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Rezensionen verfasst von
Fidei Defensor (Mannheim)

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Gods of War (Ltd. Edition, CD + DVD)
Gods of War (Ltd. Edition, CD + DVD)
Wird angeboten von tws-music-eu
Preis: EUR 9,85

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immerhin ..., 26. Februar 2007
Von Manowar gibt es kein schlechtes Album, auch "Gods of War" ist alles in allem ein gutes Album.

Aber ...

... mehr als 3,5 Sterne (aufgerundet sind das 4 Sterne) sind nicht drin, wenn man mal den Maßstab anlegt, der von der Band selbst in der Vergangenheit gesetzt wurde. Der Reihe nach:

Immerhin 16 Titel sind auf der limitierten Version enthalten. Da kommt doch Freude auf, endlich mal wieder ein richtiges Album.

1. "Overture to the Hymn of the Immortal Warriors" - eine Ouvertüre eben. Recht lang geraten, aber gut. Das Stück läßt auf Großes hoffen.

2. "The Ascension" - ist sozusagen eine zweite Ouvertüre und im Grunde eine Einleitung zu Stück Nr. 3, "King of Kings". Wäre wohl ehrlicher gewesen, das Ganze als ein Stück ("King of Kings") zu verpacken.

3. "King of Kings" - ist also die eigentliche Eröffnung im metallischen Sinne. Schönes Tempo, gute Gesangsmelodie mit ruhigem Zwischenteil, der wieder in ein Metalsolo übergeht, wie man es erwartet. Kombiniert mit der sonoren Stimme eines Erzählers in der Tradition von Dark Avenger, Bridge of Death oder Defender, bedient man sich alter Erfolgsrezepte. Richtig so, denn was anderes will man als Fan sowieso nicht.

4. "Army of the Dead, Part I" - wiederum eine unnötige Geschichte. Als Übergang zwischen zwei Liedern wird wieder was von Brothers that have died gejodelt. Braucht man nicht.

5. "Sleipnir" bekommt wieder eine Einleitung von der Erzählerstimme, diesmal ohne daß ein eigenes Stück daraus gemacht wurde. "Sleipnir" ist äußert gut gelungen, wiederum mit guten Gesangsmelodien und guten Riffs. Damit wären wir zwar schon beim 5. Stück der CD angekommen, das gleichzeitig genau genommen den zweiten "richtigen" Metal-Song darstellt.

6. "Loki God of Fire" - bemerkenswert ist, daß man mal ein mehr gitarrenlastiges Stück findet. Das kommt zwischen dem sonstigen instrumentalen Schlachtgetöse (das ja auch gut ist) erfrischend abwechslungsreich rüber.

7. "Blood Brothers" - hier ist sie, die Ballade. Ein schönes Lied, tolle Melodie, Manowar eben. Allerdings setzt nach meiner Auffassung "Heart of Steel" noch immer die Maßstäbe für Manowar-Balladen. "Blood Brothers" ist mir von der Mischung etwas zu gasangslastig geworden, ein ähnliches Manko wie bei "Master of the Wind". Dennoch gut gelungen.

8. "Overture to Odin" - eine Ouvertüre, ganz was Neues ...

9. "The Blood of Odin" - nach der Ouvetüre folgt eine knapp vierminütige Erzählung unserer guten alten Erzählerstimme. Es könnte jetzt mal wieder zur Sache gehen ...

10. "Sons of Odin" - man kapiert es langsam. Joey DeMaio hält Odin für einen sehr wichtigen Typen. Dieses Stück finde ich etwas flach. Das ändert sich immerhin gegen Ende des Songs etwas, wenn unser lange vermißter Erzähler wieder eingreift. Nicht schlecht, aber keines der Stücke, die man gezielt anspringt, wenn man sich mal die CD aus dem Regal greift und eine Prise Lärm genießen will.

11. "Glory Majesty Unity" - genau, "The Warriors Prayer" wird mal wieder aufgekocht. Erst wird man eine Minute lang darauf eingestimmt, daß wie immer Scheißwetter ist, wenn die Helden in die Schlacht ziehen, dann kommt unser Erzähler wieder, um von einer Hintergrundmelodie begleitet zu werden, bei der man das Gefühl nicht los wird, daß sie aus der Filmmusik zu "Der Herr der Ringe" geklaut ist. Total überflüssig, vor allem, weil tatsächlich am Ende das Gebet aus "The Warriors Prayer" eins zu eins nochmal kommt. Allerdings eine Spur kindischer als auf dem "Kings of Metal"-Album.

12. "Gods of War" - etwas gewöhnungsbedürftiger Anfang, gefolgt von einer Intonation der Wikinger-Seefahrt. Was mich besonders freut, ist, daß man mal wieder ein Stück findet, das ohne Double-Bass-Drum auskommt. Harte Stücke spielen, ohne auf's Tempo drücken zu müssen, war mal eine Spezialität der Band, man denke etwa an "Mountains".

