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Rezensionen verfasst von
Manetho

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Tutanchamun: Der König von Ägypten
Tutanchamun: Der König von Ägypten
von W. Francis Dille
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,80

3.0 von 5 Sternen Die Herrscher der Amarnazeit, 7. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tutanchamun wurde schon als ca. 9-jähriges Kind (Sohn von Echnaton mit einer seiner Schwestern, der 'Younger Lady im KV35', nicht mit seiner Nebenfrau Kija) zum König gekrönt und mit seiner ein paar Jahre älteren Halbschwester, Anchesenamun (3. Tochter von Echnaton und Nofretete), verheiratet. Die Vormundschaft übernimmt zunächst sein Nachfolger im Pharaonenamt (Eje/Aja II.) und Stiefgroßonkel (Vater von Nofretete aus seiner ersten Ehe), der ein sehr mächtiger Wesir war.
Ohne historische Bezeugungen mischt sich der jugendliche Tutanchamun im Buch gern unter dem Namen Imhotep unter sein Volk und stellt mit seinen besten Freunden gern den Mädchen nach, besonders einer Nefertiri. Diese möchte er gern als Nebenfrau ehelichen, was seiner Großen königlichen Gemahlin, Anchesenamun, natürlich missfällt. Letztere wird als jähzornige, überhebliche Königin mit großer erotischer Ausstrahlungskraft dargestellt.
Recht übergangslos befasst sich der Roman über mehrere Kapitel wiederholt mit den übrigen Königen der sogenannten Amarnazeit (Echnaton, Semenchkare, Eje II.). So mit Tutanchamuns Vater, Echnaton und seiner Stiefmutter, der schönen Nofretete, die im Roman wieder mal aus Vorderasien stammen soll, was eigentlich als widerlegt gilt. Der unmittelbare Vorgänger Tutanchamuns mit Namen Semenchkare wird als Halbbruder von Echnaton hingestellt; seine Herkunft gilt aber bei Ägyptologen als höchst umstritten - möglicherweise war er eher ein Halbbruder Tutanchamuns mit Echnaton als Vater bei unbekannter Mutter (Kija?) oder war sogar ein Synonym für Nofretete und/oder ihre älteste Tochter, Meritamun, die das Pharaonenamt kurz ausgeübt haben könnten.
Eje sorgt dafür, dass der junge Hauptmann, Haremhab, zum General und zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte Ägyptens befördert wird; letzterer lässt sich schließlich zum letzten Pharo der 18. Dynastie krönen, annulliert seine Vorgänger auf Bauwerken bzw. in Schriften und fungiert als unmittelbarer Nachfolger von Tutanchamuns Großvater, Amenophis III.. Haremhab heiratet eine Mutnetjemet, wahrscheinlich eine Halbschwester Nofretetes aus der zweiten Ehe von Eje.

Der Prolog über die hinlänglich bekannte Entdeckung des Grabs von Pharao Tutanchamun durch Howard Carter im Jahre 1922 ist im Gesamtkonzept des Romans eigentlich überflüssig. Dem Lektorat des Buches muss man leider den Vorwurf machen, sehr viele kleine orthografische und grammatikalische Fehler übersehen zu haben, ansonsten ist der Roman interessant zu lesen, auch wenn sich das Spannungsmoment in Grenzen hält.


Der vergessene Prinz
Der vergessene Prinz
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen „Die verfälschte Königsliste“, 10. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der vergessene Prinz (Kindle Edition)
Dieses Buch kann als Fortsetzung des ebenso sehr lesenswerten Romans der Autorin „Tutanchamun und die Tochter des Mondes“ betrachtet werden.
Kemet (Ägypten) wird von ca. 1290 bis 1279 v. Chr. von Sethos I., dem zweiten Pharao der 19. Dynastie regiert; mit seiner großen königlichen Gemahlin, Tuja, hat er einen Sohn, den späteren sehr bedeutenden Pharao Ramses II und eine Tochter, namens Tia. Anfangs war Seti (Sethos I.) noch unentschlossen, seinen Sohn zum Nachfolger zu machen, da er großes Vertrauen zu einem seiner militärischen Oberbefehlshaber mit Namen Mehi hatte. Der Vater von Sethos I., Ramses I. und auch dessen Vorgänger, Haremhab, entstammten nämlich auch den Reihen militärischer Führer auf dem Pharaonenthron, ohne engen verwandtschaftlichen Bezug zu traditionellen Herrscherhäusern zu haben. Auf dem Boden des Films „Die Zehn Gebote von C.B. DeMille“ aus dem Jahre 1956 drängt sich der Vergleich auf, dass Mehi dem historisch auch nicht belegten Moses aus der Bibel entsprechen könnte, den Sethos im Film auch als Nachfolger angedacht hatte, was Ramses aber verhinderte.

