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Beiträge von Jan-niklas Ber...
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Rezensionen verfasst von
Jan-niklas Bersenkowitsch

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Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others
Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Erlösung einer Seele, die versucht gut zu sein, 27. Juli 2013
Zunächst einmal gilt eines erneut festzuhalten: alle Geschichten in diesem Band sind gut, doch macht die Titel gebende Geschichte "The Crooked Man" das eigentliche Herz dieses Bandes aus und das nicht ohne Grund. Zwar sind die anderen ganz nett, vor allem da man endlich wieder Mike Mignola zeichnen sieht, bevor er 2012 endlich wieder zu Hellboy zurückkehrte, doch keine davon hat die Stärke und die Anziehungskraft des "Crooked Man" und zeigen auch nicht seine handwerkliche Vollkommenheit, mit der tiefere Themen um Sünden und Vergebung aufgegriffen werden.

Dafür haben wir "They Who Go Down to the Sea in Ships" eine launige Schlägerei mit einem kopflosen Piraten. Das ist doch auch schon etwas.

Doch wie schon gesagt ist "Der Krumme" das eigentliche Herz des Bandes und wenn man ihn gelesen hat, versteht man auch warum die Geschichte 2009 den Eisner Award (die höchste Auszeichnung in der amerikanischen Comicindustrie) für die beste Miniserie gewann. Aber worum geht es denn nun in "The Crooked Man"?

1958, in den Appalachen von Virginia stößt Hellboy bei seinen Wanderungen auf deutliche Anzeichen für Hexenaktivitäten und beschließt diese zu unterbinden. Dabei stößt er auf einen Mann namens Tom Ferrell, der mit einigen der Hexen und ihre Anführer, den Dämon namens "Crooked Man", nur allzu sehr bekannt ist und für die Sünden seiner Vergangenheit büßen möchte, indem er etwas Gutes tut. Die beiden schließen sich zusammen und werden eine alptraumhafte Nacht erleben, die es in sich hat.

"The Crooked Man" ist viel weniger Hellboys als Tom Ferrells Geschichte, der uns als reuiger Büßer präsentiert wird und den man schnell ins Herz schließt, wie man auch den Titel gebenden Bösewicht, "The Crooked Man", schnell zu hassen lernen wird. Ferrell und Crooked Man dürften mit zu den interessantesten Figuren gehören, die Mignola je geschaffen hat. Während der eine sehr an der Last seiner Taten zu tragen hat, ist der andere so wundervoll charismatisch böse, dass man sich fast wünscht er käme doch auch wieder in anderen Geschichten vor. Jedenfalls ist "The Crooked Man" im Kern eine Geschichte über den freien Willen und Erlösung, in der einmal mehr deutlich gemacht wird, dass der Mensch der Herr seines eigenen Schicksals ist und selbst angeblich "böse" Menschen wie Tom Ferrell wieder Gutes tun können, denn ihr Wille ist wie gesagt frei und es nicht die Bestimmung die ihre Taten böse macht, sondern ihre Entscheidung sie wirklich durchzuziehen. Es ist eine durchaus tiefe Geschichte vor einer noch unverbrauchten Kulisse (Hellboy hatte es bis dahin noch nie mit Kreaturen aus der amerikanischen Folkolore zu tun), gezeichnet von dem unverwechselbaren Richard Corben, der eine prächtige Naturkulisse erschafft, die ihresgleichen sucht und einmal mehr sich als der drittbeste (vor ihm kommt Duncan Fegredo, und vor diesem Mike Mignola selbst) Hellboyzeichner beweist, von dem man gerne weiterhin mehr sehen möchte.

Am Ende hat sich "The Crooked Man" seine fünf Sterne wohlverdient und gehört mit zum Besten, was in zwanzig Jahren Hellboy erschienen ist. Und wie jeder potenzielle Klassiker wird sie niemals langweilig und lohnt sich immer wieder gelesen zu werden.


Hellboy 11: Der Krumme
Hellboy 11: Der Krumme
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von spielzeit
Preis: EUR 22,00

5.0 von 5 Sternen Über die Erlösung einer Seele, die versucht gut zu sein, 27. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Hellboy 11: Der Krumme (Gebundene Ausgabe)
Zunächst einmal gilt eines erneut festzuhalten: alle Geschichten in diesem Band sind gut, doch macht die Titel gebende Geschichte "Der Krumme" das eigentliche Herz dieses Bandes aus und das nicht ohne Grund. Zwar sind die anderen ganz nett, vor allem da man endlich wieder Mike Mignola zeichnen sieht, bevor er 2012 endlich wieder zu Hellboy zurückkehrte, doch keine davon hat die Stärke und die Anziehungskraft des "Krummen" und zeigen auch nicht seine handwerkliche Vollkommenheit, mit der tiefere Themen um Sünden und Vergebung aufgegriffen werden.

