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Beiträge von Alexander Gebhardt
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Rezensionen verfasst von
Alexander Gebhardt "majorcrampas"
(TOP 500 REZENSENT)   

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X-Men Apocalypse [Blu-ray]
X-Men Apocalypse [Blu-ray]
DVD ~ Sophie Turner
Preis: EUR 10,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apocalypse Now, 18. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: X-Men Apocalypse [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Mutant Apocalypse, einst schon von den Ägyptern als Gott verehrt und als Folge einer Rebellion verschüttet, erwacht in den frühen Achtzigern aus seinem langen Schlaf und muss erkennen, dass die Menschen nun die Herren der Welt sind und "seine" besonderen Kinder ihre mächtigen Kräfte nicht nutzten, um die eigentlichen Herrscher zu werden. Diesen Makel will der ehemalige Gottkönig natürlich umgehend beheben und sammelt eine Gruppe mächtiger Mutanten, darunter Professor Xaviers Freund Eric alias "Magneto", um sich. Doch auch die X-Men haben ihre Hausaufgaben gemacht und stärken ihre Reihen, um Apocalypse entgegen treten zu können. Als dieser sich dann aber Zugriff auf Cerebro verschafft und zudem auch noch Charles Xavier entführt, sieht eine weiter Gruppe ihre Chance gekommen und attackiert das Heim der jungen Mutanten. Während Mystique, Beast, Jean Grey, Nightcrawler und Cyclops in einer abgeschotteten Militäreinrichtung festsitzen, beginnt Apocalypse mit der Umsetzung seiner Vision einer neuen Welt und lässt die alte Ordnung komplett aus den Angeln heben.

Die durchwachsenen Kritiken im Vorfeld gaben mir etwas zu denken, aber letztlich ist "X-Men: Apocalypse" ein Fest für die Freunde der Comicvorlagen. Während die Story selbst in ihren Grundzügen nichts wesentlich Neues liefert, sondern die Erde nur mal wieder an den Rand ihrer Vernichtung und darüber hinaus führt, liegt der Faszinationsteufel im Detail und vor allem in der tiefergehenden Vorstellung de Figuren. Fast die gesamte erste Stunde der Laufzeit widmet sich Magnetos Bemühen, der Welt zu entsagen, von Scott Summers (Cyclops) Leidensweg bis hin zu Kurt Wagners (Nightcrawler) Finden eines neuen Selbstvertrauens. Das raubt natürlich dem Hauptplot ordentlich Zeit und Raum, bringt aber die Figuren gekonnt in Stellung für das packende Finale. Die Zwischenstation in Strykers Basis offenbart die nächste Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte - allerdings erst in Hälfte zwei. Schauspielerisch schöpft man aus bekannten Gewässern, so gibt James McAvoy erneut gekonnt den jungen Professor X, während Michael Fassbender dem ambivalenten Charakter Magnetos erneut eine unheimliche Präsenz verleiht. Auch die Neulinge schlagen ein, selbst Sophie Turner ("Game of Thrones") als Jean Grey macht Famke Janssen fast schon vergessen und verleiht der Figur mit (unfreiwilliger?) Zurückhaltung ebenfalls eine neue Nuance. Heimlicher Star ist aber, wie im Vorgänger "Zukunft ist Vergangenheit", erneut Evan Peters als Quicksilver, der schon wieder die beste Szene im ganzen Film auf den Leib geschrieben bekam.

Technisch haut die Scheibe erwartungsgemäß "einen raus", denn das rasiermesserscharfe Bild mit den intensiven Farben und die Dauerbefeuerung aller Kanäle aus allen Lautsprecherrichtungen ist einfach "state of the art". Details erspare ich mir hier, dass haben andere Rezensenten wie Century oder Herr Knackstedt schon ausreichend und exzellent geschildert. Standesgemäß fallen auch die Extras aus, die vom handelsüblichen Making-of über "Spaß am Set" bis hin zu entfernten/gekürzten Szenen alles bieten, was das Fanherz höher schlagen lässt.

Unterm Strich ist "Apocalypse" für mich, nicht zuletzt auf Grund seiner enormen Kurzweiligkeit, eine ganze Prise besser als der Vorgänger, den ich einst mit vier Sternen bewertete. Man mag zwar die Oberflächlichkeit der Geschichte kritisieren können, im Detail wird hier aber eine ganze Menge Comic-Inhalt in knapp 135 Minuten gepresst OHNE zu gehetzt zu wirken, wie das z.B. beim ebenfalls recht aktuellen "Captain America: Civil War" leider gehalten wurde. Selbst "Dr. Strange" scheitert, wenngleich nicht am Anspruch, an den exzellenten Unterhaltungsqualitäten des Streifens. Daher gibt es für mich momentan keine andere Möglichkeit, als die Maximalwertung zu zücken und Bryan Singers neuestem Streich aus dem "X-Men"-Universum nicht ohne fünf Sterne davon kommen zu lassen.