Als Hauptfigur des Romans agiert ein fiktiver Sohn Tutanchamuns, namens Siamun, als begnadeter Architekt im Dienste des Königs, mit dem Auftrag, den Tempel des Pharaos in Abedju (Abydos) und die große Säulenhalle in Ipet-Sut (Karnak) bauen zu lassen. Seit ihrer ersten Begegnung haben sich Tia, die historisch bezeugte Tochter des Sethos und Siamun, der seine fiktive königliche Herkunft zunächst geheim hält, ineinander verliebt und heiraten sehr bald. Geschichtlich belegt war Tia eigentlich mit einem gleichnamigen Mann, namens Ti(j)a, verheiratet, der ein hoher Beamter und oberster Schreiber des Königs war; im Roman ist er der Schatzhausvorsteher, ein früherer Bewerber um die Gunst der Prinzessin und später ihr zweiter Ehemann.
Ramses (II.) wird als Sohn der Tuja aber nicht mit ihrem Gemahl dem Pharao Sethos II. hingestellt, was allerdings nicht bezeugt ist.
Siamun outet sich als Sohn von König Tutanchamun und seiner fiktiven Nebenfrau Sitiah als er erfährt, dass sein Schwiegervater, der regierende Pharao, die bis heute überlieferte Königsliste von Abydos (alle altägyptischen Herrscher) schreiben lässt, ohne die Herrscher der sogenannten Amarnazeit (Echnaton, Semenchkare/Nofretete, Tutanchamun und Eje/Aja II.) zu erwähnen, was auch schon Haremhab, der letzte Pharao der 18. Dynastie, eingeleitet hatte. Daraus generiert sich eine erhebliche Spannung im Schlussteil des Romans, die ihn in gepflegter Sprache noch lesenswerter macht, wenn man von einigen historisch nicht belegten Aspekten wiederum absieht.


MAGIX Fotos auf DVD 2013 Deluxe inkl. Foto Manager MX Deluxe (Jubiläumsaktion)
MAGIX Fotos auf DVD 2013 Deluxe inkl. Foto Manager MX Deluxe (Jubiläumsaktion)

4.0 von 5 Sternen Herstellerangaben stimmen nicht, 4. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
4 Sterne habe ich nur deswegen vergeben, da ich jetzt nach Umstieg auf einen neuen Computer (Intel Core i5, 2,9 GHz, Windows 10) mit dem Programm endlich störungsfrei arbeiten kann. Gekauft hatte ich die Software als meine Computer-CPU noch ein Intel Core2 Duo mit 2,93 GHz unter Windows 7 war, auch schon eine Konfiguration, die weit über den Mindestanforderungsangaben von Magix lagen. Die 3D-Bildübergänge wurden beim Rendern und anschließenden Brennen auf DVD nicht erzeugt (schwarze Bildübergänge). Ein langer E-Mail-Verkehr mit Magix führte natürlich dazu, dass alles nur an meinem Computer läge; ich bin dann auf meine Vorversion 9 von Fotos auf DVD wieder zurückgegangen unter der dann alles gut funktionierte. also: Augen auf beim Umstieg auf neue Versionen gut laufender Software, wenn man nicht auch die Hardware "updated"!!


