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Rezensionen verfasst von
Jörg Belden (Quickborn)
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Gotteslob (Standardausgabe, rot): Katholisches Gebet- und Gesangbuch Ausgabe für die (Erz-) Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück
Gotteslob (Standardausgabe, rot): Katholisches Gebet- und Gesangbuch Ausgabe für die (Erz-) Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück
von (Erz-)Bischöfe Deutschlands und Österreichs und dem Bischof von Bozen_Brixen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gespannte Erwartung, 5. Januar 2014
Mit gespannter Erwartung sah ich dem neuen Gotteslob entgegen, das zum ersten Adventssonntag des vergangenen Jahres (2013) eingeführt wurde.

Auf der einen Seite die Sorge: Wieviel altbewährtes geht verloren?

Auf der anderen Seite die Erwartung: Gibt ein neues Gotteslob neue Impulse?

Zum ersten Advent saßen nun wohl viele mit einem ähnlich unbestimmten Gefühl im Gottesdienst.

Lied 218. "Macht hoch die Tür". Sehr schön. Es ist gut zu wissen: die altbewährten Lieder fehlen nicht. Das erweist sich auch bei weiterem Durchsehen als gegeben. Nahezu alle wohlbekannten Lieder finden sich entweder im Haupt- oder im Diözesanteil.

Lied 233. "O Herr, wenn Du kommst, wird die Welt wieder neu". Ein neues Lied. Voll adventlicher Besinnlichkeit, runder Melodik, prophetischer Kraft und spiritueller Tiefe. Dieses Lied begleitete mich (und uns als Gemeinde) durch den ganzen Advent. Ein Lied, das auch in der Weihnachtszeit und über das Jahr wohl noch nachklingen wird.

Das Halleluja zum Evangelium. Neu. Im 3/4-Takt. Übernommen aus Taize (aber nicht Das Taize-Halleluja). Mir sind die traditionellen gregorianischen Fassungen sehr ans Herz gewachsen. Aber durch den Zwischenvers, gesungen von unserer Kantorin, kündigt sich die Evangeliumslesung würdig an. Eine wunderschöne Alternative.

Ungewohnt sind neue Antiphonen bei der Tagzeitenliturgie. Hier bin ich sehr gespannt, wie sie sich bewähren. Völlig fremd ist mir die Rhythmik, die ich so in der - gregorianischen Mustern verpflichteten - Psalmodie nicht kenne. Besonders freue ich mich in diesem Zusammenhang über die vielen Psalmen: die Auswahl ist deutlich größer geworden.

Eine weitere Beobachtung: das Neue Gotteslob ist sehr gut durchstrukturiert. Es erweist sich nicht nur als Liedbuch für den Gottesdienst, sondern ist ebenso auch ein geeignetes Buch für persönliche Gebete. (Die innere Struktur wird durch farbige Zwischenblätter darüber hinaus unterstützt.)

Der erste Eindruck ist nach nunmehr sechs Wochen nach der Einführung sehr positiv: neue Melodien prägen sich ins Herz.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich das neue Gotteslob im Jahreskreis bewährt. Die Aufnahme neuen Liedgutes, die Aufnahme von Taize-Liedern und öfters auch mehrstimmige Notationen machen Lust auf Kommendes. Und auf jeden Fall erwarte ich das Beste. Nun liegt es wohl an jeder einzelnen Pfarrgemeinde, die neuen Impulse als Chance zu nutzen und das neue Liedgut mit Leben zu füllen.

Meine erste Einschätzung: fünf Sterne.


Gotteslob (Schmuckausgabe, schwarz): Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Ausgabe für die (Erz-) Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück
Gotteslob (Schmuckausgabe, schwarz): Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Ausgabe für die (Erz-) Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück
von (Erz-)Bischöfe Deutschlands und Österreichs und vom Bischof von Bozen-Brixen
  Ledereinband
Preis: EUR 42,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gespannte Erwartung, 5. Januar 2014
Mit gespannter Erwartung sah ich dem neuen Gotteslob entgegen, das zum ersten Adventssonntag des vergangenen Jahres (2013) eingeführt wurde.

Auf der einen Seite die Sorge: Wieviel altbewährtes geht verloren?