PS: Warum schreibe ich Rezensionen? Um andere vor herausragend miesen Produkten, einer Menge Ärger und sonstigen Weltuntergängen zu bewahren. Und wiederum anderen Leuten zu bestätigen, dass das Objekt ihrer Begierde ein Mordsfeger ist und irre Spaß bringt. Mission erfolgreich? Dann ab auf den "hilfreich"-Button. Nicht mit einer Rezension einverstanden? Unabhängig davon, dass Kunst meist im Auge des Betrachters liegt und man über Geschmack immer streiten kann, aber nicht sollte, kann sich natürlich auch ein vollständiges Missverständnis einschleusen. Entsprechende Hinweise bitte in die Kommentare schmeißen. Danke :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2017 1:32 PM MEST


Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 6: Iron Man wird geboren
Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 6: Iron Man wird geboren
von Stan Lee
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Roter Sammelwahn Nr.6: Der eiserne Zauberlehrling, 18. April 2017
Playboy Tony Stark hat eigentlich alles, was sich ein Mensch so wünschen kann: Geld wie Heu, einen abwechslungsreichen Job, Einladungen auf so ziemlich jede Party der High Society und gefühlt an jedem Finger eine aufreizende Dame, die ihm die Wünsche von den Augen abliest. Doch als er im Dschungel Vietnams in eine Sprengfalle gerät, sich einen Splitter in Herznähe einfängt und auch noch in der Gefangenschaft des "Roten Guerilla-Tyrannen" Wong-Chu landet, gehört das einst malerische Leben der Vergangenheit an. Im Auftrag des Dschungel-Despoten soll Stark für ihn mächtige Waffen erschaffen, nutzt jedoch die Fülle an zur Verfügung gestellten Materialien und das ausreichend ausgerüstete Labor, um eine Kampfrüstung für sich selbst zu bauen und diese zur Flucht zu benutzen - "Iron Man" ist geboren.
Die zweite Geschichte spielt zu der Zeit, als Stark Industries eng mit dem japanischen Konzern Fujikawa verbunden ist und Tony ein Auge auf die Firmenerbin Rumiko geworfen hat, die ihn jedoch zwangsläufig, auf Grund seiner Geheimidentität, nur in seiner Rolle als argloser Playboy, nicht aber als heldenhafter "Eiserner", kennt. Nachdem beide in Japan während der Vorstellung einer neuen biologischen Legierung von einer unbekannten Macht, die auf Starks ursprüngliche Version des "Iron Man"-Anzuges zurück greift, angegriffen werden, muss Stark, um die Maskerade aufrecht zu erhalten, in einer entscheidenden Situation er selbst bleiben und gerät in tödliche Gefahr. Zuhause in den Staaten gerät er schließlich in einen Konflikt mit Whiplash, der seine Rüstung beschädigt, was wiederum einen simplen Blitzeinschlag zu einer herausragenden Bedrohung werden lässt, die dem Iron-Man-Anzug eine eigene Persönlichkeit entwickeln lässt, die von nun an jedwede Gefahr für sich, Tony und den Rest der Welt lieber umgehend eliminieren, als irgendeinen Akt der Gnade walten lassen möchte. Da sich die künstliche Intelligenz auch nicht zu fein ist, Tonys Freunde zu bedrohen und ihn selbst in seinem eigenen Haus zu inhaftieren, muss er einen Weg finden, Kontakt nach außen oder die Flucht aufnehmen zu können...doch wie soll das gegenüber einem Gegner, der Tony selbst bis in die Tiefen seiner eigenen Psyche kennt, auch nur ansatzweise von Erfolg gekrönt sein?

Irgendwann kommt ja der Punkt, an dem man glaubt, man habe inzwischen so ziemlich jede Facette eines Helden zumindest ansatzweise erlebt. Während die erste Geschichte des Bandes rund um "Iron Man" zum wiederholten Male die Geburt jenes Streiters in den Mittelpunkt stellt, widmet sich "Die Maske in Iron Man" seinen verletzlichen Seiten und vor allem den Konsequenzen seines weitestgehend verantwortungslosen Umgangs mit den offenbar doch schwerer als gedacht kontrollierbaren künstlichen Intelligenzen. Wir erleben einen Tony Stark, der ohnmächtig miterleben muss, wie seine eigene Kreation gegen alles opportuniert, was er eigentlich hinterlassen möchte und die seinen guten Namen nachhaltig in den Schmutz zu ziehen droht. Der auf einfachste Mittel reduzierte Showdown auf einer einsamen Insel des Bikini-Atolls erdet den Charakter jedoch wieder nachhaltig und zeigt, dass Stark, trotz aller Eigenarten, eben nicht nur jener oberflächliche Playboy und lockere Streiter für das Gute ist, den er so oft geben muss. Unterstützt wird die zweite Story von modernen Zeichnungen, wie man sie zu Beginn der 2000er auch erwartet und die damit natürlich die Geschichte atmosphärisch sekundieren. Als Boni gibt es technische Zeichnungen der Iron-Man-Rüstungen, ein Feature zur Entstehung der Figur und natürlich eine recht ausführliche Charakterbiografie.