Dafür haben wir "Die in Schiffen übers Meer fahren" eine launige Schlägerei mit einem kopflosen Piraten. Das ist doch auch schon mal etwas.

Doch wie schon gesagt ist "Der Krumme" das eigentliche Herz des Bandes und wenn man ihn gelesen hat, versteht man auch warum die Geschichte 2009 den Eisner Award (die höchste Auszeichnung in der amerikanischen Comicindustrie) für die beste Miniserie gewann. Aber worum geht es denn nun in "Der Krumme"?

1958, in den Appalachen von Virginia stößt Hellboy bei seinen Wanderungen auf deutliche Anzeichen für Hexenaktivitäten und beschließt diese zu unterbinden. Dabei stößt er auf einen Mann namens Tom Ferrell, der mit einigen der Hexen und ihre Anführer, den Dämon namens "Krummen", nur allzu sehr bekannt ist und für die Sünden seiner Vergangenheit büßen möchte, indem er etwas Gutes tut. Die beiden schließen sich zusammen und werden eine alptraumhafte Nacht erleben, die es in sich hat.

"Der Krumme" ist viel weniger Hellboys als Tom Ferrells Geschichte, der uns als reuiger Büßer präsentiert wird und den man schnell ins Herz schließt, wie man auch den Titel gebenden Bösewicht, "Den Krummen", schnell zu hassen lernen wird. Ferrell und Krummer dürften mit zu den interessantesten Figuren gehören, die Mignola je geschaffen hat. Während der eine sehr an der Last seiner Taten zu tragen hat, ist der andere so wundervoll charismatisch böse, dass man sich fast wünscht er käme doch auch wieder in anderen Geschichten vor. Jedenfalls ist "Der Krumme" im Kern eine Geschichte über den freien Willen und Erlösung, in der einmal mehr deutlich gemacht wird, dass der Mensch der Herr seines eigenen Schicksals ist und selbst angeblich "böse" Menschen wie Tom Ferrell wieder Gutes tun können, denn ihr Wille ist wie gesagt frei und es nicht die Bestimmung die ihre Taten böse macht, sondern ihre Entscheidung sie wirklich durchzuziehen. Es ist eine durchaus tiefe Geschichte vor einer noch unverbrauchten Kulisse (Hellboy hatte es bis dahin noch nie mit Kreaturen aus der amerikanischen Folkolore zu tun), gezeichnet von dem unverwechselbaren Richard Corben, der eine prächtige Naturkulisse erschafft, die ihresgleichen sucht und einmal mehr sich als der drittbeste (vor ihm kommt Duncan Fegredo, und vor diesem Mike Mignola selbst) Hellboyzeichner beweist, von dem man gerne weiterhin mehr sehen möchte.

Am Ende hat sich "Der Krumme" seine fünf Sterne wohlverdient und gehört mit zum Besten, was in zwanzig Jahren Hellboy erschienen ist. Und wie jeder potenzielle Klassiker wird sie niemals langweilig und lohnt sich immer wieder gelesen zu werden.


Hellboy Vol. 7: The Troll Witch and Other Stories
Hellboy Vol. 7: The Troll Witch and Other Stories
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Gewohnt großartig, mit einigen Veränderungen am Horizont, 26. Juli 2013
Bis auf zwei, wurden alle Geschichten in diesem Band weiterhin von Mike Mignola gezeichnet. Dabei bieten sie gewohnt gute Unterhaltung, zeigen jedoch auch Freude zum Experiment, wie man an der Titelgeschichte "The Troll Witch" (ein bewegendes Märchen, mit sehr düsteren Ton) und "The Ghoul" (ein interessantes Experiment, in der Mignola seine Begeisterung für die Sprache von William Shakespeare zum Ausdruck bringt) und deuten auch langsam an, was bis zum Jahre 2012 lange Zeit Programm sein sollte: Hellboy wird von anderen Zeichnern gezeichnet, etwas wovon Mignola früher nie wissen wollte (sieht man von der kleinen Geschichte "Hellboy/Ghost" einmal ab), aber auf Grund seiner damals immer mehr zunehmenden Pflichten als Autor scheinbar wohl unumgänglich war.

Die Gastzeichner in diesem Band sind dabei P. Craig Russel, der mit "The Vampire of Prag Prag" eine unterhaltsame, soll heißen urkomische Hellboygeschichte zu Papier bringt und Richard Corben, der den Zweiteiler "Makoma" zeichnet.

Makoma.

