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Rezensionen verfasst von
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Symphonie Nr. 6 "Pathetique"
Symphonie Nr. 6 "Pathetique"
Preis: EUR 14,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe bei allen kleineren und mittleren Übeln dieser Welt, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Symphonie Nr. 6 "Pathetique" (Audio CD)
Die Wahrnehmung von Musik ist immer etwas sehr Persönliches. Für mich ist Musik genau dann großartig, wenn ich sie mit meinem persönlichem Erleben verbinden kann, wenn sie Relevanz für mein Leben hat. Und es gibt nur wenig Musik, der das gelingt. Die Symphonie Nr. 6 von Tchaikovsky - besonders ihr 3. Satz - ist ein Beispiel für eine Musik, die über den Moment des Hörens hinaus eine Bedeutung für mich hat. Sie hilft. Sie hilft mir in meinem Leben. Seit vielen Jahren.

Umso höher die Ansprüche an das eigene Leben sind, umso mehr geht auch schief. Wut und Frust, kleinere Hindernisse und größere Ärgernisse, Phasen nahe dem Burnout, Familienfehden und Ehekrisen, all das kann an Bedeutung verlieren, wenn man nur diese Musik hört. Dieser dritte Satz baut einen auf. Er spricht zu einem. Ich meine einmal gelesen zu haben, dass die Besonderheit des Menschen gegenüber den anderen Mitgeschöpfen auf dieser Welt genau in den beiden Fähigkeiten zur Sprache und zur Musik liegt. Und kaum ein Stück Musik illustriert besser, wie nahe die Musik an der Sprache sein kann, wie sehr sich diese beiden Fähigkeiten ergänzen. Eine Botschaft erreicht den Zuhörer, auch ohne dass hier in der Musik Worte verwendet werden. Es ist ein durchdachtes Stück Musik, was wir hier hören. Ein Thema fängt leise an, wird modifiziert, steigert sich, neue Ideen ergänzen sich im Verlauf bis alles in einen widerum durchdachten Höhepunkt mündet, an dem alles klar und einfach, und dennoch mitreissend erscheint. Es gibt einen Text von Tolkien im Silmarillion, in dem die Schöpfung der Welt durch die Götter nicht viel anders beschrieben wird. Lese ich diese Passagen, so denke ich an Tchaikowsky. Höre ich diese Musik, so erinnert sie mich an die Fähigkeit des Menschen zur Schöpfung, und damit auch an meine eigene Fähigkeit als Mensch, Dinge zu erschaffen. Seien es Gedanken, Gegenstände, Lösungen, Texte, Beziehungen zu Menschen.

Viele, die die Pathetique zum ersten Mal hören, fühlen sich an ein Requiem erinnert. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Sinfonie nach dem euphorischen, dritten Satz still und leise und fast etwas traurig endet. Nun hat diese Musik auch im Leben des Komponisten einen besonderen Platz. Sie steht am Ende eines Lebens, das ein schweres war und zu früh - nur kurze Zeit nach der Vollendung dieses Werkes - endete. Tchaikowsky hatte es nicht einfach, und er hat sich sein Leben auch nicht einfach gemacht. Er war homosexuell, in einer Zeit, in der dies von seiner Umwelt nicht akzeptiert wurde. Seine Ehe mit einer Frau endete in einem Desaster. Seine Musik war zu Lebzeiten oft umstritten, er hatte viel Kritik einzustecken, gerade von Menschen, die ihm wichtig waren. Aber er hat sein Ding durchgezogen, und damit im Bereich Musik etwas hinterlassen, was noch über hundert Jahre für viele Menschen Relevanz hat und haben wird. So wie diese 6. Sinfonie, die in ihrer Gesamtheit auch für eine Biographie stehen kann. Erst einmal fängt das Leben langsam und unsicher an, es gibt in der Jugend ein paar Stürme. Dann ist man erwachsen, im vollen Besitz seiner Fähigkeiten. Man macht ein Fass auf (im dritten Satz). Und dann ist es aber auch gut, und man kann notfalls sogar in Ruhe sterben. Denn es ist vollbracht.

