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Beiträge von Melissa Gling
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Rezensionen verfasst von
Melissa Gling

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Hi-Tec Alto II Mid WP W', Damen Trekking- & Wanderhalbschuhe, Braun (Lt Taupe/Grey/Horizone 041), 39 EU
Hi-Tec Alto II Mid WP W', Damen Trekking- & Wanderhalbschuhe, Braun (Lt Taupe/Grey/Horizone 041), 39 EU

3.0 von 5 Sternen Nichts für breite Füße, 11. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich nun mehrere Wandertouren mit den Schuhen absolviert habe, kann ich ein Fazit ziehen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut okay. Das Obermaterial ist Leder, man hat einen festen Sitz und somit guten Halt und die Schuhe sind nicht zu schwer. Wir haben sie auch schon gewaschen, was sie unbeschadet überstanden haben.
Leider sind sie doch vorne am Fußballen (unterhalb des großen Zehs) zu schmal für mich. Dadurch drückt die Sohle gegen den Ballen und ich bekomme Blasen. Auch schwitzen meine Füße relativ schnell, was noch schneller zu Blasen führt. Deswegen werde ich mir nun neue Schuhe leisten müssen.

Wer aber kurz Touren macht, schmale Füße hat und nicht so schnell an den Füßen schwitzt, der wird mit diesem Schuh sehr glücklich werden können.


VAUDE Cassons Headband Stirnband, Blue Sapphire, One size
VAUDE Cassons Headband Stirnband, Blue Sapphire, One size
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hält den Schweiß aus dem Gesicht, 11. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir dieses Stirnband gekauft, weil ich beim Wandern schnell am Kopf schwitze. Außerdem habe ich zu kurze Haare, um sie in einem Zopf zurückzubinden. Das Stirnband sollte die Haare zurückhalten und den Schweiß aus meinem Gesicht.

Optisch sieht das Band genauso aus wie auf dem Bild. Es fühlt sich weich an, so dass es auch nicht auf der Haut kratzt. Für mich persönlich ist es vorne manchmal etwas zu breit, aber weil der Stoff so dünn ist, kann man es gut falten oder raffen. Der Sitz verrutscht auch nicht.

Nach einer 6-stündigen Wandertour kann ich sagen, dass meine Haare dieses Mal nicht schweißnass waren, was ich sehr gut finde. Auch hat das Stirnband wie erhofft, den Schweiß aus meinem Gesicht gehalten, es tropfte mir also nix in die Augen. In höheren Lüften, wo es gerne mal etwas frischer wird, war es zudem sehr praktisch, dass es meine Ohren schützte.

Einen Punkt ziehe ich für die Breite des Stirnbandes ab, ansonsten kann ich es absolut empfehlen!


Deutschland auf dem Weg in die Anstalt: Wie wir uns kaputtpsychologisieren. Mit einem Vorwort von Wolfgang Clement (Klarschiff)
Deutschland auf dem Weg in die Anstalt: Wie wir uns kaputtpsychologisieren. Mit einem Vorwort von Wolfgang Clement (Klarschiff)
von Burkhard Voß
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessant, polemisch, diskursiv, 13. September 2015
KLAPPENTEXT Partnerschaften, in denen die Beziehung ständig thematisiert und pausenlos psychologisiert wird, sind erfahrungsgemäß die schlechtesten. Dabei ist Reflexivität nicht grundsätzlich schlecht. Doch wird sie in unserer postmodernen Gesellschaft maßlos übertrieben. Eine uferlose Reflexivkultur ist entstanden. Das Ergebnis sind überdrehte Zeitgenossen, die mit ihrem ständigen Psychologisieren und Problematisieren nicht nur nervtötend sind, Sondern auch wichtige Entscheidungen blockieren. Ob im privaten Umfeld oder in der Politik. Eigene Befindlichkeit geht vor Gemeinwohl, Subjektives sticht Tatsachen, Wohlfühl-Diktat schränkt individuelle Freiheit ein.

MEINE ERWARTUNGEN Ich nahm an, mit dem Buch einen kritischen Blick auf die heutige Gesellschaft zu erhalten. Dass beleuchtet wird, wie sie tickt. Auch erwartete ich Lösungsvorschläge bzw. Prognosen, wo das hinführen kann.

