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Rezensionen verfasst von
Dr. Schreck "Dr. Schreck" (Wald)

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Rattenlinien
Rattenlinien
von Martin von Arndt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,00

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein durch und durch gutes Buch, 28. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Rattenlinien (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben, Polit-Krimis sind nicht so meins. Weil mir aber von Arndts frühere Bücher, allen voran "egoshooter" und "Der Tod ist ein Postmann mit Hut" extrem gut gefallen haben und von Arndt ein so wandelbarer Autor ist, bin ich bei ihm dabeigeblieben. Zum Glück! Der Nachfolger von "Tage der Nemesis" ist ein durch und durch gelungener Kriminalroman, der nicht nur spannend ist, sondern auch lehrreich, und diese Mischung funktioniert sogar bestens!
Über die Handlung muß nichts gesagt werden, besser ist es, man liest einfach das Buch. Aber die Ausführung muß einfach gelobt werden! Von Arndt ist sehr nahe an seinen Figuren dran, die vielen Dialoge funktionieren prima (an sich mag ich Dialoge nicht so, weil sie oft auf eine Art geschrieben sind, auf die man m.M.n. einfach nicht spricht), sie wirken "authentisch" und sind mitunter bei allem Ernst recht komisch. Die Handlung an sich, die Vertrickungen der verschiedenen Gemheimdienste, die Story also sind ungemein spannend be- und geschrieben, und die Recherchearbeit hinter der Handlung deckt wie auch bei "Tage der Nemesis" so manches auf, was man aus dem Geschichtsunterricht nicht kennt.

Von Arndt hat sich hier wieder größte Mühe gegeben, seinen Stoff ordentlich zu recherchieren und ihn dem Leser/der Leserin dann spannend, unterhaltsam, "authentisch" und einfach sehr gut zu präsentieren. Mehr als ein Krimi: eine unterhaltsame Geschichtsstunde, bei der man bis zum letzten Wort dabei bleibt.


Eat, Pray, Love
Eat, Pray, Love
DVD
Preis: EUR 3,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gutes Handwerk, schwacher Film, 17. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eat, Pray, Love (Amazon Video)
Freilich: Eat Pray Love ist ein guter Film im Sinne eines gut gemachten, gut gespielten, gut aussehenden Films. Aber ehrlich: Mal abgesehen davon, daß mich der Film gelangweilt hat (was an mir liegt und nicht am Film selbst) - was ist das denn für eine bescheuerte Botschaft? Frau ist unglücklich, Frau fängt an zu meditieren, aber am Ende braucht Frau halt den Traummann, um glücklich zu sein. Nichts gegen die Liebe, auch nicht im Film, aber: bäh. Und dann ist er gespickt mit ärgerlichen, dummen Szenen: Zwei schlanke, gutaussehende, sexy Frauen lamentieren über zu enge Jeans? Kauft euch die Hose eine Nummer größer, euer Hintern ist darin immer noch knackiger als mein Altherrenarsch! Und tut nicht so, als ob es eine Erkenntnis und eine Erleuchtung wäre, eine Pizza zu essen, wenn man nur 55 kg wiegt.

Ein dummer Film mit dummer Botschaft, einer durch und durch egozentrischen Protagonistin und einem ordentlichen Haufen schöner Bilder. Ein Hochglanz-Ärgernis.


Glückwunsch zur Wunde: Gedichte
Glückwunsch zur Wunde: Gedichte
von Stephan Turowski
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Schöne, klare Lyrik, 17. Oktober 2016
"Glückwunsch zur Wunde" ist ein Band voller klarer, ruhiger Gedichte über die Liebe und die Traurigkeit. Dabei umschifft Turowski alle Klischees, entdeckt das Poetische im Alltäglichen und schafft tiefe, berührende Bilder. Ein sehr, sehr schönes Buch.


»Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch [...]«: Philologie als Rettung
»Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch [...]«: Philologie als Rettung
von Roland Reuß
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Büchlein, dem ich zustimmen will, daß ich aber ablehnen muß, 14. Juli 2016
Ach herrje, an was für ein Büchlein bin ich hier geraten! Roland Reuß, der mir bis zur Empfehlung der Buchhändlerin meines Vertrauens unbekannt war, legt hier einen Essay zur Rettung des Buches, zur Rettung der Materialität des Zeichens vor den Netzen der Digitalisierung vor. Beginnend bei Hölderlin folgt er hier der Spur des Begriffs "Netz", das, die Bibel, die Gebrüder Grimm und Kafka sind Zeugen, nicht Rettung, sondern Verderben ist, und nur die Schrift im Buch, also das materielle Zeichen, kann uns hier retten. Oder so ähnlich, ich gebe zu, ich konnte seinen Ausführungen nicht immer ganz folgen, ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet.