Noch ein Wort zu dieser Aufnahme. Die Pathetique mit ihrem dritten Satz kann man auch wie einen Gassenhauer spielen, schnell, dramatisch mit viel Rhythmuss. Man merkt dieser Musik ihr Alter nicht an, und viele Aufnahmen spielen entsprechend aktueller Hörgewohnheiten das alles ziemlich schnell herunter. Ohne jetzt ein Spezialist für klassische Musik zu sein: Hier in dieser Aufnahme wirkt das zuerst etwas ruhiger, bringt aber die die vielen, versteckten Kleinigkeiten in der Partitur besser zur Geltung. Man hört mehr, mehr als es in anderen Aufnahmen der Fall zu sein scheint. Hier entfaltet sich die Musik in ihrer vollen Breite.

Vielleicht hilft ja dieses wunderbare Stück Musik auch noch im Leben von ein paar anderen Menschen.


Revue
Revue
von Eugenio Recuenco
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visionen eines Spielkindes, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Revue (Gebundene Ausgabe)
Vor allem sind die Bilder dieses Buches wohl vom Thema Film beeinflusst, und unter diesen vielen Bildern, die auf Filme zurückgehen, überwiegen wohl die, die sich auf Kubrick und Hitchcock beziehen. Und dann ist es auch noch die Malerei, die hier Ideen für das Medium der Photographie liefert. Vor allem die Surrealisten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind es, deren Einfluss man hier bemerken kann.

Praktisch jedes der hier enthaltenen Bilder scheint einen Bezug zur Kulturgeschichte zu haben. Mindestens aber liegt dem Photo eine besondere Idee zugrunde. Revue, die Unterhaltungskunst vergangener Zeiten, der Circus oder auch mal einfach ein fernes, exotisches Land. Witzig ist die Idee mit den siamesischen Zwillingen. Wenn die Bilder eines gemeinsam haben, dann, dass sie alle irgendwie over the top sind. Immer wird das Original ein wenig übertrieben. So wirkt die Serie von Bildern, die sich mit den Posen antiker Vasen beschäftigt, gleich noch einmal etwas heroischer, ästhetischer, göttlicher als seine Vorbilder. Es ist eine Kunst der Übertreibung, die wir hier zu sehen bekommen. Aber auch eine Kunst mit Humor. Witz ist dem Photographen offenbar nicht fremd. Und so gibt es einen weiteren Eindruck, den dieses Buch beim Leser hinterlässt: Alles hat auch etwas von einem Spiel. Ein Spiel mit Bezügen auf Hoch- und Popkultur.

Mit Werbung ist Eugenio Recuenco, der Photograph dieses Bildbandes, groß geworden. Die in dieser Branche erforderliche, handwerkliche Perfektion merkt man den Bildern auch an. Man merkt, dass hier auch durch die Visagistin, das Licht, die Ausstattung, die Wahl der Aufnahmeorte gute Arbeit geleistet worden ist. Und gutes Handwerk ist auch bei der Gestaltung dieses Buches sichtbar. Man spielt mit der Aufteilung der Seiten, lässt auch einmal eine Fläche frei, wenn es der Wirkung der Aufnahmen dient.

Eine Einführung in das Werk von Recuenco durch Matthias Harder, den Kurator der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin, bietet eine gute Beschreibung der narrativen Elemente in den Aufnahmen - und eine Einordnung des Werkes in die Kunst der Photographie allgemein. Das Buch schließt mit einer kurzen Biographie des Künstlers. Im Gegensatz zum Vorwort ist diese nur auf Englisch vorhanden, genau wie die Zitate des Künstlers, die einige der Bilderserien ergänzen. Es hilft also, ein wenig mehr als Deutsch zu sprechen, wenn man sich mit Recuenco beschäftigen will.


Living in Style Berlin (Styleguides)
Living in Style Berlin (Styleguides)
von Stephanie von Pfuel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neu in Alt, 2. November 2013
Dieser Band kommt zu einer Zeit auf den Markt, in dem die Stadt mit Geld geradezu zugeschüttet wird. Alle wollen nach Berlin, wollen nicht nur einen Koffer in der Stadt, sondern gleich eine Wohnung. Manchmal ist es der privat erfolgreiche Manager aus dem Schwabenland, mal ist es der große, irische Immobilienfonds. Angesichts dieser Mengen von Kapital ist es ein Wunder, dass sich die Stadt nicht noch viel mehr verändert. Aber Berlin hat neben vielem anderem noch eine Besonderheit. Geld saugt Berlin auf wie ein Schwamm. Man könnte auch sagen, wie ein schwarzes Loch. Aber dank dieses Bildbandes erfährt man jetzt auch mal, wo das Geld eigentlich geblieben ist.