MEINE EINDRÜCKE Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Wolfgang Clement, ehemaliger SPD-Politiker, Ministerpräsident a.D. und Bundesminister a.D.. Warum man ausgerechnet ihn um ein Vorwort bat, ist mir nicht ganz klar, aber er fasst gut zusammen, worum es im Buch geht. Und er macht auch deutlich, dass man den Stil des Autors nicht mögen müsse, seine Sichtweise aber geeignete Denkanstöße seien.

Nun, ich konnte mich mit fortschreitendem Lesen immer weniger davon frei machen, dass mir die provokative Art des Autors missfällt. Anfangs fällt das auch noch nicht so sehr auf, da in den ersten Kapitel sehr sachlich wichtige Begrifflichkeiten erklärt werden. Je weiter Burkhard Voss jedoch in seine Theorien und Sichtweisen eintaucht, desto mehr fühlte ich mich als Leser überflüßig und nicht angesprochen. Er wirft zunehmend einfach nur seine Meinung in den Raum, ohne sie mir ausreichend zu begründen oder gar eine Gegenposition darzustellen. Ich kenne mich vielleicht auch zu wenig in der Materie aus, um dann alleine beurteilen zu können, ob Voss richtig liegt oder nicht.

Deutschland auf dem Weg in die Anstalt handelt meinem Verständnis nach davon, dass unsere Gesellschaft sich immer mehr darin verliert, alles auszudiskutieren, zu analysieren und zu psychologisieren, ohne wirklich an ein Ziel zu gelangen. Stattdessen lähmt dieses Verhalten und es werden kaum noch Entscheidungen getroffen, klare Aussagen getroffen oder eindeutige Standpunkte bezogen. Denn irgendjemanden könnte man dann ja damit verletzen. Irgendjemand könnte sich dadurch missachtet fühlen.
Grundsätzlich finde ich die Thematik hochspannend. Ich fand allerdings, dass Voss immer mehr von diesem Kernthema abkommt und sich selbst in Kleinigkeiten verliert. Zum Schluss forder Burkhard Voss auf die Reflexivkultur zu überwinden.

"Jenseits der Reflexivkultur wird es wieder um Projekte und Ideen gehen und nicht darum, wer was wann gesagt und wie gemeint hat. Nicht „was macht das mit mir“, sondern „wie mache ich es unter den Umständen“ wird wieder Priorität haben. Oder, um es mit den leicht veränderten Worten von Antoine de Saint-Exupéry auszudrücken: Leben heißt nicht, nach innen zu schauen bis man nichts mehr sieht, sondern Leben heißt, nach vorne zu schauen." (S.149)

FAZIT Teilweise konnte ich Burkhard Voss zustimmen, teilweise gar nicht. Aber ich finde es dennoch gut und wichtig, dass es solche Bücher gibt. Sie regen wirklich zum Nachdenken an, zeigen manchem vielleicht eine Sicht auf sich und die Gesellschaft, die er noch nicht kannte. Mir als Pragmatikerin fehlen allerdings häufig die greifbaren Lösungsansätze.


Das neue Buch Genesis
Das neue Buch Genesis
von Bernard Beckett
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,95

5.0 von 5 Sternen spannend, faszinierend, beängstigend, 13. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das neue Buch Genesis (Taschenbuch)
Ich hatte es mir ganz spontan gekauft, weil es auf meiner Wunschliste stand. Ich wußte, dass es eine Art Dystopie sein soll. Auf dem Buchrücken stehen nur drei spärliche Sätze. Gut so! Denn damit wird nichts verraten, aber umso mehr die Neugierde entfacht.

MEINE EINDRÜCKE Ich war vor dem Lesen überrascht, dass das Buch so dünn ist. Das hatte ich bei der Bestellung irgendwie nicht gesehen. Umso gespannter war ich, wie man auf 176 Seiten eine neue Welt erschaffen kann.

