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Top-Rezensenten Rang: 12.299
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Rezensionen verfasst von
Fine "Bücherwurm"

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Book of Love - Ein Milliardär fürs Herz
Book of Love - Ein Milliardär fürs Herz
Preis: EUR 0,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zäh, gefühlsduselig und wenig ereignisreich bei bereits bekannten Figuren und Handlungssträngen, 22. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch aufgrund der guten Rezensionen gelesen und bin weniger begeistert als meine Vorgänger.

Was mir gefallen hat...
Zwar ist die Story nicht neu, aber der Grundgedanke stimmig: eine normale Buchverkäuferin, die vom Durchbruch als Autorin träumt und ein arroganter, traumatisierter, reicher Mann, der nicht mehr er selbst is, es aber wieder lernt.
Da ich ebenfalls ein Bücher-Fan bin, gefiel mir der Gedanke, ein Buch über Bücher zu lesen.
Der Vater ist als Nebenfigur sehr unsympathisch und dadurch gut gemacht, sozusagen. Die Story um seine geschäftlichen Machenschaften gab dem Buch die nötige Würze.
Beide Figuren sind nicht unsympathisch, aber .. Siehe unten. Nett war, dass sie sich natürlich beschrieben annähern. Und auch, dass Joshua als Mann (Liebes-)Romane liest.

Was mir nicht gefallen hat ...
Die Story baut hauptsächlich auf den Gedankengängen der beiden auf. Dadurch wird der Roman langatmig und in gewisser Hinsicht wenig ereignisreich. Ich habe gegen Ende seitenweise Passagen übersprungen, um zum Ende zu kommen.
Zudem ist der Schreibstil der Autorin recht blumig, sodass ich persönlich die Wortwahl der Figuren allzu seicht und teilweise kitschig empfunden habe.
Nach einer interessanten ersten Begegnung plätschert es leider so vor sich hin. Es ereignet sich kaum noch etwas Aufregendes. Viktorias Ex wird gelungen inszeniert, aber Joanne als beste Freundin erscheint mir doch unglaubwürdig in Anbetracht dessen, dass sie und ihre Mädels kein bisschen zu Viks Charakter passen. Ihre Figur wirkt als Mittel zum Zweck (Schulter zum Anlehnen, strenge Erzieher usw.). Mitch als Freund von Joshua bleibt oberflächlich und unsympathisch und tritt ebenfalls nur zu bestimmten Anlässen auf.
Joshuas Trauma wird zwar als Erklärung für sein anfängliches Verhalten genommen, doch ist dies recht schnell aus der Welt geschafft und ihm geht es wieder prima.
Das Missverständnis am Ende ist zwar nicht weit hergeholt, aber Vik muss schon arg pauschalisieren, damit aus dem Streit "ein Schuh wird". Dass sie allerdings so sauer auf Josh ist, nachdem sie den Flieger verlassen, ist glaubwürdig.

Fazit
Letztlich sorgen der Himmelhoch-jauchzend-zu-Tode-betrübt-Schreibstil, gepaart mit ausufernden und sich wiederholenden Gedanken und die Armut an Ereignissen zu einem recht langweiligen Lesevergnügen (?). Die oberflächlichen und zum
Teil unglaubwürdigen Haupt- und Nebenfiguren schmälern den Spaß am Plot zusätzlich. Keine Empfehlung, schade.


Rieker Damen M2212 Sneakers, Grau (Shark/Brown / 40), 41 EU
Rieker Damen M2212 Sneakers, Grau (Shark/Brown / 40), 41 EU
Preis: EUR 39,43

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gerne wieder, 2. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rieker Damen M2212 Sneakers (Schuhe)
Die Schuhe sind sehr bequem, schon beim ersten Tragen und Laufen.
Sie passen genau und sehen gut aus (wie abgebildet). Zu Beginn sind sie für den einen oder anderen womöglich etwas unnachgiebig, aber legt sich schnell. Blasen oder Druckstellen habe ich mir keine einzige gelaufen.


Riskantes Verlangen: Tall, Dark and Deadly (Walker Security 1)
Riskantes Verlangen: Tall, Dark and Deadly (Walker Security 1)
Preis: EUR 7,99

2.0 von 5 Sternen Tall, Dark and Deadly?! Wohl eher: Klischee, Vorhersehbar und Oberflächlich, 2. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mich von den vielen positiven Rezensionen beeinflussen lassen und den Roman in der Hoffnung gekauft, dass er sich neben Suzanne Brockmann oder Cynthia Eden in meiner Bibliothek einreihen kann. Leider bin ich enttäuscht worden und ärgere mich über den Preis von knapp 8 € …

Was mir gefallen hat:
Die Grundidee ist stimmig. Royce visiert Lauren zunächst aufgrund eines Auftrages (er soll sie beschützen) an und verhält sich damit unprofessionell, was der Anziehung zwischen den beiden – natürlich – keinen Abbruch tut. Genügend Konfliktpotenzial ist also vorhanden: Er kann sie nicht haben, sie ist in Gefahr. Hier wird das Rad nicht neu erfunden, aber prinzipiell kann der Plot spannend sein. Hinsichtlich ein paar Punkte ist er das auch: die Ereignisse, die eine Bedrohung für Lauren darstellen sollen, mehren sich und werden gefährlicher. Zudem ist die Beteiligung einer Person überraschend. Ein weiterer Pluspunkt sind die Nebencharaktere, die zur Geltung kommen. Nicht zuletzt, da es sich hier um eine Reihe um die drei Brüder handelt, nehme ich an. Doch nicht nur diese, auch ein unsympathischer Vater und ein noch ekligerer Stiefbruder, nebst Mutter, und Ex-Verlobter bereichern das Ensemble.

