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Rezensionen verfasst von
Mario Koch (Rogeez)
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Atlas der verlorenen Städte
Atlas der verlorenen Städte
von Karin Doering-Froger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leseerlebnis, 17. Juli 2015
Dieses bibliophil gestaltete Buch präsentiert dem Leser eine Weltreise durch längst verlassene oder verloren gegangene Städte: Städte, deren Namen entweder jeder kennt oder die längst vergessen sind. Der Autor spürt der Magie dieser Städte nach, er macht den Leser mit diesen Plätzen bekannt, als noch das Leben in ihnen pulsierte, und er beschreibt die heutige Situation, wo vor allem Stille herrscht, weil alles Leben aus diesen einstigen Metropolen verschwunden ist. Und trotzdem atmen diese Ortschaften noch immer Leben, faszinieren sie ihre Besucher. Aude de Tocqueville hat erkannt, dass „der Tod einer Stadt genauso bedeutsam ist wie ihre Entstehung.“
Der Leser wird mittels Karten durch die Welt geleitet, die gesamte Darstellung des Buches, das bereits ein Jahr vorher in Frankreich erschien, ist sehr liebevoll gemacht, und beim genauen Betrachten lassen sich viele Details finden: Etwa eine kleine Weltkarte, auf der man den Ort rot markiert sehen kann oder die Koordinaten zur genauen Lokalisierung.
Geordnet in vier Kapiteln, den Kontinenten Afrika, Amerika, Asien und Europa werden insgesamt 44 Orte vorgestellt. Asien hat mit achtzehn Ortschaften den größten Umfang, Afrika mit „nur“ sechs Orten den geringsten. Amerika ist mit elf Städten vertreten, wobei fünf aus dem Norden des Kontinents stammen.
In Amerika, auf das ich mich hier konzentriere, wird der Leser auf eine Reise geschickt, die nach Bannack, Calico, Centralia, Villa Epecuén, Gagnon, Humberstone, Pulacayo, Rhyolite, Teotihuacan, Tikal und Vilcabamba führt. Während die letzten drei als archäologische Stätten bekannt sind, ist die eine oder andere der übrigen Städte manchem vielleicht als Geisterstadt bekannt: so wie Bannack, 1862 aufgrund eines Goldfundes gegründet und 1864 bereits zur Hauptstadt von Montana ernannt. Mit dem Rückgang der Goldproduktion begann der Niedergang der Stadt, die in den 1940er Jahren zur Geisterstadt wurde. Heute dienen knapp 60 Blockhäuser als Touristenattraktion. Ein ähnliches Schicksal hat Calico in Kalifornien erfahren – hier war es das Silber, welches die ersten Siedler anzog. Centralia dagegen, ursprünglich „auf Kohle gebaut“, wurde von den eigenen Bewohnern angezündet und brennt noch heute. Auch im argentinischen Epecuén sind die Menschen schuld daran, dass die Stadt eines Tages in den Fluten des Sees versank, der ihnen bis dahin als Einnahmequelle gedient hatte.
Dagegen wurde die Stadt Gagnon in Kanada, erst 1957 gegründet, bereits 1984 wieder per Dekret dem Erdboden gleichgemacht. Nicht immer scheint der Mensch alles so zu beherrschen, wie er es vorgibt. Humberstone in Chile hingegen ist das Opfer der wissenschaftlich-technischen Entwicklung im fernen Deutschland: denn als für die Schießpulverproduktion noch Salpeter vonnöten war, blühte Humberstone auf. Aber die Entwicklung des Verfahrens der Ammoniak-Synthese in Deutschland und die Weltwirtschaftskrise 1929 gaben Humberstone den Todesstoß.
Die bolivianische Stadt Pulacayó war die erste in Bolivien mit einer Bahnlinie – die wurde nämlich gebraucht, um das hier gefundene Silber abzutransportieren. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren aber auch hier die Silbervorräte erschöpft, die Stadt verlor ihre Einwohner.
Die wohl kürzeste Lebenszeit hatte die in Nevada gelegene Stadt Rhyolite – es waren knapp fünf Jahre. Die spannende Hintergrundgeschichte dazu beschreibt der Autor sehr einprägsam und unterhaltsam.
Die kurzen Geschichten sind eine wahre Fundgrube für Kuriosa oder spannende Geschichten auf der ganzen Welt. Jede einzelne der 44 Geschichten hätte ein eigenes Buch verdient. Tocqueville gelingt es mit seiner Darstellung, alle diese aufregenden Geschichten im leichten Erzählton zu präsentieren, ohne dass es je langweilig wird. Das Buch ist eine wunderbare Zeitreise in die Vergangenheit, die uns aber gleichzeitig ermahnt, ein wenig auf uns und unsere Gegenwart aufzupassen. Denn nicht nur alles Leben ist vergänglich, sondern auch die von Menschen anscheinend für die Ewigkeit geschaffenen Bauwerke können irgendwann nutzlos sein. Nicht immer liegt der Niedergang einer Stadt am Erschöpfen einer Rohstoffquelle. Oft genug sind es auch nur menschliche Konflikte, die im Krieg ausarten und ganze Städte vernichten, wie zum Beispiel Agdam am Berg Karabach, das erst Ende des vorigen Jahrtausends in einem sinnlosen kriegerischen Konflikt zerstört wurde.