Auf der anderen Seite die Erwartung: Gibt ein neues Gotteslob neue Impulse?

Zum ersten Advent saßen nun wohl viele mit einem ähnlich unbestimmten Gefühl im Gottesdienst.

Lied 218. "Macht hoch die Tür". Sehr schön. Es ist gut zu wissen: die altbewährten Lieder fehlen nicht. Das erweist sich auch bei weiterem Durchsehen als gegeben. Nahezu alle wohlbekannten Lieder finden sich entweder im Haupt- oder im Diözesanteil.

Lied 233. "O Herr, wenn Du kommst, wird die Welt wieder neu". Ein neues Lied. Voll adventlicher Besinnlichkeit, runder Melodik, prophetischer Kraft und spiritueller Tiefe. Dieses Lied begleitete mich (und uns als Gemeinde) durch den ganzen Advent. Ein Lied, das auch in der Weihnachtszeit und über das Jahr wohl noch nachklingen wird.

Das Halleluja zum Evangelium. Neu. Im 3/4-Takt. Übernommen aus Taize (aber nicht Das Taize-Halleluja). Mir sind die traditionellen gregorianischen Fassungen sehr ans Herz gewachsen. Aber durch den Zwischenvers, gesungen von unserer Kantorin, kündigt sich die Evangeliumslesung würdig an. Eine wunderschöne Alternative.

Ungewohnt sind neue Antiphonen bei der Tagzeitenliturgie. Hier bin ich sehr gespannt, wie sie sich bewähren. Völlig fremd ist mir die Rhythmik, die ich so in der - gregorianischen Mustern verpflichteten - Psalmodie nicht kenne. Besonders freue ich mich in diesem Zusammenhang über die vielen Psalmen: die Auswahl ist deutlich größer geworden.

Eine weitere Beobachtung: das Neue Gotteslob ist sehr gut durchstrukturiert. Es erweist sich nicht nur als Liedbuch für den Gottesdienst, sondern ist ebenso auch ein geeignetes Buch für persönliche Gebete. (Die innere Struktur wird durch farbige Zwischenblätter darüber hinaus unterstützt.)

Der erste Eindruck ist nach nunmehr sechs Wochen nach der Einführung sehr positiv: neue Melodien prägen sich ins Herz.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich das neue Gotteslob im Jahreskreis bewährt. Die Aufnahme neuen Liedgutes, die Aufnahme von Taize-Liedern und öfters auch mehrstimmige Notationen machen Lust auf Kommendes. Und auf jeden Fall erwarte ich das Beste. Nun liegt es wohl an jeder einzelnen Pfarrgemeinde, die neuen Impulse als Chance zu nutzen und das neue Liedgut mit Leben zu füllen.

Meine erste Einschätzung: fünf Sterne.


Fast genial
Fast genial
von Benedict Wells
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach der eigenen Identität, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Drei junge Menschen auf der Flucht.

Grover, der Nerd, der vor den Plänen seiner Eltern flieht, ihn in eine Eliteuniversität zu schicken. Francis, der mit seiner Mutter in der Ödnis eines kleinstädtischen Trailerparks, einer Containerbaracke, haust, und den Absprung in eine bessere Zukunft zu verpassen fürchtet. Und Anne-May, die versucht, aus dem goldenen Käfig ihres gut situierten Elternhauses zu entkommen.

Sie setzen sich in einen Chevy und machen sich auf den Weg quer durch die USA.

Eine Geschichte, die sich oberflächlich als "Road Movie" beschreiben ließe, stellt sich der Frage, wovon die Lebensbiografie des einzelnen Menschen abhängt. Und so ist die Flucht zugleich eine Suche - die Suche nach der eigenen Identität.
Warum ist der eine erfolgreich, während der andere scheitert? Warum wird einer erfolgreicher Unternehmer, während der andere dem Trailerpark nicht entkommen kann?