Architektonisch ist Berlin vor allem für die großzügigen Altbauwohnungen aus der Gründerzeit berühmt, die vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Basis von standardisierten Grundrissen errichtet wurden. Und so möchte ich vorab schon sagen, dass ein Teil der Kunst dieses Buches darin besteht, die Problematik dieser Grundrisse und ihre Uniformität geschickt zu verbergen. Nur in wenigen Bildern fällt auf, dass hier wenige Repräsentationsräume durch einen langen Schlauch in den Seitenflüger mit Aussicht auf einen Hinterhof ergänzt werden. Die guten Innenarchitekten dieser Stadt wissen ein Lied davon zu singen. Dafür aber sind die Wohnungen von der Fläche her auch mal doppelt so groß wie in anderen, vergleichbaren Städten. Achtet man deshalb genau auf die Photos, so fällt auf, dass hier eigentlich nicht Wohnungen und deren Räume, sondern Objekte in den Wohnungen den Reiz ausmachen. Und da wären wir dann auch beim Reiz der ca. 3,60 Meter hohen Zimmer. Sie bieten vor allem eine Bühne. Für die Inszenierung von Objekten und von Hausherren.

So sind für mich vor allem die Wohnungen spannend, deren Besitzer man aus dem Stadtleben kennt. Patrick Hellmann ist ein Modeschöpfer, der vor allem das russischstämmige Publikum dieser Stadt adressiert und inzwischen auch Innendesign anbietet. Seine Wohnung ist ziemlich genau eine Erweiterung seiner ebenfalls wunderbaren Geschäftsräume in der Schlüterstraße. Ähnliches kann man wohl über Frank Stüve sagen, der das wohl schönste Geschäft für Inneneinrichtung in der Stadt sein eigen nennt. Sein Stil ist dann auch noch gleich bei einer zweiten Wohnung im Buch gut sichtbar, die er für Kunden eingerichtet hat. Bei den im Buch vertretenen Galeristen sind es statt Möbel eher Kunstwerke, die die Räume dominieren. Notfalls taugt so eine Berliner Altbauwohnung eben auch als Museum. "Collector's Paradise", wie es eine der Überschriften im Buch so sagt.

Insgesamt gibt das Buch somit einen guten Überblick über das, was sich mit Geld zum Thema Wohnen in der Stadt dann überhaupt so umsetzen lässt. Es sind Beispiele - denen Einheimische vielleicht weitere, spektakuläre Objekte hinzufügen würden, was aber insgesamt nicht viel mehr Erkenntnisgewinn bringen würde. Wenn etwas für die Stadt typisches fehlt, dann ist es vielleicht eine der wenigen, noch vorhandenen Originaljugendstileinrichtungen. Außer den vielen Altbauwohnungen (dazu zähle ich die ausgebauten Dachgeschosse auf Altbauten jetzt einfach mal auch) gibt es noch deren realsozialistische Variante, dann einige Umbauten von ehemaligen Industriegebäuden und auch eine moderne Grunewaldvilla. Insgesamt sind die Neubauten in der Unterzahl. Geld sucht offenbar eher vorhandene Substanz in Berlin.

Die von einer Innenarchitektin und einer Journalistin geschriebenen Texte zu den Wohnungen sind eher kurz gehalten, erläutern aber die wichtigsten Gestaltungsprinzipien und geben einige Informationen zu den Bewohnern. Der Band ist dreisprachig organisiert, es finden sich jeweils deutsche, englische und französische Texte auf jeder Seite. Der Band lebt vor allem von seinen Photographien, und diese sind hervorragend gemacht, wirken teilweise aber auch sehr inszeniert, vor allem, wenn in Küchen einige Zutaten auch wie Kunstwerke auf Tische verteilt werden. Auch schöne Wohnungen sind nicht immer so aufgeräumt. Das Format des Bildbandes ist groß, die Bindung und Machart sind solide. Ein gutes Geschenk ist dieses Buch für Berliner und solche, die es werden wollen.


John Carter - Zwischen zwei Welten
John Carter - Zwischen zwei Welten
DVD ~ Taylor Kitsch
Preis: EUR 6,40

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lost in Space, 2. November 2013
Rezension bezieht sich auf: John Carter - Zwischen zwei Welten (DVD)
Das Problem mit Hollywood und insbesondere mit Disney ist, dass es den eigenen Geschichten nicht mehr traut. Und das führt dann dazu, dass man eigentlich immer wieder den selben Film dreht. Denn wenn man einmal ein Erfolgsrezept gefunden hat, muss man es ja verwenden. Wieder und Wieder. Schade nur, dass sich das Publikum dann doch irgendwann abwendet. Und schon hat man etwa 250 Millionen Dollar in den Sand (diesmal den des Mars) gesetzt, weil die Kinos leer bleiben.

