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Beiträge von Elke Seifried
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Rezensionen verfasst von
Elke Seifried

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Let's disco: Die schwer verrückte Geschichte von Valentin Plau
Let's disco: Die schwer verrückte Geschichte von Valentin Plau
von Andreas Hüging
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Wenn der Dschinn den Takt angibt und die 70er das Heute rocken, 24. September 2017
Endlich einmal ein Jugendbuch, das eine Lanze bricht für Kids und Teenies, die ein bisschen mehr auf die Rippen bringen, ich bin begeistert. Alle lässigen Typen sind einfach schlank war einmal, hier gilt „Let's disco, tanzen, Lebensfreude und Spaß haben, ganz egal wie.

Die Geschichte beginnt in einer Nacht voller Sternschnuppen und Valentin liegt mit der Absicht seine Wünsche auf allen Schnuppenschultern zu verteilen, nämlich pro Schnuppe ein Kilo abnehmen, im Rasen auf der Lauer. Über eine Sternschnuppenapp lernt er in dieser Nacht auch Luna auf Zack kennen, die ihm sofort den Kopf verdreht, hätte er doch auch so gerne eine Freundin. Ob es an seinem Vorsatz liegt, sein Leben zu ändern, oder an der Gehirnerschütterung, die er sich einige Tage später durch einen Fahrradcrash mit seiner Mitschülerin Louise, die arrogante Bürgermeisterstochter, einhandelt, wer weiß? Aus Langeweile während er sich von diesem Unfall erholt und Interesse, wie sein Vater seine Mutter abbekommen hat, stöbert er im Keller nach alten Tanzvideos aus dessen Jugend. Und scheinbar wie wenn in der Kassette ein Dschinn gewohnt hätte, „Ein verborgener mächtiger Geist, der die Körper anderen Menschen die unfassbarsten Dinge tun ließ“, kann sich Valentin nicht mehr der Tanz-Begeisterung entziehen und sein Leben ändert sich tatschlich schlagartig. Ausgestattet mit den Klamotten seines Vaters aus dem Jahr 1977, Schlaghose und Satinhemd samt Stiefeletten, verwandelt er sich in den selbstbewussten Val P., der schon schnell zum You Tube Star wird. Aber wird er damit auch seine heimliche und immer größer werdende Liebe Luna gewinnen können, oder mag die nur Heringe?

Als Leser darf man mit Val nach dem Crash mit Louise zanken und gleichzeitig mit Luna liebe Nachrichten übers Handy austauschen. Man lernt auch Louise und ihre Probleme kennen, die ebenfalls ziemlich schwergewichtig sind. Ganz klar darf man auch Vals Aufstieg als Tanz Star miterleben, angefangen beim ersten Friseurbesuch über die zunehmenden You Tube Klicks bis hin zum finalen Fernsehauftritt. Man ist mit ihm und seinem besten Freund Pavlos unterwegs, deren Freundschaft eine harte Bewährungsprobe überstehen muss, und schließlich geht es auch darum, die richtige Dame fürs Herz zu gewinnen.

Der Sprachstil des Autors reißt den Leser von Anfang richtig mit. Die herzerwärmende, witzige und gefühlsvolle Geschichte hat Andreas Hüging in lockere Worte gepackt, die richtig Spaß machen. Es gelingt ihm hervorragend Emotionen darzustellen. Lebensfreude und Tanzfieber, wenn die Discokugeln glitzern und der Dschinn scheinbar auf so gut wie jeden überspringt, kommen hier genauso gut zum Ausdruck, wie tiefe Deprimiertheit, Liebeskummer und Ängste. Man darf unheimlich viel schmunzeln. Dafür sorgen zahlreiche witzige Szenen wie z.B. Pavlos Frage „Kann man mit dem Ding Souvlaki grillen? Oder Sardinen frittieren? beim Anblick des altertümlichen, schrankgroßen Videorekorders oder Friseurin Uschi, die aus Angst eine Klage an den Hals zu bekommen, wenn sie Val einen solchen Haarschnitt verpasst, schnell die Jalousien runterlässt, wenn er zu ihr in den Salon kommt. Ich hatte nicht nur einmal eine riesen Wut im Bauch, wenn Val, Pavlos oder Louise Erniedrigungen wie Walrosslady und Gyrosboy zu hören bekamen, weil Mobber leider noch nicht ausgestorben sind. Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Vergleiche, wie z.B. „fuhr seine Hand über ihren Rücken wie ein Scheibenwischer bei Starkregen“, geht Streicheln wirklich so? :O)

Der Autor transportiert zahlreiche Botschaften, wie z.B. welche Nachwirkungen kann ein unüberlegt ins Netz gestelltes Foto haben, wie sehr leiden Menschen, die gemobbt werden, warum echte Freunde so wichtig und die Fans im Internet vergänglich sind oder auch verkrampft abnehmen wollen, nur um anderen zu gefallen, klappt in der Regel nicht. Nicht alle müssen nicht schlank sein, oder “Magst du in etwa nur Heringe? Ich bin mehr so ein dicker Fisch, ein super Fang, will ich damit sagen, hihi!“

Val, Pavlos und auch Louise sind mir so richtig ans Herz gewachsen. Ich konnte mich super gut in Val hineinversetzen und habe so richtig mit ihm gefiebert, gelitten und mich für und mit ihm gefreut. Auch Louise, die alles andere als das arrogante Bürgermeistertöchterchen ist, ist ein richtig tolles Mädchen. Sie hat leider viel zu wenig Selbstbewusstsein, kämpft um Anerkennung und hat es sicher alles andere als leicht. Richtig, richtig um den kleinen Finger gewickelt hat mich Pavlos, der Val immer als guter Freund zur Seite steht, ihn unterstützt und beschützt, wenn es sein muss. Er ist, ebenfalls ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen, charmant, gewitzt und hat vor allem eines, ganz viel Gefühl. Auf ein Happy End für ihn habe ich mindestens genauso hingefiebert wie auf eines für Val.

Alles in allem eine tolle, mitreißende und auch spannende Geschichte, die Spaß und Lebensfreude vermittelt, mit dem Tanzfieber ansteckt und zeigt auf was es eigentlich wirklich ankommt.


Herr Mozart feiert Weihnachten: Roman
Herr Mozart feiert Weihnachten: Roman
von Eva Baronsky
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Weihnachten mit dem charmanten Zeitreisenden und Karolines Familie., 24. September 2017
Dies ist bereits das zweite Zeitreiseabenteuer des Herrn Mozart und ich war so begeistert, dass der erste Band „Herr Mozart wacht auf“ schon bestellt ist.

