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Rezensionen verfasst von
Willi Wilhelm

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Lee Lockwood. Castros Kuba. Ein Amerikaner in Kuba. Reportagen aus den Jahren 1959-1969
Lee Lockwood. Castros Kuba. Ein Amerikaner in Kuba. Reportagen aus den Jahren 1959-1969
von Lee Lockwood
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

5.0 von 5 Sternen Lee Lockwood - Castros Kuba, 12. August 2016
Lee Lockwood – Castros Kuba.
Der damals noch junge Fotojournalist Lee Lockwood hat zum Jahreswechsel 1958/59 das Ende des Batista-Regimes auf Kuba miterlebt und den Sieg der Kubanische Revolution und Machtübernahme durch Fidel Castro fotografisch dokumentiert. Er war sehr nahe am Ort des Geschehens und die Nähe zu den Protagonisten jener umwälzenden Ereignisse machen seine Fotoreportage über Kuba zur einzigartigen historischen Dokumentation. In der Folgezeit bereiste Lee Lockwood mehrfach die Insel in der Karibik und ihm gelangen seltene und lange Interviews mit Castro. Ihm wurden Einblicke und Zugänge gewährt, die ansonsten Journalisten aus dem westlichen Ausland in Zeiten des kalten Krieges verwehrt blieben. Insofern liegt mit dem voluminösen Bildband, der 2016 unter dem Titel „Lee Lockwood – Castros Kuba“ (Untertitel: Ein Amerikaner in Kuba. Reportagen aus den Jahren 1959 - 1969) im renommierten Taschen-Verlag erschienen ist, ein Werk mit spektakulären und einzigartigen Foto-Dokumentation über Castro und Kuba vor. Der Betrachter erhält so einen guten Einblick in die Entwicklung und den Aufbau des sozialistischen Staates in den sechziger Jahren. Die fotografischen Aufnahmen von Massendemonstration mit Reden von Fidel Castro sind mitunter viel Pathos unterliegt, zeigen aber dadurch sehr authentisch die einzigartige Wirkung des Revolutionsführer auf die Massen und seinen Rückhalt in der Bevölkerung Kubas.
Ganz hervorragend ergänzt wird der großartigen Bildband durch die Beiträge des Lateinamerikaexperten Saul Landau, die es dem Leser ermöglichen, den historischen Kontext zu den Bildern richtig einzuordnen.

Lee Lockwood – Castros Kuba. Taschen-Verlag, Köln 2016, gebundene Ausgabe, 360 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Format 26,6 x 4 x 34,8 cm, Text in deutscher Sprache, ISBN-13: 978-3836532402.

Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, August 2016.


Maximilian Stejskal - Folklig idrott
Maximilian Stejskal - Folklig idrott
von Marie-Isabel Vogel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 52,00

5.0 von 5 Sternen Maximilian Stejskal - Folklig Idrott, 1. August 2016
Rezension: Marie-Isabel Vogel (Hrsg.) Maximilian Stejskal – Folklig Idrott
Die Finnen sind bekannt für ihre Vorliebe an außergewöhnlichen Wettkämpfen. So trifft man im hohen Norden aktuell den Wettbewerb des Gummistiefel -Weitwerfens an, genauso den Wettkampf, wie weit man im kalten Winter im Eiswasser schwimmt oder mit der Freundin Huckepack durch den Schlamm robbt, sowie andere verrückte Meisterschaften. Der Finnen Vorliebe für solch skurriles Tun ist weder dem Zeitgeist geschuldet noch ein temporärer modischer Effekt. Der aus Helsinki stammende Ethnologe und Gymnastiklehrer Maximilian Stejskal (1906-1991) hat bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seiner Doktorarbeit eine hochinteressante Studie verfasst. Diese beschäftigte sich ausschließlich mit dem Thema der Volkswettspiele männlicher finnen-schwedischen Landbevölkerung in Finnland.
Die umfangreichen Studien und Untersuchungen unternahm der Wissenschaftler Maximilian Stejskal in den Jahren von 1929 bis 1937 und nochmals 1948. Für jeweils mehrere Wochen zog Maximilian Stejskal durch Süd- und Ostfinnland, sowie durch Teile Estlands. Seine damalige spärliche Ausrüstung für diese Expeditionen: Ein Fahrrad und zwei - zur damaligen Zeit gebräuchliche - Balgenkameras nebst einer Kiste mit dazugehörigen fotografischen Glasplatten. In der Landbevölkerung fand er zahlreiche Protagonisten, die er zu Übungen von Mutproben und Darstellung männlicher Stärke befragen konnte. So entstand mit den Jahren eine in elf Teile gegliederte Sammlung von Übungsbeschreibungen, Skizzen und über 400 S/W-Fotografien „abgefahrener“ Leibesübungen. Ein wunderschöner S/W-Bildband, mit seltenen, spektakulären und absurden S/W-Aufnahmen lustiger Leibesübungen der Finnen, ist nunmehr 2016 im Schweizer Verlag Edition Frey unter dem Titel "Maximilian Stejskal – Folklig Idrott" erschienen.
Die kompetenten Begleittexte zu diesem außergewöhnlichen Foto-Bildband stammen von Marie-Isabel Vogel und Alain Rappaport. Interessierte an altem Brauchtum und ethnologischen Beschreibungen werden an dieser Publikation gefallen finden und Liebhabern seltener, alter S/W-Aufnahmen, kann ich diesen gelungenen Bildband sehr empfehlen.
Marie-Isabel Vogel (Hrsg.): Maximilian Stejskal - Folklig Idrott. Mit Fotografien von Maximilian Stejskal und Texten von Marie-Isabel Vogel und Alain Rappaport, Edition Patrick Frey, Zürich 2016. 112 Seiten, broschiert mit 98 S/W-Abbildungen, ISBN: 978-3-906803-02-9. Text in englischer und schwedischer Sprache.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, August 2016.


