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Rezensionen verfasst von
Nostraticist (Berlin)

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Qatar: A Modern History
Qatar: A Modern History
von Allen James Fromherz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,20

5.0 von 5 Sternen Moderne Geschichte Katars, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Qatar: A Modern History (Gebundene Ausgabe)
Im ersten Kapitel beschreibt der Autor den gegenwärtigen Zustand des Landes, während er im zweiten Kapitel etwas über Geographie schreibt. Erst im dritten Kapitel geht es mit der Geschichte los. Kurz erwähnt er, dass schon vor 700.000 Jahren Menschen in Katar gelebt haben. Die eigentliche Geschichte beginnt erst im 19. Jahrhundert, als Saudi-Arabien, Iran und das Britische Empire um Einfluss in dem Land kämpften. Schließlich gehörte Katar zum Einflussgebiet des britischen Empires. Die Kataris sind beeinflusst vom saudischen Wahabismus der Ikhwan, einer strengen Sekte im Islam, die vorwiegend in Saudi-Arabien wirkte. Die Ikhwan waren Fundamentalisten und Extremisten, die einen besonders strengen Islam in Saudi-Arabien propagierten. Sie waren zum Beispiel gegen moderne technische Errungenschaften, fanden sich aber nicht zu schade, Sprengstoffanschläge auf Züge zu verüben.

Schon in der Antike versuchte Iran, Katar zu annektieren, schaffte es aber nicht. Seitdem sind die Beziehungen der beiden Länder gut. 1971 wurde Katar unabhängig. Seitdem ist das Land eine Monarchie, wo es viel Vetternwirtschaft gibt, denn der Machthaber setzte immer wieder nahe Verwandte in hohe Positionen ein. In den 1990er Jahren gab es einen Putsch, der einen Usurpator ins Amt brachte. Vor dem Öl waren die Kataris sehr arm, viele hungerten. Erst danach ging es ihnen besser, als Öl und Gas gefunden und gefördert wurde. Seitdem gehört das Land zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen. Immer wieder gab es Scharmützel an den Grenzen zwischen Katar und Saudi-Arabien, weil die saudische Regierung der Meinung war, dass der Handel zwischen Katar, Bahrein und den Vereinigten Arabischen Emiraten nur durch Saudi-Arabien verlaufen sollte. Vor einigen Wochen hörte man im Fernsehen, dass ausländische Arbeitskräfte ausgebeutet und oft monatelang nicht bezahlt werden. Wenn sie sich dann beschweren wollen, werden sie auf die Gerichte verwiesen, die die Arbeiter aber nicht bezahlen können. Deshalb bleiben sie rechtlos. Und das alles nur für die Fußball-WM. Glücklicherweise gibt es nicht die brutale Scharia in Katar, was ich sehr erfreulich finde. Das Buch liest sich gut und schnell. Nur die Schrift ist zu klein.


Arme Roma, böse Zigeuner: Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt
Arme Roma, böse Zigeuner: Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt
Preis: EUR 9,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Beschreibung einer diskriminierten Minderheit, 29. Dezember 2013
Das Buch ist gut geschrieben. Es lässt sich auch leicht und schnell lesen. Der Autor schreibt, dass die Roma ursprünglich aus Indien kamen und dass sie in vielen Ländern heute zuhause sind. Die rumänischen und bulgarischen Roma müssen zuerst selbständig werden, um hier in Deutschland arbeiten zu können. Sie finden keine richtige Wohnung, sondern Schlafplätze in alten Häusern, die zu Wucherpreisen vermietet werden. Manche Rassisten sind der Meinung, dass die rumänischen und bulgarischen Roma den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, aber dem ist nicht so, denn die deutschen Arbeitnehmer werden gegenüber den ausländischen bevorzugt. Erst wenn sich kein Deutscher für den Job findet, wird ein Ausländer genommen. In Rumänien während der Ära des Kommunismus hatten die Roma Arbeit, die Kinder konnten zur Schule. Nach der Wende kamen die Busse nicht mehr, die die Schüler zur Schule fuhren und so bleiben viele Roma Analphabeten und finden später keinen Job. Dazu kommt, dass in Rumänien wenige Arbeitgeber Roma nehmen wollen. Der Autor beschreibt die Situation der Roma in mehreren Balkan-Ländern. Einige reiche und einflussreiche Roma haben sich zu Königen der Roma erklärt, repräsentieren aber längst nicht alle Roma, sonder nur ein paar in ihrem Land. Es gibt mehrere Roma-Organisationen und Roma-Parteien, die aber wenig Einfluss haben. Der Autor vergleicht die Situation der Roma mit der der Afroamerikaner in den USA, führt aber nicht aus, wie er das meint, sondern deutet nur an, was ich schade finde. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2014 6:33 PM MEST