Die Rahmenhandlung erzählt von Anax, wie sie vor der Prüfungskommission sitzt und deren Fragen beantwortet. Von ihrer Welt erfahren wir eigentlich nichts. Sie hat sich als Prüfungsthema eine bestimmte Figur ausgesucht, die eine entscheidende Rolle in der Geschichte ihrer Welt gespielt hat: Adam Forde. In dem sie die Fragen beantwortet, gleitet die Geschichte in die Vergangenheit zurück (die dennoch unsere Zukunft wäre). Stück für Stück erfahren wir, was Adam Forde für ein Mann war, was er erlebt und gedacht hat. Durch diese Erzählungen erhält der Leser auch zunehmend eine Vorstellung von der fiktiven Welt, die der Autor konstruiert hat. Darin ist alles enthalten, was man aus Dystopien kennt: Aus einer Katastrophe heraus entsteht eine neue gesellschaftsordnung, die allerdings schon bald auf der Kippe steht. Gleichzeitig hat sich die Wissenschaft und Forschung enorm weiter entwickelt. Das führt zu neuen ethischen Fragen und Lösungen. Der Roman endet mit einem faszinierenden, für manchen vielleicht vorhersehbaren, Twist, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Der Schreibstil ist klar und gut zu lesen. Die Ideen und Gedanken, die Beckett damit formuliert, sind manchmal schon sehr philosophisch, erinnern an Science Fiction und erfordern auf jeden Fall einen aufgeschlossenen Leser. Aber sie sind hoch spannend und gar nicht mal so abwägig. Man muss sich jedoch vor dem Lesen bewusst machen, dass es hier weniger um Unterhaltungsliterautr als um eine philosohpische Abhandlung, unterhaltend geschrieben, geht.

FAZIT Bernard Beckett konnte mich wirklich beeindrucken. Auf nicht einmal 200 Seiten gelingt es ihm, aus einer einfachen Idee eine komplette Welt zu erschaffen. Dabei konzentriert er sich auf den philosophischen Aspekt. Es gibt keine Liebesgeschichten, keine echten Dramen. Es bleibt die Frage zurück: Ist der Mensch, das einzige Wesen, das eine Seele hat? Sind wir das Höchste der Schöpfung?


Die Kälte in dir (Kristina Reitmeier)
Die Kälte in dir (Kristina Reitmeier)
von Oliver Kern
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannend, kreativ, unterhaltsam, 13. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich nehme mal mein Fazit ein wenig vorweg: Die Kälte in dir ist ein sehr gut konstruierter Polizeikrimi; leicht zu lesen und sehr unterhaltsam. Besonders die Idee, die hinter der Geschichte bzw. den Morden steckt, hat mir imponiert. Sie ist neu, spannend und sehr intelligent. Das macht mir, (ich habe in meiner Masterarbeit über Polizeikrimis geschrieben) wieder richtig Lust an diesem Genre.

Oliver Kern demonstriert subtil, dass er sehr genau verstanden hat, wie man Spannung aufbaut, den Leser zu keiner Zeit langweilt und die Geschichte nicht vorhersehbar werden lässt.
Gleichzeitig ist es aber auch der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Polizeikrimis. Im Mittelpunkt Oberkommissarin Kristina Reitmeier.Sie entspricht insofern dem Stereotyp, als dass auch sie eine Ermittlerin mit Dämonen ist. Gleichzeitig ist sie aber auch so eigenwillig, dass ich sie als Charakter interessant und unterhaltsam finde. Ihr Gegenpart, Polizei-Psychologiestudent Daniel, ist ebenfalls leicht norotisch und geheimnisvoll. Dennoch bietet er auch andere Facetten als Kristina, so dass die Perspektivwechsel im Roman bereichernd sind.
Da Die Kälte in dir ein Reihenauftakt ist, müssen auch einige Nebenfiguren eingeführt werden. Oliver Kern gelingt es, gerade so viel zu beschreiben, dass man den Überblick behält, alle fürs erste wesentlichen Informationen zu Figuren und Schauplätzen erhält und trotzdem nichts vermisst.

Es gibt Stimmen, die bemängeln, dass Kern manchmal zu ausführlich beschreibt. Ich kann dazu nur sagen: Ich bin Fan von seinem Schreibstil. Ich mag die Wortwahl, wie er Gefühle, Situationen und Menschen beschreibt. Ich fühle mich so als Teil der Geschichte.

Einen Kritikpunkt gibt es jedoch. Während es wie gewohnt für einen solchen Krimi einen spannenden Showdown gibt, ist dieser jedoch nicht das Ende des Buch. Danach folgen noch einige Seiten, die auf die folgenden Bände der Reihe vorbereiten sollen. Mir war das etwas zu lang. Nach der Auflösug des Falls hätte ich gerne den Roman einfach zu geklappt und noch weiter über die Geschichte nachgedacht. Das wurde mir durch den „Epilog“ leider genommen.

