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FS

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Complete Symphonies
Complete Symphonies
Preis: EUR 54,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Interpretationen, suboptimale Aufnahmetechnik, 14. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Complete Symphonies (Audio CD)
Nicht selten wird Dvoráks sinfonisches Schaffen auf seine berühmte Neunte "Aus der neuen Welt" reduziert. Die Menge an Gesamteinspielungen aller neun Sinfonien ist daher immer noch überschaubar. Neben der hier vorliegenden Box kenne/besitze ich die Aufnahmen von Neumann, Rowicki, Kertész, Suitner und natürlich Kubelik.

Järvis Interpretationen sind für mich durchweg solide, aber auch nicht mehr. Die Verschmelzung von "hoher" Sinfonik mit Elementen des "einfachen" Volkslieds erscheint mir oft zu gleichförmig und zu abgerundet. Für meinen Geschmack gelingt es den o.g. Dirigenten besser, das Bodenständige, das Slawisch-Herbe, das Tänzerische herauszuarbeiten und so ein "Heimatgefühl" zu transportieren. Järvi wirkt auf mich dagegen zu objektiv; zwar nicht gefühlslos, sondern einfach "nett", eben nicht einnehmend.

Die Aufnahmetechnik hat mich ebenfalls nicht begeistert; trotz DDD klingt vieles diffus oder verschwommen (einen Eindruck kann vllt. das Hörbeispiel zum ersten Satz der siebten Sinfonie vermitteln). Ich weiß nicht, ob im Aufnahmestudio zu viel Hall entstanden ist oder ungünstig nachbearbeitet wurde -- auf jeden Fall hätte ich mir ein etwas trockeneres, transparenteres Klangbild gewünscht. Besonders die Tuttistellen drohen stellenweise im Klangbrei unterzugehen; und auch manch andere (eigentlich) polyphone Passage verliert leider an Klarheit.

Insgesamt also nur eine durchschnittliche Box; ich würde statt dessen eine der o.g. Gesamtaufnahmen empfehlen. Zur Zeit sprechen mich besonders Neumann und Suitner an; aber auch Kubelik sollte man in jedem Fall gehört haben.


Sinfonie 4: Em Rogner,Soprano 1 Wagn
Sinfonie 4: Em Rogner,Soprano 1 Wagn
Preis: EUR 13,05

5.0 von 5 Sternen Geheimtipp, 14. März 2013
Unter den Mahlerinterpreten ist Hans Rosbaud nach heutigen Maßstäben wohl kein Schwergewicht -- hier denkt man eher an Walter, Klemperer, Bernstein, Tennstedt oder Abbado. Dennoch hat Rosbaud ein paar interessante und unbedingt hörenswerte Beiträge zur Mahlerdiskografie geliefert. Eingefleischte Mahlerfans werden möglicherweise seine Aufnahme der Siebten und Neunten kennen. Die hier vorliegende Einspielung der Vierten ist dabei noch mehr ein Geheimtipp, verdient aber trotzdem (oder deswegen) besondere Aufmerksamkeit.

Bezogen auf das Alter der Aufnahme (1957 Mono) ist der Klang sehr zufriedenstellend, wenn auch natürlich nicht so detailliert, räumlich und voluminös wie in neueren Stereoaufnahmen. (Andererseits habe ich auch schon Aufnahmen aus den 60ern und 70ern gehört, die matter/dünner klingen.)

Das Entscheidende ist natürlich der Inhalt -- und hier gelingt Rosbaud eine geschärfte, ungeschönte Deutung, wie man sie in heutiger Zeit nicht mehr allzu oft zu Gehör bekommt. Hier haben wir keine eindimensional-fröhliche, romantische Musik vor uns, sondern eine ständige Ambivalenz zwischen Idylle und Groteske mit tlw. spukhaft-schaurigen Momenten. Wie Rosbaud das schafft, ist schwer zu beschreiben, man muss es hören: mitentscheidend sind wohl die gekonnt gesetzten Akzente sowie die grundsätzlich etwas zügiger gewählten Tempi, die unglaublich gut aufeinander abgestimmt sind.

Besondere Erwähnung verdient die (mir bis dahin eher unbekannte) Solistin Eva-Maria Rogner, die dem Finalsatz einen unglaublich jugendlichen Charme verleiht. Geradezu ideal erscheint mir in dem Zusammenhang die Tatsache, dass der Satz nicht als Arie oder Ballade "fehlinterpretiert" wird, sondern mit "nur" etwa acht Minuten wie ein Kommentar wirkt, vorgetragen im Stile eines 50er-Jahre-Wanderlieds. Eine Charakterisierung, die sich m.E. unheimlich gut in den Gesamtkontext der Sinfonie einfügt.

