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Rezensionen verfasst von
Grobi "Borussenleser"

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Auf ewig dein: Time School. Band 1
Auf ewig dein: Time School. Band 1
von Eva Völler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Zauber ist dahin, 22. August 2017
Auf die Spin-off-Trilogie der Zeitenzauber-Reihe hatte ich mich eigentlich sehr gefreut, da mir Eva Völlers Zeitreiseabenteur noch in allerbester Erinnerung ist. Sympathische Figuren, ein erfrischender Humor und auch bei der Spannung hat Eva Völler alles richtig gemacht. War es vielleicht ein schlechtes Omen, dass das Wörtchen Zauber im Spin-Off nicht mehr vorkommt? Denn genau der fehlte mir, der Zauber, der Charme. Alles was ich zu der Geschichte sagen ist: Sie ist nett. Ein paar hübsche Ideen, ab und zu Spannung, aber das gewisse Etwas fehlte und auch eine gewisse Struktur.

Anna und Sebastiano sind immer noch ein Paar, aber sie sind reifer geworden, haben in Venedig gemeinsam eine Schule für Zeitreisende gegründet und mit dem durchtriebenen Haremsmädchen Fatima und dem einfach gestrickten Wikingerjüngling Ole auch die ersten Schüler. Da die beiden äußerst temperamentvoll und auch nicht immer zuverlässig sind, ist es äußerst gewagt, sie in die Vergangenheit an den Hof von Heinrich des Achten mitzunehmen. Aber, dass hier nicht alles so verläuft, wie es soll, ist nicht nur ihre Schuld… denn irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Plötzlich taucht ein zweiter Sebastiano aus der Zukunft auf und rät Anna ihre Beziehung zu ihm zu beenden. Und er scheint nicht der einzige zu sein, den es zweimal gibt.

Die Handlung sinnvoll wiederzugeben ist schon eine Herausforderung, da sie aus vielen kleinen Etappen besteht, die zusammen nicht unbedingt eine ausgeprägte Spannungskurve ergeben. Zäh empfand ich vor allem den Anfang, weil hier sehr ausufernd die Gesetze der Zeitreisen beschrieben werden, was mich leider immer wieder aus dem Leseflow geworfen hat.

Mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm. Anna und Sebastiano sind nicht mehr die typischen Jugendbuchprotagonisten. Dafür beschäftigen sie sich bereits zu intensiv mit Themen wie Ehe, Sex und Kinderwunsch und brachten mir ansonsten zuviel (in meinen Augen unnötiges) Drama in den Plot. Fatima und Ole sollen dieses Manko wohl ausgleichen und für jugendliche Leichtigkeit sorgen, wirken aber gnadenlos überzeichnet, fast wie Comicfiguren. Sie sind gut für ein paar Lacher, aber nicht unbedingt für eine starke Leserbindung. Vielleicht wäre es gut gewesen, die beiden noch etwas besser auszuarbeiten und sie auch direkt ins Zentrum der Handlung zu stellen. Anna und Sebastiano jedenfalls waren mir leider zu langweilig.

Die Geschichte plätschert ansonsten ganz lustig vor sich hin und nimmt schließlich eine Wendung, die mir zu phantastisch war.
Fazit: Ganz okay!


Ambers magischer Augenblick
Ambers magischer Augenblick
von Crystal Cestari
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Etwas unausgegoren, aber für die Altersgruppe ein nettes Buch, 21. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Ambers magischer Augenblick (Broschiert)
Amber hat es nicht leicht: Während ihre Mutter - ganz in der Tradition der Familie - eine waschechte Hexe ist, hat Amber lediglich ein einziges Talent: Sie kann die wahre Liebe sehen. Trifft sie einen Menschen, kennt sie den für ihn bestimmten Partner. Und so hat sie bereits viele Seelenverwandte zusammengeführt. Trotzdem ist Amber nicht glücklich: Zum einen kann sie ihre Gabe nicht auf sich selbst anwenden, zum anderen hat sie totale Minderwertigkeitskomplexe. Denn mal ehrlich: Was ist so eine kleine Liebesbegabung schon im Vergleich zu echten Hexenkräften? Besonders nützlich erscheint Amber ihre Veranlagung nicht, schon gar nicht, als es darum geht, ihrem Schulfreund Charly bei einem ganz speziellen Familienproblem zu helfen. Schlimmer noch: Was tun, wenn man weiß, dass der Junge, der einem gefällt, eigentlich für eine andere bestimmt ist?

„Ambers magischer Augenblick“ - das Debüt von Crystal Cestari - ist genau das, was das Cover verspricht: Eine zuckersüße Teenielovestory. Das Buch trifft das Lebensgefühl junger Mädchen, die noch nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, die befürchten, nicht genug Talente zu besitzen und außerdem eine Heidenangst vor der ersten großen Liebe haben. Die Antworten darauf lauten eigentlich immer gleich: Du bist okay, wie du bist. Also nur Mut, einen Schritt nach dem anderen.

Bis zu dieser Erkenntnis ist es für Amber noch ein gutes Stück Weg. Sie findet es schrecklich, keine echte Hexe zu sein und glaubt, ihre Mutter sei über ihre mangelnde Begabung ebenso enttäuscht, wie sie selbst. Kein Wunder also, wenn sich Amber in der magischen Welt nur wie ein ganz kleines Licht fühlt. Ihre Erzählstimme schwankt deshalb auch immer ein wenig zwischen Unzufriedenheit, Unsicherheit und nach außen hin präsentierter Coolness. Für ein Mädchenbuch dieser Altersgruppe ist das absolut passend. Ich selbst hätte mir zwar manches Mal einen konstant-positiveren Ton gewünscht, aber meine Tochter, die das Buch zurzeit ebenfalls liest, sieht das anders. Was in meinen Ohren recht deutlich wie Jammerei klingt, ist für sie schlichtweg völlig berechtigte Kritik am Leben im Allgemeinen und Ambers Situation im Speziellen. Sie findet Amber klasse. Offenbar ist die Protagonistin also nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Alters der jeweiligen Leserin. Um das Buch mögen zu können, sollte man auf jeden Fall Amber mögen, da ihre Persönlichkeit im Mittelpunkt steht.

Alle weiteren Elemente kreisen mal intensiver, mal etwas flüchtiger um die Protagonistin herum. Dadurch bleibt manches oberflächlich, gleichzeitig gestaltet sich das Lesen sehr abwechslungsreich. Der magische Anteil bringt Witz und Leichtigkeit in die Geschichte, Ambers Selbstzweifel und die problematische Mutter-Tochter-Beziehung eine gute Portion Realismus und die Lovestory einige sehr gefühlvolle Momente. Schön auch, dass das Thema "Liebe" nicht durchweg rosarot eingefärbt, sondern durchaus humorvoll angegangen wird. Beispielsweise, wenn Ambers Freundin Amani zum ersten Mal auf den für sie vom Schicksal vorherbestimmten Partner trifft. Was habe ich gelacht!