FAZIT Oliver Kern beweist für mich, dass deutsche Autoren sich im Genre des Krimis nicht hinter den bekannten Skandinaviern verstecken müssen. Im Gegenteil: Kern bringt mit seinen Ideen für die Fälle frischen Wind mit. Wer also nach einem neuen Krimi-Autoren sucht, der sollte sich Oliver Kern dringend einmal näher ansehen.


Auerhaus: Roman
Auerhaus: Roman
von Bov Bjerg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Funke sprang nicht über, 13. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Auerhaus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich las das Buch, legte es beiseite und war zunächst ratlos. Ich wußte nicht, was ich davon halten soll und auch jetzt, über zwei Wochen später, weiß ich es noch immer nicht so recht.

Der Sprachstil ist leicht verständlich, flüßig zu lesen und an Jugendsprache angelehnt. Ich bin weit über das 17. bzw. 18. Lebensjahr, in dem sich die Protagonisten befinden, hinaus, aber ich habe mich oft gefragt, ob man wirklich so denkt und redet in dem Alter. Stellenweise empfand ich es als etwas zu kindlich.

Die Figuren sind sehr interessant und sehr speziell. Der Erzähler, Höppner, wirkt beinahe am normalsten. Er kommt aus einem schwierigen Elternhaus, so dass sein Wunsch, dort wegzuziehen, absolut nachvollziehbar ist. Sein bester Freund Frieder hat einen Selbstmord überlebt, aber mehr als das, erfährt man kaum. Das gilt auch für die anderen Figuren. Sie sind zum Teil sehr schräg, aber bleiben ach oberflächlich, weil Höppner sich wenig mit ihnen auseinandersetzt. So konnte ich keine Beziehung zu einem Charakter aufbauen. Tatsächlich wirkte es mir manchmal zu unrealistisch.

Stellenweise empfand ich auch die Handlung als zu fiktiv. So junge Menschen dürfen einfach so in ein heruntergekommenes Haus ohne fließend (warmes) Wasser und ausreichend Strom ziehen? Die Eltern schauen nicht nach ihren Kindern, sondern greifen erst ein, als eine Katastrophe passiert. Und im Grunde leben die Jugendlichen einfach so vor sich hin – hauptsache nicht normal. Dafür, dass sie auf dem Dorf leben, finden ihre Taten auffällig wenig Beachtung.

Auerhaus ist eine Erzählung über Jugendliche kurz vor dem Schulabschluss auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Ohne Orientierung stolpern sie hindurch, stürzen sich gegenseitig in die Katastrophen und helfen sich gegenseitig aber auch in Krisensituationen.

FAZIT Trotz der interessanten Idee und der speziellen Charaktere wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen. Die Handlung tröpfelte vor sich hin, irritierte und langweilte mich zur gleichen Zeit. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, aber für mich ist Auerhaus leider nichts Außergewöhnliches. Es ist nett, aber keine unbedingte Leseempfehlung.


Die Spur der Tränen
Die Spur der Tränen
von Mark Neustädter
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, kreativ, faszinierend, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Tränen (Taschenbuch)
KLAPPENTEXT Die fünfjährige Ann-Kathrin verschwindet spurlos. Zwei Jahre später stellt die Polizei die Suche ein. Zur selben Zeit wird dem Vater ein Glas Honig zugesandt. Sind darin die Tränen seiner Tochter konserviert? Eine irrsinnige Vermutung – trotzdem mach sich der Journalist Fritz Zweiheiliger auf die Suche nach dem Mädchen. Er folgt der Spur des Honigs nach Nordspanien und muss sehr bald erkennen: Nur wenn er das Mädchen findet, kann auch er sein Leben retten.

MEINE ERWARTUNGEN Es war eine Weile her, dass ich einen Thriller gelesen hatte. Ich bin ein kleiner Angsthase und hoffte, es würde nicht zu eklig oder gruselig werden.

MEINE EINDRÜCKE Ein wenig habe ich es ja schon bei meinen Lese-Updates durchklingen lassen: es beginnt stark, die Spannung bleibt dann eher auf einem niedrigeren Level und zieht dann ab der Hälfte ordentlich an.

Mark Neustädter alias Oliver Kern kombiniert in Die Spur der Tränen geschickt klassische Krimielemente mit neuen Ideen. So ist der Journalist Zweiheiliger eine eher typische Ermittlerfigur: ein gebrochener Mann, der schwer an seiner Vergangenheit zu knabbern hat und eigentlich nicht mehr ermitteln sollte. Angetrieben von einer fixen Idee plagt er seinen Geist und seinen Körper bis zum Äußersten, immer in der Hoffnung auf Erlösung – für sich und das verschwundene Mädchen.