Fazit: eine äußerst interessante Aufnahme, der zu wünschen ist, dass sie nicht ganz in Vergessenheit gerät.


Klavierkonzert 1 und 2
Klavierkonzert 1 und 2
Preis: EUR 14,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von allerhöchstem Wert, 11. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzert 1 und 2 (Audio CD)
Angesichts der vielen 5-Sterne-Rezensionen wäre es an sich nicht notwendig, eine weitere hinzuzufügen. Dennoch fühle ich mich beinahe dazu genötigt, als wäre man es den Musikern einfach schuldig -- zu groß ist meine Bewunderung für diese Aufnahme!

Noch nie habe ich die beiden Konzerte lebendiger, farbenreicher und zugleich tiefsinniger erlebt als hier. Die Interpretationen gestalten sich höchst individuell (jedoch nie eigenwillig!) und heben sich dadurch deutlich von anderen Aufnahmen ab. Festzumachen ist dies u.a. am Orchesterpart, der schon von so manchem Dirigenten routiniert abgearbeitet wurde, wie z.B. von Zubin Mehta in der Aufnahme mit Lang Lang und den Wienern. Ganz anders hier: das (eigens für diese Konzerte zusammengestellte) Polish Festival Orchestra besitzt superbe Vibrato-, Portamento- und Rubatoqualitäten, die letztendlich auch dem Klavierpart mehr Freiheit ermöglichen -- als entstünde die Musik aus dem Moment heraus, beinahe wie improvisiert. Die Musiker holen einfach aus jeder Note und jedem Spannungsbogen ein Maximum an Ausdruck und Dynamik heraus; es entwickelt sich eine ungeheure Sogkraft, der man sich kaum entziehen kann. Man höre z.B. nur einmal im ersten Satz des ersten Konzerts die Stelle ab 15:00 -- noch zwingender und berauschender lässt sich die Symbiose zwischen Orchesterklang und Klavierläufen kaum einfangen!

Beide Konzert-Interpretationen bieten eine kaum zu übertreffende Bandbreite an Stimmungen und Dynamik bei ungeheurer Transparenz. Das Zusammenspiel zwischen Zimerman und seinem Orchester könnte nicht besser aufeinander abgestimmt sein. Der Klang ist einfach überragend, natürlich, räumlich und detailreich, so dass man sich mit geschlossenen Augen wie im Konzertsaal fühlt. Eine Einspielung von allerhöchstem Wert -- der Begriff "Jahrhundertinterpretation" drängt sich auf...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2012 8:02 PM MEST


Sinfonie 3
Sinfonie 3
Preis: EUR 16,37

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Respektable Leistung, 10. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 3 (Audio CD)
Der Begeisterung meines Vorrezensenten kann ich mich zwar nicht vollumfänglich anschließen, dennoch handelt es sich hier um eine respektable Einspielung. Positiv hervorzuheben ist die Transparenz und Linienführung in Notts Digirat. Hierdurch treten Details der Instrumentierung zutage, die im Klangbrei manch anderer Aufnahme untergehen.

Notts Interpretation folgt einem eher gradlinigen Ansatz, der einerseits keine kontroversen, andererseits aber auch keine nennenswerten individuellen Elemente beinhaltet. Der Dirigent hat sein Orchester im Griff, dennoch habe ich so manche Stelle (insbesondere im schwer zusammenzuhaltenen ersten Satz) in anderen Aufnahmen schon zwingender, schlüssiger gehört -- Salonen, Abbado, Chailly oder Gielen kommen mir hier in den Sinn. Die Sätze zwei bis fünf weisen zwar keine großen Schwachpunkte auf, jedoch fehlt mir auch hier das "gewisse Etwas", das gute von großartigen Aufnahmen unterscheidet. Der letzte Satz ist souverän vorgetragen, wirkt auf mich aber immer wieder ein wenig zu kühl und blass; überwältigendere Ergebnisse haben z.B. Bernstein, Levine oder Chailly erzielt.

Insgesamt bewegt sich diese Aufnahme zwar über dem Durchschnitt, kann aber m.E. mit Spitzeninterpretationen nicht mithalten. Hierzu wäre mehr Zwingendes, mehr Leidenschaft, mehr Individualität von Nöten.


