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Rezensionen verfasst von
Don Quichotte (Limburg)

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Tatort: Die 2000er Jahre [3 DVDs]
Tatort: Die 2000er Jahre [3 DVDs]

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unausgegorenes DVD-Konzept, 11. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tatort: Die 2000er Jahre [3 DVDs] (DVD)
Dass die Tatorte nach und nach auf DVD erscheinen, ist großartig, denn so manche Folge kann eine hochwertige Story und Produktion vorweisen und sich durchaus mit Kinofilmen messen. Was jedoch stört, ist die Art und Weise der DVD-Veröffentlichung. Einige Folgen werden in "Kommissar"-Boxen zusammengefügt, andere (wie in diesem Beispiel) in Boxen, deren Zusammenhang im Produktionszeitraum zu suchen ist, und noch andere erscheinen als Einzelfolgen. Für Sammler ein Alptraum. Aber der Reihe nach:

Die drei in dieser Box zusammengefügten Episoden weisen, außer, dass sie zur Tatort-Reihe gehören, im Grunde keine Gemeinsamkeiten auf, die eine Zusammenfügung gerechtfertigt hätten. Der Frankfurter Fall "Herzversagen" ist für mich Höhepunkt dieser Box. Ein Glücksfall von einem Krimi, der eine traurig stimmende "Randgruppenstudie", eine meisterhafte Krimikonstruktion und großartige Charaktere verbindet. Die Folge wurde zurecht mit dem Grimme- und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und wäre eigentlich prädestiniert gewesen, als Einzel-DVD zu erscheinen. / Der Münsteraner Fall ist solide und bietet wie immer skurrilen Humor. Diese Episode hätte gut mit in eine der Münsterboxen gepasst. / Die Lindholm-Folge "Dunkle Wege" macht in dieser Konstellation am wenigsten Sinn, denn Hannes Jaenicke spielt mit. Er ist eine Nebenfigur aus dem Umfeld der Kommissarin und hat in zwei oder drei Folgen mitgespielt. Diese Folgen in einer Box zu kombinieren, wäre eine gute Idee gewesen, da sie einen Zusammenhang innerhalb der Lindholm-Folgen bieten. In dieser Box ist sie im wahrsten Wortsinn "aus dem Zusammenhang gerissen". // Die Box bietet noch einige über die drei DVD verteilte Extras: kleine Dokumentationen und Hintergrundberichte, die durchaus sehenswert sind.

Alles in allem erhält man mit dieser Box einen großartigen, einen spannenden und einen skurrilen Tatort. Ärgerlich ist stellenweise die Bildqualität, denn in einigen Nachtaufnahmen gibt es leichte Bildstörungen. Mein Fazit: Drei sehr gute Einzelfolgen, die unglücklich kombiniert und in nicht optimaler Bildqualität produziert wurden.


Rico und Oskar, Band 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten
Rico und Oskar, Band 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten
von Andreas Steinhöfel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinderkrimi mit charmanter Hauptfigur, 11. Januar 2011
Den Vergleich mit Erich Kästner braucht Andreas Steinhöfel zwar eigentlich nicht zu scheuen, aber eigentlich ist Steinhöfel auch ein Name, der keinen Vergleich mehr braucht. Sein Kinderkrimi "Rico, Oskar und die Tieferschatten" besticht durch eine klare sprachliche Gestaltung, die immer wieder Humor aufblitzen lässt. Die Figuren sind spannend, besonders der "tiefbegabte" Rico. Es geht um seine Schwierigkeiten mit dem Verstehen, um seine Bekanntschaft zu Oscar, der am anderen Ende des Begabungsspektrums steht, aber es geht auch um entführte Kinder und einen gemeinen Kidnapper. Nebendarsteller ist das Mehrfamilienhaus, dessen Bewohner von Rico auf unnachahmliche Weise beschrieben werden. Ein wunderbarer Roman, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen eine spannende Lektüre bietet.


