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Die Grenzgänge des Johann Sebastian Bach: Psychologische Einblicke
Die Grenzgänge des Johann Sebastian Bach: Psychologische Einblicke
von Andreas Kruse
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Sapere aude, incipe, 8. März 2014
Mit diesem Buch kommt etwas sehr mutiges in die Welt. Es ist neben all seiner musikwissenschaftlichen, psychologischen und theologischen Brillanz auch deshalb unbedingt empfehlenswert. Der Autor tritt mit dieser wissenschaftlich akkurat recherchierten Biografie aus dem Bereich seines hart erarbeiteten wissenschaftlichen Renommees heraus, gibt sich damit vollkommen unnötiger Weise aus der Hand und setzt sich der Öffentlichkeit aus.

Der Autor, dessen Denken ich aus mehreren Kongressvorträgen, aber auch Vorträgen zu anderen Anlässen sowie aus seinen fortlaufend veröffentlichten Fachartikeln kenne, gilt als einer der renommiertesten Alternsforscher. Ferner fördert Andreas Kruse mit seinem guten Namen unablässig die Implementierung einer notwendigen neuen Kultur des Alterns in den verschiedensten Bereichen der gesellschaftlichen Entwicklung. Er beschränkt sich nicht auf die theoretische Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse sondern lässt sich darauf ein, seine Ideen in der realen Welt zu erproben. Und: Wer den Autor einmal persönlich kennengelernt hat, ich hatte einmal die Möglichkeit, weiß, worum es ihm geht: Um Vertrauen in die Menschen, um das unbedingte Festhalten an der für jede funktionierende Gesellschaft notwendigen Bedingung, dass alle menschlichen Belange politisch Gehör finden müssen, um im Lichte ihrer Zeit und im Lichte ihres Anspruchs gerecht betrachtet zu werden.

In diesem Buch werden die Momente des Todes nahestehender Menschen, des Verlusts, der Rückschläge und der Krankheiten im Leben des Johann Sebastian Bach nicht als Ausdruck einer als mangelhaft empfundenen Welt interpretiert sondern als Teil einer lebendigen conditio humana. Der Autor begründet stichhaltig und nachvollziehbar, weshalb davon auszugehen ist, dass hiermit eine valide Annäherung an die Mentalität des Musikers erarbeitet wurde. Das Buch konstatiert, dass diese conditio humana zum Beispiel dann gesellschaftlich produktiv verwirklicht werden kann, wenn Menschen ein gegebenenfalls auch irrationales Wagnis eingehen und bereit sind, sich dafür selbst aus der Hand zu geben. Johann Sebastian Bach tat dies vor allem durch das Mittel seiner Musik. Andreas Kruse zeigt dies am Beispiel dieses Buches.


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