Intercultural Communication & Ideology
Intercultural Communication & Ideology
von Adrian Holliday
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,43

5.0 von 5 Sternen Interkulturelle Kommunikation und Ideologie, 28. Dezember 2013
Die ersten beiden Kapitel sind so theoretisch, dass man schon sehr aufmerksam lesen muss, um überhaupt etwas zu verstehen. Das Thema ist eine Kombination aus Linguistik und Soziologie, allerdings keine Soziolinguistik, wie ich das verstanden habe. Das dritte Kapitel ist schon praktischer und verständlicher, denn dort werden Personen aus den verschiedensten Nationen beschrieben, die in anderen Ländern leben und beschreiben, wie sie sich und die anderen sehen, was ich sehr interessant finde. Dieses Buch sollten Rassisten lesen, um ihre Verblendung loszuwerden, denn dieses Thema ist antirassistisch. Die Kapitel 8 und 9 sind auch gut geschrieben, weil sehr praxisorientiert.


Erich Honecker: Eine Biographie
Erich Honecker: Eine Biographie
von Jan N. Lorenzen
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Dachdecker zum Diktator, 28. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Erich Honecker: Eine Biographie (Taschenbuch)
Das Buch ist gut geschrieben. In jungen Jahren wurde Honecker schon von seinem kommunistischen Vater beeinflusst. Er gehörte zu denjenigen im dritten Reich, die gegen den Nationalsozialismus waren. Deshalb war er auch zehn Jahre lang im Gefängnis. 1945 wurde er von den Sowjets aus der Haft befreit. Danach arbeitete er weiter an seinen kommunistischen Idealen. In der Sowjetunion wurde er ausgebildet, dann begann er eine steile Karriere. Er trickste seinen Lehrmeister Walter Ulbricht aus und wurde selbst erster Sekretär der DDR. Leider hatte er keine Ahnung von Wirtschaft. In den letzten Jahren vor der Wende verschloss er immer mehr die Augen vor der Wirklichkeit. Er wollte nicht wahrhaben, dass die Planwirtschaft nicht funktionierte, bis er seines Amtes enthoben wurde. Nach der Wende stand er noch wegen verschiedener Anklagepunkte vor Gericht. Da er aber schwer krank war, musste er nicht einsitzen und flüchtete nach Chile, wo er 1993 starb. In diesem Buch erfährt man zum Teil sehr gut, wie der Sozialismus in der DDR funktionierte. Die deutschen Kommunisten waren Erfüllungsgehilfen der Sowjets, die das Sagen hatten. Bei Gorbatschow änderte sich das. Der war so locker, dass Honecker stur blieb und seinen eigenen politischen Weg gehen wollte. Honecker hatte mehrere Kinder von verschiedenen Frauen. Er war also kein Kostverächter. Allerdings wurde er von seinen Kumpanen gezwungen, zu heiraten und monogam zu leben. Lorenzen geht einfühlsam, aber auch kritisch vor bei seiner Beschreibung Honeckers. Ein gutes Buch.


