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Rezensionen verfasst von
Dan Savio "Snaporaz"

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Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 / Klavierstücke Op.76
Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 / Klavierstücke Op.76
Preis: EUR 15,48

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterstück des überragenden Nicholas Angelich, 16. Juni 2010
Nun hat sich eine Aufnahme allerhöchsten Ranges regelrecht in unsere Mitte geschlichen, ohne wirklich bemerkt zu werden. Der Liebhaber beglückenden Klavierspiels sollte sich schämen diese Interpretation zu umgehen,
falls er irgendwie die Möglichkeit erhalten sollte diese anzuhören oder zu erwerben. Was Nicholas Angelich (ein seit der Jugend französisch geprägter Serbo-Amerikaner) und sein musikalischer Partner Paavo Järvi hier "abliefern"
müsste für die Konkurrenz demütigend, wenn nicht vernichtend über sie herfallen und alles Gerede von dem angeblichen Talent einer Helene Grimaud, Anna Gourari etc. im Keim ersticken. Denn wahrlich erschütternde, brilliante,
technisch perfekte Tastenkunst ist nicht bei diesen hochgelobten, gut bezahlten Miezen anzutreffen, sondern bei Künstlern wie eben jenem Angelich, welcher seit seiner Kindheit Brahmane aus ganzem Herzen ist.
Schon früh beherrschte er sämtliche Beethoven-Sonaten (seine Einspielung der Waldstein-Sonate sei hier lobend erwähnt) und liebte des Weiteren vor allem seinen Brahms, den er über die Lieder und die Kammermusik in den letzten Jahren
regelrecht ergründete und durchdrang. Niemand spielt Brahms so atmend beherzt und dringlich temperamentvoll wie er. Die Partituren werden leidenschaftlich ernst vergegenwärtigt.
Brahms' B-dur Konzert erscheint nun als Krönung seiner bisherigen Einspielungen und zeigt eindrucksvoll was für ein Könner hier am Werk ist. Hier wird sich nicht talentiert durch die Noten gemogelt oder gar im Studio geschummelt.
Angelich hat schon des öfteren im Konzertsaal bewiesen, dass er die Schwierigkeiten dieses Konzerts durch seine technische Makellosigkeit problemlos meistern kann. (Man denke an Brendels Zitat "von gewissen Werken in B-dur halte ich mich lieber fern")
So wird aus dem oft missgedeutetem zweiten Satz ein wahres Allegro appassionato und aus dem Andante ein zum niederknien lyrischer Musiktraum, in dem Angelich durch Klangfantasie und Textverständnis wahre musikalische Wunderdome baut.
Järvi begleitet temperamentvoll zuhörend und vermag sein Orchester, einem Maler gleich, immer wieder in das Spiel des Klaviers einzuweben und zu umgarnen, es anzuheizen und zu treiben. Ein Dialog entsteht da, aus musikalischem Verständnis entstehend,
ohne falschen Pathos, ohne virtuose Prahlerei. Hier prahlt ausschließlich Brahms mit seinem gewaltigen Konzert, nicht aber die Interpreten, wodurch dieses Werk eine gesunde, demütige Deutung erhält und gerade dadurch triumphiert.
Denn demütig soll hier nicht als zurückhaltend oder gar langweilig verstanden werden, sondern als Bezeichnung hitzigster Glut und Passion, die eben nicht aufgesetzt wirkt und stört.
Angelich spielt dort "espressivo" wo "espressivo" steht und er spielt dort "mezzo forte", wo Brahms eben ein "mp" setzte und wollte.
Seit Claudio Arrau hat niemand die brahmssche Dramaturgie dieses Stücks so überzeugend durchleuchtet. Die Frage, ob man bei so vielen Einspielungen, wie es sie von diesem Werk gibt, überhaupt noch eine hinzufügen sollte, muss hier mit "ja" beantwortet werden.
Denn außer den akustischen Vorzügen dieser CD, ist der Rang der Einspielung über die Jahrzehnte bedeutend und lässt an alte Meister denken (von denen viele bestimmt nicht annähernd eine solche Leistung bei diesem Konzert abgeliefert haben) und
überzeugt dadurch umso mehr. Die selten eingespielten Klavierstücke op.76 sind ebenfalls grandios musiziert (und dabei werde ich ihnen in der Kürze noch nicht ansatzweise Gerecht) und beseitigen den kleinsten Zweifel am Können dieses Pianisten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2015 11:24 AM MEST