Was mir nicht gefallen hat (ich nenne Details):
Puh. Wo fange ich da an? Zunächst vielleicht bei den Hauptpersonen. Es ist so schade, dass Laurens Arbeit so gut wie gar nicht in den Fokus rückt. Dabei ist sie Staatsanwältin, die bei einem laufenden Prozess für die Todesstrafe (angeblich misshandelte Frau vergiftete ihren Mann sukzessive) plädiert. Wenn das keine Spannung verspricht, was dann? Der Prozess hat sogar etwas mit den Drohungen gegen sie zu tun – für mich als Leserin blieb also immens viel Potenzial auf der Strecke, indem die Autorin diese konfliktreichen Aspekt der Handlung so gut wie in keiner (!) Hinsicht aufgreift. Royce' Arbeit wird ebenfalls kaum beleuchtet. Er telefoniert viel und delegiert noch mehr an seine Brüder und Angestellte. Das war's auch schon. Man kann sich denken, dass hiermit der Plot auf einen Aspekt konzentriert wurde: auf die An- bzw. Beziehung der beiden. Für mich zu dünn. Das äußerste sich wie folgt: Lauren wird bedroht, Royce ist zur Stelle, Lauren bricht (wie eine Frau vom allerfeinsten Klischee) zusammen, Royce ist für sie da. Zwar wird die oben genannte Reihenfolge von Ereignissen begleitet, die die Lage weiter zuspitzen (s.o.), doch letztlich langweilt es mich als Leser, wenn der Handlungsstrang derart vorhersehbar ist. Dass irgendwann rauskommt, wie Royce zu dem Anlass kam, sich in ihrer Nähe aufzuhalten, war meine Hoffnung auf etwas mehr Action – aber weit gefehlt. Anstatt Gefühlsachterbahn gab es Streichelzoo. Schnell ist der "Verrat" vergeben, es folgt ein Liebesgeständnis und wieder mal Bedrohung, Rettung, Zusammenbruch etc. pp. usw. usf. Dabei blieb für mich als Leser undurchsichtig wie Royce' Auftraggeber damit zusammenhing. Den Grund für seine Forderung, dass Royce Lauren beschützen soll, habe ich nicht gefunden. Wieder einmal: verschenktes Spannungspotenzial. Da die beiden so gut wie jedes Klischee bedienen (Er: starker, fürsorglicher, sensibler, kluger, gut gebauter, gefühlsbetonter Mann, der im Bett praktisch nur an ihr Vergnügen denkt; Sie: Jungfrau in Not, die schutzbedürftig, hilflos, hübsch, smart, gnädig gegenüber seinem Fehltritt), sind ihre Charaktere ohne Ecken und Kanten und austauschbar.
Abgesehen von einer kleinen, netten Überraschung am Ende (s.o.) war es für mich der Gipfel, dass sich der von Royce geäußerte Verdacht sogar bewahrheitet. Ein Krimi muss schon verdammt gut geschrieben sein, als dass er diesen Umstand zulässt und trotzdem bei der Stange halten kann. Da wir es hier mit eher seichter Romantic-Suspense-Literatur zu tun haben, kann man sich ja denken, dass es ab hier dann endgültig hieß: Spannung ade und willkommen Vorhersehbarkeit. Schade und aus meiner unprofessionellen Lesersicht vermeidbar.

Fazit:
Nur, wer an dieses Buch wie an einen Liebesroman herangeht, wird nicht enttäuscht: es geht nahezu ausschließlich um die An- und Beziehung der Hauptfiguren, die alle Klischees erfüllen und die in einen 08/15-Krimi-Plot eingebettet sind, der – genauso wie die Charaktere – so gut wie gar keine Überraschungen bereit hält. Verlangt es den Leser nach einem raffinierteren Handlungsstrang, mit gut erzähltem Krimi-Anteil, Figuren mit Ecken und Kanten, die als Charaktere herausstechen und deren sich entwickelnde Beziehung Feuer unterm Hintern hat, wird enttäuscht.


Milliards vs. Love
Milliards vs. Love
Preis: EUR 2,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannung vs. Langeweile, 14. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Milliards vs. Love (Kindle Edition)
Ich habe mich von den positiven Rezensionen (immerhin keine schlechter als 4 Sterne zu diesem Zeitpunkt) überzeugen lassen und den Roman (mein erster der Autorin) über mein Unlimited-Abo geladen… Ich deute im Folgenden Details zum Inhalt an; wer also lieber nichts verraten bekommt, liest am besten nur das Fazit unten.

