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Rezensionen verfasst von
Chieminko (Japan)

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Neutrino
Neutrino
von Frank Close
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neutrinojagd, 29. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Neutrino (Gebundene Ausgabe)
Was mir als Japanerin immer einfiel, wenn ich das Wort "Neutrino" vernahm, war der Kamiokande-Detektor, der in einer ausgedienten japanischen Mine aufgestellt wurde und Neutrinos aus unserer Sonne (1987+1995) sowie erstmals aus einer Supernova (1986) registriert hat. Masatoshi Koshiba (1926-), der Entwickler von Kamiokande, gewann mit 76 Jahren den Nobelpreis. Ein paar Tage nach dieser Nachricht erfuhr ich aus der Zeitung, dass ein noch älterer amerikanischer Physiker gemeinsam mit ihm den Preis erhalten hatte. Er soll die Neutrinos aber mit einer anderen Methode erhascht haben.

Das vorliegende Buch beginnt mit einem schönen Zitat aus der Nobelvorlesung des Physikers Raymond Davis(1914-2006), der sich mit unermüdlichem Fleiß auf die Suche nach Sonnenneutrinos machte und erst im Alter von 87 Jahren mit der Verleihung des Nobelpreises geehrt wurde.

Mir fiel das Buch in einer Bibliothek in Braunschweig ins Auge, deren unaufdringliche Schönheit mich bereits auf den ersten Blick fasziniert hatte. Besonders die prächtige Schlossbibliothek im Stadtzentrum überwältigte mich. Als Touristin verbrachte ich zuerst einfach eine Weile in dem gemütlichen Lesezimmer und nahm ein beliebiges Buch aus dem Regal. Ganz am Anfang des Buches stand: " Während Sie diese Zeilen lesen, werden Ihre Augen von Milliarden von Neutrinos nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch strömt...und merken Sie etwas davon?". Nein, davon merkte ich nichts. Ich las weiter. "die Neutrinos von der Sonne, die durch sie hindurch geströmt sind, seit Sie dieses Buch zur Hand genommen haben, haben inzwischen längst den Mars hinter sich gelassen. In wenigen Stunden werden sie die Grenze unseres Sonnensystems durchquert haben und in den endlosen Kosmos entweichen...wie haben sich diese geisterhaften unsichtbaren Stücke Nichts überhaupt zu erkennen gegeben? Wozu braucht sie Natur?" Hier habe ich mich schon entschlossen, mir das Buch zu besorgen, um es zu Hause in Japan durchzulesen.

Es fängt mit der Erzählung über die Entdeckung der Radioaktivität und deren drei Formen an. Allein in der Einführung werden zahlreiche große Wissenschaftler und deren Arbeit vorgestellt: Henry Becquerel (1852-1908), der Radioaktivität entdeckte, aber noch keine begriffliche Ahnung hatte.

Marie (1867-1934) und Pierre Curie (1859-1906), die der Frage nach der Quelle der Becquerel-Strahlung genau nachgingen. ( Der Begriff Radioaktivität geht auf sie zurück). Ernest Rutherford (1871-1938), der die bemerkenswerte Entdeckung machte, dass es drei Formen der Radioaktivität (Alpha-, Beta-, und Gammastrahlung ) gibt. Nun geht es um das bedeutende Phänomen des Betazerfalls, bei dem mit dem Elektron jeweils noch ein Neutrino emittiert wird, dessen Existenz man damals aber als realitätsferne Spekulation ansah. Daher nannte man es ein geisterhaftes Teilchen. Wer war dann der Prophet des geheimnisvollen Teilchens? "Beim Betazerfall sollte außer dem Elektron auch noch ein unbekanntes Teilchen entstehen, damit die Energieerhaltung funktionieren kann".

Diese mutige Hypothese stellte 1930 der österreichische Theoretische Physiker Wolfgang Pauli (1900-1956) auf, der eine Kiste Champagner darauf wettete, dass es sich niemals nachweisen ließe.

Inzwischen beschäftigen sich auch eine Reihe weiterer herausragender Wissenschaftler mit dieser Problematik: Niels Bohr (1885-1962), welcher der Meinung war, dass die Energie beim Betazerfall nicht erhalten bleibe. James Chadwick (1891-1974), der 1932 das Neutron als reines Kernteilchen entdeckte. Enrico Fermi (1901-1954), Namensgeber des Neutrinos, der der Wahrheit über den Betazerfall bereits auf der Spur war. Albert Einstein, dessen Formel E=m・c² die Welt umwarf.