Abgesehen von der obligatorischen Highschoolzicke, sind die Charaktere - vor allem Ambers Freundin Amani und Lovepart Charly - angenehm normal dargestellt. Kein Bad Boy weit und breit, was von mir einen dicken Pluspunkt gibt. Auch Amber selbst mochte ich (trotz ihrer etwas nörgeligen Art) im Grunde recht gerne, weil sie eine klare Meinung hat und diese offen vertritt. Schade also, dass die Ideen zeitweise etwas unausgegoren wirken. Vor allem in die paranormale Welt wäre ich gerne tiefer eingetaucht. Neben einigen gelungenen Magieszenen, bleibt es größtenteils bei der Erwähnung von Werwölfen, Vampiren, Trollen und Drachen. Näher auf diese Wesensarten eingegangen wird jedoch nicht.

Fazit: Coming-of-Age trifft Lovestory und Magie. „Ambers magischer Augenblick“ ist eine leichte Geschichte für junge Mädchen, die sich mit den Themen „erste große Liebe“, „Zukunftsangst“ und „Selbstzweifel“ teilweise wunderbar normal lesen lässt und einige witzige paranormale Ideen auf Lager hat. Mit der manchmal etwas mauligen Erzählstimme konnte ich mich zwar nicht durchgängig identifizieren, meine Tochter dafür umso mehr. Für die Zielgruppe ein schöner Schmöker! 3,5 Punkte


Der magische Faden
Der magische Faden
von Tom Llewellyn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Abgefahrene Idee, toll erzählt mit kindgerechten Botschaften, 14. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Der magische Faden (Gebundene Ausgabe)
„Der magische Faden“ von Tom Llewellyn ist eine spannende, teilweise unheimliche, sehr gut erzählte Kindergeschichte mit lebensnahen Protagonisten, in der spielerisch Wissen über die griechische Mythologie und naturwissenschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird. Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und fand es wirklich überraschend gut.

Was mir hier besonders gefällt, sind die Charaktere, die feinfühlig gezeichnet und mit menschlichen Macken ausgestattet sind. In Ich-Erzähler Markus wird sich der oder die eine oder andere bestimmt wiederfinden. Markus ist nah am Wasser gebaut und weint bei geringsten Anlässen, weshalb er es in der Schule nicht leicht hat, geärgert und gemobbt wird. Sein jüngerer Bruder Lukas ist hingegen ein echter Haudegen, der gerne austeilt und dann erst nachdenkt. Die kleine Schwester Jannie ist hochintelligent, spricht aber nicht. Aster, Markus’ Schulfreundin, hat üble Schlafprobleme. Dabei ist es wie im echten Leben - alles hat seine Ursachen. Und die Kinder hatten es nicht immer leicht, sie alle haben einen familiären Verlust erlitten und sind innerlich aus dem Gleichgewicht.

Ohne zu weit und belastend für die Altersgruppe in die Tiefe zu gehen, strickt der Autor um seine Protagonisten ein außergewöhnliches Abenteuer. Eines Tages nämlich trifft ein geheimnisvolles Päckchen vom totgeglaubten Vater der Geschwister Markus, Lukas und Jannie ein, in dem sich ein komisches Wollknäuel befindet. Diesem scheint eine starke Energie und vielleicht sogar ein echtes Bewusstsein innezuwohnen. Schon bald passieren die seltsamsten Dinge und mysteriöse Besucher treten auf den Plan. Verfolgt der Faden möglicherweise eine Absicht? Will er den Kindern etwas mitteilen?

Es ist ein stellenweiser recht abgefahrener Mix aus Detektivstory, Abenteuer und Fantasy, der ungewöhnlich erwachsen für ein Kinderbuch ist, ein bisschen philosophisch und auf eine kreative, sympathisch-unaufdringliche Weise informativ. Unter anderem erfährt man etwas über die neuere Deutung der Sage von Theseus und dem Labyrinth des Minotaurus und welche Lehre wir daraus ziehen könnten. Diese Botschaft fand ich nicht nur ziemlich lustig, sondern auch sehr passend für ein Kinderbuch. Letztendlich geht es darum, dass niemand perfekt ist und jeder seine Fehler hat. Ein netter Einfall hierbei: Nicht nur nimmt die Handlung Bezug zur klassischen Heldenreise, sondern gleicht dieser auch selbst ein wenig, da die Kinder eine beachtliche Entwicklung hinlegen und an den Ereignissen merklich reifen. Sie bestehen ein Abenteuer, lernen einiges über sich selbst und wachsen zu einer kleinen Gemeinschaft zusammen, in der jeder den anderen - so wie er ist - akzeptiert.

Spannend erzählt und stellenweise humorvoll, fällt es unwahrscheinlich leicht, in die Handlung zu finden, da sich der Autor nicht mit langen Erklärungen aufhält, sondern - ideal für die Altersgruppe - direkt einsteigt und Informationen dann nach und nach einfließen lässt. Den anschaulichen Schreibstil, der Ereignisse nicht runterleiert, sondern sie spürbar macht und den Leser gekonnt an die Hand nimmt, mochte ich sogar so gerne, dass ich schon nach weiteren Veröffentlichungen des Autors gegoogelt habe. Es wird also sicher nicht mein letztes Buch von Tom Llewellyn gewesen sein. Sollte "Der magische Faden" eine Fortsetzung nach sich ziehen, würde ich mich freuen. Das Ende wirkt zwar abgeschlossen, eine Serie wäre aber durchaus denkbar, da (buchstäblich) einige lose Fäden bleiben.


Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper
Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper
von Renée Holler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Fesselnder Kinderkrimi - aber kleine Kritikpunkte, 9. August 2017
„Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper“ ist ein spannender Kinderkrimi, der ab zehn Jahren empfohlen wird, der aber stellenweise wirklich gruselig ist. Eltern sollten daher gut überlegen wieviel Aufregung ihre Kids schon vertragen. Schon der Anfang ist äußerst unheimlich. Denn die 13jährige Lily, um die es in der Geschichte geht, ist (wie der Titel vermuten lässt) verschwunden. Obwohl man mittels kleinerer Passagen aus Lilys Perspektive früh erfährt, dass sie am Leben ist, wird gleichzeitig klar: Sie wurde gewaltsam entführt und wird irgendwo in einem fremden Keller gefangen gehalten. Eine üble Vorstellung, nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern. Der Albtraum schlechthin, möchte ich meinen. Renée Holler lenkt die Aufmerksamkeit der jungen Leser jedoch größtenteils auf den detektivischen Teil ihrer Geschichte, der viel geheimnisumwittertes Fünf-Freunde-Gefühl aufkommen lässt, auch wenn es sich erst einmal nur um zwei Freunde handelt.