Was mir gefallen hat...
Die Idee hat mir prinzipiell gut gefallen: Meredith kommt mehr oder weniger frisch von der Uni und muss sofort das in der Krise steckende Unternehmen ihres Vaters übernehmen. Da hier die Praxis fehlt und die Uhren-Fabrik einige Mängel aufweist, findet man Meredith als Leser direkt mit dem Rücken zur Wand vor. Im Anfang der Story steckt somit bereits viel Konfliktpotenzial, da sie sich an den Unternehmer Alex wendet, um die Firma zu retten. Zu Beginn punktet der Roman mit viel Feuerwerk zwischen den beiden. Sie lässt sich nichts gefallen, geht ihn verbal an und er lässt ihre Sprüche und Aktionen – scheinbar – eiskalt an sich abprallen. In so mancher Konversation (ob per WhatsApp oder persönlich) fliegen die Fetzen und es gibt unterhaltsame Schlagabtausche, sodass ich mich bereits auf jedes weitere Zusammentreffen freute. Es wird klar: Die Figuren überzeugen zu anfangs (siehe unten) durch leidenschaftliche Auseinandersetzungen, weswegen es spannend bleibt.
Auch der – zugegeben unrealistische, aber wir wollen als Leser ja auch in eine fiktive Welt entführt werden – Geschäftsvorschlag von Alex vermag noch keine Würze aus dem Plot zu nehmen. Zwar kennt man diese Handlung so oder so ähnlich schon, nichts desto trotz gefiel mir der Hintergrund: Vor allem Meredith wird gezwungen, etwas über sich zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Aus Meredith Perspektive (siehe unten) lernt man den angeblich eiskalten Geschäftsmann auch anders kennen ... und schätzen. Natürlich (!) ist er nicht so, wie sie zu anfangs dachte (siehe unten), wodurch weitere Missverständnisse und Spannungen zwischen den beiden vorprogrammiert sind.
Das Ende überzeugt dadurch, dass in Bezug auf einen Fehltritt (zu viel möchte ich natürlich auch nicht verraten) kein Happy-End stattfindet. Erfrischend und authentisch.
Die Settings (Firmen, Rom, New York) werden dabei gründlich genug in Szene gesetzt. Vor allem Lenny als beste Freundin und die Sekretärin Dorothy werden als weitere (Neben-)Figuren zum Leben erwacht und bereichern das "Ensemble".

Was mir nicht so gut gefallen hat....
Ich beginne mit der Erzähl-Perspektive, da sich hieran einiges festmachen lässt: Es handelt sich um die Ich-Erzählung Merediths. Klar, lernt man sie dadurch besonders gut kennen (Gefühlslage, Beweggründe, Familiengeschichte). Doch dadurch geht meiner Ansicht Alex' dringend benötigte Ansicht der Dinge verloren. Manche Romane "funktionieren" trotz (oder wegen?) ihrer Ich-Perspektive gut, doch hierzu möchte ich den vorliegenden nicht zählen. Meredith wirft Alex ab der Mitte der Handlung relativ häufig recht gemeine Sachen an den Kopf. Dabei wiederholt sie sich zum einen (was dem Leser irgendwann langweilig wird) und zum anderen wirkt Alex' Figur (aufgrund seiner Reaktion) dadurch unglaubwürdig … Mir konnte Merediths Sicht der Dinge nicht glaubhaft vermitteln, warum Alex so agiert oder warum er so ist, wie er ist. Viele Auseinandersetzungen enden damit, dass sie ihm böse Vorwürfe macht, er verletzt dreinschaut (eiskalter Geschäftsmann?) und es letztlich totgeschwiegen wird. Aufschlussreich wäre hier tatsächlich die Ansicht Alex' gewesen. Vor allem, da er immer wieder zugunsten Merediths handelt. Seine Biografie wird nur in Ansätzen dargelegt und wenig ausformuliert, sodass man ihn nur durch ihre Augen sieht: einen zu Beginn aalglatten, pragmatischen und skrupellosen Geschäftsmann, der im Verlauf des Plots immer wieder von ihren Worten verletzt ist und dennoch Gutes tut. Ihn lernt man demnach nur bedingt kennen.
Dass sie sich ihn verliebt, kam mir in Anbetracht der vielen Ärgernisse, die sie ihm zuschreibt, seltsam vor. Es fällt mir relativ schwer, "den Finger darauf zu legen", aber in gewisser Hinsicht ist der Übergang zwischen wütend- und verliebt-sein nicht schlüssig dargestellt. Zudem dauert es ewig, bis zwischen den beiden etwas mehr läuft. Dadurch wird es stellenweise zäh, da wenig passiert, aber viel geschrieben steht.
Ist es einmal passiert, läuft der Roman recht nett weiter – mehr aber auch nicht. Meredith Aktion im Affekt (siehe oben) wertet den Verlauf der Handlung noch eimal auf, doch im Grunde plätschert es vor sich hin.