Wagner, Richard - Tristan und Isolde [3 DVDs]
Wagner, Richard - Tristan und Isolde [3 DVDs]
DVD ~ Waltraud Meier
Preis: EUR 21,99

46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der richtige Weg, 11. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um es gleich vor weg zu sagen, dieser Tristan ist sicherlich nicht perfekt, aber geht eben den richtigen Weg. Meiner Meinung nach ist es Chereau hier gelungen dieses Meisterwerk neu zu inszenieren ohne dabei so zu scheitern, wie es unsere gesamte Opernwelt zur Zeit tut.
Das Bühnenbild überrascht mit seiner somnambulen Schönheit. Eine Mauer ist das Bühnenleitmotiv der Inszenierung, eine Mauer, in deren Mitte ein hausförmiger Durchgang ist, welche eine Art Barriere darstellt, die es zu überwinden gilt. Vielleicht ein Tor zum Jenseits?
Das Bühnenbild gelingt! Es übermittelt den Eindruck des Absoluten : Das Spiel vor der Todesmauer. Eine Metapher, die es schafft der Musik gerecht zu werden. Sowohl im Sinne der Atmosphäre (der Regisseur drängt sich nicht auf, er unterstützt), als auch als Motor für Wagners der Erlösung zu steuernden Musik.
Die Beleuchtung ist wohl eines der wirklich großen Verdienste dieser Aufführung. Sie ist auf die Musik abgestimmt. So im ersten Akt dunkel. Schwarze, dunkelblaue, violette Töne, die am Ende durch das helle saftige rot von Isoldes Königsmantel visuell durchbrochen werden.
im zweiten Akt herrscht erst Nacht und der Wandel zum Tag verläuft konsequent und stimmig. Die Farben sind heller, den die Liebesnacht unterscheidet sich ja vom dunklen ersten Akt. Und Chereau begreift das.
Es sind auch italienische Zypressen zu sehen, die zwischen den hohen Mauern grüne Akzente setzen. Ein Bild, dass an die Caracalla-Thermen erinnert. Ein kleiner Augenzwink an Italien, dem Land der Aufführung.
Im dritten Akt ist die Beleuchtung grau und fahl. Die Mauern dienen nun als Burg Kareol.
Chereaus große Leistung war ja schon im Jahrhundert.Ring die Personenregie. Hier ist sie es auch. Der erste Akt gelingt hier überwältigend. Die letzten 10 Minuten habe ich noch nie so spannend dringlich inszeniert gesehen. Wie sich Isolde und Tristan fragen anschauen bis sie das Wunder des Tranks begreifen und dann schließlich über einander herfallen und nur schwer von den Statisten getrennt werden können. Das alles ist große Regie. Man kann mehr als gut nachvollziehen, dass diese beiden Menschen sich wieder sehen müssen!
Im zweiten Akt allerdings, brilliert nur Waltraud Meier als Isolde. Die Mimik dieser Sängerin ist das schönste, welches ich von einer Opernsängerin gesehn habe. Sie leidet, freut sich oder wundert sich. Ist passioniert und das Wichtigste : Sie versteht die Partitur! Ihr schönes Wesen, einer Isolde würdig, verschmilzt mit der Rolle und man beginnt sie zu lieben! Stimmlich rutiniert und klangschön, dabei niemals erschöpft agierend. EIne überragende Schauspilerin, wie sie es schon häufig bewiesen hat!
Ganz anders der Tristan von Ian Storey. er ist stimmlich eher schwach und schauspielerisch träge. Es wirkt dadurch unfreiwillig unglaubwürdig, wenn die schöne hingebungsvoll überzeugende Waltraud Meier diesen unattraktiven, schnaubenden Tristan liebt, dem oft die Puste ausgeht. er wirkt starr, wie ein Opernsänger vergangener Zeiten. ganz anders als der Kurwenal von Gerd Grochowski, der einen warmen ordentlichen baritonalen Gesang abliefert und sich schauspielerisch passend einbringt. und auch zu erwähnen die Brangäne von Michelle de Young. Stimmlich nicht erstklassig, aber gut und vor allem im Spiel überzeugend. Selbes kann man von Matti Salminen behaupten, welche den König Marke mimt.
Der Liebestot ist ein Highlight der Inszenierung. Chereau hat sich etwas neues, sehr passendes dazu überlegt. Ich will hier nicht verraten.
Warum ich trotz einzelner Kritik 5 Sterne geben ist einfach zu begründen : Die Inszenierung ragt heraus. Denn perfekt war eine solche noch nie. Mögen Windgassen und Nilsson diese Partien besser gesungen haben, aber darstellerisch hat es zumindest Letztere überhaupt nicht. Und so gilt es immer Abstriche zu machen und bedenkt man die riesige Anzahl schlechter Tristandeutungen, die eigentlich schon eine Beleidigung für jeden Wagnerliebhaber sein müssten, ist diese endlich eine gelungene. Allein wegen der Regie von Patrice Chereau, dem Bühnenbild von Richard Peduzzi und der Isolde der Waltraud Meier lohnt und gibt diese Interpretation.
Das Bild der DVD ist gestochen scharf und das muss sie sein, um zu wirken. Der Ton klar.
Bleibt noch das Dirigat von Daniel Barenboim zu loben, der hier sein bestes gibt und dabei warme breite Klangteppiche erzeugt. Vielleicht hält er sich im zweiten Akt und im Liebestod ein bisschen zu sehr zurück, doch die Profitierenden sind dabei die Sänger . Barenboim zeigt, dass er ein Opernprofi ist und das Orchester der Scala zeigt, dass sie Italiener sind. Oft scheint hier das Italienische durch, was aber wiederum nicht stört sonder teilweise belebt. Genannt sei hier der dritte Akt und seine Jubelmusik, wenn Kurwenal sieht, dass Tristan erwacht.
Um das ganze zu beschließen : Eine Investition von Zeit und Geld, die sich doch über alle Maßen lohnt!