Tutanchamun und die Tochter des Mondes
Tutanchamun und die Tochter des Mondes
Preis: EUR 4,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tutanchamun mal anders, 30. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman spielt wie viele andere dieses Genres in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts v. Chr.. Für den ägyptologisch interessierten Leser ist nicht nachvollziehbar, warum Tutanchamun, wenn auch konsequent, eine Generation zurückversetzt und zu einem Sohn von Teje, die eigentlich seine Großmutter väterlicherseits war, erklärt wird (s. auch Epilog). Teje, die große königliche Gemahlin von Amenophis/Amenhotep III., war bei der Geburt Tutanchamuns ca. 46 Jahre alt, was sie als seine Mutter, erst recht auch damals, biologisch höchst unwahrscheinlich macht. Darüber hinaus haben DNA- und CT-Untersuchungen gezeigt, dass Tutanchamun ein Sohn von Amenophis IV./Amenohotep IV./Echnaton (Grab Nr. 55 KV) war. Bei der Mumie der „Younger Lady“ im Grab 35 des Tals der Könige (KV) handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Tochter Amenophis III. und Tejes, also um eine Schwester von Echnaton, mit der er DNA-analytisch Tutanchamun gezeugt haben dürfte.
Für eine angeblich unglückliche Ehe mit seiner Großen königlichen Gemahlin, Anchesenamun, und über zahlreiche Nebenfrauen Tutanchamuns gibt es in der Geschichtsforschung keine Hinweise. Im Roman ist Anchesenamun seine eigentlich deutlich jüngere Nichte, in Wirklichkeit aber seine Halbschwester, nämlich die 3. Tochter seines Vaters Echnaton mit seiner Stiefmutter Nofretete und bei der Eheschließung (im Kindesalter) 3 oder 4 Jahre älter als er. Anchesenamun bringt, historisch tatsächlich belegt, nur eine nicht lebensfähige Frühgeburt und eine Totgeburt zur Welt, deren Mumien in dem berühmten Grab des Tutanchamun (Grab Nr. 62 KV) gefunden wurden. Im Roman begehrt Tutanchamun eine Sitiah, die fiktive Tochter des von ihm selbst eingesetzten Vizekönigs von Kusch (Nubien), die auch ihn seit Kindheit liebt.

Im Buch bringen sich der Militäroberbefehlshaber Haremhab zusammen mit seiner späteren Gemahlin, Mutnotjemet, Ejes zweiter Tochter und Halbschwester von Nofretete, allmählich in Stellung, durch kriminelle Machenschaften Pharao zu werden.
Aber Eje, Tutanchamuns bezeugter unmittelbarer Nachfolger auf dem Pharaonenthron, eigentlich sein Stiefgroßonkel, im Roman sein Onkel heiratet zum Schein seine Enkelin Anchesenamun nach dem Tod Tutanchamuns, um seine Thronbesteigung zu legalisieren, obwohl ihr hier die sogenannte Dahamunzu-Affäre (vielleicht war es auch Echnatons Frau Nofretete, Nebenfrau Kija oder Tochter Meritamun) zugeordnet wird.

Im letzten Viertel des Romans nimmt die Spannung deutlich zu. Phantasie und Fiktion vermischen sich in schriftstellerischer Freiheit mit historisch bezeugten Fakten immer mehr. Ein lesenswertes Buch, ohne Angabe von Seitenzahlen(?), in gepflegter Sprache und hinreichender Spannung, sofern die historisch bewusst verfälschte Genealogie nicht stört.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 31, 2015 12:09 AM MEST


Die Barke des Re - Die Strafe des Seth -: Dritter Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten
Die Barke des Re - Die Strafe des Seth -: Dritter Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten
von Anke Dietrich
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Rächer, 26. März 2015
Der letzte Teil dieser Romantrilogie befasst sich zunächst einerseits weiterhin mit der Abwehr des erfundenen Attentatkomplotts auf Pharao Ramses VII. durch seinen Onkel Sethherchepeschef (Sethi) und andererseits mit den Vorbereitungen auf einen nicht bezeugten Verteidigungskrieg gegen die Seevölker von den Inseln aus dem Mittelmeer („Großes Grün“). Dabei spielt Meritusir, die Abgesandte der Götter aus der Zukunft und Frau des Hohepriesters, Amenhotep, vom Abydostempel, wieder eine Hauptrolle, da ihr neben Osiris nun auch dessen Bruder Seth erscheint und zur Hilfe kommt. Mit List und Tücke gewinnen die Ägypter den Krieg, aber Ramses VII. wird nach der Schlacht tödlich verletzt. Eigentlich war die nur sieben- oder achtjährige kurze Regierungszeit dieses Pharaos vor allem durch wirtschaftlichen Niedergang des Reiches gekennzeichnet und kriegerische Auseinandersetzungen sind nicht belegt. Meritusir wird von den Göttern wieder in die heutige Zeit zurückgesandt und lässt Amenhotep und ihren gemeinsamen Sohn zurück.
Über Ramses VII. und seinen ephemeren Nachfolger (sein Onkel) Ramses VIII. (Ramses-Sethherchepeschef) gibt es genealogisch, familiär und machtpolitisch sowieso kaum historisch belegte Fakten, wie im Epilog auch angedeutet, so dass für schriftstellerische Phantasie ausreichend Raum bleibt, wovon in gutem Sprachstil und reichlich Spannung auch ein wenig ausufernd Gebrauch gemacht wird, was im Hinblick auf die Protagonisten nicht Jedem gefallen dürfte. Am Ende gelangt ein Bruder Ramses VII. als Ramses IX. (Ramses-Chaemwese) mit Schwestergemahlin, Baketwerel, auf den Pharaonenthron.


