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Beiträge von Eddie Lomax
Top-Rezensenten Rang: 2.676
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Rezensionen verfasst von
Eddie Lomax

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Die glorreichen 7 [Blu-ray]
Die glorreichen 7 [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Preis: EUR 9,56

42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blutroter Morgen, 24. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen 7 [Blu-ray] (Blu-ray)
New Mexico 1879: Kopfgeldjäger Sam Chisholm lässt sich nur zögerlich darauf ein, der jungen Witwe Emma Cullen Gehör zu schenken. Doch spätestens nachdem der Name Bartholomew Bogue gefallen ist, hat sie seine ganze Aufmerksamkeit. Dieser Großkapitalist, nach eigener Aussage, hat das Minenstädtchen Rose Creek tyrannisiert, um an die Bodenschätze der Region zu kommen und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück, wie Emma schmerzlich erfahren musste. Ihr Mann war einer der wenigen, die sich ihm in den Weg stellten und dafür mit dem Leben bezahlen mussten, was ein Ultimatum zur Folge hatte. Sollte nicht jeder Bewohner seinen Landbesitz für 20 Dollar an Bogue abtreten, droht die totale Vernichtung des Ortes. Drei Wochen Bedenkzeit gibt es. Wenig Zeit um Hilfe zu besorgen, die sie schließlich in Chisholm findet, der auch ein privates Interesse an einer Auseinandersetzung mit Bogue hat. Der Kopfjäger im Staatsdienst lässt sich auf die Sache ein und stellt in kürzester Zeit eine kleine, aber schlagkräftige Truppe von Außenseitern zusammen, mit denen er den Siedlern zu Hilfe eilen will. Nach einer ersten Konfrontation mit einigen von Bogues Schergen, welche die sieben Aufrechten für sich entscheiden, wissen die Helfer, das sie noch eine Woche Zeit Zeit haben, sich auf die große, alles entscheidende Schlacht vorzubereiten. Denn Bogue naht mit einer bis an die Zähne bewaffneten Söldner-Armee, um Rose Creek ein für allemal dem Erdboden gleich zu machen. Im Morgengrauen des siebten Tages haben die glorreichen Sieben eine Verabredung mit dem Schicksal.

Reisende in Blei

Diese Sieben der 2016er Version des beliebten Klassikers vom großen John Sturges aus dem Jahr 1960 mit seinen Stars Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn und Co., sind keine glattrasierten weißen Männer in sauberen Kleidern mehr. Nein, diese Sieben sind unrasierte dreckige Halunken, Spieler, Outlaws, Trapper, Scharfschützen und sonstige Halsabschneider, nicht nur einer von ihnen psychisch schwer angeschlagen, ethnisch wild durchmischt und gerade dadurch wohl glaubhafter in diesem Setting des größten Einwanderungslandes der Welt. Die Bösewichte sind keine mexikanischen Banditen mehr, ein solcher kämpft nun in den Reihen der Helden, vielmehr ist der Oberschurke nichts weniger als ein Wirtschaftsboss, ein Kapitalist, ein Industrieller, ein Amerikaner, der den Fortschritt predigt und dafür über Leichen geht. Seine Männer sind gekaufte Söldner, eine todbringende Privatarmee, mit der alles vernichtet wird was sich seinen Interessen in den Weg stellt. Was für eine Veränderung! Sie verschafft dem Film eine ungeahnte Aktualität, die einigen Klischeefallen zum Trotz bis zum bitteren Ende Bestand hat.

Man kann sich momentan wohl kaum einen geeigneteren Filmstar vorstellen, der in der Lage ist in Yul Brynners übergroße Fußstapfen zu treten, als den zweifachen Oscar-Gewinner Denzel Washington, der als Anführer der sieben Männer im Kampf gegen eine Übermacht an Feinden, die nötige Haltung und Selbstsicherheit, gepaart mit Charisma und Durchsetzungsvermögen ausstrahlt. Der Charakterkopf sorgt von Beginn an für die nötige Erdung des zuweilen übers Ziel hinaus schießenden Abenteuers, bewahrt die oft erzählte Geschichte vor dem Fall, gibt ihr Würde und Tiefe. Gut gewählt sind ebenso die Mitstreiter an seiner Seite, echte Typen, die auch ohne tiefere Psychologisierung als Menschen aus Haut und Haar bestehen, deren möglicher Verlust am Ende schmerzt. Besonders hervorzuheben sind dabei Ethan Hawkes Figur, sowie dessen Interaktion mit Byung-hun Lee, deren gemeinsame Geschichte einen eigenen Film tragen könnte. Chris Pratt überzeugt einmal mehr als ausgekochtes Schlitzohr, Vincent D'Onofrio gibt seinem Part skurrile Züge mit Erinnerungswert und die beiden Newcomer Manuel Garcia-Rulfo und Martin Sensmeier können ebenfalls überzeugen, auf den zweiten Blick sicherlich noch mehr als ohnehin schon.