Ehe der Rezensent auf die Geschichte an sich eingehen möchte, sollten wir vielleicht noch einmal kurz bei den Zeichnungen Corbens verweilen. Sieht man Duncan Fegredo ab, der die letzten drei Hellboy-Miniserien zeichnete, hat wohl kein anderer Gastzeichner so viele Seiten gezeichnet wie er und mit "Makoma" feierte er seinen Einstand, zeichnete Hellboy zwar auch etwas gedrungener, nichtsdestotrotz jedoch für all seine Fans deutlich erkennbar. Und auch seine restlichen Zeichnungen weisen einen erdigen, bodenständigen Stil auf, der so gut zur sandigen Kulisse Afrikas passt und es vor den Augen des Lesers greifbar und auf eine unbestimmte Art und Weise "schön" macht.

Nun zur eigentlichen Geschichte.

"Makoma" ist in den Augen des Rezensenten, die bis dasto beste Hellboygeschichte abseits der großen Miniserien, den in ihr wird im Grunde der gesamte Hellboyzyklus in Kürze zusammengefasst und trotzdem auf eine einzigartige Art und Weise frisch und neu erzählt. Sie behandelt im Wesentlichen Hellboys gesamten Weg, den den er schon gegangen ist und den den er noch gehen wird und bleibt trotz aller Epik jedoch immer fest mit beiden Beinen (oder mit beiden Hufen im Falle Hellboys) auf dem Boden der Tatsachen und vergisst auch nicht den trockenen Humor der Serie, den Hellboy/Makoma hier prägnanter denn je zum Ausdruck bringt. Es ist eine Geschichte, die einem die Schwere von Hellboys Weg noch einmal bewusst und am Ende doch noch ein klein wenig Hoffnung auf ein gutes Ende gibt und sie allein gibt dem Band schon die Berächtigung für seine finale Wertung, denn sie setzt den Standard für zukünftige kürzere Erzählungen Hellboys und keiner ist es bisher gelungen sie zu übertreffen.

Vielleicht wird das nie der Fall sein, vielleicht eines Tages doch, am Ende jedenfalls stehen die fünf Sterne und jeder einzelne ist davon wohlverdient und sollte als Beispiel für eine gute Hellboygeschichte, wenn nicht gar für gute Comics im Allgemeinen genannt werden, so mächtig ist diese zweiteilige Erzählung, in der zwei Künstler zum ersten Mal zusammenarbeiteten und schon beim ersten Mal ihr gemeinsames (im Rahmen dieser Zusammenarbeit heraus) Meisterwerk schafften.

Fünf Sterne, ohne wenn und aber.


Hellboy, Bd.8 : Die Troll-Hexe
Hellboy, Bd.8 : Die Troll-Hexe
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

5.0 von 5 Sternen Gewohnt großartig, mit einigen Veränderungen am Horizont, 26. Juli 2013
Bis auf zwei, wurden alle Geschichten in diesem Band weiterhin von Mike Mignola gezeichnet. Dabei bieten sie gewohnt gute Unterhaltung, zeigen jedoch auch Freude zum Experiment, wie man an der Titelgeschichte "Die Troll-Hexe" (ein bewegendes Märchen, mit sehr düsteren Ton) und "Der Ghul" (ein interessantes Experiment, in der Mignola seine Begeisterung für die Sprache von William Shakespeare zum Ausdruck bringt) und deuten auch langsam an, was bis zum Jahre 2012 lange Zeit Programm sein sollte: Hellboy wird von anderen Zeichnern gezeichnet, etwas wovon Mignola früher nie wissen wollte (sieht man von der kleinen Geschichte "Hellboy/Ghost" einmal ab), aber auf Grund seiner damals immer mehr zunehmenden Pflichten als Autor scheinbar wohl unumgänglich war.

Die Gastzeichner in diesem Band sind dabei P. Craig Russel, der mit "Der Vampir von Prag" eine unterhaltsame, soll heißen urkomische Hellboygeschichte zu Papier bringt und Richard Corben, der den Zweiteiler "Makoma" zeichnet.

Makoma.

Ehe der Rezensent auf die Geschichte an sich eingehen möchte, sollten wir vielleicht noch einmal kurz bei den Zeichnungen Corbens verweilen. Sieht man Duncan Fegredo ab, der die letzten drei Hellboy-Miniserien zeichnete, hat wohl kein anderer Gastzeichner so viele Seiten gezeichnet wie er und mit "Makoma" feierte er seinen Einstand, zeichnete Hellboy zwar auch etwas gedrungener, nichtsdestotrotz jedoch für all seine Fans deutlich erkennbar. Und auch seine restlichen Zeichnungen weisen einen erdigen, bodenständigen Stil auf, der so gut zur sandigen Kulisse Afrikas passt und es vor den Augen des Lesers greifbar und auf eine unbestimmte Art und Weise "schön" macht.