Klaviersonaten von Beethoven (Aufnahmen 1951-56)
Klaviersonaten von Beethoven (Aufnahmen 1951-56)

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solomon, der Meister des Spätwerks, 13. November 2008
Mir persönlich scheint es so , wenn ich dem Adagio der Hammerklaviersonate opus 106 lausche, als ob Solomon in die Vergangenheit gereist sei und versteckt und heimlich dem alten Beethoven beim spielen seines Werks zugehört hätte. Denn anders lässt sich das Wunder dieser Sonate nicht begreifen und man muss sich hüten zu behaupten so habe Beethoven wirklich geklungen, wenn einem beim hören des Adagios die Tränen kommen auf Grund der expressiv ehrlichen Darstellung Solomons. Da passiert es leicht den Interpreten zu vergessen und mit dem Komponisten mitzufühlen und sich in ihn hineinzuversetzen, so weit das bei einem Genie wie Beethoven, noch dazu in seiner schlimmen Lage überhaupt möglich ist. Die Zwanzig Minuten des Adagios sind zwanzig Minuten in denen die Zeit still steht, aus denen man durch die Heftigkeit des anschließenden vierten Satzes jäh geweckt wird.
Ich halte dieses adagio für exemplarisch möchte aber natürlich nicht vergessen die Qualität der anderen Sätze und Sonaten aufs höchste zu loben! Solomon gelingen da Klangwelten, etwa in der unbekannteren Opus 110, die ich für unerreicht halte. Auf Grund von Solomons lyrisch packendem Spiel und seiner demütigen Ergebenheit gegenüber Beethoven, der aus dem Himmel durch Solomon zu uns zu sprechen scheint, uns seine Trauer erzählt. Und Solomons Stärke ist ja vielleicht eben dieses dramaturgische Talent, welches benötigt wird um im heiligen Spätwerk nicht all zu sehr zu langweilen.
Es erfüllt mich mit Trauer, dass dieser begnadete Künstler seine Karriere auf Grund eines Schlaganfalls beenden musste, dabei hätte er doch verdient genügen gewürdigt zu werden für seine große Kunst und vor allem für die Möglichkeit, die er uns bot Beethoven eben so hören zu dürfen.