Antoine Fuqua stattet sein routiniert inszeniertes Remake mit einer Menge eigener Akzente aus, durch die sein Werk für sich stehen kann, nicht ohne die berühmten Vorlagen des Stoffes hinreichend zu zitieren und damit zu würdigen. Der ausgeklügelte Showdown kommt mit einer Wucht daher, die man sich von einem dreckig-realistischen Western nur wünschen kann. Das ist auch das Stichwort, man sieht an allen Ecken und Enden das Bemühen um einen glaubhaften Look, der dem modernen Erzählstil nicht widerspricht, sondern ihn unterstützt. Es geht trotz der überlangen Laufzeit recht schnell zur Sache, rasant und ohne jede Länge entwickelt sich die, sich im Laufe des Filmes tonal verändernde, Geschichte von einer zunächst klassisch anmutenden Prämisse zu einer düstereren, vor allem im politischen Background doppelbödigen Kapitalismuskritik, bei der ganz zeitgemäße Themen verhandelt werden, wenn auch meist unter der Oberfläche. Das ganze ist in edle und unverbrauchte Bilder von Fuqua's Stammkameramann Mauro Fiore getaucht und von einem sehr passenden Soundtrack unterlegt, der letzten Arbeit des verunglückten Komponisten James Horner, welche von Simon Franglen vervollständigt wurde.

Fazit: Wuchtig-kompromissloses, zudem recht eigenständiges Remake eines Klassikers mit leichten Schwächen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2016 12:46 PM CET


Solo für Klarinette
Solo für Klarinette
DVD ~ Götz George
Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe ist kälter als der Tod, 1. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Solo für Klarinette (DVD)
Bernie Kominka (Götz George) wird zu einem Tatort gerufen an dem ein grausamer Mord stattgefunden hat. Ihm fällt eine Frau auf, die sich vom Tatort entfernt. Er versucht die Verdächtige zu finden, verfolgt sie. Sie beginnt ihn zu faszinieren. Auf einem Ball der einsamen Herzen trifft er sie wieder. Anna (Corinna Harfouch) beginnt eine Affäre mit ihm, kann sich aber nicht komplett auf ihn einlassen. Zu zerbrochen ist sie innerlich, zu schwer trägt sie an ihrer Vergangenheit. Auch Bernie kommt aus einer kaputten Beziehung, ist wie gefangen in seiner Einsamkeit. Sie klammern sich für einen kurzen Moment aneinander, nicht ahnend das sie bereits auf den Abgrund zusteuern.

Berlin Noir

Götz George ist tot. Was ist da naheliegender, als sich einen seiner stärksten Kino-Auftritte noch einmal zu Gemüte zu führen? SOLO FÜR KLARINETTE, die bis heute letzte Kino-Regie-Arbeit von Nico Hofmann, damals sträflich unterschätzt, kann mit recht zu den besten deutschen Filmen der vergangenen 20 Jahre gezählt werden. Eine nachtschwarze Neo-Noir-Ballade die sich weniger um die Bluttat, denn um die verlorenen Seelen ihrer Protagonisten schert, die sich ganz der dunklen Atmosphäre des Großstadt-Molochs hin gibt, kein einziges mal getrübt von Postkarten-Ansichten oder Schönwetter-Dramaturgie. Hofmann macht uns ziemlich schnell klar, das er nicht an einer deutschen Neuauflage von BASIC INSTINCT (Paul Verhoeven, 1992) oder SEVEN (David Fincher, 1995) interessiert ist, wie es dem ihm damals zu unrecht vorgeworfen wurde. Sein Film steht ganz für sich, erinnert vom Ton her allenfalls an die Großtaten des französischen Film Polar, mit seinen dem Untergang geweihten Figuren. Dabei ziehen George und Harfouch alle Register ihres Könnens, werfen sich mit vollstem Körpereinsatz in ihre Rollen, als spielten sie miteinander um ihr Leben. Dabei werden ihre ganze innere Zerissenheit und ihre kalte Einsamkeit deutlich. Kino der Blicke, voller Nuancen, wahrhaftig bis zur Selbstzerfleischung. Das ist kein Wohlfühl-Kino, auch kein Sonntag-Abend-Tatort, sondern ein stilsicher inszeniertes Krimidrama ohne Zugeständnisse an den Massengeschmack, ein Monolith in der deutschen Film-Landschaft. Götz George war damals stets bestrebt Besonderes zu schaffen. Sei es zuvor mit seiner Jahrhundert-Darstellung des Mörders Fritz Haarmann im preisgekrönten DER TOTMACHER (Romuald Karmakar, 1995), oder nachher mit dem weitgehend verschmähten NICHTS ALS DIE WAHRHEIT (Roland Suso Richter, 1999), in dem er Josef Mengele so furchteinflößend darstellte. Sehr viel Erfolg hatte er mit diesen mutigen Auftritten wohl nicht, doch schuf er nachhaltiges Kino zum neu entdecken. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Fazit: Polizist vefällt Verdächtiger und steuert mit ihr gemeinsam auf den Abgrund zu. Atmosphärisch starkes Schauspieler-Kino mit Götz George in Hochform.