Mögliche Antworten werden durchdekliniert: ist es unsere genetische Veranlagung, ist es unser Elternhaus? Unsere Intelligenz? Ist es die eine bedeutende Entscheidung an der Wegmarke unseres Lebens, die kommt oder vergeht? Sind es unsere Freunde? Oder Lebenspartner? Ist es unser Selbstbild, das sich in einer Art "selbsterfüllender Prophezeihung" realisiert? Oder ist alles letztendlich lediglich eine Frage des Glücks? Ist unser Leben ein Glücksspiel?

Und wie wendet sich nun das Schicksal der Protagonisten? - Die Zukunft ist offen. Und wenn auch das Ende suggeriert, es hänge alles am Lauf einer Roulettekugel, so haben die jungen Leute doch gezeigt, dass ein Aufbruch zugleich ein Ausbruch sein kann. Selbst wenn der eine erlösende Satz noch im Buch gefallen wäre: die Zukunft und die Frage nach dem Glück wäre letztendlich weiterhin offen, auch wenn die Alternativen als Optionen plastisch und lebendig vorgezeichnet wurden.

Der Roman - ausgesprochen kurzweilig erzählt, dabei nicht oberflächlich - führt uns vom Kaff Claymont an der Ostküste über New York, den Mittleren Westen, Las Vegas, San Francisco, Los Angeles, Tijuana wohin? - "Amerika" ist das Ziel.


Die Schrift: Aus dem Hebräischen verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig - CD-ROM in Super-Jewel-Case
Die Schrift: Aus dem Hebräischen verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig - CD-ROM in Super-Jewel-Case
Preis: EUR 35,00

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Anspruch? - Ja! Aber einer, der sich lohnt., 20. August 2012
Texte lassen sich nie aus einer Sprache in eine andere übersetzen. Alle Versuche, sind Übertragungen, die Wert darauf legen, ganz bestimmte Charakteristika des Textes zu vermitteln. Soll der INHALT möglichst genau wiedergegeben werden? - Die LYRISCHE GESTALT des Textes? - Der "KLANG" des Textes oder von Schlüsselwörtern?

Der Übersetzer muss Schwerpunkte setzen. Und dies muss verantwortungsvoll geschehen, und das umso mehr, wenn es um die von Juden und Christen gemeinsam bekannte "Heilige Schrift" geht. Die traditionellen Übersetzungen gehen vom hebräischen Text aus und übersetzen die Inhalte ins Deutsche. Vieles an sprachlichen und literarischen Mitteln, die im Hebräischen der Schrift ihren literarischen Wert geben, geht hierbei verloren. Die hebräische Schrift wird europäisiert und ist damit für uns Deutsche gut lesbar.

Martin Bubers und Franz Rosenzweigs Übersetzung macht es uns da nicht so leicht: sie nimmt das hebräisch-literarische ernst und entführt uns wieder in die Heimat der Schrift. Sie eröffnet uns die Schrift als Literatur und es gelingt, unübersetzbare Wendungen dem aufmerksamen Leser verständlich zu machen. Wer noch näher am Originaltext die Schrift lesen will, muss wohl Hebräisch lernen.

Natürlich liegt keine Übersetzung für "Anfänger" vor - da würde ich andere (jüdische) Übertragungen empfehlen. Aber für neugierige "Bibelentdecker" bietet sie die Möglichkeit, in eine andere (sprachliche, kulturelle, literarische) Welt einzutauchen.

Für alle, die es genauer interessiert, skizziere ich einige Impulse kurz an den ersten Versen der Schrift, Gen 1,1-4a. Wer mag, kann sich ja einmal durch die Kommentare durchkämpfen. Es zeigt sich dort: in der ökumenischen "Einheitsübersetzung" ist der Text korrekt widergegeben und es ist dort vieles dem deutschen Ohre geläufiger. Sie übersetzt die Schrift "deutsch" ins Deutsche. Buber und Rosenzweig übertragen die Schrift "hebräisch" ins Deutsche. Ein Anspruch? Ja! Aber: einer, der sich lohnt.

Jörg P. Belden
Diplom-Theologe (röm.kath.)