Wolfgang Amadé Mozart ist durch eine Zeitreise im modernen Wien gelandet. Mittel- und etwas orientierungslos betrachtet und kommentiert er diese Welt und versucht sich zurechtzufinden. „Nahezu alles, was ihm in den letzten – er zählte nach- zwanzig Tagen begegnet war, war an Absonderlichkeit nicht zu überbieten, ihm Vertrautes dagegen war abgeschafft, vergessen oder zu etwas gemacht worden, das er nicht verstand.“ Die Geschichte beginnt an Heilig Abend. Er fühlt sich einsam und „in seinem Hosenbeutel, der ihm als Geldbörse diente, herrschte indes die gleiche Ödnis wie im Küchenkabinett.“ Deshalb beschließt er sich am Stephansdom ein paar Münzen für eine warme Mahlzeit und einen Punsch zu erspielen. Die Menschen, alle in Hektik und bei den letzten Weihnachtseinkäufen, nehmen kaum Notiz von ihm, bis schließlich ein kleines Mädchen den Blick nicht mehr von ihm wenden kann. Karoline, die sich alleine auf den Weg gemacht hat, den Weihnachtsmann zu suchen, glaubt ihn in ihm gefunden zu haben und nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause.

Der gewitzte, lockere Schreibstil der Autorin hat mich schon auf der ersten Seite richtig begeistert. Zahlreiche Szenen, in denen er seine Verblüffung über moderne Dinge zum Ausdruck bringt, die er so nicht kennt, wie. z.B. die vielen bunten Päckchen, mit denen die Leute herumrennen, Veganer, was eine seltsame Krankheit sein muss, oder eine E Gitarre unter dem Weihnachtsbaum, haben mich zum Schmunzeln gebracht. Stellenweise musste ich sogar laut lachen, z.B. bei seinen Verteidigungsworten zum Thema „Mozart wird überschätzt“, Bach sei besser. „Die Größe des alten Bach soll mitnichten in Frage stehen. Doch frisst man, scheint mir, Mozartkugeln allenthalben. Von Bachkugeln, meine ich, geht nirgendwo die Rede.“

Super gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Botschaften, die in dieser humorigen, charmanten Weihnachtsgeschichte verpackt sind, wie z.B. „Dem Schenken schien nicht nur eine unermessliche Wichtigkeit zuzukommen, sondern auch eine Selbstverständlichkeit, die ihn erstaunte“, ist doch Weihnachten leider viel öfters Kommerz als Stille und Einhalten.“Ja nahm es denn ein Wunder, dass einem bei so viel Zennober der Sinn für Weihnachten entfiel?“

Wolfgang Amadé Mozart ist äußerst charmant und ich habe mich köstlich mit ihm amüsiert. Ihm liegt viel daran, in der Familie Zufriedenheit herzustellen und er ist ein äußerst sensibler Beobachter. Allerdings hat er auch menschliche Bedürfnisse und wenn der Magen knurrt, gilt daher „Bangigkeit überfiel ihn: Dass am Ende er es sein würde, für den nurmehr der Bürzel blieb.“ und auch der Freude über die beheizte Toilette wird mit „äußerst kommod“ kundgetan. Die kleine Karoline und ihr Glauben an den Weihnachtsmann ist herzallerliebst und gut hat mir z.B. auch „Schwester“ Hannah gefallen, die Mozart trotz ihrer ablehnenden Art mit seiner Musik um den Finger wickeln kann.

Alles in allem ein tolles Weihnachtsbuch, das mit einer charmant, amüsant und witzigen Zeitreise aufmerksam darauf macht, was eigentlich Weihnachten ausmacht.


Und jetzt auch noch Liebe: Roman
Und jetzt auch noch Liebe: Roman
von Catherine Bennetto
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Per Knopfdruck ins Wunderland, 22. September 2017
Emma schlappt tapfer zu ihrem zwölf Stunden Arbeitstag, während sich ihre Knalltüte von Freund, mit ein paar Bierchen und dem Überlegen von neuen bahnbrechenden Geschäftsideen durch den Tag mogelt. Er kann gut küssen, ist witzig, kann charmant sein und ganz sicher hat sie mit dem Lebenskünstler, von einigen Katastrophen, wie eine brennende Küche einmal abgesehen, mit ihm eine jede Menge Spaß. Als sich dann aber die Tatsache, dass das Ausbleiben der Regel an einer Schwangerschaft liegen muss, nicht mehr verdrängen lässt, entscheidet sich Emma dafür, dass ein Kind in einem solch chaotischen Leben nicht richtig aufgehoben ist. Mit den Worten „Ich werde dich nicht hindern, Teil unseres Leben zu bleiben, aber ich finde wir sollten uns trennen.“ schafft sie Tatsachen und trennt sich von Ned. Vielleicht den Hormonen geschuldet, vielleicht auch weil der Demütigungen genug ertragen, macht sich Emma wenig später auch bei der Arbeit von ihrem Frust los. Das hat gut getan, doch leider ist sie jetzt nicht nur den Vater, sondern auch den Job und damit ihr Zuhause, dessen Miete sie sich nicht mehr leisten kann, los. Herrliche Zukunftsaussichten!

Man lernt Emma kennen, erfährt mit ihr von der Schwangerschaft, räumt danach in ihrem Leben mit Lebenspartner Ned und ihrem Job auf. Man durchlebt mit ihr ein Tief und bekommt aber zum Glück den Tritt in den Hintern. Man darf sie auch bei ihrem neuen Aushilfsjob als Betreuerin für den kleinen Cousin Archie, der in einen BH-Zombie Film schauspielern darf, bei den Dreharbeiten begleiten. Das hätte ich persönlich nicht ganz so ausführlich gebraucht, aber mein Lesegenuss wurde dadurch nicht wirklich getrübt. Man übersteht mit ihr die neun Schwangerschaftsmonate, die von einigen Familienzusammenkünften, neuen Begegnungen und zahlreichen Aufs und Ab gekennzeichnet sind und schließlich auch noch die Geburt. Ich persönlich habe immer mehr darauf gehofft, dass sie sich in den „Richtigen“ verliebt, was mich neben unheimlich viel Stoff zum Lachen, so richtig an das Buch gefesselt hat.

Der Sprachstil ist spritzig und die Seiten fliegen nur so dahin. Witzige Sprüche, wie z.B. ein kritisiertes Modemantra „Zumindest bin ich nicht nackt“ und nicht nur einen schräg, spaßig, originellen Darsteller, machen das Lesen zum großen Vergnügen. Auch spitz, provokante Dialoge wie die Antwort „Nein das ist die Liveübertragung zur Gebärmutter einer Frau in Brasilien!“ auf die Frage ob das Baby auf dem Ultraschallmonitor ihres ist und lustige Szenen, wie z.B. beim Enthaaren, bei dem alle im Wartezimmer dank ihrer Mutter danach wissen, wo Emmas Problemzonen so liegen, sorgen für laute Lachtränen.“ Sicher ist einiges etwas überzeichnet dargestellt, aber genau auch das hat mir hier gefallen, weil ich einfach nur super viel Spaß mit diesem Buch hatte. Der Autorin gelingt es aber auch Gefühle toll darzustellen. Emmas Gefühlschaos, ihre Angst vor der Geburt, ihre Verzweiflung, ihr verletzter Stolz und auch die Schmetterlinge in ihrem Bauch, die sich neben dem kleinen Wesen breit machen, sind deutlich zu spüren.