Autoritarismus in der arabischen Welt: Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung (Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik)
Autoritarismus in der arabischen Welt: Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung (Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik)
von Oliver Schlumberger
  Broschiert
Preis: EUR 49,00

5.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch, 24. Dezember 2013
Das erste Kapitel ist theoretisch und schwierig. Danach wird es besser, aber die Sprache bleibt anspruchsvoll und teilweise schwierig zu lesen. Man genießt das Buch trotzdem. Der Autor ist der Meinung, dass das Fehlen von Demokratie in arabischen Ländern wenig mit dem Islam zu tun hat, sondern mit dem Neopatrimonialismus und der Rentierwirtschaft. Er nennt noch weitere Gründe. Es gibt einige Tippfehler und die Schrift der Fußnoten ist zu klein. Ansonsten hat mir das Buch sehr gefallen.


Studying History (Palgrave Study Guides)
Studying History (Palgrave Study Guides)
von Jeremy Black
  Taschenbuch
Preis: EUR 30,48

5.0 von 5 Sternen Das Studium der Geschichte, 20. Dezember 2013
Das Buch fängt leicht an, wird aber immer schwieriger. Im ersten Kapitel schreiben die Autoren über historische Dokumentarfilme im Fernsehen, was ich sehr interessant fand. In den nächsten Kapiteln wird die Herangehensweise der Historiker beschrieben. In Frankreich entwickelte sich zum Beispiel die Annales-Schule, in englischsprachigen Ländern die traditionelle, die vergleichende Geschichtsschreibung, außerdem die „Geschichte von unten“, womit die Geschichte der kleinen Leute gemeint ist, was ich sehr interessant fand. Außerdem gibt es die Kulturgeschichte und die quantitative Geschichte. Umstritten ist die „Was-wäre-wenn-Geschichte. Damit ist eine Geschichte gemeint, die zum Beispiel die Frage stellt, was passiert wäre, wenn Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte. Von einigen Historikern wird diese Geschichtsschreibung als unseriös angesehen. Im dritten Teil des Buches gehen die Autoren auf das Schreiben von Aufsätzen, Dissertationen und Klausuren ein. Der dritte Teil ist am einfachsten zu lesen. Das Buch hat mir sehr gefallen. Ich habe so etwas im Deutschen noch nicht gefunden.


International Law (Aspen Casebooks)
International Law (Aspen Casebooks)
von Barry E. Carter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 221,99

4.0 von 5 Sternen Völkerrecht aus amerikanischer Perspektive, 15. Dezember 2013
Bei den Griechen und Römern gab es nur einsatzweise das Völkerrecht. Es gab Gesetze zwischen Gemeinden. Erst im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich langsam das Völkerrecht. Autoren waren zum Beispiel der Niederländer Grotius, der aber viele Ideen von anderen Autoren abschrieb. Da der Völkerbund im Zweiten Weltkrieg versagte, wurde 1945 die UN gegründet zur Vermeidung von Krieg zwischen den Nationen. Das erste Kapitel ist gut zu lesen. Das zweite ist schon schwieriger, weil die Sprache sehr schwierig ist. Es geht nämlich um Verträge und die sind auch im Englischen kompliziert. Ein Autor schreibt über internationale Unternehmen, von denen einige dadurch bekannt wurden, dass sie die Umwelt verschmutzten. So konnte man vor einigen Monaten auch im Fernsehen sehen, wie eine britische Ölfirma die Ölbohrungen in Nigeria einfach stehen ließ, ohne sie zu sichern und gut zu versiegeln. Deshalb versuchten dort immer wieder mittellose Nigerianer das Öl zu holen, um es zu verkaufen. Das Öl verschmutzt nun die Flüsse und viele Menschen erkranken. Die britische Ölfirma kümmert sich immer noch nicht darum. Das ist einfach ein Skandal. Ein anderer Autor ist der Meinung, dass es mittlerweile Millionen von NGOs gibt, die weltweit agieren. Wenn sie Gutes tun, finde ich das begrüßenswert.

