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Themistokeles

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Ich bin der Herr deiner Angst (Hauptkommissar Jörg Albrecht ermittelt, Band 1)
Ich bin der Herr deiner Angst (Hauptkommissar Jörg Albrecht ermittelt, Band 1)
von Stephan M. Rother
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin der Herr deiner Angst, 26. April 2012
Mit den Ängsten der Menschen zu spielen, ist ein beliebtes Vorgehen in vielen Thrillern, jedoch nicht unbedingt in der Art und dem Vorgehen, wie in diesem Roman. Hier werden einem manches Mal Morde präsentiert, die auf erschreckende und ekelerregende Weise mit den Ängsten der Menschen als Grundlage ausgeführt wurden, oft auch mit deren Urängsten.

Grundsätzlich bin ich in diesem Rahmen ein sehr hartgesottener Mensch, so dass ich mich von solchen Geschichten eher weniger beeinflussen lasse, außer es wird sehr stark mit der Psyche gespielt, sollte man jedoch auf furchterregende, ekelerregende oder brutale Szenen stark ansprechen und reagieren, kann dieser Roman tief in einen eindringen und stärke Gefühlsregungen auslösen, denn die Szenen sind so eindrücklich beschrieben, dass sie die Ängste präzise ausnutzen und wiedergeben.

Insbesondere der Beginn des Romans ist recht heftig und man wird sofort mit einer sehr harten Situation konfrontiert. Zudem läuft das Geschehen auch sehr schnell, so dass zunächst wenig Chancen zu reagieren und tiefer zu reflektieren bleiben, doch circa ab Mitte des Romans wird alles auf eine gefühlte Slow Motion gestellt. Alles wird plötzlich sehr langsam und statt, dass alles Schlag auf Schlag kommt, wird sehr viel diskutiert und bis zum Ende hin bleibt dieser gefühlte Zustand erhalten. Wobei mir die psychologischen Diskussionen sehr gefallen haben, auch wenn es mich verwirrte, wie sich der Stil änderte.

Der interessantes Charakter ist zudem nicht unter den Protagonisten zu suchen, die in meinen Augen etwas eigenartig waren, sondern der Psychologe Max Freiligrath, der im Verlauf der Geschichte in die Handlung eintritt und durch seinen fragwürdigen Charakter und seinen Hintergrund die Spannung in der Geschichte eindeutig hochhält, obwohl nicht mehr so viel zu passieren scheint.

Insgesamt ein Roman, den ich durch den Klappentext ganz anders erwartet hätte und vor allen Dingen, bei dem ich davon ausgegangen bin, dass der Bezug auf die Ängste noch direkter wäre, als es tatsächlich der Fall war, den es aber Spaß gemacht hat zu lesen und der ein denkbar düsteres Ende hat.


Mach's falsch, und du machst es richtig: Die Kunst der paradoxen Lebensführung
Mach's falsch, und du machst es richtig: Die Kunst der paradoxen Lebensführung
von Christian Ankowitsch
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mach's falsch und die machst es richtig, 30. März 2012
Oft passiert es, dass etwas vollkommen anderes bis sogar gegenteiliges passiert, als man eigentlich zu erreichen versucht. Das bekannteste Beispiel ist der Versuch einzuschlafen und das missglücken von diesem. Umso mehr man in dieser Situation versucht zu schlafen, desto wacher wird man. Beginnt man jedoch sich darauf zu konzentrieren wach zu bleiben, schläft man ein.

Christian Ankowitsch beschreibt in diesem Buch viele Gründe warum die Menschen sich so verhalten, wie sie es machen und warum grade darin der Schlüssel zu diesen paradoxen Reaktionen und Verhaltensweisen liegt.

Vieles was der Mensch macht, liegt evolutionärbedingt in seinem tiefsten Inneren verwurzelt und wird daher unterbewusst von ihm gemacht. Teilweise führen die intuitiven Handlungen zu den paradoxesten Verhaltensweisen und es gibt sogar die Möglichkeit diese Eigenschaft des Menschen gezielt zu nutzen, entweder um sich selbst oder um andere zu beeinflussen und zu manipulieren.