Neu ist die Idee des Settings. Asturien ist eine spanische Berglandschaft: ungastlich und dennoch faszinierend. Hier leben eigenbrötlerische Menschen, jeder kennt jeden und Geheimnisse werden gerne mit ins Grab genommen. Klar, dass es hier schwer ist zu erforschen, was vor zwei Jahren mit Ann-Kathrin passiert ist. Und obwohl Zweiheiliger durchaus auf stereotype Figuren trifft, gelingt es Neustädter die Begegnungen so spannend zu gestalten, dass der Leser nicht das Gefühl bekommt, er habe das alles irgendwo schon einmal gesehen.
Auch die Idee mit dem Honig, der eine Schlüsselrolle in dem Fall einnimmt, ist neu und gleichzeitig sehr aktuell. Das Bienensterben ist ein wichtiges Thema in der Wissenschaft und beeinflusst den Menschen mehr, als dieser zuweilen wahr haben will.
Die Spannung steigert sich langsam und die letzten 100 Seiten sind absolut fesselnd. Der Showdown ist ein echter Thriller, so schrecklich, dass ich hoffe, es wird niemals verfilmt.

Besonders brilliant ist der Schreibstil des Autors. Anfangs war ich mir noch unsicher, ob mir der Präsens mit der Ich-Erzählperspektive gefallen wird. Meistens geht das für mich ja schief, weil ich mich dann nicht richtig in die Geschichte einfühlen kann. Aber Neustädter hat einen sehr intensiven, bildlichen und realistischen Stil, der einen einfach in die Geschichte einsaugt. Und wenngleich ich Zweiheiligers Aktionen nicht immer gutheißen konnte, seine Gedanken und Gefühle waren mir so nahe, dass ich Mitgefühl hatte. Ich fieberte mit und hoffte, dass er seine Erlösung findet.

Es gibt aber einen Punkt Abzug. Es werden nicht alle Fragen mit absoluter Sicherheit beantwortet. Es bleibt ein Rest Spekulation und Fiktion zurück, was vermutlich nicht jedem Leser gefallen wird. Ich selbst hatte anderes erhofft und bin erst nach einem Gespräch mit dem Autor zufrieden.

FAZIT Die Spur der Tränen ist eine Mischung aus Thriller und Krimi. Zugkraft sind der eigenwillige Protagonist Zweiheiliger und der Schreibstil des Autors. In Kombination mit der kreativen Story hat man hier wirklich viel Lesespaß und Spannung. Die Romane von Mark Neustädter bzw. Oliver Kern sollte man definitiv näher im Auge behalten!


Apfelblütenzauber: Roman
Apfelblütenzauber: Roman
von Gabriella Engelmann
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Feelgood-Roman, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Apfelblütenzauber: Roman (Broschiert)
INHALT Leonie lebt nun seit sechs Jahren in Hamburg zusammen mit ihren beiden Freundinnen Nina und Stella in der alten Stadtvilla. Sie hat sich ihr Leben eingerichtet und fühlt sich wohl. Doch dann beginnen sich ihre Eltern im Alten Land merkwürdig zu benehmen und auch das Leben in der Stadtvilla scheint bedroht. Ob Leonie alles wieder ins rechte Lot bringen kann?

MEINE ERWARTUNGEN Ich habe aus diesem Genre bereits Inselzauber und Inselsommer gelesen. Beides leichte Romane mit Humor, Charme und einer nicht zu vorhersehbaren Geschichte. Das erhoffte ich mir von Apfelblütenzauber nun auch.

MEINE EINDRÜCKE Apfelblütenzauber setzt sechs Jahre nach Eine Villa zum Verlieben ein. Diesen Roman habe ich nicht gelesen und ein Glück ist es auch nicht zwingend notwendig, um mit den Charakteren im Buch zurechtzukommen. Das Wissenswerte bindet die Autorin in den Roman ein.

Es dreht sich alles um Leonie, aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Eine Frau mittleren Alters, die nach einigen Turbulenzen nun ein gemütliches und glückliches Leben in Hamburg führt. Doch nach und nach scheint das zu bröckeln. Erst machen die Eltern im Alten Land Probleme, dann verliert sie ihren Job und auch das Leben in der Villa scheint bedroht. Also atmet Leonie einmal tief durch und versucht alles wieder zurechtzurücken.

