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Rezensionen verfasst von
Sylvia Schwaben

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Wüstenblume
Wüstenblume
von Waris Dirie
  Taschenbuch

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorbildlich - Verständnisvermittelnd - Vorkämpfend, 14. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Das Weg der Nomadentochter aus der Wüste auf die Laufstege der Welt könnte einfach eine weitere Lebensgeschichte a la "Vom Tellerwäsche zum Millionär" sein. Das ist es aber nicht, denn es geht um viel mehr:
Es geht um das Leben in der Wüste, um die karge, den Menschen viel abverlangende Landschaft Somalias, um die Aufgaben, die schon 6 Jährige erfüllen müssen, um der Familie das Überleben zu sichern, um die gleichwohl bestehende Freiheit der Kinder, die mit der Verantwortung, die sie tragen, einhergeht, um die Stellung von Mann, Frau und Kindern in der Familie und in einer muslimischen Gesellschaft, um arrangierte Ehen, um fehlende medizinische Versorgung und die daraus resultierende unbarmherzige Auswahl von Stark und Schwach, um fehlende sexuelle Aufklärung und um die sog. pharaonische Beschneidung.
Die Genitalbeschneidung von Frauen ist sicherlich wegen der schockierenden Deutlichkeit, mit der sie von Waris Dirie als selbst Betroffene beschrieben wird ein zentraler Punkt des Buchs. Zudem hat die Autorin dem Kampf gegen die Beschneidung von Mädchen einen bedeutenden Platz in ihrem Leben eingeräumt. Doch auch darauf ist das Buch nicht zu reduzieren:
Es ist die gesamte Geschichte, welche die Qualtiät ausmacht, in ihrer gesamten Widersprüchlichkeit. So berichtet die Waris Dirie von der Verbundenheit in der Familie, von der Nähe der Menschen zueinander, aber auch von Prügel durch den Vater und eine, dramatisierend als Messerstecherei zu bezeichnenden Auseinandersetzung mit ihrem Bruder in ihrer Kindheit. Sie berichtet von der Mentalität der Moslems, sich in ihr gottgegebenes Schicksal zu fügen und ihrem eigenen Aufbegehren gegen die Regeln der Gesellschaft; von ihrer älteren Schwester, die von der Familie davongelaufen ist und Waris gleichwohl Vorwürfe macht, daß sie es ihr gleich getan hat.Und während die Autorin die Mentalität, sich in Gottes Urteil zu fügen kritisch betrachtet, geht sie mit Gottvertrauen einen Weg, der übermenschliche Kraft, Ausdauer und Mut verlangt.
Zugegeben, ich habe ein Faible für Menschen und ihre Lebensgeschichte, denn aus jeder Lebensgeschichte kann man die Motivation ziehen, etwas zu tun oder anderes bleiben zu lassen. Waris Diries Geschichte aber hat mir nachdrücklicher als alles, was ich bisher gelesen habe, mitgeteilt, daß es keinen, überhaupt keinen Grund zum Verzweifeln gibt, denn auch das unmöglich erscheinende ist machbar - mag der Weg auch steinig und lang sein.