Das Buch beschreibt zum einen wissenschaftlich fundiert und sehr genau, warum der Mensch so handelt und zum anderen wird in anschaulichen und oft einem von sich oder anderen bekannt vorkommenden Beispielen, die wissenschaftlichen Thesen erläutert und verdeutlicht. Auch die Beispiele sind häufig fundiert und stammen aus der wissenschaftlichen Forschung. Grade durch diese Kombination gefiel mir das Buch richtig gut, da es nicht so pseudowissenschaftlichen daher kam, aber auch nicht vollkommen trocken war, da alle Thesen nochmal aufbereitet und aus dem rein theoretischen herausgeheoben werden.

Zudem sind manche der Thesen über menschliches Verhalten in ihrem Kern etwas verwirrend, was jedoch auch durch die Beispiele für den Leser sehr schnell verständlich wird, da diese die verworrensten Fakten klar und deutlich aufzeigen und sie somit verständlich machen.

Sehr interessant ist, wie oft man sein Verhalten in dem Buch und den Thesen und Beispielen wiedererkennt und sich dann sagen kann, dass es stimmt was da steht, da man sich selbst so paradox verhält oder auf die genannten Verhaltensbeeinflussungen anspringt.

Auf jeden Fall handelt es sich bei diesem Buch um ein Werk, in dem man viel über sich und andere lernen kann und vor allen Dingen etwas, dass einem später noch nützlich sein mag. Dabei ist das Buch in meinen Augen auf eine angenehme Weise lehrsam, jedoch nicht belehrend.


Die Kinderhexe
Die Kinderhexe
von Roman Rausch
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Kinderhexe, 30. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderhexe (Taschenbuch)
Inhalt: Es ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. In Würzburg, wie auch allen anderen Städten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, lodern die Scheiterhaufen höher als je zuvor, denn der Hexenwahn wütet grausamer denn je.
Die junge Kathi lebt in Würzburg und muss, wie alle anderen Kinder, dem Wahn der dort tobt zusehen. Als dann jedoch ihre geliebte Amme Babette diesem Wahn zum Opfer fällt, schwört Kathi den Verantwortlichen Rache: Sie gibt an Bürger der Stadt auf einem Hexensabbat gesehen zu haben. Diese Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und wird regelrecht zum Selbstläufer, bis auch Kathi in große Gefahr gerät.

Meinung: Etwas ganz besonderes an diesem Roman ist, dass die Protagonistin ein Kind ist, denn das ist weder für historische Romane noch für andere Erzählungen, die an Erwachsene gerichtet sind üblich.
Jedoch finde ich, dass der Roman so ausgezeichnet funktioniert, denn von der ersten Seite an, beginnt man mit Kathi mitzufiebern und man ist ebenso erstaunt und entsetzt über die Grausamkeiten, die zu dieser Zeit Normalität waren, wie es auch Kathi ist. Zudem ist sehr eindrücklich dargestellt, wie wahnwitzig der Glaube damals war und wie leicht unerwünschte Personen dem Tod zuzuführen, mit nur wenigen wohl gewählten Worten.
Des Weiteren fand ich den Effekt, den Kathi unbewusst mit ihrer Tat in Gang gesetzt hat sehr spannend, denn daran konnte man sehr bildhaft erkennen, wie schnell manches einem entgleitet und wie groß die Folgen werden können.
Auch die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, da man kein klares Muster von gut und böse hat, sondern vielmehr einfach Menschen, die vor allen Dingen auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Genau dieses Verhalten finde ich in Bezug auf die historischen Tatsachen ganz besonders gelungen, da es damals vermutlich einfach wirklich so passiert ist.
Das einzige, was ein wenig an dem Roman stört, ist das Ende, welches so wie es im Buch ist, nicht ganz zum Rest der Geschichte passen will, da es einfach sehr schnell geht und weniger detailliert ist als der Rest des Buches, welcher viel liebevoller ausgearbeitet wirkt.
Insgesamt schadet das dem Buch jedoch kaum, denn ansonsten ist die Geschichte einfach großartig und zeigt einem, wie selbst ein kleines Mädchen einen begeistern und etwas bewegen kann und wie grausam die Zeiten damals waren.