Fazit:
Nach einem starken Anfang in Sachen Plot und Figuren, ebbt die Spannung zwischen den (nicht unsympathischen) Protagonisten ab und es plätschert vor sich hin. Zähe Erzählstränge und die Ich-Perspektive verhindern ein Abtauchen in beide Charaktere und ein Entschlüsseln derer Beweggründe. Netter Zeitvertreib für die ersten sonnigen Frühlingsstunden im Garten, aber Potenzial bleibt auf der Strecke.


hummel Unisex-Erwachsene Slimmer Stadil Duo Oiled Low Top, Blau (Total Eclipse), 39 EU
hummel Unisex-Erwachsene Slimmer Stadil Duo Oiled Low Top, Blau (Total Eclipse), 39 EU
Preis: EUR 58,95

5.0 von 5 Sternen Hummel = Hammer, 14. Mai 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bequem, gut aussehend, passt wie angegossen (39).
Sehr zu empfehlen, da ebenso kein Einlaufen nötig ist.
Sind nicht meine ersten und sicher nicht meine letzten Hummel.
Jederzeit wieder.


Morning After Dark
Morning After Dark
Preis: EUR 3,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne: Wider Erwarten kein 08/15, trotz bekannter Story, 3. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Morning After Dark (Kindle Edition)
Oftmals haben mich so positiv rezensierte Romane enttäuscht, wenn ich mir dann die Mühe machte, sie selbst zu lesen. Wider Erwarten hat dies das vorliegende Buch nicht getan... ich deute Details an.

Gelungen ist/sind...
Ein großes Lob kann man der Autorin für ihre Charaktere zusprechen. Vader ist am Anfang alles andere als der nette Junge von nebenan: seine Sprache ist derb, er lebt sexuell mehr als ausschweifend und ist opportunistisch. In meinen Augen ist es eine literarische Kunst dafür zu sorgen, dass man ihn als Leser trotzdem leiden kann. Denn trotz (oder wegen?) all dieser Mängel ist Vader sympathisch; er ist witzig, schlagfertig und authentisch, sodass man ihn zu Beginn vielleicht nicht unbedingt mag, aber ihn als Figur wertschätzt. May ist selbstredend kein böses Mädchen. Erfrischend ist, dass sie als Autorin von Liebesromanen beinahe einen zynischen, jedoch definitiv pragmatischen und abgeklärten Blick auf das Thema Liebe wirft. Über die Beziehung zu Garrett berichtet May mit einer nüchternen und rationalen Unsensibilität, dass es beinahe weh tut.
Ich konnte mich vor allem mit Mays Schüchternheit, über diese Dinge zu sprechen, gut identifizieren. Ist Vader am Anfang noch forsch, grob und nahezu unhöflich, kann er recht schnell nicht mehr um die Anziehung umhin, die sie auf ihn ausübt. Auch May muss ihre Vorurteile und Bedenken ihm gegenüber schneller über Bord werfen als ihr lieb ist, weswegen sich eine fesselnd beschriebene sexuelle Spannung zwischen den beiden aufbaut. Dass die beiden ihre Ansichten über den anderen ändern, führt dazu, dass es kommt, wie es kommen muss: die Affäre zwischen den beiden ist anregend geschrieben und es machte als Leser Spaß sie bei ihrem Beisammensein zu begleiten. Die stetig zunehmende Ernsthaftigkeit ihrer Verbindung gab den Figuren genug Raum, um sich zu entwickeln, sodass keine Rede von oberflächlichen oder unauthentischen Figuren sein kann. Im Gegenteil: Ihr Widerwillen, sich dem anderen wirklich zu öffnen, ist bis zu einem gewissen Grad (s.u.) reizvoll und unterhaltsam, da so mancher Streit daraus resultiert und dem Plot die nötige Würze verleiht. Dieser wird nicht zuletzt durch zahlreiche gut dargestellte Nebenfiguren nicht langweilig: die Bandkollegen, Freunde, Familie etc. runden das "Ensemble" ab und bereichern den Roman.
Der Erzählstil ist erfrischend: Vor allem Vader nimmt zu anfangs ein Schimpfwort nach dem anderen in den Mund, flucht wie ein Kesselflicker und ist genauso wie man sich einen Rockmusiker auf dem Weg nach oben vorstellt, ohne dabei klischeehaft zu wirken. Die Ich-Perspektive wechselt zwischen May und Vader hin und her, was ich als äußerst erfrischend empfunden habe. Oft liest man einseitig aus der Sicht der Frau, was ich nur allzu langweilig finde, da ich nun mal gerne auch die Gedanken und Gefühle des männlichen Charakters näher gebracht bekomme. Morrigans Figuren, ihre Beweggründe, Motive, Emotionen, sind durchgängig präsent und sorgen für anregende Unterhaltung. Garrett (Ex-Freund) ist dabei der böse der Geschichte und ist tatsächlich mehr als unsympathisch. Das Zusammenleben mit ihm löst Würgreflexe aus, womit die Autorin wohl ein Bravo! verdient hat. Gelungen ist hinsichtlich des Plots noch, dass die beiden am Ende etwas länger brauchen. Betrachtet man die Entwicklung ihrer Beziehung würde ein Schlussteil à la Rosamunde Pilcher auch nicht passen. Aber dazu unten mehr.