Ein amerikanischer Arzt ging in den 1980er Jahren mit seiner Frau nach Saudi-Arabien und stellte nach einer Weile fest, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Krankenhaus ungenügend, sogar gefährlich waren. Er wandte sich ans Krankenhaus, wurde jedoch zum Schweigen verurteilt. Als er sich an die saudische Regierung wandte, wurde er verhaftet, geschlagen und gefoltert. Nach einer Weile konnte er mit seiner Frau ausreisen. Ein Jurist ist der Meinung, dass man Saudi-Arabien dafür nicht belangen kann, denn das könne passieren. Auf der anderen Seite foltert Amerika Islamisten auf Guantanamo als rechtsfreien Raum und kann dafür nicht belangt werden. Allerdings schadet es seinem Ruf, denn es ist für einen Rechtsstaat wie die USA nicht richtig und völkerrechtswidrig, Menschen zu foltern. Außerdem nützt den Folterern die Geständnisse der Gefolterten gar nichts, denn der Gefolterte gesteht alles, was der Folterer will. Das Beste Kapitel ist das achte über Umweltvölkerrecht. Das macht Lust auf mehr. Das 11. Kapitel ist oft schwierig zu verstehen. Die Juristen drücken sich so kompliziert aus, dass man sogar nach mehrmaligem Lesen eines Satzes nichts versteht. Allerdings ist der Teil E von Kapitel 11 sehr gut. Dort geht es um die Nichtverbreitung von ABC-Waffen. Der irrationale Mullah-Staat Iran könnte Sonnenenergie von seinen Wüsten nutzen, was die modernste Art der Energiegewinnung ist, aber er besteht auf der Nutzung von Atomenergie. Das lässt viele Staaten vermuten, dass Iran plant, Atomwaffen herzustellen, um dann Israel zu bombardieren. Bis 2007 gab es keine Lösung dieses Problems. Indien hat auch die Atombombe. Wenn Pakistan aufmuckt, gibt es was auf die Mütze. Dabei bleibt es aber nicht, denn es sterben nicht nur Menschen, sondern viele werden auch verstrahlt. Die Strahlen würden dann auch nicht in Pakistan bleiben, sondern würden sich auf die ganze Welt ausbreiten. Viele Pakistanis haben kaum etwas zu essen. Dennoch bewerkstelligte es der pakistanische Staat, die Atombombe zu bauen, um damit für ein Schreckensgleichgewicht zwischen sich und Indien zu sorgen. Besser wäre es gewesen, für Lebensmittelsicherheit und dafür zu sorgen, dass es Arbeits- und Sozialhilfe und Renten gibt. Nordkorea ist auch so ein Fall, das zwar nicht von Islamisten geführt wird, dafür sich aber von den anderen demokratischen Staaten verfolgt fühlt und immer wieder Atombombenversuche macht, und das auch noch auf seinem eigenen Territorium. Und die hübsche nordkoreanische Nachrichtensprecherin verkündete 2004, dass Nordkorea einen weiteren Atombombenversuch unternommen habe. Dabei sei auf keinen Fall die Umwelt geschädigt worden. Selbstverständlich nicht. Die Strahlen führen lediglich zu Krebs bei vielen Nord- und Südkoreanern. Wenn man immer wieder Dokus über Astronomie sieht und die Hoffnung hat, dass die Menschheit eines Tages zu anderen Planeten auswandert, dann hat man bei der Lektüre des 11. Kapitels ganz düstere Gedanken. Dann hat man nämlich Angst, dass wir Menschen als die Spezies in die Geschichte der Milchstraße eingeht, die sich durch Dummheit selbst verstrahlte und so zu ihrem Aussterben beitrug.

Das 12. und letzte Kapitel ist okay, einigermaßen gut zu verstehen. Ich habe den Eindruck, dass man in Amerika Jura studiert haben muss, um so ein Buch zu lesen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass Völkerrecht zuletzt auf der Liste steht, was das Lesen für Laien sehr schwierig macht.


Zivilgesellschaft: Theorie und politische Praxis (Campus »Studium«)
Zivilgesellschaft: Theorie und politische Praxis (Campus »Studium«)
von Frank Adloff
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch, 24. November 2013
Der Autor beschreibt die Anfänge der Zivilgesellschaft in der Antike, in Griechenland und Rom. Es fallen Begriffe wie Gemeindewohl, Non-Profit-Organisationen und NGOs. Obwohl man denken könnte, dass das Thema sehr trocken ist, versteht es der Autor doch, interessant zu schreiben. Er beleuchtet das Thema aus dem Blickwinkel der politischen Philosophie und später der Soziologie. Adloff selbst ist Soziologe. Das Buch ist sehr informativ.