13. "Army of the Dead, Part II" - die toten Kollegen dürfen ein zweites mal ran. Wenn's denn sein muß. Nach den ersten Klängen befürchtet man fast, nachdem "The Warriors Prayer" nochmal herhalten mußte, kommt jetzt das göttliche "The Crown and the Ring" nochmal zum Zug. Nein, das ist nicht der Fall, es handelt sich statt eines Aufgusses um ein weiteres vollkommen überflüssiges Stück. Auch egal.

14. "Odin" - nachdem Blood, Sword, Steel, Brothers, Kings usw. schon etwas verbraucht sind, heißen die Lieder diesmal also schwerpunktmäßig irgendwas mit Odin. Egal. Es handelt sich um ein weiteres Stück, das ohne großes Tempo auskommt, schön gitarrenlastig und abwechslungsreich ist. So ist's gut.

15. "Hymn of the Immortal Warriors" - natürlich nicht zu verwechseln mit der Army of the Dead, klarer Fall. Abermals eine schönes Stück, das sehr gut rüberkommt. Ich begebe mich mal auf's Glatteis: Meiner Meinung nach erinnert das Ganze sehr stark an Gamma Ray. Bestimmt stehe ich mit dieser Auffassung recht alleine da. Egal, Kai Hansen ist einer der ganz großen und Manowar darf auch mal stilistische Abwechslung bringen, ohne einem Dixieland-Klänge zumuten zu müssen. Insoweit ist das eine gelungene Sache.

16. "Die For Metal" - der Bonustrack. Tut mir leid, ich komme nicht drauf, aber irgendwoher kenne ich das Riff.

Lassen wir den sehr traditionell und deswegen gut klingenden Bonustrack mal außen vor, bleiben von 15 regulären Liedern letztlich nur 8 "richtige" Stücke, wenn man die Ouvertüren, toten Soldatenchöre und Erzählphasen mal weg läßt. Das ist auch noch in Ordnung. Auf "Kings of Metal" gab es auch Lückenfüller (Sting of the Bumblebee, The Warrior's Prayer), aber dafür bekam man auch "Hail and Kill", "Wheels of Fire" und "Heart of Steel" geboten. Auf "Gods of War" gibt es nun mal kein zweites "Hail and Kill" oder ähnliches und damit auch keine 5 Sterne.

Einen halben Stern Abzug gibt es noch für diese blödsinnige Schrift im Booklet. Kulanterweise wird zwar den dort verwendeten Schriftzeichen (Kenner der nordischen Mythologie werden über mich Unwissenden den Kopf schütteln) unser Alphabet gegenübergestellt, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mir den ganzen Kram zu übersetzen. Joey DeMaio würde das bestimmt nicht verstehen und darauf verweisen, welche Mühe man sich doch gemacht hat.

Keinen Abzug gibt's für das Cover, das seit Kings of Metal leider stagniert, für die Texte (wer sich daran stört, soll halt nicht Manowar hören, mir ist's inzwischen egal, ob man einen Wortschatz von mehr als 50 Wörtern verwenden sollte oder nicht) oder etwa für das Bandfoto, auf dem entweder Karl Logan seine Dritten nicht im Mund hat oder sich auf die Backen beißt, wie Blackie Lawless zu seinen besten Zeiten, um eine windschnittige Visage zu bekommen. Damit muß man halt leben.

Fazit: Die beste Band aller Zeiten hat hier zwar nicht ihr bestes Album geliefert, aber es gibt endlich wieder was ordentliches von unseren Helden, so daß wir gewiß sein können, daß die reine Lehre nicht untergegangen ist.


Quäl dich, du Sau. Die Autobiografie
Quäl dich, du Sau. Die Autobiografie
von Udo Bölts
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant für jedermann, 18. April 2006
Dieses unterhaltsame Buch kann jedem nur ans Herz gelegt werden - ob Radsportfan oder nicht. Über Anekdoten und wirklich interessante Einblicke in die Welt des Porfiradsports hinaus bietet es weit mehr:

Es beschreibt den sportlichen Werdegang und - viel wichtiger - die persönlichen Eindrücke und Empfindungen eines Musterprofis. Udo Bölts hat viele sportliche Erfolge vorzuweisen, stand aber nie derart im Mittelpunkt des Medieninteresses wie etwa Jan Ullrich oder Erik Zabel. Genau dies macht ihn aber zum sympathischen Helden, wobei sein größter Erfolg wohl in der Kontinuität und dem vorbildlichen in den Dienst der Mannschaft Stellen zu sehen ist. Das Aufstehen nach Rückschlägen, das Ausloten eigener Grenzen und schließlich das unbändig verfolgte Ziel, sich selbst zu übertreffen - diese Haltung, die ohne Eigenlob und ohne Überheblichkeit in dem Buch beschrieben wird, setzt ein Ausrufezeichen gegen den heutigen Zeitgeist, in dem Bequemlichkeit einerseits und andererseits das Vergöttern von "Superstars" in allen gesellschaftlichen Bereichen um sich greift.

Alles in allem handelt es sich hier um eine bereichernde Lektüre, aus der jeder für seinen Alltag Erkenntnisse gewinnen kann.


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