---

Als Beispiel anhängend die ersten Verse der Heiligen Schrift kommentiert

EI: Einheitsübersetzung (Die Bibel. Einheitsübersetzung. 1980; Katholische Bibelanstalt, Stuttgart 2004.)
BR: Buber/Rosenzweig

Gen 1,1
BR: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
EI: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
a. Der Artikel (DEN Himmel, DIE Erde) ist im Hebräischen eine kurze Vorsilbe und kann auch, wie in EI, weggelassen werden.
b. Im Hebräischen ist der Vers abgeschlossen. Das Semikolon der EI klingt im westlichen Denken mit: "Hebräisch" muss ein Punkt gesetzt werden.

Gen 1,2
BR: Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Ei: die Erde aber war wüst und wirr,
- Irrsal und Wirrsal, wüst und wirr: Tohu vavohu ("Tohuvabohu") im Hebräischen.
- Das "va" heißt "und",
- "tohu" bedeutet "etwas wüstes" - oft bildlich benutzt.
- Die Bedeutung von "vohu" ist nicht geklärt (evtl "etwas leeres"?); das Wort tritt in der Schrift aber immer gemeinsam mit "tohu" auf.
- Hier ahmen BR gekonnt den Klang der Wörter, das Wortspiel, mit "Irrsal und Wirrsal", nach.
- Sie benutzen dabei deutsche Wörter, die ebenso vage und ungeklärt sind, wie die entsprechenden Wörter im Hebräischen Text.

BR: Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Ei: Finsternis lag über der Urflut,
a. "über ... Antlitz": Die hebräische Wendung "al-pnej" wird geläufig mit "über" übersetzt, es steckt aber im zweiten Teil das hebräische Wort "Antlitz, Gesicht" mit drin. Dieses steht eng zusammen mit dem "Urwirbel/Urflut". "Über der Urflut" ist inhaltlich korrekt, aber sprachlich viel zu kurz.
b. "lag" (EI): Wieso fügt die EI das Verb "lag" ein?
- Im Hebräischen sind Nominalsätze ohne Verb sehr geläufig.
- Im Deutschen muss man aber ein Verb in den Satz einfügen.
So kann man im Deutschen übersetzen mit "war über..." oder mit "lag über der U." (EI)
- Im Hebräischen liegt eine "reine Prädikation" also ohne Verb vor, wie bei "BR"

BR: Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
EI: und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
- Im Hebräischen ein Nominalsatz mit Partizip ("schwingend, schwebend"). EI setzt dies in eine Zeitform ("schwebte").
- Wieder al-pnej ("über", eigentlich "über dem Antlitz").

Gen 1,3
BR: Gott sprach: Licht werde! Licht ward.
EI: Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
- Es steht im hebr. Text: "Es werde Licht, und es wurde Licht."
- Die Einheitsübersetzung ist, wie sonst auch, inhaltlich korrekt.
- Allerdings hört sich die Wendung im Hebräischen viel kürzer, fast wie ein "Slogan" an: "Jehi 'or, vajehi 'or".
- Wer genau hinhört, kann im Klang vernehmen: "Jehi 'or vajehi 'or" - "Licht werde! Licht ward."

Gen 1,4a
BR: Gott sah das Licht: daß es gut ist.
EI: Gott sah, daß das Licht gut war.
- Wörtlich liest es sich etwa so: Gott sah das Licht, dass gut.
- Der Satz ist so un-, ja missverständlich. Ganz klar besteht er aus zwei Teilen:
1. "Gott sah das Licht" (Verbalsatz)
2. "dass (es) gut (ist)" (Nominalsatz).
- Diese Zweiteilung macht "EI" nicht mit. Sie zieht beide Sätze zu einem zusammen. Bei BR finden wir beide Sätze, die ihr eigenes Gewicht haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2014 12:38 PM MEST


Die Schrift (Buber-Rosenzweig)
Die Schrift (Buber-Rosenzweig)
von Martin Buber
  Taschenbuch

121 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Anspruch? Ja! Aber: einer, der sich lohnt., 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Schrift (Buber-Rosenzweig) (Taschenbuch)
Texte lassen sich nie aus einer Sprache in eine andere übersetzen. Alle Versuche, sind Übertragungen, die Wert darauf legen, ganz bestimmte Charakteristika des Textes zu vermitteln. Soll der INHALT möglichst genau wiedergegeben werden? - Die LYRISCHE GESTALT des Textes? - Der "KLANG" des Textes oder von Schlüsselwörtern?

