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Profil für Annette Hexelschneider, knowvis - Wissen visualisieren > Rezensionen

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Rezensionen verfasst von
Annette Hexelschneider, knowvis - Wissen visualisieren (Wien)

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Komplexithoden: Clevere Wege zur (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität
Komplexithoden: Clevere Wege zur (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität
von Niels Pfläging
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplexithoden – ein fokussierter Blick in’s Buch, 29. März 2016
Mit Komplexithoden „clevere Wege zur (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität“ aufzuzeigen, ist Ziel des hier von mir vorgestellten Buches.

Mich interessieren diese Wege im Bezug zu Kreativität und Wissenstransfer. Mit diesem Blick stelle ich das Buch vor, was mir daran gefällt und was nicht, sowie teile mit Ihnen 3 Tipps daraus.

Das Buch…
… baut auf fortschrittliche Firmen. Auf „lebendige Organisation“ und „zeitgemäße Unternehmensführung“. Was daran wie hilfreicher ist, erklären ein- bis zweiseitige Exkurse im Buch.

Kompexithoden sind lebendige Organisationswerkzeuge. „Praktisch-theoretische Grundlagen“ dazu werden zu Beginn vorgestellt. Danach folgen

-> Kompexithoden für Leistung,
-> Komplexithoden für Beweglichkeit,
-> Komplexithoden für Lernen.

Den Abschluß bildet ein Call to Action.

Der beabsichtigte Nutzen: „Wie wollen Ihnen ein Buch an die Hand geben, das neues Denken begreifbar macht, in den Zusammenhang stellt und Lust macht zu handeln.“

Komplexithoden…
… sind jene „Organisationswerkzeuge“, die angemessen komplex und sozial für die Probleme unserer Zeit sind. Sie wollen „Denken und Handeln integrieren“. Sowie die „Beziehungsdichte oder ‚soziale Dichte’“ erhöhen.

Sehr nachdenknswert für alle, die Methoden nutzen, finde ich in diesem Zusammenhang: „In hoher Dynamik ist hohe Beziehungsdichte das Wichtigste, das Werkzeug selbst wird zweitrangig.“ Die Autoren stellen sich so ein Bein? Ich denke, das Bein stellt das Leben und sie versuchen mit dem Buch darüber zu springen bzw. den Leser dazu zu verleiten.

Auch dazu, Komplexität anzunehmen: „Komplexität ist wie das Wetter. Es ist nichts Schlechtes daran. Es ist nur schlecht, nicht darauf vorbereitet zu sein.“

Und sich den wichtigen Unterschied – immer – vor Augen zu führen: „Kompliziertheit entsteht durch Mangel an Wissen. Kompexität durch Überraschung“.

3 Tipps
I. Erkunden Sie die Hinterbühne

Weil’s Visualisierung ist :-) , weil ich die Metapher mag, weil das unter Umständen über Wohl und Wehe von Initiativen entscheidet, stelle ich hier den Exkurs „Vorderbühne und Hinterbühne“ vor.

„Organisationen sind wie Theater. Sie verfügen über eine Vorder- und eine Hinterbühne.“ Die Hinterbühne „ist der Ort des ‚Inoffiziellen’“.

„Die Hinterbühnen zu verstehen, ist wesentlich für Veränderung. Allerdings liegt dieser Teil der Organisation im Dunklen.“ Wie wir alle wissen, ist das eine schwierige und zähe Angelegenheit. Mir gefällt diese Metapher. Verwandelt sie mich doch in Indiana Jones und weckt bei mir Lust am Abenteuer „Hinterbühne“ 😉

II. Kulturbeobachtung…

… ist eine Komplexithode. Sie hilft, das Abenteuer „Hinterbühne“ anzugehen. Ein golden nugget dieser Methode: „Nutzen Sie die Neuen.“ Denn bei den Neuen hat sich das „Gehirn noch nicht an den Anblick“ der Kultur gewöhnt. 😀

So einfach, so bestechend, so Wertschätzung der Kompetenz neuer Mitarbeiter, so Wissenstransfer, so lernende Organisation*!!

*Und wenn’s auch „nur“ der Neue wäre…

III. Brief an uns selbst

Visualisierung.
Informationstransfer.
Bestenfalls Wissenstransfer, lernende Organisation.

„Verschriftlichung“ des IST-Zustandes der Organisation:

„Selbstbeschreibung“, „Klärung der Identität“,
„wirkungsvolles Vehikel, um die dazu nötige Denk- und Kommunikationsarbeit zu organisieren“,
„er soll persönlich sein und kollektive Einsicht schaffen oder verstärken“.
Da fallen mir mit diesem Anstoß im Buch gleich xx Nutzungsmöglichkeiten ein. Auf welche kommen Sie und wie könnten Sie das in ihrer Kultur mal ausprobieren?

Was mir am Buch gefällt…
1.Sehr viel Inspiration zur genauer Beobachtung von Organisationen. Dasmit verbunden die Hoffnung so noch besser unterstützen zu können.
2. Für meine Arbeit wertvolle Methoden in den Bezügen zu meinen Arbeitsthemen wie Wissenstransfer und Kreativität.
3. Für mich selbst. Im Buch gibt es auch Methoden für die persönliche Organisationsentwicklung. Paradox? Sind wir nicht jeder viele?

Was mir am Buch nicht gefällt
1. Ich habe das Buch sehr lange liegen lassen, weil mich ein erster Blick sofort nach Erhalt abgeschreckt hatte. Ich schätze es sehr, mit Visualisierungen mehr Verständnis zu ermöglichen. Hier hatte ich das Problem, dass mich die Anwendung der Blau-Rot-Metapher und ihrer Visualisierungen überfordert hat und mir so die Orientierung erschwerte.
Das ich dann doch das Buch wieder in die Hand genommen habe, wurde durch erstaunliche Synchronizität getrieben. Einerseits habe ich mir gedacht, „dass ist nicht in Ordnung. Sie haben es Dir geschickt, also lies es oder gib es zurück.“ Und zeitgleich gab mir ein Kunde in Oberösterreich einen Artikel von einem der Autoren in die Hand.
Man kann sich von dem Buch finden lassen.
2. Eventuell könnte man den Autoren noch vorwerfen, dass einige Inhalte zu vage sind. Und Methoden zu wenig als konkrete Anleitung geschrieben sind. Doch…

…mein Gesamt-Fazit der Komplexithoden
Der Nutzen am Buch überwiegt für mich. Denn „erwirb es um es zu besitzen“. Der Weg zur Komplexi-Kompetenz ist Lernen. Da muss man Energie investieren. Kompetenz-Erwerb eben.


UZMO - Denken mit dem Stift: Visuell präsentieren, dokumentieren und erkunden
UZMO - Denken mit dem Stift: Visuell präsentieren, dokumentieren und erkunden
von Martin Haussmann
  Broschiert
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Ein hilfreicher Begleiter, für alle, die mehr aus ihrem Wissen machen möchten, 14. Januar 2016
Denken mit dem Stift lässt einen besser, kreativer und partizipativer denken.