Dabei hat es die Vorlage eigentlich in sich. Edgar Rice Burroughs Geschichten über John Carter und dessen Nachkommen auf dem Mars gehören zum Kanon der englischsprachigen Science Fiction Literatur vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie mögen zwar nicht ganz die Bedeutung der Geschichten von H. G. Wells, von Arthur Conan Doyle und Jules Verne haben, aber immerhin doch fast. Und mit seinen Geschichten um "Tarzan" hat Burroughs bewiesen, dass er einen auch im deutschen Sprachraum erfolgreichen Mythos schaffen kann. Die Faszination von seinem Mars liegt dabei vor allem in der Beschreibung einer anderen, völlig fremden Welt, in einer Mischung aus Eskapismus und im Aufzeigen dessen, was Burroughs in eigenen Zeit in der wirklichen Welt so fehlte. So sind die Wüsten des Marses schöner als die Erde, die Frauen haben mehr Sex, die Krieger mehr Mut und der ewige Kampf zwischen Gut und Böse hat noch eine wirkliche Bedeutung im Leben der Menschen. Immer wieder verwendet worden ist später das Motiv der sterbenden Welt aus dieser Geschichte. Der Mars hat sein Wasser verloren, das Leben in all seiner Herrlichkeit schwindet langsam. Versunkene Kulturen zeugen von ferner, glorreicher Vergangenheit. Und da fängt es schon an, mit den Problemen der aktuellen Verfilmung. Dass es mal Meere auf dem Mars gab, das taucht schon auf, wird aber in einen einen kurzen Dialog verbannt, der kaum eine weitere Verbindung zur Handlung hat. Und als die schöne Prinzessin denn endlich mal ein wirklich schönes Kleid trägt, muss sie sich auch gleich über dessen Vulgarität beschweren. So bleibt man dann jugendfrei ab 12. Vor hundert Jahren sah Burroughs das wohl eher nicht als Zielgruppe. Disney halt. Für Kinder.

Die Schauspieler mühen sich redlich, Helden und Heldinnen sehen gut aus, geben ihr bestes und kämpfen mit Charme und atlethischer Figur gegen das spießige Drehbuch an. Bei der Gestaltung der edlen Wilden in diesem Film greift man so offensichtlich auf die "Na’vi" aus "Avatar" zurück, dass es schon etwas peinlich ist. Städte und Technologie sind hier (bis auf ein paar pittoreske Ruinen am Bildrand) nicht verfallen, sondern strahlen modernste Computerästehtik aus. Der stille Witz der Vorlage, der den Transfer des Menschen John Carter auf den Mars nicht wirklich erklärt, damit offen lässt, ob das alles nicht doch nur eine Allmachtsphantasie eines einsamen Mannes ist, hat man hier einer Rahmenhandlung mit überraschender Wendung zum Schluss geopfert. Dadurch werden dem Buch in dieser Form fremde, böse Mächte eingeführt, die eigentlich technologisch unglaublich überlegen sind, dann im Detail aber doch eher einfach gestrickt agieren. Disney kriegt überzeugende Bösewichte einfach nicht hin. Und wieder zeigt sich, dass man hier einen Film für Kinder gedreht hat. Und damit hat man die Vorlage verschenkt. Ich wiederhole mich.

So reiht sich der Film leider in die Kette der erfolglosen Verfilmungen ähnlicher Stoffe in den letzten Jahren ein. "The League of Extraordinary Gentlemen", "Wild Wild West", das Remake von "The Time Machine" und andere Filme haben versucht, den besonderen Reiz der frühen Science Fiction einzufangen, sind aber letztendlich daran gescheitert, dass sich in Hollywood zwar immer wieder begeisterte Anhänger dieser Themen finden, die aber dann letztendlich im System Hollywood nicht umsetzbar sind. Die Stoffe verlangen aufgrund der Tricktechnik ein hohes Budget, so dass dann kommerzielle Erwägungen dominieren. Und mit den dann entstehenden, vermeintlich planbaren Blockbustern tut man dann niemand einen Gefallen. Schade eigentlich.