Der Übersetzer muss Schwerpunkte setzen. Und dies muss verantwortungsvoll geschehen, und das umso mehr, wenn es um die von Juden und Christen gemeinsam bekannte "Heilige Schrift" geht. Die traditionellen Übersetzungen gehen vom hebräischen Text aus und übersetzen die Inhalte ins Deutsche. Vieles an sprachlichen und literarischen Mitteln, die im Hebräischen der Schrift ihren literarischen Wert geben, geht hierbei verloren. Die hebräische Schrift wird europäisiert und ist damit für uns Deutsche gut lesbar.

Martin Bubers und Franz Rosenzweigs Übersetzung macht es uns da nicht so leicht: sie nimmt das hebräisch-literarische ernst und entführt uns wieder in die Heimat der Schrift. Sie eröffnet uns die Schrift als Literatur und es gelingt, unübersetzbare Wendungen dem aufmerksamen Leser verständlich zu machen. Wer noch näher am Originaltext die Schrift lesen will, muss wohl Hebräisch lernen.

Natürlich liegt keine Übersetzung für "Anfänger" vor - da würde ich andere (jüdische) Übertragungen empfehlen. Aber für neugierige "Bibelentdecker" bietet sie die Möglichkeit, in eine andere (sprachliche, kulturelle, literarische) Welt einzutauchen.

Für alle, die es genauer interessiert, skizziere ich einige Impulse kurz an den ersten Versen der Schrift, Gen 1,1-4a. Wer mag, kann sich ja einmal durch die Kommentare durchkämpfen. Es zeigt sich dort: in der ökumenischen "Einheitsübersetzung" ist der Text korrekt widergegeben und es ist dort vieles dem deutschen Ohre geläufiger. Sie übersetzt die Schrift "deutsch" ins Deutsche. Buber und Rosenzweig übertragen die Schrift "hebräisch" ins Deutsche. Ein Anspruch? Ja! Aber: einer, der sich lohnt.

Jörg P. Belden
Diplom-Theologe (röm.kath.)

---

Als Beispiel anhängend die ersten Verse der Heiligen Schrift kommentiert

EI: Einheitsübersetzung (Die Bibel. Einheitsübersetzung. 1980; Katholische Bibelanstalt, Stuttgart 2004.)
BR: Buber/Rosenzweig

Gen 1,1
BR: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
EI: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
a. Der Artikel (DEN Himmel, DIE Erde) ist im Hebräischen eine kurze Vorsilbe und kann auch, wie in EI, weggelassen werden.
b. Im Hebräischen ist der Vers abgeschlossen. Das Semikolon der EI klingt im westlichen Denken mit: "Hebräisch" muss ein Punkt gesetzt werden.

Gen 1,2
BR: Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Ei: die Erde aber war wüst und wirr,
- Irrsal und Wirrsal, wüst und wirr: Tohu vavohu ("Tohuvabohu") im Hebräischen.
- Das "va" heißt "und",
- "tohu" bedeutet "etwas wüstes" - oft bildlich benutzt.
- Die Bedeutung von "vohu" ist nicht geklärt (evtl "etwas leeres"?); das Wort tritt in der Schrift aber immer gemeinsam mit "tohu" auf.
- Hier ahmen BR gekonnt den Klang der Wörter, das Wortspiel, mit "Irrsal und Wirrsal", nach.
- Sie benutzen dabei deutsche Wörter, die ebenso vage und ungeklärt sind, wie die entsprechenden Wörter im Hebräischen Text.

BR: Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Ei: Finsternis lag über der Urflut,
a. "über ... Antlitz": Die hebräische Wendung "al-pnej" wird geläufig mit "über" übersetzt, es steckt aber im zweiten Teil das hebräische Wort "Antlitz, Gesicht" mit drin. Dieses steht eng zusammen mit dem "Urwirbel/Urflut". "Über der Urflut" ist inhaltlich korrekt, aber sprachlich viel zu kurz.
b. "lag" (EI): Wieso fügt die EI das Verb "lag" ein?
- Im Hebräischen sind Nominalsätze ohne Verb sehr geläufig.
- Im Deutschen muss man aber ein Verb in den Satz einfügen.
So kann man im Deutschen übersetzen mit "war über..." oder mit "lag über der U." (EI)
- Im Hebräischen liegt eine "reine Prädikation" also ohne Verb vor, wie bei "BR"

BR: Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
EI: und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
- Im Hebräischen ein Nominalsatz mit Partizip ("schwingend, schwebend"). EI setzt dies in eine Zeitform ("schwebte").
- Wieder al-pnej ("über", eigentlich "über dem Antlitz").