Das Buch…
...befasst sich mit dem Thema in 7 Kapiteln (Liste = meine Zusammenfassung):

1. Grundlegendes zur Visualisierung von Wissen
(Fundamente, Strategien, Spielarten, Einsatzgebiete)
2. Einführung in die bikablo®-Visualisierungstechnik und visuelle Vokabeln
(Schrift, Grafikelemente, Piktogramme, Figuren und Farbe)
3. Vom Wissen zur Visualisierung
(Orientierung mittels Visualisierungskompass; Grafiken & Diagramme, Infogramme, Schlüsselbilder, Bildlandschaften)
4. Visuell präsentieren
(Plakate, Wissenlandkarten; in Lehre, Meeting und Unternehmenskommunikation)
5. Visuell dokumentieren
(Sketchnotes, Graphic Recording)
6. Visuell erkunden
(Dialog-Kartografie, Arbeitsplakate)
7. Anhang
(Praxistipps für Flipchart und Pinnwand, Begriffserklärungen, Bücher, Links und Apps)
Damit deckt das Buch alles ab, was es an Formaten, Methoden und Einsatzgebieten zum visuellen Denken gibt.

Das große 2. und 3. Kapitel eigenen sich dazu, dass man Schritt für Schritt mehr mit dem Stift erdenken und partizipieren kann. Also für Einsteiger ein feiner Weg.

Die Kapitel 4, 5 und 6 zeigen dann, wie man mit noch mehr Anwendungsmöglichkeiten und damit noch mehr Nutzen aus den erworbenen Fertigkeiten herausholt.

So nutzt Denken mit dem Stift…
…eine kleine (!) Auswahl aus dem Buch:

- Der visuelle Kanal bietet andere und mehr Ausdrucksmöglichkeiten als der verbale.
- Mit der visuellen Sprache verschieben wir Grenzen des linearen Sprechens und Schreibens.
- Betrachter können damit noch besser mit ihrem Wissen anknüpfen.
- Man kann so U.a. Ideen sichtbarer machen und Beiträge kartieren.
- Wissen wird merkfähiger.
Für Sie: Wenn Sie mit dem Stift mitschreiben + mitzeichnen, begreifen Sie Wissen aus einem Vortrag besser.
Für Andere: Wissen bleibt verständlich im Raum, via visueller Ergebnisse auf Flipcharts.
- Wissensarbeiter designen auf diese Weise neues Wissen.
- Parallelwelten auf Papier verwandeln Themen in visuelle Abenteuer.
- Bildlandschaften-Templates werden zu Baupläne für neue Welten.
- Visualisierungen vernetzen Wissenspartikel.
- Wer zeichnet hat Spaß, auch bei trockenen Themen.
- Spaß entspannt, „belüftet“ den Kopf und lässt besser denken.

Denken mit dem Stift – 3 Tipps

Farbe gezielter nutzen (S. 62 – 63)

Meist liegen in Besprechungsräumen Stifte in 4er Paketen herum (rot, grün, blau, schwarz). Das kann nützlich sein: Rot = Achtung, Grün = ok. Doch kann es auch Sinn machen z.B. Corporate Design-Farben zu verwenden. Oder Emotionen sprechen zu lassen: Orange = lebendig und warm, Blau = ruhig und kühl.

Benachbarte Farbtöne wirken einheitlich stimmig.
Kontrastierende Farbtöne verdeutlichen Gegensätze.

Farbe ist also einfach wirkungsvoll und das schon für Einsteiger in’s visuelle Denken.

Durchbrechen Sie ermüdende Präsentationsroutinen in Besprechungen (S. 166ff)

Ihr Beitrag würde auf ein Flipchartblatt passen? Das lässt sich in 15 Minuten machen.

a) Kernbotschaft klären und hinschreiben, oben oder in der Mitte oder…
b) 1 Motiv/Piktogramm finden, dass Ihr Anliegen auf den Punkt bringt.
c) Notwendigen Text hnzufügen.
d) Text gestalten (Container, Piktogramme).
e) Text verbinden (Linien, Pfeile zeigen Beziehungen, Einflüsse,…).
f) Mit Farben fertigstellen (kodieren, hervorheben,…).

Arbeitsplakate helfen einfach weiter (S. 220ff)

Arbeitsplakate helfen in Besprechungen oder Workshops, gute Dialoge zu führen.

Diese Arbeitsplakate bestehen aus für Thema und Ziel geeigneten Denkformularen.
So kommen die Gedanken in eine wirkungsvolle Struktur, bei der man nichts vergisst, die in Beziehungen setzen und einen strukturierten Überblick ermöglichen. Quasi wie die hier von mir vorgestellten Templates + Piktogramme zur noch stärken Orientierung.

Das lässt sich schon von Einsteigern umsetzen.

Was mir am Buch gefällt…
I. Das es unendlich viel Wissen vermittelt.
II. Man leicht je nach persönlichen Ambitionen einsteigen kann.
III. Das es wunderschön gemacht wurde – ein optischer Genuss.

Was mir am Buch nicht gefällt
Es kann überwältigend wirken und fast erstmal abschrecken: soo viel zu lernen!

Da hilft zurücktreten und sich überlegen, womit kann ich mit wenig Lern-Aufwand schon mal viel Nutzen für mich/Andere erreichen. Dies herausrauspicken und üben. Usw.

Mein Gesamt-Fazit
Ein hilfreicher Begleiter, für alle, die mehr aus ihrem Wissen machen möchten.


WISSENSMANAGEMENT beflügelt: Wie Sie einen unbegrenzten ROHSTOFF aktivieren.
WISSENSMANAGEMENT beflügelt: Wie Sie einen unbegrenzten ROHSTOFF aktivieren.
von Heiko Beier
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Unser Buch soll ermutigen!“ Tut es., 9. Juli 2015
"Weitsichtiges Wissensmanagement beflügelt die Produktivität jeder Organisation.„

„Unser Buch soll ermutigen!“, sagen die Herausgeber. „Ziel ist es das häufig allzu schwerfällige Thema Wissensmanagement zu entfesseln und den Leserinnen und Lesern Ansatzpunkte zu bieten, sich selbst von den Fesseln verschiedener Probleme, die auf missglücktem oder fehlendem Wissensmanagement basieren, zu befreien.“

Das Buch…
… versucht sein Ziel als Sammelband mit 16 Beiträgen zu erreichen. Nach meiner Lektüre ist für mich das Ziel erreicht. Es ist eine sehr praxisnahe, leicht verständliche und inspirative Sammlung entstanden, die meiner Meinung nach gleichermaßen Inspirationen bietet für jemanden, der sich relativ neu mit dem Thema beschäftigt, wie für jemanden, der theoretisch und praktisch schon tief in diesem Thema steht.

Zielgruppen der Herausgeber sind
„Pragmatiker,
Strategen,
Liebhaber abstrakter Modelle,
Berater,
leitende Angestellte,
Vertreter aus Konzernen, Behörden wie auch KMUs,
erfahrene Manager, die etwas Neues lernen wollen,
Digital Natives, die ihnen bekannte Perspektiven im Lichte anderer Managementtraditionen einordnen möchten“.