Handlungsort ist Oxford, kurz vor Halloween, was sofort für eine tolle, unheimliche Stimmung sorgt, samt im Kerzenschein flackernder Kürbisse, dunkler Straßen und einer unheimlichen alten Villa. Selina, Lilys Cousine, ist gerade erst aus Indien angereist, um eine Weile in England bei ihren Verwandten zu leben. Aber als sie eintrifft, ist Lily bereits verschwunden und alle sind in heller Aufregung. Zeit hat eigentlich niemand für Selina. Außer der Nachbarsfamilie. Mit derem gleichaltrigen Sohn Eric versteht sich Selina auf Anhieb und da beide im Gegensatz zu den Erwachsenen nicht daran glauben, dass Lily einfach nur ausgebüxt ist, beginnen sie heimlich zu ermitteln. Schnell stoßen sie auf verdächtige Spuren und erkennen Zusammenhänge, die von den Erwachsenen übersehen werden. Da geht es um komische, metallische Käfer, ein gestohlenes Manuskript und ein verschlüsseltes Notizbuch.

Das Buch liest sich prima. Das liegt zum einen am flüssigen Schreibstil, der nie abschweift, sondern immer beim Wesentlichen bleibt, zum anderen an den ständigen Spannungsspitzen, die Renée Holler streut. Man wird von einer brenzligen Situation in die nächste geworfen und bekommt häppchenweise die Puzzleteile der Geschichte zu fassen. Die sind aber sehr mysteriös, wodurch die Neugier ständig befeuert wird und nicht zu früh in ersten Vorahnungen verebbt. Der Fall ist gar nicht so leicht zu lösen, auch für ältere Leser nicht, wobei wohl auch den wenigsten ein derart schauerliches Finale in einem Kinderbuch vorschweben dürfte. Ohne zuviel spoilern zu wollen... einer Ratte wird da mal eben das Herz aus dem Körper geschnitten.

Mein Sohn, der das Buch gemeinsam mit mir gelesen hat, fand die Geschichte superspannend, das Ende aber etwas eklig. Die Ereignisse waren für ihn insgesamt jedoch gut "verdaubar", wobei er mit seinen 12,5 Jahren auch zur oberen Kante der Zielgruppe zählt. Mit zehn Jahren hätte er sich sicher mehr gefürchtet. Zwar klingt alles positiv aus, aber das Happy-End steht buchstäblich auf Messers Schneide!

Was hier mehrfach stört, wie schon andere Leser bemängelt haben, sind die unlogischen Verhaltensweisen der Figuren. Gleich auf den ersten Seiten steigt Selina, deren Ankunft von ihren Verwandten völlig vergessen wurde, zu einer fremden Frau ins Auto, die zufällig in dieselbe Richtung fährt. Hust! Also, da hat man den Kids gerade erst eingetrichtert nie nie niemals zu Fremden in den Wagen zu steigen und dann das. Solche Szenen gehören meiner Ansicht nach nicht in eine Geschichte für dieses Alter und selbst Kindern kommt das äußerst merkwürdig vor. Auch die Erwachsenen, vor allem Selinas Onkel Harry, verhalten sich bisweilen irrational. Da ist Lily seit Tagen verschwunden und es fallen doch tatsächlich Sätze wie: „Vielleicht ist sie nach London oder ans Meer, was weiß ich. Sie taucht sicher bald wieder auf.“ (S.66) Ähhhhhh. Hallo? Das sind Kleinigkeiten, die mich trotzdem störten und die man anders hätte lösen können. An einer Stelle ist der Autorin ein Fehler beim Entschlüsseln eines Codes unterlaufen, auch das fällt bereits Kindern auf. Und schließlich begeben sich Selina und Eric in echte Gefahr, wollen den Fall jedoch bis zuletzt ohne die Hilfe der Erwachsenen lösen - auch das fand ich ab einem bestimmten Punkt fragwürdig, weil es meiner Meinung nach falsche Signale an die junge Leserschaft sendet.

Insgesamt ist „Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper“ ein toller Kinderkrimi, der ganz schön aufregend ist und mit dem schaurigen Ende Nervenstärke verlangt, der sich aber größtenteils liest wie eine klassische Detektivstory im Stile der Fünf-Freunde-Bücher und vor mysteriösem Flair nur so sprüht. Sehr schade ist das mordsmäßig merkwürdige Verhalten der Figuren an einigen Stellen, zumal man dieses ohne viel Aufwand hätte vermeiden können. Bei der Altersempfehlung würde ich eher zu 12 als zu 10 Jahren tendieren, je nachdem wie zart besaitet eure Kinder sind.


Caraval: Roman
Caraval: Roman
von Stephanie Garber
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Hörbuchrezension: Stimmungsvoll und unvorhersehbar - frischer Wind im Genre, 9. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Caraval: Roman (Broschiert)
Das Jugend-Fantasymärchen "Caraval" wird international gefeiert und die Option für eine Verfilmung ist bereits vergeben. Auf den deutschsprachigen Blogs wurden jedoch neben vielen positiven, einige kritische Stimmen laut. Deshalb war ich skeptisch und habe die Geschichte lange vor mir her geschoben. Ihr wisst schon... gehypte Bücher! Die Hörbuchvariante hatte ich sogar von Anfang an für mich ausgeschlossen, weil ich mit Sprecherin Marie Bierstedt häufig meine Probleme habe. Ich nehme ihre Stimme meist als ins Pathetische überbetont wahr, was den Figuren eine weinerliche Art verleiht. Dann habe ich es spontan doch getan: "Caraval" landete als Audiodatei auf meinem Smartphone. Und, was soll ich sagen? Da gab es dann direkt zwei Überraschungen: 1. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen und 2. Marie Bierstedt ist als Sprecherin eine super Wahl.

Kurz zur Handlung: Alles beginnt auf Trisda, wo die Schwestern Scarlett und Donatella Dragna gemeinsam mit ihrem grausamen, tyrannischen Vater leben. Seit frühester Kindheit sind die Mädchen fasziniert von dem sagenumwobenen Caraval, eine Mischung aus Rollenspiel und Zirkus, dessen Kopf der mysteriöse Master Legend ist. Wer die Prüfungen besteht, die Caraval seinen Teilnehmern stellt, der kann einen Wunsch gewinnen, heißt es. Kurz vor Scarletts bevorstehender arrangierter Hochzeit mit einem unbekannten Grafen, erhalten die Schwestern eine Einladung zu Caraval. Aus Angst vor dem Zorn ihres Vaters, ist Scarlett drauf und dran abzulehnen. Doch Donatella will teilnehmen und der Seemann Julian bietet an, die beiden zum diesjährigen Veranstaltungsort von Caraval, einer abgelegenen Insel, zu begleiten.