Little Italy: Stories
Little Italy: Stories
von John Fante
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glitzernde Armut, 28. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Little Italy: Stories (Taschenbuch)
Autobiographisch gefärbte Geschichten um eine Kindheit bei einer italienischen Einwanderer-Familie im Colorado der 1920er Jahre.

Nach vielen, vielen Jahren erschien jetzt bei MARO zum Großteil bisher im deutschen Sprachraum unveröffentlichtes Material von John Fante auf Basis des 1985 posthum erschienenen Bandes "The Wine of Youth - Selected Stories", der hierzulande erstmals in vollständiger Übersetzung vorliegt. Drei der Erzählungen wurden bereits 2002 unter dem Titel "Eine Braut für Dino Rossi" publiziert und sind hier in gleicher Übersetzung von Wolfgang Rüger enthalten, die restlichen Erzählungen übersetzte Rainer Wehlen. Der Hauptanteil dreht sich dabei um die Kindheit und frühe Jugend des Autors John Fante, der in den jeweiligen Geschichten unter verschiedenen Alter Egos auftritt. Da chronologisch angeordnet, lässt sich der Band auch prima als Roman lesen, einzig die letzten drei oder vier Stories verlassen diesen Rahmen und wenden sich der Zeit in Los Angeles zu, die man ja ebenfalls aus den Arturo-Bandini-Romanen kennt.

Insgesamt enthält "Little Italy: Stories" zwanzig, meist kurze Geschichten, welche die ganze emotionale Bandbreite bedienen, wobei einmal mehr das herausragende Talent dieses zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Westcoast-Poeten deutlich wird. Hier darf erinnert, gelitten und vor allem gelacht werden, gerade wenn Fante seine Jugendsünden als streng katholisch erzogener italoamerikanischer Sproß einer Einwanderer-Familie in zweiter Generation darlegt, ich sage nur "Zwei Pistolen Toscana - Der Todesbursche". Ein Vorwort von Charles Bukowski, dessen großes Vorbild John Fante erklärtermaßen war, welches bereits aus "Ich -Arturo Bandini" bekannt ist, sowie ein umfangreiches biographisches Essay über Fante von Wolfgang Rüger, runden das vorliegende Werk ab.

Fazit: Der Bodensatz für die Romane des John Fante, dem traurigkomischen Westküsten-Poeten, voller Herzenswärme für seine Figuren.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2016 6:12 PM MEST


Dreckiges Gold
Dreckiges Gold
DVD ~ John Wayne
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sechs Glücksritter, 28. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Dreckiges Gold (DVD)
Sechs Glücksritter jagen im Auftrag einer jungen Witwe einem Goldschatz hinterher und werden ihrerseits von einer Horde Banditen verfolgt.

Ein wenig komisch ist es schon, das dieser kleine Western von Burt Kennedy mit dem großen John Wayne eine so schlechte Reputation genießt und trotzdem alle Jahre wieder in meinem Player landet. Vielleicht liegt es daran, das es einer der ersten John-Wayne-Western überhaupt war, die ich als Halbwüchsiger zu Gesicht bekam. Vielleicht liegt es aber auch daran, das ich als Genre-Liebhaber zu wohlwollend auf die späten Filme des Duke blicke. Womöglich könnte es sein, das er mir im Vergleich zu unzähligen anderen "kleineren" Western immer noch hundert Mal mehr liegt als jene. Wohl weil mir die sehr gute Besetzung mit dem Duke, mit Rod Taylor, Ben Johnson, Ann Margaret und Co. allein bereits sehr zusagt. Weil ich von Burt Kennedys knackigem Inszenierungsstil immer schon sehr angetan war. Oder weil das meiner Meinung nach witzige Drehbuch gar nicht behauptet mehr sein zu wollen, als es eigentlich ist. Und weil daher der ganze Film für mich irgendwie von Anfang an mehr den Spaß an der Sache als solches in den Vordergrund rückt, was etwas ist, wofür sich kein Film jemals schämen muss. Natürlich spielt auch das schöne, mit einem herzlichen Lachen versehene Ende eine nicht unwesentliche Rolle an meiner bis heute niemals nachlassenden Begeisterung für den Film. Was ebenfalls bis heute dafür sorgt, das ich mir von diesen TRAIN ROBBERS in schöner Regelmäßigkeit gerne etwas Zeit rauben lasse.