Aber wegen des zweiten Weltkriegs geriet das Neutrino in Vergessenheit.

Dann tauchte der brillante italienische Physiker Bruno Pontecorvo (1913-1993) auf, der erkannte, dass der experimentelle Nachweis von Neutrinos nicht unmöglich ist, auch wenn es noch so schwierig erscheint. Hier betreten mit Pontecorvo viele ausgezeichnete Physiker die Bühne der Neutrinojagd.

Manche hatten großen Erfolg, andere blieben unbedeutend. Der Autor des Buches, Franz Close(1945-), ist selbst Teilchenphysiker und seit 2001 als Professor für theoretische Physik in Oxford tätig. Einige Jahre war er auch am CERN. Daher kannte Close manche Forscher im Buch persönlich, und dies hat viel zu der lebendigen Darstellung der verschiedenen Personen beigetragen.

Die Ersten, die Neutrinos schließlich nachwiesen, waren Frederick Reines (1918-1998) und Clyde Cowan (1919-1974), die sich von Pontecorvos Abhandlung hatten inspirieren lassen. Als es Ihnen 1956 gelang, das Neutrino am Kernreaktor nachzuweisen, teilten sie ihre Entdeckung per Telegraph an Pauli mit, der 25 Jahre zuvor das Neutrino postuliert hatte. Reines erhielt für seine 40 Jahre zurückliegende Entdeckung 1995 den Nobelpreis. Cowan erhielt zwar die Kiste Champagner von Pauli, aber keinen Nobelpreis. Das lange Leben bringt manche Menschen zu Ehren!

Apropos ein langes Leben, wo war denn unser Held Davis? Davis, der auch Pontecorvos Abhandlung las und dessen Vorschlag befolgte, hatte merkwürdigerweise keinen Erfolg. Warum nicht?

Um den Prozess seines Misserfolgs am Kernreaktor mit einem Chlordetektor 1955 bis zu seinem Nachweis des Sonnenneutrinos zu verstehen, lernt man die mit der Zeit neu entdeckten verschiedenen physikalischen Phänomene des Neutrinos kennen.

Entgegen meiner Erwartung endet das Buch nicht mit Davis' Erfolg, Neutrinos zu erhaschen. Langsam hatte ich den Eindruck, dass Davis in dem Drama die zweite Geige spielt. Close gesteht am Ende des Buches: "Ursprünglich hatte ich allein Raymond Davis' Suche nach den Sonnenneutrinos beschreiben wollen, ...nie wäre mir damals in den Sinn gekommen, dass der Held in dem Drama um die Neutrinos schließlich Bruno Pontecorvo heißen würde."

Zu Anfang hatten mich die vielversprechenden Sätze, die ich in der Bibliothek las, in die Höhle des Honigs gelockt, die sich aber nach und nach immer weiter verdunkelte. Statt eines süßen Dufts erwarteten mich dort viele komplexe physikalische Gesetze. Viele große Physiker und physikalische Prinzipien sind im Buch so zusammengepfercht, dass ich noch tiefere Runzeln auf der Stirn bekam. Zwar finde ich seine einzelnen Schilderungen gut, aber als Ganzes scheint das Buch eine Gemengelage all seiner Kenntnisse zu sein. Hätte Close als Buchautor diese komplizierte Wirklichkeit doch noch ordentlicher und geschickter zusammengefasst!! Es wäre mir eine Freude zu sehen, wie seinen weiteren Büchern dieser Spagat gelingt.


Krawumm!: Ein Plädoyer für den Weltuntergang
Krawumm!: Ein Plädoyer für den Weltuntergang
von Florian Freistetter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

5.0 von 5 Sternen Paradies der Kollisionen, 28. August 2017
Auf meiner Reise nach Köln bin ich dem vorliegenden Buch begegnet, dessen kitschiges Cover mir zuerst nicht gefiel. Allein wegen der Schriftgröße habe ich es nach meiner Heimkehr bestellt. Nach der Lektüre des Buches fiel mir ein Spruch ein: Der Schein trügt. Dem äußeren Anschein zum Trotz war das Buch absolut lesenswert.