Gen 1,3
BR: Gott sprach: Licht werde! Licht ward.
EI: Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
- Es steht im hebr. Text: "Es werde Licht, und es wurde Licht."
- Die Einheitsübersetzung ist, wie sonst auch, inhaltlich korrekt.
- Allerdings hört sich die Wendung im Hebräischen viel kürzer, fast wie ein "Slogan" an: "Jehi 'or, vajehi 'or".
- Wer genau hinhört, kann im Klang vernehmen: "Jehi 'or vajehi 'or" - "Licht werde! Licht ward."

Gen 1,4a
BR: Gott sah das Licht: daß es gut ist.
EI: Gott sah, daß das Licht gut war.
- Wörtlich liest es sich etwa so: Gott sah das Licht, dass gut.
- Der Satz ist so un-, ja missverständlich. Ganz klar besteht er aus zwei Teilen:
1. "Gott sah das Licht" (Verbalsatz)
2. "dass (es) gut (ist)" (Nominalsatz).
- Diese Zweiteilung macht "EI" nicht mit. Sie zieht beide Sätze zu einem zusammen. Bei BR finden wir beide Sätze, die ihr eigenes Gewicht haben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 12, 2011 8:17 PM MEST


Medien- und IT-Berufe 2009: Ausbildung Weiterbildung Studium Berufsprofile in der Metropolregion Hamburg von A - Z
Medien- und IT-Berufe 2009: Ausbildung Weiterbildung Studium Berufsprofile in der Metropolregion Hamburg von A - Z
von Dierk Ladendorff
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,80

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Orientierungshilfe!, 5. März 2009
Trotz allgemeinwirtschaftlicher Flaute werden in den Branchen der IT- und der Medienberufe Fachkräfte gesucht. Wer heute eine Ausbildung in der Branche absolviert, ist morgen gefragte Fachkraft. Dabei gibt es eine ansehnliche Palette unterschiedlichster Berufe.

Über 180 verschiedene Berufsbilder werden kurz vorgestellt: die Tätigkeit, die Ausbildung oder das Studium sowie die Zulassungsbedingungen zur Ausbildung. Medienleute und IT-ler berichten von ihren Jobs. Fachleute schreiben über aktuelle Trends. Ein umfangreicher Sonderteil "Berufsausbildung, Studium, Fortbildung - Orientierungshilfe" beschreibt die verschiedenen Bildungswege, die zum Beruf führen. Eine Linkliste zeigt weitere interessante Informationsmöglichkeiten auf und zuletzt hilft eine Checkliste bei der beruflichen Orientierung.

Das Handbuch bietet viele interessante Informationen, auch für Leute, die nicht aus Hamburg und der Metropolregion stammen. Wer sich in Hamburg ausbilden lassen möchte, bekommt darüber hinaus noch eine umfangreiche Liste aller Bildungsanbieter (mit Angabe der Berufe, in denen ausgebildet wird).


Der kleine Gott und die Tiere
Der kleine Gott und die Tiere
von Annette Swoboda
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz andere Schöpfungsgeschichte, 30. Dezember 2008
Der Kleine Gott und die Tiere

Eine ganz andere kleine Schöpfungsgeschichte hat Annette Swoboda in Text und Bild zu Papier gebracht. Am fünften Tag schuf Gott die Tiere. Nur: Gott ist ein kleiner Junge. Und da kleine Jungs ganz schön viel auf die Reihe bringen, schafft er am Donnerstag nicht nur alle Wassertiere und Vögel (Gen. 1,21), sondern auch alle anderen Tiere mit dazu.

