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Rezensionen verfasst von
Robert S.

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Snow White & The Huntsman
Snow White & The Huntsman
Preis: EUR 16,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein echter James Newton-Howard, 27. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Snow White & The Huntsman (Audio CD)
Am 20. Oktober diesen Jahres würdigen die Genter "World Soundtrack Awards" in einem Gala Konzert das Schaffen des vielbeschäftigten und oft von Kritikern gefeierten, zugleich auch bemängelten Komponisten James Newton Howard. Seine Filmmusik lässt sich schwer in ein Genre eingliedern. Von der Untermalung biografischer Verfilmungen, wie zum Beispiel der der Person Charlie Wilsons, über seine legendäre Musiken zu Dramen wie "Schnee, der auf Zedern fällt", oder seiner Stammbeschäftigung für Filme von M. Night Shyamalan bis hin zu gewaltigen Blockbustern wie "The Dark Knight" hört der regelmäßige Kinobesucher und Filmfreund immer wieder Howard'sche Klänge.

Seinen neusten Beitrag zum Filmmusik-Geschehen stellt neben den "Tributen von Panem" und "Bourne Legacy" der Score zur düster-epischen Schneewitchen-Interpretation "Snow White & The Huntsman" dar.
Über die Qualität des Films kann man durchaus streiten. Das soll aber nicht Inhalt dieses Artikels sein, hier geht es um die Musik. Und die zeigt James Newton Howard in Reinform.

Alle JNH-typischen Elemente sind vorhanden:
Das Hauptthema (Hier gleich im 1. Track "Snow White" ausführlich vorgestellt) geht ins Ohr, unter Garantie, dass es da nicht mehr so schnell wieder herauskommt. Seine Präsentation und Verarbeitung ist auch typisch: Solo-Instrumente (hier Horn und Oboe) leiten das Thema ein, das dann seinen Höhepunkt in einer Beantwortung durch das gesamte Violin-Ensemble erfährt.

Der Einsatz von zusätzlicher Synthetik und zum Teil abstrakten Sounds (z. B. Tracks 2, "I'll take your throne", und 11, "White Hart" 2. Hälfte) ist in Hollywood kein ungewöhnlicher Brauch mehr und wird von JNH bestens verstanden. In dieser Filmmusik, und auch in anderen Werken Howards (z.B. "I am Legend") stört die Elektronik nicht, sie ergänzt den Rest der Musik und verleiht ihr noch einmal eine neue Facette.

Das gleiche kann man über Howards Musik für Action-Passagen (z.B. Track 5, "Escape from the Tower") sagen. Die Musik passt hervorragend ins Bild und stellt auch für sich eine gekonnte Actionmusik dar. In erwähntem Track scheinen zudem noch die "Main Titles" aus "Signs-Zeichen" sowie Restspuren aus "The Dark Knight" um die Ecke zu schauen...

Track 12, "Gone" vermag Gänsehaut zu erzeugen und zeigt Howards Gespür für das mystische in dieser ursprünglichen Märchengeschichte.

Allein die Auswahl der hier vorgestellten Tracks zeigt, dass es sich bei der Musik zu "Snow White & The Huntsman" um einen absolut authentischen Score James Newton Howards handelt.

Diese Tatsache bewirkt jedoch zugleich den einen Stern Abzug, den ich gebe: die Musik ist fast schon zu stereotyp. Beim ersten Hören, ohne Bezug auf die Filmbilder, konnte ich mir diesen Soundtrack auch gut als Fortsetzungsmusik zu "I am Legend" vorstellen. Das ist in erster Linie nicht schlecht, hier stört es mich allerdings ein klein wenig. James Newton Howard hat einen eindeutigen Stil, der ihn unverwechselbar macht, sowohl in Sachen Themen-Komposition, deren Ver- und Bearbeitung, sowie Orchestrierung usw.... Bei der Musik zu "Snow White" bleibt er seinen Stil meiner Meinung nach eine Spur zu treu, er wagt nichts neues für den Film, was durchaus zu erwarten gewesen wäre, da JNH für solch eine Art (Action-Fantasy-)Film noch keine Musik geschrieben hat. Ähnliche Probleme habe ich zurzeit auch mit den Musiken Hans Zimmers & John Powells: Großartiger Stil, der immer wieder umwerfende Wirkungen auf mich hat, jedoch in letzter Zeit ein wenig Innovation vermisst (zugegeben: das mag auch daran liegen, dass beide letzgenannten Komponisten derzeit überwiegend mit Fortsetzungen zu tun haben...)