Jupiter 361001 Hand-Allesschneider, silber eloxiert
Jupiter 361001 Hand-Allesschneider, silber eloxiert
Wird angeboten von kleinemaeuse
Preis: EUR 108,47

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Noch nicht in Übung?, 20. Oktober 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Sehen wir es mal vom Ergebnis her: Der Test mit rohen Kartoffeln und mit rohem Kohlrabi will noch nicht so recht gleichmäßig dicke Scheiben ergeben. Und genau das ist es schließlich, warum man sich einen solchen Handallesschneider zulegen möchte. Denn sonst könnte man ja auch mit einem scharfen Messer arbeiten.

Letztendlich liegt das aus meiner Sicht an der Standfestigkeit. Man kurbelt halt. Beim Kurbeln bewegt man in der Kreisbewegung die Kurbel und damit die Maschine etwas nach oben. Ist man nicht ganz genau in der kreisförmigen Bewegung, oder bleibt auch mal das zu schneidende Objekt etwas hängen, so bewegt sich das Gerät. Und schon schwankt die Dicke der Scheiben. Es ergibt sich insgesamt dann eben nicht die Arbeitsweise und das Ergebnis, das man von der Wursttheke aus dem Supermarkt kennt. So ist das Gerät wirklich nur ein Hilfsmittel für seltene Einzelfälle, vor allem dann, wenn es um einfach zu schneidende Lebensmittel geht. Bei mir hat übrigens auch die Befestigung über Saugknöpfe wenig geholfen. Aber das mag auch an der glatten Oberfläche meiner Arbeitsplatte liegen.

Dafür hat das Gerät auch ein paar Vorteile. Die wirklich schweren Profigeräte muss man auseinander bauen, um sie zu reinigen. Hier ist das Gerät so leicht, dass man es schnell mal unter Wasser halten und trocknen kann. Klappt man es zusammen, so ist es einfach zu verstauen. Es ist gut verarbeitet, sieht gut aus. Allerdings fehlt mir auch eine Wanne für das Auffangen der Scheiben und mir würde es helfen, wenn man die Kurbel besser arretieren könnte, weil so das Drehen nur in einer Richtung gut funktioniert. Dreht man in die andere Richtung, so klappt sich die Kurbel ein.

Nein, eine optimale Lösung ist das nicht. Aber ich will auch nicht ausschließen, dass sich das Ergebnis noch verbessert, wenn ich mehr Übung bekomme. Und vielleicht ist der Test anhand von Bratkartoffeln und Kohlrabicarpaccio auch nicht das optimale Einsatzszenario.


Braun Series 7 Elektrischer Rasierer 740s-7, grau/schwarz
Braun Series 7 Elektrischer Rasierer 740s-7, grau/schwarz
Preis: EUR 149,90

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Referenz, 18. Oktober 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dank Amazon Vine bin ich vielleicht immer noch kein Rasierexperte, aber es wird langsam. Testen konnte ich inzwischen Produkte von Philips, Remington, Panasonic (zweimal) und jetzt von Braun. And the Winner is...

Alle Rasierer entfernen zuverlässig den Bart. Kleine Vorteile hat hier vielleicht noch der Philips (nur bei komplett glatten Gesichtspartien) und der Panasonic ES-ST25. Der Braun rasiert jetzt nicht noch gründlicher, eher vielleicht tatsächlich etwas weniger, dafür geht es aber schnell. Irgendwie ist er der effektivste Haarzerstörer, man braucht keine Geduld, man zieht einmal durch und das war es. Auch bei etwas längerem Bart oder an schwierigen Stellen, es bleibt einfach kein Haar stehen. Das Ding spart mir morgens einfach ein bis zwei Minuten, und da ich ohnehin zu wenig schlafe, ist das schon mal großartig. Gute Technik soll es dem Menschen einfach machen, und das klappt hier. Das die Haut nach dem Rasieren kaum gereizt ist, ergänzt dann den guten Eindruck.

Zweitens sind es ein paar Kleinigkeiten, die hier in der Summe einen Unterschied machen. Der Rasierer ist schwer, liegt aber gut in der Hand. Er ist nicht zu laut, was zum Beispiel beim Remington unangenehm auffält. Der Langhaarschneider liefert auch ein gutes Ergebnis. Zwar fand ich es erst einmal schade, dass Braun inzwischen auch einen Langhaarschneider hat, der in einem 90 Grad Winkel vom Rasierer absteht (statt dass man ihn seitlich am Rasierer nach oben schiebt). Dafür aber verschwindet der Langhaarschneider perfekt im Gehäuse, wenn man ihn nicht nutzt. Das ist schon praktisch, weil ich diesen sonst manchmal mit Fingern oder dem Gesicht unabsichtlich berühre.