Irritert hat/haben mich...
Auch wenn ich das Buch bis spät abends gelesen habe, um es fertig zu lesen (was sich am nächsten Tag auf der Arbeit gerächt hat, aber das war es wert ;-)) und es somit an der späten Stunde gelegen haben kann, habe ich den Schlussteil als etwas zäher als den Rest empfunden. Zwar wirkt es authentischer in Bezug auf die dargestellte Beziehung der beiden und auch im Allgemeinen, doch später gibt es ein Hin und Her, welches ich eher an meinem mehrfachen Schielen auf die Prozentanzeige meines Kindles wahrnahm. Zudem hat mir eines wirklich missfallen: Bei der Streiterei nach Gettysburg fiel es mir schwer gedanklich - im Sinne von logisch - zu folgen. Es fehlte mir, abgesehen vom Offensichtlichen – Mays Beziehungsunfähigkeit und Vader Artikulationsmisere – der Grund, warum sie denn jetzt sauer auf ihn ist oder umgekehrt und weswegen sich diese Konsequenzen darauf ergeben. Und diese werden wie oben bereist erwähnt (zu) ausführlich geschildert und in die Länge gezogen.
Auch stellt sich der Plot zu Beginn ein Bein, was sich aber recht schnell in Wohlgefallen auflöst: Vader vögelt zu Beginn noch alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, sie unterhalten sich über Sex, sie schreibt über Sex und beide denken ständig an Sex mit dem anderen... es zeichnet sich ein Muster ab? Richtig: Am Anfang ist das Thema omnipräsent, weswegen ich skeptisch war, ob sich in Sachen Handlungsverlauf überhaupt etwas bewegen kann – aber das waren letztlich unbegründete Vermutungen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman, der durch seine sympathischen, authentischen und witzigen Hauptcharaktere und zahlreiche gut dargestellte Nebenfiguren glänzen kann. Würzt man das mit einem spannenden Plot in Sachen Beziehungsaufbau und einem angenehmen Schreib-/Erzählstil hat man mehr als einen vergnüglichen Abend. Klare Leseempfehlung für Fans dieses u.ä. Genres.


Lost Love
Lost Love
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen I lost 6,99 € ...., 4. März 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lost Love (Kindle Edition)
Inspiriert von den positiven Bewertungen und meinem Faible für Romantic Thrill habe ich mich für das vorliegende Buch entschieden. Dabei hat mir leider mehr miss- als gefallen.

Positiv fiel auf...(ich deute Details an)
Der Plot ist recht ansprechend. (Zwar wird das Rad nicht neu erfunden, diesen Anspruch habe ich persönlich aber nicht gestellt.) Rays vier Jahre zuvor aufgeflogene Undercover-Tätigkeit zwang ihn dazu, Leyla aufzugeben, wodurch ihr Wiedersehen im Hier und Jetzt die nötige Würze bekommt. Zwischen den beiden knistert es ansprechend und ihre nie verflogenen Gefühle füreinander werden ausreichend (siehe unten) beschrieben und letztlich ausgelebt.
Die Bösewichte führen einen Mädchenhandel mit Zwangsprostitution und haben noch Böseres im Sinn. Soweit so gut. Die Schauplätze (Wohnung, Deans Haus, Büro) sind glaubwürdig und verleihen dem Roman zusammen mit den Nebenfiguren (Ben, Savannah, Dean etc.) ausreichend Abwechslung. Der Perspektivwechsel ist hierfür ebenfalls hilfreich und so lernt man vor allem die Innenleben von Ray, Leyla und letztlich Ben und Savannah kennen.

Folgendes hat mir nicht gefallen...
Leider hat mir der Schreibstil nicht zugesagt. Zwischen wörtlicher Rede werden sehr lange Gedankengänge geschildert, die oftmals demselben Schema folgen: Erst wird die aktuelle Zwickmühle analysiert, dann wird festgestellt wie schwierig die Situation ist und abschließend wird beschlossen, dass man es nichtsdestotrotz versuchen und kämpfen muss. Dieses langatmigen inneren Monologe habe ich irgendwann als langweilig und zäh empfunden. Zudem ist der Schreibstil recht 'blumig' und mit Klischees aufgefüllt. Viele rhetorische Fragen ("Warum musste sie nur so stur sein?"; "Was machte er nur mit ihr?"), platte Sätze ("Verdammt, es geht um Menschenleben") und viele Wiederholungen (Umarmungen, Sehnsuchtsbekundungen...) konnten mich nicht wirklich packen.
Des Weiteren sind die Charaktere irgendwie oberflächlich. Zum einen mag dies daran liegen, dass die Autorin mehrere Perspektiven bedient. An sich eine gute Sache (siehe oben), da man als Leser die Figuren besser kennenlernt und das Geschehen genauer verfolgen kann. Außerdem finde ich es in gewisser Hinsicht mutig, da es eben schnell passiert, dass Charaktere oberflächlich werden. Für mich ist dieser Fall leider eingetreten. Die geschilderten Gedanken drehen sich hauptsächlich um die Gefühle füreinander. Sowohl bei Ray und Leyla als auch bei Ben und Savannah. Zwar kommen Beschreibungen zum Geschehen auch vor, aber ein Großteil wird auf die Darstellung sich wiederholender Liebe, Sehnsucht, Herzschmerz gelegt, weswegen ich das letzte Drittel des Romans nur noch überfliegend gelesen habe. Weniger wäre womöglich mehr gewesen. Vor allem Ben und Savannah hätte man vielleicht von Anfang eher in einen anderen Roman detailliert darstellen sollen. Darüber hinaus wirken manche Aspekte wenig glaubwürdig bzw. recht schmalzig. Sobald sie einander wiedergefunden/-erkannt haben, haben Ray und Savannah nur noch die Sorge um einander bzw. den gegenseitigen Schutz im Kopf. Nach dem x-ten Mal etwas ermüdend. Ich bin kein Freund von Zitaten, aber Passagen wie "Er war hin und hergerissen. Einerseits wollte er beschützen […], andererseits hatte dieses Verhalten sie schon einmal auseinandergerissen. Er wollte sie in seinem Leben haben. Anscheinend musste er ihr dafür mehr zutrauen" wirken für einen männlichen, ausgebildeten NCIS- und ehemaligen Undercover-Agenten (zu) schnulzig.
Im Plot störten mich, dass Leyla Ray in Null-Komma-Nix nichts verzeiht und alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und das sowohl Ben und Ray in einer Hütte hocken und Savannah alles machen lassen. Dieser Handlungsstrang erschien mir wenig schlüssig: die beiden spielen in einer abgelegnen Waldhütte lieber Bodyguard als aktiv an der Aufklärung zu arbeiten? Die Namur-Brüder sind als Verbrecher ebenso wenig glaubhaft. Ramirez bevormundet seinen Bruder Ramon und wirkt als Bösewicht eher aalglatt. Keine Ecken, keine Kanten. Er muss sich um alles kümmern, will nur Rache und erschien mir wie schon tausende Bösewichte in Romanen zuvor.
Der Epilog ist sehr schmalzig und ließ mich das Buch mit einem Augenverdreher schließen.