Der Fluch des Mechanicus: Ein historischer Frankfurt-Roman
Der Fluch des Mechanicus: Ein historischer Frankfurt-Roman
von Alf Leue
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Der Fluch des Mechanicus, 30. März 2012
Inhalt: Wir befinden uns in Frankfurt um das Jahr 1509, als ein griechisches Dokument von dem jüdischen Metallhändler Abraham Siebenthal entschlüsselt wird. Es beinhaltet die Anleitung zur Herstellung einer Maschine um Gold aus anderen Stoffen zu erschaffen. Was Siebenthal noch nicht weiß: Das Dokument ist verflucht und jeder, der mit ihm in Berührung kam, musste sterben. Zusammen mit der Kaufmannsfamilie Cramer, die ihn finanziell unterstützt, macht sich Siebenthal an den Bau der Maschine.
Zeitgleich verschlägt es Wolf Besigheim nach Frankfurt, denn er hat den Auftrag dort Aufstände gegen die Juden zu verhindern. Als es dann jedoch zu einem dieser Aufstände kommt, den Wolf grade so noch zurückschlagen und somit das Schlimmste verhindern kann, kommt er mit der Geschichte des Dokuments in Berührung. Dieses ist nämlich verschwunden und so machen sich Wolf und der junge Greger Cramer auf die Suche nach dem Dokument, um es wieder in ihren Besitz zu bringen. Wobei Wolf auf dieser Suche mehr findet, als er zuvor geahnt hat, denn er erhält auf seinem Weg neue Erkenntnisse bei einer Suche, die ihn schon seit Jahren umtreibt.

Meinung: Allein wegen der grandiosen Charaktere muss man diese Geschichte schon gelesen haben. Jeder einzelne Charakter ist in sich so facettenreich und menschlich, dass man sie sich geradezu real vorstellen kann. In dem Roman gibt es zudem auch keine Stereotypen unter den Charakteren, d.h. kein reines schwarz-weiß Denken, was ich einfach grandios finde.
Zudem ist der Roman einfach auch noch richtig spannend gestaltet, so dass man bei der Jagd nach dem Dokument mitfiebern muss und einfach auch gar nicht anders kann. Gerade unterstützt durch die Menschlichkeit und den Realismus des Protagonisten und der anderen Charaktere steigt die Spannung, da man einfach nicht mit stereotypen Handlungen rechnen kann. Viele der Charaktere sind mir daher während des Lesens auch sehr ans Herz gewachsen und darunter auch einige Nebencharaktere.
Des Weiteren ist die Darstellung der damaligen Zeit in meinen Augen sehr gelungen, da man sie sich sehr gut vorstellen kann, sie zudem passend ist, eine sehr stimmige Atmosphäre erzeugt und in ihrer Beschreibung die eigentliche Geschichte nicht zu überlagern beginnt.
Insgesamt ist die Geschichte sehr vielfältig und man merkt richtig, wie jeder der Charaktere während des Verlaufs der Handlung wächst und eine Wandlung durchläuft. Jedoch kann man der Geschichte nur schwer in einer Bewertung gerecht werden, wenn man zum einen nicht zu viel verraten will und zum anderen, da sie einfach zu genial ist und für mich eindeutig zu einem der besten historischen Romane zählt, die ich bisher gelesen habe.


