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AennA

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Wolfskinder: Roman
Wolfskinder: Roman
von John Ajvide Lindqvist
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weit hergeholte Geschichte, ernster Hintergrund..., 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Wolfskinder: Roman (Taschenbuch)
Da ich bereits "So finster die Nacht" von John Ajvide Lindqvist gelesen habe, war mir klar, dass ich mit seinem vierten Roman "Wolfskinder" wahrscheinlich eine Lektüre fernab jeder Realität beginnen würde.
Und so war es dann auch.
Während Lindqvists Erstling mich absolut fesselte, in seinen Bann zog, verursachte "Wolfskinder"dagegen oft nur ungläubiges Kopfschütteln.
Dennoch las ich mich durch mehr als 550 Seiten bis zum Ende, was ganz klar Lindqvists flüssigem und detailliertem Schreibstil sowie den sich mir im Verlauf des Buches doch noch öffnenden Erkenntnissen zu verdanken ist.

Die Geschichte fängt sehr vielversprechend an...
Ein Säugling wird im Wald in einem Erdloch gefunden, ein kleines Mädchen, das die schönsten Töne von sich gibt.
Der alternde Schlagersänger Lennart sieht seine Chance, mit dem Kind in späteren Jahren viel Geld zu verdienen, nimmt es mit und versteckt es in seinem Keller.
Doch Theres entwickelt sich nicht normal, ganz und gar nicht....

Etwa zeitgleich, in einer anderen Stadt, wird Theresa geboren.
Sie wächst in einer ganz normalen Familie mit zwei Brüdern auf, doch auch Theresa entwickelt eine sehr spezielle Persönlichkeit.

Beide Mädchen treffen irgendwann aufeinander, und das Unheil nimmt seinen Lauf....

Hier hatte ich große Erwartungen. Doch während in den ersten beiden Teilen des Buches die jeweiligen Lebensumstände der Mädchen zwar hin und wieder unglaubwürdig, aber durchaus fesselnd geschildert werden, erweisen sich die folgenden Teile eher als eine "Aneinanderstückelung" von Geschichten vor dem für mich langweiligen Hintergrund der Musik-und Schlagerszene.
Auch hier bleiben einige Umstände mehr als fragwürdig.

Das Ganze wird von Gewalt- und auch Sexszenen mit Beschreibungen bis in die kleinsten Details durchzogen, bei denen mir klar wurde, warum dieses Buch, in dem es doch um Jugendliche geht, in der Erwachsenenabteilung zu finden ist.

Trotzdem möchte ich Lindqvists Buch nicht komplett aburteilen, denn man kann ihm auch einen ernsten Hintergrund nicht absprechen...

Achtung, SPOILER!!!!
Der Zusammenhang zwischen den Mädchen, den ich zunächst aufgrund der vorangegangenen Ereignisse im mysthischen Bereich vermutete, ist in ihrer kranken Psyche zu finden.
Zutiefst kranke Seelen, verbunden mit Wahnsinn, der zu unmenschlichen Taten führt.

Für uns schwer zu glauben, aber doch real, bedenkt man die Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit in Norwegen oder erst kürzlich in einem Kino in Aurora...
Unweigerlich erinnert das Ende von "Wolfskinder" an diese schrecklichen Attentate...
Denn wer weiß denn schon, was sich wirklich in den Köpfen dieser Täter abgespielt hat?

John Ajvide Lindqvist öffnet dem Leser die Augen über Macht und menschliche Abgründe.
Zeigt, was möglich ist, egal woher man kommt und was man ist....
Macht deutlich, wie gefährlich es ist, wenn man den "falschen" Leuten vertraut, wie fatal es werden kann, hat man die Grenzen erst einmal überschritten...