Emma ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Die gutmütige Seele hat für Ned so eine Art Mama, die ihn finanziert und trotz hartem Arbeitstag versorgt, gespielt. Der mehr als leicht verpeilte Lebenskünstler konnte sie mit seinem Charme, seinem Witz und seinen abgefahrenen Geschäftsideen, wie z.B. ein Fürzüm“, das ungewollte Düfte mit Parfüm übertünchen soll, immer wieder um den Finger wickeln, was ich sogar zu weiten Teilen nachvollziehen konnte. Richtig ins Herz geschlichen hat sich bei mir auch Joe, Emmas WG Mitbewohner, der ihr sozusagen, betrunken an der falschen Haustür klopfend, zugelaufen ist. Mein kleiner Wonneproppen war Archie, Emmas vierjähriger Neffe, der mit seinem Sprachfehler und seinen Kommentaren immer wieder für Lachtränen gesorgt hat. So wünscht er sich z.B. einen „Ohrtrastmus“ zum Geburtstag, weil das eine Bombe ist, um die Mädchen und Jungen kämpfen und bei der es eine Party gibt, wenn sie losgeht. Fremdschämen, im positiven Sinne muss man sich für Emmas Mutter Diana, die taktlos, herrisch und peinlich ist, aber das Herz schon irgendwie am rechten Fleck hat. Auch alle anderen Nebendarsteller sind originell gezeichnet, bei Emmas Nachbarin Harriet angefangen, die ihr mit Megaphon, Wachhund Brutus und Videoüberwachung ausgestattet, Codewörter für ihren persönlichen Schutz anbietet, bis hin zu Freundin Helen, deren einzige Gedanken sich scheinbar um guten Sex drehen.

Alles in allem kann ich „Und jetzt auch noch Liebe“ wirklich nur allen empfehlen, die eine Liebesgeschichte ohne Kitsch suchen und dabei gerne ein perfektes Lachmuskeltraining bekommen wollen. Auf jeden Fall noch fünf Sterne für mich wert.


Mordswetter: Kriminalroman (Hauptkommissar Christian Bär und Reporterin Roberta Hennig)
Mordswetter: Kriminalroman (Hauptkommissar Christian Bär und Reporterin Roberta Hennig)
von Uli Aechtner
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

4.0 von 5 Sternen Blitzschlag, Hochwasser, Hagel oder doch ein Mörder?, 20. September 2017
Uli Aechtner hat mich mit ihren Krimis schon mehrfach gut unterhalten und deshalb war ich sehr gespannt auf den zweiten Fall für ihren Hauptkommissar Christian Bär.

Es geht mit einem fesselnden Prolog los, der vermuten lässt, dass ein Kajakfahrer bei einem Unwetter ums Leben kommt. Was hat die Leiche der jungen Frau, die wenig später auf dem Campingplatz gefunden wird, damit zu tun? Während Gerichtsmediziner Dr. Zimmer davon ausgeht, dass die Frau durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen ist, ist Bär aber noch nicht überzeugt, dass nicht doch jemand nachgeholfen hat. Ein Elektroschocker, bei dem Herzfehler der Toten wäre es ein Leichtes gewesen, das Gewitter auszunutzen. Als dann wenig später auch noch eine angeblich bei einem Unwetter ertrunkene Frau auftaucht, will er nicht weiter an Naturphänomene als Mörder denken.

Der Sprachstil der Autorin liest sich locker, leicht und die kurzen Kapitel fliegen nur so dahin. Zahlreiche Perspektivwechsel verleihen dem Krimi zusätzlich Fahrt. Faktenwissen zu Gewittern und sonstigen Wetterphänomenen werden auf eine leicht verständliche Art und Weise erklärt, so dass auch der Laie sich alles genau vorstellen kann, was mir gut gefallen hat. Gut gefällt mir auch, dass man ab und an schmunzeln darf, ganz besonders z.B. wenn Bär seine Schwester Lara auf die Schippe nimmt und die lackierten Schaufelbagger, mit denen sie die Damen in ihrem Nagelstudio versorgt, mit spitzen Worten kommentiert. Schauplätze werden gut erklärt und so konnte ich mir die Örtlichkeiten stets gut vorstellen, jedoch hätten ich mir bei den Ermittlungen den einen oder anderen erklärenden Satz mehr gewünscht. So konnte ich nicht alle Verhaltensweisen, bzw. weiteren Schritte richtig nachvollziehen, wie z.B. auch nicht, dass und warum der Mörder kommentarlos scheinbar ungestraft davon kam.

Christian Bär kannte ich ja bereits aus dem ersten Fall und dass er Roberta äußerst gerne sieht, wusste ich auch. Er kann seine Gefühle auch im Beruf nicht außen vor lassen, reagiert empathisch und verschießt sich meiner Meinung nach deshalb auch ein wenig früh auf Maik, den Gewitterfotografen und Freund der Toten am Campingplatz als möglichen Täter. Hat dieser etwas auf dem Kerbholz, muss Bär um Roberta Angst haben, oder stört ihn doch nur, dass Roberta so viel Zeit mit Maik verbringt? Roberta scheint auf jeden Fall starke Gefühle für Maik zu haben, trotz Bedenken, verteidigt sie ihn stets und wünscht sich auch ihm näher zu kommen, für mich ein wenig befremdlich, aber Gefühle kann man eben nicht kontrollieren. Gefreut habe ich mich darüber, dass auch Bärs Schwester Lara und ihr keckes Töchterchen Amelie wieder mit von der Partie sind und er sich immer noch so rührend um die beiden kümmert.

Klimaveränderungen, zunehmende Unwetterkatastrophen, das wird hier sehr ausführlich thematisiert. Man erfährt viel über Wetterstationen, Forschungsergebnisse, über Gewitter und Blitze aber auch über Hochwasserschutzmaßnahmen. So weiß ich jetzt z.B. an welchem Ort im Kongo es die meisten Gewitter gibt oder wie Rotterdam sich durch unterirdisch angelegte Reservoirs vor Überflutungen schützt. Ich fand die Informationen wirklich äußerst interessant, stellenweise raubte es allerdings in meinen Augen auch fast ein wenig die Spannung.

Regionalkolorit ist ebenfalls zu finden, so wird z.B. Frankfurts beste Eisdiele „Fontanella“ besucht, auf der Zeil zum Kleidung shoppen gegangen oder auch im traditionellen Café Weidenweber zwischen Bethmännchen, Stutzwecken und Frankfurter Haddekuche ausgesucht.

Alles in allem hatte ich gute Unterhaltung mit Mordswetter und weiß ab jetzt auf jeden Fall über Gewitter und Co um einiges besser Bescheid.