Der Song "Breath of Life", dargeboten von Florence & the Machine, stellt für sich einen kraftvollen, mitreißenden Song dar, im Gesdantgefüge der Filmmusik erscheint er dann jedoch trotzdem überflüssig.

Dennoch handelt es sich bei "Snow White" natürlich hoch qualitative Filmmusik von James Newton Howard, weshalb es von mir dann immerhin die zweithöchste Punktzahl, 4 Sterne, gibt.


The Dark Knight Rises
The Dark Knight Rises
Preis: EUR 6,97

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der würdige Abschluss einer Trilogie, 25. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (Audio CD)
Christopher Nolans neustes Machwerk bildet den Abschluss der Trilogie um den maskierten Beschützer Gothams. In nahezu drei Stunden muss Bruce Wayne aka Batman durch Höhen und Tiefen, auch die eigenen innersten, gehen und versuchen, die Stadt vor dem entgültigen Untergang zu bewahren.
Eine heikle Aufgabe für alle: Regisseur, Drehbuch (zum Teil hier die selbe Person), Schauspieler, Bild, Ton, und: Musik...

Waren für die beiden Vorgänger "Batman Begins" und "The Dark Knight" noch zwei (Haupt-)Komponisten für die ausladend reichliche musikalische Begleitung des Films im Gespann, ist dieses mal Hans Zimmer allein für die Klänge verantwortlich gewesen. Mit seinen Kollegen aus der Filmmusik-Schmiede "Remote-Control Productions" durfte er die insgesamt 164 Minuten Film nahezu pausenlos mit Musik versehen.

Das Ergebnis auf CD (plus zweier zusätzlicher Bonustracks bei Online-Aktivierung der CD) gibt seinen Hörern ein gewohntes Klangbild wieder, wenn man die beiden Vorgänger(-Musiken) kennt: Harte und mitreißende Rhythmen, kräftige Blechbläser-Einwürfe, gekonnte Kombination mit Synthesizer-Klangwellen und mächtig ratternde Streicher-Ostinati. Dass in diesem Bereich nicht viel neues zu erwarten war, ist mehr als logisch, es handelt sich hier immerhin um den dritten Teil einer groß angelegten Handlung. Somit bleibt der musikalische Grundton erhalten.
Hinzu kommen allerdings percussive Sprechgesänge (im Film für den brutalen Schurken Bane) und eine Kombination aus einer skurill-schaurigen Klaviermelodie in Kombination mit ebenso neuartig erscheinenden Streicher-Bewegungen (im Film für die reizvolle und gerissene Catwoman).

Somit hat Hans Zimmer unterm Strich das getan, was man von der Musik einer Fortsetzung erwarten darf: Er vermischt alte Themen mit neuen Ideen für neue Aspekte im Film.

Was bei dieser Filmmusik, wie in letzter Zeit bei Hans Zimmer häufiger, zu beachten ist, ist die Tatsache, dass sie nicht funktioniert, wenn man sich einzelne Tracks oder Passagen herausgreift. Hans Zimmer erstellt mit sinen Klängen und Ideen spätestens seit "Inception" ein musikalisches Gesamtbild, Klangwelten und Stimmungen, keine kernigen Hauptmelodien, die gepfiffen werden, wenn der Kino-Saal verlassen wird. In letzter Zeit stellt sich immer mehr heraus, dass Hans Zimmer akkordisch denkt, wenn er komponiert. (Das tut er eigentlich immer schon, in früheren Jahren jedoch kam dann trotzdem noch die ein oder andere kleine Melodie dabei heraus.) "Inception" zum Beispiel hatte keine wirkliche Melodie, die man singt und die dann von jedem erkannt wird. So ist es auch bei der Musik zu "Batman". Wenn hier melodische Ansätze vorhanden sind, fügen sie sich dennoch nur der akkordischen Struktur des Klanges. Manch einer mag das mit Missmut sehen, da er keinen Ohrwurm aus der Musik mitnehmen kann. Doch ist das der Sinn der Filmmusik? Oder sollte nicht eher gerade diese Sparte die Stimmung eines Films auffangen und verstärken?