Die Prinzessin und der Wilderer: Vier Geschichten
Die Prinzessin und der Wilderer: Vier Geschichten
von Roald Dahl
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,90

5.0 von 5 Sternen Auf andere Weise gut, 11. Januar 2011
Ich kann den anderen Rezensenten, auch wenn ich das Buch besser bewerte, durchaus zustimmen. Die vier Geschichten aus "Die Prinzessin und der Wilderer" sind kaum mit denen aus Küßchen, Küßchen vergleichbar. Sie sind sicherlich weniger bissig, aber das macht sie in meinen Augen nicht schlechter. Sie sind nur eben anders. Insbesondere die beiden Märchen habe ich sehr gerne gelesen, denn trotz ihrer Märchenhaftigkeit sind sie auch recht ungewöhnlich, stellenweise makaber und bieten auch überraschende Wendungen. Die anschließenden beiden Kurzgeschichten erinnern stilistisch schon eher an die bekannten aus "Küßchen, Küßchen". Mein Fazit: Ein gutes Buch, dass originelle, teils märchenhafte und immer gut geschriebene Geschichten bietet, die sich allerdings in ihrer Art von den anderen, bekannteren Geschichten des Autors unterscheiden.


Siebzehn Silben Ewigkeit: Roman
Siebzehn Silben Ewigkeit: Roman
von Denis Thériault
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche, sehr poetische Liebesgeschichte, 4. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Siebzehn Silben Ewigkeit: Roman (Taschenbuch)
Bilodo ist ein Eigenbrötler. Seine Tätigkeit als Briefträger in der kanadischen Stadt Montreal nutzt er aus, um immer wieder handgeschriebene Briefe, die er zustellen soll, zu öffnen und selbst zu lesen. Auf diese Weise stößt er auf einen Briefwechsel, der nur aus Haikus (Siebzehnsilbige japanische Gedichtform) besteht. Für die aus Guadeloupe stammende Briefschreiberin empfindet er so etwas wie Verliebtsein aus der Ferne, und als ihr Brieffreund stirbt, versucht Bilodo für ihn einzuspringen, um den Briefwechsel um jeden Preis aufrecht zu erhalten.

Das Buch besticht vor allem durch die faszinierende Ausgangssituation und die Sprache. Es ist nicht zu ausschwiefend, sondern sehr dicht und konzentriert. Auf wörtliche Rede wird weitestgehend verzichtet, dafür nehmen die Haikus einen großen Schwerpunkt ein. Die Mischung aus Weltflucht und Sehnsucht, die Bilodo ausmacht, erzeugt von Anfang an Faszination und Spannung. Enttäuschend ist jedoch das Ende der Geschichte, auf das ich an dieser Stelle natürlich nicht näher eingehen werde. Soviel jedoch: Viele spannende Aspekte werden nicht recht weiterentwickelt oder aufgelöst. Besonders in der zweiten Hälfte des Buches und am Ende der Geschichte war die Handlung in meinen Augen sehr verkopft, und so war ein emotionales Einlassen auf das Buch nicht mehr so gut möglich wie am Anfang. Auch haben die Haikus mich nur zum Teil angesprochen.

Fazit: Ein ungewöhnliches Buch, das durch eine poetische und ungemein dichte Sprache besticht, das aber in der Tendenz etwas zu verkopft ist.


Aus dem Leben eines kleinen Mannes: Episodenroman
Aus dem Leben eines kleinen Mannes: Episodenroman
von Swen Artmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Glück, 2. Januar 2011
Karl Bauer ist 46 Jahre alt und Finanzbeamter. Er führt ein normales, beschauliches Leben, doch hinter dieser Normalität schlummern unerfüllte Träume und Sehnsüchte. Karl Bauer trauert der Vergangenheit nach, denn in seiner Jugend fühlte sich das Leben noch spannender an, und er sehnt sich nach einer Veränderung, die ihm ein wenig Jugend und Lebendigkeit zurückbringt. Doch dieser Veränderungswunsch ist für Bauer nicht konkretisierbar. Er fischt im Trüben, versucht sich hier und da und wird immer wieder mit Scheitern und Blamagen konfrontiert.

