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Rezensionen verfasst von
Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland)

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projekt@party: Roman
projekt@party: Roman
von Beqë Cufaj
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Thema, unbefriedigende Ausführung, 16. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: projekt@party: Roman (Gebundene Ausgabe)
In früheren Jahrhunderten kamen die Eroberer, später die Missionare, heute fallen in die geschundenen Länder die Entwicklungshelfer ein, die Mitarbeiter der UN-Missionen und der NGO's. Es sind, wie der Dolmetscher dem Ich-Erzähler erklärt, Karrieristen, Abenteurer, verkrachte Existenzen oder Idealisten, die aber wie so viele Idealisten schnell enttäuscht sind oder sich neu verlieben, nämlich in andere Krisenherde und Katastrophen. Der Ich-Erzähler, ein Stuttgarter Hochschullehrer, der aus seiner gescheiterten Ehe und unzähligen Affairen mit Studentinnen ausbrechen will und sich für eine Mission in dem freudlosen, hässlichen, bürgerkriegs- und interventionszerstörten Balkanland bewirbt, gehört wohl ein bisschen zu jeder dieser Kategorien; und genausowenig wie die anderen Helfer aus aller Herren Länder wird er in seiner Mission etwas bewirken. Denn die sind alle mehr mit sich selbst beschäftigt als mit ihrer Aufgabe, die sich im Übrigen als unlösbar herausstellt, denn die einheimische Bevölkerung betrachtet sie in erster Linie als Eindringlinge oder bestenfalls als Naivlinge, denen man leicht das Geld aus der Tasche ziehen kann. So bleiben die Helfer am liebsten unter sich in ihren schäbigen Büros und ein paar auf sie spezialisierten Kneipen, in denen allabendlich Hochprozentiges in Strömen fließt.

So weit, so gut, doch hat - jedenfalls in meinen Augen - der Autor nicht vermocht, hieraus eine ansprechende und packende Geschichte mit einem Anfang, einem Ende und einem Handlungsbogen zu machen. Immerhin nennt sich das schmale Werk einen Roman, und von einem Roman erwarte ich das. Stattdessen bleiben die Darstellung der erotischen und alkoholischen Eskapaden des Icherzählers, der Hässlichkeit des Balkanlandes und der Ineffizienz der UN-Missionare anekdotisch und repetitiv, Spannung kommt kaum auf und nach 140 Seiten ist so abrupt Schluss, dass das Werk wirkt wie ein Fragment.


Der Himmel ist kein Ort: Roman
Der Himmel ist kein Ort: Roman
von Dieter Wellershoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörungen, 12. September 2012
Dieser Roman beschreibt die Verstörungen eines privat wie beruflich wenig erfolgreichen jungen Dorfpfarrers und seiner Gemeinde am südlichen Rand von Hamburg, die aufgrund eines Verkehrsunfalles aufbrechen (oder war es vorsätzliche Tötung?). Unchristliche Regungen in der Gemeinde, Glaubenszweifel des Pfarrers, die Rabulistik, mit der die Kirchenoberen die Antinomien und Aporien des Glaubens zukleistern, eine peinliche Beinahe- Liebesaffaire mit einer älteren Frau, das ist von dem alten Routinier Wellershoff sehr süffig und kurzweilig heruntergeschrieben und in wenigen Stunden gelesen.

Es hinterließ bei mir dennoch ein schales Gefühl, denn am Ende blieb mir alles ein bisschen zu folgenlos, unaufgelöst, und es fehlten zwei Dinge, die laut Kurt Vonnegut bei einem guten Stück Literatur unabdingbar sind: Gib dem Leser wenigstens einen Charakter, für den er brennen kann; und: Jeder Charakter sollte etwas wollen, und wäre es nur ein Glas Wasser.