Gerade in Betracht des letzten Aspektes bin ich der Meinung, dass Hans Zimmer auf diesem Gebiet in Hollywood derzeit der absolute Spitzenleister ist. Keine Musik passt meiner Meinung nach so gut zu den Filmbildern. Natürlich sind ein John Williams, ein John Powell oder auch ein James Horner Kompositions-technisch (= Know-How in Sachen Kontrapunktik, Satztechnik, Instrumentierung etc.) dem Frankfurter etwas voraus. Doch habe ich mich vor allem bei Letztgenanntem (Horner) schon oft dabei erwischt, dass ich die Musik im Film als toll, aber eher störend im Verhältnis zum Bild empfand. Die Filmmusik muss in allererster Linie einem Film und seinem Bild dienlich sein, nicht ein Kunstwerk für sich darstellen, das auf CD gut klingt, der Handlung und Stimmung aber keinen Beitrag leistet.

Hans Zimmer jedenfalls hat mit der Musik zu "The Dark Knight Rises" die düstere Stimmung des Films aufgefangen und geht in Sachen Dramaturgie voll und ganz mit dem kollossalen Streifen mit, wie ich heute Nacht in der Preview erfahren konnte.

Jetzt wird es allerdings langsam Zeit für etwas neues... Nach Fortsetzung über Fortsetzung (Illuminati, die Batman-Reihe, Kung Fu Panda, Sherlock Holmes) liegt ja nun mit der nächsten Arbeit zu Zack Snyders "Man of Steel" endlich mal wieder ein neues Eisen im Ofen...


The Amazing Spider-Man
The Amazing Spider-Man
Preis: EUR 8,59

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Umweltfreund James Horner, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Amazing Spider-Man (MP3-Download)
Zugegeben, das Main Theme für Spider-Man hat James Horner gut getroffen, seine spannungsgeladene Musik zeigt hier zudem neue Facetten seines kompositorischen Schaffens. Die Musik passt gut zum Bild und weiß den Hörer gekonnt durch geschickten Umgang mit Orchesterklang zu unterhalten.

Dafür gibt es die zwei Sterne. Diese Qualitäten sind wir von Horner gewohnt und es ist gut, dass sie immer noch existieren.

Für den Rest kann ich keine geben, auch wenn die Gründe dafür sehr ökonomisch sind: James Horner recycelt wieder mal auf ganzer Linie sich und seine eigene Musik, spart damit Zeit, Aufwand, Notenpapier und unnötige Beleuchtung der Aufnahme-Studios, da weniger aufzunehmen ist.

Ich fand das schon bei "Avatar" unverschämt, das halbe Titanic-Main-Theme als neues Hauptthema vorgesetzt zu bekommen und auch sonst ganze Voicings aus anderen eigenen Werken unverändert wieder zu hören.

Hier geht er diesen Weg konsequent weiter...

Kleines Beispiel gefällig?:

Hören Sie sich einmal die ersten 20 Sekunden des Tracks "Rooftop Kiss" (Track 12) an und dann danach die ersten 20 Sekunden des Tracks "The Wedding" aus dem Score zu "Deep Impact"....

Ebenso habe ich dieses ewig gleiche Synthi-Kinderchor-Gedüdel satt, das unabhängig von Genre und Stimmung immer irgendwie mit in der Musik sein muss!

Natürlich kann man jetzt sagen, Hans Zimmer, John Powell, James Newton-Howard und Co. kopieren sich ebenso selbst, bei letzeren genannten kann man jedoch eher von einem klaren Stil reden, der immer wieder Einfluss auf den Kompositionsprozess nimmt und klangliche Ähnlichkeiten hervorruft. (Den Score zu "Fluch der Karibik 4" mal ausgenommen, das war wirklich unnützes Recycling, hatte aber seine Gründe...)
Bei Bildern Monets muss man ja auch ganz klar von einem Stil reden, der seine Werke unverwechselbar und sofort erkennbar macht.

James Horner dagegen verwendet ganze Partiturabschnitte aus lange vergangener Zeit wieder, ohne neue Facetten, Ideen, geschweigedenn neuen Arrangements etc, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass der Hörer von heute seine Werke aus den 90ern nicht (mehr) kennt... Das ist einfach unverschämt!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2012 12:35 AM CET


Sinfonie 4 in E Flat
Sinfonie 4 in E Flat
Preis: EUR 14,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Partitur für die Ohren, 27. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 4 in E Flat (Audio CD)
Die CD-Einspielungen der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Simon Rattle bestechen vor allem durch ein Element: Transparenz.
Da sei manche Kritik natürlich berechtigt, übergroße Transparenz zerstöre Gesamtbild und Dramaturgie.