Hinter der Nebelwand
Hinter der Nebelwand
von Jörgen Bracker
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen Hinter der Nebelwand, 30. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Hinter der Nebelwand (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Im Jahr 1911 wird Karl Theodor Behr aus einem kleinen Fischerdorf an der Nordseeküste Besitzer eines eigenen Kutters, jedoch ist an diesen Besitz gebunden, dass er Marga, die Tochter seines Geldgebers zur Frau nimmt. Behr liebt jedoch schon seit langem Elsbeth Mandrukeit, welche jedoch aufgrund ihrer Herkunft und antisemitischen Gründen im Dorf nicht sonderlich beliebt ist. Zudem wird Elsbeth augrund eines ehemaligen Verehrers, als Nebelbraut bezeichnet, da dieser sie so nach einer alten Sagengestallt benannte.
In einer nebligen Nacht verschwinden dann plötzlich sowohl Elsbeth, als auch der Kutter von Behr und es dauert nicht lang, dann wird eine Leiche an den Strand gespült und Wittenborg, der Arzt des Dorfes, wird in den Fall verwickelt.

Meinung: In meinen Augen ist es Jörgen Bracker auf eine wunderbare Weise gelungen die Welt, wie sie in der Gegend an der Nordsee um 1911 war, zum Leben zu erwecken. Allein die Beschreibungen der Lebensweise, wie auch Fortbewegungsmitteln und Gedankengut, spiegeln die damalige Zeit sehr gut wieder und schaffen es einen in diese Zeit zu versetzen, da eine sehr stimmige Atmosphäre erzeugt wird. Zudem versetzen auch die medizinischen Vorgehensweisen des Doktors Wittenborg sehr eindrücklich in diese Zeit.
Des Weiteren schafft es der Autor sehr real wirkende Charaktere zu schaffen, die unterschiedlichste Wesenszüge und Motive aufweisen und dem Roman daher auch eine unterschwellige Spannung bescheren, da insbesondere die Mordermittlungen so geschickt gemacht sind, dass viele ein gutes Motiv hätten. Außerdem hat mir Wittenborgs Art an die Ermittlungen heranzugehen sehr gefallen, da sich mich ein wenig an die Art von Watson aus den Holmes-Werken erinnert hat. Es hat mir auch sehr gefallen, dass weniger der Mord an sich im Mittelpunkt stand, als viel mehr den Ablauf der Tat sowie das Motiv was dahinter steht zu entschlüsseln und die Art wie Wittenborg an dieses Unterfangen herangeht.
Ebenso muss ich sagen, fand ich es sehr gelungen, wie der Autor mit unterschiedlichsten Mitteln die Atmosphäre des Romans beeinflusst hat, wie unter anderem durch das Wetter, welches meist in seiner Form sehr zum Geschehen passte und sie eine ganz bestimmte Stimmung und Atmosphäre hervorrief, bei der man oft schon ahnen konnte, wann etwas schlimmeres passieren könnte.
Auch wenn manches in der Geschichte zu erahnen war, blieben für mich jedoch auch viele Dinge bis zum Ende spannend und bis zu ihrer Auflösung unklar, denn nicht mit jedem Teil der Auflösung des Falls hätte ich gerechnet. Aus diesen Gründen handelt es sich für mich um einen sehr guten Krimi mit einer ganz besonderen Atmosphäre.


Die Schwestern von Sunneck: Historischer Roman
Die Schwestern von Sunneck: Historischer Roman
von Martina Frey
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Schwestern von Sunneck, 30. März 2012
Inhalt: Die Schwestern Jonata und Roberta wachsen, trotz der kriegerischen Zeiten die herrschen, behütet auf Burg Sunneck auf.
Jedoch wird die Burg aus heiterem Himmel von Ullrich und Simon von Mechtheim, zwei als Raubritter berüchtigten Brüdern, angegriffen. Während dieses Angriffs wird die Burg eingenommen, der Ritter und Vater der Mädchen getötet und die Schwestern gefangen genommen.
Die einzige Hoffnung die ihnen bleibt, ist Jonatas Verlobter Lorentz, der für den Bischhof von Mainz kämpft. Der jedoch erhält nicht sofort die Unterstützung, die er benötigt, um die Schwestern zu retten und nach und nach müssen alle erkennen, dass sie die Opfer politischer Intrigen und Machtspiele geworden sind.