Die narzisstische Gesellschaft: Ein Psychogramm
Die narzisstische Gesellschaft: Ein Psychogramm
von Hans-Joachim Maaz
  Taschenbuch

18 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbrauchbar und gefährlich, 12. September 2012
Herr Maaz macht sich anheischig, mit einer Theorie des Narzissmus unsere ganze Welt und ihre Misere zu erklären. Das geht gründlich schief, schon deshalb, weil es ihm nicht einmal gelingt plausibel zu machen, was die "narzisstische Störung" überhaupt ist. Zwar sagt er, dass sie in Selbstüber- ("Größenselbst") bzw -unterschätzung ("Größenklein") besteht, aber das ist letztlich nichts anderes als Wortgeklingel. Dass diesen Worten ein tatsächliches wissenschaftlich feststellbares einheitliches Phänomen zugrundliegt, bleibt eine bloße, von ihm durch nichts belegte oder begründete Behauptung. Sodann führt Herr Maaz alles, was ihm an unserer Gesellschaft nicht gefällt, und das ist ziemlich viel, auf diese narzisstische Störung der Menschen zurück. Eine derartige Simplifizierung hat leider keinerlei Erkenntniswert und ist daher unbrauchbar. Zweitens ist es auch sehr bedenklich, wie Maaz mit seinen Theorien nunmehr politikverdrossen gegen die westliche Demokratie zu Felde zieht, indem er aller Politiker ausnahmslos als gestörte Menschen bezeichnet, denen es angeblich um nichts als Bestätigung ihrer narzisstischen Größenphantasien geht. Gleichzeitig sind aber in seine Augen auch die Wähler narzisstisch gestört und wählen angeblich die Politiker, die ihnen, um an der Macht zu bleiben, das Blaue vom Himmel versprechen, während sie diejenigen Politiker abwählen, die ihnen reinen Wein einschenken. Wenn dieser Befund teilweise richtig sein mag, ist er doch ebenso teilweise auch grottenfalsch. Und nicht nur das, sondern er ist auch gefährlich. Letztlich sagt Maaz nichts anderes als dass die Demokratie angesichts der nicht auszurottenden Tendenz des Menschen zu narzisstischen Störungen eine dem Menschen nicht gemäße Staatsform ist. Darum möchte er gerne die in Wahlen legitimierten Institutionen durch "Expertengremien" ersetzen. Als ob die selbsternannten Experten nicht die schlimmsten Narzissten wären - und merkt er eigentlich nicht, wie nah er mit diesen Thesen am Programm der Neonazi-NPD entlangschrammt, die ebenfalls "Machteliten" an die Stelle gewählter Volksvertreter setzen will? Maaz' Theorien, verbunden mit seinen simplifizierenden Welterklärungen, ebnen die Wege in Politikverdrossenheit, Extremismus und Diktatur.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2013 11:55 PM CET


dtv großdruck: Schweigeminute: Novelle
dtv großdruck: Schweigeminute: Novelle
von Siegfried Lenz
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Harmlos, 13. August 2012
Wahrscheinlich mache ich mich hier mal wieder unbeliebt, aber ich finde diese Erzählung von Siegfried Lenz doch ein wenig harmlos und inhaltsarm.

Ein Sommer an der Ostsee in der schönen, alten Bundesrepublik, eine zarte Schüler-Lehrerin-Liebe, ein Unglücksfall... Alles sehr schön geschrieben und auch nicht so oberlehrerhaft wie Martin Walsers Goethe-Schmonzette oder so peinlich-kunstgewerblich-selbstverliebt wie Mosebachs Mond, aber eben doch auch nicht wirklich ergreifend.

Eine schönere Coming-of-age-Geschichte an der deutschen Küste als Hausmanns Abel mit der Mundharmonika wird wohl nicht geschrieben werden.

Und von den großen alten Männern unserer Literatur würde ich mir etwas weniger Altersmilde und etwas mehr Alterszorn wünschen.


Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung
Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung
von Uwe Lehnert
  Broschiert

8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiver Abschied von der Bibel, 28. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Ein Buch für Menschen, die dem Glauben der Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber stehen und für ihre Einstellung Argumente suchen", so wird dieses Werk auf dem Umschlag charakterisiert.

Das ist leider eine dumme Beschreibung und sie wird der Arbeit Lehnerts überhaupt nicht gerecht. Denn wäre sie richtig, so würde sich das Buch nur an solche Leser wenden, die ein bereits über Bibel und Christentum gefasstes (Vor)Urteil bestätigt haben wollen.

In Wirklichkeit ist Lehnerts Buch eine für jeden ernsthaften Christen unverzichtbare und zugleich äußerst sorgfältige, abwägende, seriöse und an keiner Stelle polemische oder gehässige Auseinandersetzung mit allen Argumenten, die für oder auch gegen den Glauben an den Gott bzw. die "Dreieinigkeit" vorgebracht werden können. Wer sich die von ihm aufgeworfenen und sich aufdrängenden Fragen nie gestellt hat, kann kein überzeugter Christ sein, sondern nur ein unreflektierter Nachplapperer unverstandener Glaubenssätze.