Gabriella Engelmann schafft es immer wieder, aus einem scheinbaren simplen Plot mehr als nur eine unterhaltsame Geschichte zu machen. Klischees und vorherhsehbare Handlungen wirft sie einfach über Bord und schreibt ihre ganz eigene Version von einer Romanze. Das ist wohltuend und für jemanden wie mich, der solchen Romanen immer skeptisch gegenübersteht, eine willkommene Ablenkung. Tatsächlich konnte ich mich einfach in die Geschichte hineinfallen lassen, mit Leonie mitleiden, grübeln und ihr Leben neu gestalten.

Sicherlich kann man kritisieren, dass sich alles zu sehr in Wohlgefallen auflöst und die Schwierigkeiten eigentlich hausgemacht sind, aber das passiert alles ohne viel Drama, dass ich es als Leser gerne angenommen habe. Vielmehr schwelgte ich in dem schönen Flair aus Frankreich und Altem Land und fühlte mich fast ein wenig wie im Urlaub. Auf jeden Fall habe ich bem Lesen immer eine Auszeit von meinem Alltag genommen. Kritiker sagen, dass nichts passiert und die eigentliche Handlung – Leonies Neugestaltung ihres Lebens – in den Hintergrund gerät. Tatsächlich ist der Roman ziemlich unaufgeregt und plätschert eher vor sich hin. Es ist ein bisschen, als würde man selbst Teil der Geschichte und erlebt einfach mit, wie die eigene Freundin ihre Leben meistert. Und die ist auch keine Dramaqueen. Ein Glück. Diese überzeichneten Geschichten und Filme sind mir oft zu künstlich.

Sprachlich bleibt Engelmann ebenso sanft und feinfühlig ohne klischeehaft oder dramenhaft zu werden. Die 400 Seiten lasen sich schnell und ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt. Die Geschichte wirkte auch nicht in die Länge gezogen.

FAZIT Sicherlich darf man bei Apfelblütenzauber keinen Plot mit raffiniertem Wendungen und spannungsgeladenen Momenten erwarten. Aber wer zu so einem Buch greift, der will das auch gar nicht. Gabriella Engelmann ist für mich die bessere Nora Roberts: du weißt immer, was du bekommst, es ist dabei aber nie stereotyp, zu vorhersehbar oder langweilig. Es ist wunderbare Unterhaltung, Ablenkung vom Alltag und ein Herzenswärmer. Wer solche Lektüre mag, sollte sich das Buch näher ansehen. Es steht zurecht auf den Bestsellerlisten.


Wir in drei Worten: Roman
Wir in drei Worten: Roman
von Mhairi McFarlane
  Broschiert
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Humorvoll, sympathisch, liebevoll, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Wir in drei Worten: Roman (Broschiert)
INHALT Rachel und Ben waren zu Unizeiten die besten Freunde. Sie verstanden sich auf Anhieb und nichts konnte sie auseinander bringen. Doch kurz vor ihrem Abschluss geschah genau das. Zehn Jahre später begegnen sie sich unverhofft wieder – können sie ihre Freundschaft wieder aufleben lassen?

MEINE EINDRÜCKE Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, in dem aus der Ich-Perspektive von Rachel eine für die Freundschaft zu Ben typische Szene geschildert wird. Danach springt die Geschichte zehn Jahre weiter.
Rachel erzählt immer noch. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Rhys verlobt, die Beziehung scheint aber an einem kritischen Punkt. Scheinbar aus einer Laune heraus trennt sich Rachel dann auch von ihm und steht plötzlich allein da.

Mir war Rachel von Anfang an sympathisch. Ich konnte ihre Gedanken, Zweifel, Gefühle und Wünsche immer gut nachvollziehen, manchmal befand ich mich gar selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation. Und wenn man darüber hinwegsieht, dass ihr Freundeskreis unrealistisch (aber für einen Roman oder Film klischeehaft) eine bunte Mischung aus ganz unterschiedlichen Charakteren ist – dann ist auch das sympathisch. Denn im Grunde eint sie alle die Freundschaft und der Zusammenhalt ist ganz selbstverständlich sehr groß.
Ben war in seiner Jugend ein Frauenheld. Ganz stereotyp mit einem weichen, klugen Kern. Er macht eigentlich nichts falsch. Und so verhält er sich auch Rachel gegenüber für mich immer nachvollziehbar. Bis auf eine Schlüsselszene relativ am Ende im Roman.