Leider hat er seine Geschichte sehr unglücklich und zweifelhaft verpackt, deshalb vergebe ich gerade noch 3 Sterne!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2014 7:07 PM MEST


Kalte Haut: Thriller
Kalte Haut: Thriller
von Marcel Feige
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligente Story mit starken Charakteren..., 12. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Kalte Haut: Thriller (Taschenbuch)
Der Profiler Robert Babicz kehrt nach vierjährigem Amerikaaufenthalt in seine Heimatstadt Berlin zurück.
Nachdem er in den Staaten wesentlich dazu beigetragen hat, den sogenannten "Knochenmann" dingfest zu machen, will er sich nun wieder den Aufgaben in seiner psychologischen Praxis zuwenden.
Doch schon bald ersucht auch die Berliner Polizei um seine Hilfe.
Ein Mord ist geschehen, und zunächst glaubt das Team um Kriminalkommissarin Sera Muth an eine politisch gesteuerte Tat.
Doch schon bald zeigen sich Parallelen in der Vorgehensweise des Täters, die an den "Knochenmann" erinnern. Er häutete sein Opfer bei lebendigem Leibe. Zuvor jedoch veröffentlichte er ein Video, um alle Menschen an dessen Qualen teilhaben zu lassen....

Der Berliner Autor Marcel Feige führt seine Leser mit einem sehr spannenden und geschickt geschriebenen Prolog in seinen bis jetzt vierten Thriller "Kalte Haut " ein.

Danach nimmt er sich viel Zeit, seine Protagonisten vorzustellen.
Da ist die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth, die sich neben ihrer grossen Familie und deren Kultur auch noch mit einem komplizierten Liebesleben auseinandersetzen muss.

Desweiteren lernen wir die Journalistin Tania Herzberg kennen, die von ihrem Ex-Ehemann gestalkt wird, und über die der Mörder Einiges zu wissen scheint....

Und wir begleiten Robert Babicz, den fast schon berühmten Psychologen nach seinem Erfolg in Amerika. Er will seine Vergangenheit abschütteln und ein neues Leben beginnen. Sein Bruder Max und die hübsche Nachbarin Nadine sind ihm dabei eine grosse Hilfe...

Marcel Feige schafft es, seine Leser total in das jeweilige Leben seiner Charaktere eintauchen zu lassen. Er schildert detailliert, aber für mich niemals langweilig.
Auch wenn die zuweilen türkische Konversation für den Sprachunkundigen (und den Leser, der grundsätzlich nichts überfliegt, sondern jedes Detail mitliest) unter Umständen gewöhnungsbedürftig ist, trägt sie unbedingt dazu bei, die Athmosphäre eines türkischen Familienfestes nachzuempfinden. Ausserdem wird natürlich alles übersetzt.

So spielte sich die Handlung sehr lebhaft vor meinem geistigen Auge ab.

Der Leser ist dermassen mit den Persönlichkeiten und den Nebenhandlungen der Geschichte beschäftigt, dass ihm zunächst gar nicht auffällt, dass nichts von dem passiert, was der Klappentext verspricht.
Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem er sich fragt "Und nun?" legt Feige richtig los.

Von diesem Moment an ist es erst recht unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung steigt mit jedem Kapitel bis ins Unermessliche, was dem Geschick des Autors und nicht etwa blutrünstigen Schilderungen zu verdanken ist.
Man fiebert mit, überlegt, ist sich sicher, den Täter zu kennen und wird am Ende doch masslos überrascht.

Als ich "Kalte Haut" beendet hatte, war ich völlig perplex. Und dann begeistert!
Marcel Feige hat mit seinem Thriller eine intelligente und perfekt durchdachte Geschichte präsentiert, die kaum eine Frage offen lässt.
Eine beeindruckende Geschichte, die auch mit den Gefühlen ihrer Leser spielt und deshalb noch lange in meinem Kopf, in meinen Gedanken bleiben wird.


Tomaten: Schätze aus dem Garten
Tomaten: Schätze aus dem Garten
von Cornelia Schinharl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einfach bis raffiniert..., 4. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich liebe Tomaten....
Als Kind habe ich sie schon vom Strauch gepflückt, wenn sie zum Teil noch grüne Stellen hatten, und auch heute noch dürfen sie für mich nicht zu reif sein.
Fest und aromatisch mit einer gewissen Süße...das sind richtigeTomaten!

Nur leider kann man solche Tomaten kaum noch im Laden kaufen.
Oft schmecken sie wässrig- und sehen auch so aus.
Wer richtige Tomaten essen will, muß selber welche anbauen.
Und dazu gibt es in dem Buch "Tomaten" von Cornelia Schinharl sogar tolle Tipps, was zeigt, dass wir es nicht nur mit einem gewöhnlichen Kochbuch zu tun haben.
Zum wiederholten Male hat der Kosmos-Verlag mit einer Ausgabe seiner beliebten Kochbuchreihe einen Allrounder herausgebracht, der seine Leser, zusätzlich zum Rezepteschatz, umfassend zum betreffenden Thema informiert.
Gekrönt wird das ganze mit schönen Fotos, die wirklich Lust aufs Kochen machen.