Symphonies Nos.1-10 & Kindertotenlieder (Jubiläumsedition)
Symphonies Nos.1-10 & Kindertotenlieder (Jubiläumsedition)
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 64,05

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo ist die Leidenschaft?, 10. April 2012
Mahlers Musik lebt von emotionaler Komplexität, Gegensätzen, Doppelbödigkeit und Ironie, um nur die wichtigsten Elemente zu benennen. Nichts davon kann ich in der vorliegenden Einspielung von Maazel und den Wienern erkennen. Im Gegenteil, mir erscheinen praktisch alle der hier vereinten Interpretationen glatt, spannungs- und leidenschaftslos, vorhersehbar, auf Hochglanz poliert. Spiel- und aufnahmetechnisch gibt es zwar kaum etwas zu kritisieren, aber mehr kann diese Box für mein Empfinden nicht bieten.

Wer hier auf seine Kosten kommt, dem sei es gegönnt; über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Um eine Empfehlung auszusprechen, existieren m.E. jedoch zu viele bessere Alternativen. Besonders hervorzuheben wären Bernstein (sowohl Sony als auch DG), Kubelik (DG) und Gielen (Hänssler), auch Solti (Decca), Tennstedt (EMI) und Abbado (DG) bieten Reizvolles. Wer Mahler gern etwas "sachlicher" mag, sollte sich bei Chailly (Decca) oder den Einzelaufnahmen von Boulez (DG) umschauen.


The Complete Mahler Symphonies
The Complete Mahler Symphonies
Preis: EUR 20,97

110 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legendär!, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Complete Mahler Symphonies (Audio CD)
Die vorliegende Box beinhaltet Bernsteins erste Einspielung der Mahlerschen Sinfonien und Kindertotenlieder aus den 60er und 70er Jahren. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um eine Neuauflage der 2009 veröffentlichten Box Carnegie Hall Presents Bernstein: Mahler Symphonies. Das Remastering ist dasselbe -- kurz gesagt: satter, voller, lebendiger Klang. Inhaltlich sind lediglich folgende Unterschiede auszumachen:
- Die vorliegende 2012er-Box enthält die Kindertotenlieder, die 2009er-Box nicht.
- Die 2009er-Box enthält das Lied von der Erde (Israel Philharmonic Orchestra, mit Christa Ludwig, René Kollo) sowie eine Audio-Dokumentation "Gustav Mahler remembered", beides ist in der 2012er-Box nicht mehr zu finden.

Die (große) Schnittmenge der beiden Boxen bilden demnach die Sinfonien 1-9 sowie das Adagio der unvollendeten 10. Sinfonie. Abgesehen von der Fünften besitzen alle Aufnahmen absoluten Referenzcharakter. Der Hörer begibt sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise voller Abenteuer, Wunder und Spiritualität. Insbesondere die so populäre Vierte muss hier einmal hervorgehoben werden, die unter Bernsteins Stabführung einzigartig frisch, stimmungsvoll, farbig, gar magisch klingt -- dazu eine großartige Reri Grist im Finale, deren aufgeweckt-lebendiger Gesangspart auch heute noch zu den zwei bis drei besten auf CD zählt.

Bernstein fühlte sich als Seelenverwandter Mahlers. Sein tiefes Verständnis für Mahlers Werk, die bedingungslose Leidenschaft, dieses maximale Ausleben der Emotionen und Kontraste, ohne dabei zu übertreiben oder die Kontrolle zu verlieren -- all das spürt man in diesen wunderbaren Aufnahmen. Aufgrund ihres dokumentarischen und künstlerischen Wertes ist und bleibt diese Box eine Legende.


Mahler: Symphony No 6 / Strauss: Metamorphosen
Mahler: Symphony No 6 / Strauss: Metamorphosen

4.0 von 5 Sternen Nicht ohne Grund berühmt, 17. Januar 2012
Barbirollis Interpretation von Mahlers Sechster wird von vielen als die Referenz schlechthin angesehen. Ein wenig Nostalgie mag dabei vllt. eine Rolle spielen, doch das ist sicherlich nicht der einzige Grund, warum diese Aufnahme über Jahrzehnte einen Spitzenplatz in der Empfehlungsliste einnimmt. In der Tat gibt es hier vieles zu entdecken. Die Interpretation ist von einem besonderen Ernst durchzogen, der dieser Sinfonie durchaus bekommt. Die eher langsam gewählten Tempi erlauben es Barbirolli, Figuren, Linien und Klangarchitekturen herauszuarbeiten, die in anderen Aufnahmen vllt. weniger klar hervortreten -- darin liegt für mich der hauptsächliche Reiz dieser CD. Die Ansicht des anderen Rezensenten, die Bandbreite der Tempi sei hier viel größer als bei anderen Dirigenten, kann ich allerdings nicht teilen; richtig schnell wird Barbirolli praktisch nirgendwo.