Tragische Ouvertüre / Klavierkonzert 2 / Sinfonie 3
Tragische Ouvertüre / Klavierkonzert 2 / Sinfonie 3
Preis: EUR 11,49

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Symphonie, die aus der Tiefe kam, 12. November 2008
Meine Wertschätzung für diese unglaubliche, Gänsehaut hervorrufende Interpretation der F-dur Symphonie von Johannes Brahms ist riesengroß. Ich zähle sie zu meinen absoluten Lieblingsaufnahmen in meiner symphonischen Sammlung und es braucht nur die ersten Takte dieses Meisterwerks, um jeden von meiner Meinung zu überzeugen. Denn wie es Knappertsbusch gelingt das Devisenthema des erten Satzes zu gebähren, lässt einen aufs positivste erschaudern und vermittelt ein unmittelbares gewaltiges Ergreifen. Diese Symphonie kommt aus einer Tiefe, wie ein Titan, welcher im Aufstehen begriffen ist und überrascht mit dem Farbenreichtum der Blechbläser, welche von Knappertsbusch hier eine völlig neue Rolle zugeteilt bekommen. Wo andere Dirigenten wie etwa Karajan die Bläser bewusst im Hintergrund halten, tönen sie bei Knappertbusch erhaben. Hier merkt man die unglaubliche Individuelle Klasse der Wiener Philharmoniker zu dieser Zeit. Und wie der Dirigent sie hier zu Hochleistungen verführt, kann wohl nur bei Live-Aufnahmen festgehalten werden.
Denn eben dieses Enstehen im Moment, dieses schmutzig röchelnde, nicht immer fehlerfreihe Spielen (Knappertsbusch war kein Fan von Proben) verleiht dieser Einspielung ihre Lebendigkeit.
Der erste Satz gelingt genial überwältigent. Diesem folgt nun das Allegretto Andante und Knappertsbusch nimmt den Komponisten hier wörtlich "schreitend". Er hat ein Gefühl für Schönheit in ihrer Entwicklung und so hört man dieses schwärmende Streicherspiel mit Genuss des Öfteren. Der dritte satz ebenfalls ein Ruhiger, namentlich Poco Allegretto ist wohl der bekannteste der Symphonie, der wohl zu oft zu Kitsch verklärt wird. Nicht so bei Knappertsbusch, der es versteht uns durch einen melancholischen Rythmus einen Urwurm schönster Art zu verpassen, der nicht ahnen lässt was da im letzten Satz auf uns zu kommt.
Hier verlangt er den Wienern alles ab, die nun rasend daher kommen wie eine Feuerwalze. Wo andere zu seicht sind, wütet Kna im großen symphonischen Stil. Nun kann man sich nicht mehr halten und die Symphonie erwartet am ende ihre ruhige Erlösung durch das F-dur Devisenthema des ersten Satzes und man ist sich klar : man hat hier Brahms Dritte neu entdeckt.