Autorin Cornelia Schinharl gliedert ihr Werk in drei Teile:
"Für den Vorrat" klärt den Leser über Tomatensorten auf und zeigt uns verschiedene Möglichkeiten der Konservierung, zum Beispiel durch die Verarbeitung zu Ketchup, Chutney oder sogar Konfitüre.

In "Schnell und Gut" finden wir Rezepte für Salate, Saucen und ganz schnelle, kleine Gerichte.
Was ich besonders toll finde, ist, das auch Vegetarier hier mit Gerichten wie Tomaten-Lasagne oder Tomaten-Pizza auf ihre Kosten kommen.
Beide Rezepte habe ich übrigens schon ausprobiert, und das Ergebnis war sehr lecker!

Das Kapitel "Fein und Festlich" präsentiert besondere Rezepte und macht Mut, auch einmal Außergewöhnliches zu probieren.
Ich würde z. B. von selber nie auf die Idee kommen, Tomaten mit Pfirsichen zu kombinieren wie beim "Tomaten-Pfirsich-Salat mit Lavendel und Ziegenkäse"....

Das Buch endet mit einem Rezept- sowie einem Themenregister, so dass eine gute Übersicht gewährleistet ist.

"Tomaten" bietet sowohl eine Menge Anregungen für ganz einfache Gerichte als auch raffinierte Rezepte für den experimentierfreudigeren Koch.

Ich bin sicher, dass ich dieses Werk noch sehr oft zur Hand nehmen werde, um meine Familie mit Tomatengerichten zu beglücken!
Ein tolles Buch, das ich unbedingt weiter empfehle!


Das Alphabethaus: Roman
Das Alphabethaus: Roman
von Jussi Adler-Olsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,90

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelesener Film...., 26. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Die englischen Piloten Bryan und James, unzertrennliche Freunde von Kindesbeinen an, werden bei einem gefährlichen Kriegseinsatz im Jahre 1944 über Deutschland abgeschossen.
Mit letzter Kraft gelingt es ihnen, ihr Leben zu retten.
Sie gelangen schliesslich in das sogenannte Alphabethaus, ein Lazarett, in dem hochrangige deutsche, geistig gestörte Kriegsopfer behandelt werden.
Nur, wenn auch sie sich als Solche ausgeben, haben sie eine Chance, zu überleben.
Aber sind wirklich alle anderen Patienten echt? Oder gibt es noch weitere Simulanten?
Ein Katz-und Mausspiel beginnt....
....welches fast 30 Jahre später eine Fortsetzung erfahren soll!

Der Filmproduzent Just Beter schreibt über dieses Buch: "Der beste Film, den ich je gelesen habe!"

Und damit spricht er mir aus der Seele!

Jussi Adler-Olsen legt mit seinem allerersten Roman überhaupt ein Meisterwerk seiner Erzählkunst vor, auch wenn er damit nicht die Erwartungen der meisten seiner zahlreichen Fans der Carl-Morck-Serie zu erfüllen scheint.
Mit "Das Alphabethaus" zeigt Adler-Olsen eine ganz andere Seite seines Könnens, die mir persönlich aber sehr gut gefallen hat.

In wie von ihm gewohnt sehr anschaulichem und flüssigem Stil erzählt der Autor vom Schicksal der beiden Freunde Bryan und James, die unvorstellbare Dinge erleben und erleiden müssen, um zu überleben.
Dabei entführt er seine Leser in das Grauen des Zweiten Weltkrieges, das man sich genau so vorstellen kann, so erschreckend die Ausführungen hierüber auch sind...

Insbesondere der Umgang mit psychisch oder geistig Erkrankten in dieser Zeit wird dem Leser recht deutlich vermittelt, was dem Autor als Sohn eines Psychaters sehr gut gelingt.
Sehr feinfühlig und behutsam geht er dabei mit seinen Protagonisten um und zeigt uns die Menschen hinter den Masken.