Swen Artmann erzählt seinen Roman im Präsens, was der Geschichte eine beinahe dokumentarische Wirkung verleiht. Spannend ist vor allem die Figurenzeichnung, denn dem Autor gelingt hier ein kleiner Drahtseilakt: Seine Hauptfigur verhält sich idiotisch, ohne aber ein Idiot zu sein. Vielleicht mangelt es Karl Bauer an einer realistischen Selbsteinschätzung, und gewiss hätte er in dieser Hinsicht auch in das Stromberg-Universum gepasst, aber Bauer ist nicht boshaft, sondern hilflos, was dem Leser ermöglicht, Sympathie für die Figur zu entwickeln. Man begleitet Bauer bei seinem Versucht, ein glückliches Leben zu erzwingen, und man verzeiht ihm seine Fehler.

"Aus dem Leben eines kleinen Mannes" bietet gute Unterhaltung, die zugleich komische und traurige Anteile hat. Das Buch ist auch etappenweise lesbar, denn jedes Kapitel ist eine abgeschlossene Geschichte.


Die Frau meines Lebens
Die Frau meines Lebens
von Nicolas Barreau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett zu lesen, 2. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Frau meines Lebens (Gebundene Ausgabe)
Antoine ist Buchhändler und verliebt sich in einem Café in Paris auf den ersten Blick in eine junge Frau. Da es aber in dem Café keinen wirklichen Kontakt gibt, gerät die Suche nach ihr zu einem Detektivabenteuer. "Die Frau meines Lebens" ist sehr nett zu lesen und unterhält zudem ziemlich gut. Die Sprache ist flott, und die Geschichte interessant. Und doch habe ich auch etwas zu meckern:

Schon der Titel "Die Frau meines Lebens" erfüllt leider die Erwartungen nicht, denn außer, dass die von Antoine angebetete Frau schöne Augen, ein nettes Lächeln und einen "entzückenden Hintern" (S.17) hat, bleiben die Gründe, warum sie nun für Antoine die Frau seines Lebens ist, doch ziemlich im Verborgenen.

Und auch der Klappentext passt nicht so recht. Antoine, die Hauptfigur, soll ein "Romantiker" sein. Dafür finden sich in dieser Geschichte wenig Anhaltspunkte. Sicherlich hat er sich verliebt und ist sehr sehnsüchtig, doch diesen Gefühle tragen nicht zu romantischen Handlungen oder Fantasien bei. Nein, Antoine steigert aus Hilflosigkeit seinen Alkohol- und Zigarettenkonsum. Das ist vielleicht nachvollziehbar, aber sonderlich romantisch kann ich das nicht finden. Sicherlich ist es nur ein Wort, aber das Wort hat für mich gewisse Erwartungen geschürt. Außerdem heißt es, "Die Frau meines Lebens" sei ein "lebenskluger Roman". Eine Bestätigung dieses Prädikats konnte ich nun wirklich nicht entdecken. Ein Mann versucht, eine Frau wiederzufinden, und immer wenn ihm die Ideen ausgehen, wird er zum Trinker und Kettenraucher. "Lebensklug"? Na ja ... Der Autor ist noch recht jung (1980 geboren), und das, was er schreibt, ist kein lebenskluger Liebesroman, sondern hat eher die Anmutung einer studentischen Schwärmerei und Schnitzeljagd.

Fazit: Beim Lesen hatte ich fortwährend den Eindruck, eigentlich einen Fernsehfilm auf Sat1 zu schauen. Durchaus flott und unterhaltsam, aber auch ziemlich oberflächlich. Die Figuren bleiben blass, und die Handlung ist über weite Strecken vorhersehbar. Eine nette, leichte Lektüre, aber wirklich nicht mehr.


Zwlfe Hat's Geschlagen
Zwlfe Hat's Geschlagen
Preis: EUR 11,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sagenhaftes von Otfried Preußler, 21. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Zwlfe Hat's Geschlagen (Audio CD)
Otfried Preußler liefert in seinem umfangreichen Gesamtwerk nicht nur eigene Geschichten (wie den Der Räuber Hotzenplotz), sondern auch bearbeitungen mehr oder weniger bekannter Märchen (wie z.B. Die Abenteuer des starken Wanja) und Sagen (z.B. Krabat). Das Hörbuch "Zwölfe hat's geschlagen" beinhaltet acht Geschichten aus dem gleichnamigen (und wesentlich umfangreicheren) Buch Zwölfe hat's geschlagen.