Klavierstcke Opp.116-119
Klavierstcke Opp.116-119
Wird angeboten von Obsessed-Records GmbH inkl-MwSt-Widerrufsbelehrung-AGB-unter-Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 19,44

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Brahms-Interpret der Gegenwart., 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Klavierstcke Opp.116-119 (Audio CD)
bei den Pianisten redet man zur Zeit gerne von einer Krise und man ist geneigt auf Grund des Überangebots von mittelmäßigen, nein sogar schlechten Interpreten wie Lang Lang, Tokarev, Grimaud oder Stadtfelt daran zu glauben.
Sicher, die Zeiten der großen Meister sind wohl vorbei. Das liegt in der schrumpfenden Aufmerksamkeit, welche der Klassik zu Teil wird; nur wenige Pianisten von Weltrang sind uns geblieben und einer davon, Brendel,beendet seine Laufbahn.
Doch es gibt sie die verborgenen Talente und Künstler, die diese Bezeichnung auch verdienen und Angelich ist einer von ihnen.
Es ist wenig bekannt über den amerikanischen Tastenvirtuosen, aber was uns bekannt ist, nämlich seine unglaublichen Brahmsaufnahmen reichen da völlig aus, um zu erkennen, dass die Welt endlich wieder einen Brahms-Interpreten von Rang vorweisen kann. Auch Joachim Kaiser gerät bei diesem Mann ins schwärmen und bezeichnet einige Aufnahmen als Meisterstücke, denn Brahms ist seine Welt.
Man muss sich nur diese Aufnahmen der Klavierstücke Opus 116-119 anhören, um zu bgreifen, was dieser Künstler vermag. Angelich besitz die große, warme Klangfülle die man für den Nordeutschen benötigt und die er mit fehlerfreiehem Spiel auszuführen weis. Er begreift auch die Zartheit, das Schwärmen des gutherzigen Brahms und seine rythmische Intensität, so wie die kontrapunktische Rafinesse.
So Klangschön und intelligent hört man die Intermezzi opus 117 derzeit wohl von kaum einem anderen Pianisten. Und man ist glücklich endlich einmal Brahms in bester Aufnahmequalität zu hören ohne künstlerische Abstriche machen zu müssen.


Vol. 2-Chopin/Mendelssohn/Schu
Vol. 2-Chopin/Mendelssohn/Schu
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 312,57

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein vergessenes Genie, 10. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vol. 2-Chopin/Mendelssohn/Schu (Audio CD)
Durch ein tragischen Flugzeugabsturz wurde der damals 31 jährige William Kapell aus dem leben gerissen. In einer Zeit, in der er sich begann durchzusetzen und langsam ins Bewusstsein der Leute zu treten. Doch was der junge Pianist in den Jahren vor seinem Ableben schaffte lässt uns doch wundern warum dieser nicht nur talentierte, sondern schon auf höchstem Niveau musizierende Amerikaner russischer Abstammung, nicht bekannter ist.
Hier liegen die Aufnahmen der zwei großen Chopin-Sonaten vor, von denen ich vor allem die h-moll Sonate über alles loben möchte. Besser spielte sie niemand. Ihr gleich ist vielleicht die von unglaubliche Einspielung von Dinu Lipatti, dem Pianisten, der ebenfalls sehr früh aus dem Leben schied.
Mag Kapell im Scherzo nicht das gleiche Wunder schaffen, wie der von mir aufgeführte Lipatti, doch er bietet eine andere interessante Deutung. Im Kopfsatz ist sein Spiel geprägt von schwärmerischer Schönheit und einer Leichtigkeit, die seine Interpretationsintelligenz eben nicht nur erahnen sondern mit Gänsehaut erfühlen lassen. Und eben dieses Gefühl, im dritten Satz so wichtig, gelingt ihm wohl so cantabile ohne zu übertreiben oder Affektsucht, dass es schwer ist dieses Largho zu beschreiben, ihm mit Worten gerecht zu werden.
Im Presto packt Kapell zu und holt all die die große Chopin-Finali-Energie aus dem Satz auch hier ohne Pathos, doch jugendlich gewitzt und mitreissend.
Nach dem hören dieser Sonate wird einem erst bewusst, was für ein großes Talent da viel zu früh erstarb, bevor es uns mit mehr Wundern versorgen konnte.


