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Rezensionen verfasst von
Dicki012

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Kunst hassen: Eine enttäuschte Liebe
Kunst hassen: Eine enttäuschte Liebe
von Nicole Zepter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Manifest, das gut tut, 9. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich fasst ein Buch in Worte, was man selbst oft nur vage gefühlt hat, wenn man (wie so oft) aus einer Kunstausstellung kommt, mit der man nichts anfangen konnte. Endlich hat man nicht mehr das Gefühl, reaktionär zu sein, nur weil man ein Kunstwerk schlichtweg blöd findet und das auch ausspricht. DIeses Buch ruft geradezu dazu auf, mal ordentlich in der Kunsthalle zu buhen (wie im Theater üblich!), und entlarvt die Mechanismen des heutigen selbstreferienziellen Kunstbetrieb, der uns als "Ausstellungskonsumenten" viel zu oft vergisst.

Was mir besonders gefallen hat: Nicole Zepter schreibt trotz des Titels nicht hasserfüllt, sondern sehr differenziert, und benennt die Ursachen, weshalb der moderne Kunstbetrieb heute so ist wie er eben ist. Dabei grenzt sie nicht aus oder zeigt mit dem Finger auf den oder die Schuldigen, sondern ruft uns als Ausstellungsbesucher zB dazu auf, sich von den Dünkeln zu befreien, den die Museen mit ihr oft einschüchternden Architektur und der überhöhten Sprache provozieren. Wer mit dem Gedanken in die nächste Ausstellung geht, dass er eben nicht dumm oder ignorant ist, nur weil er ein Kunstwerk blöd findet oder schlichtweg nicht kapiert, wird sich gleich viel besser fühlen; auf Augenhöhe mit Kunst, Künstler und dem Kurator. Das Buch hat mir hier tatsächlich in dieser Beziehung so etwas wie mehr "Selbstvertrauen" gegeben, kritischer zu sein und nicht alles abzunicken, in der Angst, ich könnte mich entblößen. Das meine ich damit, dass diese Buch gut tut.

Was mir abschließend noch gefallen hat, ist, dass das Buch viele Hintergründe aufhellt, wie zB die Frage, warum Museen eigentlich alle so ähnlich strukturiert sind, oder warum wir uns als "gebildete" Menchen oft kein Urteil über die Qualität einer Ausstellung zu trauen. Kaufempfehlung!


Das Rad der Ewigkeit: Roman
Das Rad der Ewigkeit: Roman
von Tibor Rode
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem spannend, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es kommt selten vor, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese, weil es so spannend ist (zuletzt war das "Die Arbeit der Nacht" von T. Glavinic, aber das ist auch schon wieder 6 Jahre her.) Jetzt hat es dieses hier geschafft: "Das Rad der Ewigkeit" erzählt eigentlich zwei Geschichten um die Erfindung des sagenumwobenen Perpetuum Mobiles, das es laut der physikalischen Gesetze ja gar nicht geben kann. Die erste Geschichte um den Erfinder Orffyreus spielt vor 250 Jahren, die andere um einen jungen Patentanwalt, der über einen mysteriösen Fremden auf Orffyreus Spuren gerät und sich schließlich als Gejagter in einem hochspannenden Krimi wiederfindet. Warum? Weil das Perpetuum Mobile unendliche Energie verspricht, weshalb ein funktionierender Bauplan heute wohl Milliarden wert wäre...

Was mir besonders gefällt: Obwohl es zwei zeitlich parallel laufende Handlungstränge gibt (18 Jhd./heutige Zeit), sind beide so kunstvoll miteinander verwoben, dass die Handlung trotz der ständigen Perspekivwechsel immer gut vorangetrieben wird und nie verwirrend ist. Dabei enthält das Buch soviele originelle "Cliffhanger" am Ende der Kapitel, dass man oft gezwungen ist, weiterzulesen. Die historische Handlung beasiert auf Tatsachen (den Erfinder Orffyreus hat es wirklich gegeben!), es kommen eine Menge historisch belegter Personen (Leibniz, Händel, etc.) vor und man lernt selbst als geschichtlich interessierter Mensch noch eine Menge. Gleichzeitig ist die Sprache so eindeutig und zugänglich, dass das Lesen nicht anstrengt, sondern Spaß macht. Fazit: Ein im besten sinne unterhaltendes Buch!


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