Sehr überraschend, interessant und hilfreich fand ich die 7 Lesewege durch’s Buch, die zusätzlich zum Inhaltsverzeichnis angeboten werden. Zum Beispiel
„Leseweg entlang der betrieblichen Wertschöpfung,
Leseweg entlang der Wissenstreppe von North,
Leseweg für Pragmatiker, die gerne schnell loslegen wollen.“

Was mir am Buch gefällt…
… sind die vielen praktischen Hilfen, wie z. B. von Anja Flicker „Wissensmanagement in der Stadtbücherei Würzburg: Was, wie & warum“.
Eine sehr praktische und detaillierte, umfassende Gesamtvorstellung aller Aspekte des Wissensmanagements (WM) dort.
Effizienz wird groß geschrieben. Z.B. die Aktualisierung der Expertenprofile erfolgt mindestens gleich beim jährlichen Mitarbeitergespräch mit der Führungskraft. Selbst eine Community of Practice stiftet in einer Bücherei Nutzen, nämlich für die MitarbeiterInnen der Außenstellen. (S.123ff)

Oder der Beitrag von Christine Erlach und Karin Thier zu „Narratives Management – Was trübe Teiche mit Organisationen zu tun haben“. „Je konkreter man den Experten nach seinem Wissen befragt – und die meisten Wissenstransferansätze arbeiten mit leitfadengestützten Interview, vordefinierten Wissenskategorien, vorgegeben Fragekatalogen etc. – desto mehr gleicht dieses Vorgehen der Angel des Fischers.“ „Hier kommt das ‚Netz’“ – narrative Techniken – „ins Spiel und der Angler wird zum Fischer: es gilt, zu enge Antworträume zu vermeiden und den Kontext des Erfahrungswissens mit zu erfassen!“ (S. 106) Sehr spannend auch, welche Problem-Erkenntnisse aus Ereigniskurven zu Projekten gewonnen werden können und wie man diese heikle Situation mit vom realen Kontext gelösten Geschichten sichtbar machen kann.

Auch wenn ich den Begriff Human Change Management etwas zu technisch finde, der Beitrag von Michael Wyrsch „Integrierter Ansatz im KMU-Umfeld: Human Change Management bei der Einführung von Wissensmanagement“ beschreibt sehr ausführlich an einem Beispiel das Zusammenwirken von Otto Scharmers „Theorie U“ mit dem Wissensmanagentmodell der Gesellschaft für Wissensmanagement. (s.303ff)

Spannend, natürlich ganz besonders für mich, die Betrachtung eines komplexen Beispiels aus der Finanzwelt in „Die Nutzung von analogen und Metaphern zur Vermittlung komplexer Wissensinhalte“ von Frank Borrmann. Wer sich nicht mit dem Aktienfonds VMP EuroBlueSytematic bzw. dessen Prinzipien auskennt, kann hier gleich verfolgen, ob ihr/ihm die Metaphern einem tatsächlich helfen :-) (S. 85ff)

Und auch (theoretische) Betrachtungen geben vielfältige Impulse.

Beispiel dafür „Die andere Seite des Wissensmanagements“ von Dirk Baecker. „Niemand kann absehen, ob die Praxis des Wissensmanagements zur wechselseiten Aufklärung oder zur Konstruktion eines wehcsleseitigen gestützten Verblendungszusammenhangs führen wird. Beides ist möglich, ja wahrscheinlich ist das eine nichts anderes als das andere.“ (S.45)

Und „Wissensvermittlung und –erwerb aus der Sicht der Hirnforschung“ von Gerhard Roth und David Klett. „Wer anerkennt, dass ‚innere Landschaften’ nur mit ausdauernder Mühe zu einer erhofften Ähnlichkeit finden können, diese Bilder auch immer wieder zu zerfallen und auseinanderzulaufen drohen, wird sie nicht dem Zufall überlassen wollen. Das schließt allerdings auch das Verdeutlichen von Auffassungsdifferenzen mit ein. Sie können nämlich für die Organisation ebenso fruchtbar sein wie die Herstellung und Pflege eines ‚Konsensraums’ als Grundlage der Zusammenarbeit.“ (S.227)

Was mir am Buch nicht gefällt
Ich bin immer für das Verständnis befördernde Visualisierungen. Die Piktogramme auf dem Umschlag und zu Kapitelbeginn fand ich nicht unterstützend sondern für mich eher ablenkend.

Mein Gesamt-Fazit
Zu Beginn der Lektüre war ich skeptisch, ob so eine WM-„Sammlung“ sinnvoll sein kann. Ja, sie ist es sehr für mich!
Ich kehre im Rahmen meiner Workshops und der Lehre zu WM auf jeden Fall öfter ins Buch zurück.


Data Visualization: a successful design process
Data Visualization: a successful design process
von Kirk Andy
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist mein Data Visualization-Fachbuch Nr. 1 im Jahr 2014., 10. Dezember 2014
Dieses Buch ist mein Data Visualization-Fachbuch Nr. 1 im Jahr 2014. Zwar liegen noch weitere Bücher auf meinem Lesestapel, doch dieses Buch setzt Maßstäbe in Bezug auf Verständlichkeit und Nutzen, die vermutlich nicht so leicht zu erreichen sind.

„Overload, clutter, and confusion are not attributes of information, they are failures of design.“ Edward Tufte (S.24) Genau diese unheilvollen Drei vermeidet der Autor Andy Kirk in seinem Buch, mit seinem Buch.

Das Buch ist ein „structered design approach to equip you withe the knowledge of how to successfully accomplish any data visualization challenge efficiently and effectively.“ (Untertitel) Obwohl das keine leichte Aufgabe ist, gelingt sie ihm auf für den Leser leicht verständliche Weise.

Es richtet sich an: „… anyone who has responsibility for, or is interested in trying to find innovative and effective ways to visually analyze and communicate data.

There is no skill, no knowledge and no role-based pre-requisites or expectations of anyone reading this book.“ (Verlagswebsite)

Der Autor ist da im Buch noch konkreter. Er meint, dass man „wie bei den meisten Fähigkeiten im Leben Zeit, Geduld und Praxis braucht“. (S.3)

Das Buch…
… geht den Weg zur Data Visualization mit folgenden Hauptkapiteln:

=> The Context of Data Visualization
=> Setting the Ppurpose snd Identifiying Key Factors
=> Demonstrating Editorial Focus and Learning About Your Data
=> Conceiving and Reasoning Visualisation Design Options
=> Taxonomy of Data Visualisation Methods
=> Constructing and Evaluating Your Design Solution
Also quasi den Weg, den man bei der Erstellung einer Daten-Visualisierung auch geht.

Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Überblick, worum es darin geht und endet mit einer Zusammenfassung. Die Kapitel sind kurz und sehr verständlich geschrieben. Für alle Data Visualization-Abbildungen gibt es Links, damit man sie sich im Web bei Bedarf genauer anschauen kann, was den kleinen Nachteil aufwiegt, dass das gedruckte Buch nur schwarzweiß ist (eBook in Farbe). Auch alle Tools haben Links und ebenso viele Zitate.

Der Fokus des Buches liegt auf der Strategie für Vorbereitung, Durchführung und Umsetzung von Datenvisualisierungen. Tools ist das Kapitel 6 gewidmet. Sie werden darin aber “nur” kurz vorgestellt.

Für wen das Buch geeignet ist
Es gibt sehr viele Bücher zu Data Visualization. Doch nahezu alle fordern fortgeschrittenes Daten-Grafik-Know-how von ihren Lesern, damit sie das Gelesene umsetzen können. So bleibt es dann für Jedefrau und Jedermann bei Inspirationen. Was ja nicht schlecht ist, doch vielleicht auch nicht zufriedenstellend.