Um diesen Vorwurf muss man sich meines Erachtens nach jedoch gerade bei den Berlinern und Rattle keinerlei Gedanken machen. Hier agiert eine technisch und vor allem musikalisch überaus starke Truppe, die ein breit gefächertes Spektrum von Haydn bis Ades authentisch abdecken kann, somit auch Anton Bruckner.
Das Zusammenspiel der Orchestergruppen, bei Bruckner sollte man wohl eher von Registern sprechen, untereinander sowie in Aktion und Reaktion auf ihren künstlerischen Leiter zeugt von großer Dynamik, Spiel- und Musizierfreude. Das verleiht der 4. Sinfonie, von der es unüberschaubar viele Einspielungen gibt, eben auch in der gefühlt Tausendsten Aufnahme Frische und Lebendigkeit. So viele Aufnahmen setzen auf Wucht, Gewalt und erschlagende Großräumigkeit. Diese ist bei Bruckner auch voll und ganz berechtigt, allerdings zeichnet sich gerade dieser Komponist auch durch seine Meisterschaft in Kontrapunktik, Stimmführung und Kontrastioerung aus. Diese Facetten gehen leider in so vielen Einspielungen im Tumult des Großklanges unter, in der hier vorliegenden jedoch nicht.
Und das ist mehr als gut so!

Sowohl die Aufnahmetechnik (überragend) als auch die filigrane Herangehensweise Rattles an die Partitur der Spätfassung Bruckners vierter Sinfonie verbietet es dem Hörer geradezu, auch nur eine der Orchesterstimmen zu überhören, zu verpassen. Diese Aufnahme führt den Hörer also möglichst nahe an die Partitur heran, man kann sie mit dieser CD problemlos verfolgen, kann musikalische und kompositorische Gedanken Bruckners erstaunlich gut nachvollziehen und diese Sinfonie zu einem gewissen Grad sogar neu entdecken, möchte ich behaupten.

Ich persönlich kann diese Aufnahme nur empfehlen.


Apollo 18
Apollo 18
DVD ~ Nathan Walker
Preis: EUR 7,79

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz ausgereift, aber authentisch!, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Apollo 18 (DVD)
Zugegeben, aus der Verschwörungstheorie um die gestrichenen Flüge von Apollo 18, 19 und 20 hätte man mehr machen können.

VORSICHT: SPOILER

Die Idee einer ebenfalls geheimen Mission der Sowjets zur selben Zeit vermag noch zu überzeugen. Die Mondmonster jedoch, die sich aus Mondsteinen formen, erinnen mehr an Riesenkäfer, -Spinnen oder Transformers, erzeugen aber nicht wirklich Furcht beim Zuschauer. Ebenso hätte man die einengende Athmosphäre der Landekapsel viel mehr und effektiver ausreizen können. Das Ende des Films stellt außerdem die Frage, wie denn die ganzen Aufnahmen nach der Katastrophe noch auf die Erde kommen konnten...

SPOILER ENDE

Die Story hinkt und schleppt also phasenweise. Insgesamt weiß der Film aber sehr wohl zu unterhalten...

Vor allem Freunde von Filmen a la "Blair Witch Project", "Rec", "Cloverfield" oder "Paranormal Activity", wie auch ich einer bin, kommen auch bei "Apollo 18" voll auf ihre Kosten. Denn auch wenn mancher Dialog lächerlich wirkt oder der Plott wenig mitreißt, wird dem Publikum bei diesem Film dennoch ein hoher Grad an Authenzität geboten. Ich war und bin absolut fasziniert vom gekonnten Einsatz unterschiedlicher Kameras, die damals auch bei den echten Mondlandungen Anwendung gefunden haben köönten, und von der wirklich gut erstellten Mondkulisse. Beim ersten Sehen des Films konnte ich fast der Theorie, die Mondlandungen seien allesamt im Studio entstanden, doch etwas abgewinnen. Auch wenn das Design der Bedrohung für die Astronauten etwas lächerlich ist, wird diese so dargestellt, sodass sie auf unserem Trabanten wirklich existieren könnte.