Geliefert wird der Braun nicht mir einer Plastikabdeckung, sondern mit einer harten Schale, die den Rasierer komplett umgibt. Damit ist dieser auf Reisen besser verpackt, weil die durchsichtigen Plastikdeckel eben doch gelegentlich abfallen, der Scherenkopf damit nicht mehr geschützt ist. Das Kabel wird über einen Winkel seitlich in den Rasierer geführt. Rasiert man sich an der Steckdose, so zieht eine Bewegung das Kabel nicht aus dem Rasierer heraus. Eine Kleinigkeit, aber eben wieder durchdacht. Dass ich hier die Rasierleistung einstellen kann, ist auch schön, allerdings eine Funktion, die ich bisher nicht vermisst habe. Dafür erscheint mir die Wechselanzeige für die Scheren durchaus sinnvoll zu sein. Und auch eine Bedienungsanleitung mit einer Schriftgröße, die sich ohne Anstrengung lesen lässt, steht hier auf der Habenseite.

Und die Sollseite? The winner has a price. Braun langt hier echt zu. High End halt.


WMF 1895526031 Chinesisches Kochmesser 16 cm Spitzenklasse Plus
WMF 1895526031 Chinesisches Kochmesser 16 cm Spitzenklasse Plus
Preis: EUR 69,63

4.0 von 5 Sternen Wirklich chinesisch, 16. Oktober 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das ist die perfekte Waffe zum Zerlegen von Hünchen mit samt Knochen. Denn dieses Messer ist nicht nur scharf, es ist auch noch schwer, so dass Schläge damit richtig Wucht bekommen. Da ist ein Hühnerknochen oder ähnliches kaum ein Hindernis. Aufgrund des Gewichts merkt man auch sofort, dass dieses Werkzeug kaum etwas mit den günstigen Versionen dieses Messers aus dem Asiamarkt um die Ecke zu tun hat. Das hier ist deutsche Qualitätsarbeit. Es ist eigentlich schon näher an diesen Beilen, die beim Fleischer für das Zerteilen genutzt werden. Auch Rippchen sind also jetzt zuhause kein Problem mehr.

Gemüse, auch härteres Wurzelgemüse, unterfordert dieses Messer eher. Natürlich hat so ein Messer auch hier ein paar Vorteile. Aufgrund der Stärke der Klinge bleiben auch bei schnellen Arbeiten die Scheiben kaum am Messer kleben, sondern werden schön auf die Seite geworfen. Dennoch erscheint es mir persönlich hier nicht optimal - möglicherweise, weil meine Schneidetechnik eben nicht chinesisch ist. Für Gemüse nutze ich ein ähnlich großes, nicht ganz so schweres, aber zur Spitze zulaufendes Messer. Erst einmal hat das den Vorteil, dass ich eben auch eine Spitze habe, wenn ich sie gerade brauche (zum Beispiel zum Herausschneiden einer schlechte Stelle). Und zweitens neige ich eher zum Schneiden als zum Hacken, was meine alternden Gelenke eher schont. Und da finde ich eine geschwungene Klinge einfach praktischer.

So erscheint mir dieses Messer insgesamt ein wenig wie auch die original chinesische Küche. So wie dieses berühmte Hühnergericht, wo man das Huhn mit den Knochen klein hakt und dann mit Kräutern dämpft. Großartiges Aroma. Aber für deutsche Küchenverhältnisse doch irgendwie ungewohnt. Aber vielleicht erweitert es auch den Horizont. Ich habe es schließlich gerade erst bekommen.


Logitech Z600 V2.0 Bluetooth Lautsprecher (3,5mm Klinkenstecker) weiß
Logitech Z600 V2.0 Bluetooth Lautsprecher (3,5mm Klinkenstecker) weiß
Wird angeboten von LifeStyle4All

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Form und Funktion, 13. Oktober 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Ton kann nicht ganz mit meinen alten Bass-Reflex-Lautsprechern aus den 90ern mithalten. So wirken die Steicherpassagen bei klassischen Konzerten nicht ganz so dynamisch, die Höhen scheinen zu dominieren. Insgesamt bin ich dennoch positiv überrascht. Weder vom Preis noch von der Größe her sind diese Lautsprecher wirklich als Produkt für Audiophile gedacht. Aber dennoch, es macht Spaß, jetzt auch mal klassische Musik über das IPad zu hören. So spare ich mir dank der Lautsprecher eine weitere Musikanlage für einen weiteren Raum der Wohnung. WLAN und Bluetooth sei dank. Auch für Filme ergibt sich insgesamt ein vernünftiger Ton, die üblichen Explosionen kommen einigermaßen satt rüber - auch wenn die meisten Home-Cinema-Anlagen natürlich mit 5-Kanal-Ton dann doch noch eine ganz Dröhnung liefern. Mein Gott, sind wir alle verwöhnt inzwischen.