Dieses Buch schließt diese Lücke. Es ist für Jedefrau und Jederman nützlich, die Daten korrekt, sehr gut und sehr interessant visualisieren wollen. Und das auch mit (noch) wenig Daten-Grafik-Know-how.

Allerdings sollte man „gute Grundlagen in Mathematik haben, besonders in Bezug auf Statistik, sowie einen guten Design-Instinkt.“ (S.3)

Es skizziert auch im Kapitel „The ‚eight hats’ of data visualisation design“ welche Kompetenzen zu einem Datenvsiualisierer gehören und wie man fehlende Kompetenzen mit Zusammenarbeit überbrückt.

D.h., Sie erlernen mit dem Buch eine geeignete Strategie und Handwerkszeug zur Umsetzung von Daten in gelungene Visualisierungen, die Sie sofort auch für wenig aufwendig Daten-Grafiken nutzen können. Und wenn Ihnen für aufwendigere Daten-Grafiken das grafische Know-how fehlt, lernen Sie Herangehensweisen kennen, die Sinn machen und können Ihr Know-how in der Zusammenarbeit ergänzen bzw. durch Üben, Anwenden, Üben, Anwenden.

Dies lohnt sich:
„The ability to take data – to be able to understand it, to process it, to extract value from it, to visualize it, to communicate it – that’s going to be a largely important skill in the next decades.“ Hal Varian (S. 7)

„Good content reasoners and presenters are rare, designers are not.“ Edward Tufte (S.54)

Was mir am Buch gefällt
Alles, siehe auch oben.

Ich bin voller Bewunderung, wie man ein didaktisch so gut aufgemachtes Buch erschaffen kann.

U.a. gefällt mir auch sehr diese Herangehensweise: „Using visual analysis to find stories“ (S. 67 – 71) in den Daten. Denn „Visualization gives you answers to questions you didn’t know you had.“ En Schneiderman (S.67)
Ich sage meinen Studenten immer, dass man idealerweise dem Leser die Daten „vorverdaut“.
An einem einfachen Beispiel führt der Autor dies über 7 ½ Seiten sehr nachvollziehbar vor.

Ein Highlight ist auch seine Stukturierung von „data visualisation methods“. (S. 119 – 158) Es gibt einige Klassifikationen, doch die im Buch vorgestellte Struktur ist für mich logischer, umfassender und aktueller, enthält sie doch auch neue Formate. Sie umfasst:
=> Comparing categories (12 Formate)
=> Asssessing hierarchies and part-to-whole realtionships (7 Formate)
=> Showing changes over time (9 Formate)
=> Plotting connections and realtionships (7 Formate)
=> Mapping geo-spatial data (8 Formate)

Was mir am Buch nicht gefällt
Nichts, außer vielleicht, dass es kein Autorenfoto für neugierige Leser gibt. Doch leitet einen diese unbeantwortete Frage dann u.a. auf den nützlichen Blog von Andy Kirk, was ja vielleicht beabsichtigt ist ;-)

Hier noch drei kleine Inspirationen zu Data Visualization aus dem Buch für Sie
1) „Using visual analysis to find stories“
Was könnten diese Geschichten sein? Worin könnte sie zu finden sein? Hier 7 Beispiele für Fragen an die Daten, um zur erzählenswerten Visualisierung zu gelangen:
=> Umfang und Verteilung der Daten?
=> Kontext der Daten?
=> Ändern sich die Daten und in welcher Richtung?
=> Wie stark ändern sich die Daten?
=> Schwankungen der Daten?
=> Ist das sichtbare Muster in den Daten ein bedeutungsvolles Signal oder nur das „Geräusch“ in den Daten?
=> Gibt es Überschneidungen zwischen Variablen?

2) „My working process is riddled with dead-ends, messy errors, and bad decisions – the final product usally sits on top of a mountain of interations that rarely see the light oft he day.“ Jer Thorp (S.80)

Um damit umgehen zu können, rät Andy Kirk
=> zuerst Visualisierungsideen zu skizzieren,
=> sich Notizen für die nächsten Versuche/Aufgaben zu machen, um das Gelernte sofort wieder gut nutzen zu können,
=> auf Zeitmanagement zu achten, d.h. angemessen je Arbeitsschritt mit der Zeit zu haushalten und überhaupt herauszufinden, was angemessen ist,
=> nicht (immer) das Rad neu erfinden zu wollen, sondern auch die vielen vorhandenen kreativen Optionen nutzen. (S.82 – 83)

3) „Valuating the work of others“
„One oft he most effective ways of sharpening your visualisation design „eye“ is by evaluating other designers’ work. Not necessarily through providing formal feedback, but just testing your reaction and analysis oft he design you see.“ (S. 177f)


Big Data: A Revolution That Will Transform How We Live, Work and Think
Big Data: A Revolution That Will Transform How We Live, Work and Think
von Viktor Mayer-Schönberger
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen To measure is to know. Lord Kelvin, 11. August 2014
Big Data beschreibt das hier besprochene Buch von Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier mit vielen Facetten, die unser Leben bereits stark beeinflussen und noch stärker beeinflussen werden.

Geschichte von Big Data
Zu Beginn veranschaulichen überraschende Blicke in die zum Teil schon vor sehr langer Zeit begonnene Geschichte von Big Data die Wurzeln von Big Data und den Weg zu Big Data von heute. Zum Beispiel die Geschichte von Matthew Fontaine Maury, der 1839 schwer verunglückte und eine Karriere auf See nicht mehr fortführen konnte. Und trotzdem weiter „zur See fuhr“, als Datenpionier mit seiner erfolgreichen Idee Logbücher auszuwerten, daraus Muster zu erkennen und effizientere Routen zu entwickeln. „Merchant ships desperately wanted to get hold of his charts; Maury insisted that in return they too hand over their logs (an early version of a viral social network). ‘Every ship that navigates the high seas’, he proclaimed, „may henceforth be regarded as a floating observatory, a temple of science.“ (S.75)

Segen und Fluch von Big Data
Ausführlich stellen die Autoren auch Segen und Fluch von Big Data vor. Beides mit vielen greifbaren Beispielen, die mich mit dem Gefühl zurücklassen: für mich überwiegt der Fluch. Ich teile den in Bezug auf den Fluch für mich zu oft durchscheinenden Optimismus – das müssen/können wir in den Griff bekommen – der Autoren nicht.

Wohl sehe und verstehe ich: „Just as the telescope enabled us to comprehend the universe and the microscope allowed us to understand germs, the new techniques for collecting and analyzing huge bodies of data will help us make sense of our world in ways we are just starting to appreciate.“ (S.7)

Doch ich sehe auch die riesige Herausforderung dabei: „We must prevent the rise of the twenty-first-century data barons, the modern equivalent of the nineteenth-century robber barons who dominated America’s railroads, steel manufacturing, and telegraph networks.“ (S.183)

Zwischen diesen beiden Polen von Big Data schlummern dann noch jede Menge weitere Herausforderungen, nämlich u.a. an unser Know-How mit Daten umzugehen, z.B.: „Ultimately, big data may require us to change, to become more comfortable with disorder and uncertainty.“ (S.48)

Für mich sind dies auch die drei Gründe, warum man sich unbedingt mit Big Data beschäftigen sollte:

- um den Segen,
- um den Fluch
- und um die Know-how-Herausforderungen für einen selbst kennen zu lernen.
Ich sehe das immer mal wieder bei meinen StudentInnen: Statistik wirkt nicht für alle Menschen verlockend. Da ich ja zum Glück Statistik-Visualisierung unterrichte, kann ich mit der Vielfalt an heutigen Visualisierungsformaten doch indirekt etwas zu Statistik verlocken.