Meinung: Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem historischen Roman eindeutig eher um ein Werk das Frauen anspricht, da weniger die Kämpfe in den Vordergrund gestellt werden, als vielmehr Jonatas Gefühle, so wie ihre Stärken und Schwächen.
Durch diesen Aufbau ist es der Autorin auf jeden Fall gelungen, sehr interessante Charaktere zu erschaffen, bei denen für mich insbesondere Jonata, die eine leichte Andersartigkeit zum damaligen Frauenbild aufweist, und Simon herausstechen, die sie für mich mit am realistischsten und plastischsten wirkten. Jedoch kam es durch, dass grade Jonatas Gefühle so betont wurden, auch dazu, dass der Roman einen Durchhänger hatte, da nach dem spannenden Anfang sehr lange nur wiederholende Beschreibungen von Jonatas Wut, Trauer und misslicher Lage kamen, die die Handlung in diesem Punkt etwas zu sehr ausgebremst haben.
Was mir jedoch wieder sehr gut gefiel, war die Atmosphäre, die durch die Empfindungen der Charakter und Beschreibungen der Burgen und ähnlichem, sehr schön war und man sich diese mittelalterlichen Gegebenheiten so sehr gut bildlich vorstellen konnte und das Gefühl hatte in dieser Welt von damals drin zu stecken. Insbesondere fand ich auch die Sicht der Männer in Bezug auf die Frauen sehr gut dargestellt.
Auch das Ende hat mir in der Form, wie es präsentiert wurde, sehr zugesagt, da es in meinen Augen einfach perfekt zu diesem Roman passte. Einzig die politischen Machtspiele, die zwar wichtig waren für den Verlauf der Geschichte und ursächlich für das Geschehen, wurden leider nur sehr oberflächlich angeführt, was ich ein wenig schade finde, da die Gründe so wirklich sehr flach wirkten.
Es handelt sich jedoch auf jeden Fall um eine sehr interessante Geschichte um eine sehr interessante junge Frau, wobei ich dazu noch sagen muss, dass ich den Titel nicht ganz so passend finde, weil mir die Rolle der Robert dazu zu gering erscheint.


Engelskraut (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Engelskraut (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
von Gabriele Keiser
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Engelskraut, 30. März 2012
Inhalt: Bundesgartenschau in Koblenz. Kriminalistin Franca hat grade eine ruhigere Phase und genießt den Frühling. Dabei trifft sie auf eine alte Schulkameradin, Ludmilla, die früher nur gehänselt wurde, weil sie so dick war, jetzt aber eine richtige Schönheit ist.
Zur selben zeit entdeckt Hans Kleinauf etwas ungewöhnliches im Garten seiner Nachbarn, nämlich einen Schemen. Wenige Tage später wird die Leiche seines Nachbarn Jürgen Klaussner in einem Beet im Prachtgarten der BUGA entdeckt. Er liegt dort wie da Vincis Vitruvmann und die große Frage ist: War es Mord oder Selbstmord?
Damit ist nun auch die ruhige Zeit für Franca vorbei, denn sie will den Fall so schnell wie möglich lösen.

Meinung: Der Roman beginnt durch Hans Beobachtung und den sehr gelungenen Prolog sofort spannend. Und auch, wenn danach die Geschichte zunächst sehr ruhig weiter läuft und man die Charaktere und Handlungsorte kennengelernt, bleibt eine unterschwellige Spannung ständig erhalten.
Insbesondere haben mir die Charaktere gefallen, die mit Umsicht geplant waren und in ihren Rollen sehr gut passten, wie unter anderem Hans, dessen kleine Nebengeschichte sehr erfrischend ist und in welcher selbst dieser Nebencharakter gut ausgearbeitet ist und eine Entwicklung durchlebt.
Außerdem war etwas sehr interessantes der Bezug zu den unterschiedlichen Pflanzen, nicht nur auf die BUGA beschränkt, sondern auch auf die Gärten von Ludmilla und Hans, wie auch den Tod Jörg Klaussners.
Jedoch muss ich auch sagen, dass die Ermittlungen nicht in dem Maß den Krimi dominieren, in dem ich es für einen Krimi passend gefunden hätte. Auch der letztendliche Täter ist leider sehr leicht zu entlarven und in manchen Situationen habe ich mich echt gewundert, wie blind die Polizisten in diesem Roman ab und an sind, insbesondere die Protagonistin Franca.
Jedoch handelt es sich trotzdem um einen soliden Krimi, den man gut lesen kann und an dem man seinen Spaß hat.