Natürlich brechen Scarlett und Donatella auf zur mysteriösen Caraval-Insel, eine verwunschene Welt, von der man nie so genau weiß, was Realität und was Bluff ist. Ein Labyrinth aus urigen Läden und Straßen erwartet den Leser/Hörer, Geheimgänge, magische Tinkturen, Wahrsager und vieles mehr. Vor dieser farbenprächtigen Kulisse begleitet man Hauptfigur Scarlett, wie sie fünf Nächte lang verschiedene Rätsel lösen muss. Hier gelingt es der Autorin nicht nur hervorragend, dieses ganz spezielle verzauberte Flair zu erzeugen, sondern das Spiel mit der Illusion so zu gestalten, dass es den Leser zwar verwirrt, aber nicht überfordert. Allerdings muss man hinnehmen, dass sich viele Geheimnisse anhäufen und nicht alle am Ende gelöst werden.

Etliche Leser haben bereits Vergleiche zu "Alice im Wunderland" oder dem 80er-Jahre Fantasyfilm "Labyrinth" gezogen, und ja, das Buch vereint das surreale Ambiete dieser und ähnlicher Werke mit einer an sich typischen Jugendfantasystory. Mich hat die besondere, geheimnisvolle Stimmung, die schwer zu beschreiben ist und die auch ich mir zuvor nicht gut vorstellen konnte, sehr beeindruckt. Die Autorin arbeitet viel mit Farben und originellen, magischen Ideen. Man kommt sich vor wie ein Kind im Märchenwunderland, das die ganze Zeit am Staunen ist und Neues entdecken darf.

Als erfrischend anders empfand ich die völlig unvorhersehbare Handlung. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich eine Ahnung, was als nächstes geschieht und habe es total genossen, ständig überrascht zu werden und so viele ungewöhnliche Wendungen erleben zu dürfen. Das ist in dem Genre nicht selbstverständlich. Stephanie Garber versteht es außerdem, durch ihre abwechslungsreiche, episodenhafte Erzählstruktur konstant Spannung zu halten, so dass ich von der ersten bis zur letzten Minute fasziniert zugehört habe.

Worüber ich mich unheimlich gefreut habe, war Scarletts Veränderung von einer anfangs wenig selbständigen, durchschnittlichen Protagonistin zu einer mutigen, besonnenen Heldin, die ich im fulminanten Finale zu allen Entscheidungen einfach nur noch beglückwünschen wollte. Zwischendurch hatte ich kurz befürchtet, Scarlett würde in die Art Verliebtheitsschockstarre fallen, der ich so gar nichts abgewinnen kann. Puh! Nochmal gut gegangen. Übrigens: Asche auf mein Haupt! Marie Bierstedt liest tadellos, in einem angenehmen, nicht zu schnellem Tempo. Der kleine, leicht dramatische Anteil ihrer Stimme fängt Scarletts Persönlichkeit hervorragend ein. Alle anderen Charaktere gibt sie meiner Ansicht nach ebenfalls treffend wieder.

Kritikpunkte habe ich wenige. Was die magische Welt insgesamt betrifft, finde ich, die Autorin verlässt sich zu sehr auf die Wirkung von Farben und spart an präzisen Beschreibungen, was es mir stellenweise schwer machte, mir die Welt von Caraval als Ganzes vorzustellen. Auch Scarletts genretypische Begeisterung für Äußerlichkeiten konnte ich nicht immer teilen, obwohl die schönen, makellosen Charaktere auf ihre Weise zu dem märchenhaften Setting passten. Schließlich war Schneewittchen auch schon die Schönste im ganzen Land, oder nicht? Somit gehörte auch der romantische Teil der Geschichte für mich - so, wie er ist - dazu.

Am Ende gibt es auf vieles, aber nicht auf alles Antworten. Vielleicht lässt sich auch nicht alles bis ins Kleinste erklären. Das kann ich gut akzeptieren, da es zur unwirklichen Art von Caraval dazugehört. Trotzdem hoffe ich noch auf ein paar entscheidende Informationen, mit denen eventuell der Gesamteindruck der Dilogie steht und fällt.

Fazit: "Caraval" hat mich überrascht und bestens unterhalten. Das Konzept "Jugendfantasy meets Alice in Wonderland" ging für mich auf. Die unberechenbare, fantasievolle Handlung und die besondere, geheimnisvolle Stimmung sind in dem Genre, für diese Altersklasse, einmalig und Marie Bierstedt haucht diesem märchenhaften Abenteuer als Sprecherin überzeugend Leben ein. Einige der üblichen Klischees und kleinere Schwächen störten mich hier kaum. Ich bin allerdings sehr neugierig, ob Stephanie Garber nun - da einige Geheimnisse gelüftet sind - der Caraval-Zauber ein zweites Mal gelingt. Außerdem hoffe ich noch auf ein paar entscheidende Antworten. 4,5 Punkte!


Das Leben fällt, wohin es will: Roman
Das Leben fällt, wohin es will: Roman
von Petra Hülsmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast durchgängig gelungener Drahtseilakt zwischen Ernst und Humor, 9. August 2017
Nachdem Petra Hülsmann mir im letzten Sommer mit "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" großartige Lesestunden beschert hat, konnte ich bei ihrem neuen Buch nicht widerstehen. Zumal sich "Das Leben fällt, wohin es will" allein schon optisch perfekt in die Linie der Autorin einreiht - aber auch inhaltlich wurde ich nicht enttäuscht. Zwar habe ich einige Kapitel gebraucht, um meine Vorbehalte gegen Protagonistin Marie abzubauen, aber dann hatte mich die Geschichte verschluckt, mit Haut und Haaren.

Petra Hülsmanns viertes Werk ist erneut eine Liebeserklärung an die Stadt Hamburg. Sicher entspricht das Bild dabei einigen Klischees, oder besser gesagt, bestimmten Charakteristika, die man mit dem "Tor zur Welt" verbindet. Andererseits gibt es diese nun einmal wirklich - der Hafen mit seinen großen Werften, das szenige Schanzenviertel, der Kiez, die vielen abgerockten Spelunken. Die Beschreibungen sind bezaubernd, teilweise kauzig und sehr stimmungsvoll. Man bekommt sofort Lust aufzubrechen und die Stadt selbst zu erkunden. Zudem hat Petra Hülsmann eine bestimmte Art zu schreiben, die einen vollkommen in ihre Bücher abdriften lässt. Ihr Schreibstil ist so fließend, so plastisch und ihre Geschichten sind voller gegensätzlicher Nuancen - Humor/Ernst, Drama/Normalität, Liebe/Konflikt. Die Übergänge nimmt man dabei kaum wahr, weil nichts zu überzogen ist, sondern harmonisch-abgestimmt, so dass zwar das Genre bedient wird, alles aber ähnlich irgendwo irgendwie passiert sein könnte.