Mausetot im Mausoleum: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Mausetot im Mausoleum: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
von Lotte Minck
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Ein Fall, der Loretta mal so richtig an die Nieren geht, 18. September 2017
Lotte Minck ist für mich die Meisterin der Krimödie und mit ihrer Ruhrpott Reihe um Loretta Luchs und ihre Freunde hat sie mich schon mit dem ersten Band zum Fan gemacht. Ganz klar konnte ich mir auch den inzwischen neunten Fall unter keinen Umständen durch die Lappen gehen lassen und was soll ich sagen, wieder einmal ganz großes Kino!

Hier trifft es Loretta ganz besonders hart. Sie ist vom Liebeskummer gebeutelt, weil Pascal, nachdem ihre „Not“- Lügen wegen der letzten Ermittlungen aufgeflogen sind, scheinbar ganz ausgezogen ist, und vergräbt sich immer mehr. Ganz klar, darf auch eine Loretta mal Kummer haben, aber inzwischen machen sich ihre Freunde richtig Sorgen. Eine Beschäftigung muss her! Die Kameraausrüstung von Isolde und Maria scheint Loretta tatsächlich vor die Haustür zu locken und so lernt sie schon wenig später bei einer frühmorgendlichen Foto-Tour Stefan kennen, der ebenfalls auf der Jagd nach guten Motiven ist. Die beiden verabreden sich für den nächsten Tag auf einem alten Friedhof, klar mit schaurigen Skelettbildern kann man eine Loretta schon locken. Als sie ankommt, hat er sogar noch eine besondere Überraschung parat. Er liefert ihr ein ganz bizarres Motiv. Stefan aufgebahrt wie eine Leiche mitten im Mausoleum, überall rote Grablichter, fast wie echt. Dass man das nicht nur glauben könnte, sondern muss, ist schnell klar, denn das ist nicht für ein tolles Foto inszeniert, Stefan ist schon kalt. Ganz nach dem Rat der Astrologin, zu der ihre Freunde sie geschleift haben, nimmt sich Loretta vor, dieses Mal alle Ermittlungen Kommissarin Küpper zu überlassen. Als dann aber die mysteriösen Blumengrüße, die sie ans Auto bekommt, überhand nehmen und auch noch Pascal in Gefahr gerät, ist klar, dieses Mal steckt Loretta zwar nicht bei den Ermittlungen, dafür aber in dem Fall viel tiefer drin als gedacht.

Im neunten Teil hält sich Loretta bei den Ermittlungen wirklich gut zurück, aber als Leser begleitet man sie im Alltag und kann daher viel um den Stalker, den Mörder und das Motiv dahinter vermuten und rätseln. Natürlich muss man sich auch Sorgen, und das nicht nur einmal, um Pascal als auch um Loretta machen. Für beide wird es mehr als gefährlich. Für mich stand relativ schnell fest, wer hinter den Blumengrüßen und den weiteren Taten steckt. Trotzdem gab es noch die eine oder andere Überraschung und auch einige richtig spannende Momente. Schockierend empfand ich auch die menschlichen Abgründe, die sich aufgetan haben. Wobei bei mir sowieso der Spaß hier im Vordergrund steht und nicht ein möglichst spannender Fall zum Kombinieren und Rätseln.

Gut gefällt mir, dass man einmal wieder mehr Einblick in die Arbeit an der Sexhotline bekommt, Nachtschichten, warum den Firmensitz nicht preisgeben. Perfekt dargestellt ist auch die Begeisterung Lorettas für das Fotografieren. Da bekommt man beim Lesen sofort Lust sich auch eine gute Ausrüstung zuzulegen und auf Motivjagd zu gehen. Ich glaube ihr sogar, dass mit der entsprechenden Vergrößerung sogar die Haare am Fliegenhintern ein gutes Motiv abgeben.

Der locker, spritzige Sprachstil der Autorin macht einfach nur Spaß. Da hat schlechte Laune absolut gar keine Chance. Auch wenn Loretta wirklich Kummer hat und ihr dieses Mal der Fall mehr an die Nieren geht, wie gewohnt, mangelt es nicht an Situationskomik. Es tummeln sich unzählige witzige Sprüche und spitze Dialoge machen das Lesen zum großen Vergnügen, bei dem Lachtränen nicht ausbleiben. Astrologen, die die mit „drölfzig Millionen Prozent Gewinnspanne“ billige Kiesel aus dem Baumarkt als Kraftsteine mit Lederband verkaufen, ist z.B. nur eines ihrer göttlichen Vorurteile bevor sie die Orangerie betritt in der es diese Lebensberatung der besonderen Art gibt. Ganz klar sorgt auch Frank mit seinem Ruhrpott-Slang für unzählige Schmunzler. So ist er z.B. der Falsche, wenn Loretta Rat wegen ihrem Blumenverehrer braucht. „Bin ich etwa einer, der mit Blümskes irgendwelche Botschaften erzählt?“ „Als würd ich was von Blümskes verstehn, also echt. Ob die aufm Tisch stehen oder'n Becher mit Buntstifte…“

Für mich war es ja ein Wiedersehen mit alten, liebgewonnenen Bekannten. Ist Loretta sonst nicht unterzukriegen, muss man hier schon ganz schön mit ihr leiden, dafür darf man sich aber auch mit ihr fürs Fotografieren begeistern. Außerdem fehlen ihr auch in Trauerzeiten die spitzen Kommentare nicht. Toll ist, dass auch alle ihre Freunde in mehr oder weniger großen Rollen einmal wieder mitspielen dürfen, wenn auch Diana natürlich nur über Telefon. Ganz super Nebendarsteller extra für diesen Teil geben die Astrologin Stella und ihre Großmutter, die sich Madame Pythia nennt, ab.

Alles in allem wieder einmal ein absolutes Highlight am Lesehimmel der witzigen Krimi-Komödien, das bei keinem Loretta Fan im Regal fehlen darf und auch für Neueinsteiger eine echte Empfehlung ist.


Penny Pepper auf Klassenfahrt
Penny Pepper auf Klassenfahrt
von Ulrike Rylance
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

5.0 von 5 Sternen Wenn das Gebein modert und die Geister spuken, dann ist man wohl mit Penny auf Burg Schreckenstein, 17. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Penny Pepper auf Klassenfahrt (Taschenbuch)
Als großer Fan der Autorin und ganz besonders auch ihrer genialen Kinderbuch Reihe Penny Pepper konnte ich mir den sechsten Teil natürlich auf keinen Fall entgehen lassen und wie immer war auch die Klassenfahrt auf die Burg Schlotterstein ein mega Erlebnis.

Waren wir im letzten Band mit im Urlaub in Bella Italia, geht es auch dieses Mal wieder auf Reisen. Aber kein Eis, Strand und Sonne erwartet die jungen Detektivinnen, sondern Gänsehaut, seltsame Gestalten, Gräber, Fledermäuse und jemandem, der auf der Burg spukt. Ganz klar jemandem, denn Penny Pepper und Co wissen längst, dass es Gespenster gar nicht wirklich gibt. Aber wer lässt dann Türen zufallen, schreibt Botschaften an die Wand, verschiebt Mauern im Labyrinth, öffnet Falltüren und lässt Mäuse im Speisesaal frei?