Karina-Sirkku Kurz: Ungleichgewicht
Karina-Sirkku Kurz: Ungleichgewicht
von Karina-Sirkku Kurz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

5.0 von 5 Sternen Ungleichgewicht, 25. Juli 2016
Karina-Sirkku Kurz. Ungleichgewicht
Eine sensible, künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema ist Esstörungen gelingt der Autorin und Herausgeberin Karina-Sirkku Kurz mit ihrem vorgelegten Foto-Bildband, der 2016 im Kehrer Verlag unter dem Titel „Ungleichgewicht“ erschienen ist. Die beeindruckenden Fotografien stammen von Karina-Sirkku Kurz. Das vorliegende Werk von Karina-Sirkku Kurz wurde bereits für zahlreiche Preise nominiert. Der Foto-Bildband „Ungleichgewicht“ war Gewinner des letztjährigen Nordic Dummy Award 2015.
Die Autorin Karina-Sirkku Kurz nähert sich dem Krankheitsbild Esstörungen sehr sensibel und ihr ist es gelungen, durch intensive Gespräche mit Betroffenen der Krankheit, deren psychische Kämpfe und innere Zerrissenheit aufzuzeigen und visuell eindrucksvoll darzustellen. Ein gelungenes und wichtiges Werk, welches in der Lage ist, die Betrachtung von Esstörungen wie Anorexie, Bulimie und BED, auf eine andere Wahrnehmungsebene - jenseits stereotyper Betrachtungen - zu führen.
Hervorragend ergänzt wird der vorliegende Foto-Bildband durch einfühlsame und kompetente Texte von Anne Golaz, Isabella Marcinski und Karina-Sirkku Kurz.
Karina-Sirkku Kurz, Stephanie von Spreter (Hrsg.) - Ungleichgewicht, Kehrer Verlag, Heidelberg 2916, fester Einband, Format 18,5 x 24,5 cm, 104 Seiten, 29 Duotonabbildungen, Text in deutscher und englischer Sprache. ISBN: 978-3-86828-681-6.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


