Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17
Profil für Michael Hackel > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Michael Hackel
Top-Rezensenten Rang: 5.078.631
Hilfreiche Bewertungen: 100

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Michael Hackel "skandinavian" (Berlin)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
N.T.T.® 10 Stück XL Druckerpatronen, Sparset für Epson T0711 T0712 T0713 T0714 (2 Sets + 2 x schwarz gratis)
N.T.T.® 10 Stück XL Druckerpatronen, Sparset für Epson T0711 T0712 T0713 T0714 (2 Sets + 2 x schwarz gratis)
Wird angeboten von Printool - Tinte & Toner
Preis: EUR 9,79

5.0 von 5 Sternen Preiswert und gute Leistung, 25. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Patronen von N.T.T. stehen dem Original in kaum etwas nach. Die Farben sind leuchtend und satt, die Ergiebigkeit scheint für den Preis mehr als in Ordnung zu sein. Sind zu empfehlen.


Man Music Technology
Man Music Technology
Preis: EUR 10,51

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "italienische Fatboy Slim" auf Reisen..., 24. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Man Music Technology (Audio CD)
Hinter dem Synonym Stylophonic steckt der italienische DJ und Producer Stefano Fontana aus Mailand. Der heute 36-jährige wird in seiner Szene auch als "italienischer Fatboy Slim" umschrieben. Dann müsste jedoch Fontana genau dieselbe Musik produzieren wie Norman Cook, was beileibe nicht der Fall ist. Die Einflüsse Fontanas fußen zwar auch im Hip Hop aus New York, dem House aus Chicago und dem Techno aus Detroit, doch versteht es Stylophonic dem harten Beatgerüst zarte Melodien und mitunter auch zauberhafte Stimmen gegenüberzustellen. Bei ihm gibt es starke Genreschwankungen innerhalb eines Songs und des Albums sowieso. So kommt "Break @ 100 BPM" auch in einem HipHop-Stil mit bassigem Gerüst und Scratcheinlagen. Dazu kontrastierend "Soulreply" als ein Frenchhousetrack von aller erster Güte. So zieht sich der Faden durch das ganze Album weiter. Verfeinert werden die 10 Songs durch vier sogenannte Skits, die den vorangegangen Song in den nächsten überleiten. Somit bleibt der rote Faden im Album auch beibehalten. "Way of Life" ist ein Stück, das zwischen Playgroup meets Outkast anzusiedeln ist. "Bizarre Mind" ist wohl mit eines der besten Stücke auf "Man Music Technology". In der Manier des aktuellen Elektoclashs à la Miss Kittin oder auch Soffy O. führt dieses Stück einen auf den Dancefloor. It'S The Old School With The New School" lässt sich vergleichen mit den Chemical Brothers meets Stereo MC's, ein etwas härterer Song mit Industrialanleihen. "All Nite Long" ist eine Elektrohymne par excellence, wie geeignet für den Club. "Da Symphony" ist eine fröhliche Disconummer, die mit ihren funky Anleihen gewiss ihre Freunde finden wird. Ganz anders kommt da "Game Over" als hochwertige, langsame Housenummer. "If Everybody In The World Loved Everybody In The World" ist als Single bekannt und erinnert an Bent oder Naomi und zeigt Anleihen von Songs aus den 60'er Jahren. Alles in allem ist "Man Music Technology" also eine Zusammenstellung hochwertiger Songs, die aber alle ihre Wurzeln im Elektro unserer Zeit finden.