Der letzte der Titanen: Richard Wagners Leben und Werke
Der letzte der Titanen: Richard Wagners Leben und Werke
von Joachim Köhler
  Gebundene Ausgabe

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Standartwerk!, 4. Oktober 2008
Endlich erscheint hier eine Biographie, die alle Wagner-Erkentnisse auf ihren auktuellsten und wohl richtigsten Standpunkt bringt.
Der Autor Joachim Köhler nähert sich der Person Wagner pyschologisch unglaublich fair und konsequent. Es ist weder ein Verriss, noch ein Lobgesang auf diese polarisierende Person, sondern stets dialektisch.
Der Autor geht schier in der Rolle auf. Er hört Wagner zu und greift quasi jedes nochso kleine Detail auf und verwertet es in dem psychologischen gesamtbild des Komponisten. So ensteht ein ein Blick auf Wagner, den man sich nur Wünschen kann. Warum war er so ein Mensch wie er war? Denn dieser Mensch war kein Monster, wie viele schlicht behaupten. Nein da steckt mehr dahinter und genau das erörtert köhler in einem unglaublich flüßigen Schreibstil, welcher es möglich macht dieses Buch TROTZ seiner 800 Seiten zu VERSCHLINGEN!
Alles ist so logisch aufgebaut. Sein Lebensweg. Die Werke (Ingeniös,wie hier Werk und Person Wagner verwoben werden!). Die Personen (Cosima, Mathilde Wesendonck, Ludwig etc.) und ihre massiven Einflüsse auf Wagner. Und an dieser Stelle sei nochmal betont wie psychosanalytisch Köhler hier an die Sache geht. Wer hier Partiturbesprechungen erwartet wird entäuscht. Die Handlung wird erarbeitet. Beim Ring z.B über 140 Seiten lang. Die Musik wird nur mit ihrer Wirkung erwähnt und doch lernt der Leihe zu verstehen, was an Wagners Musik so anders ist und wie sie enstand (Weber/Meyerbeer/Berlioz/Mendelssohn!!!)
Nach dieser Wagner-Biographie darf es eigentlich keine anderen mehr geben, denn Köhler würde jede These glaubhaft widerlegen. Lesen sie diesen, man will fast schon sagen Roman und sie werden die Person Wagner , ihre Verrücktheiten(Judenhass, Rassenidelogie des späten Wagner, ja auch sexuelle Obsessionen) aber auch die vielen positiven Seiten kennen und lieben lernen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2011 1:08 AM CET


Dmitri Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 2/Sonate für Cello & Klavier op.40
Dmitri Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 2/Sonate für Cello & Klavier op.40

27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, 3. September 2008
Ich durfte eben dieses Konzert live miterleben, welches auf dieser cd festgehalten wurde. und ich finde das treffendste Wort für Gabettas Interpretation ist schlich"packend". Unglaublich wie die blonde Cellistin wirbelte und den melancholisch düsteren Ton des Konzerts traf. Sie steigerte sich virtuos bis zur raserei, wurde schlicht eins mit dem werkund füllt diese noten mit Leben und was bei Schostakowitsch sehr wichtig ist mit Ironie. Verspielt und doch ernst,wenn es nötig ist.
Und da sind so zarte von schönheit gefüllte momente, die faszinieren und dieses konzert zu einer referenzeinspielung machen. denn die bisherigen aufnahmen dieses für Rostropowitsch geschriebenen stücks sind nicht derart geistreich, denn sie sind zu pessimistisch. Gabetta nimmt den Komponisten ernst und schafft und das faszinierte mich, ein musikalisches Abbild des Komponisten.
Dazu tragen auch die in letzter zeit sehr wankenden, nicht immer überragenden Münchner Philharmoniker bei, die hier schier angesteckt werden von dieser rasenden Cellistin.
In einer Zeit der holen interpreten scheint gabetta wie eine leuchtende sonne. Nomen est omen.
hier erscheint nicht zum 20 mal dvoraks cellokonzert sondern ein werk, welches mehr aufmerksamkeit verdient und hier steht der komponist im vordergrund, nicht die blonden Haare der Interpretin.