Und wie gehen kleine Jungs das an? - Sie überlegen, malen, basteln, färben und werkeln so lange, bis alles perfekt ist. Und so macht es natürlich auch der kleine Gott.

Mit unglaublich liebevollem Blick hat die Autorin die Tiere und den kleinen Gott in Text und Bild gezeichnet, und wenn letzterer am Morgen vor dem Zähneputzen feststellt "Wie schön alles" sei, ist das ebenso glaubwürdig und biblisch, wie abends seine Feststellung "Was für ein schöner Tag!" (vgl. Gen 1,18 und 1,21)

Und nun wurde ich als Theologe kritisch angefragt: "Kann man denn Gott als kleinen Jungen zeichnen???"

Meine Antwort möchte ich in zwei Strängen skizzieren: zunächst umreiße ich die grundlegende Frage nach dem Gehalt von Gottesbildern überhaupt, und im zweiten Schritt will ich biblisch argumentieren.

- - - - - - - - - -

1. Gottesbilder

Wenn wir von Gott sprechen, so können wir das Wesen Wesen Gottes nie im Kern treffen. Warum nicht? - Weil unsere Sprache es nicht hergibt. Gott ist in allem unbegrenzt, unendlich, uneinholbar. Unsere Begrifflichkeit und unsere Vorstellungen sind aber immer im Endlichen begründet. Wir können sagen: Gott ist gütig. Dann sehen wir einen gütigen Menschen vor unserem Auge. Gott ist die Liebe. Dann erinnert er uns an unsere persönlichen Liebeserfahrungen. Gott ist gerecht. Das Bild eines gerechten Richters steht uns vor Augen, der hoffentlich das Böse, was uns angetan wurde, im Nachhinein - gerne auch ein wenig unsanft - bestraft.

Wenn wir von Gott sprechen, bedienen wir uns also immer bestimmter Bilder, die einen singulären oder wenige Aspekte der Wirklichkeit Gottes illustrieren, damit wir uns so Gott in unserer Vorstellung nähern können, über ihn sprechen können, um nicht völlig zum gedanklichen und wörtlichen Schweigen verdammt zu sein.

Die Schönheit, Farbigkeit, Fröhlichkeit, Vielstimmigkeit und Komplexität der Schöpfung und die spielerische Großartigkeit des Schöpfungsaktes werden von Annette Swoboda den Kindern unmittelbar ins Herz geschrieben, und von daher ist das Buch theologisch ein Volltreffer.

Was steht in der Bibel am Ende der Schöpfungstage! Und Gott sah: dass es gut war. (vgl. Gen 1, 4.10.12.18.21.25) Aber wie kann das Kindern vermittelt werden, wenn nicht dadurch, dass ihnen gezeigt wird, dass die Tiere eine Gestalt haben, dass sie farbig sind, dass sie schwimmen, graben und hüpfen können, dass sie mit unterschiedlichen Stimmen rufen und dass sie noch ganz besondere "Gimmicks" haben, wie z. B. Beutel (Känguruhs) oder Fräcke (Pinguine). Und das will halt alles gebastelt, gepinselt und gelehrt sein, und der kleine Gott muss sich dieser Herausforderung schon stellen, wer sonst?!

- - - - - - - - - -

2. Biblisch

Wenn es gelänge, aufzuzeigen, dass Gott in der Bibel als kleines Kind erscheint - und eine einzige Perikope ist hinreichend - so ist die Darstellung "Gott als kleiner Junge" biblisch und damit ebenso legitim, wie alle anderen Gottesdarstellungen.

Dass Gott in der Gestalt Jesu Christi Mensch wird, und das zunächst natürlich als Kind, will ich aus theologischen Gründen ausblenden: nicht das Jesuskind der Weihnachtsgeschichte ist der "kleine Gott" des Buches.

a. Im Neuen Testament wird die Würde der Kinder in ganz besonderer Weise unterstrichen. Als die Jünger über ihre Stellung untereinander stritten, wer der größte von ihnen im Himmelreich sei, nahm Jesus ein Kind in ihre Mitte: "Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte" (Mt 18,3-4). Jesus geht noch weiter: "Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf" (Mt 18,5). Aber dennoch muss festgehalten werden: Gott wird im Neuen Testament nicht als Kind gezeichnet.