Zuerst sehen wir in Kapitel 1 eine Kollision unheimlich kleiner Objekte: eine atomare Kollision in der Sonne. Es wird der Mechanismus beschrieben, nach welchem Wasserstoffkerne miteinander kollidieren, zu Helium fusionieren und dabei das Licht und die Wärme freisetzen, die für uns Menschen unerlässlich sind. So einfach wird das Phänomen der Kernfusion hier zusammengefasst, aber um es grundlegend zu verstehen, müssen wir verschiedene physikalische Prinzipien lernen. Dazu gehören auch schon wissenschaftliche Theorien des 20. Jahrhunderts: Die Relativitätstheorie sowie der Quantenmechanismus. Davon wusste ich natürlich nach dem Lesen dieses Kapitels. Es war erstaunlich, dass ich die zwei großen Theorien kennengelernt und, ohne eine Formel anwenden zu müssen geahnt habe, worum es geht. Freistetter schafft es fast auf eine magische Weise, uns ganz natürlich und ordnungsliebend die schwierigen Begriffe vertraut zu machen. Er erspart uns damit große Mühen.

In Kapitel 2 lernen wir, dass es sich bei der Entstehung des Mondes auch um eine Kollision, nämlich einer zwischen der jungen Protoerde und einem kleinen planetaren Körper handelt.

In den Kapiteln 3 und 4 geht es dann um Asteroiden, die die Laufbahn der Erde kreuzen. Welche Katastrophen geschahen auf der Erde durch Asteroideneinschlag? Welche Gegenmaßnahmen besitzen wir jetzt? Um gefährliche Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde von ihrem Kurs abzubringen, werden hier unglaublich originelle Ideen vorgestellt, die nach Freistetter aber vernünftig und realisierbar sind.

Wir blicken dann in Kapitel 5 weit über unseres Sonnensystem hinaus ins All. Wir erwarten naturgemäß, dass im All Zusammenstöße zweier Sterne häufig vorkommen, was aber in Wirklichkeit kaum geschieht, weil im Universum eine gewaltige Menge an Nichts vorhanden ist. Die Entfernungen zwischen Sternen sind nämlich zu groß, um Kollisionen zwischen zwei Sternen oft beobachten zu können. Trotzdem können wir hier sehen, was passieren würde, wenn zwei Sterne kollidierten. Stern ist nicht gleich Stern. Je nach Stern unterscheiden sich die Resultate eklatant und werfen die Frage auf: Was resultiert aus der Kollision zweier normaler Sterne? Was entsteht, wenn ein normaler Stern mit einem Roten Riesen, einem Weißen Zwerg oder gar ein Neutronenstern mit einem schwarzen Loch zusammenstößt?

Nach der Betrachtung dieser verschiedenen Kollisionsarten zweier Sterne simulieren wir in Kapitel 6, was bei einem Zusammenstoß zweier Galaxien passiert. Je mehr man sich dem Ende des Buches nähert, desto spannender wird es. So ist das letzte Kapitel fast unerträglich fesselnd. Freistetter scheint Kollisionen wirklich zu lieben. Alle denkbaren Arten von interstellaren sowie -galaktischen Zusammenstößen werden hier behandelt. Er versäumt dabei nie, uns die Hintergrundkentnisse zu geben, die wir jeweils benötigen. Seine Sprache ist klar und unterhaltsam. Ich kann gut verstehen, dass die Tochter der Frau, deren Rezension ich hier las, das Buch sehr gemocht hat. Ich jedenfalls habe schon ein weiteres Buch von Freistetter bestellt.


Das Weltgeheimnis
Das Weltgeheimnis
von Thomas de Padova
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie ein Film, 31. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
"Galilei richtete sein Teleskop auch auf den Saturn, der von allen sichtbaren Planeten am weitesten von uns entfernt ist, und sah die berühmten Ringe...Der verdutzte Galilei schaute und schaute, fokussierte und fokussierte, Nacht für Nacht. Schließlich deutete der den Saturn als dreifachen Köper mit einer grüßeren Kugel in der Mitte und zwei kleineren, gleich großen Kugeln an den Seiten, die beide den Hauptplaneten berührten. Nach einer verbreiteten Sitte seiner Zeit verschlüsselte Galilei seine Deutung in einem lateinischen Anagramm, das er an Johannes Kepler schickte, seinen Freund und führenden Astronomenkollegen."
(Seite 44-45)[aus dem "Die Lügensteine von Marrakesch"]

Das ist ein Zitat aus einem naturwissenschaftlichen Essay des amerikanischen Paläontologen, Stephen Jay Gould(1941-2002).
Seit ich die oben zitierte Schilderung gelesen habe, wollte ich noch mehr von den Beziehungen zwischen Galilei und Kepler wissen, daher habe ich das vorliegende Buch sofort bestellt.
Wie ich erwartet habe, findet sich auf der Seite 108 des Buches Galileis lateinisches Anagramm über dessen Buchstabenfolge Kepler sich vergeblich den Kopf zerbrach, deshalb eine Botschaft nach Padua schickte.