Eine Einschränkung ist aber dann doch etwas nervig. Der mitgelieferte Satz Kabel lässt nur eine gemeinsame Stromversorgung über ein gemeinsames Netzteil zu. Damit ist der maximale Abstand zwischen beiden Boxen begrenzt auf nicht einmal eineinhalb Meter. Dies lässt eine optimale Verteilung der Boxen im Raum nicht zu. Ich muss mal herausfinden, ob ein zweites Netzteil hier eine Lösung (und erhältlich) ist. Wahrscheinlich eher nein, weil eine der beiden Boxen auch eine Steuerfunktion für beide Systeme hat. Zwar kann ich verstehen, dass man das so gestaltet hat. Denn die meisten Käufer haben hier sicher eher ihren Schreibtisch als Ort zum Aufstellen im Kopf, statt an Musik für ein größeres Zimmer zu denken. Damit unterfordert man die Boxen aber eher.

Dafür sehen die Boxen wirklich gut aus. Sie sind einfach zu schön, um sie links und rechts neben einem schnöden Computer zu platzieren. Ein helles Grau, eine schöne Form, das passt einfach wunderbar in eine stylische Wohnung. Und auch die Einrichtung, die Anbindung an das IPad und andere Geräte klappt beim ersten Versuch einfach und problemlos. Die vernünftig gestaltete, kurze Gebrauchsanweisung ist dabei nicht wirklich notwendig. Das alles kommt auch für ein solches Produkt solide - fast schon etwas edel - verpackt, so dass es auch als Geschenk gut taugt. Es bleibt also nichts, als eine Empfehlung auszusprechen. Und die Bitte an den Hersteller, noch einmal über eine Lösung mit zwei Stromversorgungen nachzudenken.


Sony CMU-BR100 Skype-Kamera schwarz
Sony CMU-BR100 Skype-Kamera schwarz

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr hübsch, leistungsfähig, aber mit kleinem Bug, 13. September 2013
Für einen kleinen, schwarzen Balken bringt das Gerät durchaus eine Menge. Es sorgt für eine gute Bildqualität, unabhängig vom Abstand der Sprecher vom Gerät. Auch die Mikrofone sind auf größere Abstände eingestellt und kommen damit gut klar. Man ist also gut sichtbar und deutlich zu verstehen, was die wichtigste Anforderung an das Gerät ist. Das Gerät sieht auch gut aus, was bei Sonyprodukten ja auch immer ein wesentliches Kriterium ist. So will ich auf einem schönen Flatscreen eben lieber diesen kleinen Balken haben als eine Box wir das günstigere Alternativgerät von Sony, das CMU-BR 200.

Zuerst hat ich etwas überrascht, dass das Gerät auf den Fernseher geklebt werden sollte. Die Verbindung ist allerdings durchdacht und aufgrund der Form von Fernseher und Kamera gut haltbar. Diese Form der Verbindung sorgt auch dafür, dass man das Gerät an einem beliebigen Punkte der Oberkante des Fernsehers anbringen kann, was bei uns aufgrund der Lage des Sofas durchaus ein Vorteil ist. Die Verbingung über eine klebende Fläche hält auch gut genug, dass man die Kamera mit dem vorhandenen Gelenk ausrichten kann, ohne dass sich die Verbindung wieder löst.

Die Einrichtung ist - eigentlich - sehr einfach, zumahl der Skype Client bei den Fernsehern von Sony in der Regel schon vorinstalliert ist. Man steckt das Kabel in den Fernseher, das Gerät wird erkannt. Etwas länger braucht man nur für die Einrichtung des Skype Clients auf dem Fernseher, was sich aufgrund der Fernsteuerung als etwas mühsam erweist. Ich habe zuerst einen Skype-Account über IPad eingerichtet, dann war das Anmeldung auf dem Fernseher auch kein großes Problem mehr. Über den Testanruf lassen sich Kamera und Mikrofon gut überprüfen.