Zwar schafft es der Band um den "Eisernen" nicht ganz, das herausragende Level der Vorgänger zu halten, aber dennoch wären ein Abzug von einem ganzen Stern schlichtweg zu viel, um diesen weitaus geringeren Unterschied darzustellen. Gäbe es halbe Sterne, wäre mir die Ausgabe 4,5 wert, aber die runde ich gerne auf die (knappen) vollen fünf auf, denn kurzweilige Unterhaltung und eine neue Facette des eisernen Helden bekommt man nicht allzu oft im Genre.
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DC Comics Graphic Novel Collection 111: Flash - Am Limit
DC Comics Graphic Novel Collection 111: Flash - Am Limit
von Danny Bilson
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sammelwut Nr.111: Die letzte (Schall-)Grenze, 17. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kaum hat Bart Allen, der ehemalige "Impulse", die notwendige Kraft und Motivation gefunden, das schwere Erbe des Flash anzutreten, bekommt er es auch schon mit einer ganzen Riege an Superschurken zu tun. Zuerst versucht sein "Zwilling" Ratio den aus einer Elektronenwolke bestehenden Wissenschaftler Moto, mit dessen Tochter Bart eine Beziehung pflegt, wieder in einem Körper zu manifestieren, was jedoch nur das Vorspiel zur planmäßigen Auslöschung aller Speedster sein soll. Um den Plan durchzuziehen benötigt Ratio allerdings die tatkräftige Hilfe von Abra Kadabra, Captain Cold, Heatwave, Piet Piper, Mirror Master und Weather Wizard, die natürlich allesamt zustimmen, in so fern der Flash tatsächlich das Zeitliche segnen wird. Bart hingegen hat inzwischen, im Sinne seines Großvaters Barry, eine Ausbildung zum Polizeiforensiker begonnen und ist nach Los Angeles gezogen. Dort muss er schnell feststellen, dass ein Superheldendasein und das Bewahren der eigenen Geheimidentität ziemlich schwer miteinander vereinbar sind, wenn einem so ziemlich jeder Schurke des Kontinents auf den Fersen zu sein scheint.

"Am Limit" präsentiert uns einen Storybogen, der erst relativ gemächlich in altbekannte Erzähl-Gewässer zu führen scheint, aber im Finale eine Rakete nach der anderen zündet. Ratio, besessen von seinem lediglich künstlich erzeugten Zugriff auf die Kräfte der Speedster, wirkt in seiner kindlichen Art kaum wie eine wahre Bedrohung, selbst die Rogues strahlen zunächst nur wenig bedrohliche Signale aus, aber was dann folgt, verschlägt den Fans des "Roten Blitzes" sicher das ein oder andere Mal den Atem. Als Abwechslung erhalten wir sympathische Einblicke in Bart Allens Liebes- und Ausbildungsleben, die der Figur das entscheidende emotionale Profil verleihen, um die finalen Ereignisse noch ein wenig bitterer zu gestalten. Leider laufen diese dann auch recht rasch ab und wo auf den ersten Seiten die entsprechende Kurzweiligkeit minimal abhanden kommt, schlägt sie auf der literarischen Zielgraden dann um so heftiger zu und man möchte eigentlich noch weiter blättern, nachdem die Endsequenz ihre schicksalhaften Folgen offenbart hat. Wie man es von einem Comic aus dem Jahr 2007 erwarten kann, wird die Geschichte von dynamisch-moderner Zeichenkunst unterlegt, die für eine passende Atmosphäre sorgt. Als Boni gibt es eine Galerie mit imposanten Großmotivdrucken und die erste Begegnung zwischen Flash und Abra Kadabra aus "The Flash #123" (1962).

Zu Beginn empfand ich "Am Limit" ironischerweise fast schon etwas dröge, aber dank der sympathischen Figuren bleibt man glücklicherweise bei der Stange, bis der perfide Plan Ratios endlich seiner bitter-bösen Früchte trägt. Was dann folgt rettet den verloren geglaubten fünften Bewertungspunkt und beschert Ausgabe 111 der Sammlung eine knappe, aber verdiente Maximalwertung.
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Wir sind die Neuen
Wir sind die Neuen
DVD ~ Gisela Schneeberger
Preis: EUR 5,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiblich, ledig, alt sucht..., 16. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Neuen (DVD)
Die horrenden Mietpreise in München zwingen die ehemalige Biologin Anne dazu, ein Revival ihrer Studenten-WG zu versuchen. Gemeinsam mit dem Juristen Johannes und dem früheren Mädchenschwarm Eddi schafft sie es, eine der begehrten Wohnungen in der Innenstadt zu erhalten. Doch perfekt ist das Glück der kleinen "Kommune" keinesfalls, denn die Nachbarn, fleißige Studenten in ihren Examensvorbereitungen, nehmen es mit Hausordnung und Ruhezeiten äußerst penibel, womit ein Streit mit den diesbezüglich etwas lockereren Neubewohnern vorprogrammiert ist. Obwohl Anne und ihre Spießgesellen von der jungen Generation als Alteisen abgetan werden, das Idealen der Siebzigerjahre hinterher rennt, zeigt sich schnell, dass die "Alten" noch nicht ganz so viel von ihrem Feuer verloren haben und ideal als erfahrene Berater in fast allen Lebenslagen sind.