Soweit, so gut.

Dann aber folgt der Sprung ins Digitale, ins - Achtung! - Internet, ein weiteres Netz und daher Gefahr für das Wort, die Schrift, das Buch, die ganze Kultur! Nebenbei rechnet er auch fein mit den ganzen Fördergeldsystemen an den Unis und vor allem in den Geisteswissenschaften ab, die tatsächlich ein Exzellenz-Gräuel sind und meinem Ideal einer Universität widersprechen.
Und im ganzen Text finden sich so viele Aussagen, denen ich von Herzen zustimmen möchte, ich, der ich keinen E-Book-Reader will, der ich nie ohne mindestens fünf Bücher in den Urlaub fahre, der ich noch kein literarisches pdf mehr als zwei Seiten weit gelesen habe, weil ich ein Buch in der Hand haben will, der ich der Schallplatte allemal den Vorzug gegenüber einem mp3-file gebe. Aber: Keine Chance, ich kann es nicht, ich musste mich irgendwann nur noch aufregen.

Denn bei aller Wahrheit, die Reuß über die digitale Publikationswut an geisteswissenschaftlichen Fakultäten, die die reine Anzahl an publizierten Texten weit über Inhalte hebt, bei aller Liebe meinerseits zum physischen Buch, die ich offenbar mit Reuß teile - auf jeder Seite seines Essays weht einen der Muff von tausend Jahren an, spürt man die bildungsbürgerliche Überheblichkeit gegenüber allem, was nicht so ist, wie es früher war, meint man, eine fast schon paranoide Furcht vor dem Internet und der Digitalisierung zu spüren, die Reuß mit großkopferter Arroganz zu überspielen sucht.
Und ja, er hat mit dem meisten Recht, was er hier schreibt, aber allein schon, daß der Philologe hier auf die biblische Bedeutung des Begriffs "Netz" als Fänge der Gefahr pocht und diese mit dem Holzhammer auf das Internet anwendet, ohne den, wie ich finde, durchaus positiven Aspekt der Vernetzung zu erwähnen (die, wenn ich das richtig verstehe, für Reuß eh auch nur die Gefahr des Veränderns des Textes birgt), nur, damit sein Argument hieb- und stichfest bleibt, ist schlicht schlecht und einäugig argumentiert.

Und dann, in Kapitel 5, das u.a. die oben erwähnte uni-politische Komponente der Digitalisierung klug auseinandernimmt und anprangert, hat man den Eindruck, Reuß fängt nochmal so richtig an zu stänkern (freilich im Rahmen seines akademisch hochwertigen Standes) gegen das Internet und dessen Wertlosigkeit, die den Untergang des Abendlandes zu sein scheint und der nur das Buch noch Widerstand zu leisten vermag...

Ach, am Ende der kurzen Lektüre dachte ich mir nur noch: Wie kann ein Text, in dem so viel Kluges steht, mit dem ich eigentlich konform gehe, mich so nerven? Wahrscheinlich ist es das hohe Altakademiker-Roß, von dem Reuß die alleinseligmachende Wahrheit verkündet und die digitale Welt abwertet. Und man kriegt den metaphorischen Muff beim Lesen einfach nicht aus der Nase.

Eigentlich, theoretisch, von der Idee her sicher ein gutes Buch, das es aber durch eigene Schuld schafft, einen ganz faden Nachgeschmack zu hinterlassen und dem man ab einem gewissen Zeitpunkt der Lektüre nur noch widersprechen will, egal, wie gut es inhaltlich ist, was das steht. Was wahrscheinlich auch nochmal sehr genau zu prüfen wäre.


Akte X - Staffel 1
Akte X - Staffel 1
DVD
Preis: EUR 14,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fünf Punkte für die Serie, einer für die fehlende englische Fassung, 25. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Akte X - Staffel 1 (Amazon Video)
Nachdem ich die X Files in letzter Zeit wieder auf Englisch angefangen habe, war die Freude groß, sie hier auf Amazon Prime zu finden - bis ich eben reinschaute und sah, daß sie nur auf deutsch vorhanden ist. Akte X wäre für mich ein Hauptgrund gewesen, meinen Testmonat zu verlängern, aber das überlege ich mir jetzt nochmal. Wird ja nicht nur bei dieser Serie so sein, und weil die deutschen Synchros oftmals einfach grauenvoll sind, nutzt mir Prime wenig. Schade.