Statistik etwas offener gegenüberzustehen, lohnt sich:
„Unlike material things – the food we eat, the candle that burns – data’s value does not diminish when it is used; it can be processed again an again.“ (S.101)
„In fact, with the right mindset, data can be cleverly reused to become a fountain of innovation and new services. The data can reveal secrets to those with the humility, the willingness, and the tools to listen.„ (S.5)

Klar ist natürlich auch, dafür braucht man ein “big-data mindset” (S.129) Und “big data will require a new group of people to take on this role. Perhaps they will be called “algorithmists’.” (S.179)

Das Buch hilft auf umfassende Weise, Big Data kennen zu lernen. Allerdings muss man sich das erarbeiten. Etwas mehr inhaltliche Straffung und dem Verständnis helfendere Typographie würde die Lektüre sicher erleichtern.


Viel Stoff - wenig Zeit: Wege aus der Vollständigkeitsfalle
Viel Stoff - wenig Zeit: Wege aus der Vollständigkeitsfalle
von Martin Lehner
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wege aus der Vollständigkeitsfalle für alle, die Fachwissen lehren und Fachwissen kommunizieren, 12. April 2014
„Wenn keiner mehr durchsteigt, gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann eine Expertenkommission einsetzen (Hartz, Rürup, Herzog) – oder die Maus fragen. Experten lieben die Komplexität, sie ist quasi ihre Lebensgrundlage. Die Maus liebt die Einfachheit.
“Die ‘Sendung mit der Maus’ zeigt „wie sich komplexe Dinge mit schlichten Worten darstellen lassen“. (Schnettler, 2003) Das schätzen auch Erwachsene, 2003 waren 60 Prozent der Maus-Seherinnen Erwachsene.

Damit ist schon eine Erkenntnis vorgestellt aus dem Buch von Martin Lehner:
Experten haben ihr Wissen so „verdichtet“, dass Ihnen „wesentliche Konzepte und Prinzipien nicht mehr bewusst“ sind und „sie häufig dazu tendieren, mehr oder weniger umfangreiche Kataloge von Fakten, Begriffen, Methoden und Prinzipien zu liefern“. (S.14) So schnappt die Vollständigkeitsfalle zu!

Was der Experte als hilfreich annimmt, kann aber leider das Gegenteil bewirken: „die Abtötung des des natürlichen, in jedem Menschen vorhandenen Interesses“ und die „Überbürdung mit unverdautem Wissensstoff“. (S.29) Mal ganz abgesehen davon, dass mit einer zu großen Inhaltmenge vermutlich den Lernenden kaum verständnisfördernder Raum bleibt zum „Anwenden, Üben, Experimentieren, Problemlösen und Entwicklen“. (S. 26).

Der Autor wendet sich an „Hochschullehrer/innen, Lehrer/innen und Trainer/innen“ damit sie es schaffen, ihr Fachwissen auf wesentliche Elemente reduziert, „für Lernende überschaubar und begreifbar zu machen“. Das gelingt ihm und er erzeugt dabei sehr gut „Betroffenheit“ ;-)

Darüberhinaus lohnt sich die Lektüre auch z.B. für ExpertInnen in Stabsabteilungen, die intern ihre Expertise verständlich rüberbringen möchten oder für verstehbare Kommunikation von komplexem Wissen zu KundInnen.

Das Buch

- beschäftigt sich dafür mit den Herausforderungen in Bezug auf Bildung & Wissen in unserer Zeit für ExpertInnen und Lernende,
- skizziert die Gefahren der Vollständigkeitsfalle und zeigt Methoden und Formate der didaktischen Reduktion
-> zur Vorbereitung der Lehre
-> für Darbietung der Lehre
-> und die Aktivierung der Lernenden,
- mit sehr viel Bezug auf Theorien, Praxisbeispielen, Aufgaben für die LeserInnen und einer Toolbox.

Was mir am Buch gefällt

- Ich finde es sehr hilfreich.
Obwohl ich schon über 5 Jahre an einer FH unterrichte, noch viel länger Trainings gebe und neugierig auf/experimentierfreudig mit didaktische/n Methoden bin, brachte mir die Lektüre noch eine Fülle an Impulsen – mit den Methoden/Formaten und auch mit den Warnungen. Sowie mit der Herausforderung des Autors: Komme ich auf mehr als 20 verschiedene Lernaktivitäten für die StudentInnen in meiner Lehre? (S.105)
- Es ist optisch sehr übersichtlich gestaltet. Mit den grauen Infokästen zu Abbildungen, Beispielen, Aufgaben für die Leser und dem sinnvollen Einsatz kursiver Schrift.

Was mir am Buch nicht gefällt

Nichts.

Hier noch drei kleine Inspirationen aus dem Buch.

Die Blumenstraußtechnik
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in Ihren Garten, um einen Blumenstrauß für einen lieben Menschen zu pflücken. Wenn Sie nicht gerade schwer verliebt sind oder etwas gut machen möchten, werden Sie vermutlich eher nicht sämtliche Blumen im Garten pflücken, sondern auswählen.
Können Sie mit Ihren Inhalten, die Sie transferieren möchten einen Blumenstrauß binden? „Welche Blumen pflücken Sie, warum gerade diese? Und auf welche Weise stellen Sie sie zusammen?“ (S.39, 40)

Das „innere“ Reduktionsteam
Stellen sie sich vor, in Ihrem Inneren diskutieren drei Personen miteinander:

“Der Reduzierer drängt stets darauf, die Dinge ‚auf den Punkt’ zu bringen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Der Strukturierer fordert von Ihnen Struktur, Gliederung und Orientierung.
Der Spezialist verlangt nach Einzelheiten.
Klären Sie für sich, wessen Wünsche sie auf welche Weise berücksichtigen wollen.“ (S. 65, 158,159)

Advance Organizer
„Dies ist eine ‚früh im Lernprozess vermittelte Expertenstruktur’, die Lernenden dabei hilft, sich inhaltlich zu orientieren. Auf einer Folie oder einem Arbeitsblatt werden ca. 15 Begriffe, Fragen oder Ideen vorgestellt. Wichtige Zusammenhänge werden angedeutet und einzelne Aspekte visualisiert.“
Damit kann man Lerninteresse wecken, orentierung geben, vorhandenes mit neuem Wissen verknüpfen, Aufmerksamkeit lenken. Alles zu Beginn des Themas in max. 15 Minuten.
Nutzbar auch für den internen/externen Wissenstransfer in Firmen. Denn “Context is King“. (S.99, 170, 171)

Noch mehr Tipps zum Umgang mit viel Stoff gibt es, neben dem Buch im Linzer TED-Auftritt des Autors [...].