Anatomie einer Affäre: Roman
Anatomie einer Affäre: Roman
von Anne Enright
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anatomie einer Affäre, 30. März 2012
Inhalt: Gina lernt durch ihre Schwester Fiona auf einer Party Seán Valelly und seine Frau sowie seine Tochter Evie kennen. Zwischen Gina und Seán beginnt sich nach und nach etwas zu entwickeln und sie fühlen sich immer mehr voneinander angezogen. Gina beachtet dabei kaum jemand anderen und am wenigsten ihren Mann Connor. Eins jedoch steht Gina im Weg, vollkommen an Seán heranzukommen, seine Tochter Evie, denn mit ihr hat es etwas auf sich, weswegen Gina immer etwas zurückstehen muss, jedoch bleibt für Gina die Frage: warum?

Meinung: Die gesamte Stimmung des Romans war in meinen Augen sehr trostlos. Egal welche Gefühle Gina beschreibt, wirken unecht, als wäre die Protagonistin nicht im Stande diese Gefühle selbst überhaupt zu empfinden, würde sie sich aber einreden, damit sie nicht neidisch auf andere sein muss. Neidisch auf die, die so empfinden können und denen solche Empfindungen entgegengebracht werden.
Auch wirkt Gina auf mich sehr unreif, da viele ihrer Handlungen äußerst unüberlegt und naiv sind. Zudem hat man häufig den Eindruck, dass sie ihre Handlungen gar nicht reflektiert.
Ebenso die Zeiten, in denen der Roman geschrieben ist, sind etwas besonderes und anfänglich gewöhnungsbedürftig, denn in manchen Situationen verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart sehr stark und insbesondere die aktuelle Situation, in der Gina den Roman erzählt, ist lange nicht wirklich deutlich und klar.
Für mich hatte der Roman daher etwas sehr surreales und das auf eine sehr trostlose Art. Durch dieses Gefühl, dass der Roman vermittelt, war er nicht so wirklich etwas für mich, aber wenn es die Absicht hinter diesem Roman ist, ein solches Gefühl beim Leser zu erzeugen, dann ist er auf jeden Fall gelungen.


Schwarzer Schwan
Schwarzer Schwan
von Horst Eckert
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzer Schwan, 30. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Schwan (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Hanna Kraul arbeitet in einer Investmentbank und ihr grade abgeschlossener Milliardendeal wird überraschend abgesagt. Zudem erfährt sie, dass sie von Fremden ausspioniert wird. Dann verschwindet auch noch ganz plötzlich ihre Nichte Leonie, die aufgrund eines Urlaubs ihrer Schwester, grade zeitweise bei Hanna wohnt. Hannas Welt liegt ganz plötzlich in Trümmern.
Der Kriminalpolizist Dominik Roth, der Hanna durch Zufall kennerlernt, möchte ihr unbedingt helfen, da sie ihm sympathisch ist, und gerät so auf sehr dünnes Eis, denn Hanna ist ohne ihr Wissen in eine Affäre hineingeraten, in deren Hintergrund sich ein Klaub von Topleuten aus Politik und Wirtschaft an den Fäden zieht, um ihre Macht und ihren Einfluss zu festigen. Und Hanna bedeutet eine Gefahr für sie.