Wie reagierte Galilei darauf?

"Galilei antwortete nicht sofort darauf, sondern ließ ihn zappeln" (Seite 108).
Wie Kepler auch die verspätete Antwort von Galilei wieder reagierte und wie Galilei mit seiner Dreifach-Behauptung weiter umging, sind hier nicht beschrieben. Für dieses Buch ist es nur eine kleine Episode eines Fehlers von jungen Galilei. Aber dadurch sieht man eine Facette des jungen Galilei als ehrgeizigem Astoronom, der bei Kepler immer in hoher Achtung stand.
Die Konkrenz die Zusammenarbeit ist hier eines der interessanten Themen. Über die bahnbrechenden Leistungen, das Leben, die Mentalität von beiden großen Naturwissenschaftlern, sowie über die sozialen Hintergründe ihrer Zeit werde ich durch dieses Buch auch gut informiert. Als ich das Buch zu Ende las, kam es mir vor, als hätte ich mir einen prunkvollen Farbfilm angesehen, dem durch guten Schauspieler von stark individuellem Gepräge, schöne Architektur, Religion, Krieg oder herrliche Lautenmusik es an nichts fehlt. Und das alles während einer Epoche, in der die Kosmologie einen großen Aufschwung nahm.
Könnte ich mir doch so einen luxuriösen Film mal ansehen:


Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen
Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen
von Harald Lesch
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

4.0 von 5 Sternen Reportage über unsere Geschichte, 31. März 2016
Hier geht es um die Reportage über unsere ungeheuer lange Geschichte,die vor Uhrknall bis zur menschlichen Intelligenz reicht. Beim Lesen spüre ich, dass Harald Lesch ein sehr ernsthafter und ehrlicher Reporter ist, der den Leser zum grundsätzlich Verstehen zu führen versucht.

Denn im vorliegenden Buch sind wichtige Begriffe der Astrophysik nicht weggelassen, auch wenn einem Laien etwas schwer zu fallen scheint. Higgsfeld Quantentheorie, dunkle Energie Materie, schwarze Löcher u.s.w. können auf dem begrenzten Seiten allerdings nicht genügend erzählt werden. Aber wegen Leschs sorgfältiger Zusammenfassung bemerkte ich zumindest, dass mir die fundierten Kentnisse der Kosmologie fehlen, und ich bekam ein ganz neues Verständnis für die Entstehung und Entwicklung des Universums. Jetzt bin ich dazu angespornt andere Bücher von Lesch zu lesen und diese Thematik weiter zu vertiefen. Einen Stern Abzug gibt es aber, weil ich mir zusätzliche erklärende Grafiken und ein noch schönere Illustration auf dem Cover gewünscht hätte.

P.S.
In den Rezensionen gibt es negative Kritiken besonderes am biologischen Teil dieses Buches. Manche nennen "Im Anfang war der Wassestoff" von Hoimar von Ditfurth als viel besseres populäres Sachbuch. Es ist zwar ein gutes Buch, aber im Teil Kosmologie fehlt es an wichtigen astrophysikerlischen Begriffen, die zum Verständnis für die moderne Kosmologie unerlässlich sind. Ich finde den Vergleich dieser beiden Bücher von vornherein sinnlos, weil sie unterschiedliche Perspektiven haben.