Der Dämon und Fräulein Prym: Roman
Der Dämon und Fräulein Prym: Roman
von Paulo Coelho
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Seelen kämpfen, ach, in meiner Brust, 14. Oktober 2003
Ein Buch, das man in einer Nacht durchliest, weil man es nicht zur Seite legen möchte, obgleich es um den uralten Kampf zwischen Gut und Böse, dem Kampf der Engel gegen die Teufel um die Seele geht. Auch wenn die Handlung fern ab der modernen Zivilisation spielt, könnte jeder, auch der Leser, an Stelle von Fräulein Prym stehen. Und vermutlich jeder ist bereits in einer ähnlichen Situation gewesen, in welcher er sich gefragt hat, ob er lieber gut handelt und (mal wieder) den sprichwörtlichen Kürzeren zieht, oder ob er sich über Regeln hinwegsetzen soll, um sich selbst voran zu bringen.
Coelho läßt seine Hauptfiguren an der Klippe von Gut zu Böse entlangschreiten. Doch weniger der Kampf um die Seelen der Hauptfiguren macht die Spannung aus, als der Kampf im Leser selbst, der nicht weiß, ob er Fräulein Prym - und damit zugleich sich selbst - zurufen soll: "Vergiß die edlen Wert und schau, daß Du Dein Leben in die Hand nimmst und Dein Glück machst!" Oder: "Verstehe doch endlich, daß Du lernen sollst, glücklich mit dem zu sein, was Du hast!"
Ob es noch eine dritte Alternative gibt und wie Fräulein Prym sich entscheidet, löst das Buch natürlich auch auf. Dabei gelingt es Coelho zudem ein farbiges und eindrückliches Bild von Landschaft, Menschen und Ort seiner Handlung zu vermitteln.


Strafprozessordnung: Gerichtsverfassungsgesetz, Nebengesetze und ergänzende Bestimmungen
Strafprozessordnung: Gerichtsverfassungsgesetz, Nebengesetze und ergänzende Bestimmungen
von Lutz Meyer-Goßner
  Gebundene Ausgabe

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So sollten alle Kommentare sein, 7. September 2003
Die 46. Auflage hat den Namen des Autors bekommen, der seit nunmehr sechs Auflagen den Inhalt des Kurzkommentars bestimmt: Lutz Meyer-Goßner. Seinem Überblick und Darstellungsvermögen ist es zu verdanken, daß hier ein Kurzkommentar vorliegt, der in der Vollständigkeit allein vom Großkommentar zur StPO, einem bestimmt vier Mal umfangreicheren Werk übertroffen wird.
Schon als Student freut man sich über die klare Gliederung der Ausführungen zu den einzelnen Paragraphen und wünschte sich eine solche Übersichtlichkeit für jeden Kommentar.
Als bayrischer Referendar wird man schon von der Prüfungsordnung angehalten zum Meyer-Goßner zu greifen und gewinnt alsbald insbesondere den Anmerkungen zum beliebten Examensthema Revision hilfreiche Erkenntnisse ab.
Wer intensiver mit dem Werk arbeitet, wird schnell feststellen, daß nahezu alles angesprochen ist, was es im Strafverfahrensrecht zu wissen gibt - mehr braucht selbst der Spezialist häufig nicht. Dies gilt insbesondere für die Kommentierung auch der Menschenrechtskonvention. Als weiteres Kleinod ist die Einleitung anzuführen: Hier finden Abhandlungen zu aktuellen Fragestellungen, wie die Absprache im Strafprozeß, in für einen Kurzkommentar teilweise überraschend ausführlicher Darstellung. Daß der Kommentar gleichwohl den Rahmen nicht sprengt, liegt an der Ausgewogenheit der Erläuterungen zwischen ausreichender Kürze und notwendiger Länge.
Es gilt weiterhin die von Rosenthal zur Vorauflage getroffene Feststellung: "Keiner kann ihn ersetzen." Hinzuzufügen ist: Schon gar nicht für diesen Preis.


Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken
Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken
von Hans P Beck-Bornholdt
  Sondereinband

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schein und Sein, 7. September 2003
Ein wenig Begeisterung für die Mathematik sollte man schon aufbringen, um Gefallen an den Erkenntnissen zu finden, welche die Autoren in amüsante Geschichten verpackt darbieten. Es schadet auch nicht, wenn man gewillt ist, das Buch ein wenig als Lehrbuch anzusehen. Denn die Erläuterungen zur Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge irrt, dem Angler der richtige Fisch an die Angel geht, der das Haus verschattende Baum aus Zufall abstirbt oder ein Patient trotz positiver Diagnose doch nicht krank ist, bauen aufeinander auf.
Insbesondere Juristen und Ärzte profitieren von diesem Buch, da es ihnen vor Augen führt, wie schnell sie einem Fehlurteil unterliegen. Aber die Irrtümer sind, wie schon der Titel sagt, auch im alltäglichen Leben nicht fern und so staunt der Leser immer wieder, wo er sich hinsichtlich einer Einschätzung doch grob verschätzt hätte.