Leitz 55620069 Heftgerät (30 Blatt, Metall mit Kunststoffelementen, Inkl. Heftklammern, Nexxt Style) titan-blau
Leitz 55620069 Heftgerät (30 Blatt, Metall mit Kunststoffelementen, Inkl. Heftklammern, Nexxt Style) titan-blau
Preis: EUR 12,44

5.0 von 5 Sternen handlich und nuetzlich, 1. Juli 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Gerät ist nicht nur hübsch anzusehen (ich stehe auf die Farbe blau) - es macht einen sehr stabilen Eindruck und heftet einiges weg. Laut Verpackung sollen es bis zu dreißig (30) Seiten sein. Ich habe es ausprobiert. Das geht tatsächlich. Dreißig Seiten Kopierpapier 80 Gramm werden locker zusammengeheftet. Sollte man sich mal geirrt haben kann die Heftklammer mit dem am hinteren Ende angebrachten Entklammerungsteil wieder geöffnet werden.
Das Füllen des Klammeraffen geht einfach, die kleinen Klammern (eine Packung ist bei der Lieferung dabei) lassen sich ohne weiteres einsetzen. Außerdem kann man das Gerät durchaus auch in eine Hand nehmen und sozusagen freihändig heften. Das Gewicht ist zwar nicht ohne, aber sehr schwer ist das Gerät, das 13 Zentimeter lang und 5 Zentimeter hoch ist, nicht.
Alles in allem ein praktisches Büroutensil, das durchaus hält, was es verspricht.


Bridge Constructor Mittelalter
Bridge Constructor Mittelalter
Wird angeboten von Cmal2_GmbH
Preis: EUR 16,90

3.0 von 5 Sternen mich stören ein paar Kleinigkeiten, 29. März 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein nettes Spiel, bei dem es darum geht, sich als Brücken-Baufacharbeiter zu bewähren. Was mir fehlt, ist ein Tutorium, in dem ich erst einmal über die technischen Möglichkeiten aufgeklärt werde. Ein paar Hinweise gibt es natürlich im ersten Level, aber eben nur im Zusammenhang mit dem Spiel selbst. Die Aufgabe besteht in jedem Level darin, eine Brücke zu bauen. Dazu gibt es Vorgaben, nur eine bestimmte Menge an "Geld" einzusetzen. Aber irgendwie haut das schon nicht hin. Denn bereits in Aufgabe 1 soll man nicht mehr als 3500 ausgeben - aber selbst mit den Hinweisen des Programms muss man 4500 ausgeben - sonst kann man die Brücke nicht bauen! Wenn aber die billigste Variante der Brücke schon 4500 kostet - wie kann das Programm da 3500 als Ziel ausgeben? Das ist völlig unrealistisch und verleidet einem ein wenig den Spaß an der Sache. Wenn ich die billigste und vorgeschlagene Variante der Brücke baue und dabei den maximal erlaubten Geldeinsatz überschreite, ist das für mich schon eingebauter Blödsinn.
Die Teile der Brücke werden mit der Maus zusammengefügt. Dabei muss man immer mit der rechten Maustaste die Bauphase abschließen - aber gleichzeitig löscht man mit der rechten Maustaste wieder die vorangegangene Aktion. Bis man sich da eingearbeitet hat, sind schon ein paar Nerven blank. Auch hier macht sich das Fehlen eines Tutoriums bemerkbar.
Ansonsten ist die Idee des Spiels sehr gut. Man muss entweder Brücken bauen, die einiges aushalten, das geht bis hin zum Beschuss durch den Gegner oder man muss Brücken bauen, die einstürzen, wenn der Gegner mitten auf der Brücke ist - wenn sie zu früh einstürzen, kann sich der Gegner retten. Wenn sie zu spät oder gar nicht einstürzen hat man auch verloren. Das ist schon eine nette Herausforderung, da muss man zum Teil sehr lange probieren.
Ein wenig umständlich ist die Präsentation - alle Anweisungen werden zum Teil in langen Texten gegeben. Es gibt keine Variante, sich das anzuhören. Für manchen Spieler dürfte das Probleme bereiten. Nach vier Wochen Üben bin ich übrigens immer noch nicht durch - das liegt aber sicher an meinen eingeschränkten technischen Fertigkeiten. Spaß macht es am Ende doch.