© 2006 skandi


Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
von Rudolf Kowalski
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Erkenntnis ohnegleichen..., 21. Mai 2006
Bastian Sick, begnadeter Schreiber und Erfinder der Zwiebelfischkolumne, deckt hier die Unwägbarkeiten der deutschen Sprache auf. Mal in Form von Tabellen, aber bevorzugt in kleine Kurzgeschichten verpackt, bringt uns der studierte Geschichtswissenschaftler und Romanist die kleinen und großen Macken näher und verwebt dabei den informativen Inhalt in Geschichten, die teilweise aus dem vollen Leben greifen, wie zum Beispiel die zunehmende Verwendung von Anglizismen im Kapitel "Er designs, sie hat recycled, und alle sind chatting" oder der Vergleich mit "als und wie" im Kapitel "Schöner als wie im Märchen". Wer gerne gut unterhalten werden möchte und ein Sachbuch sucht, dass auch noch eine Menge Spaß macht, dem kann ich dieses Stück nur ans Herz legen. Ich habe es nicht bereut dieses Buch zu lesen, man geht immer mit einem Lächeln mehr durch die Welt, wenn einem mal zufällig ein im Buch beschriebenes Thema wieder begegnet und man dann automatisch an Passagen wie "Ein anderes Mittel zur Beschreibung von Katastrophen ist das hastige Ausreizen von Superlativen. Das neue Jahrhundert war gerade mal lächerliche zwei Jahre alt, da wurde das Hochwasser an Elbe und Oder bereits zur "Jahrhundertflut" erklärt. Alle Fluten, die in den nächsten 97 Jahren über deutschen Dächern zusammenschwappen, müssen sich damit abfinden, dass der Name "Jahrhundertflut" bereits vergeben ist." denkt. Oder Sätze wie "Allem Anschein nach ist der unscheinbare Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend nicht hinlänglich bekannt". Für Menschen, die eine gewisse Art von Humor vertragen...


Western Dream
Western Dream
Wird angeboten von kill-o-zap
Preis: EUR 3,20

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Spuren des French House..., 21. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Western Dream (Audio CD)
Bob Sinclar ist ja mittlerweile jedem ein Begriff, polarisiert doch sein Beitrag zur Fußball-WM die Massen. Auf unzähligen Radiostationen und auch im Fernsehen ist "Love Generation" ein gern gespielter Song. In Frankreich war "LG" auch ganz ohne Werbung im Jahre 2005 ein Hit. Bob Sinclar verband sich 1994 mit DJ Yellow und gründete sein eigenes Label Yellow Productions und nahm Leute wie Dimitri From Paris unter Vertrag. Seit seinem Album "Champs Elysees" aus dem Jahre 2000 gilt er als einer der "Urväter des French House". Sein Album bietet dann auch gleich diese Qualitäten, was auch schon die kommende Singleauskopplung "World Hold On" beweisen wird. Ein French House Kracher par excellence, der ihm noch so einige Cluberfolge einheimsen wird. Interessant hierbei ist der Aufbau des Songs und die Wiederaufnahme des Pfeifens aus "Love Generation" in leicht abgewandelter Form. Mit seinen gut sieben Minuten Spielzeit beweist einer der "Urväter des French House" mit diesem Song warum er diesen Titel trägt. "Western Dream" ist kein reines French House Album, aber der Tenor liegt wohl eindeutig auf dieser Schiene. Ansonsten erinnert zum Beispiel "For You" an die alten Zeiten von Daft Punk, und es darf auch gerne mal etwas rockiger zugehen, wie zum Beispiel bei "Sing My Song", der dann an die besten Momente von David Guetta und Martin Solveig erinnert. "In The Name Of Love" ist ein fröhlicher und stimmungsvoller potentieller Sommerhit, der wirklich Freude auf den Sommer macht und die Sonne auch jetzt schon in unsere Herzen lässt. In "Amora Amor" verwebt er den typischen Bossa Nova mit einer eleganten Akustikgitarre und dezenten Beats, das stimmt ein auf abendliche Barbesuche, die im Freien abgehalten werden. "Shining From Heaven" beruht auf dem Beatgerüst von "LG", beinhaltet aber einen anderen Text und wirkt auch ansonsten etwas freier als "LG". "Give A Lil Love" entzückt durch seine reduzierte Orchestrierung und den bezaubernden Kinderchor, so schön und doch von dieser Welt.
Alles in allem kann man Bob Sinclair nur gratulieren und hoffen, dass viele sein viertes Album zu Gehör bekommen werden. Ohne Zweifel eines der lohnenswertesten Anschaffungen in diesem Vorsommer. © 2006 skandi