Quelle: Schnettler, Silke (2003) Von Menschen und Mäusen. Schwieriges einfach zu erklären ist gar nicht so leicht, meint der Maus-Macher. In: Zeit Online. DIE ZEIT Nº 43/2003
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2016 4:00 PM CET


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Üppig viel Inhalt für Verstand, Auge & Herz – die Zitate ;-), 24. Januar 2014
„Eleganz ist nicht die Menge von Einfachheit. Eleganz ist die Abwesenheit von Unübersichtlichkeit.“ Anonym (Übersetzung dieses Satzes und aller weiteren (Buch-)Zitate: Annette Hexelschneider)
Dieses Motto auf dem Titelblatt des Buches klang für mich verheißungsvoll.

Vier Elemente von grafischem (Publikations-)Design, die dieses Motto ermöglichen, sind im Buch erläutert: Space (Fläche – Raum), Unity (Einheitlichkeit), Page Architecture (Seitenaufbau) und Type (Schrift).

Der Autor Alex W. White begründet seine Auswahl dieser Prinzipien damit, dass in der Design-Lehre oft der seiner Meinung nach kritisch wichtigste Aspekt von Design untergeht: der Hintergrundraum und Formen. „Obwohl gerade die Leere dynamisch wirkt, wenn man sie als Design-Partnerin vollständig anerkennt.“ (Preface vi)

Design ist ein Prozess und nicht nur ein Resultat. (Preface vi)

Wie immer bei der Visualisierung von Inhalten gilt:
-> Sich erst einmal das Ziel klarzumachen.
-> Das darzustellende Wissen kennenzulernen.
-> Den Kern aus der Menge an Inhaltsvielfalt destillieren.
-> Die wichtigsten Teile des Kerns dem Leser so vor Augen führen, dass sie ihn fesseln.
-> Alle Designbestandteile vereinheitlichen, so dass sie sich nicht gegenseitig „übertönen“, um einen gut für den Leser vorverdauten Content zu erreichen. (Preface vii)
Gerade das empfinde ich immer als die Mission von Informationsvisualisierung:
sie nimmt den Leser auf eine Denkebene höher mit, als wenn man ihm das Wissen unvorverdaut vor die Augen wirft.

Mich begeistern dabei Whites Gedanken, wie:
Der Job des Kommunikators ist es ein Seite so einladend zu gestalten, dass sie ein Lesermagnet wird. (Introduction 3)

Die Aufnahmefähigkeit einer Seite sollte durch das Design erhöht werden (Introduction 5)

Der Verstand sucht nach Bedeutung. Denn aus unserer Evolution sind wir gewöhnt, Muster und Unregelmäßigkeiten in unserer Umgebung zu „erscannen“, um Gefahren zu erkennen. Die gelungene Balance aus der Genusssucht des Gestalters und aus Monotonie erzielt daher für den White wirkungsvolles Design. Greift diese Balance doch das o.g. Evolutionslernergebnis auf, ohne Lesen aber zu anstrengend zu machen. (Introduction 7 ff)

Teil 1 
Space (Fläche – Raum)
Mit den Kapiteln:
Fläche – Raum ist Leere.
Symmetrie und Asymmetrie.
Die historische Entwicklung von Fläche – Raum: Sechse Zeitleisten.

Schon Shakespeare wusste: „Wenn ich einen Raum fülle, könnte es besser sein … wenn ich ihn geleert habe.“ (1 17)
So folgt eine umfassende Betrachtung von (Frei)Raum & Leere. Die einem mit vielen Aspekten vorzeigt, wie wichtig die Beachtung dieses „Werkzeuges“ ist.

Wen dies ein wenig skeptisch macht, der stelle sich einen teuren qualitätsorientierten Bekleidungsladen mit offener Ladenfläche, nicht vollgehangen vor im Vergleich zu einer von Wand zu Wand vollgestopften Ladenkette. (1 33) Genau das ist die Bandbreite von Raum auch im Publikations-Design.

Denn „(Weiße Fläche ist wie) die Stille bevor ein Eiskunstläufer sein Programm beginnt: diese Stille ist der perfekte Gegensatz zu seiner feingliedrigen Bewegung, die danach folgt.“ Anonym (1 35)

Auch eine interessante Deutung:
„Symmetrie: Raum ist passiv“ (2 41)
„Asymmetrie: Raum ist aktiv“ (2 43)

Teil 2 
Unity (Einheitlichkeit)
Mit den Kapiteln:
Einheitlichkeit und Fläche – Raum.
Die sieben Designbestandteile.
Wie man die sieben Designbestandteile benutzt.

Für den Autor sind diese sieben Designbestandteile (5 81ff):
1. Fläche – Raum
2. Einheitlichkeit und Gestalt (a la Bauhaus)
3. Punkt, Linie, Fläche
4. Skalierung und Dominanz
5. Hierchie
6. Balance
7. Farbe.

„Der ganze Sinn des Komponierens ist das Ergebnis unvermeidbar erscheinen zu lassen“ Aaron Copland (5 91) Was für eine Mission!
Denn „… Ein Gebäude wird nicht gestaltet indem man eine Serie von Zimmern zusammenpackt. Jedes (gute) Gebäude hat ein zugrunde liegendes Gestaltungskonzept, dass alle Teile als Ganzheit verbindet. Ohne dieses Gestaltungskonzept ist es keine Architektur.“ Edmund N. Bacon (6 101)

Teil 3 
Page Architecture (Seitenaufbau)
Mit den Kapiteln:
Die Seite als visuelle Struktur.
Elemente und Seiten verbinden.
Dreidimensionaler Raum.

Wie das Skelett des Huhnes – umhüllt mit Muskeln, Haut und Federn, so ist das Raster einer Seite / die visuelle Struktur einer Seite umhüllt mit Elementen. Und die Knochen wie das Raster halten das Huhn wie die Seite. (7 109)

Dafür wieder ein hohes Motto: „Ich erkläre nichts. Ich sage nichts. Ich zeige.“ Leo Tolstoi (7 119)

Eine der Deutungen des dreidimensionalen Raums von White ist, dass eine gedruckte Publikation ja gleichzeitig zwei- und dreidimensional ist. Wir sollten auch die Dreidimensionalität beim Lesen beim Gestalten bedenken. (9 143)

Teil 4
 Type (Schrift).
Mit den Kapiteln:
Der Schrift zuhören.
Typograpische Formalien.
Schriftentfaltung.
Textschrift.

„Das typographische Arrangement sollte für den Leser erreichen was Töne dem Zuhörer transportieren.“ El Lissitzky (10 149) Und „Typographie existiert, um den Inhalt zu ehren.“ Robert Bringhurst (12 187)

Um diese Herausforderungen zu erfüllen, ist dieser Teil mit sehr viel unterschiedlichem Inhalt gefüllt. Fast zu viel verglichen mit der “ruhigeren” explorativen Struktur vor allem der Teile 1 und 2.
In jedem Kapitel des Buches gibt es einen Haupttext, textuelle Ergänzungen in Marginalpsalten und Bildergänzungen. Sowie Metaphern und Zitate. Natürlich alles entlang der grafischen Prinzipien des Autors gestaltet.
Ein Glossar, ein Literaturverzeichnis und eine interessante Checkliste für Gestalter beschließen dieses atemberaubend umfassende Buch.