Alles in allem also handelt es sich bei "Apollo 18" um einen weiteren Film des Blair-Witch-Genres, der aus seiner Thematik wesentlich mehr hätte rausholen können, dabei aber trotzdem optisch zu unterhalten vermag.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2015 9:16 PM CET


The Da Vinci Code
The Da Vinci Code
Preis: EUR 5,19

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zimmers eigentlicher Meilenstein, 3. November 2011
Rezension bezieht sich auf: The Da Vinci Code (MP3-Download)
Der Oscar für Hans Zimmer für die Musik zu "König der Löwen" war nicht ganz unverdient, die erfolgreichen Gladiatoren- und Fluch der Kribik-Themes hört man heute noch immer an vielen Ecken, auch in anderen nicht zimmerschen Filmmusiken anklingen, in "Sherlock Holmes" kam bei Zimmer pure Experimentierfreude auf, "Inception" ist ebenfalls nicht nur der Inbegriff eines ausgeklügelten Filmes...

Aber diese Musik zu "Da Vinci Code" stellt einfach all sein Schaffen in den Schatten.
Hier hat man einfach das Gefühl, dass Zimmer wirklich komplett Zimmer sein durfte und ist. Die Themen, bei genauerem Hinhören sind es gar nicht wenige, passen über die Maßen gut zusammen und ergänzen sich treffend wie es kaum in der Filmmusik vorkommt.

Die Chöre, das Orchester, die, zum Glück wirklich nur dann, wenn notwendig, eingesetzte Perkussion, es spielt einfach alles so perfekt zusammen... Die Reduktion der elektronischen Klänge auf das rein begleiterische, wenn überhaupt, tut ebenfalls gut.

Und dann diese Stimmung... Die Musik trifft die Thematik des Films, die sakrale Grundstimmung, erschreckend perfekt, ohne jemals zu übertreiben. Sie schafft es sogar, einigen filmisch eher misslungenen Stellen/Szenen Emotion einzuhauchen.

Krönung des Ganzen: "Chevaliers de Sangreal", für mich das Beste, was Zimmer, neben "Time" von Inception, bis zum Jahre 2011 komponiert hat. Hier stimmt einfach alles. Das schlichte, jedoch eingängig ergreifende Thema, der Aufbau des Satzes im typischen Ravel-Bolero-Stil und noch vieles weiter garantieren in diesem Track vor allem eines: Gänsehaut, auch nach dem fünften Hören...

Sahnehäubchen: Die komplette Aufnahme von Richard Harveys "Kyrie for the Magdalene", der im Film leider gerade mal um die fünf Sekunden eingeräumt wird, mit einem sehr versierten und fähigen Chor.

Diese CD, diese Filmmusik begeistert mich auf ganzer Linie und ist auch nach fünf Jahren für mich persönlich immernoch Zimmers bisher beste Arbeit, stellt für mich auch seine stilprägenden Musiken zu Action-Filmen (wie "Crimson Tide" und "The Rock") locker in den Schatten, ohne diesen ihre ebenfalls vorhandene Großartigkeit absprechen zu wollen.

Allerdings muss ich schon zugeben, dass da "Inception" letztes Jahr schon wirklich ernsthafte Konkurrenz machte... ;)


Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das große Recycling, 20. Mai 2011
Zum vierten Mal sticht nun schon Captain Jack Sparrow in See... Und zum vierten Mal durfte dafür die Hans Zimmer-Schmiede Remote Control den Score zusammenschustern, und dieses Verb ist in meinen Augen dasjenige, das diesen Soundtrack am besten beschreibt.

Ich weiss nicht, ob es bedauerlich, unverschämt oder einfach enttäuschend ist, dass vorhandene Musik wie in einem Bastelladen einfach zusammengeklebt wurde. Wurden in den Teilen zwei und drei noch die Original-Themen neu arrangiert und mit neuen Melodien und Rhythmen vermischt, handelt es sich hier reihenweise um Aufnahmen aus den vorigen Scores, die eins zu eins, ohne jegliche Neu-Arrangierung, geschweigedenn Neukomposition, übernommen wurden, und zwar so schlecht, dass man es bei vergleichendem Hören mit den anderen Scores hören muss...
Die Musik für die Meerjungfrauen im Film existiert bereits im dritten Teil als "Eingangs"-Musik zum Ende der Welt, enttäuschend...
Die Remixes verleihen der CD etwas mehr zeitliche Länge, klingen aber für sich ertens ziemlich uninspiriert und schnell "hingerotzt", zum anderen einfach überflüssig. Schließlich hat das mit der Filmmusik nichts zu tun. Wenn wirklich Remixes zu so etwas erstellt werden müssen, kann man die doch auch, so wie beim "Tron Legacy" Soundtrack, extra rausbringen, damit man sich selbst aussuchen kann, ob man sie haben will oder nicht.