Namen die keiner mehr nennt. Ostpreussen - Menschen und Geschichte
Namen die keiner mehr nennt. Ostpreussen - Menschen und Geschichte
von Marion Gräfin Dönhoff
  Taschenbuch

33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebeserklärung an Ostpreußen, 7. September 2003
Eher zufällig ist mir dieses Buch in die Hände gefallen. Eher unwillig habe ich darin zu lesen begonnen, denn Ostpreußen war nicht die Materie, von der ich glaubte, daß sie mich interessieren würde. Doch schon nach wenigen Seiten hat mich das Buch so gefesselt, daß ich es binnen zwei Tagen gelesen hatte.
Ein Sachbuch soll es sein - das ist im Hinblick auf die geschichtlichen Aspekte und die Analysen über den ostpreussischen Adel bestimmt richtig. Mehr noch als ein Sachbuch ist es aber ein aufregender Bericht über die Menschen, mit denen Marion Gräfin Dönhoff gelebt hat und über sich selbst, über eine großartige Vergangenheit und ein großartiges Land.
Wer ein Faible für die jüngere deutsche Geschichte oder Ostpreußen hat, dem sei dieses Buch ebenso empfohlen, wie all jenen, die gerne Geschichten über Menschen und ihr Leben lesen.


Das Leben ist eine Karawanserei - hat zwei Türen - aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus (KiWi)
Das Leben ist eine Karawanserei - hat zwei Türen - aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus (KiWi)
von Emine Sevgi Özdamar
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinderaugen, 7. September 2003
Das Buch ist keine leichte Kost. Es schildert die Welt - und das ist die Türkei - aus den Augen der Ich-Erzählerin. Diese Welt beginnt mit dem Zeitpunkt, als die Erzählerin noch im Bauch ihrer Mutter ist. Wer nun glaubt, daß Emine Sevgi Özdamar damit zum Stilmittel der Kindperspektive auf Basis des Wissens Erwachsener verwendet, der täuscht sich gründlich. Die Autorin vollbringt vielmehr das Kunststück, die Perspektive des Kindes konsequent einzuhalten und Bewertungen und Beobachtungen zu schildern, die gerade aufgrund der fehlenden Vorerfahrungen in ihrer Klarheit und Eindringlichkeit bestechen. Überrascht habe ich feststellen dürfen, daß so mancher Gedanke, so manche Beobachtung und so manche Schlussfolgerung mir nicht unbekannt ist.
Zugleich gewinnt der Leser einen Einblick in die türkische Gesellschaft und ihre Funktionsweise.
Wie gesagt, kein leichter Stoff, aber unbedingt lesenswert.


Deutsche Suite
Deutsche Suite
von Herbert Rosendorfer
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bayrische Geschichte, 7. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Suite (Taschenbuch)
Die skurile Geschichte, welche Rosendorfer in die Bayrische Geschichte zwischen 1930 und 1960 einbettet läßt den Leser nicht nur einmal den Kopf schütteln. Dabei sind die Gründe vielfältig:
Die Respektlosigkeit, die der Autor, immerhin ein ehemaliger Richter, gegenüber Kirche und Staat bzw. den sie repräsentierenden Personen walten läßt, indem er sie in diese so unglaubliche und skandalöse Geschichte hineinzieht.
Die Vermengung von Wahrheit und Fiktion, die den in Geschichte nicht sattelfesten Leser immer wieder zweifeln läßt, wo Wahrheit und wo Fiktion ist.
Die dadurch hervorgerufene Verwunderung, was man dem Leben zutraut und welche Absurdität man sich als Wahrheit vorstellen kann.
Schließlich aber auch den Geist des Autors, der all jene Absurditäten sich auszudenken vermag.
Manche Stellen sind so komisch, daß man Tränen lacht. Andere setzen politisches und teilweise tagespolitisches Wissen voraus, so daß man mit Bedauern nur feststellen kann, dem Witz wohl nur nach einem ausführlichen Geschichtsstudium auf den Grund gehen zu können.
Ein Buch, das für Münchner, Bayern und all jene eine Freude ist, die sich am politischen Kabarett ergötzen können.