Fazit:
Wer einen seichten und nicht unbedingt ausgeklügelten Romantic Thrill und somit leichte Unterhaltung sucht, sollte zugreifen. Abwechslungsreiche Dialoge, tiefgründige Charaktere/Gedankengänge und überzeugende Verbrecher werden bei diesem Roman und Schreibstil nicht zu finden sein.


Schottisch für Anfänger (Scandalous Highlanders 2)
Schottisch für Anfänger (Scandalous Highlanders 2)
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wohl eher Kitsch für Anfänger, 26. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Angelockt durch Schottland als Schauplatz und aufgrund der guten Rezensionen, entschloss ich mich diesen Roman zu kaufen. Leider blieb er hinter seinen Möglichkeiten zurück...

Was mir gefallen hat...
Arran und Mary sind ein schönes Paar, das sich gegen den Willen ihrer Familien kennen und lieben lernt. Glaubhaft wird vor allem im ersten Teil dargestellt, dass sie sich sympathisch sind und ihrer gegenseitigen Anziehung erliegen. Arran wird als humorvoller Highlander dargestellt, der Mary mit seiner Art aus dem Konzept bringt und Mary überzeugt ihrerseits durch Temperament und Wortwitz. Der Konflikt der Clans, der dabei die ganze Zeit im Hintergrund präsent ist und schwelt, sorgt für die notwendige Würze, da die beiden etwas vermeintlich Verbotenes tun. Die Nebenfiguren verleihen dem Roman mehr Tiefe und sorgen für etwas Abwechslung neben dem Hauptpaar.
Interessant empfand ich auch, dass - zumindest in Teilen - aufgegriffen wurde, wie sich Schotten nach der Niederlage von Culloden bzw. dem verlorenen Unabhängigkeitskrieg gegenüber den Engländern gefühlt haben. Das Setting (London, Weg nach Schottland, Schottland) wird nur stellenweise nett in Szene gesetzt, aber hier wäre (u.a.) mehr drum gewesen.

Was mir nicht gefallen hat...(ich deute Details an)
Leider ist der Roman vor allem im zweiten Teil eine heillos kitschige Romanze. Dass ich es hier mit einem historischen Liebesroman zu tun habe, war mir durchaus bewusst, aber dass die beiden (sobald sie London hinter sich gelassen haben) nicht mehr aufhören, sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen, war schlichtweg langweilig. Zwar passiert durchaus noch das eine oder andere, aber nach zwei Dritteln des Buches habe ich dem Ende entgegen gefiebert und nicht aus den üblichen - guten - Gründen. Sowohl Arran als auch Mary denken nahezu ständig an seine/ihre Liebe zum anderen. Meine Augen hätten direkt "oben bleiben" können, so oft habe ich sie verdreht. Die lückenlose Schilderung der gegenseitigen Gefühle verhindert, dass die wenigen Ereignisse auf ihrem Weg für echte Spannung sorgen. Die Täuschung am Ende ist eine nette Idee, allerdings ist das kitschige Grande Finale wieder mehr als übertrieben.
Der Konflikt zwischen den beiden Brüdern wird nicht ausreichend beleuchtet. Am Ende wird sich für gegenseitiges Fehlverhalten entschuldigt, aber die im Vorfeld stattfindenden Diskussionen sind im Nachhinein durch die Auflösung eher lächerlich.