Die Schlüsse, zu denen Lehnert kommt, fallen allerdings für die biblischen Lehren vernichtend aus - in intellektueller ebenso wie in moralischer Hinsicht. Würden die Menschen, die aus intellektueller Bequemlichkeit (=Denkfaulheit) oder Konformismus nach wie vor irgendwie dem biblischen Glauben zuneigen, die Fragen, die Lehnert aufwirft, zu Ende denken, müssten sie seine Ergebnisse teilen.

Die Fanatiker und Fundamentalisten, die allerdings keinerlei Argumenten zugänglich sind, auch nicht dem, dass sie sich vielleicht irren könnten, wird sicherlich auch Lehnerts brilliantes Buch nicht überzeugen. Aber sie werden es wahrscheinlich auch nicht lesen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2014 2:49 AM CET


Die Perspektive des Gärtners: Roman
Die Perspektive des Gärtners: Roman
von Håkan Nesser
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seifenblase, 21. Juni 2012
Es verheißt selten etwas Gutes, wenn der Protagonist eines Romans ein Ich-Erzähler und zugleich auch noch von Beruf Autor ist - wie hier z.B. auch bei Cowboysommer: fällt dem "wirklichen" Autor denn nichts Originelleres ein? Wenn es Nesser hier dennoch gelungen ist, mich zunächst anfangs durch die Schilderung seltsamer, scheinbar übernatürlicher Geschehnisse in die Geschichte hineinzuziehen, so habe ich an irgendeinem Punkt, wie so oft, zu befürchten begonnen, dass er die geschürte Erwartung nie und nimmer würde einlösen können. So war es dann leider auch. Die Story platzte auf den letzten Seiten wie eine Seifenblase, die Auflösung hatte nichts mehr mit den Charakteren des Romans, ihren Sehnsüchten, Ängsten, Fähigkeiten und Defiziten zu tun, sondern der berüchtigte Deus ex Machina betrat die Bühne, bereitete dem Geschehen ein schnelles, prosaisches Ende und verleidete mir retrograd vollständig sogar die Lektüre derjenigen der vorangegangenen Seiten, die ich - neben etlichen überflüssigen und überflüssig ausgewalzten Passagen - zumindest partiell spannend gefunden hatte.


Die Vollidioten: Ein historischer Roman aus dem Jahr 1972
Die Vollidioten: Ein historischer Roman aus dem Jahr 1972
von Eckhard Henscheid
  Gebundene Ausgabe

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von grausamer Banalität, 26. März 2012
Die Erlebnisse des Protagonisten und seiner Bekanntschaften im Frankfurter Westend, im Umkreis der "Pardon"-Redaktion, der linken Szene in Frankfurt und vor allem der Kneipe "Menz" (auch "Krenz" bzw. "Opas letzte Pinte" genannt) innerhalb eines Zeitraums von wenigen Wochen sind von geradezu grausamer Banalität. Dass eine Figur des Romans (leicht zu identifizieren als Wilhelm Genazino) einen "Verein zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge" gegründet hat, scheint keine zufällige Parallelität zu sein. Doch Henscheid betrachtet all diese Vorgänge (hauptsächlich den, dass sich ein Schweizer namens Jackopp in eine kleine dralle Pardon-Mitarbeiterin verliebt, ohne dass dies Folgen hat, und dass der Ich-Erzähler sich von einem Pumpgenie namens Kloßen wider bessere Einsicht um manchen Zwanzigmarkschein erleichtern lässt) mit einer solchen Mischung aus scheinbar kulleräugiger Naivität und abgefeimtester Distanz, die mich ich jedesmal bei der Lektüre erneut fast vor Vergnügen schreien lässt. Wie er es schafft, dieses Vergnügen über einen ganzen Roman ohne jede Handlung zu transportieren, das zu analysieren wäre des Schweißes eines Germanistik-Doktoranden wert, aber vielleicht will ich es auch gar nicht wissen, sondern es nur genießen. Allerdings glaube ich, dass man schon eine spezielle Art von Humor haben muss, um dieses Vergnügen zu teilen. Frauen, das ist meine Erfahrung, finden das Buch doof.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 6, 2014 4:09 PM MEST