8 1/2 (Special Edition, 2 DVDs)
8 1/2 (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Marcello Mastroianni
Wird angeboten von image-dvd-shop
Preis: EUR 14,99

16 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der König aller Filme, 19. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: 8 1/2 (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Fellinis 8 1/2 ist meines erachtens der wohl tiefgründigste Film über das Leben an sich.

man könnte jahrelang über den Film diskutieren und ihn in tausend teile zerlegen.jeder hat seine eigenen theorien, jeder liebt ihn auf seine weise.

ich kann nur empfeheln diesen Film, der bei jedem erneuten Betrachten besser wird, anzusehen und zu genießen.

Otto e Mezzo bietet eine Lösung für alle Probleme, und spricht einem künstler geradezu aus der seele. Er ist sprunghaft wie ein traum oder besser er IST ein traum.

untermahlt mit schönster musik und gefilmt in traumhaften schwarz-weiß bildern mit markanten hell-dunkel kontrasten.

er behandelt das thema kunst genau so wie das thema liebe und sex. das thema musik, das thema religion ....schlicht alles was wir mit uns tragen.

ein russischer kosmonaut hat einmal gesagt, dass Otto e Mezzo interessanter und rätselhafter ist als der Weltraum.

und das beschreibt den film wie ich finde perfekt, nämlich gar nicht.

man muss ihn ergründen wie das all, in ihn eindringen und genießen.

Zum Plot will ich nicht als tausendster was erzählen.

Zur DVD kann ich nur sagen, dass der Firma Arthaus ( die ich für ihr Engagment im bereich der film dvds hier einmal richtig loben will)

eine traumhaft schöne edition gelungen ist.

wunderschönes cover (das schönste in meinem regal), super booklet mit tollen informationen zum film (unbedingt lesen!), tollen extras und das alles in super bildqualität.

man sieht das die arthaus leute diesen film lieben müssen.

weiter so! Vielleicht bald mit die Nächte der cabiria?

Zum Schluss fellini bzw guido im film selbst über den film:

Was ich machen wollte kam mir ganz einfach vor. einen film, der jedem einzelnen gestatten sollte, endlich zu begraben was wir alle an abgestorbenen in uns tragen. ich bin indessen der erste, der nicht das herz hat, irgend etwas zu begraben.


Die Rechnung wird mit Blei bezahlt
Die Rechnung wird mit Blei bezahlt
DVD ~ Lee Cleef
Wird angeboten von Mediaservice Online
Preis: EUR 13,95

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Death Rides a Horse, 7. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Rechnung wird mit Blei bezahlt (DVD)
Die Rechnung wird mit Blei bezahlt a.k.a Von Mann zu Mann gehört zu den besten Italo-Western überhaut.
Zwar kann Petronis Werk nicht mit denen von Leone mithalten, doch der überragende Lee van Cleef (Zwei Glorreiche Halunken, Sabata) und der Ausnahme-komponist Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod, Es war einmal in Amerika) schaffen hier in der herrlichen Landschaft Spaniens einen klassischen Rache-Western der durch Kill Bill wieder an Aufmerksamkeit gewann und diese auch verdient hat.
Die DVD kommt ohne Extras daher. Die Version ist leicht gekürzt, aber trotzdem zu empfehlen.
Für Lee van Cleef Fans sowieso Pflicht.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2013 6:39 PM MEST


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