Der Schreibstil ist pfiffig, spritzig und amüsant und liest sich locker leicht. Die Autorin nimmt einen schon auf der ersten Seite so richtig mit an Bord. Dieses Mal kann man zwar auch wieder viel raten, wer hinter dem ganzen Spuk stecken mag, Verdächtige gibt es mehr als genug, aber passend zur Burg geht es hier eher unheimlich zu. Katakomben, Falltüren, Labyrinthe, gesperrte Bereiche, da kommt schon mal Gänsehaut auf. Man begleitet Penny und ihre Mädels und Hunde wie immer mit bei ihren Ermittlungen, stellt Vermutungen auf, überprüft, kombiniert mit ihnen und überführt zum Schluss natürlich den Täter. Ganz nebenbei geht es hier auch noch darum, den drohenden Verkauf der Burg abzuwenden. Einmal angefangen zu lesen, mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mein heimliches Highlight, das Diktiergerät mit dem unersetzlichen Sprachfehler, der immer für Lacher sorgt, ist natürlich auch wieder mit dabei. Da wird aus „Die müssen kochen!“ schnell ein „Die küssen Knochen“ oder aus „Warum gibt es nicht mehr von deiner Sorte?“ ein „Warum liegst du nicht quer auf meiner Torte“.

Die pfiffige Penny, Marie, Flora und vor allem auch die dauerhungrige Ida sind mir schon längst alle ans Herz gewachsen. Ich habe mich auch riesig gefreut, dass die beiden Spürhunde Dschastin und Mailie trotz Verbot mit auf die Klassenfahrt konnten. Ohne die zwei hätte den Detektivinnen ja auch fast etwas gefehlt. In diesem Band hat sich Ole hervorgetan, ihm gebührt auf jeden Fall ein Dankeschön, hat er doch dafür gesorgt, dass Ida sich am Rittermahl auch den Bauch voll schlagen konnte.

Wie immer finden sich auch dieses Mal einige Worterklärungen zu schwierigen Begriffen, wie „Katakomben“ oder „Kemenate“, damit es auch bei kleinen Lesern keine Verständnisschwierigkeiten gibt. Amüsant verfasst, erfährt man auf witzige Weise z.B. unter anderem auch, dass Meditieren nichts mit Tieren zu tun hat, sondern dass man wie eine Brezel verknotet da sitzt, die Augen zumacht und ewig lange nichts sagt, höchstens etwas brummt.

Bisher konnten die kleinen und großen Leser in jedem Band klasse Detektivtipps sammeln, dieses Mal gibt es Abwechslung, die gut zum Burgerlebnis passt. Neben einer Geheimschrift, die man auch gleich anwenden muss, wenn man die eine oder andere Botschaft enträtseln will, gibt es Wissen zu Möglichkeiten, wie man aus einem Labyrinth findet oder auch Tipps für perfekte Gruseleffekte. Gemeinsam mit drei, von Penny und den Mädels erprobten und für leicht befundenen, Rezepten für ein Rittermahl ist damit auf jeden Fall die nächste Geisterparty gesichert.

Die 144 Seiten Text verteilen sich auf elf übersichtliche Kapitel, die durch zahlreiche Illustrationen auch ungeübte Leser nicht überfordern. Die Geschichte eignet sich aber auch ganz hervorragend zum Vorlesen und bietet durch die gelungenen Illustrationen ganz viel zum Schauen und Staunen.

Der Comic Roman, kann wie immer mit jeder Menge Abwechslung bei der genialen Illustration punkten, die schon beim ersten Blick ins Buch richtig Lust auf Lesen macht. Es gibt viele tolle, witzige Schwarzweiß-Zeichnungen, die perfekt zur Geschichte passen und Wichtiges gekonnt visualisieren, schwarze Seiten mit weißer Schrift, wenn es besonders gruselig wird oder Tipps besonders auffallen sollen, Notizzettel, Infokästen, Listen und vieles mehr, sodass einem wirklich auf jeder Doppelseite ein anderes gelungenes Outfit des Textes entgegen schaut. Das muss einfach selbst den größten Lesemuffel ans Buch locken. Lisa Hänsch und Ulrike Rylance sind längst ein eingespieltes Team, das gemeinsam mit viel Herzblut ein perfektes Gesamtpaket nach dem andern abliefert. Wieder einmal bin ich völlig begeistert.
Auch Band sechs der Reihe ist für alle Penny Pepper Fans ein absolutes Lesemuss, aber auch für Neueinsteiger, da man auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, auf jeden Fall eine uneingeschränkte Fünf Sterne Empfehlung.


Vorübergehend verschossen: Roman
Vorübergehend verschossen: Roman
von Anke Maiberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen "Die Latte hoch gehängt. ... Hihi Wortwitz", 16. September 2017
Nellie schwebt im siebten Himmel, denn in wenigen Stunden werden sie und Tim sich gegenseitig vor dem Standesbeamten ihr Ja Wort geben und endlich im sicheren Hafen der Ehe landen. Während sich Nellie allerdings noch von ihren Freundinnen mit Maniküre und Gesichtsmaske aufhübschen lässt, zieht Tim mit seiner alten Schulfreundin Doro zum Junggesellenabschied um die Häuser. Da Tim die Reeperbahn schnell für langweilig erklärt, will Doro sich nicht lumpen lassen und nach einigen Stunden Flug stehen die beiden in Las Vegas. Wer kann, der kann! Dass „Das macht Spaß“ nicht das gleiche ist wie „ Das ist doch nur Spaß“, merkt Tim schnell als er mit einem Ring am Finger und einem Fetzen Kater im Hotelzimmer neben Doro aufwacht. Statt heiraten steht für ihn jetzt erst einmal die versehentliche Spaß Hochzeit annullieren auf dem Programm. Welch ein Glück, dass sein Zwillingsbruder Felix ihm wie immer den Hintern rettet und bei Nellie für ihn einspringt. War die Vertretung eigentlich nur für die Hochzeitsfeier geplant, bleibt Felix, als Tim weiterhin nicht auftaucht, nichts anderes übrig als mit Nellie auch die Flitterwochen nach Nizza anzutreten. Als Flitterwochen-Spezial-Verwöhnprogramm kann er ihr seine zuvorkommende, liebevolle Art, die Tim scheinbar nicht in petto hat, verkaufen, allerdings liegt Nellie ihm auch mit der Hochzeitsnacht in den Ohren. Wenn kalte Dusche, Herpes, Nacktmulle und die abtörnendsten Sachen der Welt vorstellen nicht mehr hilft…

