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Rezensionen verfasst von
Ulrike Mecker "ulrikemecker" (Hamburg)
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10 Dinge, die ich an dir hasse
10 Dinge, die ich an dir hasse
DVD ~ Heath Ledger
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 12,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überraschend gelungene Neuauflage, 7. September 2008
Rezension bezieht sich auf: 10 Dinge, die ich an dir hasse (DVD)
Wieder mal eine Highschool-Liebeskomödie, wieder mal eine Modernisierung eines bekannten Shakespeare-Stoffes (hier: Der Widerspenstigen Zähmung)...

Zunächst klingt dies nicht gerade vielversprechend oder originell, aber zu meinem Erstaunen ist den Filmemachern hier eine überraschend schmissige und stimmige Version der alten Geschichte mit einigem Charme gelungen, die sich wohltuend von der Masse der seichten Teeniekomödien abhebt.

Schauspielerisch gibt es nicht wirklich etwas zu bemängeln - das selbstverliebte Unterwäschemodell Joey (Andrew Keegan), Biancas Freundin Chastity (Gabrielle Union) sowie einige Mitglieder des Lehrkörpers und der Schülerschaft sind allerdings etwas klischeehaft und "over the top" gezeichnet. Na ja, ist halt trotz allem eine Komödie... Dafür ist es gelungen, den übervorsorglichen Vater der Schwestern Bianca (Larisa Oleynik) und Kat(herine)(Julia Stiles) mit seinen archaisch anmutenden Regeln menschlich und nachvollziehbar genug zu gestalten, um ihn in der heutigen Zeit glaubwürdig erscheinen zu lassen.

Weitere Modernisierungsmaßnahmen: Shakespeares Originaltext findet bei diesem Film keine Verwendung (wenn man von dem Macbeth(!)-Zitat absieht) und zum Glück darf Kat eine selbstbestimmte Frau bleiben (werden?) - auf ihre Selbstverleugnung zum Gefallen der Männerwelt wird verzichtet.

Besonderes Lob gilt den männlichen Hauptdarstellern Heath Ledger als charmanter Badboy Patrick, der im Original seinen australischen Akzent behalten durfte, und Joseph Gordon-Levitt als dem Hals über Kopf in Bianca verliebten Cameron. Letzterer ist meines Erachtens eh einer der besten und meistunterschätzten Schauspieler seiner Altersklasse - wer sich darüber selbst ein Bild machen will, dem empfehle ich unbedingt Mysterious Skin anzusehen...

Interessant ist auch das Wiedersehen mit David Krumholtz, bekannt aus der Serie "Numb3rs", der als Cameron's bester Freund kaum wiederzuerkennen ist.

Dazu kann man sich noch an einigen hübschen Aufnahmen von Seattle erfreuen (Dachszenen!) und fertig sind unterhaltsame 1 1/2 Stunden gelungenes Popcornkino mit Charme.

Tip: Abspann bis zum Ende ansehen, dann wird man noch mit einigen lustigen verpatzten Szenen belohnt. Ansonsten fehlt es der DVD leider an Extras.


American Dreamz - Alles nur Show
American Dreamz - Alles nur Show
DVD ~ Hugh Grant
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 5,93

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Satire mit interessanter Besetzung, 8. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: American Dreamz - Alles nur Show (DVD)
American Dreamz ist eine recht gelungene Satire, die insbesondere Casting-Shows im Fernsehen und die Politikszene aufs Korn nimmt und mit ihrem teilweise rabenschwarzen Humor auch vor Terrorismus nicht halt macht. Das mögen manche geschmacklos finden, aber letztlich geht es doch darum, die Absurdität solcher Gewalt aufzuzeigen, um sich dann wie Omer im Film dieser zu verweigern. Make music, not war!

Die Besetzung des Films hat neben Hugh Grant - letztlich wieder in seiner Paraderolle als oberflächliches Scheusal mit weichem Kern - und Mandy Moore als ehrgeiziges Reality-Starlet selbst in den Nebenrollen noch eine Reihe bekannte Namen zu bieten - z.B. Willem Dafoe (praktisch nicht wieder zu erkennen!) als Berater des Präsidenten und Adam Busch als singender Rabbi. Die meisten Charaktere, abgesehen vielleicht von Omer, bleiben dabei relativ oberflächlich. Das liegt wohl aber in der Natur der Sache, denn der Film will schließlich keine Charakterstudie sein, sondern überzieht und vereinfacht natürlich bewusst.
Die größte Überraschung war für mich allerdings Dennis Quaid in der Rolle des Präsidenten, der sich über die Länge des Films hin von der einfältigen Marionette seines Stabs vielleicht doch noch zu einer selbständig denkenden Führungspersönlichkeit mausert. Leicht hatte der Präsident dabei einfach nur zu einer Witzfigur geraten können, aber Dennis Quaid schafft es, ihn menschlich und sogar sympathisch zu machen.