Eigentlich - denn es gab dann doch noch einen kleinen Bug. Wenn der am Fernseher angeschlossene Bluy-Ray-Player von Sony gleichzeitig aktiv ist, wird das Gerät nicht mehr erkannt. Offenbar teilen sich Player und Kamera/Mikrofon ein paar Systemressourcen, so dass es hier einen Konflikt gibt. Ist der Player nicht eingeschaltet, läuft wieder alles problemlos. Zur näheren Beschreibung: Ich verwende einen Bravia KDL-55HX925 mit aktueller Systemsoftware, sowie einen Sony Blue Ray 3D Player Typ BDP S790.


Arabiens Stunde der Wahrheit: Aufruhr an der Schwelle Europas
Arabiens Stunde der Wahrheit: Aufruhr an der Schwelle Europas
von Peter Scholl-Latour
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Nahen Osten nichts Neues, 12. September 2013
Der Mangel des Buches - wenn man denn von einem solchen sprechen will - ist die fehlende Aktualität. Denn seit dem Abschluss der Arbeiten am Buch im September 2011 ist schon wieder eine Menge passiert, in Syrien herrscht Bürgerkrieg, Gaddafi ist schon lange Geschichte, in Mali sind Franzosen gegen Islamisten und Touaregs in den Krieg gezogen und in Ägypten kamen die Muslimbrüder durch Wahlen an die Macht und wurden dann auch schon wieder nach Demonstrationen durch das Militär abgesetzt. Offenbar dreht sich das Rad derzeit so schnell im Nahen Osten, dass ein Buch mit tiefgreifender Analyse der politischen Strukturen einfach nicht mehr hinterher kommt.

Laut Peter Scholl-Latour muss es das vielleicht aber auch nicht. Von seinen Reisen berichtet er hier - und diese reichen in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Und selbst da macht der Autor nicht halt. Plausibel wird erklärt, wie selbst Ereignisse vor über tausend Jahren heute noch eine Bedeutung in aktuellen Konflikten haben. So ist eine der vielen, spannenden Erkenntnisse des Buches, dass innerhalb der islamischen Gemeinschaft Konflikte zwischen (zum Beispiel) Sunniten und Schiiten viel blutiger und viel dauerhafter ausgetragen wurden als der entsprechende Konflikt zwischen Juden und Muslimen, der heute unsere Wahrnehmung der Region so dominiert. Und auch über das Vorurteil, dass man mit überzeugten muslimischen Klerikern und Politikern nicht reden könnte, darüber hat Scholl-Latour viel zu sagen. Er trifft bei seinen Reisen in die Länder des Islams eben nicht nur eine Sorte von Menschen, sondern beschreibt sehr gut, wie sich - wie auch bei uns - unterschiedliche Persönlichkeiten in unterschiedlichen Ansichten, Handlungen, Auswirkungen materialisieren. Laut dem Autor lohnt es sich, auf Details zu achten und vor allem lohnt es sich, auch mit den vermeintlich Bösen Gespräche zu führen. Leider ist das unserer politischen Kultur inzwischen fremd.

So verwundert es auch nicht, dass Scholl-Latour sich inzwischen völlig jenseits jeder Form von Tagespolitik sieht und dabei dann auch in der Regel zur Opposition typischer europäischer und amerikanischer Wertungen steht. Omar el-Bashir, von der Weltgemeinschaft geächteter Präsident des Sudan, hat immerhin ohne einen mit Syrien vergleichbaren Bürgerkrieg der Sezession des Südens seines Landes zugestimmt. Und der vermeintliche Völkermord in Dafur soll vielmehr als eine neue Spielart der seit Jahrtausenden üblichen Konflikte zwischen Viehzüchter und Ackerbauern am Rande der Wüsten der Sahelzone sein. Das Buch bietet hier also wirklich Konfliktstoff, und man muss die Meinung des Autors nicht immer teilen. Und auch die Kritik an der deutschen Außenpolitk kann man von zwei Seiten sehen. Immerhin spricht aber für den Autor, dass er durchaus mehr aus persönlicher Anschauung kennt als viele andere Kommentatoren der Ereignisse und wohl auch mehr als viele der Akteure.

Und vor diesem Hintergrund mag man dem Autor dann auch verzeihen, dass er sich kleine Eitelkeiten im Text nicht immer verkneifen kann.


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