Der locker, spritzige Sprachstil der Autorin hat mich schon auf der ersten Seite gefangen genommen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man darf unheimlich viel schmunzeln, sei es bei Szenen, wie wenn Oma Ilse mit Nellie am Dachboden steht und ihr als etwas Geliehenes ein kratzendes Etwas, das zwar wie ein „explodierter Wäschesack“ aussieht, aber ihr alter Brautschleier war, andrehen will, wenn man eine Beschreibung der „vom Zuckermangel biestig gewordenen Jet- Setterinnen“ bekommt oder Oma Ilse Telefon Notdienst betreibt und dabei mehr als Tipps fürs streifenfrei Fensterputzen auspackt. Auch originelle Wortschöpfungen wie „Kukibrain“, den Gebissreiniger fürs Gehirn, auch für hartnäckige seelische Beläge geeignet, haben mir super gut gefallen. Anke Maiberg gelingt es perfekt humorvoll zu unterhalten, aber mindestens genauso gut Gefühle beim Leser zu erzeugen, ich habe so richtig mitgefühlt. Zahlreiche berührende Momente, Hoffen und Bangen, Enttäuschungen wegpacken müssen, ein Fiebern um ein Happy End, all das hat mich an die Geschichte gefesselt. Eine Auflösung gibt es erst auf den letzten Seiten, ich konnte nicht vorher mit Lesen aufhören. Schön romantisch, aber alles andere als kitschig.

Nellie ist mir von Anfang an so richtig ans Herz gewachsen. Bei ihr hat sich der „Sinn für harmonieförderndes Nachgeben tief eingebrannt“ und mit ihrer gutmütigen, hilfsbereiten und natürlichen, unkomplizierten Art muss man sie einfach mögen. Auch Felix, der laut seinem Zwillingsbruder eher der Womanizer ist, zeigt schnell, dass das eine oberflächliche Einschätzung ist und dass hinter seiner Fassade ein gefühlvoller, zuverlässiger und wirklich toller Kerl steckt. Tim, dem Felix schon sein Leben lang den Hintern gerettet hat, ist ein verpeilter Kerl. Welch ein Glück, dass Nellie alles für ihn regelt. Auch die Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei den um veganes Büffet oder Spanferkel zankenden Eltern der Zwillinge angefangen, über Elvis-Kevin, der in Las Vegas weiß, wie er aus Spaß Geld macht oder Doro, die wohl nur glaubt, sich Tim erfolgreich aus dem Kopf geschlagen zu haben, bis hin zu Nellies Mutter, der ihr Töchterchen scheinbar viel zu langweilig ist. Deren Kommentare haben mir nicht nur einmal in der Seele weh getan. Mein Highlight unter den weiteren Mitspielern war aber eindeutig Oma Ilse. Bei ihr war wirklich so gut wie jeder Auftritt ein ganz großer Lacher und ich würde mich wie irre freuen, wenn ich auch eine solche Oma hätte, deren aufmerksamem Blick so gar nichts entgeht, die aber auch alles mitmacht.

Als Leser darf man in Nordfriesland residieren, darf mit nach Las Vegas und nach Nizza reisen und sogar ein Ausflug nach Friedrichstadt, das super schöne Holländerstädtchen ist mit dabei. Ich habe einiges wieder erkannt und das Flair der Gegenden ist gekonnt eingefangen.

Alles in allem hat mich Anke Maiberg mit ihrem „läufigen Erdmännchen“, ihrer witzig, gefühlvollen Story und ihrem spritzigen Sprachstil begeistert und das wird sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin sein.


Sami und der Wunsch nach Freiheit
Sami und der Wunsch nach Freiheit
von Rafik Schami
  MP3 CD
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Alles was Zeit hat wird gut" Hoffentlich, Zeit nehmen- kennenlernen und hoffen, 13. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Sami und der Wunsch nach Freiheit (MP3 CD)
Der Autor trifft bei einem befreundeten Ehepaar, das Scharif aufgenommen hat, auf diesen Flüchtlingsjungen aus Syrien. Er bietet ihm an, ihm für ein neues Buch von den „Wunden seines Freundes Sami zu berichten. Entstanden ist dadurch dieses bewegende Geschichte, die einen tollen Einblick in das Leben auf den Straßen Damaskus bietet und längst nicht nur von Wunden, sondern auch von Hoffnungen und kleinen Freuden berichtet.

Die Geschichten, die erzählt werden, erstrecken sich beginnend von der Kindheit, ja sogar Geburt, über die Schullaufbahn bis hin zu den Aufständen, die im Jahr 2012 aus dem Kinderaufstand heraus gingen bis hin zum Jetzt. Ich habe von Anfang an gefesselt zugehört, weil mich die Erzählungen so berührt haben, zunehmend konnte ich auch nicht mehr davon lassen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weiter geht. Ich habe richtiggehend mit gefiebert, ob sie den nächsten Schrecken überstehen, weil gerade Sami sich nicht beugen lässt, Scharif ihm als Freund immer zur Seite steht und für sie daher für die Freiheit nicht nur einmal ihr Leben riskieren. Alleine schon für diesen immensen Mut verdient Sami, aber auch alle anderen, die die Hoffnung nie aufgegeben haben, meinen größten Respekt.

Man bekommt einen Einblick, wie sehr das Regime die Menschen schon von Kindheitsbeinen auf zu Gefolgstreuen macht, die sich nicht aufbegehren trauen. Harter Drill in den Schulen, Überwachung durch den Geheimdienst, wie man es bei uns aus der NS und Stasi Zeit kennt, vorbeugende exemplarische Einschüchterungen, menschenverachtende Foltermethoden, die über das Vorstellbare hinaus gehen, all das sind Schlagworte, die man aus den Medien kennt. Hier bekommt der Schrecken aber Gesichter, was mich noch viel tiefer berührt hat und mir die Eindrücke daher sicher auch unvergesslich macht. Ich werde mich mit Sicherheit noch lange Zeit an den Postboten Elias, den Süßigkeitenverkäufer Hasan oder den Wärter, der einer Frau eine Rose ins dunkle Verließ gebracht hat, damit sie ihrem Sohn, der dort zur Welt gekommen, in Dunkelheit aufwachsen muss, lernen kann, wie eine Blume riecht.

Scharif erzählt allerdings seine Geschichten, ohne Mitleid zu erhaschen. Ich hatte auch das Gefühl, dass es ihm sehr wichtig ist, nicht zu sehr zu schockieren. Betroffen, aufmerksam machen und informieren, ich denke das war ihm wichtig, vielleicht auch seinen Freund unvergessen zu machen. Ich fühlte mich bei seinen Erzählungen, auch wenn er von den schrecklichsten Dingen berichtet hat, immer „wohl“, vergleichbar damit wenn man sich mit einem guten, lieb gewonnenen Freund unterhält.