Die oftmals geistreich-enthüllenden Dialoge des Films verdienen Aufmerksamkeit und es gelingt American Dreamz trotz der teilweise recht düsteren Thematik unterhaltsam und letztlich doch zuversichtlich zu sein.


Paperback Hero
Paperback Hero
DVD ~ Claudia Karvan
Preis: EUR 5,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen entdeckenswertes Komödienjuwel das ein größeres Publikum verdient, 8. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Paperback Hero (DVD)
Auch ich bin nur durch Hugh Jackmans Filmographie auf dieses Komödienkleinod gestossen. Glück für mich, aber schade, dass der Film nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt, denn die warmherzige Komödie um Liebe, geheime Identitäten und Selbstfindung steht bekannteren Vertretern des Genres in nichts nach und hinterläßt einfach nur gute Laune.

Hugh Jackman in der Hauptrolle des Jack ist überaus sympathisch und beweisst angeborene leading-man-Qualitäten. Auch alle anderen Schauspieler sind absolut überzeugend und die Charaktere teils kauzig-verschroben, aber fast ausnahmslos wirklich liebenswert. Löblich, dass hier auf eindimensionale Schwarz-Weiss-Malerei verzichtet und insbesondere auch Hamish (Rubys Verlobter) und Ziggy (die Verlegerin) durchaus sympathisch und mehr als Klischees sein dürfen.

Weitere Pluspunkte des Films sind der australische Lokalkolorit (die Aufnahmen vom Outback machen schon Lust auf einen Besuch) und der tolle Soundtrack mit gleich mehreren Ohrwürmern von Roy Orbison. Bleibt zu erwähnen, dass auch Hugh Jackman sein gesangliches Talent, das er auch schon auf diversen Musicalbühnen unter Beweis gestellt hat, einsetzen darf.

"Nur" vier Sterne gibt es nur darum, weil die Handlung teilweise doch etwas vorhersehbar ist und die Charaktere halt bis zu einem gewissen Grad altbekannten Typen entsprechen. Aber was soll's - man kann das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Dem Sehvergnügen tut dies jedenfalls keinen Abbruch. Also unbedingt ansehen und Spass haben!


Fell - Eine Liebesgeschichte (Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus)
Fell - Eine Liebesgeschichte (Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus)
DVD ~ Nicole Kidman

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Möchtegern-Kunstwerk, 30. Dezember 2007
Ich habe mir diesen Film angesehen, weil ich viel von Robert Downey jr.s schauspielerischen Fähigkeiten halte und mir davon eine berührende Liebes- bzw. Freundschaftsgeschichte und ein Plädoyer für Individualität und Andersartigkeit versprochen habe.

Tatsächlich sind die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten durchaus ordentlich, als berührend habe ich allerdings allenfalls das Ende empfunden.

Für mich musste ich feststellen, dass Nicole Kidman den beunruhigenden Trend fortsetzt, Frauen zu spielen, für die nach Willen der Filmemacher wohl mein feministisches Herz bluten soll (Portrait of a Lady? Cold Mountain?), die mir tatsächlich aber eher unsympathisch bis absolut zuwider sind.

Achtung Spoiler!

Na klar, das arme unterdrückte Ehefrauchen Diane erlebt durch den faszinierend andersartigen Nachbarn ihre sexuelle und kreative Befreiung.
Wovon sie sich befreien muss ist mir allerdings nicht so ganz klar. Von ihrem Ehemann, der scheinbar voll hinter ihr steht, ihre Entwicklung unterstützt (nur, dass sie selbst dies zunächst ablehnt!) und sich letztlich als ausgesprochen geduldig erweist, wohl eher nicht. So war das beherrschende Gefühl durch den ganzen Film hindurch (bestimmt nicht die Intention der Filmemacher!) eigentlich auch das Mitleid mit Dianes Mann, der sich - außer ein grundsolider, etwas langweiliger Typ zu sein - nichts zu schulden kommen läßt, und dafür noch als Buhmann dargestellt wird, der es wagt, Dianes Glück in Form der (meines Erachtens unglaubwürdig entwickelten) Affäre mit Nachbarn Lionel im Wege steht.

Diane ihrerseits ist nur zu bereitwillig, ihre Ehe, das Familienunternehmen und ihre Kinder hintenanzustellen und sich voll dem Reiz der etwas verruchten Außenseiterclique hinzugeben.

Lionel selbst ist nicht der sympathische Freak, der ungerechtfertigterweise von der Welt abgelehnt wird. Tatsächlich scheint er nicht an mangelndem Selbstbewußtsein zu leiden.