Disaffected
Disaffected
Preis: EUR 22,27

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kann auch verloren gehen..., 8. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Disaffected (Audio CD)
Vielschichtiger, leicht psychedelischer Sound aus den Untiefen Londons. Ursprünglich aus fünf Briten bestehend hat sich die Band in den letzten Jahren verändert und besteht aus nunmehr 3 Londonern und zwei Franzosen um den Mastermind Glen Johnson. Auch auf ihrem sechsten Album beweisen die 3/5-Briten ihre umtriebige Gabe für melancholisches Songwriting in Manier von Joy Division oder The Smiths. Songs wie "I must leave London", der lediglich von einer Akustikgitarre und einer Synthieline getragen wird oder der an die Pet Shop Boys erinnernde (vor allem Melodie und Refrain) "Deleted Scenes", ein 80er New Wave Song, den man nicht hätte besser gestalten können, zeugen von diesem begnadeten Talent. Ein weiterer Höhepunkt ist
"The Nostalgist" mit seinem engelsartigen Backgroundvocal, der durchgängig beibehalten bleibt. Ein wunderschönes Gitarrenriff im Refrain lässt uns Depressionen vergessen und an die guten Dinge im Leben glauben, bis sich der Song zum Ende hin steigert und man vollkommen verträumt wieder im Raum steht. Es wird sehr viel mit Räumen gearbeitet, die von den E-Gitarren geschaffen werden, ohne dabei aber allzu rockig rüberzukommen, sondern vielmehr die Sphären des Albums zu erweitern. Man sucht vergebens nach Songs die das Album nur füllen, jeder Song steht für sich und geht einher mit dem wunderbar gestalteten Cover. Ich würde das Hören dieses Albums nicht auf die kalte und windige Jahreszeit beschränken, allerdings neigt es dazu einen vollkommen nachdenklichen Tenor einzuschlagen. Für alle diejenigen, die gelegentliche Ausflüchte aus dieser zwiespältigen Welt ersuchen ist das ein großer Fundus an wertvollen Hinweisen, die einen über jene verdrießliche Jahreszeit hinaus retten können.