Man erfährt nicht nur über das Terrorregime, sondern gerade auch durch Abschweifungen, zu denen sich Scharif bei seinen Erzählungen zum Glück immer wieder hinreißen lässt, auch unheimlich viel über die Lebensbedingungen vor Ort. Wie verhält man sich im Hamam, wo gehen kleine Jungs mit, was passiert, wenn sich ein armer Junge in eine wohlhabenderes Mädchen verliebt, welche Kinofilme werden geboten, was wird in der Schule gelehrt, wie ergeht es einem dort, wenn man einen Vater beim Geheimdienst hat und wie ohne? Dieses Kennenlernen Dürfen eines fremden Menschen und seiner Kultur, fand ich super interessant. Ich denke auch, dass genau das in unserer heutigen Zeit extrem wichtig ist. Nimmt es doch deutlich von der Angst vor Fremden, die in unserer Gesellschaft viel zu leicht für unnötiges Misstrauen, zu zahlreichen Vorbehalten und völlig unnötigen Problemen führen kann.

Als Leser bekommt man eine Art Gesprächsprotokolle geboten. Scharif erzählt, der Autor fragt ab und an und dies wird mit verteilten Rollen äußerst einfühlsam und mitreißend vorgetragen. Ich hätte den beiden Sprechern Nils Rieke und Wolfgang Berger noch ewig weiter zuhören können.


Schule ist doof - Johnny Depp
Schule ist doof - Johnny Depp
von Imboden Blanca
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

4.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne für den Auftakt einer genialen Schweizer Jugenbuchreihe, 12. September 2017
ch habe kürzlich „Tim Tabak“, den dritten Teil dieser Schweizer Jugendbuchreihe, gelesen und war hellauf begeistert. Deshalb war ich jetzt natürlich auch irre gespannt auf die Anfänge. Auch „Johnny Depp“, der erste Teil, konnte mich mit einer peppigen Aufmachung und dem lockeren Schreibstil begeistern, mit der Story an sich allerdings nicht ganz so sehr wie der dritte Teil, wobei meine Erwartungen aber auch sehr hoch waren.

In diesem Teil darf Johnny Depp erzählen. Depp ist der Spitzname, den ihm seine Mitschüler verpasst haben. Schon abstehende Ohren, unsportlich, gute Noten und dann auch noch Klavier spielen schießen einen auf der Beliebtheitsskala ganz klar eher nach unten wie nach oben, aber wenn dann auch noch der Papa Mathelehrer an der Schule und die Mutter mit Herz-Schmerz Musik und Jodeln in aller Munde ist wird es fatal. Seine Mitschüler mobben ihn und er träumt deshalb, „wenn Tim Tabak mir eine Zigarette anbieten und Sara Super ihre knallroten Lippen auf meine pressen würde. Anschliessend würde ich mit Georg Gepard auf das Matterhorn klettern, dort oben stehen und rufen „Das ist mein schönster Tag““. Kein Wunder, dass Johnny darum alles geben würde, schließlich haben die drei an der Schule das Sagen. Doch dann rückt die Erfüllung seines Traumes durch ein furchtbares Verbrechen in greifbare Nähe. Plötzlich gilt, „Auf einmal sitzen wir im selben Boot. Oder mindestens auf demselben See, denn strenggenommen ist Toms Boot ja ein ganz andres als meines. Und vor allem hat seines ein Leck, irgendwie…“

Als Leser begleitet man Johnny Depp und teilt seine Sorgen. Man darf mit in die Schule und leidet mit ihm unter dem Presserummel um seine Mama, die er deshalb nur selten für sich hat. Außerdem muss man sich mit ihm furchtbare Sorgen um sie machen, einen Plan aushecken und schließlich auch noch einen Musikauftritt hinter sich bringen.

Der spritzige, humorvolle Schreibstil liest sich locker, leicht. Johnny darf aus der Ich-Perspektive berichten, was dem Leser leicht macht sich in ihn hinein zu versetzen. Man kann sich auch alles gut bildlich vorstellen, dafür sorgen die zahlreichen Vergleiche wie „wirkt wie ein labbriges Cornflake“ oder „fad wie der weisse Reis beim Chinesen“. Gut gefallen haben mir auch Wortschöpfungen wie „klassisches Zwanzig-nach acht-Gesicht“, wenn die „Mundwinkel permanent nach unten hängen“. Wobei hier keiner ein solches Gesicht machen muss, denn es gibt auch viel zum Schmunzeln und freuen, sei es z.B. nur bei Johnnys absurder Idee seines nonstop rotierenden Gehirns, dass Außerirdische seine Mama geholt haben könnten, damit sie auch ihren fernen Planeten mit deren wunderbaren Volksmusik beglücken können, worüber er selbst lachen muss.

Die Geschichte ist um einige Seiten kürzer als der dritte Teil und Tim Tabak konnte mich dort so richtig für sich einnehmen. Ich befürchte ich habe in der falschen Reihenfolge gelesen, denn im Gegensatz dazu empfand ich Johnny eher ein bisschen blass, wobei aber durchaus nicht unsympathisch. Er ist ein typischer Teenie, der in der Schule als Außenseiter Probleme hat und um Anerkennung kämpft, obwohl er sicher ein prima hilfsbereiter Freund wäre.

Ganz nebenbei bekommt man einiges an Wissen, das man vielleicht nicht unbedingt braucht, das aber richtig Spaß macht, mit. So hat das Wort „geil“, z.B. seinen Ursprung bereits im Althochdeutschen, was ich ebenso wenig wusste, wie woher das Sprichwort „kalter Kaffee macht schön“ herkommt.

Dass die Geschichte in der Schweiz spielt, ist nicht zu verkennen. Da wird bei Verbrechen Lösegeld in Schweizer Franken, statt in Euro gefordert, da gibt es statt ß nur ss und auch Schweizerdeutsche Begriffe wie „parkieren“ sind zu finden.

Der erste Teil ist ebenfalls in einer Art liniertem Schulheft abgedruckt. Ganzseitige farbige Bilder zu einzelnen Protagonisten, Hintergrundgestaltung z.B. mit Schmetterlingen, wenn es um Schmetterlingsinvasionen geht oder kleine Bildchen, die den Text zum Inhalt passend illustrieren, bei einer gerupften Henne bei Gänsehaut angefangen, über den Schuh, der gerade in einen Hundehaufen tritt, bis hin zum Fisch mit Zigarette im Mund, gehören zum mehr als breiten Repertoire, das aber noch deutlich sparsamer als im dritten Teil eingesetzt wird. Aber auch hier macht schon der erste Blick ins Buch richtig Lust auf Lesen.