Fazit: Handlungsarmer, doch unterhaltsamer Western-Spaß von Burt Kennedy.


Jane Got A Gun [Blu-ray]
Jane Got A Gun [Blu-ray]
DVD ~ Natalie Portman
Preis: EUR 8,75

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Man Who Came Back, 14. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Jane Got A Gun [Blu-ray] (Blu-ray)
New Mexico, 1871: Jane Hammond's Mann, der Outlaw Bill Hammond (Noah Emmerich), kehrt von Kugeln durchsiebt nach Haus zurück und stellt klar, das die Täter, John Bishop (Ewan McGregor) und seine Bande, bald folgen werden. Jane (Natalie Portman) bringt zunächst die gemeinsame Tochter in Sicherheit, sucht anschließend Hilfe bei ihrem Ex-Verlobten Dan Frost (Joel Edgerton) , der sie erstmal abblitzen lässt und macht sich dann an die Verteidigung der Farm. Da taucht Dan doch noch auf. Schon hält die Vergangenheit Einzug und lässt alte Wunden aufgehen, doch die Zeit wird knapp, denn Bishop ist unterwegs zum Showdown.

So einfach die Geschichte, so simpel ihre Ausführung, gebrochen von Rückblenden, welche die Motivation der vier Hauptcharaktere verdeutlichen und dem zumeist eher ruhigen Drama etwas Tiefe verleihen, es leider aber auch zuweilen ausbremsen. Kurze Action-Einschübe halten den Betrachter bei Laune, der Showdown kommt dann am Ende angemessen wuchtig daher, wenn auch nicht übermässig ausgebreitet. Nun muss eine solche Geschichte nicht unbedingt komplex erzählt werden, liegt doch beim Genre gerade in seiner Klarheit und Einfachheit die große Stärke, hätte es hier schon etwas mehr sein können. Vielleicht liegt es an den chaotischen Produktionsbedingungen, das Natalie Portmans Prestige-Projekt an der Kino-Kasse baden ging. Irgendwie merkt man, das es nicht gänzlich rund läuft.

Aber genug der Schelte. JANE GOT A GUN sieht echt klasse aus, dickes Lob an Kamera-Frau Mandy Walker, so schön strahlte schon lange kein Western mehr. Die Besetzung ist, abgesehen von Ewan McGregor dessen Bösewicht eher eine Behauptung bleibt, passgenau gewählt, neben Natalie Portman gelingt es vor allem Joel Edgerton Aktzente zu setzen, während der immer verlässliche Noah Emmerich storybedingt etwas zu wenig Raum bekommt um sich angemessen entfalten zu können. Bedenkt man das Regisseur Gavin O'Connor erst kurz vor Drehbeginn zu dem Projekt stieß, ist ihm ein erstaunlich kompakter Film gelungen, von den erwähnten Problemen mal abgesehen. Das das Drehbuch auf der Black List der besten unproduzierten Filmprojekte stand, lässt sich indes nur noch erahnen. Die Blu-Ray ist Bild- und Tontechnisch top, Ton Deutsch und Englisch m. d. UT, Trailer, Kapitel, nix weiter.

Fazit: Unheimlich gut aussehender und recht unterhaltsamer Western mit einer gehörigen Ladung Frauenpower, dessen turbulente Produktionsgeschichte deutliche Spuren hinterlassen hat.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 15, 2016 7:44 PM MEST


Blindman - Der Vollstrecker
Blindman - Der Vollstrecker
DVD ~ Tony Anthony

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Get Mean, 7. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Blindman - Der Vollstrecker (DVD)
Der Blinde (Tony Anthony) hat es aber auch nicht leicht. Als Revolvermann mit dem Handicap aller Handicaps ist es schon schwer genug sich durchzuschlagen. Aber einen Geschäftspartner der ihn schon bei der erstbesten Gelegenheit hintergeht und die 50 frisch eingekauften Frauen im heiratsfähigen Alter für die Minenarbeiter an den nächsten dahergelaufenen mexikanischen Banditen namens Domingo (Lloyd Battista) verscherbelt, kann er nun überhaupt nicht gebrauchen. Zum Glück findet er auch ohne sein Augenlicht ihre Spur, nein, er wird Dank Candys (Ringo Starr) idiotischem Verhalten direkt darauf gestoßen. Candy ist nämlich Domingos nichtsnutziger Bruder. Dummerweise fädelt dieser schon den nächsten Verkaufsabschluss an einen General (Raf Baldassarre) der mexikanischen Armee ein. Doch mit seinen verbliebenen vier Sinnen, etwas Schützenhilfe und ein bisschen Dynamit sollte da für Blindman noch was zu machen sein.