Greedy
Greedy

3.0 von 5 Sternen Was ist mit den Headless Chickens passiert?, 13. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Greedy (Audio CD)
Vor vielen Jahren habe ich die Headless Chickens mit ihrer fantastischen Platte "Stunt Clown" entdeckt, eine neuseeländische Indie-Perle, die sich damals durch ihren Einfallsreichtum, ihre Düsternis und ihre elektronischen Spielereien sehr vom damaligen "Dunedin-Sound" um das Label Flying Nun abhob. Einiges später verliebte ich mich förmlich in die späteren, sehr tanzbaren Songs der "Headless Chickens E.P." bzw. von "Body Blow", die die Aggression des Postpunk und die Düsternis des New Wave mit den Rhythmen der Dance Music verquickt haben. Also habe ich schnell zugegriffen, als ich "Greedy" für einen guten Preis bekommen habe.

Aber was für eine Enttäuschung! Wo ist die Elektronik hin? Wo der furchtlose Einfallsreichtum der Band? Sicher, das sind immer noch ganz gute Songs, aber die Headless Chickens sind hier von einer experimentierfreudigen Band zwischen allen Stühlen zu einer Muckerrockband verkommen. Zugegeben, ich habe die CD nach fünf Stücken ausgemacht, und würde ich die vorherigen Platten nicht kennen, mir würde "Greedy" sicher gefallen. Und wahrscheinlich wächst das Album noch, deshalb gibt's auch drei Sterne, aber ich höre bisher kein "Donde Esta La Pollo", kein "Mr Moon", kein "Gaskrankinstation", nichts, was Rocker und Diskogänger zusammen auf die Tanzfläche bringt.

Außerdem darf Fiona McDonald zu wenig singen, und dem Gesang von Chris Matthews und Anthony Nevinson fehlt diese arrogant-grenzwahnsinnige Coolness der früheren Alben.

Ein gutes Gitarrenrockalbum, aber eine schwache Platte für diese großartige Band.


Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie (Was bedeutet das alles?) (Reclams Universal-Bibliothek)
Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie (Was bedeutet das alles?) (Reclams Universal-Bibliothek)
von Holm Tetens
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,00

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine spannende Abhandlung, die zu Diskussionen anregt, 13. April 2015
Vorausgeschickt sei, daß ich kein Theologe bin, und auch kein "echter" Philosoph, vielmehr ein ein wenig unsortierter Amateur mit einer gewissen Begeisterung für das Fach. Desweiteren interessiert mich, auch privat sozusagen, die christliche Religion von einem neugierigen aber äußerst kritischen Standpunkt aus. Darum interessierte mich Holm Tetens' kleines Büchlein auch sozusagen doppelt.

Tetens, der mir vorher kein Begriff war, hält hier die These des Naturalismus (daß alles was ist, rein materieller Natur sei) gegen die These des Glaubens (daß es einen liebenden Schöpfergott gibt) und vergleicht diese beiden Positionen detailliert und mit einer schönen logischen Argumentation in einer Art Kosten-Nutzen-Rechnung, die für den Glauben entschieden wird. Dabei "weist" er den christlichen Gott als These sozusagen logisch "nach", macht aber nicht den Fehler eines versuchten Gottesbeweises, sondern bleibt sich der Thesenhaftigkeit und also der Nichtnachweisbarkeit seiner These immer bewusst.

Und in dieser Stärke des Buches liegt für mich persönlich aber eben auch der "Fehler" (die Anführungszeichen sind bewusst gesetzt) in seiner Argumentation: Unterm Strich muß man sich für die Prämisse eines liebenden Gottes ebenso entscheiden wie für die Prämisse des Naturalismus. Es bleibt eine Glaubenssache, auch wenn für das eine mehr, für das andere weniger logische Argumente sprechen mögen. Wenn ich die Prämisse eines liebenden Gottes nicht annehme, weil ich nicht daran glaube (glauben kann, glauben will), dann erscheint auch Holm Tetens' Büchlein als Spekulation, als teils etwas zu verärgerte Verteidigung des Glaubens gegen den Naturalismus (den ich in seiner völligen Freiheit von jeglicher Metaphysik, wenn ich Tetens hier folgen darf (mehr weiß ich leider nicht darüber), auch für eine allzu radikale Position halte).