An Protagonistin Marie Ahrens habe ich mir anfangs allerdings die Zähne ausgebissen. Die Endzwanzigerin ist Tochter eines wohlhabenden Werftbesitzers, möchte jedoch mit dem Familienunternehmen nichts zu tun haben. Marie ist die totale Chaotin, lebt in den Tag hinein, jobbt in Kneipen, hält nichts von ernsten Beziehungen und tritt mit ihrer rotzigen Art in jedes herumstehende Fettnäpfchen. Als Maries ältere Schwester Christine an Brustkrebs erkrankt, wird Maries Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Verantwortung ist genau das, was Marie eigentlich nicht will. Trotzdem zieht sie zu Christine, um sich um deren Kinder Toni und Max zu kümmern und übernimmt Christines Platz in der Firma. Klar, dass das nicht reibungslos vonstatten geht. Noch dazu gibt es da diesen Daniel Behnecke, den aalglatten Geschäftsführertypen mit den warmen, blauen Augen.

Vieles ist vorhersehbar, klar. Das ist auch gut so, denn man erwartet es von der Geschichte. Und doch habe ich mich ganz oft in vielen kleinen Dingen dabei ertappt verblüfft zu sein, weil irgendetwas anders passierte als gedacht. Die größte Entdeckung war für mich Marie! Sie hat mir anfangs wirklich Kopfschmerzen bereitet, kam mir zu überzogen flapsig, fast slapstickartig rüber. Aber Marie ist im Grunde eine tolle Protagonistin, die sich weiterentwickelt und an Schwierigkeiten wächst. Der Leser darf gemeinsam mit ihr ganz viele warme, starke Seiten entdecken. Und ab diesem Zeitpunkt habe ich Marie und ihre direkte Art wahrhaft geliebt.

Was ich nicht wusste, worüber ich mich aber sehr gefreut habe: Petra Hülsmann beschert ihren Lesern kleine Wiedersehen mit Protagonisten ihrer anderen Bücher. So tauchen zwischendurch Knut und Irina auf und man erfährt auch von anderen „alten Bekannten“. Da es sich um literarische Figuren handelt, die man allesamt bereits lieb gewonnen hat, hätte ich mir glatt noch mehr Begegnungen dieser Art gewünscht. Aber die Szenen bleiben letztendlich kleine, nette Gimmecks, denn die Charaktere sollen den "neuen Stars" nicht die Show stehlen.

Eine einzige Sache hat mich etwas beschäftigt und das ist die Darstellung der Krebsthematik. Ich hätte mir mehr Optimismus und Positivität gewünscht. Natürlich kann die Therapie genau SO einen Verlauf nehmen. Es gibt ganz bestimmt diese Phasen, in denen sich der/die Erkrankte vollkommen gelähmt und überwältigt von der Krankheit fühlt. Die Ängste, die Wut und die Verzweiflung, die damit einhergehen, fängt Petra Hülsmann auf eine Weise ein, die einem das Herz schwer werden lässt. Und trotzdem muss es nicht immer so sein, schon gar nicht durchgehend, wie ich aus Erfahrungen im Bekanntenkreis weiß. Hier wären einige Zwischentöne einfach schön gewesen. Trotzdem liest sich das Buch natürlich eher optimistisch als negativ. Und so muss niemand befürchten in einer tieftraurigen Stimmung zu versinken. Petra Hülsmanns Geschichten sind letzten Endes eine Ode an das Leben, machen Mut in kleinen und großen Belangen.

In meinem Fazit stelle ich mich mal ganz frech hinten in der Schlange der vielen positiven Bewertungen an. Eine Geschichte zum Abtauchen, in der Leid und Glück so nah beieinander liegen, dass man ständig zwischen Ergriffenheit und innerem Seufzen schwankt, nicht zu seicht, wunderbar geschrieben und mit viel Humor und Bodenständigkeit. Obwohl ich mir mehr Positivität in Sachen Krebserkrankung gewünscht hätte, verströmt das Buch jede Menge good vibrations. Ein Wiedersehen mit Christine könnte ich mir übrigens ziemlich gut vorstellen - ihre Geschichte scheint mir noch nicht zuende erzählt.


The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.: Thriller
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.: Thriller
von JP Delaney
  Broschiert
Preis: EUR 13,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Thriller?, 29. Juni 2017
„The Girl before“ vom britischen Autor JP Delaney (Pseudonym) ist eines jener Bücher, die die Meinungen der Leserschaft spalten. Vom Spiegel wenig schmeichelhaft als „glattpolierter Thriller mit eingebauter Bestseller-Garantie“ eingestuft, kann die Geschichte erwartungsgemäß zwar viele Leser fesseln, ruft aber auch jene kritischen Stimmen auf den Plan, die sich an den stereotypen Figuren und ihren abwegigen Entscheidungen stören, ohne die diese Geschichte recht schnell zu Ende erzählt wäre.

Denn glücklicherweise ziehen die beiden Protagonistinnen Emma und Jane im Abstand weniger Jahre nacheinander - und entgegen aller im Leserkopf aufflackernden Warnlämpchen - in Folgate Street Nummer 1 ein, ein obskures Londoner Hightechhaus, dessen Mietvertrag ein Pamphlet von Regeln und Verboten beinhaltet, so dass schon das Herumliegenlassen von Kleidung einem Verstoß in der Größenordnung eines eigenmächtigen Umbaus gleichkommt.

Ja, ich weiß... ich verfalle in Sarkasmus. Aber im Ernst, das Verhalten ist doch wirklich seltsam. Weder Emma noch Jane erscheinen die massiv in die Privatsphäre eingreifenden Vorschriften sonderlich unangebracht. Ein ellenlanger Psychotest für Mieter? Regelmäßige Führungen durch das Haus? Kameras? Sensoren? Inspektionen? Keine eigenen Möbel? Da klingelt nichts. Auch nicht, als der humorlose Vermietertyp mit seinem ausgeprägten Kontrollzwang auf der Bildfläche erscheint. Ganz im Gegenteil genügt beiden Frauen ein Blick auf den adretten Stararchitekten Edward Monkford, um auch sofort ein Verhältnis mit ihm zu beginnen. Nun ist die eine (Emma) tot, die andere (Jane) wird langsam misstrauisch… denn irgendetwas scheint da doch nicht zu stimmen. Sind Edwards Frau und Sohn vor Jahren wirklich bei einem Unfall gestorben, oder steckt mehr dahinter? Und ist Emma wirklich selbstverschuldet in den Tod gestürzt? Jane beginnt zu recherchieren!