Blank-Wave Arcade
Blank-Wave Arcade
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zielstrebig arbeiten The Faint..., 22. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Blank-Wave Arcade (Audio CD)
Nun also das zweite Album von The Faint, die nunmehr aus fünf Mann bestehen. Dazu zählen Todd Fink (ehemals Baechle, heiratete allerdings im März 2005 Orenda Fink) als Leadsinger, sein Bruder Clark Baechle an den Drums, Joel Petersen am Bass, Jacob Thiele an den Synthies sowie der mysteriöse Mike »Dapose« Dappen an der Gitarre (allerdings erst seit Danse Macabre dabei).
Mit den neuen Songs auf dem neuen Release fühlte man sich wesentlich wohler, war doch der Sound jetzt durch die neugefundenen Keyboards ziemlich dance- und leicht funky-angehaucht. Ohne jede Erfahrung im Umgang mit Keyboards, außer der des Hörens, freundete man sich schnell mit dem neuen Sound an und kreierte nun einen Wahnsinnssound, der das Debüt vollkommen in den Schatten zu stellen vermag. The Faint wähnten sich ihrem Ziel, den von ihnen geforderten Sound zu erreichen, näher als je zuvor. Für mich persönlich folgt auf diesem Album ein Kracher dem nächsten. Beginnend bei "Sex Is Personal", der den neuen Synthiesound mit den altgeliebten Gitarren kombiniert und manchmal etwas überheblich klingt. Mit der größte Kracher ist "Call Call", ein Song, bei dem die Synthies das erste Mal richtig ausgereizt und hochgefahren werden. Das ist auch heute noch ein potentieller Hitanwärter für IndieClubs. Sehr gelungen ist hier auch das total verstörte Ende und der Übergang zum nächsten Song, "Worked Up So Sexual". Auch hier zielt man konsequent auf den Dancefloor ab, dieser Song prescht aus allen Nähten, im ganz speziellen der Refrain. "Cars Pass In Cold Blood" kommt ruhiger und wartet mit tollen Effekten auf, ist also eher für den Hausgebrauch zu betrachten. Allerdings birgt er eine große Falle in sich: Nähert man sich dem Ende des Songs so geht das wildeste Geschrammel vollkommen unerwartet los. Crazy! Überhaupt wird in diesem Album ziemlich viel mit ineinander übergehenden Songs gearbeitet. "Casual Sex" ist der reinste Funk und geht ins Blut, ohne dabei allzu tanzbar zu sein. "Victim Convenience" greift den New Wave am besten auf und kommt live sicher als tanzwütiger Kracher mit großer Vielschichtigkeit. Der nächsten Nummer "Sealed Human" dient eine unkonventionelle Herangehensweise zu Grunde. Als Mélange aus andächtiger Ballade, aber mit einem deftigen Bass. Gut gesetzt als Song Nummer sieben dient dieser als Vorbereitung für den Endspurt. Die nächsten fünf Minuten zeigen The Faint was sie drauf haben und wechseln ihren Sound so schnell wie irgendjemand sich anmaßt die Hände zu waschen . Der Vergleich mag ein wenig hinken, ok, aber dient er ja auch nur zur Veranschaulichung. Man kreierte auf "Blank Wave Arcade" einen Disco- und New Wave-orientierten Sound, was natürlich gewagt war, waren doch die 80er schon ein Jahrzehnt vorbei. Doch es stellte sich heraus, dass sie für die Indie-Szene genau den Sound spielten, den die Hörerschaft gerne wahrnehmen würde. Auch hier legte man Wert auf den strikten Aufbau und die kurzen Songs, gerade mal drei von derer Neunen reichen nämlich über drei Minuten hinaus. Sie waren also hier ihrem Ziel schon sehr nah und ihre Bekanntheit wuchs, auch bedingt durch positive Kritiken in den großen Zeitungen und Magazinen dieser Welt. Man konnte sie nicht länger verschmähen... © 2006 mika


Media
Media
Preis: EUR 17,46

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Ursprung des Faint`schen Sounds..., 22. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Media (Audio CD)
The Faint, jene große New Yorker Indie-Elektro-Rock-Band, ist seit ihrem ersten Album ein großer Aufstieg gelungen. Das Debüt "Media" erschien bereits 1999 und ist mit den neueren Alben kaum zu vergleichen. Dieser Output war der Ursprung des heutigen Faint`schen Sounds, der allerdings hier nur im Ansatz vorhanden ist. Damals klang The Faint nicht ganz so zielbewusst wie sie es heute tun, verwendeten sie doch auch damals kaum Synthies und klangen noch wirklich nach Gitarrenrock. Es ist lediglich ein vierminütiger Song ("Allusion Passes Through the Bar") auf dem Album vertreten, alle anderen wandeln zwischen zwei und dreieinhalb Minuten, was hier für den rockigen und songorientierten Aufbau spricht. Auf "Media" sind auch ruhigere Songs, die dann mit den Indierockern kontrastieren. Allerdings sucht man nach so richtigen Krachern vergebens, die einem auch länger im Kopf bleiben könnten. Folglich haftet dies dann auch dem ganzen Album an, der Funke sprüht nicht wirklich. Das Album ist eine Sammlung von Songs aus den Jahren 1996 bis 1998. Die Band suchte nach ihrem Sound, wobei "Media" die erste Möglichkeit war, diesen eventuell gefunden zu haben. Man stellte allerdings fest, dass der Sound zu uninspiriert klang und man das Ergebnis nicht mochte. Man entschied sich zukünftig den Sound durch Synthies dicker aufzutragen. © 2006 mika