Sympathisch, bedacht und mit viel Gefühl - diese drei Eigenschaften vereint "Wir sind die Neuen" auf beeindruckende Art und Weise in einem Film, den ich so eigentlich nicht erwartet hätte. Das beginnt mit der recht altbacken wirkenden Thematik, die aber Fahrt aufnimmt, sobald der Generationenkonflikt offen zu Tage tritt und beide Mietparteien sich den redensartlichen Dreck unter den Fingernägeln nicht mehr gönnen. Positiv dabei ist auch, dass man hierbei nie unter die Gürtellinie abrutscht und die Streitereien unter Nachbarn damit fast eine gehörige Portion Authentizität erreichen...wobei der Begriff wohl etwas hoch gegriffen scheint, denn natürlich bewegt sich auch Regisseur Ralf Westhoff in einer idealen Welt, in der kein Konflikt unüberbrückbar zu sein scheint. Als Gesellschaftssatire funktioniert seine Mietshauskomödie jedoch allemal und rückt mit Heiner Lauterbach jemanden in die Mitte der Ereignisse, den ich bisher eher mit irgendwelchen zweitklassigen TV-Filmen oder akut überschätzten Kinoproduktionen ("Rossini") verband. Auch der Rest des, mir allerdings bis dato weitestgehend unbekannten, Ensembles fügt sich hervorragend in die Geschichte ein und die knapp 90 Minuten vergehen wir im Fluge.
Kurz zur DVD: Weder am Bild noch im Tonbereich gibt es irgendwas zu bemängeln, es handelt sich bei "Wir sind die Neuen" halt um einen der Filme, bei denen man sich die paar Euro für das HD-Update auf Blu-ray sparen kann - der Inhalt dominiert quasi über die technischen Möglichkeiten.

Anderthalb Stunden gute Unterhaltung, ein sympathisches Schauspiel-Ensemble und eine angenehm unaufgeregte Regiearbeit ergeben somit einen durchaus empfehlenswerten Film, der allerdings seine volle Wirkung erst ab einem gewissen Alter (nicht unbedingt 50plus, ich selbst bin Mitte 30 und habe mich teilweise köstlich amüsiert...) entfalten wird. Da das für mich aber kein Grund ist, irgendwelche Wertungspunkte abzuziehen, gibt es die Bestwertung und eine klare Empfehlung für alle Freunde leichter und dezent gesellschaftskritischer Unterhaltung.


Willkommen bei den Hartmanns [Blu-ray]
Willkommen bei den Hartmanns [Blu-ray]
DVD ~ Senta Berger
Preis: EUR 13,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reizthema Integration + jede Menge Klischees = beste deutsche Familienunterhaltung, 16. April 2017
Das Leben der etwas arg spießbürgerlichen Familie Hartmann gerät merklich aus den Fugen, als die engagierte Frau des Hauses (Senta Berger) dem jungen Nigerianer Diallo (Eric Kabongo) aus einem Flüchtlingsheim holt und ihn bei sich zu Hause einquartiert. Während das liebe Töchterchen, Dauerstudentin Sophie (Palina Rojinski), ihre Mutter in ihrem sozialen Engagement unterstützt, stehen Vater Richard (Heiner Lauterbach) und ihr Bruder Philipp (Florian David Fitz), der Prototyp des erfolgreichen Anwalts, dieser Idee eher skeptisch gegenüber. Auch die Nachbarn und andere Bekannte der Familie reagieren stark unterschiedlich auf den Neuzuwachs der Hartmanns, der sich kaum von einem Kulturschock erholen kann, bis er vom nächsten heimgesucht wird. Und als wäre das nicht schon genug Stress, muss sich Richard mit der bitteren Erkenntnis anfreunden, den Anschluss an die moderne Generation verloren zu haben und zum redensartlichen "alten Eisen" zu gehören.

Eines muss man Simon Verhoevens aktueller Komödie ja durchaus zugestehen: Inhaltlich ist sie von vorne bis hinten einfach nur gut gemeint. Die Idee, eine Familie des gehobenen deutschen (Spieß-)Bürgertums auf einen armen afrikanischen Flüchtling loszulassen, ihn die Eigenarten deutscher Willkommens- und Leitkultur erleben sehen zu können und vor allem eine gewisse Bandbreite an Reaktionen auf Deutschlands Aufnahme von Flüchtlingen Revue passieren zu lassen, bietet eine Hülle und Fülle an potentiell unterhaltsamen Stoff, den der Regisseur auch wohl dosiert zu einer angenehmen Mixtur anrühren kann. Schmerzlich ist dabei nur der Mangel an Realität, aber letztlich nimmt sich "Willkommen bei den Hartmanns" mit seinen Verweisen auf Rosamunde Pilcher in diesem Kritikpunkt glücklicherweise selbst aus der Schusslinie. Wo damit letztlich, und mit Recht, die gute Unterhaltung über potentiell ausbaufähige Ernsthaftigkeit triumphiert, bleibt natürlich ebenfalls das zusammengetrommelte Schauspielensemble positiv zu erwähnen. Zwar konnte ich mich mit der etwas zu seriösen Senta Berger eher weniger arrangieren, aber insbesondere so wohl Kabongo als Diallo, aber noch überraschender Rojinski als "Prinzessin" Sophie liefern richtig gut ab und kredenzen uns damit einen deutschen Wohlfühlfilm auf hohem Niveau.