Alles in allem ein tolles Jugendbuch, das ich gerne empfehle und das aber, bestimmt auch meiner großen Erwartungshaltung aus Band drei geschuldet, bei mir nicht ganz an die fünf Sterne heranreicht. 4,5 Sterne


Marlenes Geheimnis: Roman
Marlenes Geheimnis: Roman
von Brigitte Riebe
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eva Menzel, das mittelose Flüchtlingsmädchen aus dem fernen Nordböhmen und ihr Geheimnis, 11. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Marlenes Geheimnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die 34-jährige Pharmavertreterin Nane, die kurz vor dem Burn Out steht, kommt mit einem schlechten Gewissen in Lindau am Bahnhof an. Viel zu lange war sie schon nicht mehr hier und jetzt zu spät „um mit ihrer Großmutter endlich Frieden zu schließen. Aber immerhin konnte sie sie anständig beerdigen.“ Sie gabelt ihre Mutter Vicky und am Parkplatz eine verletzte Hündin auf und macht sich auf den Weg zu Tante Marlene. Diese betreibt eine florierende Schnapsbrennerei, das Erbe von Mutter Eva, die nach dem Krieg, als vertriebene Sudetendeutsche in Rickenbach gemeinsam mit einem Obstbauern ihre neue Existenz aufgebaut hat. Schon bei der Ankunft ist das unterkühlte Verhältnis der beiden Schwestern Vicky und Marlene mehr als genau zu fühlen. Ein verletzender Streit lässt nicht lange auf sich warten und das war erst „furioser Auftakt im Krieg der Schwestern“. Kurz vor der Beerdigung bekommt Nane durch Marlene einen Brief von Großmutter Eva, darin enthalten ihre „Lebensbeichte“, die Nane hoffentlich besser verstehen lässt versehen mit dem Wunsch unter den Schwestern für Frieden zu sorgen.

Die Autorin bedient sich zweier Zeitebenen. Im Jetzt erlebt man mit Nane die Beerdigung, geht mit ihr und Marlene gemeinsam auf die Obstplantagen, sorgt bei ihr, durch Treffen mit den Nachbarn Benteles, trotz jahrelangem Familienstreit, für Ärger, darf mit ihr die hübschen Männer am Bodensee genauer unter die Lupe nehmen und natürlich auch auf Etappen in den Aufzeichnungen von Oma Eva lesen. Diese beginnen im Jahr 1938 und enden nach dem zweiten Weltkrieg. Hier erzählt Eva offen von ihrer ersten Liebe zu einem jungen Tschechen, von der Einnahme des Sudetenlandes durch Hitler, dem Kriegsende, dem Hass der Tschechen aufgrund des jahrelangen Unrechts, dass sie durch die Nazideutschen erfahren haben, dem Einmarsch der Russen, die anschließende Vertreibung über diverse Lager und schließlich ihrer Ankunft am Bodensee.

Es gibt viele Geheimnisse zu lösen, warum streiten die Schwestern so vehement, warum besteht die jahrelange Fehde zu den Nachbarn Benteles und was hat es mit dem unsympathischen Brenner, der bei Tante Marlene meint er sei der Chef, auf sich? Zusätzlich ergeben sich im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr neue Fragen, die geklärt werden wollen und die Spannung erzeugen. Um diese war ich froh, haben sie doch vor Längen, die sich bei mir beim Lesen zwischendurch fast einschleichen wollten, bewahrt. Die Erzählungen aus der Vergangenheit waren ganz besonders anfangs durch die junge Liebelei, die mit den Worten „Das mit dem Kind kannst du vergessen“, „Und mit mir reden lohnt immer“ beginnt, oft amüsant. Auch im weiteren Verlauf hat mich die Ehrlichkeit von Leni, die z.B. „Ich bin fünf Jahre alt und hatte Läuse. Deshalb sind meine Haare so kurz. Jetzt darf ich aber keine Seuche haben, sonst nimmt uns nämlich niemand auf“ sagen kann, wenn man ihr eintrichtert nichts von den Windpocken zu sagen um dann hinterher zu schieben „Nur das hier, schau doch mal, alles ganz rot. Und wie es juckt!“ oft zum Schmunzeln gebracht. Der überwiegende Teil erzählt aber von den schrecklichen Kriegserlebnissen, dem menschenverachtenden Verhalten, dem Selektieren, den menschenunwürdigen Transporten und den Grauen des Krieges. Diese sind sehr einfühlsam erzählt und mir sind nicht nur einmal fast die Tränen in den Augen gestanden.

Der locker, leichte Schreibstil der Autorin liest sich sehr flüssig. Sie beschreibt sehr anschaulich, sodass ich stets das Gefühl hatte selbst mit vor Ort zu sein. Auch Gefühle stellt sie äußerst gelungen dar, ich habe richtiggehend mitgelitten.

Nane war mir von Anfang an sympathisch und ich habe gerne mit ihr das alte Familiengeheimnis nach und nach gelüftet. Sie ist tierlieb, hilfsbereit und sitzt in mehrfacher Hinsicht zwischen den Stühlen. Mit den Söhnen der Benteles, Simon und Lukas, hat sie jahrelang die Ferien verbracht, jetzt sorgt allerdings jedes Treffen mit ihnen für Marlenes Unmut. Auch der Streit zwischen der und ihrer Mutter Vicky belastet sie. Marlene leidet nicht nur unter Alpträumen und kann wohl nicht aus ihrer Haut. Aber zahlreiche kleine Gesten zeigen, dass sie ihr Herz genau am rechten Fleck hat, nur scheinbar etwas darauf lastet. Mutter Vicky, die Unzuverlässigkeit in Person, war mir nicht besonders sympathisch. Schon allein damit, dass sie mit den Worten „Du bist nicht für das Elend der ganzen Welt verantwortlich“, Nane dazu bringen will, den verletzen Hund am Parkplatz zurück zu lassen, hat sie es sich mit mir verscherzt. Allerdings ist auch niemand umsonst so wie er ist. Die liebenswürdige, kämpferische Eva lernt man aus ihren Erzählungen kennen und ganz besonders ist mir dabei auch die kleine Leni, ans Herz gewachsen. Molly, Evas Freundin, ist richtig toll und es gab einige berührende Stellen die Freundschaft betreffend. Auch die anderen Nebendarsteller sind gelungen gezeichnet, beim charmanten Tierarzt Carlo angefangen, über Kathi mit ihrem kleinen Ben, die sich um Marlenes Haushalt kümmert, bis hin zu Künstler Ruppert, dem es gelingt das unvergleichliche, einnehmende Flair des Bodensees auf seinen Bildern einzufangen.

Aber das gelingt nicht nur Ruppert mit seinen Bildern, sondern auch der Autorin. Der Roman wirbt regelrecht für die Bodenseeregion. Tolle, mitreißende und einnehmende Darstellungen des Sees, der Obstplantagen versetzten den Leser direkt vor Ort.

Ganz besonders bei der aktuellen Flüchtlingslage halte ich einen Roman, der auf so berührende Art und Weise die Vertreibung Sudetendeutscher erzählt, für äußerst gewinnbringend. So steht für mich z.B. die Botschaft „es sei alles eine Frage der Einstellung. Schon immer habe es Menschen gegeben, die unfreiwillig ihre Heimat verlassen mussten. Und andere wiederum, die sie bei sich aufgenommen haben. Seit Anbeginn der Menschheit. Was wir hier durchmachen ist also nichts Besonderes. Vor uns ist es schon Millionen andere so ergangen, und nach uns wird es auch nicht anders sein.“, ganz klar hinter dem spannenden Familiengeheimnis.


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