Nun zur eigentlichen Geschichte.

"Makoma" ist in den Augen des Rezensenten, die bis dasto beste Hellboygeschichte abseits der großen Miniserien, den in ihr wird im Grunde der gesamte Hellboyzyklus in Kürze zusammengefasst und trotzdem auf eine einzigartige Art und Weise frisch und neu erzählt. Sie behandelt im Wesentlichen Hellboys gesamten Weg, den den er schon gegangen ist und den den er noch gehen wird und bleibt trotz aller Epik jedoch immer fest mit beiden Beinen (oder mit beiden Hufen im Falle Hellboys) auf dem Boden der Tatsachen und vergisst auch nicht den trockenen Humor der Serie, den Hellboy/Makoma hier prägnanter denn je zum Ausdruck bringt. Es ist eine Geschichte, die einem die Schwere von Hellboys Weg noch einmal bewusst und am Ende doch noch ein klein wenig Hoffnung auf ein gutes Ende gibt und sie allein gibt dem Band schon die Berächtigung für seine finale Wertung, denn sie setzt den Standard für zukünftige kürzere Erzählungen Hellboys und keiner ist es bisher gelungen sie zu übertreffen.

Vielleicht wird das nie der Fall sein, vielleicht eines Tages doch, am Ende jedenfalls stehen die fünf Sterne und jeder einzelne ist davon wohlverdient und sollte als Beispiel für eine gute Hellboygeschichte, wenn nicht gar für gute Comics im Allgemeinen genannt werden, so mächtig ist diese zweiteilige Erzählung, in der zwei Künstler zum ersten Mal zusammenarbeiteten und schon beim ersten Mal ihr gemeinsames (aus der Perspektive der Zusammenarbeit heraus) Meisterwerk schafften.

Fünf Sterne, ohne wenn und aber.


Hellboy Vol. 4: The Right Hand of Doom
Hellboy Vol. 4: The Right Hand of Doom
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Episoden mit dem Jungen aus der Hölle..., 26. Juli 2013
...genau das enthält dieser Band zum größten Teil. Kaum eine Geschichte ist länger als zehn Seiten lang und Mike Mignola zieht hier zum ersten Mal alle Register, um zu beweisen, zu welchen Höchstleistungen als Autor er in der Lage ist. Während die Titelgeschichte "The right Hand of Doom" im Grunde nichts weiter ist als eine Zusammenfassung der bisherigen Serie ist, um Neueinsteiger neugierig auf Hellboy zu machen (ein guter Grund warum sich der Band auch gut für diejenigen eignet, die zunächst Hellboy nur anlesen wollen), verteilen sich die restlichen Geschichten rund um den Erdball und über mehrere Jahrzehnte hinweg, zwar immer mit Hellboy als Hauptfigur, aber thematisch vollkommen unterschiedlich.

Sie alle zeigen, dass die Figur Hellboy in jeder Ecke der Mythologie und ebenso wie im Genre Fantasy (also Mythen) wie auch Horror (cthultoider und klassischer) Zuhause ist, wenn er sich zum Beispiel in Japan in der Geschichte "Heads" mit einigen außergewöhnlichen Vampiren schlägt oder auf gar kosmische Grauen in der Geschichte "Goodbye Mister Tod" stößt. All diese Geschichten bieten die richtige Portion Grusel, Spannung und auch Humor (in Form von trockenen Kommentaren Hellboys) um ohne große Vorkenntnisse in das Universum des großen Roten einzusteigen und es in vollen Zügen genießen zu können (dabei am besten in Häppchenform, mit einer Kurzgeschichte pro Tag).

Wirkliche Auswirkungen auf den Metaplot haben nur zwei Geschichten, deren Folgen man erst viel viel später absehen wird. Eine davon ist "Box full of Evil", eine leider nur mittelmäßige Geschichte mit einigen starken Momenten ( und glücklicherweise ab diesem Punkt die letzte "schlechte" Hellboygeschichte, die unter der Feder von Mike Mignola entstand), in der Hellboy nach einem kleinen Diebstahl erneut mit seiner Rolle als Bringer der Apokalypse konfrontiert wird und ein paar Leuten erneut klarmachen muss, was er davon hält. Wie gesagt ist die Geschichte mittelmäßig. Zwar verwendet sie durchaus Zutaten, die in anderen Geschichten um Hellboy immer zum Erfolg führen, hier aber nicht so richtig zünden wollen. Dies liegt vielleicht daran, dass sie nur ein kleiner Zweiteiler ist, den man vielleicht noch etwas mehr Raum hätte geben sollen, damit sich das Garn in all seiner Pracht hätte entfalten können. Aber vielleicht hätte es selbst dann auch nicht funktioniert.