Meinung: Allein die Darstellung von Politik und Wirtschaft, insbesondere des Bank- und Finanzwesens, die sehr nah an der Realität liegt, macht diesen Roman zu etwas besonderem. Auch wenn ein Glossar der finanzwirtschaftlichen Begriffe, welches leider nicht existiert, auf jeden Fall für viele Leser sehr hilfreich gewesen wäre, da diese doch sehr speziell sind und man vieles einfach nicht kennt, ist die Darstellung toll.
Auch die kriminalistischen Elemente waren sehr spannend, interessant und realitätsnah gezeichnet, was für mich insbesondere durch die Beziehungen der unterschiedlichen Charaktere untereinander deutlich wurde.
Ebenso war die Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Ränkespiele sehr gelungen, da man sie sich in dieser Intensität und Verzwicktheit auch wieder sehr gut in der Realität vorstellen kann.
In manchen Teilen der Geschichte waren gewisse Fakten und Gegebenheiten zwar nicht besonders schwer zu durchschauen, jedoch bleib das Buch durchweg spannend.
Ein wenig schade fand ich jedoch das Ende, da mir dort ein paar Dinge, insbesondere Erklärungen, fehlten, die ich gerne noch geklärt bekommen hätte. Wobei das Ende in seiner Art ansonsten sehr gut zum restlichen Roman passte und somit einen sehr guten Politthriller auf eine stimmige Weise abschloss.


Der Torwächter
Der Torwächter
von Markus Stromiedel
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Der Torwächter, 30. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Torwächter (Gebundene Ausgabe)
Simon ist erst vor kurzem zusammen mit seiner Familie, bestehend aus Eltern und großem Bruder, zu seinem Großvater in ein anderes Land gezogen.
Doch sch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Simons Großvater und nicht nur das, insgesamt wird die ganze Situation immer mysteriöser.
Das Buch passt von der Sprache her sehr gut zur Altersgruppe für die es aufgrund Simons Alter ausgelegt ist, da es von einfachen Strukturen, Worten und Formulierungen geprägt ist.
Zudem erzählt es eine spannende Geschichte, die nicht nur für Jugendliche etwas ist, sondern an der sich auch ältere erfreuen können. Man muss jedoch auch bedenken, dass es sich um den ersten Band einer Reihe handelt und dieser daher eher mehr Fragen aufwirft, anstatt welche zu klären. Insgesamt bleiben mir bis zum Ende viele Dinge sehr schleierhaft, wodurch ich mir zumindest in manchen Punkten ein bisschen mehr Aufklärung gewünscht hatte, auch wenn diese eventuell noch in späteren Bänden kommt.
Außerdem blieben viele der Charaktere noch etwas oberflächlich, wie leider auch Simon, der Protagonist, von dem ich den Eindruck hatte weniger zu wissen, als von Ira, einem Mädchen, dass er im Lauf der Geschichte kennerlernt. Aber vielleicht beginnt er sich als Charakter auch erst in den folgenden Teilen richtig zu entwickeln, so dass Simon als Charakter ein wenig mehr heraussticht. Leider kam er mir von seinem Verhalten her auch ein wenig jünger vor, als er in dem Buch eigentlich sein soll, jedoch kann dass auch einfach daran liegen, dass altersgemäßes Verhalten von jedem etwas anders empfunden wird.
Das Buch nimmt erst etwas später in der Geschichte richtig an Fahrt auf, jedoch ist die Geschichte auch schon davor, jedoch in einem anderen Maße, spannend. Zudem nehmen nach und nach die phantastischen Elemente immer weiter zu und alles wird deutlich mysteriöser, sowie auch die Atmosphäre deutlich gespannter.
Am Ende des Romans möchte man auf jeden Fall wissen, wie es wohl mit Simon und dem Geheimnis, dass ihn umgibt, weiter geht. Zudem kann man an diesem Punkt erkennen, wie schön die Geschichte von Prolog und Epilog umspannt wird.
Insgesamt handelt es sich auf jeden Fall um eine richtig gute Geschichte, insbesondere für jüngere Jugendliche, die auch weiterhin Spannung und eine interessante Geschichte verspricht.


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