Was mir am Buch gefällt:

Es fokussiert sehr ausführlich auf einzelne gestalterische Aspekte (vor allem die Teile 1 und 2), auf die Literatur zum Thema Gestaltung sonst nicht / nicht so sehr fokussiert.
Es bietet auch für Jedefrau und Jedermann, mit dem aktiven Interesse etwas zu lernen, nutzbare Impulse.
Üppig viel Inhalt für Verstand, Auge & Herz – die Zitate
Was mir am Buch nicht gefällt:
Diese Üppigkeit macht es zur komplexen Kost. Man darf ob der Fülle nicht resignieren, muss sich einen für einen selbst machbaren Umsetzungszugang „erarbeiten“.

Für wen das Buch geeignet ist:
Für Menschen die Publikationen, die sie erstellen / für die sie verantwortlich sind, noch lesefreundlicher und damit nachhaltiger machen möchten.
Für Liebhaber von Gestaltungs-/Typographie-Bildbänden.


Personal Kanban: Visualisierung und Planung von Aufgaben, Projekten und Terminen mit dem Kanban-Board
Personal Kanban: Visualisierung und Planung von Aufgaben, Projekten und Terminen mit dem Kanban-Board
von Jim Benson
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "I can see clearly now...", 23. Dezember 2013
„I can see clearly now, the rain is gone. I can see all the obstacles in my way.“ Johnny Nash

Vermutlich hat er die Planungs-Tafel-Methode Personal Kanban genutzt 
„Wenn wir unsere Arbeit als Landkarte darstellen, könne wir durch unser Leben navigieren. So bekommen wir nicht nur den Kurs gezeigt, den wir einschlagen sollten, um unser Ziel zu erreichen, sondern auch das Terrain.“ Sie „hilft uns dabei, unsere Möglichkeitem zu vergegenwärtigen.“ „Wenn wir die Landschaft unserer Arbeit sehen, können wir unsere Handlungsmöglichkeiten besser erkennen, weil wir uns Klarheit verschafft haben.“ (S.16)

Personal Kanban – Details
Kanban kommt aus dem Japanischen und steht für Signalkarte – und ist kinderleicht.
Das Kanban-Board visualisiert immer den aktuellen Wertstrom der Arbeit:
Backlog – Bereit – In Arbeit (max. WIP) – Fertig

in Work in Progress-Limit (WIP) sorgt im Bereich „In Arbeit“ dafür, dass man mit den Arbeiten auch mal fertig wird. D.h. es verdeutlicht den Anteil der Arbeit, den man an einem Zeitpunkt (z.B. an einem Tag)* gleichzeitig erledigen kann. “Ziel ist es hier, dass Sie damit beginnen, das zu reduzieren, was Sie tun, und sich darum kümmern, das zu beenden, was Sie beginnen.” (S. 46) Denn „nicht fertiggestellte Aufgaben buhlen um unsere Aufmerksamkeit und verursachen aufdringliche Gedanken, die schließlich unsere Leistungsfähigkeit bremsen und die Fehlerwahrscheinlichkeit erhöhen.“ (S.30) So wie auch ein Jongleur zwar mit vielen Bällen aber nicht mit unendlich vielen Bällen gleichzeitig jonglieren kann.
* Größere Arbeiten werden entsprechend in kleine Pakte aufgeteilt.

Personal Kanban, To-Do-Listen und Getting Things Done
Personal Kanban (links) sieht sich im Vergleich zu To-Do-Listen (rechts) so
Lernen vs. Reagieren
Erzeugen vs. Erwirtschaften
Entwicklung vs. Stagnation

Unterschiede zu Getting Things Done sind u.a. das Work in Progress-Limit und die visuelle Kontrolle, die für mich Charme & Stärke von Personal Kanban ausmachen.

Worum geht es im Buch?
Die Grundlagen von Personal Kanban
u.a. zwei Regeln, warum visuell, warum nicht so viel gleichzeitig, warum es funktioniert
Mit Personal Kanban starten
u.a. Schritte 1 – 6
Mein Zeitmanagement ist mit einer Autobahn vergleichbar
Der Fluss der Natur
u.a. Arbeitsfluss, Rhythmus, Pull
Die Bestandteile einer hohen Lebensqualität
u.a. Metakognition
Unsere Prioritäten festlegen
u.a. Metriken
Nach Verbesserungen streben
u.a. Probleme an ihrer Wurzel packen
Das Ende vom Lied
eine Zusammenfassung
A. Personal-Kanban-Entwurfsmuster
B. Personal Kanban und soziale Medien

Es ist ein bisschen verblüffend, dass für eine so einfache Methode 138 Seiten Erklärungstext geschrieben wurden. Drei Gründe dafür sind:
Die Methode wird ausführlich beschrieben.
Warum & wie sie funktioniert wird ausführlich beschrieben.
Wie man Produktivität, Effizienz und Effektivität erreicht und sich dabei „trotzdem“ wohlfühlt, wird ausführlich beschrieben.

Was mir am Buch gefällt
Die Methode – einfach & wirkunsgvoll, die ich auf jeden Fall nutzen werde.
Die Idee des WIP-Limits.
Die Abwandlungen für viele verschiedene Arbeitsherausforderungen.
Der Überblick über die Arbeit, den man bekommt:
„Als ich fertig war, wusste ich genau, was ich erreicht hatte, wie lange es gedauert hatte, welche Hindernisse mich aufgehalten hatten und sogar warum.“ (S.12)
„Indem wir unsere Arbeit visualisieren, gewinnen wir Macht über sie. Wenn wir unsere Arbeit in verschiedenen Kontexten betrachten, bemerken wir echte Alternativen.“ (S.15)
„Die Kompromisse des Lebens werden deutlich. Das heißt, dass wir uns, wenn wir an einem Tag mit einer todlangweiligen Aufgabe beschäftigt sind, am nächsten Tag Zeit für eine erfreuliche Arbeit nehmen können.“ (S.52) Wenn ich also weiß, was & wie es mir gut tut, kann ich meinen Arbeitstag bzw. meine Arbeitswoche entsprechend sehend gestalten, was auch mit kleinem Gestaltungsspielraum schon möglich ist.
Die Personal Kanban Flow-Tipps am Ende jedes Kapitels.

Was mir am Buch nicht gefällt
Ich verstehe, dass die AutorInnen hinter ihrer Methode stehen. Manchmal sind mir aber einige Kapitel zu schwärmerisch, doch „zu Guru“, obwohl die AutorInnen dass nicht sein möchten.
Eine Stelle, an der zu undifferenziert gegen Trainer gewettert wird: „Produktivität: Ob Bücher, Konferenzen, Workshops und Trainer – egal wo wir hinsehen, werden wir daran erinnert, dass unser Bestreben, mehr zu schaffen und härter zu arbeiten, kläglich scheitert.“ (S. 71)
Die nicht ganz so hilfreiche Reihenfolge der Kapitel.