Die Geschichten erzählen von "Zaubermeistern und Hexen" und beruhen allesamt auf Sagen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Es gibt u.a. eine Faust-Sage und eine Krabat-Sage (die quasi als kleine Fortsetzung des Romans gesehen werden kann). Die acht Preußler-Sagen sind großartig erzählt und liefern Nachdenkliches, Komisches und Fantastisches. Preußlers sprachliche Gestaltung ist hervorragend, denn sie ist für Kinder durchaus anspruchsvoll, was ich allerdings gut finde, denn ohne Anforderung kann es auch keine Förderung geben. Empfehlen würde ich die Geschichten ab dem zweiten (und durchaus bis zum sechsten) Schuljahr. Einen Punkt Abzug bekommt das Hörbuch wegen der schlechten Tonqualität. Es rauscht schon merklich.

Wen dieses Buch (oder Hörbuch) interessiert, und wer vielleicht noch etwas Ähnliches sucht, dem möchte ich noch vier Dinge empfehlen:
1. Die Faust-Fassung von Paul Maar: F.A.U.S.T. (Theaterstück für Kinder, 5./6. Klasse), mit der man schön an der Preußlerschen Version anknüpfen kann.
2. Die Faust-Fassung der Augsburger Puppenkiste in der DVD-Sammlung Die kleine Schatzkiste
3. Das Sagenbuch Die schönsten europäischen Sagen. Neuerzählungen bekannter Sagen für Kinder ab sechs Jahren.


Allerletzter Akt
Allerletzter Akt
von Philip Ardagh
  Audio CD

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höhepunkt der weiteren Abenteuer, 27. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Allerletzter Akt (Audio CD)
Nach den eher durchschnittlichen Folgen 4 und 5 der Geschichten rund um Eddie Dickens läuft Autor Philip Ardagh im sechsten und letzten Teil der Eddie Dickens-Reihe wieder zu alter Stärke auf. Eddies Vater will ein Theaterstück über die Abenteuer seines Sohnes inszenieren (und schmückt die Wahrheit in seinem Manuskript etwas aus). Dieses Theaterstück bringt einige alte Bekannte in die Geschichte zurück, spielt allerdings keine übergeordnete Rolle. Viel interessanter sind die Schatten der Vergangenheit des wahnsinnigen Onkels Jack, die ebenfalls Schlimmes Ende heimsuchen. Es gibt jede Menge skurril-verdrehter Momente, tolle neue Figuren und wie immer eine wunderbare sprachliche Gestaltung. Zudem ist die Story deutlich spannender als die letzten beiden, denn es tauchen wieder richtige Bösewichige auf.

Das Hörbuch wird von Harry Rowohl fantastisch vorgetragen, und auch die Tonqualität ist deutlich besser als im vorigen Teil. Also: Alles in allem ein wunderbares Buch/Hörbuch, das Kinder (so ab 9 oder 10 Jahren) mit Sinn für abgefahrenen Humor und Erwachsene gleichermaßen begeistern dürfte. Allerdings ist es der sechte Teil, und es macht natürlich Sinn, bei Teil 1 anzufangen. Hier nochmal eine Übersicht für alle Neueinsteiger:

Teil 1: Schlimmes Ende
Teil 2: Furcht erregende Darbietungen
Teil 3: Schlechte Nachrichten
Teil 4: Unliebsame Überraschungen. 3 CDs
Teil 5: Abscheuliche Angewohnheiten
Teil 6: Allerletzter Akt

Kleine Anmerkung noch: Die Teile 1-4 sind als 3er-CDs in einem Plastik-Tray untergebracht, die Teile 5 und 6 sind sogenannte Digipacks (Papp-Leporellos mit Glanzlackbeschichtung und Einsteckfächern für die CDs). Eine einheitliche Gestaltungsform für Sammler wäre nett gewesen.