Letztlich frage ich mich auch, warum man es für nötig hält, eine fiktive Biographie einer realen Person zu verfilmen. Warum keine authentischere Version von Arbus Lebensgeschichte oder aber gleich eine rein fiktive Person (vielleicht "inspiriert von...") wählen? Meiner Meinung nach tut man mit diesem Mischmasch niemandem einen Gefallen. Die Bewunderer und Familie der echten Diane Arbus werden vermutlich nicht allzu glücklich darüber sein, sie misrepresentiert zu finden, und alle, für die dies die erste Bekanntschaft mit Diane Arbus ist, bekommen ein falsches Bild ihrer Person.


Confessions - Ein Party-Girl
Confessions - Ein Party-Girl
DVD ~ Jennifer Love Hewitt
Preis: EUR 7,97

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen vergnügliches Popcorn-Kino, 30. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Confessions - Ein Party-Girl (DVD)
Zugegebenermaßen habe ich mir die DVD nur gekauft, um Colin Ferguson mal in einer anderen als seiner Paraderolle in "Eureka" zu sehen.
Davon abgesehen, erwartete ich eine typische seichte Hollywood-Komödie mit oberflächlichen, selbstverliebten Charakteren, die sich für sehr viel charmanter und witziger hält als sie tatsächlich ist.

Teilweise stimmt dies zwar und der Film wird wohl auch kaum als besonders anspruchsvolles Kunstwerk in die Annalen eingehen, aber als ich mich endlich dazu überwunden hatte, ihn anzusehen, war ich dennoch recht positiv überrascht. Dies ist wohl hauptsächlich dem Umstand zu verdanken, dass der Film sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen scheint. Tatsächlich würde ich "Confessions" als Satire einordnen.

Positiv überracht hat mich insbesondere auch Jennifer Love Hewitt als Katya, die für mich bis dahin nur die harmlos-nette all-American Sauberfrau für alle Fälle war. Entgegen diesem Image spielt sie für den Großteil dieses Filmes das eher unsympatische, völlig Ich-bezogene Yuppie-Biest und beweist dabei erstaunlich viel Mut zur Selbstironie und komödiantisches Talent; ihre wirkliche Stimme finde ich dabei um Klassen besser als in der Synchronisation.

Colin Ferguson wird schauspielerisch nicht wirklich gefordert, da sein Charakter (Charles) eigentlich eben nur als love-interest der Hauptfigur fungiert und davon abgesehen wenig Eigenleben entwickeln darf. Trotzdem macht er das Beste aus der Rolle und ist mit seinem jungenhaften Charme und der liebenswerten Art der Sympathieträger des Films (wer kann da nicht nachvollziehen, dass sich Katya Hals über Kopf in ihn verliebt?), der natürlich in bester Disney-Tradition die Läuterung Katyas auslöst.

Diese Wandlung bzw. Enthüllung Katyas als liebenswerte Hochstaplerin (à la "eigentlich war sie ja doch nie so übel!") ist dann auch für mich der am schwersten zu schluckende Teil des Films. Auch hierüber läßt sich jedoch letztlich wohlwollend hinwegsehen, schließlich dient es dem für einen Film dieser Art und Güte unvermeidlichen Happy End und läßt einen in gut gelaunter versöhnlicher Stimmung zurück. Und das ist doch auch schon was!

Positiv zu erwähnen wären abschließend noch die schauspielerischen Leistungen von Joey Lawrence als schwuler bester Freund Katyas, der als klassisches comic relief funktioniert, Sonja Bennett als Katyas (liebenswertere) Freundin und Daniel Roebuck als ihr Chef.


Gattaca
Gattaca
DVD ~ Ethan Hawke

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "There is no gene for the human spirit.", 29. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Gattaca (DVD)
Es muss jetzt etwa 10 Jahre her sein, seit ich den Film das erste Mal sah, und ich erinnere mich immer noch daran, wie ich noch halb wie in Trance aus dem Kino kam und dachte, wie gut, dass wir alle so unvollkommen sind und dass unsere genetische Zusammensetzung (noch) rein zufällig und nicht der Maßstab, an dem unser Wert als Individuum bemessen wird, ist!

Bis heute und auch nach mehrfachem Sehen hat dieser zeitlose Film nichts an seiner Wirkung verloren. Immer noch ist er erschreckend (die Diskriminierung der natürlich Geborenen) und tieftraurig (Vincents verzweifelter Kampf um seinen Traum, Jeromes Verlorenheit) auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch voller Hoffnung und Zuversicht. Dass wir immer noch unseres Schicksals Schmied sind und der Wille allein Berge versetzen kann. Dass Liebe nicht nach DNS oder Perfektion fragt und es immer Menschen geben wird, die entgegen Dogmen und totalitären Regimen ihren eigenen Weg gehen und zusammenhalten werden.