Auf den Pfaden des Luchses: Von den Ojibwe zu den Cheyenne
Auf den Pfaden des Luchses: Von den Ojibwe zu den Cheyenne
von Tanja Mikschi
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen starke Geschichte, 6. März 2015
Der Traumfänger Verlag präsentiert einen starken Debüt-Roman, der mit Spannung und Gefühl punktet. Die Geschichte dreht sich um zwei Freunde, die um 1830 in einem kleinen Kaff am Mississippi aufwachsen und unterschiedlicher nicht sein können. David ist der Sohn eines Kaufmanns, der im Ort hohes Ansehen genießt. Silas ist der Sohn eines Trappers und einer Indianerin. Durch seine Herkunft steht er auf der tiefsten Stufe in der gesellschaftlichen Hierarchie der Siedlung.
Die beiden Freunde verbringen viel Zeit miteinander und gemeinsame Erlebnisse festigen ihre Freundschaft. Irgendwann interessieren sie sich auch für Mädchen und beide verlieben sich in die Tochter des Dorfschmieds. Diese entscheidet sich schnell für einen der Beiden, ausgerechnet für Silas, der aufgrund seiner indianischen Wurzeln im Ort nur geduldet wird. Außerdem war er im Sommer vorher mit seinem Vater bei den Ojibwe, bei der Familie seiner Mutter. Das bestärkt Silas in seiner persönlichen Entwicklung und er entfernt sich innerlich noch mehr von der Gesellschaft der Weißen. Eigentlich will er zurück zu seiner indianischen Familie. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse. Seine Liebe zu Charlotte verhindert erst seinen Aufbruch nach Norden zu den Ojibwe. Dann brennt er mit seiner Freundin durch. Aus Angst vor Verfolgung durch ihre Familie fliehen die beiden dann über St. Louis in die Great Plains und finden Aufnahme bei den Cheyenne. Dort gründen die beiden eine Familie und leben lange Zeit zufrieden, finden eine neue Heimat.
Aber bald holt sie die Vergangenheit ein. Die weißen Siedler werden immer zahlreicher und die Konfrontationen häufen sich. Auch Silas kann sich bald nicht mehr heraushalten, er muss Partei ergreifen und kämpft auf Seiten der Cheyenne.
Auch wenn es sich bei den Protagonisten des Romans um fiktive Personen handelt, so beruht die Handlung doch auf wahren Begebenheiten. Die Lebensweise der Siedler und auch die der Indianer wurde von der Autorin gut recherchiert und man fühlt sich als Leser in die Geschichte hineinversetzt. Tatsächliche historische Ereignisse und Fiktion sind in diesem Roman wunderbar miteinander verwoben.
Am Ende treffen sich die beiden Freunde unverhofft in der Nähe des Sand Creek wieder. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.


Das graphische Gesamtwerk
Das graphische Gesamtwerk
von Oliver Lubrich
  Gebundene Ausgabe