Sebastião Salgado. Exodus
Sebastião Salgado. Exodus
von Sebastião Salgado
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SALGADO EXODUS, 22. Juli 2016
Sebastiao Salgado - Exodus.
Der genuine brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado ist der Altmeister des Mediums der Fotoreportage. Viele seiner Bilder, Ausstellungen und Foto-Bildbänden sind ergreifende Zeugnisse engagierter und zum Teil hoch-politischer Fotokunst. Ein absoluter Klassiker von Sebastiao Salgado ist die bereits in den 1990ern erschienene und breit angelegte Bilddokumentation „Exodus“, für die der Fotograf über sechs Jahre benötigte, um Menschen auf fast allen Kontinenten in den Fokus zu nehmen, die ihre Heimat aus den unterschiedlichsten Fluchtgründen verlassen müssen.
Im renommierten Taschen-Verlag ist der großartige und voluminöse Foto-Bildband von Sebastiao Salgado unter dem Titel „Exodus“ in zweiter Auflage erneut erschienenen. An den Ausgangssituationen und Fluchtursachen hat sich seit den 1990ern nicht viel geändert: Weiterhin befinden sich Millionen Menschen wegen Krieg, Vertreibung, Unterdrückung und Hunger auf der Flucht. Weitere Länder sowie Kriegs- und Unruheherde sowie weiterer Millionen Flüchtlinge sind seither dazu gekommen (u. a. ganz aktuell Syrien). Die eindringlichen S/W-Aufnahmen von Sebastiao Salgado führen uns schonungslos jenes Elend vor Augen, welches das Flüchtlingsheer bei seiner Reise mit ungewissem Ausgang auf sich nehmen muss. Insofern kommt die zweite Auflage dieses Klassikers zum richtigen Zeitpunkt, denn jene Bilder die Sebastiao Salgado für sei Werk „Exodus“ aufgenommen hat, sind geeignet den Betrachter aufzuwühlen und machen auch heute noch tief betroffen. Sie zwingen uns eindringlich zu Beurteilungen der Flüchtlingsfragen, die jenseits unserer lieb gewonnenen Gemütlichkeit liegen.
Sebastiao Salgado - Exodus. Taschen Verlag, 2016, Hardcover mit Schutzumschlag und Begleitheft, Format 24,8 x 33 cm, 432 Seiten, zahlreichen S/W-Abbildungen, Text in deutscher Sprache. ISBN: 978-3-8365-6129-7.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


Der Marinemaler Walter Zeeden (1891-1961): Schifffahrts- und Eisenbahnmotive von 1906 bis 1961
Der Marinemaler Walter Zeeden (1891-1961): Schifffahrts- und Eisenbahnmotive von 1906 bis 1961
von Rüdiger von Ancken
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Der Matinemaler Walter Zeeden, 21. Juli 2016
Rüdiger von Ancken, Lars U. Scholl - Der Marinemaler Walter Zeeden (1891-1961)
Im Hamburger Oceanum Verlag ist 2016 ein längst überfälliger, reich bebilderter Band von Rüdiger von Ancken und Lars U. Scholl unter dem Titel “Der Marinemaler Walter Zeeden (1891-1961)“ erschienen. Überfällig deshalb, weil der genuine Maler Walter Zeeden durch diese umfangreiche Darstellung seines Lebenswerkes in der vorliegenden Publikation jene Anerkennung erfährt, die ihm unbestritten zusteht.
Das Œuvre von Walter Zeeden umfasst eine reiche Palette von beeindruckenden Schifffahrts- und Eisenbahnmotive die der Ingenieur und Künstler in den Jahren 1906-1961 erschaffen hat. Viele seiner Motive fanden Eingang in namhaften naturwissenschaftlich-technische oder populärwissenschaftlichen Publikationen. Unvergessen sind seine dramatischen und ausdrucksstarken Titelbilder für die bekannte maritime Heftreihen „SOS“ und „Anker“. Wie keinem anderen Künstler ist es Walter Zeeden gelungen, in seinen maritimen Motiven, die Dramatik, Gefahren, Abenteuer und Schönheit der Seefahrt dem Rezipienten authentisch zu verdeutlichen. Auch als Buchillustrator hat sich Walter Zeeden einen Namen gemacht. So hat Walter Zeeden für die zweite Auflage des berühmten, frühen SF- Romans von Kurd Lasswitz „Auf zwei Planeten“ den Bucheinband vortrefflich gestaltet und den SF- Roman mit 34 Zeichnungen aus seiner reichen Fantasie bebildert. In seiner späteren Schaffensperiode legte der Künstler Walter Zeeden seinen Arbeitsschwerpunkt auf Lokomotiven- und Eisenbahnbilder. Ein großes Kompliment gilt den Autoren Rüdiger von Ancken und Lars U. Scholl, die für diesen prachtvollen Band eine Fülle von Bildmaterial und Dokumenten aus verschiedenen Sammlungen zusammen getragen haben. Mit sehr kenntnisreichen Textbeiträgen ist es den Autoren gelungen, das Lebenswerk des Marinemalers Walter Zeeden, seine Schifffahrts- und Eisenwarenmotive aus sechs Jahrzehnten, höchst profund dem Leser näher bringen.
Rüdiger von Ancken und Lars U. Scholl: „Der Marinemaler Walter Zeeden (1891-1961)“, Oceanum Verlag, Hamburg 2016, Hardcover, gebunden, mit farbigem Umschlag, Format 24 x 27 cm, 183 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Text in deutscher Sprache, ISBN 978-3-86927-409-6.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


peripher
peripher
von Andreas Tschersich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 60,00