Klar, auch mich hat die Inhaltsangabe sofort neugierig gemacht! Und was hätte man aus dieser Geschichte nicht alles machen können. Mir schwebte da ein Haus vom Format eines Horrorautos Christine vor, eine Gruselbude mit fiesem Eigenleben, die die Nackenhaare in die Höhe schnellen lässt. Man hätte auch eine deutliche Abrechnung mit einer sich selbst entfremdenden digitalen Welt hinlegen können oder unserer fortschreitenden gläsernen Existenz… alles wäre möglich gewesen. Nur sehr wenig von diesem Potenzial hat sich JP Delaney wirklich zunutze gemacht. Unterm Strich bin ich von diesem "Thriller" mehr als enttäuscht.

Zum einen stand das "Haus" selbst sehr viel weniger im Zentrum der Ereignisse, als ich vermutet hatte. Lässt man das einmal außen vor, fehlte mir jedoch auch vollständig der Bezug zu den beiden Protagonistinnen. Beide wissen vor allem die Vorteile des Smarthauses zu schätzen, seine minimalistische Eleganz. Mag sein, dass dies vom Autor so beabsichtigt ist. Aber durch die Abstinenz kritischer Gedankengänge, war für mich bereits der Einzug in Folgate Street Nr. 1, der am Anfang einer ganzen Kette von Ereignissen steht, so leider nicht nachvollziehbar. Es fehlte mir hier an der Art Cleverness, die ich an Protagonisten schätze.

Tatsächlich habe ich mich durchgehend über sie gewundert und versucht sie zu verstehen, was mir einfach nicht gelungen ist, da ich im zweiten Schritt auch die "Lovestories" nicht überzeugend dargestellt fand. Emma ist gerade erst in ihrer Wohnung überfallen worden und möchte mit ihrem Freund Simon einen Neuanfang starten. Jane hat eine Totgeburt erlitten. Beide stürzen sich unmittelbar in eine Affäre mit BDSM-Fan und Karrierist Monkford, Mister "Bloß-keine-Verpflichtungen-denn-dann-fühlt-es-sich-nicht-perfekt-an". Dieser Monkford ist alles andere als ein Sympathieträger, sondern schlichtweg ein empathieloser Eisklotz. Im Laufe der Handlung gibt es kleinere Wendungen und der Leser lernt die Frauen etwas besser kennen. Trotzdem mangelte es ihnen in meinen Augen an Persönlichkeit. Von dem hier bedienten Beziehungsbild fange ich gar nicht erst an. Es verkauft sich offenbar immer noch gut.

Der Mittelteil war mir auch schlichtweg zu langweilig. In einen Thriller gehören für mich Bedrohungsmomente oder aber in anderer Form fesselnde Elemente, die ich hier einfach nicht ausfindig machen konnte, da es im Wesentlichen um das langsame Kennenlernen der beiden Frauen geht, das - wie gesagt - für mich trotz einer mitschwingenden tragischen Komponente, zu oberflächlich ausfällt und auch zu oft in billige Erotikszenen abgleitet.

Nicht zuletzt habe ich den Wechsel der Perspektiven und Zeitebenen hier als störend empfunden, weil sich Emma und Jane nicht nur optisch, sondern auch in ihrem Verhalten lange Zeit so ähnlich sind, dass ich immer wieder überlegen musste, wer denn hier eigentlich wer ist. Einziger Unterschied: In der Vergangenheit gab es keine Anführungszeichen. Das war allerdings weniger eine Hilfe, als eine weitere Hürde in dem ansonsten - zugegeben - sehr eingängigen Lesefluss.

Kurz und gut: Trotz Top-Ten-Status in der Bestsellerliste für mich leider ein Flop! Zuwenig Haus, viel (seltsame) Beziehung. Wenig Spannung, viel Langeweile und Charaktere, die mir der Autor nicht nahebringen konnte. Die Geschichte ist sachkundig verfasst, war für mich aber nur mäßig unterhaltsam. Aufgrund der Tragik, die teilweise mitschwingt, in meinen Augen mehr Mysterydrama als Thriller.


Er liebt sie nicht: Thriller
Er liebt sie nicht: Thriller
von Sharon Bolton
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Punktabzug für das Ende - ansonsten ein unterhaltsames Buch, 26. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Er liebt sie nicht: Thriller (Broschiert)
Sharon Boltons „Er liebt sie nicht“ zählt zu der Art Mysterythriller, die auf eine nahezu unblutige Weise fesseln können. Miträtseln ist hier ausdrücklich erwünscht. Allerdings muss man sich dafür auf äußerst sonderbare Charaktere einlassen, denen man als Leser trotzdem nicht wirklich nahe kommt. Das ist aber beabsichtigt und Teil des Plans.

Im Einzelnen hätten wir da:
- Maggie Rose, blauhaarige Starstrafverteidigerin und Bestsellerautorin von True-Crime-Storys, die darauf spezialisiert ist, Serienkiller aus dem Gefängnis zu holen
- Hamish Wolfe, ein charismatischer Womanizer und Arzt, der seit zwei Jahren für den Mord an drei Frauen einsitzt und sich von Maggie Rose Hilfe erhofft
- sowie Detective Pete Weston, der Wolfe hinter Gitter gebracht und ein persönliches Interesse daran hat, dass alles so bleibt, wie es ist. Sprich: Wolfe hinter Gittern.

Im Grunde besteht die Geschichte hauptsächlich aus wiederkehrenden Aufeinandertreffen der Protagonisten, von denen man - wie so oft in dem Genre - nicht zuviel erwarten sollte. Sie sind dazu da, der Handlung die nötige Würze und nicht unbedingt auffallende Tiefe zu verleihen. Mir hat die Atmosphäre in dem Buch aber so gut gefallen, dass ich mich daran auch überhaupt nicht gestört habe. Der ruhige, aber durchgängige Suspensefaktor hat mich wunderbar durch die Seiten getragen. Die Charaktere agieren verschlossen, misstrauisch, teilweise manipulativ - keine Sympathieträger, aber sie regen die grauen Zellen an. Schnell wird klar: Alle haben ihre Geheimnisse. Die Frage ist: Welche Geheimnisse sind entscheidend für die Auflösung?

Sharon Bolton spielt auf Zeit und gibt Details nur sehr langsam preis, schreibt aber so unterhaltsam und variierend, dass sich das Buch wegliest wie nichts. So beinhalten einige Kapitel E-Mails, Briefe und Aktenvermerke, die zusätzlich für Abwechslung im Lesefluss sorgen. Ganz langsam fügen sich die Puzzleteile auf diese Weise zusammen. Allerdings sollte man auf der Hut sein, denn es gibt ein paar gemeine Stolpersteine.