Für wen das Buch geeignet ist
„Wollen wir unsere Tage wie Sand in der Sanduhr vergehen lassen? Oder wollen wir sie ganz bewusst erleben wie ein Kapitel in einem Roman?“ (S. 47)

Für Menschen, die „frühere Tätigkeiten mit künftigen Möglichkeiten vergleichen“ wollen, „um das Effektivste und Sinnvollste herauszufinden“, um Entscheidungen zu treffen, die sich an ihren unmittelbaren Bedürfnissen und langfristigen Zielen ausrichten.“ (S. 47)

Für alle, die die Methode, Hintergründe und viele Abwandlungen für viele verschiedene Arbeitsherausforderungen kennenlernen wollen.


Brainstorming for One: 50 Werkzeuge und Übungen für Ihre Kreativität Ein Seminar in Buchform
Brainstorming for One: 50 Werkzeuge und Übungen für Ihre Kreativität Ein Seminar in Buchform
von Petra Hennrich
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativ auch allein, 23. Dezember 2013
Das Buch ist ein feines Kreativitätsmethoden-Lexikon zu einem fairen Preis.

Wenn Sie allein nachdenken (müssen), lässt es Sie nicht allein. Dazu werden zur Einleitung und zu jedem Kapitel noch grundlegende Kreativitäts-Prinzipien erklärt. Zu jedem Werkzeug, zu jeder Übung gibt es neben dem Text & Abbildungen den Überblick:
Einsatz: …
Benötigt: …
Dauer: …
Tipp: …

Kreativitäts-Methoden-SammlerInnen werden einige der Methoden kennen. Trotzdem gibt es auch für sie neue Methoden, Impulse und interessante Erläuterungen zu unbekannteren Prinzipien und unbekannteren Methoden-Erfindern.


Fotografie im Coaching: Persönlichkeitsentwicklung mit Photoprofiling
Fotografie im Coaching: Persönlichkeitsentwicklung mit Photoprofiling
von Karmen Kunc-Schultze
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Für alle, die mehr über sich wissen möchten bzw. anderen, die mehr über sich wissen wollen, verantwortungsvoll helfen können, 17. Februar 2013
Fotografie nützt dem Sichtbarmachen von Selbst- und Fremdbild. Ich habe das in unserem Blog schon beschrieben (Vision zum Ziel. 2012: Wie ernten Sie Ihre Erfolge? “Reiche Eltern für alle” oder A Way to Think Outside the Box). Daher war ich neugierig auf dieses Buch.
Die Autorin Karmen Kunc-Schultze ist Sozialpädagogin, Psychotherapeutin, Coach und Fotodesignerin.

Zielgruppen
Das Buch richtet sich an Persönlichkeiten, „die das eigene Potential bestmöglich ausschöpfen“ möchten; an Coaches, BeraterInnen, PersonalentwicklerInnen, UnternehmerInnen und Führungskräfte; an alle, die sich für „neue Coachingskonzepte und Methoden“ interessieren. (S. 8,9)
Nach der Lektüre finde ich, das Buch richtet sich einfach an alle, die mehr über sich wissen möchten bzw. anderen, die mehr über sich wissen wollen, verantwortungsvoll helfen können.

Methode
Photoprofiling ist „eine Kombination aus psychologischer Beratung, systemischem Coaching und dem professionellen Einsatz des Mediums Fotografie. Die Außenperspektive der Fotografie dient zur Reflexion, Dokumentation und Außendarstellung von Persönlichkeitsprofilen und zur Förderung von Wachstumsprozessen. Die nonverbale Ebene öffnet Türen zum Wesentlichen, Bilder in Verknüpfung mit Lernprozessen schaffen Nachhaltigkeit.“ (S. 9)

„Photoprofiling setzt genau da an, wo unsere gewohnte Wahrnehmung aufhört. Fotografie als Medium zur Selbstreflexion ermöglicht uns eine Visualisierung der inneren und äußeren Bilder. Aus der Distanz betrachtet eröffnet sie uns eine Metaebene. Wir können diese überprüfen, bestätigen oder verwerfen.“ (S. 24)

Diese Metaebene ergänzt wirkungsvoll unsere Sinneswahrnehmungen, denn: „Die aus unseren Sinneseindrücken zusammengesetzten Collagen sind … keine wahren Abbilder unserer Realität, sondern Konstrukte.“ (S. 25)

Ziele…
… der Fotografie im Coaching sind u.a.:
• „Katalysator für Persönlichkeitsentwicklung“,
• „sich mit der Außenwirkung auf sich selbst beschäftigen“,
• „sich selbst in seinem ganzen Facettenreichtum kennen zu lernen“,
• „neue Sichten auf die eigene Person“ bekommen,
• „postive Veränderungen im Selbstkonzept … bewirken“. (s. 36, 37).

Details
Nach einer Einleitung, die viele Aspekte des Coachings und der Fotografie umfasst, erklärt die Autorin Phasen und Themenschwerpunkt im Photoprofiling, u.a. auch das Thema authentische Selbstpräsentation.

Es folgt der Werkzeugkasten mit 40 „Photoprofling-Tools“. „Viele Tools sind für das Selbstcoaching geeignet.“ (S. 77) Jedes Tool beschreibt sie sehr ausführlich. Der Fundus – inhaltlich breit – umfasst u.a. Potenzialanalyse, Motivation, Biografie-Tools. 
Einige Tools sind (jedoch) keine Photo-Tools sondern umrahmende bzw. ergänzende Methoden.

Ausprobierenswert auch die Idee der Spiegelübungen zur „Schulung der positiven Selbstwahrnehmung.“ (S. 125) „Meine wichtigste Erkenntnis ist, dass wir unsere Werte und unsere Wahrnehmungen beeinflussen können.“ (S. 126) Diese Übungen reichen von „Wertungsfreies Wahrnehmen“ (S. 128,129) bis „Verzeihen“ (S. 157, 158).

Eine der Übungen ist die Selbstpräsentation. „Diese Spiegelübung ist ein effektives Training für freies Reden und Fokussierung auf das Postive. …
1. Schritt: Überlegen sie sich drei Begriffe wie z.B. Familie, Reisen, Blume.
2. Schritt: Halten Sie spontan einen 3-Minuten-Vortrag, in dem diese drei Begriffe vorkommen. Beobachten Sie sich dabei im Spiegel und versuchen Sie die Perspektive eines Zuhörers einzunehmen.
3. Schritt: Schreiben Sie im Anschluß mindestens fünf positive Aspekte Ihrer Präsentation auf.“ (S. 135, 136)

Fazit
Ein sehr interessantes, den fachlichen Horizont des/der an Visualisierung Interessierten erweiterndes Buch.
Einziges Manko für mich ist eigentlich der Vorteil des Buches. Die Autorin schafft es alle Kapitel umfassend und doch kurz zu halten. Ich hätte jedoch gern noch mehr Wissen zu wissenschaftlichen Hintergründen erhalten.
Das Buch ist nichtdestotrotz sehr praktisch und – wie immer vomRosenberger Fachverlag gewohnt - sehr sorgfältig hergestellt. 
Umfangreiche Fototeile visualisieren das Photoprofling im gesamten Buch.

Noch eine Motivation aus dem Nachwort der Autorin: „Die Investition in meine Persönlichkeitsentwicklung ist für mich zur lustvollen, selbtverantwortlichen Aufgabe geworden, weil ich erfahren durfte, wie positiv sich mein Leben dadurch entwickelt hat.“ (S. 164)


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