The Alternative
The Alternative

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sterilisierend und fesselnd unsere große Diva..., 22. April 2006
Rezension bezieht sich auf: The Alternative (Audio CD)
I Am X alias Chris Corner, der große Name hinter den Sneaker Pimps und hinter den Robots in Disguise, geht mit seinem neuen Album "The Alternative" noch einen Schritt weiter. Er fährt die elektronischen Elemente zurück und setzt mehr auf Organik ohne dabei aber seinen eigentlichen Sound zu verschmähen. Er gibt sich nicht mehr ganz so divenhaft wie bei "Kiss & Swallow", aber immer noch ausreichend genug um die Bühnen dieser Welt mit seiner exzessiven und so voller Kraft strotzenden Stimme zu beglücken, die immer noch zu den ganz großen des Popbusiness zählt. Gleich die erste Single "President" ist ein erster Höhepunkt dieses Albums. Mit seinem polkaartig gestalteten Gerüst aus Schlagzeug und Klavier bleibt genügend Raum für Chris` Stimme , die wie immer auf allen Höhenlagen überzeugen kann.
Der nächste Höhepunkt ist "The Alternative", ein nicht minder hochwertiger Song aus den Federn Chris Corners. Er erinnert entfernt an "Kiss & Swallow" bedingt durch die ähnliche Gesangslinie. Dazu gesellt sich ein aufdringlicher Beatteppich, der nach rund 80 Sekunden richtig durchstartet. Dieses Album strotzt nur so vor Hits, daher möchte ich mich darauf beschränken nur noch zwei Songs anzusprechen. Darunter wäre als erstes "Nightlife". Auch hier wieder ein penetranter Beat, der sich sofort im Kopf festsetzt und ein crazy Gitarrenlauf, die eine interessante Symbiose eingehen und zu einem der besten Dancesongs derzeit avancieren. Der für mich aber absolute Höhepunkt ist "Bring Me Back A Dog". Dieser Song startet ziemlich düster und könnte genauso gut aus den Gedanken Trickys stammen, jenem Mitbegründer und stark richtungsweisenden Trip-Hopper aus England. Lebhaft und treibend prescht dieser Song nach vorn und reiht sich ebenfalls in die Riege potentieller Hitanwärter für die IndieClubs dieser Erde. Auch auf "The Alternative" gibt sich Chris keine Blöße, geht konsequent seinen Weg ohne seine Herkunft zu sehr zu verleugnen. Verführerisch-intim wie in "S.H.E" und nachdenklich-anregend wie "This Will Make You Love Again" oder eher lasziv-betörend wie in "After Every Party" lässt er uns an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Mit seiner unglaublich emotionsstarken, leidenschaftlichen und unverkennbar intensiven Stimme haucht er seine Vocals voller Freude ins Publikum die noch unterstützt von tollen 80er Synthies und genialen Hooklines ein Klang erzeugen, der scheppernd und düster daherkommt. Nicht mehr so scheppernd wie noch auf seinem Debüt, dafür umso eindringlicher. Folglich ist dieses Album für mich ein Anwärter Album des Jahres zu werden.
Sehr interessant und ebenfalls sehr lohnenswert war der Liveauftritt am 21.04 im Silverwings. Mit der Vorband Scarlet Soho alles richtig gemacht, die übrigens gerade ihr Debütalbum releast haben, aber mit Index etwas zu sehr in die falsche Ecke geraten. Wobei man Index auch nicht zu schlecht reden sollte, aber wer in Unterhose und Kniestrumpfhosen (Sänger)auftritt, dabei eine inszenierte Show dem eigentlichen Gesang vorzieht, ist meiner Meinung nach hier nur ein Lückenfüller. Nichtsdestotrotz war dieser Abend sehr lohnenswert mit zwei sehr guten Auftritten und einer eben eher amüsanten Show. Der Auftritt von I Am X war der absolute Höhepunkt, die Stimme Chris` kommt live noch so viel besser und benötigt keinerlei elektronischer Unterstützung, außer natürlich der verfremdeten Effekte. Es lohnt sich!!! © 2006 skandi


