phrasen, Verweisen auf historische Ereignisse, Magie, Philosophie und Religion um sich geworfen, während die Charaktere diskutieren, sich duellieren, kopulieren und natürlich auch fluchen, als gäbe es kein morgen.

Allerdings ist das Ganze jetzt wesentlich dichter geschrieben, soll heißen, es gibt es nun einen roten Faden und dieser erzählt eine wirklich gute Geschichte. Deren schlagendes Herz ist die Charakterentwicklung Reinmar, der zunächst weiterhin äußerst naiv bleibt, aber wie jeder gute Hauptcharakter sich im Verlaufe der Ereignisse weiterentwickelt. Seine Gewohnheit von anderen gerettet werden zu müssen verliert er auch weiterhin nicht, aber aus seiner Perspektive wird der Leser Zeuge der Schrecken des Krieges, die natürlich alle von Menschen (und mindestens zur Hälfte von den Hussiten selbst) gemacht sind. Wie auch Reinmar selbst ist der Leser dazu angehalten darüber nachzudenken, ob all das Böse das im Namen des Guten angerichtet wird wirklich einen Zweck erfüllt oder ob die Lösungen für eine bessere Welt nicht anderswo liegen, beziehungsweise nicht im Kleinen beginnen.

Das alles ist wie gesagt weiterhin großartig geschrieben, aber hier und da durchbrechen die Charaktere auch die Gesetze von Raum und Zeit, wenn zum Beispiel Reinmar wortwörtlich von "Kommunismus" spricht oder sich zwei Vertreter der katholischen Gegenseite über das Bild der Inquisition in der Zukunft unterhalten. Das alles dient wohl dem größeren Thema der Geschichte, aber so manchen würde es aus dem Genuss seiner Lektüre reißen, wenn man allergisch auf Anachronismen reagiert. Andererseits könnte man dies auch nur als weiteres Detail in einem Roman verzeichnen, in dem Magie schließlich auch eine Rolle spielt, ein Wesen von einer anderen Ebene Dante zitiert und H.P. Lovecrafts Necromonicon als fester Bestandteil der magischen Lehre gilt. Persönlich empfand der Rezensent dieses kleine Detail eher als eine Abrundung des Gesamtwerks, denn als Störung und daher bleibt auch der insgesamt positive Eindruck, der den Roman letztendlich die Höchstwertung einbringt.

Fünf sternförmige Leuchtfeuer in der Nacht, deren Herkunft am Ende leider sehr düster ist.


Gottesstreiter: Roman
Gottesstreiter: Roman
von Andrzej Sapkowski
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Streiter für eine bessere Welt, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Gottesstreiter: Roman (Taschenbuch)
1427. Ganz Böhmen ist von den Hussiten besetzt.

Ganz Böhmen?

Ja, ganz Böhmen. Denn die Anhänger Huss wissen wie man die Ritter des deutschen Kaisers und die Anhänger der katholischen Kirche draußen hält. Für Reinmar und seine Freunde Scharley und Samson läuft es auch nicht schlecht. Sie sind hochstehende Mitglieder in der Armee der Streiter Gottes und die Lebensumstände könnten nicht besser sein. Doch Reinmar verzehrt sich nach seiner geliebten Katarina (Adele ist ja seit Band 1 passé) und außerdem hat er ja noch den Tod seines Bruders zu rächen. Das Schicksal scheint es auch gut mit dem jungen Medicus zu meinen, denn schon bald ergibt sich die Gelegenheit Nachforschungen bezüglich Peterlins Tod anzustellen (Reinmar Bruder), seine Geliebte wieder zu treffen und auch für seine neu gefundenen Ideale zu streiten. Doch wie immer gibt es kein klares schwarz und weiß im Leben und eine der Lektionen die unser junger Schelm lernen muss ist, dass der Krieg einen letztendlich verändert und das nicht zum Guten, mögen die eigenen Ideale auch noch so edel erscheinen.

Der zweite Band der "Hussiten-Trilogie" ist auch dieses Mal wieder ein dickes, flott geschriebenes Buch, in dem alle Zutaten enthalten sind, die auch schon das erste Buch auszeichneten. Soll heißen, es wird weiterhin mit lateinischen Phrasen, Verweisen auf historische Ereignisse, Magie, Philosophie und Religion um sich geworfen, während die Charaktere diskutieren, sich duellieren, kopulieren und natürlich auch fluchen, als gäbe es kein morgen.

Allerdings ist das Ganze jetzt wesentlich dichter geschrieben, soll heißen, es gibt es nun einen roten Faden und dieser erzählt eine wirklich gute Geschichte. Deren schlagendes Herz ist die Charakterentwicklung Reinmar, der zunächst weiterhin äußerst naiv bleibt, aber wie jeder gute Hauptcharakter sich im Verlaufe der Ereignisse weiterentwickelt. Seine Gewohnheit von anderen gerettet werden zu müssen verliert er auch weiterhin nicht, aber aus seiner Perspektive wird der Leser Zeuge der Schrecken des Krieges, die natürlich alle von Menschen (und mindestens zur Hälfte von den Hussiten selbst) gemacht sind. Wie auch Reinmar selbst ist der Leser dazu angehalten darüber nachzudenken, ob all das Böse das im Namen des Guten angerichtet wird wirklich einen Zweck erfüllt oder ob die Lösungen für eine bessere Welt nicht anderswo liegen, beziehungsweise nicht im Kleinen beginnen.