Auch im zweiten Teil des Romans, der im Jahre 1972 beginnt, lässt er uns quasi neben seinen Hauptcharakteren herlaufen und deren Aufarbeitung ihrer schrecklichen Vergangenheit hautnah miterleben. Dabei schildert Adler-Olsen ihre Emotionen und Ängste so deutlich, dass es für den Leser fast schon beklemmend ist...

Aber wie Adler-Olsen selber sagt, ist das Alphabethaus kein Kriegsroman.
Vielmehr beschreibt es die Wege einer Freundschaft, und das für den Leser sehr eindringlich und geradezu fühlbar.

Auch kann man dieses Buch nicht als Thriller im herkömmlichen Sinne bezeichnen, trotzdem sieht sich der Leser während der gesamten Lektüre einer unglaublichen Spannung ausgesetzt.

Einmal angefangen, war ich kaum in der Lage, dieses Buch aus der Hand zu legen.
Ich sah mich vollkommen gefangen in einer Geschichte, die sicher für den einen oder anderen Menschen auch ein Stück Wirklichkeit bedeuten mag...

"Das Alphabethaus" ist ein grossartiger Roman und tatsächlich auch für mich "ein gelesener Film"...


Die Schmetterlingsinsel
Die Schmetterlingsinsel
von Corina Bomann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da wäre mehr drin gewesen...., 21. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Schmetterlingsinsel (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als ihre geliebte Großtante Emmely in England stirbt, tritt die Berliner Anwältin Diana Wagenbach ein schweres Erbe an.
Sie als letzte Nachfahrin der Tremaynes soll ein lang gehütetes Familiengeheimnis ergründen.
Ein alter Brief soll ihr erster Anhalt sein, welcher sie schließlich von "Tremayne House"der Gegenwart bis in das Jahr 1887 ins damalige Ceylon zurückführt.
So folgt Diana den Spuren ihrer Ururgroßmutter Grace, deren Wege sich irgendwann von ihrer Familie getrennt haben...
Was ist damals passiert? Und warum wurde so lange geschwiegen?

Das Buch "Die Schmetterlingsinsel" von Corina Bomann fällt zunächst durch seine aufwändige Gestaltung regelrecht ins Auge.
Der Buchschnitt ist mit pinken Schmetterlingen und Orchideen bedruckt, die Vorsatzseite ist dunkelpinkfarben, alles sehr stimmig auch mit der Covergestaltung.
Dieses Buch muss man in der Buchhandlung erst einmal in die Hand nehmen....

Auch die Geschichte selbst zog mich gleich in ihren Bann.
Ich liebe ja Familiengeschichten, und wenn sie auf verschiedenen Zeitebenen spielen, erst recht.

So erzählt uns auch Corina Bomann im Wechsel mit den Kapiteln zwei Geschichten, einmal die von Diana in der Gegenwart, zum anderen die der Schwestern Victoria und Grace im Jahr 1887.
Dabei zeichnet sie Charaktere und Schauplätze so gut, dass vor des Lesers Auge ein kleiner Film abläuft.
Sowohl die Atmosphäre des alten Herrenhauses als auch die prächtige Kulisse Sri Lankas werden uns sehr gut vermittelt.

"Die Schmetterlingsinsel" erzählt eine Geschichte, die zunächst durchaus fesselt, im weiteren Verlauf jedoch immer oberflächlicher wird.
Einige Passagen waren mir persönlich zu trivial und erinnerten eher an einen Kitschroman, einige Umstände fügten sich letztendlich gar zu gut in die Geschichte ein und wirken daher unglaubwürdig, anderes wird wieder allzu schnell abgehandelt.
Das finde ich wirklich sehr schade...
Ich hatte nach der letzten Seite das Gefühl, dass die Autorin ihrer eigenen, wirklich tollen Idee nicht gerecht geworden ist.

Wer also eine Lektüre mit Anspruch sucht, sollte sich hier eher zurückhalten.
Wer aber lediglich gut unterhalten werden will, ist mit der Schmetterlingsinsel gut bedient.