Nobel-Frauen: Naturwissenschaftlerinnen im Porträt
Nobel-Frauen: Naturwissenschaftlerinnen im Porträt
von Ulla Fölsing
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Geniale - Frauen, 31. März 2016
Das Buch bietet einen kurzen Überblick über die Arbeiten und das Leben von zehn Nobelpreisträgerinnen für Naturwissenschaft(1903-1995) sowie fünf außergewöhnlich begabte Frauen, die aber an der Seite des eigenen Ehrmannes oder eines wissenschaftlichen Partners leer ausgingen. Die hier präsentierte zehn Nobelpreisträgerinnen sind:

Marie Curie (Physik 1903 und Chemie 1911)
Inene Joliot-Curie (Chemie 1935)
Gerty Theresa Cori (Medizin 1947)
Maria Göppert-Mayer (Physik 1963)
Dorothy Hodgkin-Crowfoot (Chemie 1964)
Rosalyn Yalow (Medizin 1977)
Barbara Levi-McClintock (Medizin 1983)
Rita Levi-Montalcini (Medizin 1986)
Gertude Elion (Medizin 1988)
Christine Nüsslein - Volhard (Medizin 1995)

Ihr anstrengendes Leben als Forscherin, ihre Lebensanschaungen sowie Ansichten als Ehefrau und Mutter langweilten mich nie. (Sechs von Ihnen sind verheiratet mit Kindern. Drei blieben ledig. Eine ist geschieden)

Habe ich allein das Gefühl, mehr über diese großen, aber weitgehend unbekannten Frauen erfahren zu wollen als die Nobelpreisträgerinnen? Diese fünf Frauen sind:

Mileva Marie
Lise Meitner
Chien-Shiung Wu
Rosalind Franklin
Jocelyn Bell Burnell

Mileva Marie ist als erste Frau als Albert Einstein schon bekannt. Es gibt sicher viele, die Rosalind Franklin durch das 1968 erschinene und großes Aufsehen verursachte Buch" Die Doppelhelix" von James Watson,(der Nobelpreisträger des Jahres 1962) kannten. Momentan interessiere ich mich persönlich sehr für Lise Meitner, die nach dem Buch alle Angebote ablehnte, in den USA an der Entdeckung der Atombombe mitzuarbeiten. Zum Glück gibt es schon viele Publikationen über sie.
Vor dem Lesen dieses Buches machte ich mir ein bisschen Sorge, dass es zu viele feministische Tendenz enthält, was aber unbegründet war. Ulla Fölsing stellt die Sachen oder Personen ganz natürlich und unvoreingenommen dar, und ihre Sprache ist klar und elegant, sodass ich es ohne Anstrengung sehr spannend durchlesen konnte.
Zuletzt nenne ich zur Information Nobelpreisträgerinnen nach 1995:

Linda B. Buck (Medizin 2004)
Fraqoise Barre-Sinoussi (Medizin 2008)
Caral W. Greider (Medizin 2009)
Ada E. Yonath (Chemie 2009)
May - Britt Moser (Medizin 2014)
Tu Youyou (Medizin 2015)

Und ich hoffe, dass es zukünftig keine Frauen mehr gibt, die im Schatten bleiben.


Die schönste Geschichte der Welt
Die schönste Geschichte der Welt
von Hubert Reeves
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein altes aber sympathisches Buch, 11. Dezember 2015
'Die schoenste Geschichte der Welt' beginnt mit dem 15 Milliarden Jahre zurueckliegenden Urknall (nach dem neuesten Ergebnis : 13.7 Md.), dem Zeitpunkt der Entstehung des Weltalls. Weitgehend befasst sich das Buch mit dem ersten Leben auf der Erde bis zur menschlichen Intelligenz. Den Ergebnissen dieses riesigen Zeitraums zu folgen, kam mir zuerst unmoeglich vor.
Aber zum Glueck ist es keine einseitige Erzaehlung von Experten, sondern der Text verlaeuft in Frage und Antwort. Dazu ist der Fragesteller kein Experte, scheut sich daher gar nicht, naive Fragen zu stellen. Oft kam es mir vor, als wuerde er anstelle von mir die Experten fragen, die den Laien die Fragen leichthin und allgemeinverstaendlich beantworten.

Das Buch gliedert sich in drei Teile, in denen drei Fachleute(der Astrophysiker Heubert Reeves,der Biologe Joel de Rosnay sowie der Palaeontologe Yves Coppens) Antworten auf die bestellten Fragen geben.