Comin' at ya!

Willkommen beim wohl durchgeknalltesten aller Italo-Western! Tony Anthony steht zur Gänze hinter diesem Projekt (Drehbuch, Produktion, Hauptrolle), wie bereits bei der vorangegangen Stranger-Trilogie, die er mit Regisseur Luigi Vanzi realisierte. Auf dem Regiestuhl nahm dieses Mal der erfahrene Ferdinando Baldi platz, der hiermit sein Meisterstück schuf und in der Folge mit Anthony noch drei weitere Filme drehte. Für den Soundtrack konnte wie bei der Trilogie der bewährte Stelvio Cipriani verpflichtet werden, der eine unglaublich knallige und facettenreiche Untermalung kreierte. Tony Anthony bezog sich bei seiner blinden Hauptfigur, der unwahrscheinlichsten der Genre-Historie offensichtlich auf den legendären japanischen blinden Schwertmeister Zatoichi, die Asia-Affinität war ja schon beim dritten Stranger-Film DER FREMDE UND DER SAMURAI (Lo Straniero di silenzio, 1968) auszumachen.

Die Behinderung liefert denn auch die Grundlage für eine Vielzahl von parodistischen Szenen, die niemals so ausgehen wie sie es üblicherweise würden, was für stete humoristische Unterhaltung sorgt und höchste Originalität bietet. Dabei gibt Anthony seine Figur niemals der Lächerlichkeit preis und sorgt mit seinem aktzentuierten Spiel für die nötige Bodenhaftung. Ringo Starr erinnert mit seinem Auftritt in den besten Momenten an Klaus Kinski und bildet weit mehr als ein Kuriosum der Filmgeschichte, da er angeblich der Verlockung während der Dreharbeiten ständig von 50 leichtbekleideten Modells (die übrigens aus ganz Europa gecastet wurden) umgeben zu sein erlegen sei.

Die Story erinnert ein wenig an William A. Wellmans historisch verbürgten Western-Klassiker WESTWARD THE WOMEN (Karawane der Frauen, 1951) in dem Robert Taylor einen Treck mit 150 Frauen zur Heirat nach Westen führen musste. Auch FRAUEN DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN (Las siete magníficas, 1966) von Rudolf Zehetgruber weißt gewisse erzählerische Parallelen auf, besonders wenn die Frauen auf ihrer Flucht durch die Wüste von den mexikanischen Banditen mit aller Skrupellosigkeit daran gehindert werden. Ein sichtbar eingesetztes hohes Budget welches für teilweise außerordentliche Schauwerte sorgt, sei es in Massenszenen oder aufwendigen Bildkompositionen, lassen das Werk wie eine A-Produktion aussehen und stellen es auf eine Stufe mit den Meisterwerken des Genres, zu denen es meiner Meinung nach auch gehört.

Fazit: 50 entführte Frauen, eine Horde mexikanischer Banditen und ein blinder Revolverheld. Das sind die Zutaten von BLINDMAN, Tony Anthonys völlig abgefahrener Italo-Western-Großtat unter der Regie von Ferdinando Baldi und einer der besten Genre-Beiträge überhaupt.


Die grausamen Sieben
Die grausamen Sieben
DVD ~ Robert Walker jr.

4.0 von 5 Sternen The Wild Ones, 7. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die grausamen Sieben (DVD)
Leader of the Pack Kisum (Adam Roarke) fliegt mit seiner Biker-Gang im Indianer-Reservat ein, wo Halbblut Johnnie (Robert Walker Jr.) gerade in den Arbeitskampf gegen seinen zahlungsunwilligen Boss, den Großindustriellen Fillmore (Mel Berger), eintritt weil dieser nach eigener Willkühr Lohngelder zurückhält. Das ausgerechnet jetzt eine Horde Rocker (Larry Bishop u.a.) die Gegend aufmischt, kommt Fillmore zunächst in die Quere, doch er erkennt bald, das er sie durchaus zu seinem Nutzen einsetzen kann. Nachdem die Biker erstmal die örtliche Bar zerlegt haben, macht Fillmore mit Kisum einen perfiden Deal. Wenn die Gang die Indianersiedlung dem Erdboden gleichmacht damit Fillmore einen Stausee auf dem Gebiet anlegen kann, winken fette Bezahlung und die freie Erlaubnis zu plündern. Kisum lässt sich darauf ein, macht jedoch bald einen Rückzieher. Zum einen weil er als Outlaw doch mehr Gemeinsamkeiten mit den Natives erkennt als er angenommen hatte, zum anderen weil er sich just in Johnnies Schwester Marcia (Joanna Frank) vierliebt hat. Als aber einer der Rocker ein Indianermädchen vergewaltigt und ermordet, ändert sich die Situation schlagartig, die Spannungen kochen hoch und es kommt zum offenen Schlagabtausch zwischen Bikern und Indianern, was Fillmore gerade recht ist.