Das alles ist wie gesagt weiterhin großartig geschrieben, aber hier und da durchbrechen die Charaktere auch die Gesetze von Raum und Zeit, wenn zum Beispiel Reinmar wortwörtlich von "Kommunismus" spricht oder sich zwei Vertreter der katholischen Gegenseite über das Bild der Inquisition in der Zukunft unterhalten. Das alles dient wohl dem größeren Thema der Geschichte, aber so manchen würde es aus dem Genuss seiner Lektüre reißen, wenn man allergisch auf Anachronismen reagiert. Andererseits könnte man dies auch nur als weiteres Detail in einem Roman verzeichnen, in dem Magie schließlich auch eine Rolle spielt, ein Wesen von einer anderen Ebene Dante zitiert und H.P. Lovecrafts Necromonicon als fester Bestandteil der magischen Lehre gilt. Persönlich empfand der Rezensent dieses kleine Detail eher als eine Abrundung des Gesamtwerks, denn als Störung und daher bleibt auch der insgesamt positive Eindruck, der den Roman letztendlich die Höchstwertung einbringt.

Fünf sternförmige Leuchtfeuer in der Nacht, deren Herkunft am Ende leider sehr düster ist.


Baltimore Volume 3: A Passing Stranger and Other Stories (Baltimore (Hardcover), Band 3)
Baltimore Volume 3: A Passing Stranger and Other Stories (Baltimore (Hardcover), Band 3)
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Noch mehr kleine Blicke in den Abgrund, 21. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lord Henry Baltimores Jagd nach seinem Erzfeind Haigus geht weiter. Statt aber nur in der Gegenwart statt zu finden, spielen mindestens zwei der fünf Geschichten (vier One-Shots, ein Zweiteiler) am Anfang der Reise dieser Naturgewalt in Menschengestalt (gut daran zu erkennen, dass er noch Haare auf dem Kopf hat). Allen gemein ist dass die Writer, Mike Mignola und Christopher Golden, versuchen die Hauptthematik der Serie, der Mensch der zum Monster wird um Monster zu bekämpfen, zu vertiefen.

Und was soll man sagen, das gelingt ihnen in so gut wie jeder Geschichte, sieht man von der Episode "The Play" und einen kleinen Heft zum Gratis-Comic Tag 2011, einmal ab.
Letztere sind bei weitem nicht schlecht, oh nein, das Erste (The Play) behandelt einfach ein ganz anderes Thema (man darf es wohl auch als Hommage an den amerikanischen Vater des Horrors, Edgar Allan Poe, sehen) und das Gratisheft, diente letztendlich als Einführung in die Serie und macht dabei sogar einen besseren Job als die gute Miniserie "The Plague Ship". In einem Heft!

Das ist auch ein Schema welches sich so gut wie in jedem der Hefte wiederholt. Die Geschichte die sie erzählen, sind das Beste was man bisher von Baltimore zu lesen bekommen hat und sie lassen die mittelmäßige Miniserie "The Curse Bells" weit hinter sich zurück. Wie also schaffen es vier Ein- und ein Zweiteiler die viel längeren Vorgänger weit hinter sich zu lassen, das Niveau der Serie sogar zu steigern und uns den Charakter Baltimore, seinen nächsten Erzrivalen, den Inquisitor Duvic (ein wunderbar verabscheuungswürdiger Mensch, der mit einem reizenden Zeitgenossen wie Konrad von Marburg sich gut verstanden hätte) und auch den Vampir Haigus näher zu bringen? Nun, am Ende könnte es einfach der Fakt sein, dass die Writer sich in jeden Heft wirklich auf das Nötigste konzentrieren müssen, eine Kunst die auch heute noch von wenigen Autoren gemeistert wird.
Jedes Heft hat allerhöchstens 28 Seiten Plot zur Verfügung, um den Konflikt und die Charaktere zu etablieren und woran auch immer das liegt, dieser streng fokussierte Blick auf das Wesentliche sorgt dafür, dass weder das Tempo der Geschichte noch ihre Atmosphäre Einbussen erfahren.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Lord Baltimore dann am interessantesten ist wenn er handelt, schließlich ist er schon von Beginn der Serie an eine gebrochene Persönlichkeit und als Leser ahnt man, dass eine echte Entwicklung der Figur erst nach Ende seiner Jagd auf Haigus eintreffen wird. Bis dahin wird er nur damit zu kämpfen haben, sich eventuell nach und nach umso mehr in ein größeres Monster zu verwandeln als er es jetzt schon ist und genau das sind diese kleinen Episoden am Ende auch, seine verzweifelten Versuche nicht zu dem zu werden, was er jagt und hasst. In ihrer Summe sind diese Episoden das bisher Beste was in der Serie zu lesen gibt, helfen sogar endgültig die Identität der Serie und eine Formel für funktionierende "Baltimore"-Geschichten zu etablieren.

Spätestens nach diesem Band ist "Baltimore" mehr als nur "Hellboy als Mensch nach dem ersten Weltkrieg". Am Ende macht "A Passing Stranger and Other Stories" neugierig auf mehr und gibt einen den Glauben an die Serie wieder zurück und man ist gespannt was man als nächstes zu lesen bekommt.

Bis dahin erhält dieser Band, der auch einen schönen Einstieg für Neulinge darstellt, fünf wohlverdiente Sterne, für die schönen (sogar etwas tiefen) Geschichten und den wundervollen Zeichnungen des immer schön zu betrachtenden Zeichners Ben Stenbeck.


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