Silent Shout
Silent Shout

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die konsequenteste Art elektronischen Dancepop zu betreiben!, 23. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Silent Shout (Audio CD)
Haben uns the Knife bisher mit zwei überragenden Releases beglückt, so bekommen wir auch dieses Mal eine aus dem Mainstream herausragende, wenn nicht zu sagen überragende Platte. War das erste Album noch sehr verspielt und the Knife noch auf ihrem Weg zur musikalischen Selbstfindung, so klang das zweite Album dann schon wesentlich gereifter. Das Erstlingswerk „the Knife" kann man als Kollaboration aller bis dahin erdachten Sounds sehen, bei der versucht wurde die größtmögliche Abwechslung vorherrschen zu lassen und einen guten Mix aus tanzbaren und mehr entspannenden Tracks zu erzeugen. Der Nachfolger „Deep Cuts" verfolgte vielmehr einen roten Faden, der den Zuhörer durch das ganze Album führte. Es fügt sich nahtlos ein, unter Berücksichtigung des Kriteriums der Veränderung, und wirkt in sich geschlossener und deutlich reifer. Wenn sie auf dem Erstling konsequent handelten, dann handeln sie hier noch konsequenter und man sollte es vermeiden einen Song zu überspringen, da alles rein ablauftechnisch wohl durchdacht ist.
Bei aller Betrachtungsvielfalt muss man hier auch das oben angesprochene Kriterium der subjektiven Betrachtung der Musik beachten. Der Eine möchte es gar nicht als Entwicklung sehen, wenn sich eine Band verändert; der andere sagt hingegen es wäre doch ein großer Schritt nach vorne seit dem letzten Release. Letztendlich bleibt es dem Künstler/den Künstlern selbst überlassen, ob und wie sie ihre Musik ausleben und verändern. Doch trotz der Veränderungen in ihrer Musik sind sie sich auf eine Art treu geblieben: Man hört sie immer noch unter 1000 Bands heraus. Sie haben diesen unverfälschlichen genialen Erkennungswert und sind doch so variabel was ihre Songs angeht. Auch dieses Mal lassen sich die beiden Geschwister Olof und Karin Dreijer nicht beirren und gehen ihren Weg konsequent weiter. In ihrer forschen Art und immer noch einen Schritt unkonventioneller als zuvor erleben wir mit ihrem neuen Werk „Silent Shout" so etwas wie ein Kompromiss aus konservativem 80er Elektropop und vielen kleinen Details, vor allem die progressiven Beats betreffend, aus zwei verschiedenen Zeitebenen. Das Ganze klingt im Gesamtkonzept sehr dancefloortauglich, ist aber auch für den Hausgebrauch sehr wohl zu gebrauchen. Die Produktion läuft auf sehr hohem Niveau und überzeugt auf allen denkbaren Kriterien. Kennt man the Knife nicht, kommt man nicht drum herum sich alle drei bisher veröffentlichten Werke zu ergattern, da jedes einen ganz eigenen Sound besitzt ohne aber eben diesen typischen Charme zu unterbinden.
Doch was unter Garantie jeder wissen sollte: Mit diesem Album haben the Knife das wahrscheinlich beste Elektroalbum in diesem Jahr, vielleicht sogar in diesem bisherigen 3. Jahrtausend geschaffen. Was hier in jedem einzelnen Song an mehrspurigen Synthesizern aufgefahren wird und vor allem auch Karins Stimme, die auf diesem Album so gut wie nie natürlichen Weges daherkommt, tragen zu einem unvergesslichen Hörerlebnis bei. Wer von einem Album mehr erwartet, als für gut 50 Minuten in eine andere Welt entführt zu werden, ist hier an der richtigen Adresse. Kollaborationen wie „Marble House" mit dem sympathischen Jay Jay Johanson machen einfach unheimlich viel Freude, zumal jeder Song auch eine andere Herangehensweise als Intention in sich trägt. Die erste Single „Silent Shout" zielt da eher auf den Club ab, wohingegen das angesprochene „Marble House" fast wie eine Ballade daherkommt. „We Share Our Mothers Health" klingt einfach verrückt, der Beat macht einen einfach nur wild und wer hier nicht zappelt wie das Kaninchen vor einer saftigen Möhre, der ernährt sich auf eine falsche Art und Weise. Das zweieinhalb minütige „Na Na Na" mittendrin wirkt dann als reine Erholungsquelle und nicht etwa wie ein Auffüller. Ein Album kann man in diesem Genre nicht besser gestalten: ekstatisch, hypnotisch, sehnsüchtig, eindringlich, tiefgreifend, betörend und treibend. Nicht weniger als diese Synonyme darf man für diesen Output verwenden. Liebhaber von Bands wie Røyksopp, Client, Fischerspooner und Freeform Five werden diese Musik auch mögen. Man darf also gespannt sein, was uns in Zukunft noch alles von diesen beiden Protagonisten dargeboten werden wird. Ein Hoch auf die skandinavische Popwelt mit all ihren Facetten!!! © 2006 skandi