Im Subgenre des Biker Movies, hauptsächlich entstanden in den 1960er Jahren, obwohl maßgeblich beeinflußt durch Laslo Benedeks THE WILD ONE (1953) mit der ikonischen Darstellung von Marlon Brando als Gangleader, kam es zeitgleich mit der Hippie-Bewegung zu einer beträchtlichen Blüte mit einer Vielzahl an meist billig heruntergekurbelten Filmen, bis sie Dennis Hopper mit EASY RIDER (1969) zu NEW HOLLYWOOD-Ehren führte und somit rehabilitierte. Ein Jahr zuvor erdete Richard Rush, der gut zehn Jahre später das Meisterwerk THE STUNTMAN (1980) mit Peter O'Toole und fünfundzwanzig Jahre später den legendären Trash-Thriller COLOR OF NIGHT (1994) mit Bruce Willis drehte, das Genre mit seinem betont realistisch inszenierten, der schon ziemlich pessimistisch in der Aussage bleibt, was die Chancen zur freien Entfaltung sowohl für die eine (Indianer), als auch für die andere (Biker) Gruppe angeht. Letztendlich erweist sich beider Engagement als Kampf gegen Windmühlen und Jagd nach verlorenenen Träumen, einem im Grunde völlig aussichtslosen Begehren nach individueller Freiheit und Unabhängigkeit. Damit nimmt Rush Hoppers EASY RIDER einiges vorweg und das obwohl er hier weniger deutlich Partei ergreift als dieser es tat. Bei THE SAVAGE SEVEN (der Titel hat im Grunde nichts zu bedeuten) geht es ambivalenter, unklarer, aber damit auch weniger pratentiös zu. Es ist kein Film der vordergründig gefällt, sondern einer der ernüchtert und erst im Nachgang seine Stärken offeriert. Besonders interessant ist, das Hauptdarsteller Robert Walker jr., lt. Credits, eine eher untergeordnete Rolle spielt, obwohl man gerade aus seiner Figur den tragischen Helden hätte machen können. Dies obliegt dann entgegen aller geschürten Erwartungen Adam Roarke's Kisum. Wenn man es sich recht überlegt, gehört THE SAVAGE SEVEN zu den besseren, kritischeren Biker Movies, gerade weil man sich nicht auf reine Exploitation konzentriert wie es im Genre durchaus üblich war.

Zur DVD: In schönem Schuber befindet sich ein Amaray-Case, auf der DVD gibt es neben deutscher und englischer Sprachfassung deutsche Untertitel, Kapiteleinteilung sowie einige Trailer zu anderen Pierrot LeFou-Titeln wie ELECTRA GLIDE IN BLUE, THE WILD ANGELS, TWO-LANE BLACKTOP und den zu vorliegendem THE SAVAGE SEVEN. Die Bildqualität ist in Anbetracht des Alters und des Budgets der Produktion als sehr gut zu bezeichnen, das Bildformat 1,85:1 (anamorph / 16:9 / original), der FSK-Aufkleber auf dem Schuber ist rückstandsfrei abzulösen, es gibt kein Wendecover in der Box.

Fazit: Motorrad-Gang lässt sich von skrupellosem Geschäftsmann anheuern eine Indianersiedlung in der Reservation zu zerstören. Kritisches Biker-Movie der Pre-EASY-RIDER-ÄRA auf sehr guter Veröffentlichung. Sehenswert.


Der Mann aus Kentucky
Der Mann aus Kentucky
DVD ~ Dianne Foster
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 29,99

3.0 von 5 Sternen The Kentuckian, 6. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus Kentucky (DVD)
Der in den Wäldern lebende Jäger Elias Wakefield (Burt Lancaster) und sein Sohn Eli jr. (Donald MacDonald) begeben sich in den 1820er Jahren auf den Weg von Kentucky nach Texas, verbleiben schließlich zunächst in einer Kleinstadt bei Elias Bruder Zack (John McIntire) und dessen Frau Sophie (Una Merkel), wo sie versuchen sesshaft zu werden, werden aber durch Missgunst und betrügerisches Verhalten der sogenannten zivilisierten Bürger (Walter Matthau, John Carradine u.a.) wieder fort getrieben.