Erster Teil: Das Universum

1. Szene: Das Chaos
2. Szene: Das Universum organisiert sich
3. Szene: Die Erde!

Zweiter Teil : Das Leben

1. Szene: Die Ursuppe
2. Szene: Das Leben organisiert sich
3. Szene: Die Explosion der Arten

Dritter Teil : Der Mensch

1. Szene: Die afrikanische Wiege
2. Szene: Unsere Vorfahren organisieren sich
3. Szene: Der Siegeszug des Menschen.

Das Buch fesselte mich schon von Anfang an, brachte mich oft zum Schmunzeln, weil der Fragesteller nie darauf verzichtet, die uralte Frage nach dem Urknall hartnaeckig zu stellen:
Was gab es vor dem Urknall?
Hier geht es um den Ursprung der Urspruenge, den allerersten'
Der Ursprung steht also nicht fest?
Die Wissenschaftler weichen hier ein bisschen aus,nicht wahr? u.s.w.

Nach dem ersten Teil ist der beharrliche Fragesteller zwar ein braver Schuler geworden, aber es gibt immer noch naive Fragen, die mir sympathisch sind, wie z.B.

Die Natur geht in dieser Geschichte niemals rueckwaerts.
Sie rast vorwaerts, zum Komplexen hin.
Besitzt sie vielleicht ein Gedaechtnis?
Warum haben nicht auch die Pflanzen ein Gehirn entwickelt?
Gibt es nicht Momente, wo die Evolution anhalten moechte, wo das Reich des Lebendigen seine Stabilitaet finden kann'.?

Es handelt sich um ein "altes" Buch,(so werden z.B. die dunkle Energie, dunkle Materie noch gar nicht behandelt), daher ist es fuer Fortgeschrittene weniger geeignet. Aber fuer mich war es amuesant und lesenswert. Durch das Buch habe ich eine erste Uebersicht ueber die Entsteheung und Entwicklung des Universums sowie des Lebens bekommen.


Kleine Wunderwerke: Die unsichtbare Macht der Mikroben
Kleine Wunderwerke: Die unsichtbare Macht der Mikroben
von Idan Ben-Barak
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dank an Idan Ben-Barak!, 11. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Ob ich wirklich so einen wunderbaren Preis erhalten darf ?
Vielmehr haette man doch den Nobelpreis den Mikroben verleihen sollten . Ich selbst habe nur aus ihren Faehigkeiten etwas Nuetzliches entnommen '''
Diese Worte stammt von Satoshi Omura, der 80-jaehrige Nobelpreistraeger im Jahre 2015, der die ganze Zeit die Mikroben betrachtet und forscht, um mit Hilfe deren Eigenschaften die an Krankheit Leidenden armer Laender zu retten.

Wenn ich das Buch 'Kleine Wunderwerke' nicht gelesen haette, haette ich nie erfasst, was er damit gemeint hat. Aufs neu moechte ich mich fuer das Buch bedanken, das in mir Interesse und Verstaentnis fuer unsere unsichtbaren Mitbewohner geweckt hat.
Bereits vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch schon gelesen, und wollte dabei dessen Rezension schreiben, konnte es aber nicht. Weil ich keine Worte finden konnte, um ein so reichhaltiges Buch richtig darzustellen. Inzwischen sind hier einige erfolgreichen Rezensionen veroeffentlicht worden, die uns das Buch sehr gut vorgestellt haben. Jetzt brauche ich eigentlich nichts mehr hinzuzufuegen. Nur hoffe ich, dass ich das naechste Buch von Barak wieder mit grosser Bewunderung und Spass lesen kann.


Die andere Evolution
Die andere Evolution
von Lynn Margulis
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endosymbiose, 20. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die andere Evolution (Gebundene Ausgabe)
Der Titel “Die andere Evolution” klingt schon etwas herausfordernd.
Die Autorin erwaehnt im vorliegenden Buch “Entstehung der Arten” von Charles Darwin, und aeussert ihre Meinung dazu: aber mit dem Auftauchen neuer Arten befasst sich sein Buch in Wirklichkeit kaum (S.14).

Wodurch sind dann ueberhaupt neue Arten entstanden?

Die vor 4Jahren mit 73 verstorbene amerikanischen Biologin Lynn Margulis setzte sich ihr ganzen Leben mit Organellen auseinander, die sich ausserhalb des Zellkerns befinden, und damals kaum beachtet wurden.

“ Wieso finden sich in cytoplastischen Organellen, beispielsweise in den Mitochondrien oder in den Chloroplasten in Pflanzen ihre eigene DNA in einer “ einzigen” Zelle? Warum existiert wiederum DNA im Inneren eines Mitochondriums?”