Der restliche Band lässt sich jedoch weiterhin wunderbar lesen, unterhält bis zum Schluss und hat seine fünf Sterne als eine wunderbar abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung mehr als nur verdient.


Hellboy, Bd. 5. Die rechte Hand des Schicksals
Hellboy, Bd. 5. Die rechte Hand des Schicksals
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Kleine Episoden mit dem Jungen aus der Hölle..., 26. Juli 2013
...genau das enthält dieser Band zum größten Teil. Kaum eine Geschichte ist länger als zehn Seiten lang und Mike Mignola zieht hier zum ersten Mal alle Register, um zu beweisen, zu welchen Höchstleistungen als Autor er in der Lage ist. Während die Titelgeschichte "Die rechte Hand des Schicksals" im Grunde nichts weiter ist als eine Zusammenfassung der bisherigen Serie ist, um Neueinsteiger neugierig auf Hellboy zu machen (ein guter Grund warum sich der Band auch gut für diejenigen eignet, die zunächst Hellboy nur anlesen wollen), verteilen sich die restlichen Geschichten rund um den Erdball und über mehrere Jahrzehnte hinweg, zwar immer mit Hellboy als Hauptfigur, aber thematisch vollkommen unterschiedlich.

Sie alle zeigen, dass die Figur Hellboy in jeder Ecke der Mythologie und ebenso wie im Genre Fantasy (also Mythen) wie auch Horror (cthultoider und klassischer) Zuhause ist, wenn er sich zum Beispiel in Japan in der Geschichte "Köpfe" mit einigen außergewöhnlichen Vampiren schlägt oder auf gar kosmische Grauen in der Geschichte "Leben Sie wohl Mister Tod" stößt. All diese Geschichten bieten die richtige Portion Grusel, Spannung und auch Humor (in Form von trockenen Kommentaren Hellboys) um ohne große Vorkenntnisse in das Universum des großen Roten einzusteigen und es in vollen Zügen genießen zu können (dabei am besten in Häppchenform, mit einer Kurzgeschichte pro Tag).

Wirkliche Auswirkungen auf den Metaplot haben nur zwei Geschichten, deren Folgen man erst viel viel später absehen wird. Eine davon ist "Die Truhe des Bösen", eine leider nur mittelmäßige Geschichte mit einigen starken Momenten ( und glücklicherweise ab diesem Punkt die letzte "schlechte" Hellboygeschichte, die unter der Feder von Mike Mignola entstand), in der Hellboy nach einem kleinen Diebstahl erneut mit seiner Rolle als Bringer der Apokalypse konfrontiert wird und ein paar Leuten erneut klarmachen muss, was er davon hält. Wie gesagt ist die Geschichte mittelmäßig. Zwar verwendet sie durchaus Zutaten, die in anderen Geschichten um Hellboy immer zum Erfolg führen, hier aber nicht so richtig zünden wollen. Dies liegt vielleicht daran, dass sie nur ein kleiner Zweiteiler ist, den man vielleicht noch etwas mehr Raum hätte geben sollen, damit sich das Garn in all seiner Pracht hätte entfalten können. Aber vielleicht hätte es selbst dann auch nicht funktioniert.

Der restliche Band lässt sich jedoch weiterhin wunderbar lesen, unterhält bis zum Schluss und hat seine fünf Sterne als eine wunderbar abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung mehr als nur verdient.


Hellboy Vol. 3: The Chained Coffin and Others
Hellboy Vol. 3: The Chained Coffin and Others
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,49

4.0 von 5 Sternen Die ersten Schritte Richtung wahrer Größe..., 26. Juli 2013
...können wir in diesem ersten Band gefüllt mit kürzeren Episoden aus Hellboys Alltag mitverfolgen. Als erstes muss man festhalten, dass keine von ihnen schlecht ist (und nie hat auch nur eine schlechte Hellboyepisode existiert. Eine erstaunliche Leistung bei einen Schaffensphase von 20 Jahren), nur "mittelmässig" und "unausgereift" wie man an den längeren Episoden "Almost Colossus" und "The Wolves of St. August" sehen kann. Man wird durchaus noch einigermaßen gut unterhalten und viele Episoden (zum Beispiel die gute und atmosphärische Titelgeschichte "Sarg in Ketten") sind auch wichtig für den späteren Metaplot, doch befindet sich Autor und Zeichner Mike Mignola immer noch am Anfang seiner Autorenkarriere und ist noch nicht ganz in der Lage sein volles Potenzial als Autor auszuschöpfen (auch wenn "Almost Colossus" nur kurz nach der großartigen Miniserie "Wake the Devil" erschien).