Trilogie des laufenden Schwachsinns: Die Vollidioten /Geht in Ordnung - sowieso -- genau --- /Die Mätresse des Bischofs /Erläuterungen zur Roman-Trilogie
Trilogie des laufenden Schwachsinns: Die Vollidioten /Geht in Ordnung - sowieso -- genau --- /Die Mätresse des Bischofs /Erläuterungen zur Roman-Trilogie
von Eckhard Henscheid
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial banal, 26. März 2012
Über "Die Vollidioten":

Die Erlebnisse des Protagonisten und seiner Bekanntschaften im Frankfurter Westend, im Umkreis der "Pardon"-Redaktion, der linken Szene in Frankfurt und vor allem der Kneipe "Menz" (auch "Krenz" bzw. "Opas letzte Pinte" genannt) innerhalb eines Zeitraums von wenigen Wochen sind von geradezu grausamer Banalität. Dass eine Figur des Romans (leicht zu identifizieren als Wilhelm Genazino) einen "Verein zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge" gegründet hat, scheint keine zufällige Parallelität zu sein. Doch Henscheid betrachtet all diese Vorgänge (hauptsächlich den, dass sich ein Schweizer namens Jackopp in eine kleine dralle Pardon-Mitarbeiterin verliebt, ohne dass dies Folgen hat, und dass der Ich-Erzähler sich von einem Pumpgenie namens Kloßen wider bessere Einsicht um manchen Zwanzigmarkschein erleichtern lässt) mit einer solchen Mischung aus scheinbar kulleräugiger Naivität und abgefeimtester Distanz, die mich ich jedesmal bei der Lektüre erneut fast vor Vergnügen schreien lässt. Wie er es schafft, dieses Vergnügen über einen ganzen Roman ohne jede Handlung zu transportieren, das zu analysieren wäre des Schweißes eines Germanistik-Doktoranden wert, aber vielleicht will ich es auch gar nicht wissen, sondern es nur genießen. Allerdings glaube ich, dass man schon eine spezielle Art von Humor haben muss, um dieses Vergnügen zu teilen. Frauen, das ist meine Erfahrung, finden das Buch doof.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 1:11 PM MEST


28 Minuten: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
28 Minuten: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
von Dave Zeltserman
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen "Charlie Varrick" und "Reservoir Dogs", 23. März 2012
Dieser Roman schreit nach einer Verfilmung, bei den durchgeknallten Typen, die darin vorkommen, und von denen die Hauptfigur Dan noch der normalste, weil verzweifeltste ist. Der hat den Überfall geplant und staunt selbst darüber, dass er sowas Irres macht, er, der arbeitslose Computerspezialist. Der Plan ist natürlich perfekt, wie es sich bei einem Systemanalytiker gehört, aber seine Kumpels sind es nicht. Und so unterscheidet sich die Story doch sehr von Oceans 11, mit dem er hier schon verglichen worden ist. Eher passen Der große Coup - Charley Varrick oder Reservoir Dogs. Denn es sind keine smarten Profis, die hier loslegen, sondern blutige Amateure, und genau so blutig geht der perfekte Plan dann in die Hose. Es bleibt spannend bis zum Schluss, und über die paar flaws kann man hinwegsehen. Auf den Film bin ich schon gespannt...


Strichcode: Fünfzehn erzählte Begebenheiten
Strichcode: Fünfzehn erzählte Begebenheiten
von Krisztina Tóth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Ahnung, was das soll, 12. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem diese Sammlung von Kurzgeschichten in den Feuilletons überaus bejubelt wurde, habe ich sie mir leider bestellt. Ich habe nach der Lektüre keine Ahnung mehr, was in diesen Elogen eigentlich dringestanden haben könnte und noch weniger, warum etwas wie diese Geschichtchen a) gedruckt und b) ins Deutsche übersetzt und auch noch auf Deutsch gedruckt wird. Es sind vollkommen pointenlose Anekdoten über Frauen, z.T. in Ichform, die sich an überwiegend schäbigen Plätzen in Ungarn oder Paris, wo es stinkt oder wo sich Ungeziefer aufhält, in so ergiebigen Aktivitäten ergehen wie kotzen oder geschlechtlich verkehren. Spaßfrei natürlich. Wer sich, frei nach Reinhard Mey, seine heile Welt kaputt machen lassen will, ist hierbei bestens aufgehoben.


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