Margulis wurde dadurch bekannt, dass sie auf diese Frage mit einer bisher unvorstellbaren Antwort reagierte.

Ihre Theorie, dass Mitochondrien oder Plastiden nicht immer ein Teil der Zellen waren, sondern frueher frei lebende Bakterien, die in der weit entfernten Vergangenheit von einer Wirtzelle verschluckt wurden ,aber dort ueberlebten, und sich letztendlich zu ihren Organellen entwickelten, wurde anfangs einfach ignoriert.

Alle Biologen glaubten unausgesprochen an „Verzweigung“ nach Darwin. An die von einer namanlosen jungen Forscherin beschriebenen „Verschmelzung“ hat damals niemand zu traeumen gewagt.

Und jetzt?
Man lernt ja heute in der Schule, dass Mitochondrien und Chloroplasten ursprunglich auch Bakterien waren.
Das Buch ist aber keine vollkomene Erfolgsstory.

Ein Teil ihrer Endosymbiontentheorie ist immer noch nicht ganz anerkannt :

Ihre unentwegte Behauptung, dass auch Fragellen frueher Bakterien waren,wird stark kritisiert. Manche bezeichnen sie als radikale Symbiogenetikerin. Margulis selbst gesteht im Buch die die Schwaechen ihrer Behauptung ein. Aber am Ende des Kapitels “Einzigartigkeit durch Einverleiben “ schreibt sie “ Ob nun die schlaengelunden Spirochaeten zum inneresten Kern unseres Wesens gehoeren oder nicht: Wir bleiben symbiontische Wesen auf einem symbiontischen Planeten.”(S.66)

Unter den vielen Kritiken hegt Rob Dunn, Associate Professer of Biological Sciences North Carolina State University, noch Hoffnung auf Margulis’ Flagellenhypothese und achtet sie als grosse Biologin: “Left uncertain,though, was the origin of the centrioles, cilia, and flagella. Margulis hangs tight to her original ideas, waiting for evidence, and continuing to look. Nearly everyone seems to doubt her theory for the origin of the centrioles, cilia,and flagella. Yet she presses on.
… one thing is certaion: the idea that our cells were compose of two separate and ancient lineages was heretical. It was a major new discovery. It fundamentally changed how we consider the workings of our cells. Lynn Margulis divided us, …(S.164 aus “Every Living Thing”)

Ich als Laie auf dem Gebiet, weiss nicht, ob heute schon geklaert ist, wie die Flagellen in der Evolution entstanden sind.
Unabhaengig von der Richtigkeit ihrer Flagellenhypothese beeindruckte mich ihre bahnbrechende Symbiontentheorie so tief, die man unumstritten als eine grossartige Leistung der Wissenschaft bezeichnen kann. Das Buch traegt autobiographische Zuege, wodurch ich u.a. erfuhr, dass Margulis mit Carl Sagan(1934-1996), einem americanischen Astronomen, Astrophysiker und Exobiologe, verheiratet gewesen war. Wer nur von ihrer Theorie noch mehr wissen moechte, sollte “Leben” (Spektrum) od. “MICROCOSMOS” (A TOUCHSTONE BOOK) lesen.
Beide sind biologisch und philosophisch profund und durchaus interessant zu lesen.


Ansichten eines Hausschweins: Neue Geschichten über alte Probleme
Ansichten eines Hausschweins: Neue Geschichten über alte Probleme
von Harald Martenstein
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Danke,Martenstein, 8. Juni 2015
Ich hoere sehr gerne Bach,Beethoven,Brahms od. Schumann
Ich lerne Deutsch, lese deutsche Buecher.
Ein paar Mal war ich als Tourist in Deutschland.Trotzdem habe ich das Gefuehl,dass ich nur ein Gast bin und dieses Land nur oberflaechlich kenne.