Zwilling Pure Kochmesser, 200 mm (Rostfreier Spezialstahl, Zwilling Sonderschmelze, Kunststoff) schwarz
Zwilling Pure Kochmesser, 200 mm (Rostfreier Spezialstahl, Zwilling Sonderschmelze, Kunststoff) schwarz
Preis: EUR 68,41

5.0 von 5 Sternen Ein Messer zum Verlieben...., 19. Mai 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Schon lange äugelte ich mit einem guten Messer. Einem richtigen Profimesser, wie die Meisterköche es benutzen....
Das Zwilling-Kochmesser aus der Pure-Serie scheint genau so eines zu sein.
Mit seiner 200mm langen Klinge, die an ihrer breitesten Stelle ca. 4,5 cm misst, und einer Gesamtlänge von ca. 33 cm schaut es schon sehr respekteinflößend aus. Da kommen mir unwillkürlich Gedanken wie: "Wenn das runterfällt und die nackten Füße trifft...."
Aber es ist sehr sicher arretiert in seiner Verpackung, da passiert so leicht nichts.
Edel schaut es aus, Griff und mattierte Klinge sind in einem Stück ohne störende Ecken und Kanten.
Das Messer liegt sehr gut in der Hand, hat schon ein gewisses Gewicht, ist aber dennoch nicht zu schwer. Gerade richtig zum Arbeiten, ohne die Handgelenke zu belasten.
Und es schneidet - göttlich! Einmal angefangen, läuft man in Gefahr, Tomaten und Gurken für eine ganze Kompanie zu schneiden, weil man gar nicht mehr aufhören kann! Butterzart fährt die Klinge durch das Schneidgut, richtig Spaß macht das!
Wo ich das gute Stück lagern soll, weiß ich allerdings noch nicht. Es einfach in die Küchenschublade zu legen, ist mir doch zu gefährlich. Ich habe es erst einmal in seine Verpackung zurückbefördert und werde mir wohl noch einen Messerblock zulegen - vielleicht kommt ja noch das eine oder andere Messer aus dieser Serie dazu!


Pilze und Waldbeeren: Regionale Produkte - kochen und genießen mit gutem Gewissen
Pilze und Waldbeeren: Regionale Produkte - kochen und genießen mit gutem Gewissen
von Reinhardt Hess
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leckeres aus Wald und Wiese...., 30. April 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wer mit offenen Augen durch die Natur wandert, entdeckt auch ihre Schätze. Ob an Feld-und Wegrändern oder direkt im Wald - überall findet der aufmerksame Betrachter leckere Früchte und Pilze.
Einige kann man sofort geniessen, andere wollen erst verarbeitet werden.
Wem es dabei an Ideen mangelt, wird in dem Buch "Pilze & Waldbeeren" fündig, denn hier wird gezeigt, was man Schönes machen kann und wie es geht.
Dabei erstreckt sich die Rezeptvielfalt von der Vorspeise bis hin zur süßen Nachspeise.

Das Buch im handlichen Softcover-Format besticht schon durch sein Äusseres.
Sowohl das Cover als auch die Buchseiten sind mit sehr schönen und farblich ansprechenden Fotos ausgestattet, so dass allein schon das Durchblättern ein Vergnügen ist.

Der Inhalt ist in drei Teile gegliedert.
In "Vorräte" werden Tipps zum Pilze sammeln, trocknen und zum Einmachen gegeben.
"Rasch fertig" behandelt schnelle Rezepte, während es im Teil " Verwöhnen" schon etwas raffinierter zugeht.

Bei jedem Rezept, findet man die Rubrik "Das ist wirklich wichtig", in der erklärt wird, auf was man unbedingt zu achten hat.
Die Rezepte sind übersichtlich und gut erklärt, zum grössten Teil auch bebildert.

Viele Rezepte kann man natürlich erst ausprobieren, wenn die entsprechenden Früchte Saison haben.
Ich habe zum Beispiel sehr viele Hagebutten im Garten, die in diesem Herbst zu Hagebuttenmark verarbeitet werden. Dank dieses Buches einmal mit Wein und einmal als süße Variation.
Den "Heidelbeerquark mit Birnen und Löffelbiskuits" habe ich aber trotzdem schon getestet und dabei auf Obst aus dem Supermarkt zurückgegriffen. Sehr lecker!!!
Auch die Pilzsemmelknödel wurden ausprobiert, allerdings mit gekauften Champignions, aber auch damit wirklich empfehlenswert.