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vollständiger Werksueberblick für Laien und Experten, 2. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Das graphische Gesamtwerk (Gebundene Ausgabe)
Alexander von Humboldt ist unbestreitbar einer der größten Universalgelehrten nicht nur Deutschlands, sondern der gesamten Welt. In Amerika wird er mehr verehrt als in seiner deutschen Heimat. Das kann nicht nur daran liegen, dass Deutschland auch noch seinen Goethe oder seinen Schiller vorweisen kann. Das vorliegende Buch wird seinen Teil dazu beitragen, Humboldts Schaffen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Humboldt, der sogar in Akademie-Ausstellungen seine Bilder präsentierte, erhielt Unterricht im Kupferstechen (Daniel Chodowiecki) und in Malerei (Francois Gerard). Erstmals sind die grafischen Arbeiten dieses bedeutenden Wissenschaftlers, der seinerzeit ohne Digitalkamera Amerika erforschte, in einem Buch zusammengefasst worden. Es handelt sich insgesamt um 1512 Titel, die hier in hervorragender Druckqualität präsentiert werden.
In seiner editorischen Notiz erklärt der Herausgeber, dass nicht sämtliche Zeichnungen aufgenommen wurden. So blieben unveröffentlichte Zeichnungen, Entwürfe oder verschiedene Varianten in Neuauflagen oder Übersetzungen unberücksichtigt.
Auf insgesamt 716 Seiten werden die Zeichnungen vorgestellt, geordnet nach Frühwerk, Reise durch Amerika (Voyage), Spätwerk und verstreuten Schriften. Um die optische Wirkung der Bilder nicht zu schmälern, werden sie ohne zusätzliche beschreibende Texte abgebildet. Dieser umfangreiche Abbildungsteil ist eine gelungene Präsentation. Übersichtlich, auf dem Seitenformat 22 mal 28 Zentimeter, werden alle jemals veröffentlichten grafischen Arbeiten Humboldts gezeigt. Egal ob in schwarz-weiß oder Farbe, die Wiedergabequalität ist hervorragend.
Das am Ende des Buches folgende Abbildungsverzeichnis listet das gesamte graphische Werk Alexander von Humboldts auf, es katalogisiert sämtliche Motive mit umfassenden bibliographischen Informationen. Die Begriffe in französischer oder lateinischer Sprache werden nicht übersetzt, jedoch gibt es im Textteil Erläuterungen zu den Abkürzungen und Übersetzungen.
Zusätzlich enthält das Buch noch eine Zeittafel sowie eine Werksübersicht.
Druck und Verarbeitung sind dem Wert des Buches angemessen. Vielleicht hätte man noch den schlichten Pappschuber, der das Buch beim Transport schützt, bedrucken können. Aber dieser Schuber ist wohl eher als temporärer Transportschutz denn als ständige Buchhülle gedacht. Das Buch ist eine lohnenswerte Anschaffung und eine gelungene Hommage an einen bedeutenden deutschen Naturforscher.