Kurz zu Technik der Scheibe: Bild und Ton sind für eine deutsche Komödie, von der ich so etwas nicht unbedingt erwarten würde, auf Spitzenniveau. Intensive Farben, rasiermesserscharfe Detailgrade und maximal eine leichte Schwäche im Bereich unscharfer Schwarzwerte, bestimmen das Bild, während wir tonal mit der deutschen DTS-HD-Master-Audio-5.1-Spur vernünftige Räumlichkeit und klar ortbare Dialoge in jedweder (Film-)Lebenslage serviert bekommen (sogar in der Disco, wo sogar Richard akute Verständnisprobleme zu haben scheint...). Die Extras, die komplett in HD vorliegen, setzen sich aus den üblichen Verdächtigen, also z.B. entfernten Szenen, Outtakes, Infos zur Familie Hartmann und ihren Darstellern und ein Making-of nebst einigen Premierenmomenten, zusammen.

Unterm Strich hat mich mein diesjähriges filmisches "Osterei" also kurzweilig und vor allem sympathisch unterhalten, was ich von einem Film mit Heiner Lauterbach und Palina Rojinski, bis vor einiger Zeit fast noch darstellerische Reizfiguren für mich, so nicht erwartet hätte. Abzüge gibt es für die etwas unpassende Senta Berger (bitte nicht als negative Kritik an dieser fantastischen Schauspielerin verstehen, aber der Rest des Ensembles harmonierte einfach wesentlich mehr untereinander...) und die insgesamt zu harmlos ausfallende politisch-gesellschaftliche Botschaft des Filmes, welche die Flüchtlingsproblematik dann doch zu sehr aus privilegierter Sicht darstellt, um auch allgemeinere Aussagekraft auf sich ziehen zu können. Vier Sterne erscheinen mir aber als angemessen, denn auch wenn der Streifen arg klischeebeladen ist, hat gute Unterhaltung einfach auch ein Anrecht auf eine gewisse Portion Glück mit einer gehörigen Prise Schmalz.

PS: Warum schreibe ich Rezensionen? Um andere vor herausragend miesen Produkten, einer Menge Ärger und sonstigen Weltuntergängen zu bewahren. Und wiederum anderen Leuten zu bestätigen, dass das Objekt ihrer Begierde ein Mordsfeger ist und irre Spaß bringt. Mission erfolgreich? Dann ab auf den "hilfreich"-Button. Nicht mit einer Rezension einverstanden? Unabhängig davon, dass Kunst meist im Auge des Betrachters liegt und man über Geschmack immer streiten kann, aber nicht sollte, kann sich natürlich auch ein vollständiges Missverständnis einschleusen. Entsprechende Hinweise bitte in die Kommentare schmeißen. Danke :)


Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 5: Hulk - Die Hunde des Krieges
Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 5: Hulk - Die Hunde des Krieges
von Paul Jenkins
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Roter Sammelwahn, die wutgrün-tiefenpsychologische Nr.5, 16. April 2017
Als bei Dr. Bruce Banner Amyotrophe Lateralsklerose, eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, die über kurz oder lang zur irreversiblen Schädigung der für die Bewegungen sämtlicher Muskeln verantwortlichen Nervenzellen führt, diagnostiziert wird, macht er sich auf dem Weg zu seiner Studienfreundin Dr. Angela Lipscombe, die mittlerweile am Institut für neuromuskuläre Psychiatrie arbeitet und von der er sich ein wenig Hilfe erhofft. Während seines Aufenthalts offenbart sich in seinem inneren ein Kampf zwischen den verschiedenen Facetten des Hulk und Banner schließt mit den stärksten Teilen des Grünen einen Pakt, so dass diese im Fall seines Kontrollverlusts das Ruder zu bestimmten Zeiten übernehmen dürfen. Doch eine weitere, weitaus unberechenbarere und finstere Kraft aus den Tiefen von Banners Seele drängt auf ihre Befreiung, wird jedoch von ihm rigoros ignoriert, da er die unschätzbare Gefahr ahnt. Zur gleichen Zeit arbeitet General Stryker am Fortschritt der Gammastrahlenforschung und möchte unbedingt den größten Experten auf diesem Gebiet, eben unseren Dr.Banner, für sich rekrutieren. Um sein Ziel zu erreichen schreckt der rücksichtslose Stryker weder vor der Reaktivierung der ursprünglichen Experimentserie, noch vor Entführungen in Banners näherem Bekanntenkreis oder gar der Erpressung von General Ross zurück.

Machen wir es, passend zur Hauptfigur, kurz und schmerzlos: "Die Hunde des Krieges" bietet einen fantastischen Einblick in Bruce Banners und damit unvermeidlich auch Hulks Seele und zeigt uns auf faszinierende Art und Weise, die verschiedenen Facetten des Grünen, die stets um ihren Einfluss kämpfen und in der bisherigen Form jeweils nicht einmal das größte Übel darstellen. Fast schon psychoanalytisch nähert man sich den Umständen von Hulks "Aktivierung" und hat mit dem weiteren Gamma-Testsubjekt "Flux" sogar noch eine Art Kontrollgruppe parat, welche die Existenz bestimmter Auslöser, die dann zu entsprechenden Reaktionen Banners bzw. des Grünen sorgen, belegen. Das es am Ende dann doch etwas komplizierter ist, unterstreicht nur die ungeahnte Vielschichtigkeit der Figur. Moderne und detaillierte Zeichnungen sorgen für eine angemessene Optik, die der Geschichte eine wunderbare Dynamik und stellenweise wuchtige Epik verleiht. Im Anhang finden sich eine recht ausführliche Biografie des Grünen, Einblicke in die Entstehung der Figur und eine Galerie der Cover der Einzelausgaben von "The Incredible Hulk (Vol.2) 12-19".