Bei der Begegnung mit Martensteins Buechern aber,war etwas anders als meine bisherigen vergeblichen Versuche, Deutschland kennenzulernen und gut zu verstehen.
Es ist anders als die Kolumne von Elke Heidenreich, die ich schoen fand. Sowohl ihren Stil als auch den Inhalt fand ich einwandfrei schoen. Ich empfand bei ihr aber noch keine echte Sympathie.
Was Marlenstein schreibt, ist mir sehr sympathisch und kann ich gut nachvollziehen. Dabei bin ich weder Beobachterin noch Aussenseiter. Es gibt keine Grenze mehr.
Dank seinem ungekuenstelten Stil aus seinem ungekuenstelten Wesens spuerte ich aufs Neu, dass wir Menschen im Grunde genommen gemein haben,was man denkt und fuehlt, auch wenn man in einem anderen Land und in einer anderen Sprache lebt.
Zuletzt moechte ich etwas ueber die vierte Glosse im Buch schreiben.
Mein Kuli hat auch einen Warnaufdruck: Bitte benutzen Sie ihn nicht ausser zem Schreiben.
Auf der Mottenkugeltuete im Kleiderschrank steht: Wenn Sie diese Motte aus Versehen gegessen haben,gehen Sie bitte sofort zum Arzt.
Einen Aufdruck auf dem Feuerzeug meines Mannes habe ich vorhin mit der Lupe gelesen.
Dort steht anstatt „Flamme nicht ans Gesicht“ eine eher vernuenftigere Warnung: Fuer Sie ist das Rauchen eine der Ursachen fuer Lungenkrebs, Herzinfarkt od, Hirnschlag und es kann ein Lungenemphysem verschlimmern. Rauchen bei Minderjaehrigen schadet der Gesundheit und erhoeht das Risiko der Nikotinabhaengigkeit. Raucht nie, auch wenn es euch angeboten wird.....

Momentan leben Japaner so gesund u. beschuetzt wie Mitteleuropaeer.


Wie Zellen funktionieren: Wirtschaft und Produktion in der molekularen Welt
Wie Zellen funktionieren: Wirtschaft und Produktion in der molekularen Welt
von David S. Goodsell
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Molekulare Maschine, 8. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Welche Form, Groesse oder Funktion haben die Molekuele in unseren Zellen? Davon hatte ich vorher gar keine Ahnung.
Unser Wunsch auf die Molekuele innerhalb eines lebendigen Organismus zu blicken, bleibt wegen ihrer geringen Groesse unerfuellt. Sie sind so winzig, dass die Schwerkraft fuer sie ueberhaupt keine Rolle spielt.
Goodsell, Assistenzprofessor der Abteilung fuer Molekularbiologie am Scripps Reserch Institut in Kalifornien versucht, uns mit seinen pastelfarbenen Molekuelbildern die molekulare Welt anschaulich zu machen.
Manche Illustrationen waren zwar nicht so leicht verstaendlich, aber es gibt mehrere Bilder, die mir bei der plastischen Vorstellung der Molekuele sehr geholfen haben.
Beim Anblick der gaenzlich mit Molekuelen ausgefuellten Zellen wurde mir klar, warum Goodsell in diesem Buch das Wort “Molekulare Maschine” benutzt. Das Gewimmel der Molekuele, die gaenzlich in Farbe dargestellt sind, machte mir auch die Groessenverhaeltnisse zwischen beispielsweise Proteinen, Nucleinsaeuren, Animosaeuren oder Wassermolekuelen zum ersten Mal verstaendlich.
Goodsell erzaehlt im reich bebilderten Buch auch von einem komplexen System der Zellen.
Der Inhalt des Textes wie folgt :
1. Einfuehrung
2. Molekulare Maschinen
3. Prozesse des Lebens
4. Molekulare in Zellen: Escherichia col:
5. Die menschliche Zelle – Vorteile der Kompartment
6. Der menschliche Koerper – Vorteile der Spezialisierung
7. Leben und Tod
8. Viren
9. Wir und unsere Molekuele

Im Vorwort schreibt Goodsell, dass er eine Reihe von Themen ausgewaehlt habe, die er als besonders spektakulaer und faszinierend empfindet.
Fuer Leser, die detailliert studieren moechten, ist am Ende des Buches weiterfuehrende Literatur aufgelistet.
Ich bin erleichtert, dass ich das Buch dank dessen klarer Sprache bis zu Ende lesen konnte .(Allerdings musste ich als Laie ab und zu biologische Woerter recherchieren, was beim Lesen von Biologiebuechern ueblich ist). In diesem Buch gibt es weder Humor noch philosophische Ansichten, wie es haeufig in populaerwissenschaftlichen Buechern vorkommt.
Die erstaunliche Vielfaeltigkeit und Gemeinschaftsarbeit innerhalb der Zellen werden gerade deshalb besonders deutlich .
Ich finde das Buch ist eine der besten Einfuehrungen in die submikroskopische Welt der molekularen Maschienen.


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