Das Regie-Debüt von Burt Lancaster ist eine Literaturverfilmung nach Felix Holt's "The Gabriel Horn" die, obwohl durchaus ambitioniert von der Domestizierung eines alleinerziehenden Mannes erzählend, nur selten vom Fleck kommt und seiner Gemächlichkeit ohne nennenswerte Höhepunkte erliegt. Burt Lancaster gab später zu einigermaßen überfordert gewesen zu sein mit der dreifachen Belastung als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion. Sehenswert bleibt die Leistung des damaligen Schauspiel-Debüts von Walter Matthau, der etwas Eindruck hinterlässt, sowie die finale Konfrontation Wakefields mit seinen Verfolgern am Fluß.

Fazit: Ein Waldläufer und sein Sohn trotzen den Widrigkeiten der Zivilisation in Burt Lancasters gemächlichem Regie-Debüt. Für Komplettisten sehenswert.


Mississippi Jam: Ein Dave-Robicheaux-Krimi
Mississippi Jam: Ein Dave-Robicheaux-Krimi
von James lee Burke
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dixie City Jam, 6. April 2016
Dave Robicheaux wird von einem jüdischen Geschäftsmann beauftragt, ein während des Zweiten Weltkrieges gesunkenes deutsches U-Boot vor der Küste von Louisiana zu finden. Das ruft bald auch die Mafia von New Orleans und einen gefährlichen Psychopathen der arischen Bruderschaft auf den Plan. Nicht zuletzt sorgt Daves ehemaliger Partner Clete Purcel mit seinen hitzigen Aktionen gegen das organisierte Verbrechen für nachhaltigen Ärger, so das bald mehr zu bewältigen ist, als eigentlich abzusehen war. Als Robicheaux schließlich persönlich zur Zielscheibe und in seinem eigenen Haus angegriffen wird, kennt er kein halten mehr und setzt auf die ihm eigene Art alles in Bewegung was er zu bieten hat. Und das ist nicht wenig.

22 Jahre mussten sich die Leser von James Lee Burke, dem letzten lebenden Großmeister des amerikanischen Detektivromans in der Nachfolge von Dashiell Hammett, Raymond Chandler und Ross MacDonald, gedulden bis DIXIE CITY JAM, der siebente Roman in der nunmehr 20-bändigen Reihe um den standfesten Ex-Polizisten Dave Robicheaux, in deutscher Übersetzung vorliegt. Diese besorgte Jürgen Bürger im Auftrag des Pendragon-Verlages und er trifft den Ton des Kriminal-Poeten ebenso gut wie sein Vorgänger Georg Schmidt, dessen Arbeiten auf diesem Gebiet bis heute unerreicht schienen. Nachdem bereits seit 2003 keine Burke-Romane mehr in die deutsche Sprache übersetzt wurden, hatte ich vorliegenden Roman damals bereits im Original gelesen und jegliche Hoffnung auf Neuübersetzungen aufgegeben bis Heyne Hardcore und Pendragon in den vergangenen Jahren nachlegten, zum Glück für alle begeisterten Leser. Und es ist eine wahre Wonne dieses Meisterwerk, diesen überragenden Detektiv-Roman zu lesen, mehr noch, es ist ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen. Von der ersten bis zur letzten Seite durchkomponiert, voller Poesie; die Innenwelten des grüblerischen Charakters werden wieder vortrefflich widergespiegelt; erzählerisch aus einem Guss, nie vorhersehbar und zu keiner Zeit sperrig (wie einige der späteren Burke-Romane), immer bodenständig, glaubwürdig und reflektierend ist dieses Werk ohne wenn und aber eines der stärksten der gesamten Reihe. Man kann dem Pendragon-Verlag nur dankbar sein.

Fazit: Volle Punktzahl für einen der besten Detektiv-Romane der vergangenen Jahre. Was lange währt, wird endlich gut.