Die Barke des Re - Der Wunsch des Re -: Zweiter Teil der Roman-Trilogie aus dem altem Ägypten
Die Barke des Re - Der Wunsch des Re -: Zweiter Teil der Roman-Trilogie aus dem altem Ägypten
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geliebt von Osiris (Meritusir), 26. März 2015
Nachdem Pharao Ramses VII. erfahren hat, dass das Grab seines Vaters, Ramses VI., aufgebrochen, beraubt und geschändet wurde, berät er sich mit seinem Freund, Amenhotep dem Hohepriester von Abydos, und dessen auch baumeisterlich sehr kenntnisreichen Dienerin, Sat-Ra, ein einbruchssicheres Grab zusätzlich zum Tal der Könige unter dem Tempelgebiet von Abydos als tarnendes „Zweitgrab der Jahrmillionen“ bauen zu lassen, was allerdings nicht bezeugt ist. Offiziell wurde sein bescheidenes Grab (KV 1, Kings Valley 1) im Tal der Könige gefunden.
Amenhotep wird vom Pharao auch zum obersten Baumeister des Landes ernannt und Sat-Ra wird von ihm aus der Sklaverei in die Freiheit entlassen und erhält von nun an den Namen Meritusir (geliebt von Osiris). Andeutungen lassen erkennen, dass Meritusir aus einer Zeit weit in der Zukunft stammt und von den Göttern in die Ära der 20. Herrscherdynastie des alten Ägypten geholt wurde.
Sethi (Sethherchepeschef), der Onkel des amtierenden Pharaos und dessen Nachfolger für nur 1 Jahr als Ramses VIII., ist der wohl historisch bzw. ägyptologisch am wenigsten bezeugte Herrscher der Ramessiden in der 20 Dynastie. Es ist von ihm eigentlich nur gesichert, dass er, wie Ramses IV. und VI. auch ein Sohn von Ramses III. war. Im Roman spielt Sethherchepeschef (Sethi) aber in schriftstellerischer Freiheit keine geringe Rolle. Er will Meritusir unbedingt auch sexuell besitzen und würde sie dafür sogar heiraten. Bint-Anat, die Halbschwester des Pharao, begehrt dagegen seit Jahren den Hohepriester, Amenhotep. Sethi (Sethherchepeschef) plant mit diversen Gehilfen die Beseitigung von Amenhotep und seinem Neffen, Ramses VII., wobei die ersten beiden Attentate auf den Pharao fehlschlagen.

Auch dieser Band ist wegen seines flüssigen Schreibstils sehr lesenswert und macht neugierig auf den dritten und letzten Band.


Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris -: Erster Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten
Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris -: Erster Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten
von Anke Dietrich
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Machtkämpfe, 26. März 2015
Der Roman spielt in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts v. Chr. während der 20. Herrscherdynastie (sog. Ramessiden). Als Pharao regiert zunächst Ramses VI. und dann sein Sohn Ramses VII., der im Buch vor der Krönung Itiamun heißt. Bezeugt ist eine Schwester von Ramses VII., namens Isis, wobei nicht geklärt ist, dass er, wie im Roman, mit dieser verheiratet war und Kinder hatte, zumal sein Nachfolger kein Sohn von ihm, sondern sein Onkel als Ramses VIII., im Roman zunächst Sethi (Sethherchepeschef) heißend, wurde.
Im Buch spielen fünf historisch nicht belegte Halbgeschwister von Ramses VII. ( 3 Brüder, 2 Schwestern) auch noch eine gewisse Rolle
Die Spannung in diesem Roman wird anfangs von Machtkämpfen im Tempel des Osiris in Abydos und richterlich verfolgten verbrecherischen Machenschaften von Holzkaufleuten in Theben getragen. Danach steht das Attentat auf Amunhotep, oberster Hohepriester des Abydos-Tempels und sogenannter einziger Freund des Pharao, neben der Figur der Sat-Ra, einer leibeigenen Dienerin (Sklavin), im Vordergrund der Handlung. Letztere besitzt ein sehr großes Wissen noch unbekannter Herkunft, war lange Zeit ungläubig und wurde dann von Osiris erleuchtet, der ihr persönlich erschien und sie durch seine göttliche Kraft mit einem für alle sichtbaren „Tatoo“ auf dem Oberarm zeichnete, was ihr sogar beim Pharao Anerkennung und Rücksichtnahme einbrachte.
Das Buch ist auch wegen seines Sprachstils sehr lesenswert und macht Vorfreude auf den zweiten Band.