Somit kommen wir zu dem Teil des Buches, der mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet - der Auflösung. Wobei das Ganze etwas kniffelig ist. Denn ohne den Knalleffekt am Ende, wäre der Teil davor auch nicht denkbar, der mir ja wiederum gut gefallen hat. Im Grunde mag ich den Mechanismus der Auflösung sogar, denn er funktioniert ähnlich wie ein Taschenspielertrick. Wenn man sich das Ganze allerdings genauer betrachtet, ergibt vieles hinten und vorne wirklich keinen Sinn mehr und sowas stört mich immer enorm. Daher war die Enttäuschung bei mir ziemlich groß. Ganz konkret habe ich mich auch über ein, zwei Szenen geärgert, in denen die Autorin bewusst (rückblickend aber leider etwas plump) Täuschungsmanöver einbaut. Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl im Sinne des miträtselnden Lesers wäre da schön gewesen.

Fazit: Wer Freude an ruhigen, psychologischen Thrillern hat, es mit der Logik nicht ganz so eng sieht und Auflösungen mit Knalleffekt mag, dem würde ich einen Blick in „Er liebt sie nicht“ empfehlen, denn die unergründlichen Charaktere laden wunderbar zum Miträtseln ein und sorgen für viel geheimnisumwobene Spannung. Andere Leser waren im Gegensatz zu mir vom Ende ausgesprochen begeistert, so dass dieser Kritikpunkt für mich in die Rubrik "Geschmackssache" fällt.


The Distance from me to you: Roman
The Distance from me to you: Roman
von Marina Gessner
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trendthema Wandertour in der Jugendversion - charmant, aber teilweise zu belehrend, 19. Juni 2017
Die 17jährige Kendra ist ein echter Sturkopf: Als ihre beste Freundin Courtney kurz vor dem lange geplanten Wandertrip auf dem Appalachian Trail abspringt, beschließt sie, sich alleine auf den Weg zu machen und ihren Eltern zu verheimlichen, dass sie ohne Begleitung unterwegs ist. Hoch motiviert beginnt Kendra ihre Mammuttour - 3.500 Kilometer durch mehrere amerikanische Bundesstaaten, die keineswegs immer so verlaufen, wie Kendra sich das vorgestellt hat. Vor allem mit Sam hat sie nicht gerechnet - der gutaussehende Junge, der immer wieder ihren Weg kreuzt und der sie mit seiner undurchdringlichen Art fasziniert und verunsichert.

Das Buch musste ich (Wanderratte mit Campingfaible und Vorliebe für Jugendbücher) einfach lesen. Frische Luft, Berge, Wälder, Zeltplätze und Wanderbekanntschaften. Autorin Marina Gessner hat eine gute Portion Realität und viel tolles Wanderfeeling in ihre frei erfundene Geschichte gepackt und zwei Protagonisten losgeschickt, die sofort meine Sympathie hatten. Kendra, die dickköpfige Akademikertochter, die sich selbst und allen anderen beweisen will, was in ihr steckt und Sam, der nicht ganz freiwillig unterwegs ist, weil seine Familiensituation mehr als schwierig ist.

Der einfache Erzählstil lässt schnell in die Ereignisse finden und ist für die Zielgruppe sicher genau passend. Kendra und Sam sind gleichermaßen eigensinnig und voller kleinerer und größerer innerer Unsicherheiten. Man begleitet die beiden gerne und ich finde, die Autorin hat sich eine sehr natürlich wirkende Lovestory mit jugendlichen Kribbelszenen aber auch ernsten, nachdenklichen Momenten ausgedacht. Frisch, unverbraucht und irgendwie sympathisch ungeschliffen.

Eine detaillierte Beschreibung der Wanderroute liefert die Autorin nicht - wer sich ausführliche Informationen zum Verlauf dieser speziellen Wegstrecke erhofft, der sollte seine Erwartungen also herunterschrauben. Das Buch ist nun einmal nicht autobiografisch und insbesondere in den ersten Kapiteln werden viele Erlebnisse nur kurz zusammengefasst. Da ist Kendra gerade erst losgewandert, schwupps, macht sie auch schon wieder Rast, berichtet von Mückenstichen und Muskelkater und ruckzuck sind einige Wochen vergangen und die Hälfte des Weges ist geschafft. Die Zielgruppe wird aber wohl nicht allzu traurig sein, dass nicht übermäßig in Wald- und Wiesenflair geschwelgt wird. Lust, sofort aufzubrechen und den Alltag samt Medienwelt hinter sich zu lassen, bekommt man, wie ich finde, trotzdem.

Das Verhalten der Charaktere weist allerdings einige logische Diskrepanzen auf und genau hier setzt auch meine Kritik an. Ich hatte den Eindruck, die Figuren MÜSSEN sich teilweise unvernünftig verhalten, damit anhand ihrer Reaktionen eventuelle Krisensituationen aufgezeigt werden können. Ich vermute, die Autorin möchte junge Leute vor den Gefahren einer langen Wandertour warnen, dabei sind aber bisweilen die Pferde mit ihr durchgegangen, denn es werden einfach zuviele unglückliche Begebenheiten in die Geschichte gepackt. So wunderte ich mich schon auf den ersten Seiten, dass Kendra derart sorglos ihre Reise beginnt. Mir nichts, dir nichts macht sie sich alleine auf den Weg und täuscht bewusst ihre Familie, obwohl sie vernünftige Eltern zu haben scheint und man gemeinsam sicher eine gute Lösung gefunden hätte. Obwohl sie insgesamt ein wirklich patentes Mädchen ist, tauchten ähnliche Widersprüche immer wieder auf, was ich schade fand, weil der Weg von Kendra und Sam für mich persönlich auch ohne die Extraportion Zündstoff genug Potenzial für einen fesselnden Lauf der Dinge gehabt hätte und die logischen Brüche die Greifbarkeit der Charaktere für mich in immer weitere Ferne rücken ließ.

Vor allem der Aufruhr in der zweiten Hälfte war mir persönlich zuviel des Guten (SPOILER-WARNUNG). Eine Katastrophe nach der anderen regnet plötzlich über das frisch verliebte Pärchen herab. Kendra und Sam bleibt wirklich nichts erspart. Gefühlt 90 Prozent aller Widrigkeiten, vor denen in Wanderführern gewarnt wird, tun sich vor ihnen auf und die Geschichte verlor für mich ihren Zauber und ihren Reiz. Ein Unheil, oder zwei hätten bestimmt gut in die Handlung gepasst - aber SOVIELE! Obwohl sich die Erlebnisse spannend lesen lassen, ermüdete mich diese abwechslungsarme Aneinanderreihung von Unglücks- und dann auch wieder Glücksmomenten und mir schien allzu deutlich der erhobene Zeigefinger über allem zu schweben.