Der Todesmutige (The Naked Prey) / Spannungsgeladener Abenteuerfilm mit Cornel Wilde (Pidax Film-Klassiker)
Der Todesmutige (The Naked Prey) / Spannungsgeladener Abenteuerfilm mit Cornel Wilde (Pidax Film-Klassiker)
DVD ~ Cornel Wilde
Wird angeboten von pidax
Preis: EUR 10,95

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Run of the Arrow, 21. März 2016
Schwarz-Afrika um 1860: Eine Safari unter Leitung eines Jägers (Cornel Wilde; auch Regie) stösst auf ihrem Weg zu den Jagdgebieten auf einen einheimischen Stamm, dem der Safari-Finanzier (Gert van der Berg) die üblichen Gastgeschenke verweigert. Die Stammesbrüder ziehen zunächst ab, die Jagd kann stattfinden. Am nächsten Morgen überfallen die düpierten Krieger das Lager, töten einen Großteil der Safari-Teilnehmer und nehmen die Überlebenden gefangen, um sie in ihrem Dorf nach Stammesriten zu opfern. Einzig der Jäger soll den Pfeil-Lauf absolvieren bei dem er eine Pfeilschußweite Vorsprung erhält, bis ihn in diesem Rhythmus ein Krieger nach dem anderen folgen wird. Nackt und unbewaffnet läuft der Jäger los und die Verfolger auf seinen Fersen stellen nicht die einzige Gefahr in der Wildnis Afrikas dar.

The Naked Prey

Nicht von ungefähr erinnert die Story an einen Western, eine ähnliche erzählte Samuel Fuller bereits 1957 in seinem "Run of the Arrow". Und tatsächlich basiert die hier geschilderte Jagd auf den Erlebnissen eines Trappers unter Schwarzfuss-Indianern. Als für den Film keine Finanzierung in den USA zustande kam, wich man nach Südafrika aus, schrieb das Oscar-Nominierte Drehbuch auf hiesige Verhältnisse um und drehte on Location im Krüger-Nationalpark.

Es sollte das Meisterstück des in Ungarn geborenen Hollywood-Stars werden, der sich in den 1960er Jahren vermehrt auch auf den Regiestuhl setzte. War seine vorherige Arbeit als Regisseur und Hauptdarsteller "Lancelot, der verwegene Ritter" (Lancelot and Guinevere 1963) noch eine durchwachsene Angelegenheit, sind hier alle qualitativen Schwankungen und erzählerischen Ungereimtheiten beseitigt. Wilde präsentiert sich körperlich in allerbester Verfassung. Seine damals bereits 50 Lenze sieht man ihm zu keiner Zeit an, drahtig und durchtrainiert bestreitet er, vom Anfang abgesehen, den nahezu kompletten Film nackt, die meiste Zeit nur mit einem Lendenschurz bekleidet und gibt derart völlig entblößt die Vorstellung seines Lebens. Wer hier gerne mal vergleichen möchte, darf den Oscar für Leonardo Di Caprio im ähnlich gelagerten THE REVENANT (Alejandro G. Iñárritu 2016) durchaus mit einem Fragezeichen versehen.

Hochkonzentriert, im Unterton durchaus kritisch wird hier nicht nur die zur Kolonialzeit und mancher Orts heute noch gängige Praxis der Großwildjagd aus sportlichen und finanziellen Interessen hinterfragt, mehr noch, die Verfahrensweise des Naturvolkes erscheint zwar archaisch und brutal, doch berechtigt. Spannungsgeladen inszeniert, lässt Cornel Wilde seinem Protagonisten wie auch dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause und hält das Level bis zur buchstäblich letzten Sekunde auf diesem Niveau. Ein vergessenes Meisterwerk.

Zur DVD: Nach Veröffentlichungen in den USA (Criterion Collection) und zuletzt Großbritannien (Eureka) kommen wir nun Dank pidax Film-Klassiker auch in Deutschland in den Genuss dieses fast vergessenen Klassikers. Der Silberling lässt dabei kaum Wünsche offen, der Film wird im originalen Bildformat 2,35:1 (anamorph / 16:9) präsentiert und das in einer Qualität die mit Beischlaf belohnt werden sollte. Der Ton war ebenfalls gut verständlich um nicht zu sagen glasklar in deutscher und englischer Sprache, wobei nach der ersten Viertelstunde eigentlich so gut wie überhaupt nicht mehr geredet wird, das ist Kino in seiner reinsten Form Bewegung in Bildern voller Aussage, einfach phantastisch. Untertitel gibt es leider nicht. Es gibt ein oder zwei Trailer plus den Original-Kino-Trailer, einen Abdruck der Illustrierten Film-Bühne als Beiheft (was man vielleicht lieber hinterher lesen sollte) sowie ein Wende-Cover ohne den berühmten FSK-Flatschen. Noch ein Wort zur Fassung, die ist jetzt Dank Herabstufung ungekürzt nicht mehr ab 18 sondern ab 16 Jahren frei gegeben.

Fazit: Ein Jäger flieht im Afrika des mittleren 19ten Jahrhunderts vor einem Eingeborenenstamm durch die Wildnis. Ein archaisches Meisterwerk.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2016 11:39 AM MEST


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