Doch blitzt schon hier ein erster Funken zukünftiger Brillanz auf und zwar in Form der längeren Geschichte "The Corpse" (dem noch die kürzere Episode "The Iron Shoes" angehängt wurde) auf, die später auch wieder für den großen Metaplot bedeutsam werden sollten. In "The Corpse" macht Hellboy sich in den 50ern daran ein entführtes Baby aus den Klauen der irischen Feen zu entreißen, die ihn einen Handel vorschlagen: Er vergräbt den Leichnam eines alten Sünders auf einem christlichen Friedhof und erhält dafür im Gegenzug das entführte Baby. Hellboy geht auf den Handel ein und erlebt eine der abenteuerlichsten Nächte seines noch jungen Lebens, in der ihn vor allem Gestalten aus den irischen Sagen das Leben schwer machen werden, während sich der Leser königlich amüsiert.

"The Corpse" wirkt als eine erste Hellboygeschichte wirklich ausgereift, paart sich hier doch Mignolas Gespür für das Komische mit seinem scheinbar unermesslichen Wissen über Folklore, mit Hellboy als sympathischen Kommentar dieser absurden Episode. Vielleicht hat es auch geholfen, dass Mignola die Geschichte bei ihrem ersten Erscheinen in Stücken von je zwei Seiten (und auf allen musste immer etwas Neues passieren) herausbrachte, auf jeden Fall wird der Leichnam zu keinster Zeit langweilig. Immer gibt es eine neue, bizarre Begebenheit zu betrachten, immer weiß Hellboy zur richtigen Zeit das Geschehen um ihn herum zu kommentieren und immer zeigt uns Mister Mignola zeichnerisch, dass er zu dieser Zeit schon ein Meister seines Fachs war und in der Lage ist Monster und Geister wie kein anderer zu zeichnen (mit seinem Kollegen Guy Davis an zweiter Stelle).

Kurz gesagt, "The Corpse" macht einfach Spaß und alleine schon wegen ihm lohnt es sich "Chained Coffin" zu erwerben, mit den anderen Geschichten als nette, atmosphärische Zusätze ("Sarg in Ketten" ist tatsächlich sogar sehr gruselig), selbst ohne den Vorwand sie zu lesen müssen, um Teile späterer Hellboygeschichten verstehen zu können (darunter auch wie Roger der Homunkulus zur B.R.P.D. stieß). Am Ende ist "Chained Coffin" trotz der schwächeren zweiten Hälfte ein "guter" Band, der sich seine vier Sterne zurecht verdient hat.


Hellboy 4: Sarg in Ketten
Hellboy 4: Sarg in Ketten
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die ersten Schritte Richtung wahrer Größe..., 26. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Hellboy 4: Sarg in Ketten (Gebundene Ausgabe)
...können wir in diesem ersten Band gefüllt mit kürzeren Episoden aus Hellboys Alltag mitverfolgen. Als erstes muss man festhalten, dass keine von ihnen schlecht ist (und nie hat auch nur eine schlechte Hellboyepisode existiert. Eine erstaunliche Leistung bei einen Schaffensphase von 20 Jahren), nur "mittelmässig" und "unausgereift" wie man an den längeren Episoden "Fast ein Gigant" und "Die Wölfe von St. August" sehen kann. Man wird durchaus noch einigermaßen gut unterhalten und viele Episoden (zum Beispiel die gute und atmosphärische Titelgeschichte "Sarg in Ketten") sind auch wichtig für den späteren Metaplot, doch befindet sich Autor und Zeichner Mike Mignola immer noch am Anfang seiner Autorenkarriere und ist noch nicht ganz in der Lage sein volles Potenzial als Autor auszuschöpfen (auch wenn "Fast ein Gigant" nur kurz nach der großartigen Miniserie "Der Teufel erwacht" erschien).

Doch blitzt schon hier ein erster Funken zukünftiger Brillanz auf und zwar in Form der längeren Geschichte "Der Leichnam" (dem noch die kürzere Episode "Die Eisenschuhe" angehängt wurde) auf, die später auch wieder für den großen Metaplot bedeutsam werden sollten. In "Der Leichnam" macht Hellboy sich in den 50ern daran ein entführtes Baby aus den Klauen der irischen Feen zu entreißen, die ihn einen Handel vorschlagen: Er vergräbt den Leichnam eines alten Sünders auf einem christlichen Friedhof und erhält dafür im Gegenzug das entführte Baby. Hellboy geht auf den Handel ein und erlebt eine der abenteuerlichsten Nächte seines noch jungen Lebens, in der ihn vor allem Gestalten aus den irischen Sagen das Leben schwer machen werden, während sich der Leser königlich amüsiert.