Langsamkeit ist zunächst nichts schlechtes, sondern ein Mittel, das Spannung erzeugen kann. Jedoch besteht die Gefahr, irgendwann die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu verlieren. Letzteres ist hier manchmal der Fall, was selbstredend sehr subjektiv empfunden wird. Dazu erscheint mir insbesondere der erste und dritte Satz zu gleichförmig und im direkten Vergleich zu ähnlich geraten. Natürlich sind sie in gewisser Weise verwandt, aber etwas mehr charakterliche Abgrenzung würde m.E. die Dramatik erhöhen. Das Andante, hier an zweiter Stelle, wirkt melancholisch und überzeugend. Der Finalsatz ist grundsätzlich gelungen und von einer Strenge durchzogen; etwas mehr Tragik könnte an manchen Stellen jedoch nicht schaden.

Gottseidank bietet Mahlers Musik Platz für viele verschiedene Interpretationen und Sichten, und diese Aufnahme -- gemessen an ihrem Alter in sehr guter Klangqualität -- ist nicht ohne Grund berühmt. Das Orchester spielt im Wesentlichen sehr souverän, auch wenn heutige Top-Orchester im Vergleich dazu ein etwas höheres Maß an Virtuosität, Sicherheit und Kompaktheit an den Tag legen. Was die Interpretation angeht, so erscheint diese für mich persönlich etwas zu gradlinig und zu wenig mitreissend, kantig, bizarr, expressionistisch. Als interessante Alternativen wären die Bernstein-Aufnahmen (sowohl Sony als auch DG), ggf. auch der polarisierende Solti (Decca) zu nennen. Unter den neueren Aufnahmen hat mich Boulez (DG) sehr beeindruckt.


Symphonien Nr. 1-9
Symphonien Nr. 1-9
Preis: EUR 86,14

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 3. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Symphonien Nr. 1-9 (Audio CD)
Es gibt wenige Mahlerzyklen, die mich dermaßen beeindruckt haben wie der von Michael Gielen und dem SWR Sinfonieorchester. Man soll zwar mit Superlativen vorsichtig umgehen, aber m.E. liegt hier tatsächlich die beste Mahler-Gesamteinspielung des Digitalzeitalters vor. Aber nun zum Inhalt...

Gielens Mahler begeistert durch eine Liebe zum Detail, ohne dabei jedoch (und das ist der Punkt!) den Blick fürs Ganze zu vernachlässigen. Bei Mahlers Sinfonien handelt es sich im Prinzip ja um Musikdramen -- und Gielen setzt Dramatik nicht gleich mit Bombast oder Theatralik, sondern versteht darunter vielmehr das Aufzeigen von Entwicklungen und Wendungen, eine Geschichte, eine musikalische Reise. Als Hörer entdeckt man dadurch ständig Neues -- so plastisch, aber auch unaufdringlich sind die Farben, Figuren und Stimmungen. Gielens genaue Beachtung der Tempo- und Dynamikanweisungen sowie wohldosiertes Rubato und Portamento lassen Mahlers Idiom allgegenwärtig erscheinen.

Der glasklare, nicht zu trockene Klang soll in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Die dritte Sinfonie liegt als vorzüglicher Livemitschnitt vor, bei den restlichen Sinfonien handelt es sich um Studioaufnahmen. Das SWR Sinfonieorchester spielt tadellos, voller Leidenschaft und setzt Gielens Ideen vortrefflich um.

Fazit: Eine grandiose Einspielung ohne nennenswerte Schwächen! Für mich bildet Gielen zusammen mit Kubelik (DG) und Bernstein (erster Zyklus, Sony) den Olymp der Mahler-Gesamteinspielungen. Alle drei Boxen zeugen von einer innigen Liebe zu Mahler und sind auf ihre ganz eigene Weise faszinierend. Wer seinen Mahler-Genuss noch weiter steigern möchte, dem sei an dieser Stelle auch das Buch Mahler im Gespräch: Die zehn Sinfonien empfohlen, in dem Michael Gielen (interviewt von Paul Fiebig) seine Ideen und Sichtweisen zu den Sinfonien auf kurzweilige und aufschlussreiche Weise erläutert.


