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Rezensionen verfasst von
Michael Kern
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US Playing Card Company 1085 - Poker Chips World Poker Tour
US Playing Card Company 1085 - Poker Chips World Poker Tour

2.0 von 5 Sternen Viel zu teuer, 11. Mai 2006
Seitdem ich die WPT chips selbst in der Hand hatte musste ich leider bestätigen was mir viele Freunde vorher gesagt haben. Sie unterscheiden sich kaum im feeling und sound von dice chips oder ähnlichen. Für diesen Preis gibt es übrigens schon fast Chips in echter Casino-qualität. Im Grunde genommen bezahlt man für das World Poker Tour Logo und kaum bessere Qualität. Sie reichen zum Pokern und schränken den Spaßfaktor wohl kaum ein aber sie sind außerdem viel zu teuer. Das Fazit: lieber mit echten Casino-Qualität chips wie ChipCo oder Paulson gehen oder zur absolut preiswerten qualitativ vergleichbaren Alternative den Dice chips greifen.


Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
von Aldous Huxley
  Taschenbuch

143 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu der Schönen neuen Welt, 18. April 2005
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder glücklich. Alle Lebensabläufe sind so konzipiert, dass es kein Leid, keine Sorgen und Gefahren mehr gibt. Die Ehe und Monogamie ist abgeschafft, ja gar verpönt. Und taucht doch mal ein Problem auf, so gibt es, Ford sei Dank, Soma - die Droge, die die Menschen von der Wirklichkeit beurlaubt.
Als Sigmund mit Lenina einen Urlaub in der „Wildnis" - wie die wenigen Reservate außerhalb der Zivilisation genannt werden - antritt, und dabei Filine und ihren Sohn Michel kennenlernt, möchte er die beiden Wilden mit in seine technologisierte Welt nehmen. Ein Wunsch, der zum Eklat führt.
Meine Meinung:
Aldous Huxleys Schöne neue Welt wurde 1932 erstmals veröffentlicht. Und genau hierin liegt für mich der eigentliche Schrecken dieser Zukunftsvision. Denn so utopisch, wie sie bei der Entstehung noch war, ist sie lange nicht mehr. Das erkannte der 1963 verstorbene Aldous Huxley bereits in seinem Essayband „Dreißig Jahre danach". Er schreibt darin: sozialer und technischer Fortschritt und verfeinerte Methoden der psychologischen Manipulation lassen erwarten, dass diese grausige Voraussage sich in einem Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne verwirklichen werde.
Sicher wäre Huxley weniger erstaunt, als ich als Leser , wie nah wir im Anfang des 21. Jahrhunderts bereits an seine schönen neuen Welt heranreichen: Sorgen werden in Alkohol ertränkt, Glück mit Drogen vermeintlich künstlich erzeugt. Der Tod wird tabuisiert, das Altern passt nicht in unser Schönheitsbild und wird als etwas schlechtes angesehen. Genormtes Äußeres ist vielerseits gewünscht, was nicht passt, wird passend gemacht - in Form von Schönheits-OPs. Von Genmanipulationen und dem Klonen abgesehen, sind Retortenbabys keine Sensation mehr, sondern eine Alternative zur natürlichen Schwangerschaft.
Wann wird der erste „Wilde" schreien, wie Michel in Huxleys Schreckensszenario, dass er keine Bequemlichkeit braucht, sondern Gott, Poesie und Gefahren, sowie Freiheit, Tugend und Sünde? Eben alles, was uns zu Individuen und lebendig macht. Alles, was uns von Maschinen unterscheidet. Willen und Gefühle, Geist und Seele.
Wenn es so weiter geht, sind wir einst alle unter totaler Kontrolle, wie es in Huxleys Welt der Fall ist. Alles ist vorherbestimmt; die soziale Schicht, das Aussehen, der Lebensablauf. Selbst unsere intimsten und geheimsten Gefühle, bis sie schließlich abgestumpft und verkümmert sind, werden fremdbestimmt sein. Schon heute braucht es für viele einen Bungeesprung, um den Kick noch fühlen zu können. Und bei Schmerzen oder auch nur Langeweile, greift man einfach zu Drogen. Das Leben selbst scheint nicht mehr lebenswert. Es muss rund um die Uhr etwas geboten werden, damit wir noch spüren, dass wir lebendig sind. So wird es uns vielerorts vorgegaukelt, z. B. in den Medien - man denke nur an die Werbung.
In Aldous Huxleys Geschichte ist Ford - ja, Henry Ford - zu einem Gott avanciert. Die Menschen huldigen dem technischen Fortschritt, wie ihnen von höchster Stelle vorgegeben. Anzweifeln ist kaum mehr möglich, da die Menschheit so geschickt manipuliert und mit genormtem Glück, in Form der Droge Soma, ruhig gehalten wird.
Eine sterile Welt, in der alles perfekt, und damit kalt, leb- und lieblos ist. Somit muss ich gestehen, dass mein Aufenthalt in Aldous Huxleys viel diskutierter schönen neuen Welt nicht sehr angenehm war. Es ist keine Geschichte zum Wohlfühlen. Die Figuren empfand ich als stumpf und mit keiner hätte ich gern mehr zu tun. Das hat Huxley gut gemacht! Denn solch eine Welt, mit solchen Bewohnern, erwartet uns, wenn wir uns nicht auf ein einfacheres und eventuell unperfekteres Leben besinnen.
Fazit:
In Zeiten von „Dschungelcamp" und anderen TV-Serien wird eine Zukunftsschilderung wie sie hier vorliegt wichtiger denn je. Wer schafft es eigentlich, dass so viele Menschen sich Sendungen dieser Art ansehen? Künstlich geschaffene, kalkulierbare Gefahren und Risiken - brauchen wir das? Und: haben wir nichts besseres zu tun?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2012 9:21 PM MEST


Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
von Aldous Huxley
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zur schönen neuen Welt, 18. April 2005
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder glücklich. Alle Lebensabläufe sind so konzipiert, dass es kein Leid, keine Sorgen und Gefahren mehr gibt. Die Ehe und Monogamie ist abgeschafft, ja gar verpönt. Und taucht doch mal ein Problem auf, so gibt es, Ford sei Dank, Soma - die Droge, die die Menschen von der Wirklichkeit beurlaubt.
Als Sigmund mit Lenina einen Urlaub in der „Wildnis" - wie die wenigen Reservate außerhalb der Zivilisation genannt werden - antritt, und dabei Filine und ihren Sohn Michel kennenlernt, möchte er die beiden Wilden mit in seine technologisierte Welt nehmen. Ein Wunsch, der zum Eklat führt.
Meine Meinung:
Aldous Huxleys Schöne neue Welt wurde 1932 erstmals veröffentlicht. Und genau hierin liegt für mich der eigentliche Schrecken dieser Zukunftsvision. Denn so utopisch, wie sie bei der Entstehung noch war, ist sie lange nicht mehr. Das erkannte der 1963 verstorbene Aldous Huxley bereits in seinem Essayband „Dreißig Jahre danach". Er schreibt darin: sozialer und technischer Fortschritt und verfeinerte Methoden der psychologischen Manipulation lassen erwarten, dass diese grausige Voraussage sich in einem Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne verwirklichen werde.
Sicher wäre Huxley weniger erstaunt, als ich als Leser , wie nah wir im Anfang des 21. Jahrhunderts bereits an seine schönen neuen Welt heranreichen: Sorgen werden in Alkohol ertränkt, Glück mit Drogen vermeintlich künstlich erzeugt. Der Tod wird tabuisiert, das Altern passt nicht in unser Schönheitsbild und wird als etwas schlechtes angesehen. Genormtes Äußeres ist vielerseits gewünscht, was nicht passt, wird passend gemacht - in Form von Schönheits-OPs. Von Genmanipulationen und dem Klonen abgesehen, sind Retortenbabys keine Sensation mehr, sondern eine Alternative zur natürlichen Schwangerschaft.
Wann wird der erste „Wilde" schreien, wie Michel in Huxleys Schreckensszenario, dass er keine Bequemlichkeit braucht, sondern Gott, Poesie und Gefahren, sowie Freiheit, Tugend und Sünde? Eben alles, was uns zu Individuen und lebendig macht. Alles, was uns von Maschinen unterscheidet. Willen und Gefühle, Geist und Seele.
Wenn es so weiter geht, sind wir einst alle unter totaler Kontrolle, wie es in Huxleys Welt der Fall ist. Alles ist vorherbestimmt; die soziale Schicht, das Aussehen, der Lebensablauf. Selbst unsere intimsten und geheimsten Gefühle, bis sie schließlich abgestumpft und verkümmert sind, werden fremdbestimmt sein. Schon heute braucht es für viele einen Bungeesprung, um den Kick noch fühlen zu können. Und bei Schmerzen oder auch nur Langeweile, greift man einfach zu Drogen. Das Leben selbst scheint nicht mehr lebenswert. Es muss rund um die Uhr etwas geboten werden, damit wir noch spüren, dass wir lebendig sind. So wird es uns vielerorts vorgegaukelt, z. B. in den Medien - man denke nur an die Werbung.
In Aldous Huxleys Geschichte ist Ford - ja, Henry Ford - zu einem Gott avanciert. Die Menschen huldigen dem technischen Fortschritt, wie ihnen von höchster Stelle vorgegeben. Anzweifeln ist kaum mehr möglich, da die Menschheit so geschickt manipuliert und mit genormtem Glück, in Form der Droge Soma, ruhig gehalten wird.
Eine sterile Welt, in der alles perfekt, und damit kalt, leb- und lieblos ist. Somit muss ich gestehen, dass mein Aufenthalt in Aldous Huxleys viel diskutierter schönen neuen Welt nicht sehr angenehm war. Es ist keine Geschichte zum Wohlfühlen. Die Figuren empfand ich als stumpf und mit keiner hätte ich gern mehr zu tun. Das hat Huxley gut gemacht! Denn solch eine Welt, mit solchen Bewohnern, erwartet uns, wenn wir uns nicht auf ein einfacheres und eventuell unperfekteres Leben besinnen.
Fazit: In Zeiten von „Dschungelcamp" und anderen TV-Serien wird eine Zukunftsschilderung wie sie hier vorliegt wichtiger denn je. Wer schafft es eigentlich, dass so viele Menschen sich Sendungen dieser Art ansehen? Künstlich geschaffene, kalkulierbare Gefahren und Risiken - brauchen wir das? Und: haben wir nichts besseres zu tun?


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