Was die Optik angeht, hat der Film einen ziemlich eigenen Stil und wirkt - insbesondere in den Szenen in Gattaca - kalt, ja steril. Ich habe dies schon als Kritik gehört, aber meines Erachtens passt dies perfekt zu der ebenfalls seelenlosen, genormte Perfektion fordernden Gesellschaft.
Der Score ist ebenfalls sehr gelungen - einige der Themen verfolgen einen förmlich.

Insgesamt ist "Gattaca" ein eher leiser Film. Action gibt es nur wenig und die Aufklärung des Mordfalles ist eigentlich nebensächlich, abgesehen davon, dass sie droht, die Identität unserer Hauptperson aufzudecken. Tatsächlich stehen aber die gegensätzlichen Charaktere des Vincent/Jerome und Jerome/Eugene im Vordergrund. Ersterer ist voller Leidenschaft und Disziplin und bringt eigentlich alles mit, was er zum Erreichen seiner Träume benötigt - bis auf das perfekte genetischen Profil, ohne das er zu einem Leben in der Unterschicht verdammt ist. Letzterer ist hingegen zwar genetisch perfekt, aber antriebslos. Im Laufe des Filmes entwickelt sich aus der ursprünglich reinen Geschäftsbeziehung der beiden Männer Freundschaft und Respekt. Insbesondere lernt Jerome, der anfangs noch aufgrund dessen genetischer Minderwertigkeit auf Vincent herab sieht, diesen für sein Herz - körperlich schwach aber im übertragenen Sinne bärenstark - zu bewundern und findet darin, diesem bei der Erfüllung seines Traumes zu helfen, endlich einen Sinn in seinem eigenen Leben.

Von den Schauspielern hat mich Jude Laws Darstellung spontan besonders berührt, aber auch Ethan Hawke spielt seine Rolle ausgesprochen gut.

"Gattaca" ist ein Plädoyer für die Unvollkommenheit und Unberechenbarkeit, die jeden von uns einzigartig und wertvoll macht. "Gattaca" hätte es verdient, ein Klassiker zu werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2008 12:04 PM MEST


Children of Men [Special Edition] [2 DVDs]
Children of Men [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Clive Owen
Preis: EUR 7,95

16 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen die Chance nicht genutzt, 27. Dezember 2007
Nach all den positiven Kritiken und der eigentlich faszinierenden Prämisse hatte ich mir eigentlich einiges von diesem Film versprochen.
Tatsächlich bleibt, nachdem ich den Film nun endlich selbst gesehen habe, bei mir nur ein großes Gefühl von "Na und ?!?" und Enttäuschung zurück.
Handwerklich ist der Film sicher nicht schlecht. Die Schauspieler (insbesondere Michael Caine) machen ihre Sache anständig, die futuristische Welt im Chaos wirkt überzeugend und wir bekommen vielleicht das realistischste Neugeborene der Filmgeschicht zu sehen, aber letztlich macht der Film überhaupt nichts aus der interessanten Idee einer Welt ohne Kinder, in der die Menschheit ihr unmittelbares Aussterben vor Augen hat, sondern beschränkt sich darauf, zwei Menschen auf der Flucht vor (nicht näher erklärten) Feinden zu zeigen. Wer wen warum jagt und wer warum wohin flieht ist dabei nie wirklich klar und spielt eigentlich auch keine Rolle. Warum zunächst plötzlich weltweit keine Kinder mehr lebend geboren und schließlich überhaupt nicht mehr gezeugt werden bleibt ebenso im Dunkeln wie warum schließlich doch eine Frau schwanger wird oder ob und wie infolge dessen die Menschheit doch noch gerettet wird (wird durch die Erforschung der Schwangerschaft eine "Heilmethode" entwickelt? ist die Periode der Unfruchtbarkeit plötzlich wieder vorbei? reicht ein Kind zur Arterhaltung?). Auch nicht, warum Baby und Mutter statt als Heilsbringer verehrt zu werden um ihr Leben fliehen müssen.
Davon abgesehen, verpasst der Film die Chance, die wirklich interessanten Fragen auch nur zu erwähnen, geschweige denn zu zeigen.
Wie reagieren die Menschheit insgesamt und wie der Einzelne, wenn sie feststellen, dass keine Menschen mehr geboren werden (Panik, Depression, Feiern bis zum Untergang, religiöser Fanatismus, Resignation, Anarchie?). Welche sozialen und politischen Folgen hat dies und welche Bemühungen zur Rettung der Menschheit werden unternommen? Der Film zeigt uns eine Welt voll Chaos und Gewalt, wie wir sie letztlich schon tausendmal gesehen haben, aber nicht den sehr viel interessanteren Weg dorthin. Schade.


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