Fazit:
Wer eine schottische Schnulze lesen möchte, dessen Protagonisten durchaus sympathisch sind, kann nichts falsch machen. Wer sich ein wenig Raffinesse beim Plot mit seinen Ereignissen wünscht und auf etwas Spannung bzw. Konflikt hofft, der sollte lieber nicht zugreifen.


FBI: Chicago - Stumme Verbindungen
FBI: Chicago - Stumme Verbindungen
Preis: EUR 2,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Friede, Freude, Eierkuchen und ein paar Morde, 26. Januar 2017
Dies war mein erstes Buch der Autorin. Grund für den Kauf ist meine Vorliebe für Thriller in Kombination mit Romance. In dieser Hinsicht enttäuscht der Plot auch nicht, dafür jedoch in manch anderer.

Was mir gefallen hat...
Die Idee für den Krimi-Plot ist grundsätzlich gut. Die Ermittlungen verfolgen unterschiedliche Spuren - von denen einige natürlich ins Leere laufen - und kommen am Ende auf interessante Weise auf die richtige Fährte. Die Art der Morde ist innovativ und die Ermittlungsarbeit wird schön im Team eingebettet. Der Spannungsbogen ist in Ordnung, da man mehr oder weniger erst gegen Ende auf den Mörder aufmerksam gemacht wird, wenn die Ermittler selbst auf den Mann kommen (siehe unten). Das Ende ist hierbei durchaus erfrischend, da es keine Er-Erzählungen aus der Sicht des Täters gibt. Paige bringt als "unbekannte Größe" Unruhe ins Team und sorgt so für zwischenmenschliche Spannungen. Auch hier sorgt ihr Hintergrund - sie verfolgt zunächst private Gründe für ihre Versetzung in das Team - prinzipiell für eine Portion Geheimniskrämerei (siehe unten). Patrick - als der männliche Gegenspieler - hat sein Päckchen ebenso zu tragen. Insgesamt wird das Team als eine sympathische, große Familie dargestellt (siehe unten). Chicago wird hier und da durchaus als Plot inszeniert, hätte jedoch noch weiter ausgebaut werden können.

Was mir weniger gefallen hat und ich bereits mehrfach angedeutet habe ...
Abgesehen vom Offensichtlichen - den Morden - ist in diesem Roman nahezu alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das Team hat zwei bzw. drei (Ehe-)Paare zu verzeichnen, weswegen eine unnatürliche Harmonie herrscht. Neben dieser unrealistischen Zusammensetzung gibt es unter den Kollegen keine einzige Reiberei, Unstimmigkeit, Auseinandersetzung. Dadurch werden die anderen Charaktere leider farblos und die Besprechungen und die Zusammenarbeit ist wenig unterhaltsam. Zwar schaffe ich es nicht "den Finger drauf zu legen", aber dennoch erscheint mir der Krimi irgendwie oberflächlich.
Der Schreibstil trifft nicht meinen persönlichen Geschmack. Die Erzähl-Perspektive wird hauptsächlich von Paige und Patrick eingenommen, doch immer wieder wenn die beiden im Gespräch mit jemanden sind, wechseln die Gedanken plötzlich zum Gesprächspartner, was ich irritierend und wenig stringent empfand.
Zwischen Paige und Patrick entwickelt sich zwar eine Beziehung, aber die anfänglich noch recht gelungene Spannung zwischen den beiden entlädt sich recht schnell und danach plätschert es zwischen ihnen vor sich hin. Zwar werden noch ein bis zwei Alibi-Konflkte eingebaut, aber hierbei handelt es sich um nicht wirklich glaubhafte Streitereien, die innerhalb eines Wimpernschlags wieder geregelt sind. Abgesehen von Paiges Gründe für die Versetzung - die ungerechtfertigterweise aufgebauscht werden - ist sie perfekt. Ihr Charakter wird von ihren faszinierten Mitmenschen hochgelobt, sie ist klug, erfolgreich, hübsch und hat praktisch keine Fehler. Patrick wird ein wenig kantiger dargestellt, was aus seiner Vergangenheit resultiert. Doch sein Streitverhalten wirkt aufgesetzt, da er schnell wieder angekrochen kommt und sich entschuldigt. Somit handelt es sich um übertrieben perfekte Charaktere, die dennoch oberflächlich erscheinen, da mir persönlich Ecken und Kanten fehlten. Das Ende ist zwar mit einer netten Idee aufgeschönt, aber mir persönlich auch zu schnulzig.

Fazit:
Der Plot ist in seinen Ansätzen durchaus gut durchdacht und besitzt Potenzial, da die Morde innovativ und die Aufklärung gegen Ende puzzleartig aufgebaut und interessant ist. Leider "fällt" der Roman für mich mit den recht schlecht inszenierten Figuren: Sämtliche Charaktere sind oberflächlich und arbeiten unglaubwürdig harmonisch zusammen. Die Beziehung der Hauptpersonen (Paige/Patrick) flaut nach anfänglicher Spannung stark ab, plätschert vor sich hin und wird auch durch "Pseudo-Komflikte" nicht aufregender.