Sklaverei in der Neuzeit (Geschichte Kompakt)
Sklaverei in der Neuzeit (Geschichte Kompakt)
von Nicole Priesching
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Geschichte, die sich auf zwei Aspekte konzentriert, 2. März 2015
In der Reihe „Geschichte kompakt“ will man vor allem Studierenden, aber nicht nur diesen, übersichtlich konzipierte und gut lesbare Informationen präsentieren, um sich so relativ schnell mit einem Thema umfassend vertraut zu machen. Diese Idee hat sich bereits in zahlreichen und gelungenen Publikationen in dieser Reihe bewährt.
Das vorliegende Studienbuch ist übersichtlich aufgebaut, am Rand gibt es Stichworte, die es ermöglichen, gezielt nach konkreten Informationen zu suchen. Zwei Karten bieten die Möglichkeit einer geografischen Orientierung. Für den Umfang des Buches ist die Menge der Karten ausreichend. Die Literaturhinweise sind nach Kapiteln geordnet, sodass man mit einer gezielten Suche rasch die notwendige weiterführende Literatur finden kann – allerdings ist das Prinzip der Ordnung der Literatur für den Rezensenten nicht erkennbar. Nach dem Alphabet wurden die Titel ebenso wenig geordnet wie nach dem Erscheinungsjahr. Da es sich allerdings um ein übersichtliches Literaturverzeichnis handelt, was die Menge der Titel angeht, ist dieser Umstand nicht unbedingt störend.
Im ersten Kapitel befasst sich die Autorin mit den Begriffen Sklave und Sklaverei. Dabei zeigt sie, dass es unmöglich ist, Sklaverei „allgemeingültig zu definieren“. Es muss deutlich gesagt werden, dass Priesching keine kompakte und allgemeine Geschichte der Sklaverei in der Frühen Neuzeit vorlegt. Sie konzentriert sich von vornherein auf zwei für sie wichtige Aspekte. Was sie im Gegensatz zu anderen Autoren in die Sklaverei-Debatte einbringt, sind der Faktor der Religion und eine stärkere Beachtung der Sklaverei in Europa. Zu letzterem Punkt zeigt sie anhand des Loskaufs europäischer Sklaven aus muslimischer Sklaverei die unterschiedlichen Sichtweisen auf muslimische und europäische Sklavenhändler in Europa. Gleichzeitig erfährt der Leser, dass die Sklaverei nicht mit der Antike aus Europa verschwunden ist – eine Erkenntnis, die noch nicht überall verbreitet ist.
Um den Rahmen des Buches nicht zu sprengen, beschränkt sich die Verfasserin auf eine beziehungsgeschichtliche Betrachtung der außereuropäischen Sklaverei. Das bedeutet konkret: die Zusammenhänge von Expansion und Sklaverei, Kolonialismus und Sklaverei oder Missionierung und Sklaverei werden von ihr kurz angerissen. Sehr umfangreich beleuchtet Priesching die Rolle der Religion: dabei stehen nicht nur Judentum, Christentum und der Islam im Fokus, sie geht auch kurz auf die Religionen in einzelnen Regionen Afrikas oder Amerikas ein.
Bei der Lektüre zeigt sich, dass bei der Betrachtung der Sklaverei zu oft die Galeerensklaven der italienischen Stadtstaaten oder Frankreichs im Mittelmeerraum „vergessen“ werden. Trotzdem verzichtet Priesching keinesfalls auf eine Darstellung des Transatlantischen Sklavenhandels.
Interessant ist das Kapitel über Sklaverei und Religion. Hier werden für die genannten abrahamitischen Religionen theologische Grundlagen und diverse Sklaverei-Debatten vorgestellt. Das abschließende Kapitel geht auf die Kriminalisierung und das scheinbare Ende der Sklaverei ein – zeigt aber deutlich, dass wir auch heute noch mit Sklaverei konfrontiert sind, und das trotz weltweiter Verbote.
Je ein Personen- und Ortsregister helfen bei der Suche nach bestimmten Fakten im Buch. Insgesamt ist diese kompakte Darstellung eine interessante Lektüre, die zum Teil neue Einblicke gewährt, aber ebenso Studierenden eine gute Wissensgrundlage für die Weiterbeschäftigung mit der Sklaverei gibt. Durch die starke Konzentration auf europäische Sklaverei und die Frage von Religion und Sklaverei kann das vorliegende Buch nur eine Ergänzung, aber keinesfalls eine Grundlage für die Beschäftigung mit dem Thema sein, weil zu viele wichtige Aspekte nur kurz angesprochen werden.