5.0 von 5 Sternen Peripher, 20. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: peripher (Gebundene Ausgabe)
Rezension: Andreas Tschersich - Peripher.
Der Schweizer Fotokünstler Andreas Tschersich (Jahrgang 1971) porträtiert in seinem Foto-Bildband „Peripher“, der 2016 in der Schweizer Edition Frey erschienen ist, urbane Landschaften. Er sieht sich hierbei in der Tradition von Fotografen des 20. Jahrhunderts, indem er das Verhältnis des Menschen zu seiner gebauten Umwelt in den Fokus nimmt. In der Werkgruppe im vorgenannten Foto-Bildband porträtiert Andreas Tschersich urbane Landschaften in Charleroi, Liverpool, New York und Tokio. Es sind spektakuläre Großbildaufnahmen von universeller Vertrautheit und sie zeigen Orte, ohne jede Inszenierung, so wie jedermann sie antreffen und realisieren wird: vertraut und schnörkellos. Bewusst verzichtet Andreas Tschersich bei seinen Aufnahmen auf die Anwesenheit von Personen: Alle seine Bilder der Werkgruppe „Peripher“ kommen ohne die Anwesenheit von Personen aus. Darin liegt ein ganz besonderer Reiz und eine charakteristische Ausdruckskraft der Bilder von Andreas Tschersich. Ein überaus gelungener Foto-Bildband mit einzigartigen Aufnahmen.
Die kompetenten Begleittexte zum Foto-Bildband stammen von Adam Jasper und Toni Hildebrandt und ergänzen den Band vortrefflich.
Andreas Tschersich. Peripher. Edition Frey, Zürich 2016, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, Format 32 x 25 cm, 164 Seiten, 76 Farbabbildungen, Text in deutscher und englischer Sprache, ISBN: 978-3-906803-07-4.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


Die Fünfzigerjahre: Deutsches Alltagsleben in Ost und West
Die Fünfzigerjahre: Deutsches Alltagsleben in Ost und West
von Andrea Mayer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Die Fünfzigerjahre, 19. Juli 2016
Rezension: Andrea Mayer – Die Fünfzigerjahre.
Im Palm-Verlag ist 2016 ein beachtlicher Foto-Bildband von Andrea Mayer unter dem Titel „Die Fünfzigerjahre“ erschienen. Der Bildband zeigt dem Rezipienten - so der Untertitel - Deutsches Alltagsleben in Ost und West. Die rund 200 analogen S/W-Fotos, teilweise Aufnahmen unbekannter Fotografen, vermitteln einen profunden und mitunter amüsanten Überblick des Alltags jener Epoche in beiden Teilen Deutschlands. Gerade im Bereich des Konsums wird der Unterschied zwischen Ost und West augenfällig, wenn man sich die Bilder aus den Wirtschaftswunderjahren der jungen Bundesrepublik Deutschland und dem systemimmanenten Mangel der Planwirtschaft in der DDR vergegenwärtigt. Die Bilder im vorliegenden gelungenen Foto-Bildband spannen einen breiten Bogen und sind gegliedert in die Bereiche Konsum-Mode, Bauen-Wohnen, Kindheit-Schule, Kunst-Kultur sowie Arbeit und Freizeit. Bei aller Unterschiedlichkeit der Systeme zeigen die vorgestellten und sorgsam ausgewählten Bilder eines überdeutlich: Lebensfreude und Hoffnung auf eine bessere Zukunft kennzeichneten die Menschen jener Zeit über alle Grenzen und Ideologien hinweg.
Die kompetenten Texte der Autorin Andrea Mayer ergänzen den Foto-Bildband vortrefflich. Neben der sorgsamen bildlichen Dokumentation jener Epoche zeigen die Texte des Bild-Bandes auch ein profundes historisches Wissen der Autorin.
Andrea Mayer: Die Fünfzigerjahre. Palm Verlag, Berlin 2016, fester Einband, 128 Seiten, ca. 200 S/W-Abbildungen, Format 21,5 x 28,7 cm, Text in deutscher Sprache. ISBN: 978-3-944594-39-2.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