Am Horizont der Sonne
Am Horizont der Sonne
Preis: EUR 15,99

3.0 von 5 Sternen Ein spannendes "Märchen", 6. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Am Horizont der Sonne (Kindle Edition)
Auch wenn die Autorin nach dem Epilog ausdrücklich darauf hinweist, dass keine historische Dokumentation, sondern ein vor historischer Kulisse spielendes Märchen" vorliegt, sind die genealogischen Zusammenhänge von etwas zu großer schriftstellerischer Freiheit geprägt. Beispielsweise wird Nofretete auch Kija genannt, obwohl letztere möglicherweise die bedeutendste Nebenfrau ihres Gemahls, des Pharaos Echnaton (=Amenophis/Amenhotep IV.), eventuell sogar seine Schwester und höchstwahrscheinlich die Mutter Tutanchatons (amuns) gewesen war (jüngere Dame" im KV 35).

Pharao Echnaton wird als unausgeglichener, geisteskranker und böser Mensch beschrieben, der seine Mutter, Teje, und zwei seiner Töchter, Maketaton und Anchesenpaaton (fast), vergewaltigt haben soll, um unbedingt einen männlichen Nachfolger zu zeugen, obwohl er tatsächlich eher zu Nofretete und seinen sechs Töchtern familiär friedliebend, religiös durchgeistigt, pazifistisch und ohne Nofretetes Stärke ein schwacher Mensch und Herrscher gewesen sein soll. Seine Mutter, Teje, war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weder die Mutter Tutanchatons noch Semenchkares, wie im Roman dargestellt. Semenchkare, namentlicher Nachfolger Echnatons auf dem Pharaonenthron, könnte, neben anderen Herkunftstheorien, der ältere Bruder des Tutanchaton (Mutter: auch Nebenfrau Kija), aber auch ein männliches Synonym für Nofretete als Mitregentin und Nachfolgerin des Echnaton gewesen sein.
Sehr viel Fantasie entwickelt die Autorin für einen historisch nicht belegten viel längeren Lebensweg des Pharaos Tutanchamun, der eigentlich nur 18 oder 19 Jahre alt wurde. Als Jugendlicher kehrt er von einem Jagdausflug nicht zurück, bei dem er nach heutigen Erkenntnissen wohl zu Tode kam und lebte stattdessen im Roman für einige Jahre unerkannt in den Niederungen seines Volkes; bei seiner Rückkehr als junger Mann war sein Stiefgroßvater, Eje, bereits Pharao gewesen und gerade verstorben, obwohl letzterer laut Geschichtsschreibung eigentlich sein Nachfolger auf dem Thron war. Tutanchamun hatte mit seiner großen königlichen Gemahlin, seiner Halbschwester Anchesenamun, keine überlebensfähigen Nachkommen, schon gar nicht Töchter, die ins heiratsfähige Alter gelangten und führte auch keinen Krieg gegen die Hethiter an. Im Roman wird namentlich mit dem späteren Ramses I. und seinem Sohn Sethos I.bereits ein Übergang in die 19. Dynastie hergestellt, da Tutanchamnun erst als alter Mann ungefähr zeitgleich mit Haremhab seinem obersten Militärbefehlshaber stirbt, der ihn nach derzeitigen Erkenntnissen aber eigentlich ungefähr 25 Jahre überlebte und nach Eje davon ca. 20 Jahre selbst der letzte Pharao der 18. Dynastie war.