Die große Umwendung: Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit Roman
Die große Umwendung: Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit Roman
von Herbert Rosendorfer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 2. Wahl, 7. September 2003
Das scheint mir der typische Fall einer Fortsetzung zu sein: Die Idee - eine Chinese landet mittels Zeitreise im Europa des ausgehenden 20. Jahrhunderts und damit 1000 Jahre nach seiner Zeit - ist genial, die Darstellung ebenfalls und das Publikum ruft "Mehr davon". Und es bekommt mehr davon. Die Idee ist immer noch gut, aber eben schon abgegriffen. Irgendwie kann man sich nicht mehr so über die naiv, unbefangene Art des Chinesen, in der er über unser Leben räsoniert, freuen. Manchmal wirken die verwunderten Betrachtungen zu sehr gesucht.
Was bleibt ist die bewundernswerte Fähigkeit Rosendorfers, sich aus den Verhältnissen in denen er lebt, herauszuziehen und das Gewimmel auf diesem Teil der Erde aus der Sicht eines nicht Dazugehörenden zu betrachten. Das macht er mit dem ihm eigenen trockenen und subtilen Humor.
Empfehlenswert als Teil 2 bleibt aber unbedingt Band 1.


Die Baronessa, die Eisfrau und der rote Premier: Italienische Bekenntnisse
Die Baronessa, die Eisfrau und der rote Premier: Italienische Bekenntnisse
von Klaus Brill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Italien in Kurzgeschichten, 7. September 2003
Na ja, die Geschichten sind ganz nett und sicher auch Wert jenseits des politischen Tagesgeschäfts eines Korrespondenten aufgeschrieben zu werden. Einige setzen aber doch tiefergehende Kenntnisse der italienischen Verhältnisse voraus. Andere waren, zumindest mir, zu alltäglich.
Als kleine Häppchen zwischendurch genossen, sind sie eine geistige Abwechslung z.B. im Büroalltag.


Menschen, Pferde, weites Land: Kindheits- und Jugenderinnerungen (dtv Sachbuch)
Menschen, Pferde, weites Land: Kindheits- und Jugenderinnerungen (dtv Sachbuch)
von Hans Graf von Lehndorff
  Taschenbuch

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Adel in Ostpreußen, 7. September 2003
Der Punktabzug liegt darin begründet, daß der Schreibstil des Buches sehr trocken und nüchtern ist. Wer, wie ich, auf das Buch deshalb aufmerksam geworden ist, weil er Gräfin Dönhoffs Bücher über Ostpreußen gelesen hat, der muß sich auf magere Kost gefaßt machen. Bisweilen hat das Buch auch Längen - zumindest, wenn man nicht Pferdenarr ist.
Die Lebensgeschichte von Graf Lehndorff ist gleichwohl interessant erzählt und erlaubt Einblicke in das Selbstverständnis des Adels in Ostpreußen, ein klein wenig auch, in die Geschichte und die Geschehnisse im Übergang vom Deutschen Reich zum NS-Regime. Vor allem aber natürlich in die Kindheit und Jugend von Hans Graf Lehndorff und seinen Geschwistern.
Die im Buch enthaltenen Fotos und Lebensdaten der Geschwister Lehndorff erzählen eine eigene Geschichte, die es Wert gewesen wäre, in mehr als zwei Sätzen dargestellt zu werden. Leider erfährt man hiervon nichts.


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