Das vermittelt der Musik aus Hans Zimmers Hand den Eindruck von Lustlosigkeit. Verstärkt wird dieses Gefühl, wenn man in einem Interview mit Hans Zimmer zu dem Score ließt, dass er quasi gezwungen wurde die alten Themen und Stilistiken zu verwenden und dass er in der Komposition neuer Themen sehr eingeschränkt worden sei. Anscheinend hatte er bei dieser Produktion hauptsächlich Gefallen an der Zusammenarbeit mit externen Künstlern...

Einen Stern gibt es für die zwei neuen Themen von Hans Zimmer (die er schreiben durfte), das Blackbeard-Thema und Angelicas Musik, sehr schön gestaltet durch Rodrigo y Gabriela, und für den äußerst positiven Einfluss Thomas Bergersens auf die Musik, der in manchen Tracks zwar kurz, aber umso wirkungsvoller in typischer "Two Steps from Hell"-Manier Chor mit bombastischem Orchestersound verknüpft, besonders bei der (wenigen) neu komponierten Musik wie zum Beispiel der Track "Blackbeard".

Den zweiten Stern gibt es für die spanischen Gitarrenmusik, die mit zum Teil virtuosen Klängen etwas frischen Wind in den Soundtrack bringen. Doch auch bei solchen Tracks (vor allem bei "The Pirate that should not be") schleicht sich immer wieder Monotonie ein. Auch hier hätte man bestimmt an der einen oder anderen Stelle mehr herausholen können.

Zwei Sterne also für einen Score, der vor allem durch etwas mehr Motivation und Lust an der Sache von Hans Zimmer locker fünf Sterne hätte bekommen können...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2011 9:31 AM MEST


Rango
Rango
Preis: EUR 9,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 11. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Rango (Audio CD)
Hans Zimmer wurde in diesem Jahr unter anderem für filmische Großprojekte wie zum Beispiel den vierten Teil der "Fluch der Karibik" - Reihe, "Sherlock Holmes 2" oder der Fortsetzung des Animations - Hits "Kung Fu Panda" engagiert. Der Verdacht liegt da zu Recht nahe, dass der Frankfurter Komponist kleinere Filmengagements, wie zum Beispiel Gore Verbinskis "Rango", eher im Vorbeigehen erledigt, man also von den musikalischen Ergebnissen für diesen Film nicht zu viel erwarten darf. Doch weit gefehlt...

Zimmer schafft für den Animationsfilm um ein Chamäleon im Wilden Westen eine filigran instrumentierte, mit zwei ohrwurmartigen Themen versehene Musik, mit der er sich vor allem vor seinem großen Vorbild, seinem für den Berufsentschluss ausschlaggebenden Komponisten, Ennio Morricone, verbeugt. Western-Musik aus der Feder von Hans Zimmer, das hat bisher in seinem künstlerischen Schaffen gefehlt.

Kurzweilig, witzig, episch... In all diesen Stilen werden die beiden Hauptthemen verarbeitet. Dazu haben sich auch Rick Garcia, George del Hoyo und "Los Lobos" mit kurzen Songs und Arrangements eingebracht und verleihen dazu der Musik mexikanische Würze. Sahnehäubchen obendrauf: Johnny Depp (Stimme von "Rango") und die anderen Rollen des Filmes sind ebenfalls auf der CD zu hören, ergeben in guter Abmischung eine Symbiose mit der Musik, machen somit die Scheibe phasenweise zu einem Hörspiel, mit dem man den Film nach dem Kinobesuch zu Hause noch einmal teilweise im Kopf ablaufen lassen kann...

Einziges Manko: Man hätte bei der Aufnahme der Musik für alle Instrumente Originale verwenden können, nicht zum Beispiel Flöten, Banjos und Pfeiffen am Computer reinsampeln müssen. Vielleicht war ja die Zeit oder das Budget dafür zu knapp...