Der akute qualitative Aufwärtstrend der Reihe geht also ungebremst weiter und erreicht, nach Band 4 mit Thors "Ragnarök", einen nächsten Höhepunkt. Hervorragend gezeichnet, mit einer fesselnden Handlung und mit einem fast schon tiefenpsychologischen Einblick ins Innere Hulks sichert sich der Band damit seine wohl verdienten 5 Sterne.
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DC Comics Graphic Novel Collection 110: Batman und der rote Mönch
DC Comics Graphic Novel Collection 110: Batman und der rote Mönch
von Matt Wagner
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sammelwut Nr.110: Hier spricht Edgar Wallace!, 15. April 2017
In seiner Frühzeit als Dunkler Ritter Gothams bekommt es Bruce Wayne "heldenberuflich" gleich mit zwei problematischen Situationen zu tun. Während die Verbrecherfamilien der Stadt einmal mehr eine umfassende Lieferung Heroin erwarten, plagt sich Captain James Gordon mit einer mysteriösen Mordserie herum, bei der sämtliche Opfer eine zerrissene Kehle und eine seltsame Blutleere aufweisen. Und als wäre das nicht genug, gerät auch Waynes Freundin Julie Madison ins Visier der finsteren Bruderschaft, die an nichts anderes als einen Vampirkult erinnert und von einem rot gewandeten Mönch angeführt wird. Doch welche Geheimnisse lauern hinter den feuchten Mauern von Schloss Rallstone, das einst einer der reichsten Familien der Stadt gehörte und mittlerweile eigentlich dem Verfall überlassen geworden sein sollte?

Es ist schon recht starker Tobak, den Autor Matt Wagner hier auffährt und atmosphärisch erinnerte mich das ganze tatsächlich, die Überschrift lässt es erahnen, an die berühmt-berüchtigten Wallace-Streifen aus den Sechzigerjahren. Ist das schlecht? Mitnichten, denn wenn man schon dann und wann nach ein wenig mehr Abwechslung im Abenteuer-Portfolio Batmans schreit, dann liefert "Batman und der rote Mönch" schlussendlich genau diese. Gleichzeitig ist der etwas zu dröge geratene Gegenspieler aber auch die entscheidende Achillesferse der Bandes, denn so richtig bedrohlich wirkt er maximal seinen eigenen Bruderschaftsanhängern gegenüber, was auch in einigen unschönen, aber beeindruckenden, Szenen (Stichwort: "Eiserne Jungfrau") kulminiert. Ein weiterer inhaltlicher Minuspunkt wäre das zu abrupt ablaufende Finale, das schon ein wenig mehr Hintergründe zum Roten Mönch hätte aufdecken können und auf der Zielgeraden damit noch einmal nicht so recht punkten kann. Rein künstlerisch ist der Band sicher akute Geschmackssache. Während ich subjektiv mit Wagners leicht grotesk-minimalistischen Zeichenstil nicht so ganz warm wurde, passt er vom Flair her eigentlich gut in die Schauerwelt Gothams - daher belasse ich es bei dem Hinweis und lasse die Kunst nicht in das Gesamturteil mit einfließen. Als Bonus gibt es neben den üblichen Cover-Nachdrucken diesmal Batmans erste Jagd auf den mysteriösen Mönch aus "Detective Comics #31" (1939).

Unterm Strich hat mich der Band eine gute Stunde kurzweilig unterhalten, auch wenn mir die fehlende Vielschichtigkeit des Gegners und das beschleunigte Finale dann doch etwas ungünstig erschienen. Für die durchgehend wohlig-schaurige Atmosphäre, die Abwesenheit von Rechtschreibfehlern (Ausnahme: Auf der Rückseite wird die Jahreszahl des Klassikers mit 1931 anstatt 1939 angegeben...) und die inhaltliche Abwechslung im Vergleich zu den üblichen Abenteuern des Dunklen Ritters, gibt es aber wohl verdiente 4/5.
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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 80: Avengers vs. X-Men Teil III
Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 80: Avengers vs. X-Men Teil III
von Roy Thomas
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Sammelwahn Nr.111: Rock around the Phoenix, 15. April 2017
Nachdem die Avengers zahlreiche Helden an die von der Phoenix-Kraft beseelten X-Men verloren hat, Black Panthers Heimat Wakanda in Trümmern liegt und die Überlebenden der Phoenix-Attacke den Rückzug nach K'un-Lun angetreten haben, scheint das Schicksal der Welt besiegelt. Doch während die Helden im fernen Himalaya ihre Wunden lecken, bereitet der Widerstand seinen letzten Schlag vor, um das Blatt vielleicht doch noch zu Gunsten von Hope Summers zu verändern. Das neu entfachte Konkurrenzdenken zwischen den Phoenix-Trägern, so wie die Erkenntnis, dass jene unglaubliche, aber momentan zwischen mehreren Personen aufgeteilte Kraft, beim Sieg über die beseelten X-Men auf die restlichen "Auserwählten" übergeht, lassen einen wagemutigen Plan aufkommen.