Unterwegs in Kanada: Das große Reisebuch (KUNTH Unterwegs in ...)
Unterwegs in Kanada: Das große Reisebuch (KUNTH Unterwegs in ...)
von KUNTH Verlag
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr eindrucksvoll, 26. Februar 2015
Dieses mit knapp 400 Seiten doch sehr umfangreiche Buch im Format 19 mal 27 und mit Flexicover liegt durchaus bequem in der Hand. Und weil es eine gelungene Kombination aus Atlas, Bildband und einem Reiseführer ist, scheint dieser Aspekt durchaus wichtig. Den umfangreichsten Teil des Reisebuches bildet aber der Bildband.
Dieser gliedert sich in vier große Kapitel, gefolgt von einem 24seitigen Reiseatlas und dem Register. Dieser Reiseatlas ist ein großes Plus, denn die aus einem richtigen Atlaswerk übernommenen Karten bieten Details, die man in einem normalen Atlas nicht findet. Und wie oft sitzt man mit einem Reiseführer zu Hause, will sich etwas genauer ansehen und kommt mit den Minikarten im Reiseführer nicht weiter. Auch der Schulatlas ist keine große Hilfe, dort fände man zwar Kanada, aber mehr auch nicht. Hier bieten die detailreichen Karten einen guten Überblick und man kann jeden Ort finden, der im Buch erwähnt wird.
Im ersten Kapitel werden das „Land und seine Regionen“ vorgestellt. Auf jeweils einer Doppelseite wird der Leser mit Kanada im allgemeinen und mit seinen Provinzen Nunavut, Northwest Territories, Yukon, British Columbia, Alberta, Saskatchewan, Manitoba, New Brunswick, Prince Edward Island (diese vier letztgenannten erhalten nur eine Seite), Ontario, Quebec, Newfoundland und Labrador sowie Nova Scotia bekannt gemacht. Ein bis zwei Bilder, ein erläuternder Text und die wichtigsten Fakten wie Flagge, Hauptstadt, Fläche, Einwohnerzahl oder Wappentiere werden angegeben.
Das nächste, umfangreichere Kapitel enthält dann die schönsten Reiseziele. Diese sind wieder nach den Provinzen geordnet, wodurch das Reisebuch an Übersicht gewinnt. Während im Textteil die einzelnen Reiseziele vorgestellt werden, präsentieren die dazugehörigen Abbildungen einige dieser Ziele. Ebenso gibt es historische Informationen, zum Beispiel über den Goldrausch. In diesem Teil finden sich sehr viele Informationen und man kann sich anhand der zahlreichen Fotos ein Bild von den einzelnen Landstrichen machen.
Die Naturparks werden dann in einem gesonderten Kapitel vorgestellt. Auch hier überwiegt der Anteil der Bilder. Es gibt Tipps für besondere Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Parks und Hinweise auf Unterkünfte.
In beiden Kapiteln gibt es jedoch keinerlei Hinweise auf bestimmte Routen. Diese folgen in einem letzten Kapitel. Wenn man sich die vorangegangenen Seiten aufmerksam betrachtet hat, wird man schon das eine oder andere Ziel herausgesucht haben, denn die zahlreichen Fotos geben einen guten Einblick in die Schönheit Kanadas. So werden am Ende zwar „nur“ 6 Routen vorgestellt, allerdings ist diese Auswahl schon ausreichend für eine lange Reise. Die einzelnen Routen sind: die Nordwestpassage, Westkanada, auf Klondike und Dempster Highway, die Panamericana (hier der kanadische Abschnitt), Trans-Canada (von Vancouver zum Atlantik), der Osten. Die Routen werden anhand von Kartenausschnitten erklärt. Und auch hier gibt es zahlreiche Abbildungen, die zum Träumen animieren, bevor die Reise eigentlich losgeht. Der Kartenteil ist eine sehr gute Möglichkeit, sich umfangreich zu informieren, taugt allerdings nicht gleichzeitig als Straßenkarte.
Das Buch bietet vielfältige Möglichkeiten, sich gezielt auf einen Urlaub in Kanada vorzubereiten – oder aber einfach von Kanada zu träumen.


Das USA Buch - Magnum-Ausgabe: Highlights eines faszinierenden Landes (KUNTH Das ... Buch. Highlights einer faszinierenden Stadt)
Das USA Buch - Magnum-Ausgabe: Highlights eines faszinierenden Landes (KUNTH Das ... Buch. Highlights einer faszinierenden Stadt)
von Kunth
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller Bildband, 23. Februar 2015
Die Freiheitsglocke, die Skyline von New York, der Smith Rock State Park und ein Graffito in Washington, DC bilden den Auftakt dieses opulent ausgestatteten Bildbandes über die USA.
Auf knapp sechshundert Seiten wird der Leser auf eine visuelle Reise durch die gesamte USA, einschließlich Hawaii, geschickt. Die bekanntesten Landschaften werden ebenso vorgestellt wie die großen Städte oder wichtige Ereignisse des gesellschaftlichen Lebens in den USA.
Die Bilder sind von hoher Qualität, viele erstrecken sich im Buch über zwei, manchmal sogar über vier Seiten (dann wird die Seite noch einmal aufgeklappt). Auch wenn einige der Bilder bereits aus anderen Publikationen des Verlags bekannt sind (beispielsweise sind die Bilder zu Kalifornien bereits in dem Kalifornien Buch aus der selben Reihe zu finden), ist das dem Gesamteindruck nicht abträglich.
Wie bereits in den anderen Titeln der Reihe gibt es zu den Bildern kurze, erläuternde Texte. Aber alles in allem ist das Buch ein Bildband, den man sich bei diesem Preis durchaus leisten sollte, denn die zahlreichen Bilder sind sehr gelungen. Die Druckqualität des Buches ist sehr gut, und wer sich das Buch nicht selbst leisten möchte, der kann es auf jeden Fall guten Gewissens verschenken.