"Der Leichnam" wirkt als eine erste Hellboygeschichte wirklich ausgereift, paart sich hier doch Mignolas Gespür für das Komische mit seinem scheinbar unermesslichen Wissen über Folklore, mit Hellboy als sympathischen Kommentar dieser absurden Episode. Vielleicht hat es auch geholfen, dass Mignola die Geschichte bei ihrem ersten Erscheinen in Stücken von je zwei Seiten (und auf allen musste immer etwas Neues passieren) herausbrachte, auf jeden Fall wird der Leichnam zu keinster Zeit langweilig. Immer gibt es eine neue, bizarre Begebenheit zu betrachten, immer weiß Hellboy zur richtigen Zeit das Geschehen um ihn herum zu kommentieren und immer zeigt uns Mister Mignola zeichnerisch, dass er zu dieser Zeit schon ein Meister seines Fachs war und in der Lage ist Monster und Geister wie kein anderer zu zeichnen (mit seinem Kollegen Guy Davis an zweiter Stelle).

Kurz gesagt, "Der Leichnam" macht einfach Spaß und alleine schon wegen ihm lohnt es sich "Sarg in Ketten" zu erwerben, mit den anderen Geschichten als nette, atmosphärische Zusätze ("Sarg in Ketten" ist tatsächlich sogar sehr gruselig), selbst ohne den Vorwand sie zu lesen müssen, um Teile späterer Hellboygeschichten verstehen zu können (darunter auch wie Roger der Homunkulus zur B.U.A.P. stieß). Am Ende ist "Sarg in Ketten" trotz der schwächeren zweiten Hälfte ein "guter" Band, der sich seine vier Sterne zurecht verdient hat.


Hellboy Volume 11: The Bride of Hell and Others (Hellboy (Dark Horse Paperback), Band 11)
Hellboy Volume 11: The Bride of Hell and Others (Hellboy (Dark Horse Paperback), Band 11)
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,09

5.0 von 5 Sternen Höllenbräute und mexikanische Wrestler, 25. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eines vorneweg: Alle Geschichten in diesem Band sind "gut", das heißt im Grunde vier Sterne Material. Mike Mignola versteht es erneut zwischen gruseligen Szenen, Action und abstrusen Humor zu wechseln, mit einer Leichtigkeit die einen neidisch machen könnte, wenn Hellboy nicht so unglaublich sympathisch wäre. Doch stehen drei der Geschichten besonders hervor die dafür sorgen, dass der Band seine finale Wertung am Ende dieser Rezension erhält.

Diese Geschichten wurden alle von Richard Corben gezeichnet, dessen erdiger Stil Hellboy ein einzigartiges Aussehen verleiht und der es durchaus auch versteht etwas gruselig aussehen zu lassen, wie es ihm auch gelingt die komischen Aspekte der Geschichten zu betonen. Und was für Geschichten es sind.

Während "The Bride of Hell" eine interessante Geschichte über Rache und ihre Konsequenzen ist, in der Mignola die Grauzonen seines inzwischen sehr verschlungenen Universums aufzeigt und zu begeistern weiß, ist "Double Feature of Evil" eine humorvolle und gleichzeitig auch unheimliche Geschichte über ein verfluchtes Haus, in der man zufällig noch eine kleine Episode über ein verfluchtes Museum hinzugefügt hat.

Das was jedoch wirklich heraussticht ist die erste Geschichte "Hellboy in Mexico", in der Hellboy in einer Rückblende sich an eine kurze Episode mit drei Luchadore-Wrestlern in den 50ern erinnert und wie dies schlussendlich ausging. "Hellboy in Mexico" vereint alle Elemente, die eine Hellboygeschichte gut macht, den hier werden absurde Elemente (die Luchadores und das Finale) mit Mythologie (diesmal die mexikanische)zu einem großen, homogenen Ganzen vermischt und ergibt am Ende ein unterhaltsames Garn, welches sich mit den besten der Hellboygeschichten messen kann und wirklich aus dem ganzen Band hervorsticht (und sogar den Nachfolger "House of the living Dead" hinter sich lässt, der erneut in Mexico spielt) und auch bei der Entscheidung geholfen hat, wie viel Sterne er am Ende erhalten hat.

Fünf Sterne für eine unterhaltsame Episodensammlung, die zu Gänze zu begeistern weiß.


Antityp (Die Bibel-Trilogie, Band 3)
Antityp (Die Bibel-Trilogie, Band 3)
von Ralf König
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie jemand auszog um das Christentum zu etablieren, 24. Juli 2013
Paulus. Wer ist eigentlich Paulus?