In erster Linie bietet "Avengers vs. X-Men" ausufernde Actionszenen, in denen sich die beliebtesten Helden beider Fraktionen in künstlerisch episch gestalteten Panels gegenseitig ordentlich auf die Mütze geben. Die erzählte Geschichte wandert zwar ab und zu gemächlich in den Hintergrund der Aufmerksamkeit, bleibt aber dennoch stets präsent und wird vorangetrieben. Der Zeichenstil ist durchgehend modern, wie man es von einem Werk aus 2012 auch erwartet. Die auf drei Bände aufgeteilte Stories wurde ursprünglich in 12 Heftausgaben veröffentlicht und erhielt sogar eine Nebenserie namens "AVX Versus", in der die titanischen Duelle zwischen den einzelnen Helden noch einmal besonders detailliert dargestellt wurden. Die zu den jeweiligen Einzelheften passenden AVX-Versus-Geschichten sind ebenfalls im jeweiligen Band enthalten und runden das Lesevergnügen, trotz ihrer naturgemäßen Prügellastigkeit, sammlerfreundlich ab. Als Extra gibt es eine Covergalerie der enthaltenen Einzelhefte.

Der finale Teil der Sammeltrilogie ist bestens gelungen und könnte maximal für seinen etwas geringen Tiefgang kritisiert werden. Unterhaltungstechnisch wird aber so viel fantastische Kurzweiligkeit geboten, dass man diesen Umstand schnell verzeiht und einer Maximalwertung nichts im Wege steht.
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Star Wars Comic-Kollektion: Bd. 16: Imperium: Das Herz der Rebellion
Star Wars Comic-Kollektion: Bd. 16: Imperium: Das Herz der Rebellion
von Judd Winick
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Galaktischer Sammelwahn, die majestätische Nr.16, 13. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die wichtigste Triebkraft hinter der galaktischen Rebellion gegen das Imperium ist zweifelsohne Prinzessin Leia Organa vom paradiesischen Planeten Alderaan. Band 16 der Hardcover-Sammelreihe aus dem Hause Panini widmet der kampf- und diplomatiebegabten Dame gleich einen ganzen Band, dem es, so viel sei im Vorfeld verraten, sehr gut gelingt, die Bandbreite des Charakters zu reflektieren. Die erste Geschichte namens "Kriegerin" berichtet vom Versuch Leias, die gegen das Imperium aufbegehrende Bevölkerung des Planeten Ralltiir mit dringend benötigten medizinischen Gütern zu versorgen. Leider gerät ihr Diplomatenschiff, die bekannte "Tantive IV", in den Aufmerksamkeitsfokus Lord Vaders, der eine Durchsuchung anordnet. Im Zuge der Ereignisse verschlägt es die Crew nach Kattada, wo ein anderer Weg gesucht werden muss, die Lieferung noch da hin zu bringen, wo sie so sehnsüchtig erwartet wird. Doch die Imperialen lassen nicht locker und Leia muss lernen, dass Diplomatie nicht immer das Mittel der Wahl sein kann. Die zweite Geschichte namens "Ein kleines Stück Heimat" führt die Prinzessin, auf der Suche nach einem neuen Stützpunkt für die Rebellen nach der Schlacht bei Yavin, ins Ryloth-System, wo Überlebende von Alderaan eine Art abgelegenes Urlaubsdomizil unterhalten, das sich hervorragend für diese Aufgabe eignen würde. Doch das leitende Brüderpaar ist sich uneins und als Leia und ihr alter Verehrer Raal nach einem Unfall im tödlichen Dschungel des Mondes stranden, wird die an sich diplomatische Mission zum knallharten Überlebenskampf. Story Nummer drei führt Han, Leia, Chewie und die Mechanikerin Deena Shan, auf der Flucht vor dem Imperium, zu einem unbenannten Planeten, auf dessen Oberfläche sie ein mysteriöses Wrack inklusive der Überreste der Besatzung finden. Unter welchen Umständen diese ums Leben kam zeigt sich, als der Verantwortliche auch an ihrer Tür anklopft. Zu guter Letzt wird es romantisch und wir erleben ein fast nie endendes und daher extrem unterhaltsames Wortduell zwischen Han und Leia, die auf Hoth stranden und eine chaotische Nacht vor sich haben.

"Herz der Rebellion" schlägt in eine ähnliche Kerbe wie der bereits herausragende Band "Darklighter" und kredenzt uns Prinzessin Leia in allen ihren mehr oder weniger glamourösen Facetten. Unterstützt wird der kurzweilige Inhalt von beinahe durchgehend modernen und daher attraktiv anzuschauenden Zeichnungen, die sich zwar stilistisch von Geschichte zu Geschichte unterscheiden, aber qualitativ schlichtweg angenehm sind. Klitzekleine Ausnahme ist hier die "Valentinsgeschichte", bei der die etwas minimalistischeren Zeichnungen allerdings gegenüber den Dialog-Duellen sowieso in den Hintergrund treten. Im Kern stehen jedoch die packend erzählten Geschichten, insbesondere Leias Wandlung von der überzeugten Diplomatin hin zu einer etwas dunkleren Auslegung dieses Aufgabengebietes in "Kriegerin" lässt beim Leser ab und an die Luft weg. Als Boni gibt es die übliche Cover-Galerie, eine Kurzreportage zu den erschienenen "Star Wars"-Parodien und ein Feature zu DER Waffe überhaupt - den Lichtschwertern.