Auch wenn im Buch Tipps zum Pilzesammeln gegeben werden, ziehe ich es vor, diese weiterhin auf dem Markt oder im Geschäft zu kaufen, denn wenn man sich wie ich in der Materie nicht auskennt, ist bekanntlich Vorsicht geboten.
Auch bei Beeren und Baumfrüchten sollte man sich ganz sicher sein, dass man keine giftigen "Zwillinge" erntet....

"Pilze & Waldbeeren" ist ein Buch, das unglaublich viele Anregungen bietet, dabei aber auch meine Phantasie in Gang gesetzt hat, Rezepte möglicherweise etwas abzuändern. Diverse Zutaten wie Sardellen oder Ziegenkäse mag ich zum Beispiel nicht und würde sie weglassen bzw. ersetzen.
Darüber hinaus bekommt man viele lehrreiche und nützliche Informationen, so dass dieses Buch auf keinen Fall als reines Kochbuch zu betiteln ist.
Aber Lust aufs Kochen und Ausprobieren macht es - auf jeden Fall!


Entführt: Thriller
Entführt: Thriller
von Hans Koppel
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychologisches Meisterwerk...., 30. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Mike ist verzweifelt, denn seine Frau Ylva ist nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen.
Zuerst denkt er ja noch, sie sei mit Arbeitskollegen ausgegangen, doch als sie auch über Nacht wegbleibt, ist er ratlos.

Ist Ylva etwas zugestoßen? Oder hat seine Frau etwa einen Geliebten?
Schließlich schaltet er die Polizei ein.
Er kann nicht ahnen, dass Ylva nur wenige Hundert Meter entfernt gefangen gehalten wird.
In einem Keller mit schalldichten Wänden und einem Monitor, der auf ihr Heim und ihre Familie gerichtet ist....
Und sie wird bestraft...immer und immer wieder.....

Mit "Entführt" stellt uns der schwedische Schriftsteller Hans Koppel sein Debüt vor, das bereits in 10 Länder verkauft wurde.

Er schildert die unendlichen Qualen einer Frau in Gefangenschaft.
Es bleibt nicht aus, dass der Leser dabei unweigerlich an Geschichten denkt, die unlängst durch die Medien geisterten und in denen das Schicksal von Frauen bekannt wurde, die Jahre oder Jahrzehnte lang in der Hand ihrer Peiniger waren.
So etwas kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Und will man auch gar nicht...so unglaublich und schrecklich ist eine solche Lage.
In "Entführt" erleben wir diese Situation aus nächster Nähe.
Koppel erzählt aus verschiedenen Perspektiven.
Wir lernen die Täter kennen, wenngleich sie für uns lange Zeit anonym bleiben.
Wir erleben die Ohnmacht von Mike, der plötzlich auf sich allein gestellt ist, für seine kleine Tochter sorgen muss und gleichzeitig den Verlust seiner Frau zu verarbeiten hat.
Und wir sind bei Ylva in ihrem Kellergefängnis, erleben ihre Qual und sind fassungslos darüber, wie sie damit umgeht.

Koppel versteht es erstklassig, die Charaktere und ihre Gefühlswelt zu beschreiben und damit den Leser vollkommen in seine Geschichte hereinzuziehen.
Geschickt baut er eine enorme Spannung auf, die mit der ersten Seite beginnt und bis zum Schluss nicht abreißt.
Welche Motive hat der Entführer? Sieht Ylva jemals wieder das Tageslicht?
Diese Fragen beschäftigen den Leser während der gesamten Lektüre und lassen ihn das Buch nicht aus der Hand legen.

"Entführt" ist ein psychologisches Meisterwerk, anders kann ich es nicht beschreiben.
Es hat mir sehr gut gefallen, und ich bin gespannt auf weitere Werke von Hans Koppel, die hoffentlich bald folgen werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2012 8:50 AM MEST


Torso: Roman
Torso: Roman
von Wolfram Fleischhauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu viele Komponenten..., 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Torso: Roman (Gebundene Ausgabe)
In einer einschlägigen Szenekneipe wird ein grotesk inszenierter Torso gefunden. So etwas haben selbst die Beamten der Berliner 7. Mordkommission um Hauptkommissar Martin Zollanger noch nicht gesehen. Und es soll nicht bei dem einen Fund bleiben. Auch an anderen Standorten werden menschliche Leichenteile, verziert mit Teilen von Tierkadavern, gefunden. Zollanger und seine hübsche Kollegin Sina arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung dieser Mysteriositäten und könen Störungen von aussen gar nicht brauchen.
Dennoch wird der Hauptkommissar abgelenkt von einer jungen Frau, die unbedingt den Kontakt zu ihm sucht.
Elin, deren Bruder Eric vor ein paar Wochen erhängt an einem Baum gefunden wurde, will nicht an einen Selbstmord glauben. Sie ist überzeugt davon, dass Eric ermordet wurde und legt sogar Beweise vor. Ihr Bruder verfügte über hochbrisante Informationen....