Unterm Strich: Sehr unterhaltsame Filmmusik mit Liebe zum Detail, großer Verbeugung vor Morricone und Co. und echtem Western-Feeling. Zimmer beweisst wieder einmal, dass ihm Animations-Filme besonders liegen, und präsentiert in solchen immer wieder seine andere Seite: die nicht epische, wie man sie sonst aus "King Arthur", "Da Vinci Code", "Dark Knight" oder "Inception" kennt...

ÜBRIGENS: Insgesamt handelt es sich hierbei um die selbe Audio-CD, wie sie hier bei Amazon auch mit anderem Cover angeboten wird...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2011 3:39 PM MEST


Rango Soundtrack
Rango Soundtrack
Preis: EUR 10,09

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 3. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rango Soundtrack (MP3-Download)
Hans Zimmer wurde in diesem Jahr unter anderem für filmische Großprojekte wie zum Beispiel den vierten Teil der "Fluch der Karibik" - Reihe, "Sherlock Holmes 2" oder der Fortsetzung des Animations - Hits "Kung Fu Panda" engagiert. Der Verdacht liegt da zu Recht nahe, dass der Frankfurter Komponist kleinere Filmengagements, wie zum Beispiel Gore Verbinskis "Rango", eher im Vorbeigehen erledigt, man also von den musikalischen Ergebnissen für diesen Film nicht zu viel erwarten darf. Doch weit gefehlt...

Zimmer schafft für den Animationsfilm um ein Chamäleon im Wilden Westen eine filigran instrumentierte, mit zwei ohrwurmartigen Themen versehene Musik, mit der er sich vor allem vor seinem großen Vorbild, seinem für den Berufsentschluss ausschlaggebenden Komponisten, Ennio Morricone, verbeugt. Western-Musik aus der Feder von Hans Zimmer, das hat bisher in seinem künstlerischen Schaffen gefehlt.

Kurzweilig, witzig, episch... In all diesen Stilen werden die beiden Hauptthemen verarbeitet. Dazu haben sich auch Rick Garcia, George del Hoyo und "Los Lobos" mit kurzen Songs und Arrangements eingebracht und verleihen dazu der Musik mexikanische Würze. Sahnehäubchen obendrauf: Johnny Depp (Stimme von "Rango") und die anderen Rollen des Filmes sind ebenfalls auf der CD zu hören, ergeben in guter Abmischung eine Symbiose mit der Musik, machen somit die Scheibe phasenweise zu einem Hörspiel, mit dem man den Film nach dem Kinobesuch zu Hause noch einmal teilweise im Kopf ablaufen lassen kann...

Einziges Manko: Man hätte bei der Aufnahme der Musik für alle Instrumente Originale verwenden können, nicht zum Beispiel Flöten, Banjos und Pfeiffen am Computer reinsampeln müssen. Vielleicht war ja die Zeit oder das Budget dafür zu knapp...

Unterm Strich: Sehr unterhaltsame Filmmusik mit Liebe zum Detail, großer Verbeugung vor Morricone und Co. und echtem Western-Feeling. Zimmer beweisst wieder einmal, dass ihm Animations-Filme besonders liegen, und präsentiert in solchen immer wieder seine andere Seite: die nicht epische, wie man sie sonst aus "King Arthur", "Da Vinci Code", "Dark Knight" oder "Inception" kennt...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2011 10:03 AM CET


The Originals - Sinfonie 8
The Originals - Sinfonie 8
Preis: EUR 7,79

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legendär, 20. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Sinfonie 8 (Audio CD)
Soltis energiegeladene, höchst präzise und dennoch ebenso emotionale Einspielung dieses gigantischen Vermächtnisses von Gustav Mahler stellt für mich bis zum heutigen Tag die absolut beste ihrer Art dar. Kein Sinopoli, nicht einmal ein Bernstein konnte in meinen Augen die unfassbare Wucht, die von der achten Sinfonie ausgeht, und zugleich die anrührende, mich persönlich vor allem gegen Ende ("Alles vergängliche ist nur ein Gleichnis") immer wieder zu Tränen rührende Musik so stimmig und ansprechend auf Scheibe bannen. Herausragende Solisten, stimmkräftige Chöre und nicht zuletzt ein sensationell aufspielendes CSO bringen Mahlers Weltanschauungsmusik in Perfektion zum Klingen.

Wer eine hervorragende, vielleicht sogar die bisher unerreicht beste Aufnahme dieser Sinfonie haben möchte, sollte in jedem Fall hier zugreifen!


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