Zauber eines Sommers. Liebesroman
Zauber eines Sommers. Liebesroman
von Philippa L. Andersson
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich hatte mir mehr versprochen, 21. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst hatte ich mir durch eine Leseprobe einen Eindruck des Romans verschafft. Da ich am Ort des Geschehens bereits Urlaub gemacht habe und die Leseprobe durchaus überzeugte, entschloss ich mich zum Kauf.

Was mir gefallen hat...
Emily und Aidan sind ein sympathisches Paar, deren Anziehung glaubhaft dargestellt wird. Durch Rückblenden wird ihre Jugend-Geschichte aufgearbeitet und man lernt sie besser kennen. Bei Aidan bedient die Autorin zwar Klischees (rothaariger Schotte), dennoch ist er ein zielstrebiger, attraktiver und letztlich zerknirschter (mehrfacher) Restaurantbesitzer, der seinen Fehler von damals wieder gut machen möchte. Seine Bemühungen beziehen sich eher auf eine körperliche Eroberung (der Rest folgt "automatisch", s.u.), aber diese macht Spaß zu verfolgen - zumal Emily eine dankbare Gegenspielerin ist. Besonders zu Beginn sind ihre Begegnungen spritzig und dynamisch. Ihr anfängliches Sträuben, an den Ort des Geschehens zurückzukehren, wird gut inszeniert, obwohl sie sich schnell wieder in Aidans Umlaufbahn wiederfindet (s.u.). Die Liebe zu ihrem Beruf wird authentisch vermittelt. Ihre zunächst kratzbürstige Art macht schnell den alten Gefühlen Platz. In Bezug auf die körperliche Anziehung und das Aufleben alter Gefühle werden die beiden zu lebendigen Figuren, denen man gerne folgt.
Die Nebenfiguren sind nicht zahlreich, bereichern den Roman aber so, dass das Ensemble sinnvoll ergänzt wird und die Handlung nicht so oberflächlich wirkt (s.u.). Das Setting (Loch Lomond, Highlands) wird an manchen Stellen gut in Szene gesetzt (Foto-Orte, Aidans Haus) und man bekommt ein Bild in den Kopf gepflanzt.

Was mir nicht gefallen hat...
Leider gab es wesentliche Punkte, die mich nur zwei Sterne vergeben lassen. Nach der Leseprobe - welch Ironie - nahm die Qualität des Plots in meinen Augen sukzessive ab. Wird von Emily zu Beginn (auch durch ihren Chef) noch das Bild einer temperamentvollen Frau, die sich nicht alles gefallen lässt, gezeichnet, nimmt dieser Eindruck ab, sobald sie wieder Aidan in die Arme läuft. Sie mutiert schnell zum willenlosen Frauchen, das ihre Hormone nicht mehr im Griff hat und sich seinen Avancen nicht erwehren kann. In Anbetracht seines Fehlers (der durch eine Rückblende zur Sprache kommt) hätte ich mir mehr Widerstand gewünscht, da es um keine Lappalie geht. Das hätte auch die Dialoge und Begegnungen der beiden längerfristig spannend gehalten. Aidan bedauert ehrlich was er getan hat, doch seine Wiedergutmachung besteht oft darin, ihr an die Wäsche zu gehen. Liest sich nett, ist aber für die Handlung weniger gut, da es oberflächlich und wenig raffiniert erscheint. Somit bleiben die Charaktere hinter ihren Möglichkeiten. Er entschuldigt sich eigentlich gar nicht und das Potenzial, welches das Ausmaß seines Fehlers besitzt, wird von der Autorin kaum bzw. gar nicht genutzt. Sehr schade. Dies wird umso deutlicher, wenn Emily ihm nach der Eröffnung eines Restaurants ein paar Sachen sagt (ich belasse es bei der Andeutung, um nicht zuviel zu verraten). Anstatt dass diese Szene ihre ganze Verzweiflung, Wut und Enttäuschung darlegt, wird sie zusammengefasst und - schwups!, ist sie weg und das Ende wird eingeläutet. Der Konflikt, der durch die unschöne Trennung in der Jugend angedeutet wird, wird nicht genutzt, um das Zusammenfinden der beiden Jahre später zu gestalten.
Das bereits angedeutete Ende zog sich dann in die Länge, da beide aneinander vorbei reden/leben und es irgendwie unglaubwürdig ist. Der Schluss ist letztlich eine nette Idee, wenn auch recht kitschig. Die Einmischung von Emilys Chef ist für mich nur bedingt nachvollziehbar und irgendwie irritierend. Besonders die Darstellung seiner Gefühlswelt empfand ich als überflüssig, da sie den Plot nicht voran bringt. Das Setting hätte durchaus mehr genutzt werden können. Die Highlands bieten viel mehr Möglichkeiten, sie in den Roman einzubauen und ich finde es schade, dass die Autorin diese Chance nicht völlig nutzt.

Fazit:
Alles in allem eine seichte Liebesgeschichte, mit eigentlich sympathischen Charakteren, die sich aber nicht entfalten können. Vieles bleibt oberflächlich, da Konflikte nur angedeutet bleiben und einiges über die körperliche Anziehung "geregelt" wird. Schade, denn der Roman weist definitiv mehr Potenzial auf. Für einen sonnigen Nachmittag im heimischen Garten reicht die Lektüre jedoch aus.


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