Der Liebeszauber des Monsieur Ladoucette: Roman
Der Liebeszauber des Monsieur Ladoucette: Roman
von Julia Stuart
  Taschenbuch

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen, 15. November 2010
Liest man die Inhaltsangabe und die vielen positiven Rezensionen, hat man den Eindruck, dass an diesem Buch kaum ein Weg vorbeiführt. Was ich mir gewünscht habe, ist eine charmant-märchenhafte Geschichte mit Witz und Poesie. In Ansätzen ist das in dem Roman sicherlich zu finden, aber die Autorin leidet meines Erachtens zu sehr unter dem Zwang, jede Idee unterzubringen und auszugestalten. So kommt die Geschichte weder in die Gänge noch auf den Punkt. Zudem gelingt es ihr nicht recht, erzählerisch die Spreu vom Weizen zu trennen. Sie erzählt und beschreibt und reiht anekdotenhaft Geschehnisse und Portraits der Figuren aneinander, aber das alles zerfasert und ist viel zu ausführlich geraten. Die Geschichte ist wirklich nett, und man hätte ihr einen großen Gefallen getan, wenn man sie um die Hälfte gekürt hätte.

Vergleichbare Bücher, die auf diese Roman-Märchen-Mischung mit dem Lokalkolorit eines französischen Dorfes setzen, haben mir weit besser gefallen. Chocolat ist meines Erachtens der bessere Roman, und Das Geheimnis des Fahrradhändlers ist das bessere Märchen. Gerade "Das Geheimnis des fahrradhändlers" zeigt, dass man mit viel weniger Worten, sehr viel mehr Atmosphäre schaffen kann.

Alles in allem ist "Der Liebeszauber des Monsieur Ladoucette" sicherlich ein nettes Buch, aber davon gibt es auf dem immer weiter werdenden Buchmarkt ja nun viele.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 27, 2012 2:49 PM MEST


Abscheuliche Angewohnheiten
Abscheuliche Angewohnheiten
von Philip Ardagh
  Audio CD

4.0 von 5 Sternen Skurriles Hörbuch (Teil 5 der Eddie-Dickens-Reihe), 15. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Abscheuliche Angewohnheiten (Audio CD)
Gleich zu Beginn der Hörbuchfassung war ich gleichermaßen erleichtert und erschüttert. Erleichtert, weil die Geschichte von Anfang an besser ist als der etwas schwächere vierte Teil (Unliebsame Überraschungen) der Eddie Dickens-Reihe. Erschüttert, weil die Tonqualität echt mies ist. Im Vergleich zu den anderen Hörbüchern hat man den Eindruck, jemand habe einen Jute-Sack über das Mikrofon oder vielleicht sogar den armen Harry Rowohlt gezogen. Der Ton ist ziemlich DUMPF. Ein Blick auf die Liste der Mitwirkenden verrät, dass die Teile 1-4 und 6 in Hamburg aufgenommen wurden, und dieser fünfte Teil im Tonstudio Köln bei einem gewissen Arno Steffen. Keine so günstige Entscheidung. Und wo wir gerade bei schlechten Entscheidungen sind: Nach vier Teilen mit normalen Jewel-Cases ist man bei den Teilen 5 und 6 auf Digipacks (also Papphüllen) umgestiegen. Man sollte so was verbieten. Wenn man sich schon eine Reihe zulegt, dann sollte die doch einheitlich gestaltet sein. Also: Der zweite Meckerer geht an RandomHouse.

Zum Inhalt: Zunächst wird ein Baby gefunden, dann verletzt sich mal wieder Eddies Vater, und beim Versuch, einen Arzt aufzutreiben, hat Eddie einen Unfall und danach Amnesie. Es geht um die Familie und um ein Kloster. Alles wird wie gewohnt sehr skurril erzählt, und an der unnachahmlichen sprachlichen Gestaltung von Philip Ardagh , die dann, beinahe noch unnachahmlicher, von Harry Rowohlt vorgetragen wird, kann man sich kaum satt hören. Also: Eine nette Geschichte, die zwar nicht ganz an die ersten drei Teile heranreicht, aber insgesamt gut unterhält. Abzüge in der B-Note wegen des dumpfen Tons. Und in der C-Note wegen des Bruchs in der äußeren Gestaltung.


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