Traumberufe mit Fremdsprachen: Anforderungen für den Berufseinstieg
Traumberufe mit Fremdsprachen: Anforderungen für den Berufseinstieg
von Ulrike Beyler
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch, 24. November 2013
Das Buch lässt sich gut lesen. Viele Berufe sind schlecht bezahlt und als Freiberufler weiß man nicht, ob man den nächsten Monat noch Geld fürs Leben hat. Außerdem gibt es kaum Aufstiegschancen. Die meisten Sprachexperten sind Befehlsempfänger. Die einzigen Berufe, die mich interessiert haben, sind Technischer Redakteur und Lexikograph. Das letztere kann ich gleich vergessen, weil Pons nicht in Berlin ist. Wer aber noch jung und hoffnungsvoll ist, kann sich in diesem Buch eine Orientierung geben. Die Autorin hilft dabei. Vor allem Praktika sind sehr hilfreich, so Beyler. Das Buch ist sehr ernüchternd, aber gut geschrieben.


Language in Canada
Language in Canada
von John Edwards
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 211,00

4.0 von 5 Sternen Sprache in Kanada, 21. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Language in Canada (Gebundene Ausgabe)
Kanada ist mindestens zweisprachig. In den meisten Provinzen wird die kanadische Version des Englischen gesprochen. In Quebec wird französisch gesprochen. Die ersten Franzosen erreichten das Land im frühen 16. Jahrhundert, weshalb das Französisch der Quebecois etwas anders ist als das der Franzosen. Es gibt 53 indianische Sprachen (unter anderem Cree, Montagnais, Mohawk und Micmac), die in acht Sprachfamilien unterteilt werden. Drei indianische Sprachen sind isolierte Sprachen. Quebec wollte sich immer wieder abspalten und unabhängig werden, aber beim Plebiszit waren die meisten Bürger dagegen. Obwohl die meisten Quebecer französisch sprechen, wird die französische Sprache langsam aber sicher vom Englischen verdrängt. Eine Besonderheit des kanadischen English ist die Aussprache des Wortes „house“. Die Kanadier sagen „hoose“ sprechen es also mit einem „u“, was ich bei meiner Reise vor vielen Jahren ziemlich verwirrend fand. Vom 18. Jahrhundert bis etwa in die 1970er Jahre wurden die indianischen Sprachen unterdrückt. Sie wurden an Schulen verboten. Indianer, die es sprachen, wurden bestraft. Deshalb können nur noch wenige Indianer ihre indianische Sprache. Es sind nur noch ältere Leute, die eine der indianischen Sprachen bei Statistiken als Muttersprache angeben. Nicht zuletzt wegen der vielen Statistiken ist das Buch an manchen Stellen ziemlich schwierig zu lesen, obwohl man dem Autor zugute halten muss, der er nicht nur für Linguisten schreibt, sondern für ein allgemeines Publikum, weshalb die meisten Kapitel auch gut zu verstehen sind. Das Buch, das ich las, ist von 1998. Dann werden im Buch auch die vielen Sprachen der Einwanderer erwähnt, unter anderem die Ukrainer, Russen, Polen, Griechen, Spanier, Italiener, Araber und Deutschen. Bemerkenswert ist, dass gerade die Russen ihren Dialekt noch nach 200 Jahren erhalten haben. Es gibt immer noch Russen, die russisch als Muttersprache angeben. Die anderen Einwanderer werden nach der zweiten oder dritten Generation zu englischen Muttersprachlern. Angenehm fand ich, dass der Autor wegen der Allgemeinverständlichkeit meist darauf verzichtet hat, Sprachen linguistisch zu beschreiben. Eine Ausnahme ist das Französische, wo aber nur die Phonologie kurz behandelt wird. Wer sich über die sprachliche Situation in Kanada informieren möchte, sollte dieses Buch lesen.


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