Andrea Diefenbach: Land ohne Eltern
Andrea Diefenbach: Land ohne Eltern
von Andrea Diefenbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Land ohne Eltern, 19. Juli 2016
Rezension: Andrea Diefenbach – Land ohne Eltern.
Im Juni 2016 ist der Foto-Bildband von Andrea Diefenbach unter dem Titel „Land ohne Eltern“ im Kehrer Verlag erschienen. Die Werkgruppe „Land ohne Eltern“ der 1974 geborenen Fotografin Andrea Diefenbach wurde bereits in zahlreichen nationalen- und internationalen Ausstellungen präsentiert. Der nunmehr erschienene gleichnamige Foto-Bildband zeigt sehr eindringlich die Lebenssituation vom Arbeitsmigranten aus Moldawien. Aus wirtschaftlichen Gründen – Moldawien ist das ärmste Land Europas – zieht es viel Bewohner aus Moldawien vornehmlich nach Italien, wo sie u. a. in der Landwirtschaft und Altenpflege Einkommen erzielen in der Hoffnung, auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder. Die Bildsprache der Aufnahmen von Andrea Diefenbach ist weder aufdringlich noch voyeuristisch. Sie begegnet den Porträtierten mit Respekt und es gelingt ihr, die Dramatik der Lebenssituation von Migranten authentisch in den Fokus zu nehmen. Trotz neuer Medien wie Mobiltelefon, Computer, Skype ect. ist es auch heute noch extrem schwer, familiäre Kontakte zu den Angehörigen in Moldawien aufrecht zu erhalten, denn gelegentliche Heimreisen sind wegen der räumlichen Distanz und aus wirtschaftlichen Gründen schwer umsetzbar. Und so sehen die Kinder von Arbeitsmigranten ihre Eltern nicht selten über Jahre hinweg nur sehr selten. Die Bilder von Andrea Diefenbach geben einen Hinweis darauf, welchen Schmerz die Beteiligten durch die Trennung zu erleiden haben; eindringliche, bewegende Bilder und Aufnahmesituationen!

Die Begleittexte von Nicola Abe', Dumitru Crudu und Grigore Vieru ergänzen die Foto-Bildband vortrefflich.

Andrea Diefenbach: Land ohne Eltern. Kehrer Verlag, Heidelberg Berlin 2016, fester Einband, Format 23 x 20 cm, 124 Seiten, 73 farbige Abbildungen, Text in deutscher und englischer Sprache. ISBN: 978-3-86828-751-6.

Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


Cora Pongracz: Das fotografische Werk
Cora Pongracz: Das fotografische Werk
von Marie Röbl
  Taschenbuch
Preis: EUR 31,10

5.0 von 5 Sternen Cora Pongracz - Das fotografische Werk., 18. Juli 2016
Das Gesamtwerk der österreichischen Künstlerin Cora Pongracz liegt nun erstmals als aufwändiger Bildband vor, der in Kooperation mit OstLicht Galerie für Fotografie Wien und dem Schlebrügge Verlag in 2016 unter dem Titel „Cora Pongracz - Das fotografische Werk“ realisiert werden konnte. Die 1943 in Buenos Aires in der Emigration geborene Cora Pongracz studierte in Frankfurt, München und London Fotografie und ab den 70er und 80er Jahren arbeitete sie in der österreichischen Hauptstadt und entwickelte als Fotokünstlerin einen ganz außergewöhnliche Stil von Porträtaufnahmen, die sich durch intensive Nähe und Vertrautheit gegenüber den porträtierten Personen auszeichnen. Bekannt wurde sie durch ihre konzeptuellen Serien, die mehr Informationen über die Porträtierten und deren Umfeld transportieren, als es je ein Einzelporträt zu leisten vermag. Für den Betrachter tun sich dadurch immer neue Assoziationsräume auf, wenn man sich die seriellen Portraits der Künstlerin anschaut. Ihr Werk zeichnet sich überdies aus durch die Auseinandersetzung mit neuen Formen von Darstellungen und Performativität.
Bemerkenswert bei dem vorliegenden Fotobildband ist zudem, dass auch das Früh- und Spätwerk der Künstlerin Cora Pongracz Berücksichtigung findet. So findet der Leser im vorliegenden Fotobildband u.a. Auftragsarbeiten wieder, die Cora Pongracz bei fotografischen Reisen durch Griechenland, Jugoslawien und auf die Kanalinseln für einen Londoner Verlag in den Fokus nahm. Insofern sind alle Werkphasen der Künstlerin Cora Pongracz in diesem gelungenen Fotobildband, durch eine eingehende Auseinandersetzung mit ihrem Nachlass, sehr gut repräsentiert. Hervorragend ergänzt wird der vorliegende Fotobildband durch die kompetenten Begleittexte von Peter Coeln, Carola Dertnig, Silvia Eiblmayr, Felix de Mendelssohn, Cathrin Pichler, Cora Pongracz, Reinhard Priessnitz, Marie Röbl, Ferdinand Schmatz und Rosemarie Schwarzwälder.
Liebhabern anspruchsvoller analoger Schwarzweiß-Fotografie kann ich diesen überaus gelungenen Fotobildband sehr empfehlen.