Unterm Strich weist Tetens in seinem Buch auf spannende und kluge Weise nach, daß der Glaube an Gott im Gegensatz zum Naturalismus die bessere Alternative für ein "gutes" Leben sei. Man kann ihm hier folgen, für mich bleibt hier immer noch ein Sprung in den Glauben notwendig (auch wenn Tetens die Notwendigkeit eines solchen Sprunges gerade verneint), den ich einfach nicht nachvollziehen kann. Darum bleibt "Gott denken" für mich ein spekulativer Versuch, auch wenn ich Tetens' Argumente aus dem Stand jetzt nicht widerlegen könnte.

Das Buch will aber auch nicht mehr sein als ein Versuch, und ganz sicher will es kein Beweis sein, was Tetens hoch anzurechnen ist. Und eine spannende Lektüre, die viel fruchtbares Denk- und Diskussionspotenzial birgt, ist es allemal.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 27, 2015 11:41 AM MEST


Live in Dublin [3 CDs + DVD]
Live in Dublin [3 CDs + DVD]
Preis: EUR 14,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schönes Konzert, mittelmäßiger Sound, 1. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live in Dublin [3 CDs + DVD] (Audio CD)
Über Cohen selbst muß man keine Worte mehr verlieren, und über die Songs hier auch nicht - sie stehen über jeder Kritik, auch oder gerade, weil Cohen seine Stimme hier gern mal lust- und ich unterstelle auch humorvoll in die tiefsten Tiefen schraubt, wo der Ton dann vor lauter Brummeln nicht mehr richtig sitzt. Es ist einfach schön, diesem Konzert auch zuhause beiwohnen zu dürfen.

Der Sound allerdings ist nicht besonders gut, die Band wirkt (rein klanglich) leidenschaftslos, ist zu weit im Hintergrund, es fehlt mir der Druck und der Esprit. Was nicht den Musikern anzulasten ist. Schade, ein klein wenig mehr Band statt Stimmen, und diese Dreifach-CD plus DVD wäre eine Wucht.


Frank [DVD] [UK Import]
Frank [DVD] [UK Import]
DVD ~ Michael Fassbender
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 5,11

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film, 1. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frank [DVD] [UK Import] (DVD)
Ein großartiger Film voller Melancholie, Irrsinn und toller Musik. Und die paar Längen seien dem Film angesichts der tollen Besetzung, der feinen Ideen und des wundervollen Endes gern verziehen. Eine Perle des Independent-Kinos! Ich bin richtig verliebt in diesen Film!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2016 11:04 AM MEST


The Unaccompanied Voice
The Unaccompanied Voice
Wird angeboten von WholeFilmsMarket
Preis: EUR 26,00

3.0 von 5 Sternen Eine eher schwierige Platte, aber durchaus hörenswert, 1. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Unaccompanied Voice (Audio CD)
"The Unaccompagnied Voice" ist genau das: Eine Compilation von A-cappella-Stücken, gesungen von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Indie-Sektor. Die Aufnahmequalitäten der einzelnen Stücke unterscheiden sich dabei erheblich, was den Hörgenuß einerseits trüben mag, auf der anderen Seite für Abwechslung sorgt (so ist z.B. das Stück von Appendix Out, wegen dem ich mir die CD eigentlich gekauft habe, irgendwie total verhackstückt, ob das ein Pressfehler ist, oder ob Alasdair Roberts hier nach jeder Zeile absichtlich die Stopptaste an seinem digitalen Diktiergerät gedrückt hat, weiß ich nicht, das Stück von Mark Kozelek hingegen ist mit viel Hall und Wärme in der Stimme professionell im Studio aufgenommen).

Und auch hat nicht jede/r Interpret/in eine sichere, wohltönende Stimme wie Kozelek, manche eiern eher an den Tönen vorbei als sie tatsächlich zu treffen, und wer z.B. Aufnahmen vom Hilliard Ensemble gewöhnt ist (so wie ich), der mag hier schon entsetzt davonlaufen. Aber gerade das macht diese CD zu einer sehr schönen Angelegenheit: Hier stellen sich Leute hin und singen ihre schönen Lieder einfach so in die Leere, sind dabei völlig schutzlos und auf sich selbst zurückgeworfen, und sie tun das mit großer Leidenschaft und großem Spaß.

Für audiophile Hörer ein Graus, ist "The Unaccompanied Voice" eine Sammlung von Liedern, wie sie die Künstler abends zuhause vor sich hinsingen mögen, mal klein und verhalten, mal mit Kraft und ausladender Geste, nicht immer wirklich gut, gern auch mal anstrengend, aber auf jeden Fall sympathisch und spannend.


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