Fazit: Über die Intention der Autorin muss ich spekulieren. Meine Vermutung ist, dass sie junge Leute ermutigen möchte, die Welt fernab der (sozialen) Medien zu erleben, sie aber auch vor möglichen Krisen während einer langen Wandertour warnen will. Das geht leider zu Lasten der Liebesgeschichte und ihrem Coming-of-Age-Charme, da die Masse an Gefahrenmomenten, wie ich finde, zu Authentizitätsverlust führt, belehrend wirkt und die Erlebnisse auch zu austauschbar erscheinen. Der Schreibstil ist jedoch sehr passend für das Alter und jedes Ereignis einzeln und für sich genommen wirkt realistisch. Wer sich oder seine Teenagerkids auf unterhaltsame Weise über die Unwägbarkeiten in der freien Natur informieren möchte, liegt mit diesem Buch also richtig - denn davon gibt es hier wahrlich nicht zu knapp!


Die Gerechte: Thriller
Die Gerechte: Thriller
von Peter Swanson
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Strangers on a plane - Hörbuchrezension, 12. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Die Gerechte: Thriller (Broschiert)
Alfred Hitchcock hätte sich bei diesem Krimi vermutlich die Hände gerieben und sich schneller die Rechte daran gesichert, als manch anderem das Wort „Drehbuch“ über die Lippen gekommen wäre … wenn er ein ähnliches Buch nicht rein zufällig bereits verfilmt hätte. Denn „Die Gerechte“ von Peter Swanson ist gewissermaßen eine lockere Variante von „Strangers on a train“ von Patricia Highsmith (1950) und hat mir - nach einer kleinen Leseflaute - sehr unterhaltsame Stunden beschert.

Kammerspielartig, erzählt aus wechselnden Perspektiven und auf diversen Zeitebenen stehen vier Personen im Mittelpunkt dieser Geschichte: zwei schöne Frauen, ein betrogener Ehemann und der Liebhaber. Als Ted am Flughafen von der verführerischen Lily angesprochen wird, fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen und schüttet der mysteriösen Fremden sein Herz über seine untreue Ehefrau Miranda aus. Lily reizt Ted zu unerhörten Gedankenspielen. Hätte Miranda nicht den Tod verdient? Wie würde man es anstellen? Und was, wenn es nicht bei der bloßen Vorstellung bliebe? Als Lily Ted dann auch noch ihre Unterstützung bei der Beseitigung von Miranda anbietet, wird aus der Theorie blutiger Ernst.

Viele würden „Die Gerechte“ vermutlich als sterbenslangweilig bezeichnen. Und wem Bücher im Stile von „Girl on the Train“ oder „Gone Girl“ nicht gefallen, der darf sich die Geschichte wohl getrost schenken. Ich selbst liebe Plots, die von Beginn an einen trägen aber stetigen Sog entwickeln und genau das ist hier der Fall. Ted und Lily lernen sich kennen und schnell bekommt die Story eine unheimliche, fesselnde Note, da Ted offenherzig über den Fehltritt seiner Frau spricht und Lily, die schöne Fremde, ein verdächtiges Interesse zeigt. Dazwischen gibt es Rückblicke in Lilys Vergangenheit, die so ungewöhnlich sind, dass ich die ersten Stunden non-stop durchgehört habe. Und wen es jetzt bei dem Wort Zeitsprung gruselt - ich empfinde den Wechsel diverser Zeitebenen selbst häufig als störend in Büchern, hier aber absolut nicht, denn Lilys Erlebnisse vor ihrem Zusammentreffen mit Ted sind enorm aufregend und in gewisser Weise fast spannender als die Gegenwart, zumal sie ab einem bestimmten Punkt den Bogen zur Haupthandlung schlagen.

Dem Autor gelingt ein wirklich interessanter Kniff: Man entwickelt Sympathien für eine Mörderin und - zumindest ich - war mir bis zum Ende hin nicht sicher, ob ich mir wünschte, sie möge ungeschoren davonkommen oder nicht. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte sicher auch Sprecherin Christiane Marx, deren Stimme ich als sehr sehr angenehm empfunden habe und die Lily in meinen Augen schon fast mit mehr Persönlichkeit ausstattet, als der Autor ihr zugedacht hat. Aber auch alle anderen beteiligten Sprecher machen einen tollen Job und es hat wirklich Spaß gemacht, ihnen durch die Geschichte zu folgen.

Nach einer starken, packenden ersten Hälfte, steuert die Handlung zur Mitte hin auf einen originellen Höhepunkt zu, den ich zwar habe kommen sehen, der aber trotzdem nochmal Schwung in die Story bringt und in dessen Folge sich mehrfach die Kräfteverhältnisse verkehren. Die Täterin wird zur Gejagten und umgekehrt, was die Spannungsspirale - das muss ich leider sagen - allerdings nicht so weit in die Höhe treibt, wie es angesichts des ausgeklügelten Plots machbar gewesen wäre. Peter Swanson steht sich hier bis zu einem gewissen Grade selbst im Wege, denn es entwickeln sich Längen durch Ausschweifungen und unnötige Wiederholungen, so dass ich bisweilen den starken Drang verspürte, viele penibelst beschriebene Nichtigkeiten, wie etwa die Zubereitung von Milchcafé, mit einem dicken Rotstift aus dem Text zu streichen, ebenso wie etliche der immer wieder aus anderer Perspektive erzählten Ereignisse.

Das alleine wäre gar nicht einmal so schlimm gewesen. Wirklich schade fand ich hingegen eine gewisse Stagnation in puncto Raffinesse. Mit der Zeit erschienen mir die Protagonisten zunehmend eindimensional und ich konnte ihr Verhalten immer weniger verstehen. Der Autor legt sein Augenmerk auf die schachspielartigen Züge der Figuren, weniger auf ihre Motivationen, was bedauerlicherweise zur Folge hat, dass die Charaktere gewissen Klischees entsprechen (die Femme fatale, der verbissene Detective, der manipulierbare Einfaltspinsel). Man sollte also bloß nicht anfangen kritisch zu hinterfragen, warum fast alle literarischen Gestalten hier Mord offenbar für die einzige Lösung ihrer Probleme halten - denn dann schmilzt die Faszination zwangsläufig etwas dahin. Kann man sich damit arrangieren, dass logische Verhaltensmuster nicht Sinn und Zweck des Buches sind, bekommt man hier jedoch klassisch gute Krimikost serviert.

Fazit: „Die Gerechte“ von Peter Swanson ist zwar ein sehr ruhiges, aber auch spannendes, teilweise überraschendes und akustisch durchweg überzeugendes Hörbuch. Stellenweise zu detailreich und vor allem in der zweiten Hälfte zu stereotyp durchgestylt, aber mit dem erstaunlichen Effekt, mit einer Mörderin mitfiebern zu können. Freunden leiser Spannung kann ich das (Hör-)Buch trotz kleiner Schwächen empfehlen, denn gelangweilt habe ich mich hier wirklich nicht.


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