The Liszt Recordings
The Liszt Recordings
Preis: EUR 13,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zimerman und Liszt: ein geniales Duo, 15. November 2011
Rezension bezieht sich auf: The Liszt Recordings (Audio CD)
"The Liszt Recordings" fasst zwei fantastische Einspielungen des polnischen Meisterpianisten Krystian Zimerman zusammen, dem 200. Geburtstag Franz Liszts sei Dank:

CD 1: Die beiden Klavierkonzerte erklingen hier sehr feurig, nobel und perlend, allerdings nie zu Lasten der stimmungsvollen Poesie, die ihnen innewohnt. Der Totentanz ist mehr als eine Zugabe und im wahrsten Sinne des Wortes "teuflisch gut". Hier spielen sich alle Beteiligten in einen Rausch, dessen Magie dem Zuhörer jegliches Gefühl für Raum und Zeit raubt. Zimerman und das Boston Symphony Orchestra unter Ozawa begegnen sich hier auf Augenhöhe; man spürt die Hochspannung, Konzentration und Eifer in jeder einzelnen Note und in jedem einzelnen Instrument. Auch klanglich gibt es nicht das Geringste zu beanstanden, so dass man diese Aufnahmen rundum als Genuss bezeichnen darf.

CD 2: Die gewaltige h-moll-Sonate gehört zu den schwierigsten Werken der Klavierliteratur, die dem Pianisten sowohl technisch als auch musikalisch alles abverlangt. Zimermans Virtuosität grenzt hier an Perfektion, ohne dabei künstlich zu wirken; die Vielfalt an Stimmungen, Figuren, Farben ist enorm. Das "Grandioso" Thema lässt den Hörer in Ehrfurcht erstarren; die lyrischen Passagen kommen derart zart und traumhaft daher, dass man kaum zu atmen wagt. Zudem spürt man zu jedem Zeitpunkt, wie intensiv Zimerman sich mit dem Werk auseinandergesetzt hat. Jede Note macht Sinn, alles steht in einem Zusammenhang, eine einzigartige Geschlossenheit offenbart sich. Und wie die letzten Töne ins Nichts entgleiten, ist kaum in Worte zu fassen. Diese Interpretation gehört sicherlich zur absoluten Spitzengruppe. Auch die Zugaben (Nuages Gris, La Notte, La Lugubre Gondola, Funérailles) bewegen sich auf ähnlich hohem Niveau. Die brillante Klangqualität gibt das Dynamik- und Klangspektrum des Steinway-Flügels hervorragend wieder.

Wer also noch nicht im Besitz der Einzelaufnahmen ist, kann mit dieser ansprechend gestalteten Doppel-CD ganz besondere Perlen der Liszt-Interpretation seiner Sammlung hinzufügen.


Liszt - My Piano Hero (limitierte Edition mit Bonus-DVD)
Liszt - My Piano Hero (limitierte Edition mit Bonus-DVD)
Wird angeboten von reinharddinges
Preis: EUR 25,00

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Virtuosität steht im Vordergrund, 23. Oktober 2011
Wer an Liszts Werken die atemberaubend virtuosen Aspekte schätzt, ist mit dieser CD sehr gut bedient. Ganz große Interpreten wie Arrau, Bolet, Cziffra oder Horowitz finden in der Musik zwar eine gewisse Transzendenz und musikalisch begründete Magie, die man Lang Lang nicht unbedingt zuschreiben kann. Dennoch ist es beeindruckend, mit welch scheinbarer Leichtigkeit der junge Pianist die Stücke darbietet. Die Virtuosität steht hier klar im Vordergrund, und auch ein gewisser Glamour-Faktor lässt sich nicht leugnen. Aber warum nicht? Liszt darf auch glitzern, funkeln und donnern. Inbesondere La Campanella, die ungarische Rhapsodie und nicht zuletzt das Klavierkonzert erhalten so einen nicht uninteressanten Drive.

Ob man diese Aufnahme als oberflächlich bezeichnen kann, muss jeder selbst beurteilen; ein Langweiler ist sie jedenfalls nicht. Dennoch haben andere Pianisten, so z.B. die oben genannten, einen nachhaltigeren Eindruck auf mich gemacht als Lang Lang.


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