USA - Der Westen: Eine faszinierende Reise durch die "Pacific States" (KUNTH Bildbände/Illustrierte Bücher)
USA - Der Westen: Eine faszinierende Reise durch die "Pacific States" (KUNTH Bildbände/Illustrierte Bücher)
von KUNTH Verlag
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schönes Buch, 23. Februar 2015
Dieses Buch im Hochformat 23 mal 30 Zentimeter präsentiert in wunderschönen Aufnahmen Landschaften und Städte in den Pazifik-Staaten der USA. Die faszinierende Region mit Gebirgsgipfeln, Tälern, Wasserfällen, klaren Seen oder auch Wüsten und Wäldern zieht jährlich Touristen aus aller Welt an. Auch die Städte San Franzisco, Los Angeles, Seattle oder San Diego bieten wunderschöne Motive für jede Kamera.
Der Kunth Verlag präsentiert ein beeindruckendes Panorama dieser Landschaften und Städte. Insgesamt überwiegen die Fotos der grandiosen Landstriche der Westküste: Yosemite National Park, North Cascades National Park, Mount Rainier National Park, Palouse Hills, Cape Sebastian, Smith Rock State Park, Julia Pfeiffer Burns Park Death Valley oder Sequoia National Park sind nur einige Beispiele.
Die Fotos erstrecken sich oft über zwei Seiten, häufig gibt es nur ein Foto auf einer Doppelseite, was die Wirkung der Abbildungen verstärkt. Dazu gibt es auch noch einige Seiten zum Aufklappen, sodass einige der Bilder auf doppelter Buchbreite zu sehen sind. Zu allen Bildern gibt es eine Erläuterung. Dabei sind die Texte aber recht knapp gehalten. Trotzdem erfährt der interessierte Leser, wo sich die abgebildete Landschaft befindet und welche Besonderheiten es hier gibt.
Breiten Raum nimmt die Präsentation von San Franzisco ein, ebenso werden Seattle, Portland, Newport, Sacramento, Monterey, Santa Barbara, San Diego, Santa Monica und Los Angeles vorgestellt. Und im kurzen Begleittext zu Monterey erfährt der Leser beispielsweise, was John Steinbeck mit Monterey zu tun hat. Auch wenn es sich in erster Linie um einen Bildband handelt, sind doch die kurzen Begleittexte sehr informativ und wecken sicher ebenso Interesse wie die herrlichen Fotos. Der Druck und die Verarbeitung des Buches sind sehr gut. Wer nach dem intensiven Durchblättern des Buches keine Lust auf einen Trip an die Westküste bekommt, der muss gefühllos sein.


Das Kalifornien Buch: Highlights eines faszinierenden Landes (KUNTH Das ... Buch. Highlights einer faszinierenden Stadt)
Das Kalifornien Buch: Highlights eines faszinierenden Landes (KUNTH Das ... Buch. Highlights einer faszinierenden Stadt)
von KUNTH Verlag
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschön, 23. Februar 2015
Kalifornien ist ein Land mit einem besonderen Reiz. Schon früh lockte es die amerikanischen Siedler, die auf der Suche nach Glück und Reichtum den weiten, gefahrvollen Weg von der Ostküste quer durch den nordamerikanischen Kontinent bis an die kalifornische Pazifikküste auf sich nahmen. Heute kommen jährlich unzählige Touristen auf bequemeren Wegen in den Sonnenstaat. Dabei reizt sie nicht nur das Flair solcher berühmten Städte wie Sacramento oder San Franzisco. Es sind auch die atemberaubenden Landschaften Kaliforniens: viele waren schon Kulissen für Filme – bekanntlich liegt Hollywood auch in Kalifornien.
Das Kalifornien Buch präsentiert eine Vielzahl der bekannten Landstriche, bietet aber auch weniger bekannte Ansichten. Die insgesamt 357 Fotos dieses Buches zeigen zumeist sehr eindrucksvolle Ansichten. Die meisten Bilder sind sehr großflächig angeordnet, viele erstrecken sich sogar über zwei Seiten. Und es gibt auch vier Bilder, die man erst in ihrer ganzen Pracht erkennt, wenn man zwei gegenüberliegende Seiten aufklappt. Dann nimmt ein Bild die doppelte Breite des Buches ein.
Kurze, aber inhaltlich prägnante Texte vermitteln dem Leser viele interessante Einzelheiten zu den gezeigten Landstrichen oder Städten. Dabei ist das Buch in sechs große Kapitel gegliedert: Nordkalifornien, San Franzisco Bay Area, Am Highway 1, Los Angeles und Umgebung, Sierra Nevada und Death Valley, Südkalifornien.
Das Buch ist ein echter „Hingucker“ sowohl für erfahrene Kalifornien-Besucher als auch für Leser, die noch nie ihren Fuß in diese Gegend gesetzt haben.


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