Während mich Mord und Totschlag in einem Thriller ganz sicher interessieren, begeistert mich Wirtschaftskriminalität dagegen gar nicht.
In "Torso" treffen diese beiden Themen aufeinander und lassen den Leser über ihre Zusammenhänge in der Geschichte rätseln.
Diese werden wohl im Verlauf erläutert, bedeuteten für mich aber schwer durchschaubare Kost, die zu einem eher unglaubwürdigen Ende führt.

Wolfram Fleischhauer ist einer guten Idee nachgegangen und hat sich für sein Thrillerdebüt eine komplexe Story ausgedacht, die vielversprechend und auch spannend beginnt.
Er lässt aber zu viele Komponenten einfließen, die mich als Leser dann fast überfordert und letztendlich mit zu vielen Fragen zurückgelassen haben.
Dabei lässt sich "Torso" durchaus flüssig lesen, entspannend ist die Lektüre trotzdem an vielen Stellen nicht, will man das Gelesene auch verstehen und die Zusammenhänge begreifen.

Was der Autor seiner Geschichte zu viel gegeben hat, hat er an seinen Mitwirkenden gespart.
Fleischhauer hat mit seinem Protagonisten Martin Zollanger, als "Fast-Pensionär" mit einer kleinen Schwäche für seine junge Kollegin, einen interessanten Charakter erfunden, den ich gerne noch etwas besser kennen gelernt hätte.
Auch die weiteren Personen hätten ein wenig mehr Farbe vertragen und waren für mich zum Teil kaum voneinander zu unterscheiden.
Lediglich von Elin hatte ich ein recht genaues Bild.

Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil des Autors gut gefallen, so dass ich einem seiner Vorgängerbücher ( bsw. "Die Frau mit den Regenhänden" oder "Die Purpurlinie") durchaus eine Chance geben würde.

"Torso" hat mich jedoch leider nicht zu 100% überzeugen können, auch wenn die Geschichte einigen Stoff zum Nachdenken bietet. Doch selbst im Nachhinein fällt mir dies schwer....


Casio Exilim EX-ZS12 Digitalkamera (16 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz
Casio Exilim EX-ZS12 Digitalkamera (16 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut für Einsteiger..., 20. April 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als Hobbyfotografin (aktuelle Kamera: Lumix DMC FZ150) und ehemalige Nutzerin einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) halte ich heute mit der Casio EX-ZS12 eine "Immer-dabei-Kamera" in den Händen, die offensichtlich für Einsteiger und (You-Tube)-Schnappschussjäger konzipiert wurde.
Weil Äpfel und Birnen bekanntlich nicht vergleichbar sind, beurteile ich nicht die technisch eingeschränkten fotografischen Möglichkeiten (z.B. kein RAW-Aufnahmemodus, keine externe Blitzmöglichkeit, keine vorwählbare Blenden- und Zeitautomatik). Vielmehr konzentriere ich mich auf die Features, die Casio bereitstellt bzw. die man in diesem Preissegment erwarten darf.

ERSTER EINDRUCK
Beim Auspacken glänzt die Casio EX-ZS12 samt Zubehör durch eine offensichtlich solide Verarbeitung.
Das - in meinem Fall - schwarze Kunststoffgehäuse der Kamera im schmalen Zigarettenschachtelformat bildet mit den Metallelementen (Zoom und Bedienknöpfe) eine edel wirkende Einheit.
Ein erstes Abtasten zeigt mir jedoch gleich, dass man den Korpus regelmäßig von den unvermeidbaren Fingerabdrücken des Gebrauchs befreien muss, um den edlen Eindruck in seinem vollen Umfang zu bewahren.