Diese Frage zu beantworten schickt sich Autor und Zeichner Ralf König im dritten Teil seiner Religionstrilogie "Antityp" am ausführlich zu beantworten. Paulus, das ist der ehemalige jüdische General Saulus, der sich zu Beginn der Geschichte auf der Jagd nach Jesus und seinen Anhängern befindet, mit dem Anliegen diese "ungläubigen Häretiker" zur Strecke zu bringen. Doch dann fällt er vom Pferd und in einer Vision kommt sein wahrer Charakter zum Vorschein: selbst ein sich selbst hassender, masochistisch veranlagter, humorloser Mann, fürchtet sich Paulus vor dem Tod und das was ihn im Leben danach erwartet. Doch was wäre, wenn er seinem Leben einen neuen Sinn geben und das Wort Gottes unter den dummen Heiden verbreiten würde, fragt ihn die Schlange Luzifer? Vielleicht könnte er sich damit ja das Leben nach dem Tode sichern und am Ende seinen Namen neben denen des Messias und seiner Apostel verewigen? Davon motiviert ernennt sich Paulus selbst zum dreizehnten Apostel und beginnt seine Reise durch die bekannte Welt.

Für ihn ein langer Leidensweg, für den Leser ein Grund sich ausgiebig auf Kosten dieser kleinen Witzfigur zu amüsieren.

"Antityp" dürfte von allen Teilen der Religionstrilogie der Provokanteste sein. Denn abgesehen von den angeblichen Wundern, ist der heilige Paulus eine reale Persönlichkeit, die den Grundstein für die größte Religion der Welt legte und dann entpuppt er sich in Königs Version nicht als der große und charismatische Prophet, sondern als rhetorisch unbegabten Giftzwerg, mit einem cholerischen Temperament, den man sich nie zu sich nachhause einladen würde. Doch kommt diese Interpretation nicht von ungefähr, stützt König sich doch auf die von ihnen verfassten Dokumente selbst (die auch fleißig zitiert werden) und darauf, was "seine" Religion später predigen sollte. Mehr noch als in den Vorgängerbänden stellt König Parallelen zur heutigen Welt dar, wenn er das damals "moderne" und nicht gerade von wenigen klugen Männern (die Philosophen natürlich) bewohnte Griechenland, gegen die wirren Reden der Hauptfigur antreten lässt und diese ihn, durchaus nicht zu Unrecht, verlachen. Darin erkennt man durchaus eine gewisse Parallele zu unserer heutigen Zeit, in der man Leuten wie Paulus wenig Aufmerksamkeit schenkt, da ihre Thesen für das geschulte Ohr doch zu unsinnig klingen.

Doch irgendwann müssen genügend Leute dem Paulus zugehört haben, so König und am Ende war es dann doch eine so lebensfeindliche Religion wie die seine (die sie durchaus auch im Konflikt mit dem jüdischen Original steht, wie die recht heftigen Diskussionen mit den elf originalen, noch lebenden Aposteln zeigen), die sich durchsetzte und mehr Leid brachte, als sie eigentlich vermied. Das Detail, dass die katholische Kirche sich erst durch die Unterstützung des römischen Kaisers Konstantin und seiner gewaltigen Staatsmacht wirklich zu dem entwickeln konnte was sie später war und heute ist, wurde entweder von König vergessen oder nicht berücksichtigt, doch die kritische Botschaft ist eindeutig zu erkennen. Doch obwohl dieser Band das wohl finsterste Ende von allen aufweist, gibt es da doch einen kleinen Hoffnungsschimmer, der ganz am Ende des Bandes aufleuchtet und erneut auf eine lebensfreundliche und akzeptierende Welt zu hoffen wagt und so dem Band doch noch eine versöhnliche Note verleiht.

Abseits solch schwer verdaulicher Kost, hat der Band noch mehr an Humor zugelegt und ist noch einmal bei weitem etwas feinsinniger geraten. Neben den üblichen Witzen über Paulus unangenehme Person, gibt es hier und da einige nette Gags, die Kennern der heiligen Schrift durchaus zusagen werden (Stichwort: Petrus und der Hahn) und die Dialoge sind weiterhin so bissig wie man es von König gewohnt ist. Dazwischen noch einige Witze die sich wohl besonders an die schwule Leserschaft Königs richten (man kommt wohl einfach nicht aus seiner Haut raus) und fertig ist der krönende Abschluss einer der klügsten und witzigsten Comic-Trilogien aus deutschen Landen, die es durchaus über die Staatsgrenzen hinaus verdient hätte gelesen zu werden, damit alle Leser lachen und mit Herrn König auf eine bessere Welt hoffen können, zu der wir immer und jederzeit vielleicht in der Lage sein dürften.

5 Sterne.


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