Marie Röbl und Peter Coeln / Fotosammlung OstLicht (Hrsg.) Cora Pongracz - Das fotografische Werk. Schlebrügge.Editor, Wien 2016, broschiert, Format 22,3 x 29,7 cm, 200 Seiten, 348 Abbildungen, Text in deutscher Sprache. ISBN 978-3-902833-87-7.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juni 2016.


Bruce Davidson: Magnum Legacy (Magnum Legacy 2)
Bruce Davidson: Magnum Legacy (Magnum Legacy 2)
von Vicki Goldberg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

5.0 von 5 Sternen Vicky Goldberg: Bruce Davidson - Magnum Legacy, 11. Juli 2016
Rezension: Vicky Goldberg: Bruce Davidson - Magnum Legacy.
Bruce Davidson (Jahrgang 1933) ist Absolvent des Rochester lnstitute of Technology und seit 1959 Mitglied bei der unabhängigen Fotoagentur Magnum, die 1947 von den Fotografen Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger in Paris gegründet wurde. Bruce Davidson stand stets im Schatten seiner älteren, berühmten Gründungsmitglieder bei Magnum. Während Capa oder Cartier-Bresson als Kriegsfotografen und Erfinder des entscheidenden Augenblicks zu Ikonen der Fotografie avancierten und Weltgeltung erlangten, gilt Bruce Davidson mit seinem fotografischen Werk als sensibler Schilderer der Welt. Offensichtlich waren seine Bilder zu politisch und auch keine merkfähigen oder stilbildenden Ikonen, die zum zeitlosen Wandschmuck oder Poster taugten. Nein, Bruce Davidsons Bilder gehen vielmehr in die Tiefe der Thematiken und erzählen gleichsam ein Essay zum Bild, zum Porträtierten oder zur Aufnahmesituation. Insofern hat der Fotokünstler ein großes fotografisches Werk geschaffen. Er begeisterte sich schon seit frühester Kindheit für das Medium Fotografie und vom Vater erhielt Bruce Davidson schon im Alter von 10 Jahren eine Falcon 127 geschenkt.1945 stieg der junge Bruce Davidson auf das 35mm Aufnahmeformat um und erstand eine Argus A2. Viele seiner berühmten Bilder entstanden ab 1954, nachdem er sich eine Leica M 3 Ausrüstung zugelegte hatte. Im Prestel Verlag ist 2016 ein weiterer Bildband mit Aufnahmen von Bruce Davidson unter dem Titel 'Bruce Davidson ' Magnum Legacy' erschienen. Der Band enthält Bilder aus seinen bekanntesten Werkgruppen und zudem bisher unveröffentlichtes Material aus seinem Privatarchiv. Die Begleittexte von Vicky Goldberg zum Bildband sind umfangreich und sehr kompetent. Die ergänzenden Dokumente wie Briefe, Manuskripte, Auszüge aus zeitgenössischen Zeitschriften oder Cover ergeben ferner einen profunden Einblick in Vita und Werk von Bruce Davidson. Liebhabern anspruchsvoller analoger S/W-Fotografie - mit einer Fülle von Leica-Aufnahmen - kann ich diesen gelungenen Bildband mit der Biografie von Bruce Davidson sehr empfehlen.

Vicki Goldberg: Bruce Davidson - Magnum Legacy. Prestel Verlag, München 2016, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 192 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Text in englischer Sprache. ISBN: 978-3-7913-8135-0.

Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2016.


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