Signs of a Struggle
Signs of a Struggle
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 14,99

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Trip-Hop des neuen Jahrtausends..., 21. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Signs of a Struggle (Audio CD)
Mattafix stürmen zur Zeit mit ihrer Single „Big City Life" alle Radiostationen und Fernsehanstalten. Mit seiner Melange aus Electro und Reggae, seinem vertrackten Beat und dem bezaubernden Refrain mag er auf ganzer Linie überzeugen. Doch was erwartet einen auf dem Rest des Albums? Zieht man sich das Album heran und möchte man sich eine Meinung darüber bilden drängt sich bei der Musik von dem aus Kuba stammenden Marlon Roudette und dem in London aufgewachsenen Inder Preteesh Hirji eine gewisse Ähnlichkeit zu Bands wie Massive Attack, Moloko, auch The Streets (vor allem die Rapparts!) und Moby auf. Ist auch verständlich, da Marlon Sohn des meistbeschäftigten Londoner Produzenten ist (Eben auch Massive Attack!) . Das Mattafix-Duo bedient sich allerlei Elemente des Trip-Hop, Reggae, Dub, Electro und Pop. Was sie daraus machen ist das Beste was seit langem auf dem Markt an Musik zu haben ist. Ein Mix der so unkonventionell und perfekt gestaltet ist, dass er den alltäglichen Rundfunk-Pop weit hinter sich lässt. „Clear And Present Danger" ist ein Beispiel hierfür: Mit seiner durchgehenden Klaviermelodie und dem ruhigen Beatgerüst wirkt er stimulierend auf jedwedigen Stress und regt an zum Abschalten auf höchstem Niveau. Das ganze Album ist durchweg sehr ruhig gehalten, in allen Passagen berührend und sehr sensibel arrangiert. Der sanfte und feinsinnige Gesang Roudettes ist die perfekte Ergänzung zu dem Trip-Hop-Klangteppich und kontrastiert mit den perfekt inszenierten Rapeinlagen. Der ausgeprägte Sinn für den perfekten Ohrwurm und die an den Hörer heranzutragende Message zeichnet Mattafix aus. Erstaunlich intensiv und tiefgreifend emotional kommt einem das Album spätestens nach dem zweiten Hördurchgang vor. Man kann sich daran nicht satt hören. Das ist eines der größten Probleme der Musik, irgendwann hat sie sich in vielen Fällen einfach „abgehört". Doch hier ist dem anders, die Arrangements sind zu komplex und zu gut durchdacht um nach kurzer Zeit auf den Nerv zu gehen.
Höhepunkte dieses Albums gibt es viele. Um einige zu nennen: „Big City Life", „The Means" mit seinem melancholischem Gitarrenriff, „Forgotten" mit seinem ekstatischen Dancesound (klingt wie Sean Paul meets Moloko feat. Goldfrapp) oder das oben genannte „Clear And Present Danger", einfach wunderschön.
Mattafix tauchen hier aus dem Nichts auf und tragen eine Breitwand-Traurigkeit an die Öffentlichkeit, die es auch auf Grund der Texte schafft, den Hörer zu erreichen. Melancholie des Lebens, Angst, Bedauern, Liebe und Verlangen sowie Hoffnung spiegelt sich in dieser Musik wider. Traumhaft schön!


Seite: 1 | 2 | 3