In Summe macht das für mich die Maximalwertung, denn was erwarte ich von einem Comic mehr, als dass er mich kurzweilig unterhält, unbekanntere Facetten bekannter Figuren beleuchtet, auf Rechtschreibfehler verzichtet und das auch noch mit einer durchgehend guten künstlerischen Qualität untermauert? 5/5
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2017 1:38 PM MEST


Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 4: Thor - Die Steinmenschen vom Saturn
Die Marvel Superhelden Sammlung Ausgabe 4: Thor - Die Steinmenschen vom Saturn
von Stan Lee
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Roter Sammelwahn Nr.4: Das Ende aller Zeiten, 9. April 2017
Wie gewohnt liefert uns auch Band vier der Sammelreihe einen Einblick in das Leben eines prominenten Superhelden und legt das Augenmerk dabei zum einen auf seinen ersten Auftritt und zum anderen auf eine besonders einflussreiche Kehrtwende in dessen Dasein. Den Anfang machen die neu kolorierten "Steinmenschen vom Saturn", die in den bergigen Weiten Norwegens landen und gleich finstere Invasionspläne schmieden. Dummerweise weilt der Arzt Dr. Donald Blake gerade vor Ort, um dort seinen Urlaub zu verbringen, und stolpert prompt über das Vorhaben der Steinernen. Nach seiner Entdeckung durch die Außerirdischen flüchtet er in eine Höhle, die ein hammerfestes Geheimnis birgt und ihn mit den Kräften des Donnergottes Thor ausstattet, was ihn dazu befähigt, den Kampf mit den Wesen aufzunehmen.
Das eigentliche Herzstück des Bandes ist aber wohl "Ragnarök" und ich muss zugeben, dass mein erster Gedanke folgender war: "Was, schon wieder diese olle Kamelle rund um den Untergang der Götter, Welten und dem anderen Gesocks?" Diesmal scheint die Götterdämmerung aber tatsächlich Nägel mit Köpfen machen zu wollen, denn Loki fällt, nachdem er das Material aus dem sämtliche Götterwaffen, auch Mjölnir, bestehen in seine Hände bekommt, gemeinsam mit den finstersten auffindbaren Mächten über Asgard her. In einem verzweifelten Überlebenskampf stellen sich die Asen und ihre Verbündeten dem vernichtenden Schicksal, aber diesmal sind die Würfel endgültig gefallen und ein Ausweg aus "Ragnarök" ist schlicht und einfach nicht greifbar. Selbst Thor, der immer noch nicht von der Odinskraft beseelt wird, weiß keinen Rat mehr und begibt sich auf die Spuren des letzten Pfades seines Vaters.

Meine anfängliche Kritik an der Reihe begann schon mit Band 3 "Wolverine" ordentlich ins Wanken zu geraten und tatsächlich schafft es Thors erster (und planmäßig letzter...) Soloauftritt in der Kollektion, das hohe Level zu halten und klassische Erzählkunst mit modernem Storytelling erfolgreich zu verbinden. Während der Erstauftritt Thors dem üblichen Marvel-Erzählschema der frühen Sechzigerjahre folgt, entführt uns "Ragnarök" in die Endzeit der Götter Asgards und präsentiert uns einen emotional-verzweifelten Kampf, bei dem man sich von Anfang an klar darüber ist, dass nach dessen Ende nichts mehr so sein kann, wie es einst war. Diese Form der Endgültigkeit zeichnet den intensiven und mehr als kurzweiligen Comic aus, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man erst einmal mit dem Lesen begonnen hat. Man könnte jetzt als kleinen Wermutstropfen anführen, dass die "Steinmenschen vom Saturn" bereits in der "schwarzen" Sammlung enthalten waren, aber immerhin ließ man für diese Auflage die neu kolorierte Version springen, was ja damit nicht ganz den Tatbestand einer unnützen Doppelung erfüllt. Künstlerisch sind beide Geschichten damit eine wahre Augenweide und auch wenn mir der nicht überarbeitete Stil Kirbys besser gefällt, ist ein Vergleich der Fassungen durchaus interessant. Auch die Extras schlagen in die gleiche Kerbe und so finden wir im Anhang unter anderem einen langen Überblick über die Geschichte des Charakters Thor, dessen Entwicklung und eine Top-Five seiner größten Kämpfe.

Unterm Strich ist es also passiert und trotz anfänglicher Skepsis hat die "rote Reihe" tatsächlich, auch parallel zur "Offiziellen Marvel-Comic-Sammlung", genug Sogwirkung entwickelt, um neben den ganzen anderen Sammlungen schlicht und einfach nicht ignoriert werden zu können. Gerade für Marvel-Neulinge wird zudem eine attraktive Möglichkeit geschaffen, die Historie einer Figur erst in bestimmten Augenblicken und dann, dank der Anhänge, in Gänze zu überblicken. Dafür gibt es klare 5 Sterne und eine deutliche Kaufempfehlung.
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