Das Buch ist interessant und spannend geschrieben und von den sehr zahlreichen Romanen aus der Amarna-Zeit auch sehr lesenswert, wenn man an der bewussten Veränderung ("Märchen vor historischer Kulisse") historisch und genealogisch belegter Fakten keinen Anstoß nimmt.


Die Grabräuber von Theben
Die Grabräuber von Theben
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Ein Kriminalroman, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Grabräuber von Theben (Kindle Edition)
Der spannende, gut geschriebene Roman spielt gegen Ende des 12. Jahrhunderts v. Chr. während der Regierungszeit von Pharao Ramses IX. in der 20. Dynastie; der König wird nur sporadisch ohne Bedeutung erwähnt.
Im Mittelpunkt der handelnden Personen stehen einerseits die beiden Bürgermeister von Theben: Theben/Karnak Ost namens Pa-Ser und Theben West/Nekropole namens Paveru (historisch auch Pawer’a geschrieben). Anderseits sind der Polizeichef der nubischen Medjai-Wache, Bakwerel, dessen Bruder, Merib, Anführer der Hehler von Grabraubgütern, und der Grabräuber, Amenpanufer, Hauptpersonen des Romans. Auf der Seite des Rechts der strafverfolgenden Personen für die Grabplünderungen stehen Pa-Ser, der Hohe Priester, Amenophis, und der undurchsichtige Wesir, Cha-em-Waset. Die korrupten federführenden Verbrecher sind Paveru und Bakwerel. Die Grabplünderungen in dieser Zeit sind ägyptologisch belegt und wiederholen sich in großem Stil noch einmal zu Zeiten von Ramses XI. ein paar Jahre später. Grabräuber wurden seinerzeit mit dem Tode durch öffentliche Pfählung bestraft. Die im Buch gut aufgebaute Spannung mit Sittenverfall, Korruption und Erpressung in der altägyptischen Gesellschaft erinnern an einen sozialkritischen Kriminalroman, der sehr lesenswert ist.


Die Tochter des Pharao
Die Tochter des Pharao
von Joan Grant
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Fantasy-Roman?, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Pharao (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman der Engländerin, Joan Grant, wurde bereits vor dem 2. Weltkrieg veröffentlicht. Er zeichnet sich in der deutschen Übersetzung durch eine bemerkenswerte Sprachfülle aus und spielt vor ziemlich genau 5000 Jahren im Alten Ägypten zu Beginn der 1. Herrscherdynastie. Über weite Strecken, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbildung der Hauptperson (s. Romantitel: Die Tochter des Pharao) zur Priesterin des Totengottes Anubis, erinnert das Buch ein wenig an einen Fantasy-Roman.
Der Versuch einer genealogischen Einordnung der im Buch agierenden Herrscher gestaltet sich hinsichtlich historischer Belege schwierig: Der 1. Pharao der 1. Dynastie war Aha und dürfte zusammen mit seinem Vater, Narmer aus der prädynastischen Zeit (0. Dynastie), mit Menes gleichzusetzen sein. Der 2. gesicherte Pharao der 1. Dynastie trug den Namen Djer. Spekulativ könnte dazwischen aus einer Nebenlinie des Herrscherhauses ein König namens Atoti, im Roman Atet bzw. Za Atet genannt, regiert haben, der ein Sohn der ältesten Schwester von König Menes (Aha?) gewesen sein könnte, dessen Existenz aber nicht belegt ist. Seine Kinder, Sekhet-a-ra und ihr Bruder Neymar, die Protagonisten des Romans, folgten ihm auf dem Pharaonenthron, wohl bevor der leibliche Sohn des Aha, nämlich Djer, König wurde. Es erscheint fragwürdig, dass die Geschwister gleichberechtigt die Pharaonenkrone trugen, nämlich die weiße Krone für Oberägypten durch Seket-a-ra und die rote Krone für Unterägypten durch ihren Bruder Neymar. Im Verlauf der altägyptischen Geschichte waren einige wenige Gemahlinnen der Könige allenfalls nachgeordnete Mitregentinnen, wie z.B. Nitokris in der 6. Dynastie und Nofretete in der 18. Dynastie.
Insgesamt lässt der Roman nicht unbedingt Spannung aber bemerkenswerte übersinnliche Aspekte im Vordergrund stehen.


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