Eine haptische Wahrnehmung und Beschreibung des Gerätes ist nur begrenzt möglich, weil es aufgrund seiner kompakten Bauweise in der praktischen Anwendung lediglich von maximal vier Fingern und zwei Daumen gehalten/gestützt wird. Um das Gesetz der Schwerkraft nicht auszureizen, lasse ich von Anfang an die beigelegte Handschlaufe zum Einsatz kommen. Dabei fällt mir auf, dass ein zu kurzer Abstand zwischen Trageschlaufe und Kamera die Bewegungsfreiheit meiner Bedienungshand stark einschränkt. Außerdem fehlt mir eine Möglichkeit, die Schlaufe direkt am Handgelenk in ihrem Umfang reduzieren zu können, um die Gefahr des Herausrutschens zu minimieren.

Der Lithium-Ionen-Akku verbleibt dauerhaft im Gerät (kein externes Ladegerät) und kann flexibel über die die Steckdose als auch am PC via USB-Anschluss geladen werden. Die entsprechenden Kabel gehören zum Lieferumfang im Gegensatz zu einer SD-Speicherkarte, die man sich separat kaufen muss. Ohne oder mit voller Speicherkarte kann die Kamera über einen internen Speicher je nach Qualität 8 bis 12 Fotos aufnehmen.

Das beiliegende, 22-sprachige, Kurzanleitungsheftchen (Quick-Start-Guide) bietet mir lediglich die wichtigsten Informationen über die Möglichkeiten, den Einsatz und den Erhalt der Kamera, was sich jedoch - auch für Einsteiger und Technikmuffel - in der Anwendung als völlig ausreichend erweisen sollte.

ERSTE PRAXIS
Weil mir der Akku bereits bei Lieferung eine volle Ladung anzeigt, beginne ich umgehend mit der Erkundung des Kameramenüs, das sich über das 2,7-Zoll-Display intuitiv führen lässt und sich in den meisten Fällen selbst erklärt. So sind beispielsweise Sprache, Datum und Uhrzeit nach elektronischer Aufforderung bereits nach wenigen Sekunden eingestellt.

Im zweiten Schritt wähle ich die "Easy-Aufnahme-Funktion", in der die Casio EX-ZS12 "in jeder Situation ganz einfach gute Fotos" machen soll und reduziere der Bildqualität zur Liebe die zu speichernden Bildpunkte von 16- auf 10 Megapixel (für viele Konsumenten scheint die Anzahl der Pixelmillionen immer noch so wichtig zu sein, dass viele Hersteller ihre kleinen Bildsensoren damit zum Nachteil der Bildqualität überfordern).

Beim ersten Fotografieren fällt mir vor allem der 26mm-Weitwinkel positiv auf, mit dem ich selbst auf engem Raum viel Inhalt auf mein Foto bekomme. Der maximale 130mm-Telemodus reicht mir in erster Linie, um potenziellen Portraits nicht zu nahe auf die Pelle rücken zu müssen und wird von mir daher als maximal durchschnittlich bewertet.
Für die Makrofotografie ist die Kamera nur bedingt geeignet, weil ich mich meinem Objekt nur bis auf 10cm annähern kann, womit sich noch nicht einmal eine Löwenzahnblüte Format-füllend abbilden lässt.

Ansonsten verhält es sich wie bei allen Kleinbildkameras dieser Größenordnung:
Bei optimalen Lichtverhältnissen im Außenbereich gelingen Aufnahmen, die sich - eine gute Wahl von Motiv und Bildausschnitt vorausgesetzt - nicht hinter denen einer digitalen Spiegelreflexkamera verstecken müssen.
Was die 25 einzelnen Motivprogramme zu leisten vermögen, muss im Einzelfall für verschiedene Anwendungen ausprobiert werden.
Ein kleines Highlight bietet der vertonte HD-Videoaufnahmemodus, der für Aufnahmen bis zu 29 Minuten pro Film mit einem separaten Movie-Button aktiviert wird.

FAZIT
Eine - mit kleinen Abstrichen - gute digitale Kleinbildkamera in edlem Design für Einsteiger und Schnappschuss- /Filmjäger.
Wer seine Kamera immer dabei haben und bei Bedarf nur mal schnell auf den Knopf drücken möchte, ist mit der Casio EX-ZS12 gut bedient.


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