Aber darüber konnte ich dann schon hinwegsehen. Denn mit ihrem leicht lesbaren, natürlichen Schreibstil führt die Autorin den Leser ganz sanft durch die Geschichte. So fliegen die Seiten nur so dahin. Es ist leichte Kost, gute Unterhaltung. Denn die Handlung nimmt kaum unerwartete Wendungen und dennoch wirken sie nicht gar so platt, dass ich mich als Leser unterfordert oder auf den Arm genommen fühlte. So findet der Roman dann auch ein erwartungsmäßiges Ende.

FAZIT Man darf bei Wir in drei Worten (warum auch immer dieser Titel…) keine neue Story erwarten. Der Vergleich auf dem Buchdeckel mit Zwei an einem Tag passt gut – wenngleich jener facettenreicher war. Wir in drei Worten ist leichte Unterhaltung. Ein schöner Roman mit Humor, Drama und der richtigen Portion Romantik. Die richtige Urlaubslektüre für den Strand also. Da stören dann auch keine Stereotypen und vorhersehbaren Wendungen mehr. Dennoch ziehe ich genau dafür einen Punkt ab.


Vielleicht mag ich dich morgen: Roman
Vielleicht mag ich dich morgen: Roman
von Mhairi McFarlane
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, wenig überraschend, unlogisch, 14. Juni 2015
INHALT Anna war als junges Mädchen dick und hässlich. Sie wurde in der Schule gemobbt, was seinen grausamen Höhepunkt auf einer Schulparty fand. 15 Jahre später ist Anna nicht mehr wiederzuerkennen – auch für ihren damaligen Schulschwarm James nicht. Sie begegnen sich und James weiß nicht, dass er Anna schon kennt. Ist das ihre Chance auf eine gemeinsame Zukunft?

MEINE EINDRÜCKE Ich hatte mit Absicht den Klappentext ignoriert, weil ich ahnte, dass er mir zuviel von der Geschichte vorwegnehmen würde. Eigentlich war diese Befürchtung unbegründet, da die Story sehr simpel gestrickt ist.

Doch auch Wir in drei Worten war in seiner Handlung nichts Neues, allerdings ein wenig raffinierter. Die Geschichte von Vielleicht mag ich dich morgen zieht sich schon in den ersten Kapitel ein wenig in die Länge, macht unnötige Schleifen und kommt recht spät zum Höhepunkt. Das alles wäre nicht weiter schlimm, wenn der Rest stimmt.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, natürlich und unauffällig. Der Humor ist in diesem Roman etwas dezenter gestreut, aber zum Glück noch da. Ich mag etwas Sarkasmus ja sehr gerne. Die Schwachstelle des Romans liegt für mich bei den Charakteren, genauer bei Anna.

Sicherlich hat die Figur eine schwere Kindheit gehabt, was sie nachhaltig sehr geprägt hat. Allerdings verhält sie sich gegenüber James ziemlich unlogisch. Das fällt zwischendurch nicht so sehr auf – sie freut sich, dass er sie nicht erkennt und fängt im Grunde noch einmal neu an. Doch dann kommt die zu erwartende Erkenntnis und plötzlich dreht sich alles um 180 Grad. Dass das James nicht versteht, ist klar, aber ich als Leser habe das auch nicht mehr nachvollziehen können. James dagegen benimmt sich im Rahmen seines Charakters stets konsequent. Er hat sich vom Jugendlichen zum Erwachsenen verändert und verhält sich immer so, wie man es erwarten würde. Ob man das nun mag oder nicht, spielt dann eine untergeordnete Rolle.

FAZIT Leider konnte mich Vielleicht mag ich dich morgen nicht richtig überzeugen. Es ist kein schlechter Roman – er lässt sich leicht lesen und die Geschichte ist meistens recht unterhaltsam. Aber spätestens ab dem Wendepunkt macht Anna mit ihrem Verhalten alles kaputt. Ich konnte es nicht mehr nachvollziehen und verlor das Interesse und jeglich Empathie. Dies ist leider kein Roman, den ich von der Autorin empfehlen würde. Da war Wir in drei Worten schöner.


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