b. Richten wir den Blick aber auf den Psalm 104, so erscheint Gott - und zwar als Schöpfergott! - tatsächlich als spielendes Kind: "Herr, wie zahlreich sind deine Werke! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. Da ist das Meer, so groß und weit, darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere. Dort ziehen die Schiffe dahin, auch der Leviátan [ein Meeresreptil], den du geformt hast, um mit ihm zu spielen." (Ps 104, 24-26) Gott spielt mit seiner Schöpfung!

c. Der hebräische Begriff für "Weisheit" aus diesem Psalm, Chokhmah, bezeichnet ebenso die "Weisheit Gottes, die Quelle [aller menschlichen Weisheit], durch die die Welt geschaffen wurde und regiert wird" (Gesenius, S. 206) und damit letztendlich Gott selbst - im christlichen Kontext interpretiert als ein Hinweis auf die Dynamik Gottes und damit die Dreieinigkeit. Und diese Weisheit Gottes als Teil des göttlichen Lebens, VOR aller Schöpfung schon bei Gott, spricht: "Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmaß über den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften, als er die Fundamente der Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag ..." (Spr 8, 27-30) Im Kontext des Schöpfungsaktes erscheint hier ein Aspekt Gottes - damit ein Teil Gottes selbst - als Kind! Weiter: "Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit. Ich spielte auf seinem Erdenrund, und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein." (Spr 8, 30-31) Hier erscheint der Schöpfergott als spielendes Kind. Und ebenso spielerisch erschafft der kleine Gott des Bilderbuches die Tiere.

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Eines zeigt sich deutlich: "Der kleine Gott", das Bild "Gott als Kind", ist (1.) theologisch als BILD eine legitime Darstellung der Vielschichtigkeit des Schöpfungsaktes und findet sich (2.) in der biblischen Tradition des jüdisch-christlichen Glaubens überliefert.

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Abschließend möchte ich nur noch anmerken, dass ich sehr froh darüber bin, dass meinem Jüngsten (4 J.) dieses schöne Buch zu Weihnachten geschenkt wurde. Er findet es, ebenso wie ich, ganz toll, und mit Freude werde ich es ihm gleich wieder beim Zu-Bett-Gehen vorlesen.

Jörg P. Belden
Diplom-Theologe (röm.-kath.)
belden(at)s-la.de

Lit.: Perikopen nach der Einheitsübersetzung (1980) -
Wilhelm Gesenius, Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament (14. Aufl.), Leipzig 1905


BWL-Basiswissen - Vorbereitung zum Europäischen Wirtschaftsführerschein - EBC*L
BWL-Basiswissen - Vorbereitung zum Europäischen Wirtschaftsführerschein - EBC*L
von Peter Krahé
  Taschenbuch

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EBC*L leicht gemacht - CD und Buch: prima Kombination, 7. Januar 2008
Ich habe mich mit dem Doppelpack (CD-ROM und Buch) ohne jegliche Vorkenntnisse auf die EBC*L-Prüfung vorbereitet und kam von der ersten Seite an prima klar.

Durch die Kombination konnte ich mir auf dem täglichen Weg zur Arbeit in der Bahn die Themen und Inhalte mit dem Buch erschließen und das Verstandene dann mit den Materialien der CD-ROM wiederholen und einüben. Dabei war ganz besonders der sehr umfangreiche Fragenpool der CD-ROM hilfreich.

Die Inhalte sind wirklich genau auf das für die Prüfung relevante Wissen reduziert (4 Kapitel: Bilanzierung, Kennzahlen, Kostenrechnung, Wirtschaftsrecht), ohne oberflächlich zu sein. Und so konnte ich mich mit den Inhalten zügig und effektiv vertraut machen.

Am Ende des Buches half mir die Probeprüfung, einzuschätzen, ob ich alles genügend verstanden hatte.

Nach einer Vorbereitungszeit von vier Wochen (ein Kapitel pro Woche), in denen ich mir die Kenntnisse neben dem Beruf aneignete, bin ich dann in die Prüfung gegangen, und...

Ich habe das Zertifikat! :-)

Für die Kombi: 5 Sterne!


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